DE29701180U1 - Elektronischer Kompass - Google Patents
Elektronischer KompassInfo
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- G01C17/02—Magnetic compasses
- G01C17/28—Electromagnetic compasses
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- G—PHYSICS
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Description
97G 1057 j
Beschreibung
Elektronischer Kompass
Elektronischer Kompass
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektronischen Kompass, bei dem ein elektronischer Magnetfeldsensor gegenüber einem
Kompassgehäuse fest positioniert ist, bei dem ein gegenüber dem Magnetfeldsensor drehbar gelagerter, sich selbständig auf
das Erdmagnetfeld ausrichtender Magnet vorgesehen ist und bei dem sich der elektronische Magnetfeldsensor im Einflußbereich
des vom Magneten erzeugten Magnetfeldes befindet.
Eine Vorrichtung zum Erfassen einer Winkelposition eines Objektes bezüglich einer vorgegebenen Null-Lage mit einem
Magnetowiderstand(MR)-Sensor, der eine feste Bezugsachse aufweist sowie in einem Magnetfeld angeordnet ist, ist
beispielsweise aus der europäischen Patentschrift EP 680 614 Bl bekannt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen verbesserten elektronischen Kompass auf der Basis von MR-Sensoren
zu entwickeln.
Die Aufgabe wird durch einen elektronischen Kompass mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß weist der elektronische Magnetfeldsensor
mindestens einen Magnetowiderstand mit einer festen Bezugsachse auf, dessen elektrischer Widerstand von einem
Drehwinkel zwischen der festen Bezugsachse und der Richtung des Magnetfeldes abhängig ist. Der Magnetowiderstand ist
weiterhin in einer Differential-Brückenschaltung angeordnet,
die im Betrieb des Kompasses eine von dem Drehwinkel abhängige Ausgangsspannung liefert.
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Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der bzw. sind die Magnetowiderstände als Giant-Magnetowiderstände
(Giant-MR) ausgebildet. Diese sind beispielsweise in der EP 680 614 beschrieben und werden von daher an dieser Stelle
nicht mehr näher erläutert. Der Vorteil der Giant-MRs besteht darin, daß sie einen Effekt von bis zu 70% aufweisen können.
Eine besonders bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen
elektronischen Kompasses weist mindestens eine erste und eine zweite Differential-Brückenschaltung mit jeweils mindestens
einem Magnetowiderstand auf, wobei die Bezugsachsen der Magnetowiderstände der ersten und der zweiten Differential-Brückenschaltung
um einen Winkel &dgr; von 0°< &dgr; < 90°, vorzugsweise &dgr;=90°, verdreht zueinander angeordnet sind.
Dies hat den besonderen Vorteil, dass die Ausgangssignale der
beiden Differential-Brückenschaltungen, typischerweise sinusförmige Spannungssignale, bei Drehung des Magneten
bezüglich der Zeitachse versetzt zueinander angeordnet sind.
Dadurch ist eine eindeutige Bestimmung der Orientierung der Bezugsachse zum Erdmagnetfeld gewährleistet.
Der erfindungsgemäße elektronische Kompass wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den
Figuren 1 bis 5 näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine schematische Darstellung des
Ausführungsbeispieles,
Figur 2 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Differential-Brückenschaltung,
0 Figur 3 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Differential-Brückenschaltung und
Figur 4 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Magnetfeldsensors mit zwei hinsichtlich ihrer Bezugsachsen
zueinander verdrehten Differential-Brückenschaltungen und Figur 5 eine schematische Darstellung des Signalverlaufes bei
Verwendung von zwei Differential-Brückenschaltungen, bei denen die Bezugsachsen der magnetfeldabhängigen elektrischen
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Widerstandselemente um 90° verdreht zueinander angeordnet sind und sich der Magnet um insgesamt 360° gegenüber dem
Magnetfeldsensor dreht.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ist auf einer gemeinsamen, in einem Kompassgehäuse KG mit einer
Bauteilachse BA befestigten Drehachse D ein drehbar gelagerter Magnet M mit einem einen Nordpol N und einen
Südpol S aufweisenden Magnetfeld H angeordnet. Über diesem befindet sich ein fest und unverdrehbar mit der Drehachse D
und damit auch fest und unverdrehbar mit dem Kompassgehäuse KG verbundener Magnetfeldsensor MS mit mindestens einer
festen Bezugsachse B.
Die in den Figuren 2 und 3 gezeigten Beispiele für Differential-Brückenschaltungen können hierzu wahlweise
eingesetzt werden.
Bei der in Figur 2 dargestellten Differential-Brückenschaltung
DB ist eine Serienschaltung aus zwei Magnetowiderständen MRl, MR2 vorgesehen, deren
Magnetisierungen (angedeutet durch Pfeile in den Bauteilsymbolen) aufeinander zu gerichtet sind. Parallel zu
den beiden Magnetowiderständen MRl,MR2 ist eine Reihenschaltung aus zwei Festwiderständen Rl,R2 geschaltet.
Diese Parallelschaltung ist einerseits mit einer Versorgungsspannung Vin und andererseits mit einem festen
Bezugspotential P verbunden. Der Mittelabgriff zwischen den beiden Magnetowiderständen MRl,MR2 ist mit einem ersten
Anschluss Al und der Mittelabgriff zwischen den beiden Festwiderständen Rl,R2 ist mit einem zweiten Anschluss A2
verbunden. An diesen beiden Anschlüssen A1,A2 ist eine von den Widerstandswerten der Magnetowiderstände MRl,MR2
abhängige Ausgangs spannung Vout der Differential-Brückenschaltung
DB abgreifbar. Die beiden Magnetowiderstände MRl,MR2 sind vorzugsweise Giant-MRs.
97G 1057
Bei der in Figur 3 dargestellten Differential-Brückenschaltung
DB sind an Stelle der beiden Festwiderstände Rl,R2 der Ausführungsform von Figur 2 vorteilhafterweise
ebenfalls zwei Magnetowiderstände MR3,MR4 vorgesehen. Die Magnetisierung des Magnetowiderstandes MR3 ist
entgegengesetzt zur Magnetisierung des Magnetowiderstandes
MRl und die Magnetisierung des Magnetowiderstandes MR4 ist entgegengsetzt zur Magnetisierung des Magnetowiderstandes MR2
gerichtet. Der sonstige Aufbau dieser Brückenschaltung DB entspricht dem der Brückenschaltung DB von Figur 2. Die
zuletzt beschriebene Schaltungsanordnung hat insbesondere den Vorteil, dass ein vergleichsweise großes Ausgangssignal Vout
erzeugt wird. Sämtliche Magnetowiderstände MRl - MR4 sind vorzugsweise Giant-MRs.
Bei der in Figur 4 schematisch dargestellten Ausführungsform
eines Magnetfeldsensors MS für den Einsatz in einem erfindungsgemäßen elektronischen Kompass ist eine erste
Differential-Brückschaltung DBl gemäß Figur 3 mit einer ersten Bezugsachse Bl und eine zweite Differential-Brückenschaltung
DB2 gemäß Figur 3 mit einer zweiten Bezugsachse B2 vorgesehen. Hierbei sind die erste und die
zweite Bezugsachse Bl,B2 derart zueinander orientiert, daß sie, projiziert auf eine senkrecht zu einer Drehachse D des
Magneten M liegenden Ebene, einen rechten Winkel &dgr; einschließen. Die Bezugsachsen Bl,B2 sind durch die
Magnetowiderstände MRl - MR8 definiert. Ein derartiger Magnetfeldsensor MS kann alternativ natürlich auch mit
Differential-Brückschaltungen DB gemäß Figur 2 ausgebildet
0 sein. Ebenso kann der von den Bezugsachsen Bl,B2 eingeschlossene Winkel &dgr; einen anderen Wert größer als 0°
aufweisen. Je kleiner der Winkel &dgr;, umso geringer ist jedoch die Differenz zwischen den beiden Ausgangsspannungen Voutl und
Vout2 an den Differential-Brückenschaltungen DBl und DB2.
Das in Figur 5 gezeigte Diagramm eines AusgangssignalVerlaufs
eines erfindungsgemäßen elektronischen Kompasses mit einem
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Magnetfeldsensor MS gemäß Figur 4 bei einer Drehung des Magneten M um 360° um die Drehachse D (Abszisse: Drehwinkel,
Ordinate: Spannung) weist zwei sinusförmige Ausgangs Spannungen Voutl und Vout2 der beiden Differential-Brückenschaltungen
DBl und DB2 auf. Diese beiden sinusförmigen Ausgangs spannungen Voutl und Vout2 sind
entsprechend dem Winkel &dgr;, hier also um 90° zueinander versetzt, so dass jeder Orientierung des Magnetfeldes H des
Magneten M eindeutig ein Ausgangs spannungswert epaar (Voutl
vout2) zugeordnet ist. Dadurch ist eine eindeutige Bestimmung
der Orientierung des Magneten M gegenüber dem Magnetfeldsensor MS möglich.
Claims (7)
1. Elektronischer Kompass, bei dem ein elektronischer Magnetfeldsensor (MS) gegenüber einem Kompassgehäuse (KG)
fest positioniert ist, bei dem ein gegenüber dem Magnetfeldsensor (MS) drehbar gelagerter, sich selbständig
auf das Erdmagnetfeld ausrichtender Magnet (M) vorgesehen ist und bei dem sich der elektronische Magnetfeldsensor (MS) im
Einflußbereich eines vom Magneten (M) erzeugten Magnetfeldes
(H) befindet,
dadurch gekennzeichtnet, dass der elektronische Magnetfeldsensor (MS) mindestens einen
Magnetowiderstand (MRl) mit einer festen Bezugsachse (Bl) aufweist, dessen elektrischer Widerstand von einem Drehwinkel
(&agr;) zwischen der festen Bezugsachse (Bl) und der Richtung des Magnetfeldes (H) abhängig ist, und
dass der Magnetowiderstand (MRl) in einer Differential-Brückenschaltung
(DB) angeordnet ist, die im Betrieb des Kompasses eine von dem Drehwinkel (&agr;) abhängige
Ausgangs spannung (Voutl) liefert.
2. Elektronischer Kompaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichtnet, dass
der elektronische Magnetfeldsensor (MS) mindestens einen weiteren Magnetowiderstand (MR5) mit einer weiteren festen
Bezugsachse (B2) aufweist, die derart verdreht zur Bezugsachse (Bl) angeordnet ist, daß die beiden Bezugsachsen
(Bl,B2), projiziert auf eine parallel zur Drehebene des
Magneten (M) liegende Ebene, einen Winkel &dgr; von 0° < &dgr; < 90°, vorzugsweise &dgr; = 90°, einschließen, und
dass der elektrische Widerstand des weiteren Magnetowiderstands (MR5) von einem weiteren Drehwinkel (ß)
zwischen der weiteren festen Bezugsachse (B2) und der Richtung des Magnetfeldes (H) abhängt.
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3. Elektronischer Kompass nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichtnet, dass
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der weitere Magnetowiderstand (MR5) in einer weiteren Differential-Brückenschaltung (DB2) angeordnet ist, die im
Betrieb des Kompasses eine von dem Drehwinkel (ß) abhängige weitere Ausgangs spannung (Vout2) liefert,
5
4. Elektronischer Kompass nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichtnet, dass
der bzw. die Magnetowiderstände (MRl, MR5) als Giant-Magnetowiderstände
ausgebildet sind. 10
5. Elektronischer Kompass nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichtnet, dass
mindestens eine der Differential-Brückenschaltungen (DBl,DB2)
eine zwei Magnetowiderstände (MRl,MR2) aufweisende erste Reihenschaltung und eine parallel zu dieser angeschlossene
zwei Festwiderstände (Rl,R2) aufweisende zweite Reihenschaltung aufweist, die einerseits mit einer
Versorgungsspannung (V1n) und andererseits mit einem festen
Potential (P) verbunden sind und an deren Mittelabgriffen (Al, A2) im Betrieb des Kompasses die Ausgangs spannung (Voutl
bzw. Vout2) abgreifbar ist.
6. Elektronischer Kompass nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichtnet, dass
die bzw. mindestens eine der Differential-Brückenschaltungen (DBl,DB2) eine zwei Magnetowiderstände (MRl,MR2) aufweisende
erste Reihenschaltung und eine parallel zu dieser angeschlossene weitere zwei Magnetowiderstände (MR3,MR4)
aufweisende zweite Reihenschaltung aufweist, die einerseits mit einer Versorgungsspannung (Vin) und andererseits mit
einem festen Potential (P) verbunden sind und an deren Mittelabgriffen (Al, A2) im Betrieb des Kompasses die
Ausgangs spannung (Voutl bzw. Vout2) abgreifbar ist.
7. Elektronischer Kompass nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichtnet, dass die zwei
Magnetowiderstände (MRl,MR2) der ersten Reihenschaltung
97 G 105?
Magnetisierungen (MhR1, MnR2) aufweisen, die zueinander
entgegengesetzt gerichtet sind und dass ggf. auch die Magnetowiderstände (MR3,MR4) der zweiten Reihenschaltung Magnetisierungen (MnR3, M1014) aufweisen, die zueinander entgegengesetzt gerichtet sind, wobei bei einer der beiden Reihenschaltungen die Magnetisierungen aufeinander zu gerichtet sind und bei der anderen voneinander weg gerichtet sind.
entgegengesetzt gerichtet sind und dass ggf. auch die Magnetowiderstände (MR3,MR4) der zweiten Reihenschaltung Magnetisierungen (MnR3, M1014) aufweisen, die zueinander entgegengesetzt gerichtet sind, wobei bei einer der beiden Reihenschaltungen die Magnetisierungen aufeinander zu gerichtet sind und bei der anderen voneinander weg gerichtet sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29701180U DE29701180U1 (de) | 1997-01-24 | 1997-01-24 | Elektronischer Kompass |
| EP98101076A EP0855599A3 (de) | 1997-01-24 | 1998-01-22 | Elektronischer Kompass |
| US09/013,300 US6070333A (en) | 1997-01-24 | 1998-01-26 | Electronic compass |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29701180U DE29701180U1 (de) | 1997-01-24 | 1997-01-24 | Elektronischer Kompass |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29701180U1 true DE29701180U1 (de) | 1997-05-15 |
Family
ID=8034982
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29701180U Expired - Lifetime DE29701180U1 (de) | 1997-01-24 | 1997-01-24 | Elektronischer Kompass |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29701180U1 (de) |
-
1997
- 1997-01-24 DE DE29701180U patent/DE29701180U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19970626 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20000405 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20030404 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20050331 |
|
| R071 | Expiry of right |