DE29622133U1 - Automatisierungsgerät - Google Patents
AutomatisierungsgerätInfo
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Description
GR 96 G 4474 DE
• · i
Beschreibung
Automatisierungsgerät
Die Erfindung betrifft ein Automatisierungsgerät, welchem Software-Funktionsbausteine eines Steuerprogramms zuführbar
sind, welches das Automatisierungsgerät während eines Steuerbetriebs zyklisch und/oder interruptgesteuert bearbeitet, wobei
die Software-Funktionsbausteine ladbar und zur Laufzeit des Steuerprogramms in dieses einbindbar ausgebildet sind.
Ein Automatisierungsgerät mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist aus dem Siemens-Katalog ST 70, Ausgabe
1995, bekannt. Ein Anwender erstellt mit einem Programmiergerät ein Programm zur Steuerung eines technischen Prozesses,
das Software-Funktionsbausteine, z. B. in Form von Organisationsbausteinen,
Programmbausteinen und Instanzdatenbausteinen,
umfaßt. Das Automatisierungsgerät ist mit dem Programmiergerät über ein Bussystem verbunden, über welches das
Programmiergerät das Steuerprogramm in das Automatisierungsgerät überträgt.
Häufig ist es erforderlich, daß Software-Funktionsbausteine eines Steuerprogramms von einem Automatisierungsgerät eines
FertigungsStandortes oder aus einem Software-Pool dieses
Fertigungsstandortes in ein Automatisierungsgerät eines anderen Fertigungsstandortes zu übertragen sind. Insbesondere
wenn die Fertigungsstandorte sehr weit voneinander entfernt sind, z. B. wegen einer Globalisierung von Fertigungsaktivi-0
täten, werden diese Software-Funktionsbausteine über das
GS. 96 G 4474 DE
globale Netzwerk „INTERNET" übertragen. Dazu sind Server mit
geeigneten Kommunikationsschnittstellen notwendig, die einerseits das INTERNET-Kommunikationsprotokoll und andererseits
das Kommunikationsprotokoll der Automatisierungsgeräte ermögliehen.
Aufgrund dieser unterschiedlichen Protokolle und der Architektur der Automatisierungsgeräte ist eine Einbindung
der Software-Funktionsbausteine zur Laufzeit des Steuerprogramms nicht möglich, insbesondere dann nicht, wenn Automatisierungsgeräte
unterschiedlicher Hersteller mit diesen Software-Funktionsbausteinen zu versorgen sind.
In der deutschen Gebrauchsmusteranmeldung 296 00 609.2 wird ein Automatisierungsgerät für einen Einsatz in einem global
verteilten Automatisierungsverbund vorgeschlagen. Dazu sind die Software-Funktionsbausteine des Automatisierungsgerätes
objektorientiert ausgebildet und über das INTERNET und eine INTERNET-Kommunikationsschnittstelle des Automatisierungsgerätes
in dieses ladbar und ferner ist dazu das Automatisierungsgerät versehen mit einem Software-Funktionsbaustein-Ablaufsystem
(PLC-Object-Engine-System), das zur Einbindung
der Software-Funktionsbaustein-Objekte und zur Bearbeitung des Steuerprogramms vorgesehen ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Automatisierungsgerät der eingangs genannten Art zu schaffen,
welches für einen Einsatz in einem global verteilten Automatisierungsverbund geeignet ist. Darüber hinaus ist ein Programmiergerät
sowie ein intelligentes Feldgerät anzugeben, welche für einen Einsatz in einem global verteilten Automatisierungsverbund
geeignet sind.
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• · I
Diese Aufgabe wird im Hinblick auf das Automatisierungsgerät durch ein Automatisierungsgerät der eingangs genannten Art
mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen, im Hinblick auf ein Programmiergerät bzw. intelligentes FeIdgerät
durch die in den Merkmalen des Anspruchs 5 bzw. des Anspruchs 9 angegebenen Maßnahmen gelöst.
Vorteilhaft ist, daß das Software-Funktionsbaustein-Ablaufsystem
(PLC-Object-Engine-System) für das Automatisierungsgerät, das Programmiergerät sowie für das intelligente Feldgerät
einheitlich ist, wodurch ein durchgängiges Automatisierungssystem geschaffen wird. Darüber hinaus sind Steuerprogramme
einfach zu modellieren und zu implementieren.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt ist, werden nachfolgend die Erfindung, deren Ausgestaltungen und Vorteile näher erläutert.
Es zeigen
Figur 1 ein universelles, verteiltes Automatisie-
rungs- und Management-Engineering- und Informations-System
in schematischer Darstel
lung und
Figuren 2 und 3 Software-Funktionsbaustein-Ablaufsysteme
(PLC-Object-Engine-Systerne).
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Zwei Fertigungsstandorte 1 und 2 eines global verteilten Automatisierungsverbundes sind über ein an sich bekanntes
globales Netzwerk „INTERNET" 3 miteinander verbunden, wobei geeignete Einrichtungen 4, 5 vorgesehen sind, die verhindern,
daß Unberechtigte Daten in die datenverarbeitenden Komponenten der Fertigungsstandorte 1, 2 übertragen. Die Fertigungsstandorte
1, 2 umfassen mehrere jeweils mit einer INTERNET-Kommunikationsschnittstelle
versehene Geräte in Form von Automatisierungsgeräten 6, Programmiergeräten 7, Bedien- und
Beobachtungsgeräten 8 und Workstations 9. Diese INTERNET-Kommunikationsschnittstellen
ermöglichen eine TCP/IP-Protokoll-Kommunikation
der Geräte untereinander. Es ist eine wesentliche Anforderung an ein Automatisierungsgerät, das
während eines Steuerbetriebs ein aus mehreren Software-Funktionsbausteinen gebildetes Steuerprogramm zyklisch
und/oder interruptgesteuert bearbeitet, daß diese Software-Funktionsbausteine ladbar und zur Laufzeit des Steuerprogramms
in dieses einbindbar ausgebildet sind. Damit diese Anforderung erfüllt ist und die Software-Funktionsbausteine
über das INTERNET und die INTERNET-Kommunikationsschnittstelle direkt in ein Automatisierungsgerät ladbar und zur
Laufzeit des Steuerprogramms in dieses einbindbar sind, sind die Software-Funktionsbausteine objektorientiert ausgebildet.
Die Software-Funktionsbausteine sind über das INTERNET dynamisch ladbar und erweiterbar, und das Automatisierungsgerät
ist mit einer Software-Funktionsbaustein-Ablaufsteuerung (PLC-Object-Engine-System) versehen, die diese Software-Funktionsbausteine
in das Steuerprogramm einbindet und während des Steuerbetriebs bearbeitet.
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m m *
Eine Programmiersprache, die einen objektorientierten Code
aus einer Quellsprache erzeugt und für einen Einsatz im INTERNET vorgesehen ist, ist aus dem Buch „Java!",
Tim Ritchey, published 1995 by New Riders Publishing, bekannt. Dort ist eine Quellsprache „JAVA C" beschrieben, aus
der ein objektorientierter Java-Bytecode erzeugbar ist. Weitere vorteilhafte Eigenschaften dieses Sprachmittels sind
insbesondere die Portabilität des Codes sowie die Mechanismen zur Fehlerbehandlung. Durch die Portabilität des Codes wird
sichergestellt, daß ein Automatisierungsgerät mit einer Ablaufsteuerung
in Form eines Java-Bytecode-Interpreters 10 unabhängig von einer Prozessor-Hardware-Architektur 11 des
Automatisierungsgerätes (herstellerunabhängig) die dem Automatisierungsgerät über das INTERNET zugeführten Java-Funktionsbausteine
bearbeiten kann. Aus Gründen der Performance ist es allerdings vorteilhaft, das Automatisierungsgerät mit
einem Java-Prozessor 12 zu versehen, der den Java-Code direkt verarbeitet.
Die Programmierung der objektorientierten Software-Funktionsbausteine
erfolgt durch die jeweiligen Programmiergeräte 7 (Figur 1) der Fertigungsstandorte 1, 2 oder durch ein ebenfalls
an das INTERNET angeschlossenes Programmiergerät 14. Neben den Bedien- und Beobachtungsgeräten 8 und den Workstations
9 sind diese Programmiergeräte 8, 14 Bestandteile des Management-Engineering-Systems. Die Programmiergeräte
führen diese Softwarebausteine den entsprechenden Automatisierungsgeräten über die jeweilige INTERNET-Kommunikationsschnittstelle
und das INTERNET zu. Für den Fall, daß z. B.
Bausteine geändert werden müssen, überträgt zunächst das
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• *
Automatisierungsgerät 6 oder ein Server 13 einem der Programmiergeräte
7 den entsprechenden Software-Funktionsbaustein über das INTERNET. Schließlich ergänzt bzw. modifiziert
das Programmiergerät 7 diesen Baustein und kann ihn wieder in eines der Automatisierungsgeräte übertragen. Das Programmiergerät
ist ferner mit einem Software-Funktionsbaustein-Ablaufsystem (PLC-Ob j ect -Engine -System,· Bos, ExE, Wd, 10) versehen,
das zur Simulation des Steuerprogramms vorgesehen ist.
Um in Automatisierungssystemen hohen Ausbaugrades die Anzahl der in ein Automatisierungsgerät eingebauten Ein- und Ausgabekomponenten
zu verringern, werden dezentrale Subsysteme, z. B. in Form von intelligenten Feldgeräten, eingesetzt. Das
verteilte Automatisierungs- und Management-Engineering-System weist ein hier nicht dargestelltes intelligentes Feldgerät
auf, welchem mindestens ein Software-Funktionsbaustein eines Steuerprogramms zuführbar ist, welches das Feldgerät während
eines Steuerbetriebs zyklisch und/oder interruptgesteuert bearbeitet, wobei der Software-Funktionsbaustein ladbar und
zur Laufzeit des Steuerprogramms in dieses einbindbar ausgebildet ist. Die Software-Funktionsbausteine sind objektorientiert
ausgebildet und über das INTERNET und eine INTERNET-Kommunikationsschnittstelle des Feldgerätes in
dieses ladbar, wobei das Feldgerät ein Software-Funktionsbaustein-Ablaufsystem
(PLC-Object-Engine-System,- Bos, ExE, Wd, 10) zur Einbindung des Software-Funktionsbausteins SFOl
... SF04 und Bearbeitung des Steuerprogramms aufweist.
Im folgenden wird auf Figur 2 und 3 verwiesen, in denen ein Software-Funktionsbaustein-Ablaufsystem (PLC-Object-Engine-
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System) eines Automatisierungsgerätes und/oder eines intelligenten
Feldgerätes und/oder eines Programmiergerätes {zur Simulation eines Steuerprogramms) dargestellt ist. Es ist zunächst
angenommen, daß ein Steuerprogramm zyklisch zu bearbeiten ist (Figur 2), was bedeutet, daß unabhängig von den
Signalzuständen von Prozeßein- und -ausgängen eines zu steuernden technischen Prozesses z. B. die CPU eines Automatisierungsgerätes
zyklisch
a. die Signalzustände der Prozeßeingänge abfragt und in einem Prozeßabbild der Eingänge hinterlegt,
b. entsprechend den Vorgaben des zu bearbeitenden Steuerprogramms dieses schrittweise abarbeitet und
c. die errechneten Signalzustände in einem Prozeßabbild der
Ausgänge hinterlegt, wobei diese Signalzustände von dort
zu den Prozeßausgängen gelangen.
Wesentliche Bestandteile des Software-Funktionsbaustein-Ablauf
systems sind objektorientiert programmierte Einheiten in Form eines Bootstraps Bos, eines Ein-/Ausgabe-Moduls 10,
eines Exe-Engine-Objekts ExE und eines Watchdogs Wd. Der
Watchdog Wd braucht selbstverständlich nicht als Softwaremodul ausgebildet sein, sondern kann hardwaremäßig verwirklicht
werden. In einem praktischen Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Einheiten Exe-Engine-Objekt ExE und
Watchdog Wd sogenannte „threads". Die Funktions- und Wirkungsweise eines „threads" ist aus der Druckschrift
„Supporting Microsoft Windows 95, Student Workbook", 07/95, der Fa. Microsoft bekannt und braucht daher nicht näher erläutert
zu werden. In der Bootstrap-Einheit Bos sind eine Klasse von Software-Funktionsbausteinen und eine Klasse von
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Ein-/Ausgabe-Modulen hinterlegt. Diese Klassen werden z. B. von einem Anwender entsprechend den Vorgaben einer zu lösenden
Steuerungsaufgabe auf einem Programmiergerät erstellt und &zgr;. B. in ein Automatisierungsgerät oder in ein Feldgerät
übertragen. Die Bootstrap-Einheit Bos erzeugt vor Beginn des Steuerbetriebes aus der Klasse Software-Funktionsbausteine
Software-Funktionsbaustein-Objekte und aus der Klasse
Ein-/Ausgabe-Module Ein-/Ausgabe-Modul-Objekte. Im vorliegenden
Beispiel sind lediglich vier Software-Funktionsbaustein-Objekte SFOl ... SF04 und ein Ein-/Ausgabe-Modul-Objekt IO
dargestellt, in welchem ein Prozeßabbild von Ein- und Ausgängen hinterlegt ist und welchem Signalzustände von Prozeßeingängen
des technischen Prozesses zuführbar sind und durch welches Signalzustände Prozeßausgängen dieses technisehen
Prozesses zuführbar sind. Ferner führt die Bootstrap-Einheit Bos zu Beginn des Steuerbetriebs dem Exe-Engine-Objekt
ExE eine Liste der zu bearbeitenden Software-Funktionsbaustein-Objekte
SFOl ... SF04 zu. Zu Beginn des Steuerbetriebes überträgt die Bootstrap-Einheit Bos eine Nachricht
Nas (Methodenaufruf), wodurch das Exe-Engine-Objekt ExE gestartet
wird. In einem ersten Bearbeitungsschritt führt das Exe-Engine-Objekt SxE dem Watchdog Wd eine Nachricht Naw zu,
was bewirkt, daß der Watchdog Wd die Zykluszeit des Exe-Engine-Objekt s ExE überwacht. Für den Fall, daß das Exe-Engine-Objekt
ExE die vorgesehene Zykluszeit überschreitet, setzt der Watchdog Wd das Exe-Engine-Objekt ExE zurück, indem
der Watchdog Wd dem Exe-Engine-Objekt ExE eine Nachricht Nar
überträgt. Ferner setzt der Watchdog Wd im Falle der Zykluszeitüberschreitung die Ausgänge des Prozeßabbildes und die
Prozeßausgänge zurück, wobei der Watchdog Wd dazu dem
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Ein-/Ausgabe-Modul-Objekt IO eine Nachricht Nia zuführt.
Nachdem das Exe-Engine-Objekt ExE den Watchdog Wd gestartet hat, nimmt das Exe-Engine-Objekt ExE den Steuerbetrieb auf und führt zunächst einen Bearbeitungszyklus aus, welcher die Schritte umfaßt:
Nachdem das Exe-Engine-Objekt ExE den Watchdog Wd gestartet hat, nimmt das Exe-Engine-Objekt ExE den Steuerbetrieb auf und führt zunächst einen Bearbeitungszyklus aus, welcher die Schritte umfaßt:
A) Aktualisieren der Eingänge des Prozeßabbildes, indem das Exe-Engine-Objekt ExE die Eingangssignalzustände des
ProzeSabbildes aus dem Ein-/Ausgabe-Modul-Objekt IO ausliest, wobei die Signalzustände durch einen Methodenaufruf Nae zwischen den Objekten ausgetauscht werden,
ProzeSabbildes aus dem Ein-/Ausgabe-Modul-Objekt IO ausliest, wobei die Signalzustände durch einen Methodenaufruf Nae zwischen den Objekten ausgetauscht werden,
B) Bearbeiten jeweils eines Bearbeitungsschrittes der Software-Funktionsbaustein-Objekte
SFOl ... SF04, wobei das Exe-Engine-Objekt ExE entsprechende Methodenaufrufe NSFl
. . . NSF4 den Software-Funktionsbausteiii-Objekten SFOl . . .
SF04 zuführt, die Software-Funktionsbaustein-Objekte SFOl ... SF04 über Methodenaufrufe Nso auf das Prozeßabbild des
Ein-/Ausgabe-Modul-Objekts IO zugreifen, und schließlich
C) Aktualisieren der Ausgänge des Prozeßabbildes, indem das Exe-Engine-Objekt ExE die Ausgänge des Prozeßabbildes im
Ein-/Ausgabe-Modul-Objekt IO einschreibt, wobei wiederum
die Signalzustände durch einen Methodenaufruf Naa zwischen den Objekten ausgetauscht werden.
Das Ein-/Ausgabe-Modul-Objekt IO versorgt über geeignete
Schnittstellen die Prozeßausgänge des zu steuernden technischen Prozesses und - wie beschrieben - die Software-Funktionsbaustein-Objekte SFOl ... SF04 mit den Ein- und Ausgangs
signal zuständen des Prozeßabbildes.
Schnittstellen die Prozeßausgänge des zu steuernden technischen Prozesses und - wie beschrieben - die Software-Funktionsbaustein-Objekte SFOl ... SF04 mit den Ein- und Ausgangs
signal zuständen des Prozeßabbildes.
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Es wird nun der Fall angenommen, daß ein Steuerprogramm interruptgesteuert zu bearbeiten ist (Figur 3), was bedeutet,
daß im Falle von Signalzustandsanderungen an einem der Prozeßeingänge
eines zu steuernden technischen Prozesses unverzüglich geeignete Steuermaßnahmen zu ergreifen sind. Die
in den Figuren 2 und 3 gleichen Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Im folgenden werden nur die Unterschiede
zu der zyklischen Bearbeitung des Steuerprogramms beschrieben {Figur 2). Im Falle der interruptgesteuerten
Bearbeitung des Steuerprogramms überträgt die Bootstrap-Einheit Bos zu Beginn des Steuerbetriebs dem Exe-Engine-Objekt
ExE nicht wie im Falle einer zyklischen Bearbeitung die Liste der zu bearbeitenden Software-Funktionsbaustein-Objekte,
sondern eine Liste von „aufzurufenden" Software-Funktionsbaustein-Objekten
pro Prozeßeingang. Das bedeutet, jedem Prozeßeingang ist ein Software-Funktionsbaustein-Objekt
zugeordnet und bei einer Signalzustandsanderung an einem Prozeßeingang ist das diesem Eingang zugeordnete Software-Funktionsbaustein-Objekt
zu starten. Im Unterschied zur zyklischen Bearbeitung im Hinblick auf den Bearbeitungsschritt
B) führt das Exe-Engine-Objekt ExE während des Bearbeitungszyklus
einen Schritt B*) aus, welcher umfaßt: B*)Feststellen von Signalzustandsanderungen an den Eingängen
des Prozeßabbildes und Bearbeiten der diesen Eingängen zugeordneten Software-Funktionsbaustein-Objekte.
Durch die Erfindung wird ein durchgängiges Automatisierungssystem
geschaffen, das einen weltweiten Betrieb ermöglicht. Die aus dem Stand der Technik bekannte weitgehende Entkopp-
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lung von Automatisierungsgeräten und Standard-Computern wird
vermieden.
Claims (16)
1. Automatisierungsgerät, welchem Software-Funktionsbausteine
eines Steuerprogramms zuführbar sind, welches das Automatisierungsgerät
während eines Steuerbetriebs zyklisch und/oder interruptgesteuert bearbeitet, wobei die Software-Funktionsbausteine
ladbar und zur Laufzeit des Steuerprogramms in dieses einbindbar ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Software-Funktionsbausteine (SFOl ... SF04) objektorientiert
ausgebildet und über das INTERNET und eine INTERNET-Kommunikationsschnittstelle des Automatisierungsgerätes
in dieses ladbar sind und
- daß das Automatisierungsgerät ein Software-Funktionsbaustein-Ablaufsystem
(PLC-Object-Engine-System; Bos, ExE, Wd,
10) zur Einbindung der Software-Funktionsbaustein-Objekte
(SFOl ... SF04) und zur Bearbeitung des Steuerprogramms aufweist, wobei
- das Software-Funktionsbaustein-Ablaufsystem ein Exe-Engine-Objekt
(ExE), einen Watchdog (Wd), einen Bootstrap (Bos) und ein Ein-/Ausgabe-Modul-Objekt (10)
umfaßt, in welchem ein ProzeSabbild von Ein- und Ausgängen hinterlegbar ist und welchem Signalzustände von
Prozeßeingängen zuführbar sind und durch welches Signalzustände Prozeßausgängen zuführbar sind,
- der Bootstrap (Bos) vor Beginn des Steuerbetriebes die
Software-Funktionsbaustein-Objekte (SFOl ... SF04) und das Ein-/Ausgabe-Modul-Objekt (10) erzeugt sowie dem
Exe-Engine-Objekt (ExE) zuführt:
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- für den Fall einer zyklischen Bearbeitung des Steuerprogramms eine Liste der zu bearbeitenden
Software-Funktionsbaustein-Objekte {SFOl ... SF04),
- für den Fall einer interruptgesteuerten Bearbei
tung des Steuerprogramms eine Liste der zu bearbeitenden Software-Funktionsbaustein-Objekte
(SFOl ... SF04) für jeden Prozeßeingang,
- der Bootstrap (Bos) zu Beginn des Steuerbetriebes das
Exe-Engine-Objekt (ExE) startet, welches zunächst den
Watchdog (Wd) startet, welcher beim Überschreiten der Zykluszeit das Exe-Engine-Objekt (ExE) zurücksetzt,
und anschließend zyklisch
- die Eingänge des Prozeßabbildes aktualisiert,
- für den Fall einer zyklischen Bearbeitung des
Steuerprogramms jeweils einen Bearbeitungsschritt der Software-Funktionsbaustein-Objekte (SFOl ...
SF04) bearbeitet,
- für den Fall einer interruptgesteuerten Bearbeitung des Steuerprogramms Änderungen von Signal-
zuständen an den Eingängen feststellt und die diesen Eingängen zugeordneten Software-Funktionsbaustein-Objekte
(SFOl ... SF04) bearbeitet,
- die Ausgänge des Prozeßabbildes aktualisiert. 25
2. Automatisierungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Exe-Engine-Objekt (ExE) sowie der
Watchdog (Wd) als „threads" ausgebildet sind.
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3. Automatisierungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationsschnittstelle eine
TCP/IP-Protokoll-Kommunikation ermöglicht.
4. Automatisierungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Software-Funktionsbausteine
(SFOl ... SF04) Java-bytecodiert sind und in der Programmiersprache „JAVA C" oder in einer Programmiersprache
nach der Norm IEC 1131 erstellbar sind. 10
5. Programmiergerät zur Erstellung von Software-Funktionsbausteinen
eines Steuerprogramms, das einem Automatisierungsgerät zuführbar ist, welches während eines Steuerbetriebs das
Steuerprogramm zyklisch und/oder interruptgesteuert bearbeitet, wobei die Software-Funktionsbausteine ladbar und zur
Laufzeit des Steuerprogramms in dieses einbindbar ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
- daß das Programmiergerät die Software-Funktionsbausteine (SFOl ... SF04) objektorientiert ausgebildet erstellt,
- daß das Programmiergerät dem Automatisierungsgerät über das INTERNET und eine INTERNET-Kommunikationsschnittstelle des
Programmiergerätes die Software-Funktionsbausteine (SFOl . . . SF04) zuführt und/oder
- daß dem Programmiergerät über das INTERNET und die INTERNET-Kommunikationsschnittstelle die Software-Funktionsbausteine
(SFOl ... SF04) zuführbar sind.
6. Programmiergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Programmiergerät zur Simulation des
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•
Steuerprogramms ein Software-Funktionsbaustein-Ablaufsystem
{PLC-Object-Engine-System; Bos, ExE, Wd, 10) aufweist.
7. Programmiergerät nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kommunikationsschnittstelle eine TCP/IP-Protokoll-Kommunikation ermöglicht.
8. Programmiergerät nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Software-Funktionsbausteine
(SFOl ... SF04) in der auf dem Programmiergerät ablauffähigen Programmiersprache „JAVA C" oder in einer Programmiersprache
nach der Norm IEC 1131 erstellbar und durch das Programmiergerät Java-bytecodiert übersetzbar sind.
9. Intelligentes Feldgerät, welchem mindestens ein Software-Funktionsbaustein
eines Steuerprogramms zuführbar ist, welches das Feldgerät während eines Steuerbetriebs zyklisch
und/oder interruptgesteuert bearbeitet, wobei der Software-Funktionsbaustein ladbar und zur Laufzeit des Steuerprogramms
in dieses einbindbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
- daß der Software-Funktionsbaustein {SFOl ... SF04) objektorientiert
ausgebildet und über das INTERNET und eine INTERNET-Kommunikationsschnittstelle des Feldgerätes in
dieses ladbar ist und
- daß das Feldgerät ein Software-Funktionsbaustein-Ablaufsystem (PLC-Object-Engine-System; Bos, ExE, Wd, 10) zur
Einbindung des Software-Funktionsbausteins (SFOl ... SF04) und Bearbeitung des Steuerprogramms aufweist.
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10. Intelligentes Feldgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennz
eichnet,
- daß das Software-Funktionsbaustein-Ablaufsystem ein Exe-Engine-Objekt
(ExE), einen Watchdog (Wd), einen Bootstrap (Bos) und ein Ein-/Ausgabe-Modul-Objekt (10) umfaßt, in
welchem ein Prozeßabbild von Ein- und Ausgängen hinterlegbar ist und welchem Signalzustände von Prozeßeingängen zuführbar
sind und durch welches Signalzustände Prozeßausgängen zuführbar sind,
- daß der Bootstrap (Bos) vor Beginn des Steuerbetriebes die
Software-Funktionsbaustein-Objekte (SFOl ... SF04) und das
Ein-/Ausgabe-Modul-Objekt (10) erzeugt sowie dem Exe-Engine-Objekt
(ExE) zuführt:
- für den Fall einer zyklischen Bearbeitung des Steuer-Programms
eine Liste der zu bearbeitenden Software-Funktionsbaustein-Objekte
{SFOl ... SF04),
- für den Fall einer interruptgesteuerten Bearbeitung des Steuerprogramms eine Liste der zu bearbeitenden
Software-Funktionsbaustein-Objekte (SFOl ... SF04) für jeden Prozeßeingang,
- daß der Bootstrap (Bos) zu Beginn des Steuerbetriebes das
Exe-Engine-Objekt (ExE) startet, welches zunächst den
Watchdog (Wd) startet, welcher beim Überschreiten der Zykluszeit das Exe-Engine-Objekt (ExE) zurücksetzt, und
anschließend zyklisch
- die Eingänge des Prozeßabbildes aktualisiert,
- für den Fall einer zyklischen Bearbeitung des Steuerprogramms jeweils einen Bearbeitungsschritt der Soft-
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ware-Funktionsbaustein-Objekte {SFOl ... SF04) bearbeitet,
- für den Fall einer interruptgesteuerten Bearbeitung des Steuerprogramms Änderungen von Signalzuständen an
den Eingängen feststellt und die diesen Eingängen zugeordneten Software-Funktionsbaustein-Objekte {SFOl
... SF04) bearbeitet,
- die Ausgänge des Prozeßabbildes aktualisiert.
11. Intelligentes Feldgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Exe-Engine-Objekt (ExE) sowie der
Watchdog (Wd) als „threads" ausgebildet sind.
12. Intelligentes Feldgerät nach einem der Ansprüche 9 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationsschnittstelle
eine TCP/IP-Protokoll-Kommunikation ermöglicht
13. Intelligentes Feldgerät nach einem der Ansprüche 9 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß die Software-Funktionsbausteine
(SFOl ... SF04) Java-bytecodiert sind und in
der Programmiersprache „JAVA C" oder in einer Programmiersprache nach der Norm IEC 1131 erstellbar sind.
14. Automatisierungssystem
- mit mindestens einem Automatisierungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
- mit mindestens einem Programmiergerät nach einem der Ansprüche 5 bis 8.
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15. Automatisierungssystem nach Anspruch 14 mit mindestens einem intelligenten Feldgerät nach einem der Ansprüche 9
bis 13.
16. Automatisierungsverbund
- mit einem Automatisierungssystem nach Anspruch 14 oder
und
- mit mindestens einer Workstation und/oder einem Server, welche Mittel zum Erstellen und Bearbeiten von objektorientierten
Software-Funktionsbausteinen (SFOl ... SF04)
aufweisen.
Priority Applications (15)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29622133U DE29622133U1 (de) | 1996-12-19 | 1996-12-19 | Automatisierungsgerät |
| CZ982220A CZ222098A3 (cs) | 1996-01-17 | 1997-01-16 | Automatizační zařízení |
| EP97906801A EP0875023B1 (de) | 1996-01-17 | 1997-01-16 | Automatisierungsgerät |
| PL97327615A PL327615A1 (en) | 1996-01-17 | 1997-01-16 | Automation apparatus |
| JP52559497A JP3181601B2 (ja) | 1996-01-17 | 1997-01-16 | 自動化装置 |
| HU9900247A HUP9900247A3 (en) | 1996-01-17 | 1997-01-16 | Automation device, programing device, operating and monitoring device adapted in the automation device, as well as an intelligent field device |
| AT97906801T ATE184405T1 (de) | 1996-01-17 | 1997-01-16 | Automatisierungsgerät |
| US09/101,611 US6263487B1 (en) | 1996-01-17 | 1997-01-16 | Programmable controller |
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|---|---|
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| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6853867B1 (en) | 1998-12-30 | 2005-02-08 | Schneider Automation Inc. | Interface to a programmable logic controller |
| US7162510B2 (en) | 1998-03-16 | 2007-01-09 | Schneider Automation Inc. | Communication system for a control system over Ethernet and IP networks |
| US8291121B2 (en) | 1997-09-10 | 2012-10-16 | Square D Company | System and method for interfacing with a controller |
-
1996
- 1996-12-19 DE DE29622133U patent/DE29622133U1/de not_active Expired - Lifetime
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