DE29701553U1 - Spannvorrichtung zum Spannen zweier voneinander lösbarer Maschinenteile, insbesondere zum Festspannen eines Werkzeuges oder Werkstückes an einer Bearbeitungsmaschine - Google Patents
Spannvorrichtung zum Spannen zweier voneinander lösbarer Maschinenteile, insbesondere zum Festspannen eines Werkzeuges oder Werkstückes an einer BearbeitungsmaschineInfo
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Description
Spannvorrichtung zum Spannen zuieier voneinander lösbarer
Maschinenteile, insbesondere zum Festspannen eines Werkzeuges oder blerkstückes an einer Bearbeitungsmaschine.
Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung zum Spannen
zweier voneinander lösbarer Maschinenteile, insbesondere zum Festspannen eines Werkzeuges oder Werkstückes an
einer Bearbeitungsmaschine, mit einem Gehäuse, uielches im ersten Maschinenteil angeordnet ader durch dieses
selbst gebildet ist, mit einem im Gehäuse in Richtung einer Zentralachse axial verschiebbaren Spannteil, an
dessen freiem Endabschnitt axial beabstandete Konusse
vorgesehen sind, mit mehreren, im wesentlichen achs-
1D parallelen, den freien Endabschnitt umgebenden Spannklauen,
die an den Konussen abgestützt und mittels dieser parallel zu ihrer Ausgangslage radial nach außen
bewegbar sind und die an ihren beiden Enden jeweils eine radial nach außen gerichtete, gegenüber der Zentralachse
geneigte Spannfläche aufweisen, mit einer im Gehäuse vorgesehenen Ringnut, die eine sich zum äußeren
Gehäuseende hin konisch verjüngende Spannflanke aufweist, und mit einem im zweiten Maschinenteil angeordneten
Eingriffsteil, welches eine sich zum ersten
Maschinenteil hin konisch verjüngende zweite Spannflanke aufweist, wobei in Spannstellung die an den
inneren Enden der Spannklauen vorgesehenen, inneren Spannflächen mit der ersten Spannflanke und die an
den äußeren Enden der Spannklauen vorgesehenen, äußeren Spannflächen mit der zweiten Spannflanke zusammenwirken
und die Winkellage der einander zugeordneten Spannflächen und Spannflanken bezüglich der Zentralachse
die gleiche ist.
Eine derartige bekannte Spannvorrichtung (OE 38 14 55D C1)
ist zum Spannen eines Werkzeugteiles in einer lilerkzeugaufnahme
entwickelt worden, wobei das Werkzeug einen hohlen Zentrieransatz aufweist, der in die Werkzeugaufnahme eingesteckt
und dort mittels der Spannvorrichtung festgespannt wird. Bei dieser bekannten Spannvorrichtung sind
die Spannklauen ständig im Gehäuse versenkt angeordnet und mit ihren inneren Spannflächen auch ständig an der
ersten Spannflanke abgestützt. Die zweite Spannflanke
1D ist im hohlen Zentrieransatz des Werkzeuges vorgesehen.
Damit die zweite Spannflanke in den Bereich der Spannklauen gelangen kann, ist es daher erforderlich, den
hohlen Zentrieransatz in die Lüerkzeugaufnähme axial einzuschieben.
Während Jas Ineinandergreifen.der zu verbindenden
Teile speziell bei Werkzeugen, die einzeln mit einer rotierenden Spindel verbunden werden,, vorteilhaft
ist, gibt es für Spannvorrichtungen andere Anwendungsbereiche, bei denen das Ineinandergreifen der zu verbindenden
Teile unerwünscht oder auch nicht möglich ist.
2D Ein solcher Anwendungsbereich für Spannvorrichtungen
ist z.B. ihr Einsatz zum Spannen von Werkzeugen auf einem Pressentisch. Damit ein einfacher Werkzeugwechsel
durch seitliches Einschieben des Werkzeuges ohne Beschädigung desselben und vor allem der Spannvorrichtung
möglich ist, darf.letztere in Ruhestellung (Wechselstellung)
keine über den Pressentisch vorstehenden Teile aufweisen. Solche vorstehenden Teile sind aber
auch bei der eingangs erwähnten bekannten Spannvorrichtung vorhanden, was mit ein Grund dafür ist, daß diese
3G sich nicht als Spannvorrichtng für den letztgenannten
Zweck eignet.
Speziell zum Spannen von Werkzeugen auf Pressentischen
sind sogenannte Schuenkspanner entwickelt worden, wie
sie z.B. in der.DE 91 D8 262 LM oder der DE 91 U 837 LM
beschrieben sind. Diese Spannvorrichtungen weisen einen in einem Gehäuse hydraulisch verschiebbaren Spannkülben
auf, dessen aus dem Gehäuse ausfahrbare Kolbenstange einen Spannarm trägt. Diese bekannten Spannvorrichtungen
haben den wesentlichen Nachteil, daß zum Spannen bzw. Lösen jeweils drei Teilbewegungen erforderlich sind,
1G nämlich Ausfahren der Kolbenstange, Drehen der Kolbenstange
um 90° oder weniger, und teilweises Einfahren der Kolbenstange zum Aufbringen der Spannkraft. Der
Bewegungsablauf zum Lösen erfolgt umgekehrt. Damit jedoch die drei vorgenannten Teilbewegungen nacheinander
durchgeführt werden können, weisen alle Spannvorrichtungen dieser Art einen verhältnismäßig komplizierten Aufbau
auf, der einen hohen Fertigungsaufwand erfordert. Außerdem sind auch desöfteren Funktionsstörungen festzustellen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Spannvorrichtung zum Spannen zweier voneinander lösbarer Maschinenteile, insbesondere zum Festspannen
eines Werkzeuges oder Werkstückes an einer Bearbeitungsmaschine
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei der alle, zum Eingriff in das zweite Maschinenteil dienenden
Elemente in Ruhestellung vollständig im Gehäuse versenkt angeordnet, jedoch zum Spannen aus dem Gehäuse
ausfahrbar sind, und die ferner dank relativ einfachem
3D Aufbau kostengünstig herstellbar ist sowie betriebssicher
arbeitet."
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß der
freie Endabschnitt des Spannteiles die Spannklauen trägt und zusammen mit diesen, aus einer Ruhestellung,
in welcher er mit den Spannklauen vollständig in das Gehäuse eingefahren ist, um einen Teil ihrer Länge aus
dem Gehäuse in das Eingriffsteil so weit ausfahrbar
ist, bis die inneren Spannflächen der Spannklauen an
der ersten Spannflanke anliegen und die äußeren Spannflächen in den Bereich der zweiten Spannflanke gelangt
sind, daß bei weiterer Ausfahrbewegung des Spannteiles
dieses relativ zu den Spannklauen verschiebbar ist und daß die Konusse am Spannteil gegenüber der Zentralachse
so geneigt sind, daß bei dieser weiteren Ausfahrbewegung die Spannklauen mittels der Konusse radial
nach außen in die Spannstellung bewegbar sind.
Die Erfindung geht also von dem Gedanken aus, durch axiales Ausfahren des Spannteiles aus dem Gehäuse
nicht nur die Spannklauen gegenüber dem Eingriffsteil
in eine Eingriffsstellung zu bringen, sondern auch durch weiteres Ausfahren des Spannteiles in der
gleichen Richtung die Spannklauen ohne Schwenkbewegung in Spannstellung zu bringen und dann die Spannkraft
aufzubringen. Bei der neuen Spannvorrichtung kann
also allein durch Linearbewegung des Spannteiles in Ausfahrrichtung das Spannen und,durch entgegengesetzte
Richtung das Lösen erfolgen. Hierdurch entfallen gegenüber den vorbekannten Schwenkspannern komplizierte
mechanische Steuerkurven und/oder auch Steuereinrichtungen,
welche bei den bekannten Schwenkspannern zur Ausführung der drei Teilbewegungen erforderlich sind.
Die gesamte Spannvorrichtung wird hierdurch einfacher imAufbau, ist kostengünstiger herstellbar und auch
betriebssicher. Außerdem hat sie gegenüber der ein-
gangs erwähnten, für das Spannen von Werkzeugen an
einer Werkzeugmaschinenspindel entwickelten Spannvorrichtung den Warteil, daß in Ruhestellung, ähnlich
wie bei Schuenkspannern, keine über das Gehäuse vorstehenden
Teile vorhanden sind. Dies ermöglicht bei Pressen einen einfachen Werkzeugwechsel durch seitliches
Einschieben der Presswerkzeuge.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung ist in folgendem, anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert. Es zeigen:
15
15
Figur 1. einen Längsschnitt der Spannvorrichtung in Ruhestellung
,
Fi gur 2
und 3 zwei Zwischenstellungen, Figur U die endgültige Spannstellung,
Figur 3a Einzelheiten der Figur 3 im Bereich IHa in
vergrößertem Maßstab.
In der Zeichnung ist mit 1 ein Gehäuse bezeichnet, welches
versenkt in einem ersten Maschinenteil M1, z.B. einem Pressentisch, angeordnet und über Schrauben 2 fest mit
diesem verbunden ist. Mit dem inneren Ende 1a des Gehäuses ist ein Zylinder 3 verbunden. In dem Gehäuse
und dem Zylinder 3 ist ein Spannteil U entlang der Zentralachse
A verschiebbar. Das Spannteil k trägt an seinem inneren Ende einen Kolben 5. Am entgegengesetzten
freien Ende ka ueist das Spannteil.<+ einen Endabschnitt
Ub auf. An diesem Endabschnitt kh ist benachbart zum
• m · 9 # ·
äußeren Ende *+a ein erster Konus 6 vorgesehen, der zweckmäßig
aus zujei konischen Flächenabschnitten 6a und Gb
mit einem dazwischenliegenden zylindrischen Abschnitt 6c
besteht. In axialem Abstand hiervon ist ein zweiter Konus 7 vorgesehen, der ebenso uie der Konus 6 aus ztuei
konischen Flächenabschnitten 7a und 7b mit einem dazwischenliegenden
zylindrischen Abschnitt 7c besteht. Auf diese Ausgestaltung der Konusse 6 und 7 wird weiter unten
stehend noch näher eingegangen.
Der freie Endabschnitt ^b des Spannteiles U trägt mehrere
Spannklauen B, die konzentrisch zum Endabschnitt ^b angeordnet
sind. Es können beispielsweise sieben, jedoch auch eine hiervon abweichende Anzahl von Spannklauen 8
am Umfang des Endabschnittes kb angeordnet sein. Jede
dieser Spannklauen B erstreckt sich im wesentlichen parallel zur Zentralachse A und stützt sich mit einer
Innenfläche"9 an dem Konus 6 und mit einer Innenfläche 1G
an dem Konus 7 ab. Die Spannklauen &thgr; werden durch eine
2D sie umspannende Ringfeder 11 nach innen zur Zentralachse A
hin belastet. Jede Spannklaue 8 weist an ihrem inneren
Ende Ba eine sich radial nach außen und zu der Zentralachse
A geneigte Spannfläche 12 auf, die hier als innere Spannfläche bezeichnet wird, und an ihrem äußeren Ende Bb
eine weitere Spannfläche 13, die hier als äußere Spannfläche bezeichnet wird. In bezug auf die Zentralachse A
sind die beiden Spannflächen 12 und 13 entgegengesetzt
zueinander geneigt.
3G Mit dem freien Ende ka des Spannteiles U ist ferner eine
Mitnehmerscheibe 1*+ verbunden, die hauptsächlich beim
Einfahren des Spannteiles k mit den äußeren Enden 8b der Spannklauen B zusammenwirkt. Die Mitnehmerscheibe
weist zweckmäßig an ihrer den Spannklauen 8 zugewandten
Seite eine Innenkonusflache 15 auf, die mit konischen
Flächenabschnitten 16 an den äußeren Enden 8b der
Spannklauen 8 zusammenwirkt.
In dem Gehäuse 1 ist ferner eine Ringnut 17 vorgesehen, die eine konische Spannflanke 18 aufweist. Die konische
Spannflanke 18 verjüngt sich zum äußeren Gehäuseende 1a hin. Diese Spannflanke 18 wird hier als erste Spann-
1D flanke bezeichnet. An die Ringnut 17 schließt sich
ferner eine zylindrische Ausnehmung 19 , in welcher die inneren Enden 8a der Spannklauen 8 axial verschiebbar
sind,, an.
Es ist ferner ein Eingriffsteil 20 vorgesehen, welches,
wie bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel, als Spannring
ausgebildet ist. Dieses Eingriffsteil 20 bzw. der
Spannring weist eine Spannflanke 21 auf, die sich zum ersten Maschinenteil M1. bzw. zum Gehäuse 1 hin konisch
verjüngt und die hier als zweite Spannflanke bezeichnet
wird.
lüie man anhand der Figur 4 erkennen kann, wirken in
Spannstellung die inneren Spannflächen 12 mit der ersten Spannflanke 18 und die äußeren Spannflächen 13
mit der zweiten Spannflanke 21 zusammen. Die Winkellage
der einander zugeordneten Spannflächen 12 bzw. 13 und Spannflanken 18 bzw. 21 ist bezüglich der Zentralachse
A jeweils die gleiche.
Das Eingriffsteil 20 ist im oder am zweiten Maschinenteil
M2 angeordnet. Da das zweite Maschinenteil M2, welches insbesondere ein Preßwerkzeug sein kann, in
der Regel durch nicht dargestellte seitliche Anschläge
-S-
gegenüber dem Pressentisch M1 positioniert ist und auch
zum Festspannen mehrere der erfindungsgemäBen Spannvorrichtungen
verwendet werden, ist es zweckmäßig, uienn
das Eingriffsteil 20 bzw. der Spannring 20 gegenüber dem
zweiten Maschinenteil M2 senkrecht zur Zentralachse A verschiebbar ist. Dies kann dadurch geschehen, daß das
Eingriffsteil 2D von einem Haltering 22 mit Abstand
umgeben ist, wobei dann der Haltering 22 mittels Schrauben
23 mit dem zweiten Maschinenteil M2 verbunden wird. Das
Eingriffstei1 20 kann jedoch auch unmittelbar in eine
entsprechende Ausnehmung des zweiten Maschinenteiles M2 eingesetzt sein. Durch diese "schwimmende" Lagerung des
Eingriffsteiles bzw. Spannringes 20 werden Fluchtfehler,
d.h. ein seitlicher Versatz zwischen der Zentralachse A und der Achse des Halteringes 22 bzw. einer entsprechenden
Ausnehmung im zweiten Maschinenteil M2 ausgeglichen.
Durch die beiden Konusse 6, 7 wird die Bewegung der Spannklauen
B radial nach außen bewirkt. Diese Bewegung sollte zunächst schnell erfolgen bis die Spannflächen 12, 13 an
den Spannflanken 18, 21 anliegen, wie es.in Figur 3 dargestellt
ist· und dann langsamer, jedoch mit größerer Kraftübersetzung, damit die erforderliche Spannkraft
aufgebracht wird. Zu diesem Zweck weist jeder Konus 6, einen ersten konischen Flächenabschnitt 6a auf, der einen
größeren Uinkel &mgr; mit der Zentralachse A einschließt,
während der zweite konische Flächenabschnitt 6b bzw. 7b
einen kleineren Winkel &mgr; mit der Zentralachse einschließt. Zwischen den beiden konischen Flächenabschnitten 6a und 6b
bzw. 7a und 7b ist jeweils ein zylindrischer Abschnitt 6c
bzw. 7c vorgesehen, der in Kombination mit einer auf das
Spannteil k wirkenden Druckfeder 2^t, welche das Spannteil
in Ausfahrrichtung B belastet, als Rast und Sicherung
gegen ein ungewolltes Lösen der Spannvorrichtung dient.
Beim gezeigten Ausführungsbeispiel, ist der Kalben 5 als
doppelt wirkender Kolben ausgebildet und souohl in Ausfahrrichtung
B des Spannteiles k als auch in Einfahrrichtung C hydraulisch beaufschlagbar. Es uäre jedoch
auch denkbar, das Spannteil k durch Federkraft in Ausfahrrichtung'
B zu belasten und nur in Einfahrrichtung C hydraulisch oder pneumatisch zu betätigen. Anstelle.des
Kalben-Zylinder-Antriebes .kann auch ein Spindelantrieb
oder jeder beliebige andere Antrieb für die Bewegung
1D des Spannteiles k vorgesehen sein.
Die Wirkungsweise der neuen Spannvorrichtung ist folgende:
In Figur 1 sind die Teile der Spannvorrichtung in der Ruhestellung
dargestellt, in welcher die Verbindung zwischen den Maschinenteilen M1 und M2 gelöst ist und das Maschinenteil
M2 gewechselt werden könnte. Aus diesem Grund wird diese Stellung auch vielfach mit Wechselstellung bezeichnet.
Nachdem das Maschinenteil M2· gegenüber dem Maschinenteil M1 in die in Figur 1 dargestellte Position gebracht
ist, wird der Kolben 5 durch Zufuhr von Hydraulikölüber
den Anschluß 3a von unten her hydraulisch beaufschlagt
und damit das Spannteil U in Richtung B nach oben aus
dem Gehäuse 1 ausgefahren. Die Spannklauen 8 werden hierbei durch die Ringfeder 11 zunächst in der in Figur 1
und 2 dargestellten Position gegenüber dem Endabschnitt Ub
gehalten und zusammen mit dem Endabschnitt ^b um etwa die
Hälfte ihrer Gesamtlänge aus dem Gehäuse 1 nach oben ausgefahren, bis die in Figur 2 dargestellte Position erreicht
ist. Während dieser ersten Phase der Ausfahrbewegung werden die inneren Enden Ba der Spannklauen 8 in
der zylindrischen Ausnehmung 19 des Gehäuses 1 axial verschoben.
Sobald das Spannteil k und die von ihm getragenen Spannklauen 8 die Position gemäß Figur 2 erreicht haben,
kommen die inneren Spannflächen 12 der Spannklauen 8 an der ersten Spannflanke 18 zur Anlage, wodurch die weitere
-1D-
Ausfahrbewegung der Spannklauen in Richtung B gestoppt
uird. Bei weiterer Ausfahrbeuegung des Spannteiles k
werden die Spannklauen zunächst durch die konischen Flächenabschnitte 6a und 7a zunächst schnell radial nach
außen bewegt, wobei infolge der Anlage der Spannflächen
12a an der Spannflanke 1&THgr; und infolge von deren Neigung gegenüber der Zentralachse A jede Spannklaue &thgr; auch um
ein kleines Stück in Richtung C in das Gehäuse 1 hineinbewegt wird, bis die Spannklauen die in Figur 3 dargestellte
Zwischenstellung einnehmen und auch mit ihren äußeren Spannflächen 13 an der zweiten Spannflanke 21
anliegen. Bei weiterer AusTahrbewegung des Spannteiles h
kommen zunächst die zylindrischen Abschnitte 6c und 7c in den Bereich der Innenseiten 9 und 1D der Spannklauen
und es erfolgt keine weitere Bewegung derselben in radialer Richtung. Die zylindrischen Abschnitte 6c und 7c sind aus
Sicherheitsgründen vorgesehen für den Fall, daß im
Zylinder 3-ein Druckverlust auftritt. In diesem Fall
wird das Spannteil k durch die Druckfeder Zk in der in
20. Figur 3 dargestellten Position gehalten, in welcher die
äußeren Enden Sb der Spannklauen die zweite Spannflanke
formschlüssig übergreifen, so daß sich das Maschinenteil
M2 n.icht vom Maschinenteil M1 lösen kann, auch wenn zwisehen bei den Teilen ein gewisses Spiel von bis zu 2 mm
vorhanden ist. Uird das Spannteil k noch weiter in Richtung
B ausgefahren, dann kommen die Innenseiten 9 und 1D an den unter einem kleineren Winkel &mgr;1 gegenüber der
Zentralachse A geneigten konischen Flächenabschnitten
6b und 7b zur Anlage. Es beginnt dann die eigentliche
-"-'■' Spannphase, bei der infolge der geringeren Neigung der
Flächenabschnitte 6b und 7b die Spannklauen &thgr; mit hohem
Druck radial nach außen gedruckt werden. Infolge der
entgegengesetzten Neigungen der Spannflanken 18 und 21
und der mit ihnen zusammenwirkenden Spannflächen 12 und
uird bei dieser Bewegung der Spannklauen B radial nach
außen das Maschinenteil M2 fest an das Maschinenteil M1 gespannt. Figur 4 zeigt die Spannvorrichtung in Spannstellung.
Der Läsevorgang erfolgt in umgekehrter Reihenfolge durch
Zufuhr von Hydrauliköl über den Anschluß 3b. Hierdurch
wird der Kolben 5 von oben beaufschlagt und das Spannteil
in Richtung C eingefahren.,Die Spannklauen S bleiben
1Q zunächst in. ihrer in Figur 4 dargestellten Spannstellung,
während sich der Endabschnitt 4b zusammen mit der Mitnehmerscheibe
14 nach unten bewegt. Hierbei kommt die
Mitnehmerscheibe 14 mit ihrer Innenkonusflache 15 mit
den konischen Flächenabschnitten 16 der Spannklauen &thgr; in Berührung, wodurch diese aus ihrer Spannstellung gelöst
und radial nach innen bewegt werden. Diese Bewegung radial nach innen wird durch die Ringfeder 11 unterstützt.
Sobald die Spannklauen 8 wieder gemäß Figur 2 vollständig am Endabschnitt 4b anliegen, werden sie zusammen mit dem
2Q Endabschnitt 4b wieder in das Gehäuse 1 eingefahren, bis
sie in diesem vollständig versenkt sind und wieder die in Figur 1 dargestellte Ruhestellung einnehmen.
Sollte beim Spannen die Achse des Eingriffsteiles bzw.
Spannringes 20 nicht mit der Zentralachse A fluchten,
dann wird das Eingriffsteil, da es senkrecht zur Zentralachse
A verschiebbar ist, durch die Spannklauen 8 in eine fluchtende Position verschoben, während gemäß
Figur 3 noch keine ader nur eine geringe Spannkraft
3G von den Spannklauen erzeugt wird. Die schwimmende Anordnung
des Spannringes 20 gleicht also Fluchtfehler aus und führt dazu, daß die Spannkraft gleichmäßig durch
alle Spannklauen erzeugt wird.
Claims (1)
- &psgr; &phgr; &phgr; · · *- 12 Ansprüche1. Spannvorrichtung zum Spannen zweier voneinander lösbarer Maschinenteile, insbesondere zum Festspannen eines Uerkzeuges oder Werkstückes an einer Bearbeitungsmaschine, mit einem Gehäuse, welches in einem ersten Maschinenteil angeordnet oder durch dieses selbst gebildet ist, mit einem im Gehäuse in Richtung einer Zentralachse axial verschiebbaren Spannteil, an dessen freiem Endabschnitt axial beabstandete Konusse vorgesehen sind, mit mehreren, im wesentlichen achsparallelen, den freien Endabschnitt umgebenden Spannklauen, die an den Konussen abgestützt und mittels dieser parallel zu ihrer Ausgangslage radial nach außen bewegbar sind und die an ihren beiden Enden jeweils eine radial nach außen gerichtete, gegenüber der Zentralachse geneigte Spannfläche aufweisen, mit einer im Gehäuse vorgesehenen Ringnut, die eine sich zum äußeren Gehäuseende hin konisch verjüngende Spannflanke aufweist, und mit einem im zweiten Maschinenteil angeordneten Eingriffsteil, welches eine sich zum ersten Maschinenteil hin20; konisch verjüngende zweite Spannfläche aufweist, wobei in Spannstellung die an den inneren Enden der Spannkläuen vorgesehenen, inneren Spannflächen mit der ersten Spannflanke und die an den äußeren Enden der Spannklauen vorgesehenen, äußeren Spannflächen mit der zweiten Spannflanke zusammenwirken und die Winkellage der einander zugeordneten Spannflächen und Spannflanken bezüglich der Zentralachse die gleiche ist, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Endabschnitt des Spannteiles (4b) die Spannklauen (&THgr;) trägt und zusammen mit diesen aus einer Ruhestellung, in welcher er mitden Spannklauen vollständig in das Gehäuse (1) eingefahren ist, um einen Teil ihrer Länge aus dem Gehäuse in das Eingriff steil (2G) so weit ausfahrbar ist, bis die inneren Spannflächen (12) der Spannklauen (&THgr;) ander ersten Spannflanke (18) anliegen und die äußeren
Spannflächen (13) in den Bereich der zweiten Spannflanke
(21) gelangt sind, daß bei weiterer Ausfahrbeuegung
des Spannteiles (*+) dieses relativ/ zu den
Spannklauen (8) verschiebbar ist und daß die Konusse(6, 7) am Spannteil (i+) gegenüber der Zentralachse (A) SD geneigt sind, daß bei dieser ueiteren Ausfahrbewegung die Spannklauen (8) mittels der Konusse (6, 7)
radial nach außen in die Spannsteilung bewegbar sind.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannklauen (8) durch eine sie umspannende
Ringfeder (11) radial nach innen zur Zentralachse (A) hin federbelastet sind.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 ader 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannklauen (8) etwa um die Hälfte
ihrer Gesamtlänge aus dem Gehäuse (1) ausfahrbar sind.i+. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kanus (6, 7) zuei in unterschiedlichen Winkeln (&mgr;, &mgr;1) zur Zentralachse (A) geneigte konische Flächenabschnitte (6a, 6b; 7a, 7b)
aufweist, von denen die jeweils näher zum freien Ende (ita) des Spannteiles C+) liegenden konischen Flächen-3G abschnitte (6a, 7a) einen größeren üüinkel (&mgr;) mit der Zentralachse (A) einschließen als die jeweils entfernter
liegenden anderen konischen Flächenabschnitte (6b, 7b).-U-5. Vorrichtung nach Anspruch k, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden konischen Flächenabschnitten (6a, 6b; 7a, 7b) jedes Konus (6, 7) ein zylindrischer Abschnitt (6c, 7c) vorgesehen ist.6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannteil (U) in Ausfahrrichtung (&THgr;) durch eine Feder (2i+) belastet ist.1D 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende (i+a) des Spannteiles (^) eine Mitnehmerscheibe (U) angeordnet ist, die bei Einfahrbetuegung des Spannteiles (^) an den äußeren Enden (8b) der Spannklauen (&THgr;) zur Anlage kommt.8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerscheibe (U) an ihrer den Spannklauen (8) zugewandten Seite eine Innenkonusflache (15) aufweist, die bei der Einfahrbewegung mit konischen Flächen-2D abschnitten (16) an den äußeren Enden (8b) der Spannklauen (8) zusammenwirkt und diese radial nach innen in ihre Ruhestellung bewegt.9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingriffsteil (2D) im zweiten Maschinenteil (M2) senkrecht zur Zentralachse (A) verschiebbar ist.1G. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, 3D daß das Eingriffsteil (2D) ein Spannring ist.11. Vorrichtung nach Anspruch 1D, dadurch' gekennzeichnet, daß der Spannring (20) in einem mit dem zweiten Maschinenteil (M2) verbindbaren Haltering (2D) senkrecht zur Zentralachse (A) verschiebbar ist.12. Vorrichtung nach Einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannteil (k) mit einem hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagbaren Halben (5) verbunden ist.13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (5) in Ausfahrrichtung (B) des Spannteiles (4) von einer die Spannkraft erzeugenden Feder belastet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29701553U DE29701553U1 (de) | 1997-01-30 | 1997-01-30 | Spannvorrichtung zum Spannen zweier voneinander lösbarer Maschinenteile, insbesondere zum Festspannen eines Werkzeuges oder Werkstückes an einer Bearbeitungsmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29701553U DE29701553U1 (de) | 1997-01-30 | 1997-01-30 | Spannvorrichtung zum Spannen zweier voneinander lösbarer Maschinenteile, insbesondere zum Festspannen eines Werkzeuges oder Werkstückes an einer Bearbeitungsmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29701553U1 true DE29701553U1 (de) | 1998-05-28 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29701553U Expired - Lifetime DE29701553U1 (de) | 1997-01-30 | 1997-01-30 | Spannvorrichtung zum Spannen zweier voneinander lösbarer Maschinenteile, insbesondere zum Festspannen eines Werkzeuges oder Werkstückes an einer Bearbeitungsmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29701553U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10004506C1 (de) * | 2000-02-02 | 2001-11-15 | Manfred Winke | Vorrichtung zum Lochspannen |
-
1997
- 1997-01-30 DE DE29701553U patent/DE29701553U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10004506C1 (de) * | 2000-02-02 | 2001-11-15 | Manfred Winke | Vorrichtung zum Lochspannen |
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