DE29618572U1 - Haushaltsgerät - Google Patents
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Description
TER MEER - MÜLLEft - STÖNMElSTCR & PARTNER
PATENTANWÄLTE - EUROPEAN PATENT ATTORNEYS
ROLP04/96 16.10.1996
JÖRG SCHWARZBICH
Wertherstr. 15 33615 Bielefeld
HAUSHALTSGERÄT
TER MEER - MÜLLER - S^li^EISTEf? Ä.PJ^RTNER . * * ROL P04/96
Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, beispielsweise eine Waschmaschine,
einen Geschirrspüler, einen Wäschetrockner, einen Elektroherd oder dergleichen.
Das Gehäuse solcher Haushaltsgeräte weist üblicherweise an der Vorderseite
in der Nähe des oberen Randes eine Aufnahme für eine ein- oder aufsteckbare Blende auf, an der verschiedene Bedienungs- und Anzeigeelemente für die
Bedienung des Gerätes angeordnet sind. Eine elektronische Steuereinrichtung zur Steuerung von verschiedenen Funktionsteilen des Gerätes wie Motoren,
Pumpen, Heizaggregaten und dergleichen ist auf einer oder mehreren Platinen angeordnet, die unmittelbar an der Rückseite der Blende befestigt
sind. Diese Steuereinrichtung ist elektrisch mit den Bedienungs- und Anzeigeelementen
verbunden und ist außerdem über Kabel elektrisch mit den zu steuernden Funktionsteilen verbunden. Ein von der Steuereinrichtung ausgehender
Kabelbaum ist durch eine in der Aufnahme für die Blende ausgesparte Öffnung des Gerätegehäuses hindurchgeführt und verzweigt sich dann zu den
verschiedenen Funktionsteilen.
Bei der Montage des Haushaltsgerätes werden zunächst die Funktionsteile
nacheinander im Gerätegehäuse installiert. In einem der letzten Montagesschritte
wird dann die Blende mit der elektronischen Steuereinrichtung eingesetzt. Dabei wird der Kabelbaum durch die Öffnung in der Aufnahme hindurchgeführt,
und die einzelnen Kabel werden an die jeweiligen Funktionsteile angeschlossen.
Dies hat den Nachteil, daj3 die Verkabelung relativ umständlich ist, weil sie
erst dann vorgenommen werden kann, wenn praktisch sämtliche Funktionsteile
im Gerätegehäuse installiert sind, so daß die einzelnen Funktionsteile
schwer zugänglich sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Haushaltsgerät zu schaffen, das sich durch
eine hohe Montage- und Wartungsfreundlichkeit auszeichnet.
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TER MEER - MÜLLER - STE1NMEISTEK&PARTNER, . ** ROLP04/96
Diese Aufgabe wird bei einem Haushaltsgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 dadurch gelöst, daJS an der Blende und der Aufnahme zueinander passende elektrische Steckverbinder angeordnet sind, die beim Ein- oder
Aufstecken der Blende miteinander in Eingriff treten und die Steuereinrichtung elektrisch mit den Funktionsteilen verbinden.
Bei der Montage des erfindungsgemäßen Haushaltsgerätes entfällt somit die
Notwendigkeit, den Kabelbaum erst beim Einsetzen der Blende durch die öffnung in der Aufnahme hindurchzuführen. Vielmehr wird der fest an einem
Ende des Kabelbaums sitzende Steckverbinder scho?in einem relativ frühen Stadium an der Aufnahme befestigt, so daß die einzelnen Funktionsteile bereits
unmittelbar bei ihrer Installation im Gerätegehäuse mit dem verbunden werden können. Beim Einsetzen der Blende treten die blenden- und aufnahmeseitigen
Steckverbinder dann selbsttätig miteinander in Eingriff, so daß die korrekten elektrischen Verbindungen zwischen den Funktionsteilen und
der Steuereinrichtung hergestellt werden.
Diese Lösung vereinfacht nicht nur den Installationsaufwand, sondern ermöglicht
im Fall von Gerätestörungen auch eine einfachere Fehlerdiagnose. Der Kundendienst kann sich nämlich an Ort und Stelle Zugang zu den elektrischen
Steckverbindern verschaffen, indem er einfach mit wenigen Handgriffen die Blende aus ihrer Aufnahme löst. Da die Blende gut zugänglich an der
Vorderseite des Gerätesgehäuses sitzt, braucht dazu das Gerätegehäuse nicht aus dem Geräteschrank ausgebaut zu werden. Nach dem Entfernen der Blende
können elektrische Prüfungen unmittelbar an den Kontakten des auf nah meseitigen
Steckverbinders vorgenommen werden. Es ist auch möglich, ein Diagnosegerät oder eine funktionsfähige Steuereinrichtung (beispielsweise an
einer Austauschblende) mit Hilfe des Steckverbinders unmittelbar an das Gerät anzuschließen, so daß die Funktionsteile des Gerätes überprüft werden
können. Wenn sich dabei zeigt, daJ3 sämtliche Funktionsteile störungsfrei arbeiten,
so läßt sich die Gerätestörung auf einen Fehler in der Steuereinrichtung oder in den Bedienungselementen zurückführen, und eine Reparatur
kann an Ort und Stelle vorgenommen werden, indem einfach die Blende mit der Steuereinrichtung gegen ein entsprechendes Ersatzteil ausgetauscht
wird. Umgekehrt ist es nach dem Lösen der Blende auch möglich, elektrische Überprüfungen an den Kontakten des blendenseitigen Steckverbinders
vorzunehmen und so die Funktion der Steuereinrichtung und/oder der Be-
TER MEER - MÜLLER - STÖNÄ/IEISTEF? GÄRTNER. .' * ROL P04/96
dienungs- und Anzeigelemente zu überprüfen. Zu diesem Zweck kann beispielsweise
ein Diagnosegerät angeschlossen werden, das die Funktionen der verschiedenen Funktionsteile des Haushaltsgerätes simuliert. Auf diese Weise
wird der Kundendienst in die Lage versetzt, an Ort und Stelle eine wesentlieh
gezieltere Fehlerdiagnose als bisher durchzuführen.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Der aufhahmeseitige Steckverbinder kann einfach von der Innenseite des Gerätegehäuses
aus in eine entsprechende Halterung in der Aufnahme eingeclipst werden und ist zu diesem Zweck vorzugsweise mit Rastklauen versehen,
die beim Aufstecken der Blende ein Zurückweichen des Steckverbinders verhindern.
Bei Waschmaschinen und ähnlichen Geräten ist häufig mindestens ein
Druckwächter zur Überwachung eines statischen Flüssigkeitsdruckes oder dergleichen vorgesehen. Bisher muß auch dieser Druckwächter elektrisch
mit der Steuereinrichtung verbunden werden. Sofern der Druckwächter nicht unmittelbar an dem überwachten Druckgefäß sitzt, muß er außerdem
über eine Druckleitung mit diesem Druckgefäß verbunden werden. Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist der Druckwächter unmittelbar
in die elektronische Steuereinrichtung integriert und beispielsweise
direkt auf der Platine der Steuereinrichtung montiert, so daJ3 der Verdrahtungsaufwand
wesentlich vereinfacht wird. Die von dem überwachten Gefäß kommende Druckleitung mündet in einem an der Aufnahme befestigten Kupplungsteil,
das beim Einsetzen der Blende selbsttätig mit einem entsprechenden Gegenkupplungsteil des Druckwächters in Eingriff tritt. Bei dem
Druckwächter kann es sich um einen pneumatischen Druckwächter handeln, der einen dem zu überwachenden Druck entsprechenden pneumatischen
Druck in der Druckleitung erfaßt. Falls jedoch der Druckwächter unmittelbar einen Flüssigkeitsdruck erfaßt und demgemäß die Druckleitung mit Flüssigkeit
gefüllt sein muß, kann die Steckkupplung auf der Seite der Aufnahme und/oder auf der Seite des Druckwächters in bekannter Weise mit einem
Ventil versehen sein, das beim Lösen der Steckkupplung selbsttätig schließt, damit keine Flüssigkeit ausläuft.
TER MEER - MÜLLER - SJ^IMMEISTEfl &.P^RT^|ET3 . * * ROL P04/96
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
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Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Haushaltsgerätes; und
Fig. 2 einen vergrößerten schematischen Schnitt durch eine
Blende und eine zugehörigen Aufnahme am Gehäuse des Haushaltsgerätes.
In Figur 1 ist als Beispiel für ein Haushaltsgerät schematisch eine Waschmaschine
mit einem Gerätegehäuse 10 dargestellt. In dem Gerätegehäuse sind in bekannter Weise eine Waschtrommel 12 sowie verschiedene Funktionstei-Ie
der Waschmaschine untergebracht. Die Funktionsteile umfassen einen Hauptantriebsmotor 14, ein Heizaggregat 16, eine Pumpe 18 sowie weitere
nicht gezeigte Baugruppen.
An der Vorderseite des Gerätegehäuses 10 ist in der Nähe des oberen Randes
eine lösbare Blende 20 vorgesehen, die verschiedene Bedienungselemente
22 und Anzeigeelemente 24 trägt. Die Blende 20 wird von der Vorderseite des Gerätegehäuses aus in waagerechter Richtung in eine hierfür vorgesehene
Aufnahme 26 des Gerätegehäuses eingesteckt und ist beispielsweise durch Verrastung oder durch Schrauben in der Aufnahme 26 gehalten. An
der dem Inneren des Gerätegehäuses zugewandten Rückseite der Blende 20 ist eine in Figur 1 nicht näher gezeigte elektronische Steuereinrichtung angebracht,
die über Kabel 28 mit den verschiedenen Funktionsteilen 14-18 verbunden ist. Die Kabel 28 sind auf der Seite der Steuereinrichtung zu einem
Kabelbaum 30 zusammengefaßt.
Der Druck im Flüssigkeitssystem der Waschmaschine, in Figur 1 symbolisiert
durch einen Druckbehälter 32, wird mit Hilfe einer Druckleitung 34 abgefühlt, die zu einem in die Steuereinrichtung integrierten Druckwächter führt
(in Figur 1 nicht gezeigt).
Die verschiedenen Funktionsteile der Waschmaschine können in bekannter
Weise ausgebildet und angeordnet sein, und ihr Zusammenwirken wird in üb-
TER MEER - MÜLLER - SJ^IJS(MEISTEn &.P?\PTf^ .*· ROLP04/96
licher Weise durch die Steuereinrichtung gesteuert. Der Aufbau und die Funktionsweise
dieser Systeme sind dem Fachmann bekannt und werden hier nicht näher beschrieben.
In Figur 2 sind die Blende 20 und die zugehörige Aufnahme 26 im Gerätegehäuse
10 in einem vergrößerten Schnitt dargestellt. Die Blende 20 ist ein flaches, im wesentlichen kastenförmiges Kunststoff-Spritzteil, das zur Rückseite
hin offen ist und in dessen Vorderseite die Bedienungselemente 22 und Anzeigeelemente 24 angeordnet sind. Bei der Montage wird die Blende 20 in
Richtung des Pfeils A paßgenau in die Aufnahme 26 des Gerätegehäuses eingesetzt.
Vom Rand der Blende 20 vorspringende Zentrierstifte oder Raststifte 36 greifen dabei in entsprechende Buchsen 38 in der Aufnahme 26 ein.
Die bereits erwähnte Steuereinrichtung 40 ist in der kastenförmigen Blende
20 untergebracht und wird im gezeigten Beispiel durch eine Platine 42 gebildet, die mit elektronischen Bauelementen 44 bestückt ist. Die Bedienungsund
Anzeigeelemente können ebenfalls unmittelbar auf der Platine 42 angeordnet sein.
Weiterhin ist auf der Rückseite der Platine 42 ein vielpoliger elektrischer
Steckverbinder 46 angeordnet, dessen Kontakte 48 in Richtung des Pfeils A vorspringen. In einer der Position des Steckverbinders 46 entsprechenden
Position ist in der Aufnahme 26 ein komplementärer Steckverbinder 50 angeordnet,
der am Ende des Kabelbaums 30 sitzt und dessen Kontakte 52 elektrisch mit den Kabeln 28 verbunden sind. Das Gehäuse des Steckverbinders
50 ist von der Innenseite des Gerätegehäuses 10 aus in eine Öffnung der Aufnahme 26 eingesetzt und mit Hilfe von rampenförmigen Rastklauen
54 formschlüssig an der Bodenwand der Aufnahme 26 festgelegt.
Auf der Rückseite der Platine 42 ist weiterhin ein Druckwächter 56 angeordnet,
an dem an der Rückseite ein Kupplungselement 58 einer Fluid-Steckkupplung
ausgebildet ist. Die Druckleitung 34 mündet in einer zu dem Kupplungselement 58 komplementären Kupplungselement 60, das formschlüssig
in der Bodenwand der Aufnahme 26 gehalten ist.
Wenn die Blende 20 in Richtung des Pfeils A in die Aufnahme 26 eingesetzt
wird, so treten die Steckverbinder 46 und 50 miteinander in Eingriff, so daJ3
TER MEER - MÜLLER - SreU^/IEISTER &.P?VRTNFR . *· ROL P04/96
« » » » « * « * »*»
die elektrische Verbindung zwischen der Steuereinrichtung 40 und den
Funktionsteilen der Waschmaschine hergestellt wird. Gleichzeitig greift das Kupplungselement 60 in das entsprechende Kupplungselement 58 des
Druckwächters 56 ein, so daß der Druckwächter 56 de pneumatischen oder 5 hydraulischen Druck in der Druckleitung 34 erfassen kann.
Claims (5)
1. Haushaltsgerät mit einer mit Bedienungs- und/oder Anzeigeelementen
(22, 24) versehenen Blende (20), die in eine Aufnahme (26) des Gerätegehäuses
(10) einsteckbar oder auf diese aufsteckbar ist, und mit einer an der Rückseite der Blende angebrachten elektronischen Steuereinrichtung (40),
die elektrisch mit den Bedienungs- und Anzeigeelementen sowie über Kabel (28) mit Funktionsteilen (14, 16, 18) des Gerätes verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Blende (20) und der Aufnahme (26) zueinander
passende elektrische Steckverbinder (46, 50) angeordnet sind, die beim Ein- oder Aufstecken der Blende miteinander in Eingriff treten und die Steuereinrichtung
(40) elektrisch mit den Funktionsteilen (14, 16, 18) verbinden.
2. Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an
der Aufnahme (26) angebrachte Steckverbinder (50) von der Innenseite des Gerätegehäuses (10) aus in eine Öffnung der Aufnahme (26) einsteckbar und
mit Rastklauen (54) formschlüssig an der Aufnahme verrastbar ist.
3. Haushaltsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuereinrichtung (40) eine mit elektronischen Bauelementen (44) bestückte Platine (42) aufweist und daß der blendenseitige Steckverbinder (46)
unmittelbar auf der Platine (42) angeordnet ist.
4. Haushaltsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit einem
Druckwächter (56) zur Überwachung eines Flüssigkeits- oder Gasdruckes in einem Druckbehälter (32) oder einer Leitung des Haushaltsgerätes, dadurch
gekennzeichnet, daß der Druckwächter (56) in die Steuereinrichtung (40) integriert und über eine Druckleitung (34) sowie über eine Fluidkupplung mit
beim Einsetzen der Blende in die Aufnahme ineinandergreifenden Kupplungselementen
(58, 60) mit dem Druckbehälter (32) oder der Leitung verbunden ist.
5. Haushaltsgerät nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
da.ß der Druckwächter (56) unmittelbar auf der Platine (42) angeordnet ist.
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