DE29619791U1 - Lehrmittelvorrichtung für elektrische Schaltungen - Google Patents
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Description
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PATENTANWÄLTE· EUROPEAN PATENT ATTORNEYS
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D-78048 VS-Villingen · Waldstrasse 33 · Telefon 07721 56007 ■ Telefax 07721 55164
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lehrmittelvorrichtung zur Realisation elektrischer
Schaltungen, auch Emulator genannt, und insbesondere eine Lehrmittelvorrichtung zur Realisation elektrischer Schaltungen mit Einbindung der SPS-Technik.
Eine Demonstrationsvorrichtung für einen Industrieantrieb ist aus der DE 39 33 893
A1 bekannt. Insbesondere umfaßt diese bekannte Demonstrationsvorrichtung eine
Stromversorgung, eine Leitebene, einen Stromrichter, einen Elektromotor und einen
Prüfantrieb. Dabei sind zumindest der Stromrichter und der Elektromotor, jedoch nicht der Prüfantrieb in einem Schrank, vorzugsweise einem 19-Zoll-Schrank, lösbar
angeordnet. Weiterhin verläuft die Ausgangsweile des Elektromotors quer zu einer
Seitenwand des Schranks, wobei in dieser ein Durchlaß für die verlängerte Ausgangswelle
ausgebildet ist. Der Prüfantrieb ist in einem separaten Gehäuse angeordnet, und lösbare Haltemittel für die Befestigung seines Gehäuses sind an der
Seitenwand des Schranks vorgesehen.
Nachteilig an dieser bekannten Demonstrationsvorrichtung ist, daß sie lediglich zur
Ansteuerung von Antrieben ausgelegt ist und daher aus fest verschalteten Einheiten
besteht. Insbesondere enthält der Schrank der Demonstrationseinrichtung den eingebauten
Elektromotor, der die Bereitstellung der aufwendigen Haltemittel erfordert.
Somit ist die bekannte Demonstrationsvorrichtung nicht flexibel zu unterschiedlichen
Lehrzwecken einsetzbar.
Aus dem DE-GM-81 37 780 ist ein Übungsgerät zum Untersuchen von unbekannten
Schaltungen der Elektrotechnik, Pneumatik und Hydraulik bekannt. Dieses bekannte
Übungsgerät weist eine Experimentierplatte für Übungsschaltungen auf, die mit einer
undurchsichtigen Abdeckhaube verschließbar verbunden ist. Die Abdeckplatte enthält ihrerseits auf der Frontseite Bauteile aus den Bereichen Elektrotechnik,
Pneumatik und Hydraulik, die wahlweise in den zu untersuchenden Schaltungsaufbau
miteinbezogen werden können.
Nachteilig bei diesem bekannten Übungsgerät is% daß'mit'ihYn nur bestimmte kleine
Laborschaltungen realisierbar sind und es daher keine praxisnahe Anwendung zu Lehrzwecken zuläßt.
Auch sind die allgemein bekannten Lehrmittelvorrichtungen großteils unübersichtlich
aufgebaut, und zwar insbesondere hinsichtlich ihrer internen und externen Anschlüsse,
welche üblicherweise an einer Seite oder an verschiedenen Seiten ohne klare Zuordnung aus dem entsprechenden Gehäuse herausragen.
Derartige bekannte Anordnungen bieten auch Sicherheitsrisiken, denn die Wahrscheinlichkeit
einer Verwechslung, einer Beschädigung oder eines unbeabsichtigten Lösens einer externen oder internen Verbindung ist groß.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Lehrmittelvorrichtung
zu schaffen, welche flexible Einsatzmöglichkeiten bietet, übersichtlich und sicher
aufgebaut ist sowie einen nahen Praxisbezug aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des Schutzanspruches
1 gelöst, also durch eine Lehrmittelvorrichtung zur Realisation elektrischer Schaltungen
mit einer Schaitschrankeinrichtung zum variablen Aufnehmen einer Vielzahl elektrischer und elektronischer Bauelemente und/oder einer Vielzahl aus derartigen
Bauelementen aufgebauten elektrischen Schaltungsgruppen; einer Eingangsschnittstelleneinrichtung
zum Erstellen einer Verbindung der jeweils realisierten elektrischen Schaltung nach außerhalb der Schaitschrankeinrichtung, über die Eingangssignale
eingebbar sind; einer Ausgangsschnittstelleneinrichtung zum Ersteilen "einer Verbindung der jeweils realisierten elektrischen Schaltung nach außerhalb der
Schaitschrankeinrichtung, über die Ausgangssignale ausgebbar sind; einer Verbindungseinrichtung
zum Verbinden der Bauelemente und/oder Schaltungsgruppen untereinander und/oder mit der Eingangsschnittstelleneinrichtung und/oder mit der
Ausgangsschnittstelleneinrichtung durch entsprechende Kurzschlußbrücken, um die
jeweils realisierte elektrische Schaltung zu erstellen; wobei die Schaitschrankeinrichtung
ein im wesentlichen geschlossenes Gehäuse aufweist, das in mindestens einer Gehäusewand eine Türeinrichtung zum Einbau, zum Verbinden oder zum Ausbau
der Bauelemente und/oder Schaltungsgruppen enfhält; und die"Verbindungseinrichtung
innerhalb des im wesentlichen geschlossenen Gehäuses der Schaltschrankeinrichtung
vorgesehen ist.
Bevorzugte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Besonders vorteilhaft am Gegenstand nach Anspruch 1 ist, daß die Vorrichtung flexibel
einsetzbar ist, denn sie eignet sich nicht nur zur Aufnahme festverschalteter Einheiten, sondern bietet eine freie Verschaltbarkeit elektrischer und elektronischer
Bauelemente sowie aus derartigen Bauelementen aufgebauter elektrischen Schaltungsgruppen.
Weiterhin ist das Gehäuse im wesentlichen geschlossen, d.h. derart, daß bei geschlossener
Türeinrichtung die Bauelemente und/oder Schaltungsgruppen sowie die Verbindungseinrichtung von außen nicht ohne weiteres zugänglich sind. Dies erhöht
die Sicherheit der Lehrmittelvorrichtung. Natürlich können trotzdem Lüftungsschlitze
oder ähnliche kleine Öffnungen vorgesehen sein.
Durch ihren Aufbau in Form eines in der Praxis vorkommenden Schaitschranks erhält
der sie verwendende Ausbilder die Möglichkeit, dem Auszubildenen ein reaiitätsnahes
Anwendungsbild zu präsentieren.
Gemäß der bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 2 ist in der oder einer weiteren
Türeinrichtung oder in einer Gehäusewand eine von außerhalb der Schaltschrankeinrichtung
betätigbare Betätigungseinrichtung vorgesehen, die innerhalb der Schaltschrankeinrichtung über die Verbindungseinrichtung in die realisierte
elektrische Schaltung eingliederbar ist und durch die die Funktion der realisierten
elektrischen Schaltung beeinflußbar ist. Eine solche Betätigungseinrichtung ist beispielsweise
ein Schalter, Taster, Drehpotentiometer und dergleichen. Vorzugsweise bietet eine derartige Betätigungseinrichtung auch die einzige Möglichkeit für den
Auszubildenden, in die realisierte Schaltung einzugreifen.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 3 ist in der oder einer
weiteren Türeinrichtung oder in einer Gehäusewand eine von außerhalb der Schaltschrankeinrichtung erkennbare Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist, die innerhalb
der Schaltschrankeinrichtung über die Verbindungseinrichtung in die realisierte elektrische Schaltung eingliederbar ist und durch die die Funktion der realisierten
elektrischen Schaltung anzeigbar ist. Durch eine solche Anzeigeeinrichtung, z.B. in
Form eines akustischen oder optischen Signalgebers, kann der Auszubildende Information
über den Schaltungszustand erhalten.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 4 sind die Betätigungseinrichtung
und die Anzeigeeinrichtung in der selben Gehäusewand vorgesehen. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß die Wirkung eines externen Eingriffs für
den Benutzer unmittelbar erkennbar ist.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 5 sind die Betätigungseinrichtung
und die Anzeigeeinrichtung in der Türeinrichtung vorgesehen. Oft haben die Baugruppen eine sperrige Form und sind nur von einer Seite zugänglich.
Dann bietet diese Art der Ausgestaltung, die Verkabelung bei offener Tür und bereits
eingesetzter Baugruppe von der Vorderseite aus vorzunehmen.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 6 weist die Betätigungseinrichtung
eine Not-Aus-Schalteinrichtung auf. Dies erhöht die Sicherheit wesentlich, und zwar insbesondere dann, wenn die Not-Aus-Schalteinrichtung die
Spannungsversorgung für die Ausgänge der SPS und die Steuerspannung für die
Lastschütze abschaltet.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 7 weist die Anzeigeeinrichtung
eine LCD-Displayeinrichtung oder eine Bildschirmanzeigeeinrichtung auf. Durch diese Form der Anzeige, insbesondere in Verbindung mit einer Rechnereinrichtung,
lassen sich die Schaltungsabläufe noch transparenter und vielseitiger darstellen.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch S'weisf "die'Verbindungseinrichtung
Kabeleinrichtungen auf. Vorzugsweise sind dann in der Schaltschrankeinrichtung Kabeikanäle vorgesehen sind, durch die die Kabeleinrichtungen
verlegbar sind, wobei die Kabelkanäle in horizontaler und/oder in vertikaler Richtung
verlaufen. Diese Art der Ausgestaltung ermöglicht eine gut gegliederte und sichere
Leitungsführung sowie eine leichte Verbindbarkeit selbst von weit voneinander entfernten
Bauelementen oder Schaltungsgruppen.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 11 ist in der oder
einer weiteren Türeinrichtung oder in einer Gehäusewand eine Fenstereinrichtung vorgesehen ist, welche zumindest einer Teil der realisierten Schaltung von außen
sichtbar erscheinen läßt. Eine Beobachtung von außen bei geschlossener Tür läßt Gefahrenzustände, z.B. Rauchentwicklung infolge Überhitzung, schnell bemerkt
werden.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 12 sind die Eingangsschnittstelleneinrichtung
und/oder die Ausgangsschnittsteileneinrichtung durch mindestens eine in einer Gehäusewand vorgesehene Anschlußeinrichtung
gebildet. Dies bietet den Vorteil, daß keine Kabel oder andere Verbindungen aus dem Gehäuse ragen.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 13 ist die die Anschlußeinrichtung
enthaltende Gehäusewand von der die Türeinrichtung enthaltenden Gehäusewand verschieden. Dies erhöht die Übersichtlichkeit der Anschlüsse
und vermeidet Beschädigungen beim Öffnen der Türeinrichtung.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 14 sind eine erste
Anschlußeinrichtung für die Eingangsschnittstelleneinrichtung und eine zweite Anschiußeinrichtung
für die Ausgangsschnittstelleneinrichtung vorgesehen. Vorzugsweise sind dann die erste Anschlußeinrichtung an einer ersten Gehäusewand und
die zweite Anschlußeinrichtung an einer zweiten, von der ersten verschiedenen Gehäusewand
vorgesehen, wobei die erste und die zweite Gehäusewand seitlich einander gegenüberliegend vorgesehen sind. Damit läßt sich auf den ersten Blick von
außen durch den Benutzer eine Unterscheidung Eingangssignale / Ausgangssignale
treffen, und die Anzahl und Art der Eingangs- bzw. Ausgangssignalleitungen prägt
sich beim Benutzer leicht visuell ein.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 17 sind an die Eingangsschnittstelleneinrichtung
und/oder die Ausgangsschnittstelleneinrichtung eine externe elektropneumatische, elektrohydrauiische oder elektromotorische Vorrichtung
anschließbar. Mithin ist die erfindungsgemäße Lehrmittelvorrichtung nicht auf irgendeine spezieile Art von Antrieben, oder allgemein Energiewandlern, beschränkt.
Vorzugsweise sind im übrigen in der Schaltschrankeinrichtung überhaupt keine Energiewandler, wie z.B. Motoren, vorhanden.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 18 sind an die Eingangsschnittstelleneinrichtung
und/oder die Ausgangsschnittstelleneinrichtung eine externe Sensoreinrichtung anschließbar ist. Derartige Sensoren umfassen insbesondere
Drehzahlmesser, Temperaturfühler, Feuchtigkeitsmesser und dergleichen.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 19 umfassen die
Bauelemente einen Steuerrechner. Logische Komponenten treten heutzutage bei der überwiegenden Mehrheit der elektrischen Schaltungen auf. Als Steuerrechner
können eine SPS (= Speicherprogrammierbare Steuerung) oder ein Industrie-Personal-Computer
(IPC) verwendet werden.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 20 weisen die elektrischen
Bauelemente elektromechanische Bauelemente auf. Darunter sind Schalter, Relais, Schütze, Taster, Reedschalter usw. zu verstehen, bei denen zur Funktion
der Stromleitung eine mechanische Funktion hinzukommt.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 21 weist die Verbindungseinrichtung
im voraus verbundene Bereiche auf. Dies vereinfacht die interne Verkabelung wesentlich.
• *
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung n*ach Anspruch 22 sincfin cfer
Schaltschrankeinrichtung im voraus installierte Komponenten und/oder Schaltungsgruppen
vorgesehen sind. Dies sind vorzugsweise Komponenten sowie Schaltungsgruppen, die im wesentlichen jede Schaltung benötigt, wie z.B. Spannungsversorgung,
Signalleuchten, Schalter, Relais usw.
Gemäß der weiteren bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 23 sind die im voraus
installierten Komponenten und/oder Schaltungsgruppen untereinander und/oder mit der Eingangsschnittstelleneinrichtung und/oder mit der Ausgangsschnittstelleneinrichtung
durch die im voraus verbundenen Bereiche verbunden sind. Damit ist praktisch der Aufbau weiter vereinfacht und beschränkt sich auf die Spezialverbindungen
der realisierten Schaltung, wohingegen die Routineverbindungen sozusagen mit einem Handgriff erstellbar sind.
im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen
mit Bezug auf die begleitende Zeichnung näher erläutert werden.
In den Figuren zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht von rechts vorne auf eine bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Lehrmittelvorrichtung; und
Fig. 2 eine schematische Draufsicht von links vorne auf die bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Lehrmittelvorrichtung.
~ In den Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche
Bestandteile.
Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht von rechts vorne auf eine bevorzugte
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lehrmitteivorrichtung.
in Fig. 1 bezeichnet Bezugszeichen 1 ein Gehäuse eines Schaltschranks, der im
gezeigten Beispiel eine quaderförmige Gestalt aufweist und im wesentlichen allseits
geschlossen ist. Die Vorderseite 2 des Schaltschrank *1 ist äfs Tür ausgebildet, die
durch einen Benutzer beipielsweise mit einem nicht gezeigten Schlüssel geöffnet und geschlossen werden kann.
Im Inneren des Schaltschrankes 1 befindet sich die vom Benutzer aufgebaute realisierte
Schaltung. Diese ist von außen zumindest teilweise durch ein in der Vorderseite 2 vorgesehenes Fenster 3 sichtbar. Die einzelnen Bauelemente und Schaltungsgruppen
sind im Innern vorzugsweise in mehreren Ebenen, z.B. in Form von Einschüben oder Steckkarten oder fest montiert, angeordnet und entsprechend der
jeweils realisierten Schaltung miteinander verbunden.
Weiterhin ist auf der Vorderseite 2 ein Bedienfeld 4, z.B. eine Tastatur oder eine
Reihe von Schalter, vorgesehen, welche funktionell in die realisierte Schaltung eingegliedert
ist und es somit dem Benutzer ermöglicht, die Schaltungsabläufe von außen zu beeinflussen.
Ein auf der Vorderseite 2 befindlicher Not-Aus-Schalter ist mit 5 bezeichnet und
dient zur Unterbrechung der Spannungsversorgung für die Ausgänge der SPS und
der Steuerspannung für die Lastschütze.
Die Bezugszeichen 6 und 7 bezeichnen zwei auf der rechten Wand des Schaltschranks
1 vorgesehene Steckerleisten, welche intern im Schaltschrank 1 derart mit der realisierten Schaltung verschaltet sind, daß sie Ausgänge für bestimmte Signale,
z.B. Steuersignale, darstellen. Diese Steuersignale werden dann über entsprechende
Verbindungen an externe elektropneumatisch, elektrohydraulisch oder elektromotorisch
angetriebene Systeme geführt, um diese anzusteuern.
Fig. 2 zeigt eine schematische Draufsicht von links vorne auf die bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Lehrmitteivorrichtung.
Die Bezugszeichen 8 und 9 bezeichnen zwei auf der linken Wand des Schaltschranks
1 vorgesehene Steckerleisten, welche intern im Schaltschrank 1 derart mit der realisierten Schaltung verschaltet sind, daß sie Eingänge für bestimmte Signale,
z.B. Sensorsignale, darstellen. Diese SensorsignäTe werden'uber'entsprecnende
Verbindungen von externen elektropneumatisch, elektrohydraulisch oder elektromotorisch
angetriebenen Systemem geliefert, um Informationen über deren Betriebszustand
zu übermitteln.
Obwohl die erfindungsgemäße Lehrmittelvorrichtung am Beipiel von Antrieben erläutert
wurde, versteht sich von selbst, daß sie sich für jegliche Arten von elektrischen
Steuerungen und sonstigen elektrischen Schaltungen eignet.
Der die erfindungsgemäße Lehrmittelvorrichtung benutzende Auszubildende erfährt
somit über sein Grundlagenwissen hinaus, wie verschiedene Schaltungselemente zusammenwirken. Insbesondere wird er für die Schnittsteüenproblematik sensibilisiert,
insbesondere für die steuerungstechnische Verarbeitung von digitalen und analogen Signalen.
Somit leistet die vorliegende Erfindung einen wertvollen Beitrag für die Elektrotechniker-
und Elektronikerausbildung.
Claims (23)
1. Lehrmittelvorrichtung zur Realisation elektrischer Schaltungen mit:
einer Schaltschrankeinrichtung zum variablen Aufnehmen einer Vielzahl elektrischer
und elektronischer Bauelemente und/oder einer Vielzahl aus derartigen Bauelementen
aufgebauten elektrischen Schaltungsgruppen;
einer Eingangsschnittstelleneinrichtung zum Erstellen einer Verbindung der jeweils
realisierten elektrischen Schaltung nach außerhalb der Schaltschrankeinrichtung,
über die Eingangssignale eingebbar sind;
einer Ausgangsschnittsteüeneinrichtung zum Erstellen einer Verbindung der jeweils
realisierten elektrischen Schaltung nach außerhalb der Schaltschrankeinrichtung,
über die Ausgangssignale ausgebbar sind;
einer Verbindungseinrichtung zum Verbinden der Bauelemente und/oder Schaltungsgruppen
untereinander und/oder mit der Eingangsschnittstelleneinrichtung und/oder mit der Ausgangsschnittstelleneinrichtung durch entsprechende Kurzschlußbrücken,
um die jeweils realisierte elektrische Schaltung zu erstellen;
die Schaltschrankeinrichtung ein im wesentlichen geschlossenes Gehäuse aufweist,
das in mindestens einer Gehäusewand eine Türeinrichtung zum Einbau, zum Verbinden
oder zum Ausbau der Bauelemente und/oder Schaltungsgruppen enthält; und
die Verbindungseinrichtung innerhalb des im wesentlichen geschlossenen Gehäuses
der Schaltschrankeinrichtung vorgesehen ist.
2. Lehrmittelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der
oder einer weiteren Türeinrichtung oder in einer Gehäusewand eine von außerhalb
der Schaltschrankeinrichtung betätigbare Betätigungseinrichtung* "vorgesehen ist, die
innerhalb der Schaltschrankeinrichtung über die Verbindungseinrichtung in die realisierte
elektrische Schaltung eingliederbar ist und durch die die Funktion der realisierten
elektrischen Schaltung beeinflußbar ist.
3. Lehrmittelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
in der oder einer weiteren Türeinrichtung oder in einer Gehäusewand eine von außerhalb der Schaltschrankeinrichtung erkennbare Anzeigeeinrichtung vorgesehen
ist, die innerhalb der Schaltschrankeinrichtung über die Verbindungseinrichtung in
die realisierte elektrische Schaltung eingliederbar ist und durch die die Funktion der
realisierten elektrischen Schaltung anzeigbar ist.
4. Lehrmittelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungseinrichtung und die Anzeigeeinrichtung in der selben Gehäusewand vorgesehen sind.
5. Lehrmittelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungseinrichtung und die Anzeigeeinrichtung in der Türeinrichtung vorgesehen
sind.
6. Lehrmittelvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungseinrichtung eine Not-Aus-Schaiteinrichtung aufweist.
7. Lehrmittelvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzeigeeinrichtung eine LCD-Displayeinrichtung oder eine Bildschirmanzeigeeinrichtung
aufweist.
8. Lehrmitteivorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung Kabeleinrichtungen aufweist.
9. Lehrmittelvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Schaltschrankeinrichtung Kabelkanäle vorgesehen sind, durch die die Kabeleinrichtungen
verlegbar sind.
10. Lehrmittelvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabelkanäle
in horizontaler und/oder in vertikaler Richtung verlaufen.
11. Lehrmittelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
• gekennzeichnet, daß in der oder einer weiteren Türeinrichtung oder in einer Gehäusewand
eine Fenstereinrichtung vorgesehen ist, welche zumindest einer Teil der realisierten Schaltung von außen sichtbar erscheinen läßt.
12. Lehrmitteivorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Eingangsschnittstelleneinrichtung und/oder die Ausgangsschnittstelleneinrichtung
durch mindestens eine in einer Gehäusewand vorgesehene Anschlußeinrichtung gebildet sind.
13. Lehrmittelvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Anschlußeinrichtung enthaltende Gehäusewand von der die Türeinrichtung enthaltenden
Gehäusewand verschieden ist.
14. Lehrmitte !vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine erste Anschlußeinrichtung für die Eingangsschnittstelleneinrichtung
und eine zweite Anschlußeinrichtung für die Ausgangsschnittstelleneinrichtung vorgesehen sind.
15. Lehrmittelvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Anschiußeinrichtung an einer ersten Gehäusewand und die zweite An-' Schlußeinrichtung an einer zweiten, von der ersten verschiedenen Gehäusewand
vorgesehen ist.
16. Lehrmittelvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
erste und die zweite Gehäusewand seitlich einander gegenüberliegend vorgesehen sind.
• ·
17. Lehrmittelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an die Eingangsschnittsteileneinrichtung und/oder die Ausgangsschnittstelleneinrichtung
eine externe eiektropneumatische, elektrohydrauiische
oder elektromotorische Vorrichtung anschließbar ist.
18. Lehrmittelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an die Eingangsschnittstelleneinrichtung und/oder die Ausgangsschnittstelleneinrichtung
eine externe Sensoreinrichtung anschließbar ist.
19. Lehrmittelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bauelemente einen Steuerrechner umfassen.
20. Lehrmittelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die elektrischen Bauelemente elektromechanische Bauelemente aufweisen.
21. Lehrmittelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung im voraus verbundene Bereiche aufweist.
22. Lehrmitteivorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Schaitschrankeinrichtung im voraus installierte Komponenten
und/oder Schaltungsgruppen vorgesehen sind.
23. Lehrmitteivorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die im
voraus installierten Komponenten und/oder Schaltungsgruppen untereinander und/oder mit der Eingangsschnittstelleneinrichtung und/oder mit der Ausgangsschnittstelleneinrichtung
durch die im voraus verbundenen Bereiche verbunden sind.
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| PL (1) | PL106187U1 (de) |
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Non-Patent Citations (2)
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|---|
| Ausrüstungen für Forschungs- und Ausbildungsstätten 3.13, Fa. Siemens AG, Best.-Nr. E 48/1157, 1970; $Bild 4$ |
| PALME,Klaus: Regel- und Antriebsmodell für Demonstrationszwecke in der Antriebstechnik. In: Siemens-Zeitschrift 45, 1971, H.4, S.214,215; $Bild 1 und Text$ |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN113990158A (zh) * | 2021-11-16 | 2022-01-28 | 中国民航大学 | 一种积木式数电实验装置 |
| CN113990158B (zh) * | 2021-11-16 | 2024-02-27 | 中国民航大学 | 一种积木式数电实验装置 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| PL106187U1 (en) | 1997-09-15 |
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