DE29700756U1 - Oberflächenmontierbares Induktivitätsbauteil - Google Patents
Oberflächenmontierbares InduktivitätsbauteilInfo
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Classifications
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Description
G 071 29.07.96
Die vorliegende Erfindung betrifft ein oberflächenmontierbares Induktivitätsbauteil,
beispielsweise eine Drossel, eine Schwingkreispule oder einen Übertrager mit einem
Ferritkern. Da sich Induktivitäten nur mit sehr großen Problemen und technischen
Einschränkungen in gedruckte oder integrierte Schaltungen integrieren lassen, führt man sie
als diskrete Bauelemente aus, die den Anforderungen an eine automatische Bestückung
genügen müssen und deren Außenabmessungen in allen drei Raumdimensionen zu minimieren sind, damit die Vorzüge der Schaltungsminiaturisierung, wenn der
Schaltungsentwurf Induktivitäten vorsieht, erhalten bleiben und voll zur Geltung kommen.
Es ist bereits eine große Anzahl von Induktivitäten in SMD-Ausführung bekannt, wobei
zwischen solchen mit geschlossenem oder allenfalls gering geschertem Magnetkreis
(Übertrager, Drosseln mit Topfkern, X-Kern oder dergleichen) und Antennenspulen mit
weitgehend offenem, zu großen Anteilen durch Luft verlaufenden Magnetkreis zu unterscheiden ist. Bei den zuerst genannten Induktivitäten ist die Achse des Magnetkerns
meist senkrecht zur Montagefläche (Leiterplatte) angeordnet (elektronik Industrie Nr.
10/1992, S. 92 - 26), was zwangsläufig die Bauhöhe vergrößert.
Aus der erwähnten Veröffentlichung in der Zeitschrift „elektronik Industrie" sind
verschiedene, in den Kunststoffspulenkörper eingeformte Kontaktanordnungen aus Metall
bekannt. Die sogenannten „Tellerstifte" werden in dieser Veröffentlichung als optimal
hinsichtlich des Flächenbedarfs auf der Leiterplatte, jedoch wegen sogenannter „Eiszapfenbildung" beim Anlöten der Wickeldrähte und wegen der Abschattung beim
Reflow-Löten und erschwerter Sichtkontrolle der Lötstellen bereits in der Veröffentlichung
als nachteilig eingeschätzt. Hinzu kommt als weiterer Nachteil, daß die vertikale Anordnung
der Tellerstifte zwar in der Flächenausdehnung auf der Leiterplatte Platz einzusparen hilft,
zugleich aber die Bauhöhe vergrößert.
Günstiger sind in dieser Beziehung in vielen Ausführungsformen bekannt gewordene
Anschlüsse in Form eines gestreckten „S" (beispielsweise, der sogenannte „Gullwing"-Anschluß)
(siehe EP 0 400 619 Al) sowie L-förmige Anschlüsse. Sie erfordern zwar mehr
Fläche auf der Leiterplatte, aber die Lötstelle ist besser visuell kontrollierbar und die
Bauhöhe der ganzen Vorrichtung wird vermindert, wenn auch im vollen Maße nur soweit es
der Spulenkörper oder ggf. ein Gehäuse zulassen und soweit nicht das „L" in einem Abstand
vom Gehäuseboden ausgebildet wird, wie es beispielsweise in der Europäischen Patentschrift
0 537 314 vorgeschlagen wird, um an sich zum Stecken vorgesehene Ausführungen auch bei
der SMD-Montage einsetzen zu können.
Eine weitere in der o.e. Zeitschrift veröffentlichte und empfohlene Ausführung, der
sogenannte J-Anschluß, weist eine räumliche Trennung der Funktionen von
Wicklungsanschluß und Kontaktierung auf der Leiterplatte (mittels einer gerollten
Blechzunge) bei einer ansonsten einstückigen Ausführung auf. Diese letztgenannte
Ausführung erfordert ein sehr kompliziert geformtes Blech-Stanz- und -Biegeteil. Allen
diesen Ausführungen ist gemeinsam, daß die Einformung des Blechteils in das Kunststoffteil
insbesondere bei der thermischen Belastung beim Löten aber auch bei mechanischen
Belastungen eine Schwachstelle bei Zuverlässigkeitstests darstellen kann. Ein spezielles
Umspritzverfahren, bei welchem die Formteilungsebene asymmetrisch in die Ebene der
Blechteile gelegt wird (DE 40 23 141), hat die Abstellung genau dieses Mangels zur
Aufgabe. Es kuriert aber nur an den Symptomen, ohne die Aufgabe der Erreichung höchster
Zuverlässigkeit prinzipiell zu lösen.
Integrierte Ausführungen, bei denen an den Kern einstückig angeformte Kontaktierungs-Füße
aus Keramik, insbesondere aus Ferrit, mit der Drahtwicklung verbunden sind, sind sowohl
für Übertrager-Lochkerne mit waagerechter, d.h. zur Leiterplatte paralleler Achse (DE 38 20
976 oder DE 39 38 718) als auch mit senkrechter Achse (DE 22 29 859) bekannt geworden.
Dabei finden sehr kompliziert gestaltete und damit problematische Keramik-Spritzteile
Verwendung.
• ·
Schließlich sind weitere Ausführungsformen von SMD-geeigneten Induktivitäten bekannt
geworden, welche verschiedene Möglichkeiten der Platzausnutzung ausgestalten, aber durch
Biegevorgänge nach der Einformung von Blechteilen wiederum dem erwähnten Zuverlässigkeitsaspekt nicht voll Rechnung tragen und fertigungstechnisch schwerer
beherrschbar sind:
Das Deutsche Gebrauchsmuster G 90 17 912.9 (offenbar in Anlehnung an das im
Zusammenhang mit DE 40 23 141 beschriebene Herstellungsverfahren) sowie die Deutsche
Auslegeschrift 26 17 465 beschreiben rechtwinklig ausgebildete und am Trägerkörper
befestigte Anschlußlaschen, die zur Ausbildung der SMD-Kontakte abschließend um den
Grundkörper herum gebogen werden. Bei der zuletzt genannten Auslegeschrift bilden die
Anschlußlaschen ein liegendes, nach innen offenes „U", welches einen entsprechend
geformten Ferritkörper formschlüssig umfaßt. Dies trägt zwar zu einer beträchtlichen
Verminderung der Bauhöhe bei, aber der Ferritkörper ist entsprechend kompliziert geformt
und wird überdies direkt der Erhitzung beim Löten der Wicklungsanschlüsse sowie bei der
Montage auf der Leiterplatte ausgesetzt.
Das Deutsche Gebrauchsmuster G 89 04 003.1 beschreibt ein seitlich offenes
Kunststoffgehäuse mit eingeformten L-förmigen Anschlußelementen, deren Lötfläche nur
wenig aus der Gehäuseunterseite herausragt während die gegenüberliegende Fläche dieses
Abschnittes dort anliegt, was zur Minimierung der Bauhöhe beiträgt.
Weiterhin sind formschlüssig zu einem fast geschlossenen „O" (EP 0 387 441 oder US
4.888.571 A) gebogene SMD-Kontakte bekannt geworden, wobei die an zweiter Stelle
genannte technische Lösung vor dem letzten Biegevorgang zwangsläufig ein liegendes, nach
außen offenes „U" aufweist. Bei beiden technischen Lösungen ist die starke Beanspruchung
des Materials und zwar sowohl des Blechstreifens einschließlich der Lötstelle des
Wicklungsanschlusses als auch des Grundkörpers aus Kunststoff nachteilig. Die zweite
technische Lösung erfordert weiterhin komplizierte Stanzteile mit in der Längserstreckung
unterschiedlichen Querschnitten. Abgesehen vom hohen Aufwand für das Stanzwerkzeug
können hier auch in nachteiliger Weise Kerbspannungen und Risse am Ort der
Querschnittsänderungen auftreten.
Schließlich sind seit langem sogenannte „Pilzkerne" als Ersatz für die wegen ihrer Form
schwieriger herstellbaren sogenannten „Garnrollenkerne" in „halboffenen" Magnetkreisen
bekannt (Firmendruclcschrift der Anmelderin „Gesamtkatalog 1-6, 1980", Seite 2.19).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach herzustellendes und platzsparendes
oberflächenmontierbares Induktivitätsbauteil mit Ferritkern zu schaffen, wobei übermäßige
Beanspruchungen sowohl während der Herstellung als auch während der Montage auf der
Leiterplatte vermieden werden.
Diese Aufgabe wird durch die in den Schutzansprüchen beschriebene Erfindung gelöst.
Die Gestaltung der erfindungsgemäßen Blechstreifen ergibt eine in allen drei
Raumdimensionen platzsparende Anordnung, wobei diese in der bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 2 besonders einfach herstellbar sind. Werden die
Blechstreifen vorzugsweise vor dem Einformen in dem Grundkörper zum „U" gebogen und
so in die Spritz- oder Preßform zur Kunststofformung eingelegt, dann unterbleibt jegliche
Beanspruchung beider formschlüssig verbundenen Teile durch nachträgliche Biegevorgänge.
Die Wärmebeanspruchung des Ferritkerns beim Löten der zuvor um den Blechstreifen
gewickelten Wicklungsanschlüsse kann ganz vermieden werden, indem dieser erst danach
eingesetzt wird. Bei der Montage auf der Leitplatte kann sie ebenfalls in Grenzen gehalten
werden, weil die Unterseite (der „Hut" des Pilzes") nicht direkt auf der Leiterplatte aufliegt,
sondern vor dieser durch einen isolierenden Luftzwischenraum getrennt ist.
Die Wärmebeanspruchung bei der Montage durch Wärmeleitung im Grundkörper muß schon
aus dem Grunde gering gehalten werden, daß sich die Lötung der Wicklungsanschlüsse nicht
löst.
Die Ausbildung der Oberseite des Spulenkörpers als ebene Fläche erlaubt eine gut sichtbare
Hersteller- und Typenbeschriftung und ist an den Einsatz von Bestückungsautomaten
angepaßt.
Die Erfindung wird nun an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, wobei die
beigefügten Zeichnungen darstellen:
Fig. 1 eine Ansicht des erfindungsgemäßen Induktivitätsbauteils von unten (d.h. von der
Montagefläche der Schaltungsplatte her) und
Fig. 2 einen Teilschnitt entlang der Achse des Ferritkerns.
Beim Spritzen eines Grundkörpers 1 mit angeformtem Spulenkörper 2 aus Polyamid werden
zu einem U gebogene Blechstreifen 3 mit einem Querschnitt von 0,5 &khgr; 0,4 mm2 in die Form
eingelegt und in der in Fig. 2 erkennbaren Weise formschlüssig eingeformt. Um eine
Induktivität von 1 mH herzustellen, werden auf den Spulenkörper 2 .... Windungen
Kupferlackdraht 4 aufgebracht und dessen abisolierte Enden um die oberen Schenkel der U-förmigen
Blechstreifen 3 gewickelt und dort verlötet. Schließlich wird ein Pilz-Ferritkern 5
bis zum Anschlag in den Grund- und Spulenkörper 1 bzw. 2 eingeschoben. Die Oberseite des
Spulenkörpers 2 ist als durchgehende Fläche 6 ausgebildet, so daß dort die Saugköpfe von
Bestückungsautomaten Halt finden. In Fig. 2 ist auch erkennbar, daß die Unterseite 7 des
Grundkörpers 1 nur um die Dicke des Blechstreifens 3 von 0,4 mm höher liegt als die
Montagefläche einer Schaltungsplatte, bspw. einer gedruckten Schaltung, wodurch sich ein
geringer Platzbedarf in der Höhenabmessung ergibt. Das beschriebene Induktivitätsbauteil
benötigt einschließlich der erfindungswesentlichen Blechstreifen 3 eine Grundfläche von 10 &khgr;
14,5 mm2, die Gesamthöhe beträgt knapp 10 mm.
Claims (4)
1. Oberflächenmontierbares Induktivitätsbauteil mit einem Ferritkern, vorzugsweise einem
rotationssymmetrischen Ferritkern mit T-Querschnitt (einem sogenannten Pilzkern), dessen
Wicklungsachse senkrecht zur Montagefläche der Schaltungsplatte verläuft sowie mit einer
oder mehreren Drahtwicklungen, deren Wicklungsenden mit jeweils von der Montagefläche
abgewandten Enden gebogener, einen Grundkörper durchdringender Blechstreifen verbunden
sind, wobei die anderen Enden der letzteren zur Ausbildung von Kontaktierungsflächen
parallel zur Montagefläche abgebogen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechstreifen (3) als liegendes, in bezug auf den Grundkörper (1) nach außen offenes „U" ausgebildet
sind.
parallel zur Montagefläche abgebogen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechstreifen (3) als liegendes, in bezug auf den Grundkörper (1) nach außen offenes „U" ausgebildet
sind.
2. Induktivitätsbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Blechstreifen (3)
rechteckig mit über seiner Längserstreckung konstantem Querschnitt ausgebildet ist.
3. Induktivitätsbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Pilzkern (5) mit seinem Kopf zur Montagefläche hin in den Grundkörper (1) und in
einen an diesem angeformten Spulenkörper (2) eingesteckt ist.
4. Induktivitätsbauteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel des
Pilzkernes an einer oberen Wand des Spulenkörpers (2) anliegt, die außen als durchgehende Fläche (2) ausgebildet ist.
Pilzkernes an einer oberen Wand des Spulenkörpers (2) anliegt, die außen als durchgehende Fläche (2) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29700756U DE29700756U1 (de) | 1997-01-17 | 1997-01-17 | Oberflächenmontierbares Induktivitätsbauteil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29700756U DE29700756U1 (de) | 1997-01-17 | 1997-01-17 | Oberflächenmontierbares Induktivitätsbauteil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29700756U1 true DE29700756U1 (de) | 1997-03-06 |
Family
ID=8034685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29700756U Expired - Lifetime DE29700756U1 (de) | 1997-01-17 | 1997-01-17 | Oberflächenmontierbares Induktivitätsbauteil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29700756U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1205950A1 (de) * | 2000-11-14 | 2002-05-15 | Teknoware Oy | Spulenkörper |
-
1997
- 1997-01-17 DE DE29700756U patent/DE29700756U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19970417 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20000301 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20030707 |
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