DE29621721U1 - Schußsimulatorsystem für Rohrwaffen - Google Patents
Schußsimulatorsystem für RohrwaffenInfo
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Description
Schußsimulatorsystem für Rohrwaffen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Simulation des Abschusses von Rohrwaffen, insbesondere eine Vorrichtung zur
Simulation des Abschusses eines Geschützes, z.B. eines Artilleriegeschützes, einer Panzerkanone oder dergleichen,
sowie ein zugehöriges Schußsimulatorsystem. Derartige Simulationsvorrichtungen und Simulationssysteme können bei Gefechtsübungen
eingesetzt werden, bei denen der Abschuß eines Geschützes z.B. durch Erzeugen von Knall, Rauch und/oder
einem Lichtblitz simuliert wird, ohne daß ein Geschoß abgefeuert wird.
Es ist bekannt, hierfür in einer Abschußvorrichtung für scharfe Munition Platzpatronen zu verwenden. Dies führt jedoch
insbesondere dann, wenn der Abschuß mehrerer großkali-
247 2
Bremen:
Hollcrallce 32, D-28209 Bremen
P.O.B. 10 7] 27, D-28071 Br.-mcn
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briger Waffen simuliert werden soll, zu erheblichen Kosten für die Bereitstellung und den Betrieb der Abschußvorrichtungen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine kostengünstige Simulationsvorrichtung
für den Abschuß von Rohrwaffen zur Verfügung zu stellen, die einfach herzustellen und nach Gebrauch
leicht zu entsorgen ist. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein entsprechendes einfach aufgebautes Simulationssystem
für den Abschuß von Rohrwaffen zur Verfügung zu stellen.
Die erste dieser Aufgaben wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung
zur Simulation des Abschusses einer Rohrwaffe mit einem Körper gelöst, der eine Mehrzahl von Löchern aufweist, die
sich in dem Körper erstrecken und eine Mündung an mindestens einer Außenfläche des Körpers aufweisen und die eine Wirkladung
zur Simulation eines Abschusses und eine dieser Wirkladung zugeordnete Zündvorrichtung aufweisen, wobei jedes dieser
Löcher durch mindestens ein Verschlußelement verschlossen ist, welches nach dem Zünden der Wirkladung in dem Loch bei Erreichen
einer Druckbelastungsschwelle eine Öffnung freigibt, wobei diese Druckbelastungsschwelle unterhalb der Bruchbelastung
für die Wände zwischen benachbarten Löchern liegt. Vorzugsweise ist der Körper zumindest im Bereich der Löcher im wesentlichen
massiv ausgeführt.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß zumindest ein Teil der Löcher zwei Mündungen aufweist, die sich an einander gegenüberliegenden
Außenflächen des Körpers befinden, und an beiden Enden jeweils durch ein Verschlußelement verschlossen
ist, welches bei Erreichen einer Druckbelastungsschwelle nach dem Zünden der Wirkladung in dem Loch eine Öffnung in dem Bereich
der jeweiligen Lochmündung freigibt, die unterhalb der Bruchbelastung für die Wände zwischen benachbarten Löchern
• · ti * · ·
liegt. Hierbei ist der die Löcher enthaltende Teil des Körper vorzugsweise plattenförmig ausgebildet.
Es kann weiterhin vorgesehen sein, daß ein Verschlußelement in einem Loch zwischen einer Außenfläche des Körpers und der
Wirkladung von der Außenfläche beabstandet angeordnet ist.
Vorteilhafterweise besteht der Körper zumindest im Bereich der Löcher aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit.
Erfindungsgemäß besteht der Körper der Simulationsvorrichtung
vorzugsweise im wesentlichen aus biologisch abbaubaren Werkstoffen, z.B. Holz, wobei ein biologisch abbaubarer Kunststoff
besonders bevorzugt ist. Zur Verstärkung der Löcher können Papphülsen vorgesehen sein. Die Verschlußelemente können ebenfalls
aus Pappe, gegebenenfalls mit einer Holzverstärkung bestehen. Die Simulationsvorrichtung besteht daher bis auf die
Zündanteile (Zuleitungsdrähte für die elektrischen Anzünder, 37poliger SÜB-D-Stecker, die abzutrennen sind) vollständig aus
biologisch abbaubaren Werkstoffen, die nach Gebrauch auf dem Öbungsgelände verrotten oder gegebenenfalls leicht und umweltfreundlich
entsorgt werden können.
Die Erfindung kann weiterhin vorsehen, daß die Menge der Wirkmasse
in einem Loch zwischen 5 g und 10 g liegt.
Die zweite der obengenannte Aufgaben wird.erfindungsgemäß
durch ein Schußsiiaulatorsystem für Rohrwaffen gelöst, welches mindestens eine Simulationsvorrichtung wie vorangehend beschrieben,
bei der für jede Wirkladung eine elektrische Zündeinrichtung vorgesehen ist, und eine elektronische Steuereinrichtung
aufweist, welche dafür eingerichtet ist, Zündimpulse an die Zündeinrichtungen abzugeben, wobei zumindest ein Teil
der elektrischen Zündeinrichtungen derart mit der Steuereinrichtung verbunden ist, daß die zugehörigen Wirkladungen unab-
hängig voneinander gezündet werden können. Dies ermöglicht eine individuelle Aussteuerung, so daß sich verschiedene Feuerarten
realitätsnah simulieren lassen.
Dabei kann vorgesehen sein, daß die Steuereinheit mit der zugehörigen
Simulationsvorrichtung lösbar verbunden ist, z.B. durch eine Steckverbindung, Klammern, Schrauben oder dergleichen.
Steuereinheit und Simulationsvorrichtung bilden dabei im Betrieb eine Einheit, bei welcher die Simulationsvorrichtung
austauschbar ist.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß die Steuereinheit auf ein vorgegebenes Steuersignal einer Bedienungseinheit hin
während der Dauer dieses Signals in vorgegebenen zeitlichen Abständen nacheinander verschiedene Wirkladungen zündet.
Vorteilhafterweise ist dabei der zeitliche Abstand, z.B. durch ein weiteres Signal der Bedienungseinheit, veränderbar.
Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, daß die Steuereinheit
auf ein (ggf. weiteres) vorgegebenes Signal einer Bedienungseinheit hin mehrere Wirkladungen gleichzeitig zündet.
Ebenso kann vorgesehen sein, daß die Steuereinheit auf ein (ggf. weiteres) vorgegebenes Signal einer Bedienungseinheit
hin genau eine Wirkladung zündet.
Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, daß die Bedienungseinheit
von der Steuereinheit räumlich getrennt ist und die Kommunikation zwischen Bedienungseinheit und Steuereinheit
über Datenfunk erfolgt. Alternativ kann zur Kommunikation auch ein Kabel verwendet werden.
Weiterhin kann das erfindungsgemäße Schußsimulatorsystem meh-
C
rere Simulationsvorrichtungen mit jeweils zugeordneten Steuereinheiten
sowie eine Bedienungseinheit aufweisen, welche dafür eingerichtet ist, Steuereinheiten von verschiedenen Simulationsvorrichtungen
anzusteuern.
Aufgrund der parallelen Anordnung der Wirkladungen können erfindungsgemäß sowohl Einzelschüsse als auch Schußfolgen
für Rohrwaffen aller Kaliber simuliert werden, ohne daß ein Nachladen wie bei einer scharfen Rohrwaffe erforderlich
ist. Insbesondere läßt sich die Simulation von Dauerfeuer mit der erfindungsgemäßen Simulationsvorrichtung
einfach und zuverlässig realisieren. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Simulationsvorrichtung mit einem vergleichsweise
schwachen Verschlußelement an der Mündung der den Wirkladungen zugeordneten Löcher führt dazu, daß sich
die bei der Zündung erzeugte Druck- und Hitzewelle im wesentlichen in Längsrichtung der Löcher ausbreitet, so daß
ein Brechen der Wand zwischen zwei benachbarten Wirkladungen und damit ein Überzünden vermieden wird. Dies ermöglicht
eine vergleichsweise dichte Anordnung der Wirkladungen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
kann durch das Zurückversetzen der Verschlußelemente gegenüber der Vorderfläche des Körpers die Gefahr des Überzündens
weiter verringert werden.
Sind, wie bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
vorgesehen, Verschlußelemente an beiden Enden der Löcher vorhanden, ist die Simulationsvorrichtung im wesentlichen
rückstoßfrei. Wegen des geringen Rückstoßes kann diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Simulationsvorrichtung
mit einfachen Mitteln, z.B. durch Halteschlaufen, an Pfählen, Bäumen oder dergleichen im Gelände
angebracht werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Simulationssystems, das
anhand der beigefügten Zeichnungen im einzelnen erläutert
Fig. 1 zeigt den schematischen Aufbau eines Simulationssystems gemäß der Erfindung,
Fig. 2 zeigt eine teilweise geschnittene Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Simulationsvorrichtung
und
Fig. 3 zeigt einen teilweisen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße1Simulationsvorrichtung.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Simulationssystem
aus einem Magazin 1, einer Steuereinheit 3 und einer Fernbedienung 5. Das Magazin 1 bildet die eigentliche
Simulationsvorrichtung und enthält mehrere Wirkladungen zum Erzeugen von Knall, Rauch und ggf. eines
Lichtblitzes. Typischerweise sind mehr als zehn Wirkladungen, z.B. 30 Wirkladungen, vorgesehen. Jeder Wirkladung
ist eine elektrische Zündeinrichtung zugeordnet, deren elektrische Zuleitungen mit einem Stecker 6 verbunden
sind. Dieser Stecker ist über eine Leitung 7 mit einer entsprechenden Steckerbuchse 7a mit der Steuereinheit 3
derart verbunden, daß die Zündeinrichtungen für die Wirkladungen über die Leitung 7 individuell ansteuerbar sind.
Die Steuereinheit 3 enthält eine Leistungsversorgung, die unter anderem die Zündeinrichtungen des Magazins 1 versorgt,
wobei die benötigte elektrische Energie z.B. durch zwei handelsübliche 9V-Batterien 8 oder entsprechende Akkus
geliefert werden kann. Eine Leuchtdiode 9a zeigt die
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Betriebsbereitschaft der Steuereinheit und eine Leuchtdiode
9b den Abfall der Batteriespannung unter einen vorgegebenen Wert an. Die Steuereinheit 3 empfängt von der Fernbedienung
5 Signale, welche angeben, ob einer oder mehrere Schüsse abgegeben werden sollen. In der Steuereinheit 3
ist weiterhin ein Zähler vorhanden, welcher die abgegebenen Schüsse zählt. Bei Erhalt eines Feuerbefehls zündet
die Steuereinheit 3 gemäß einer soft- oder hardwaremäßig vorgegebenen Abfolge eine oder mehrere Wirkladungen des
Magazins 1 und setzt nach jeder Zündung den Zähler um Eins nach oben. Wenn die Maximalzahl von Schüssen erreicht ist,
erfolgt ein automatischer Reset auf Schuß 1 der Steuereinheit 3 (neues Magazin). Bei der Simulation von Dauerfeuer
kann dabei vorgesehen sein, daß benachbarte Wirkladungen nicht nacheinander gezündet werden, um die Gefahr eines
Überzündens möglichst weitgehend auszuschließen.
Die Steuereinheit 3 weist einen Rücksetztaster 11 auf, mit dem nach der Erstinstallation oder dem Auswechseln des
Magazins 1 der Zähler der Steuereinheit manuell wieder auf den Anfangswert zurückgesetzt werden kann. Anstelle eines
Zählers kann auch eine Speichereinheit vorgesehen sein, welche Angaben darüber enthält, ob eine bestimmte Wirkladung
bereits gezündet worden ist oder nicht.
Die Fernbedienung 5 steht mit der Steuereinheit 3 über eine Leitung 13 mit entsprechenden Steckkontakten 15a und
15b oder über Datenfunk in Verbindung. Typischerweise befindet sich die Fernbedienung in einem Abstand von 100 m
oder mehr von der Steuereinheit 3 entfernt, während sich die Steuereinheit 3 in unmittelbarer Nähe des Magazins 1,
etwa im Umkreis von 2 m oder weniger befindet. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Magazin
1 mit der Steuereinheit 3 unmittelbar mechanisch durch eine Steckverbindung oder dergleichen verbunden, so daß
4 · 4
ein verbrauchtes Magazin durch einfaches Abziehen und Aufstecken eines unverbrauchten Magazins ersetzt werden kann.
In diesem Fall ist in einem Sicherheitsabstand von z.B. 2 m von der Steuereinheit 3 ein Sicherheitsschalter vorhanden,
mit welchem die Steuereinheit 3 während des Auswechselns eines Magazins deaktiviert und danach wieder
aktiviert werden kann.
Die Fernbedienung weist typischerweise eine Energieversorgung in Form einer Batterie 16 oder eines Akkus mit einer
Versorgungsspannung von 9 V sowie einen Sicherungsschalter 17 und einen Feuerschalter 19 als Bedienungselemente auf.
Das Betätigen des Sicherungsschalters aktiviert die Stromversorgung der Steuereinheit 3 und ermöglicht die Abgabe
von Steuersignalen an die Steuereinheit 3 mittels des Feuerschalters 19. Durch Betätigen des Feuerschalters 19 wird
bei betätigtem Sicherungsschalter 17 ein Befehl an die Steuereinheit 3 abgegeben, der das Zünden von einer oder
mehreren Wirkladungen entsprechend der Stellung eines Kippschalters 21 bewirkt, der wahlweise auf Serienfeuer
oder Einzelfeuer einstellbar ist. Ist der Kippschalter 21 auf Einzelfeuer gestellt, so wird bei einer Betätigung des
Feuerschalters 19 nur eine Wirkladung gezündet. Ist der Kippschalter 21 auf Serienfeuer gestellt, werden von der
Steuereinheit 3 solange Wirkladungen in einem vorgegebenen zeitlichen Abstand, z.B. 200 ms, gezündet, wie der Feuerschalter
19 betätigt wird, so daß ein Feuerstoß simuliert wird. Die Länge eines Feuerstoßes kann durch eine entsprechende
Programmierung der Steuereinheit 3 auf eine bestimmte Anzahl von Schüssen, z.B. sechs Schüsse, begrenzt
sein. Der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Zündungen kann dabei über entsprechende Bedienungselemente
(nicht dargestellt) der Steuereinheit 3 oder der Fernbedienung 5 eingestellt werden.
• * · 1
In den Figuren 2 und 3 ist ein erfindungsgemäßes Magazin im einzelnen näher dargestellt. Das Magazin besteht im
wesentlichen aus einer massiven Platte 100 aus Holz oder einem biologisch abbaubaren Kunststoff, welche durchgängige
zylinderförmige Löcher 102 zur Aufnahme einer Wirkladung 103 aufweist. Diese Löcher können durch Hülsen 105,
die z.B. aus Pappe bestehen können, verstärkt sein, um ein Zersplittern oder Aufreißen der Wände zwischen benachbarten
Löchern bei der Zündung einer Wirkladung 103 zu vermeiden.
Die Löcher 102 bzw. die darin eingesetzten Hülsen 105 sind auf beiden Seiten der Platte durch eingeklebte Deckel 106a
bzw. 106b verdämmt, die jeweils bezüglich der Außenflächen
der Platte 100 in das Loch 102 hinein zurückversetzt angeordnet sind. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
bestehen die Deckel 106a und 106b aus Pappe und sind durch eine zusätzliche eingeklebte Pappschicht 107a bzw. 107b
und eine zusätzliche Holzschicht 108a bzw. 108b verstärkt, um ein einfaches Herausreißen bei der Zündung der Wirkladung
10 3 zu verhindern. An dem Deckel 106b ist eine elektrisch aktivierbare Zündpille 109 angebracht, wobei die
zugehörigen Zuleitungskabel 110 durch den Deckel 106b hindurchgeführt sind. In der Platte 100 sind zum Schutz der
Zuleitungskabel 110 gegen ein versehentliches Herausreißen Kabelkanäle 113 ausgebildet, in welchen die Zuleitungskabel
110 aufgenommen sind und zu einer Kabeltasche 114 geführt werden. Die Kabeltasche 114 ist in einem Hohlraum
der Platte 100 angeordnet, welcher in ein Fenster 116 an einer Schmalseite der Platte 100 mündet. Dieses Fenster
116 ist durch eine eingeklebte dünne Platte 117 verschlossen, die den bereits vorangehend genannten Stecker 6
trägt. Der Stecker 6 weist eine Anzahl von Kontakten entsprechend der Zahl der Zündpillen 109 auf, an denen die
Zuleitungskabel 110 derart angeschlossen sind, daß jede
Zündpille 109 individuell gezündet werden kann.
Die gesamte Platte 100 ist mit einer dünnen Platte 118,
z.B. aus Kunststoff, verklebt, welche die Löcher 102 freiläßt. Bei der Demontage eines verschossenen Magazins kann diese Platte 118 leicht abgerissen werden, so daß die Zuleitungen 110 freigelegt werden und das Magazin leicht in getrennt entsorgbare Bestandteile zerlegt werden kann.
Auch sonst sind die Bestandteile des Magazins 1 vorzugsweise
durch Verkleben verbunden. Klebestellen sind in den Figuren 2 und 3 mit der Bezugsziffer 119 bezeichnet.
z.B. aus Kunststoff, verklebt, welche die Löcher 102 freiläßt. Bei der Demontage eines verschossenen Magazins kann diese Platte 118 leicht abgerissen werden, so daß die Zuleitungen 110 freigelegt werden und das Magazin leicht in getrennt entsorgbare Bestandteile zerlegt werden kann.
Auch sonst sind die Bestandteile des Magazins 1 vorzugsweise
durch Verkleben verbunden. Klebestellen sind in den Figuren 2 und 3 mit der Bezugsziffer 119 bezeichnet.
Die Abmessungen eines Magazins können im Bereich von etwa 5 0 cm &khgr; 50 cm liegen. Ein typischer Durchmesser eines Loches
102 beträgt etwa 8 cm. Typischerweise sind in einem
Magazin 20 bis 50 Wirkladungen vorhanden.
Magazin 20 bis 50 Wirkladungen vorhanden.
Die Art und die Menge des pyrotechnischen Materials, welches die Wirkladung 10 3 bildet, richtet sich nach der Art
der zu simulierenden Waffe. Die Wirkmassenmenge liegt bevorzugt in einem Bereich von fünf bis zehn Gramm pro Bohrung.
Es hat sich herausgestellt, daß für diese Mengen ein gleichmäßiges Geräuschniveau von 120 dB oder mehr gewährleistet
werden kann. Für die Simulation einer 20 mm-Schnellfeuerkanone
wird z.B. als Wirkladung eine Mischung von 70 % Kaliumperchlorat und 30 % Pyro Alu-Hell verwendet,
wobei die bevorzugte Wirkmassenmenge ,bei 7 g liegt,
was zu einem Geräuschniveau von etwa 125 bis 136 dB bei
der Zündung führt.
wird z.B. als Wirkladung eine Mischung von 70 % Kaliumperchlorat und 30 % Pyro Alu-Hell verwendet,
wobei die bevorzugte Wirkmassenmenge ,bei 7 g liegt,
was zu einem Geräuschniveau von etwa 125 bis 136 dB bei
der Zündung führt.
Bei der Zündung einer Wirkladung 10 3 öffnen sich die Dekkel
106a und 106b auf beiden Seiten, so daß die Druck- und Hitzewelle im wesentlichen in Längsrichtung des Lochs 102
kanalisiert wird. Da diese Welle auf beiden Seiten der
Platte austritt, ist der Schußsimulator im wesentlichen
Platte austritt, ist der Schußsimulator im wesentlichen
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rückschlagfrei. Durch das Versenken der Deckel 106a und 10 6b in dem Loch 102, durch Verwenden eines Plattenmaterials
mit geringer Wärmeleitfähigkeit sowie durch die Wahl eines ausreichenden Lochabstandes wird ein Überschlag der
Zündung vermieden. Die Wände zwischen benachbarten Löchern 102 in der Platte 100 sind so ausgelegt, daß ein Bruch und
ein damit verbundenes Überzünden vermieden wird.
Die Ecken der Platte 100 sind mit Halteschlaufen 120 versehen, welche ein einfaches Aufhängen zwischen Haltestangen,
Bäumen, Pfählen oder dergleichen ermöglichen.
Die dargestellte Konstruktion des Magazins 1 kann in verschiedener
Hinsicht verändert werden1. Zum Beispiel können
die Deckel 106 bei der Herstellung bereits mit der dünnen Platte 119 verbunden sein, welche auf die Platte 100 aufgeklebt
wird, so daß in einem Arbeitsgang gleichzeitig alle Löcher 102 verschlossen werden können.
Abweichend von der Darstellung der Fig. 1 kann das erfindungsgemäße
Schußsimulationssystem so eingerichtet sein, daß mit einer einzigen zentralen Fernbedienung mehrere
Magazine angesteuert werden können, welche jeweils vorzugsweise lösbar mit zugehörigen Steuereinheiten 3 verbunden
sind. So können z.B. in einem Übungsgelände 11 bis 15 Magazine von einer Fernbedienung angesteuert werden. Für
jedes Magazin 1 ist Einzelfeuer oder Serie.nfeuer wählbar.
Je nach dem Einsatzzweck kann vorgesehen sein, daß entweder nur jeweils ein Magazin angesteuert wird, etwa für die
Simulation einer Geschützstellung mit verschiedenen Schußrichtungen, oder daß mehrere Magazine gleichzeitig angesteuert
werden können, etwa zur Simulation verschiedener Geschützstellungen in einem Übungsgelände. Die Signalübertragung
zwischen der Fernbedienung 5 und den jeweiligen Steuereinheiten 3 erfolgt dabei über Datenfunk, wobei die
&Bgr;,&Ogr;&&Mgr;&Mgr;&Egr;&Kgr;&iacgr;1 <%.&Bgr;&rgr;&Egr;&EEgr;&Mgr;&Egr;
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Energieversorgung der Steuereinheiten 3 und der Fernbedienung 5 über geeignete Akkumulatoren erfolgt. Erfindungsgemäß
können die Steuereinheit 3 und die Fernbedienung 5 so ausgelegt sein, daß bei einem Serienfeuer der Abstand zwischen
zwei Zündungen von Wirkladungen variabel ist und durch Eingabe eines entsprechenden Befehls von der Fernbedienung
5 in die jeweilige Steuereinrichtung 3 auswählbar ist. Weiterhin kann vorgesehen sein, daß Magazine für die
Simulation verschiedener Waffen auswechselbar mit derselben Steuereinheit 3 verbunden werden können, oder daß in
einem Magazin Wirkladungen zur Simulation unterschiedlicher Waffen vorhanden sind. In dem letztgenannten Fall
sind in einem Magazin 1 Löcher unterschiedlicher Größe vorgesehen, die unterschiedliche Wirkmassenmengen enthalten,
um verschiedene Waffen zu simulieren.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung
können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen
Ausführungsformen wesentlich sein.
Buck Werke GmbH & Co. BU 3442
9a, 9b
15a,15b
106a, 106b 107a, 107b 108a, 108b
Simulationsvorrichtung (Magazin)
Steuereinheit
Fernbedienung
Stecker
Verbindungskabel
Verbindungsbuchse
Batterien
Leuchtdioden
Rücksetztaster
Verbindungsleitung
Steckverbindung
Batterie
Sicherungsschalter ,
Feuerschalter
Kippschalter
Platte
Loch
Wirkladung
Hülse
Verschlußdeckel
PappverStärkung
Holzverstärkung
Zündpille
Kabel
Kabelkanäle
Kabeltasche
Fenster
Verschlußplatte
Beschichtungsplatte
Klebestellen
Halteschlaufe
Claims (1)
- AnsprücheVorrichtung zur Simulation des Abschusses einer Rohrwaffe mit einem Körper (100), der eine Mehrzahl von Löchern (102) aufweist, die sich in dem Körper (100) erstrecken und eine Mündung an mindestens einer Außenfläche des Körpers (100) aufweisen und die eine Wirkladung (103) zur Simulation eines Abschusses und eine dieser Wirkladung zugeordnete Zündvorrichtung (109) aufweisen, wobei jedes dieser Löcher durch mindestens ein Verschlußelement (106a, 106b) verschlossen ist, welches nach dem Zünden der Wirkladung (103) in dem Loch bei Erreichen einer Druckbelastungsschwelle eine öffnung freigibt, wobei diese Druckbelastungsschwelle unterhalb der Bruchbelastung für die Wände zwischen benachbarten Löchern liegt.Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß2472Bremen:Hollerallcc 32, D-28209 Bremen
P.O.B. 10 71 27. D-28071 BnmcnTelephon |04 21) 3 40 90Testfax (04 21) 5 iy 17 6»Telex 244 958bopattlMünchen:Franz-Joseph-Straße 38 D-80801 MünchenTelephon (0 89) 34 70 80 Telefax to 89) 54 70 10 Telex 524 282 forbü dBerlin-Brandenburg: Düsseldorf:Hclene-Ungc-Straße D-14469 PotsdamTelephon (03 31) 27 54 Telefax (03 31)2 75 43Ncßlcrstraße D-40593 DüsseldorfTelephon (02 11)7189 Telefax (02 11) 7 18 27 Leipzig:Philipp-Roscnthal-Straße 21 D-04103 LeipzigTelephon (03 41) 9 60 29 77 Telefax (03 41)3103 25Kiel:N ic man ns weg D-24I05KieiTelephon (04 3t) 8 40Alicante:Plaza Calvo Soielo 3-2 ES-0300I Alicante (Spanien)Telephon+34-6-59S(JOJtzumindest ein Teil der Löcher (102) zwei Mündungen aufweist, die sich an einander gegenüberliegenden Außenflächen des Körpers (100) befinden, und an beiden Enden jeweils durch ein Verschlußelement (106a, 106b) verschlossen ist, welches bei Erreichen einer Druckbelastungsschwelle nach dem Zünden der Wirkladung (103) in dem Loch (102) eine Öffnung in dem Bereich der jeweiligen Lochmündung freigibt, die unterhalb der Bruchbelastung für die Wände zwischen benachbarten Löchern liegt.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verschlußelement (106a, 106b) in einem Loch (102) zwischen einer Außenfläche des Körpers (100) und der Wirkladung (103) von der Außenfläche beabstandet angeordnet ist.4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (100) zumindest im Bereich der Löcher aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit besteht.5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (100) im wesentlichen aus biologisch abbaubaren Kunststoff besteht.6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der Wirkmasse in einem Loch (102) zwischen 5 g und 10 g liegt.7. Schußsimulatorsystem für Rohrwaffen, welches mindestens eine Simulationsvorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche bis 5, bei der für jede Wirkladung (103) eine elektrische Zündeinrichtung (109) vorgesehen ist, und eine elektronische Steuereinrichtung (3) aufweist, welche dafür eingerichtet ist, Zündimpulse an die Zündeinrichtungen (109)*5abzugeben, wobei zumindest ein Teil der elektrischen Zündeinrichtungen (109) derart mit der Steuereinrichtung (3) verbunden ist, daß die zugehörigen Wirkladungen (103) unabhängig voneinander gezündet werden können.8. Schußsimulatorsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (3) mit der zugehörigen Simulationsvorrichtung (1) lösbar zu einer Einheit verbunden ist.9. Schußsimulatorsystem nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (3) auf ein vorgegebenes Steuersignal einer Bedienungseinheit (5) hin während der Dauer dieses Signals in vorgegebenen zeitlichen Abständen nacheinander verschiedene Wirfcladungen (103) zündet.10. Schußsimulatorsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der vorgegebene zeitliche Abstand zwischen zwei Zündungen variabel ist.11. Schußsimulatorsystem nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (3) auf ein vorgegebenes Signal einer Bedienungseinheit (5) hin mehrere Wirkladungen (103) cjleichzeitig zündet.12. Schußsimulatorsystem nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (3) auf ein vorgegebenes Signal einer Bedienungseinheit (5) hin genau eine Wirkladung (103) zündet.13. Schußsimulatorsystem nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bedienungseinheit (5) zur Abgabe von Steuersignalen an die Steuereinheit (3) von der Steuereinheit (3) räumlich getrennt ist, wobei die Kommunikation zwischen Bedienungseinheit (5) und Steuereinheit (3) über Datenfunk erfolgt.-&Agr; &Igr;&Agr;. Schußsimulatorsystem nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es mehrere Simulationsvorrichtungen (1) mit jeweils zugeordneten Steuereinheiten (3) sowie eine Bedienungseinheit (5) aufweist, welche dafür eingerichtet
ist, Steuereinheiten (3) von verschiedenen Simulationsvorrichtungen (1) anzusteuern.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29621721U DE29621721U1 (de) | 1996-12-13 | 1996-12-13 | Schußsimulatorsystem für Rohrwaffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29621721U DE29621721U1 (de) | 1996-12-13 | 1996-12-13 | Schußsimulatorsystem für Rohrwaffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29621721U1 true DE29621721U1 (de) | 1997-04-10 |
Family
ID=8033289
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29621721U Expired - Lifetime DE29621721U1 (de) | 1996-12-13 | 1996-12-13 | Schußsimulatorsystem für Rohrwaffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29621721U1 (de) |
-
1996
- 1996-12-13 DE DE29621721U patent/DE29621721U1/de not_active Expired - Lifetime
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