DE29615229U1 - Abschlußprofilsystem für Balkone o.dgl. - Google Patents
Abschlußprofilsystem für Balkone o.dgl.Info
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Description
ZENZ · HELBER · HOSBACH & PARTNER
Patentanwälte · 64673 Zwingenberg, Scheuergasse 24, Tel: 06251-73008 Fax: 06251-73156
Walter Gutjähr, Darmstädter Straße 3a, 64404 Bickenbach
Abschlußprofilsystem für Balkone oder dergleichen
Die Erfindung betrifft ein Abschlußprofilsystem für Balkone
oder dergleichen mit einem Halterungsprofil und einem daran mittels geeigneter Halterungsmittel halterbaren langgestreckten
Verblendprofil, wobei das Halterungsprofil einen Verankerungsschenkel zur Verankerung des Halterungsprofils
im balkonäußeren Randbereich einer Tragplatte oder eines darauf aufgebrachten Belages des Balkons und einen im
bestimmungsgemäßen Montagezustand über den seitlichen Rand des Balkones nach außen vortretenden Halterungsabschnitt
zur Halterung des Verblendprofiles aufweist.
Solche zweiteiligen Abschlußprofilsysteme sind bekannt,
z.B. aus dem deutschen Gebrauchsmuster 2 95 14 797. Sie dienen insbesondere dazu, das Eindringen von Feuchtigkeit, wie
z.B. Schlagregen oder über die Vorderkante eines Balkons abfließendes Wasser, in die Tragplatte eines Balkons bzw.
in einen auf die Tragplatte aufgebrachten Belag, z.B. Estrich, zu verhindern und können gleichzeitig einen optisch
ansprechenden Abschluß der Balkonstirnwand bilden.
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Das aus dem genannten Gebrauchsmuster bekannte Abschlußprofilsystem
hat sich in der Praxis überaus bewährt. Bei bestimmten Arten der Verankerung des Verankerungsschenkels
auf der jeweiligen Balkon-Tragplatte, z.B. bei der Verankerung durch Aufbringen von Estrich, kann es jedoch unter ungünstigen
Umständen, z.B. bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Profilsystem zu Verspannungsproblemen kommen, da
sich die in der Regel metallischen Profilteile stärker ausdehnen als die meist mineralischen Balkonbaumaterialien.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Abschlußprofilsystem für Balkone o. dgl. anzugeben, bei
dem Probleme aufgrund unterschiedlicher Wärmedehnungskoeffizienten von Balkon und Abschlußprofilsystem weitestgehend
vermieden sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Abschlußprofilsystem
gelöst, bei dem die Halterungsmittel derart ausgebildet sind, daß sie eine Relativbewegung von Halterungsprofil
und Verblendprofil in Richtung der Längserstreckung des Verblendprofils ermöglichen. Diese partielle Entkopplung
von Halterungsprofil und Verblendprofil gewährleistet,
daß sich das äußeren Witterungseinflüssen direkt ausgesetzte Verblendprofil bei Wärmeeinwirkung ausdehnen und bei Abkühlung
entsprechend zusammenziehen kann, ohne dabei von dem Halterungsprofil behindert zu werden und insbesondere
ohne dabei Kräfte auf das Halterungsprofil und damit auf den Balkon o.dgl. zu übertragen, die ausreichten, die Balkon-Tragplatte,
den Balkonbelag o.dgl. zu beschädigen, was 0 sich z.B. durch Rißbildung zeigte. Da bei den hier in Frage
stehenden Wärmeausdehnungskoeffizienten und typischen Abmessungen der Verblendprofile sich die unterschiedliche
Wärmeausdehnung von Balkonmaterial und Verblendprofil hauptsächlich in Richtung der Längserstreckung des Ver-5
blendprofils bemerkbar macht, reicht es zur Vermeidung von Beschädigungen des Balkons o.dgl. in aller Regel aus, wenn
die Halterungsmittel eine Relativbewegung von Halterungs-
profil und Verblendprofil in Richtung der Längserstreckung
des Verblendprofils ermöglichen; bei außergewöhnlicher Dimensionierung
des Verblendprofils können jedoch die Halterungsmittel auch so ausgebildet werden, daß sie Relativbewegungen
von Verblendprofil und Halterungsprofil in weitere oder andere Richtungen ermöglichen.
Das Halterungsprofil kann derart ausgebildet sein, daß der
Halterungsabschnitt am im bestimmungsgemäßen Montagezustand balkonäußeren Randbereich des VerankerungsschenkeIs von
diesem abgewinkelt ist. Dabei kann die im bestimmungsgemäßen Montagezustand senkrecht zur Längserstreckung des zu
halternden Verblendprofiles bemessene Höhe des Halterungsabschnitts
so bemessen sein, daß ein und dasselbe Halterungsprofil sowohl zur sogenannten Dickbett- als auch zur
sogenannten DünnbettVerlegung geeignet ist. Bei der Dickbettverlegung
wird der Verankerungsschenkel des Halterungsprofils auf eine Tragplatte oder eine Drainageschicht
&ogr;.dgl. aufgesetzt, worauf dann eine in der Regel einige
0 Zentimeter starke Estrichschicht aufgebracht wird, auf der dann nach dem Aushärten weitere Beläge oder Schichten vorgesehen
werden. Bei der Dünnbettverlegung, die in der Regel z.B. bei Renovierungsarbeiten in Frage kommt, wird der Verankerungsschenkel
nicht in oder unter einer relativ dicken Estrichschicht verankert, sondern auf eine solche bereits
bestehende Schicht aufgesetzt und auf dieser in geeigneter Weise befestigt. Auf den Verankerungsschenkel werden dann
nur noch im Vergleich zur unterhalb des Verankerungsschenkeis
befindlichen Stärke des Balkons o.dgl. relativ dünne 0 Schichten oder Beläge, z.B. eine Klebemörtelschicht mit
darauf aufgebrachten Fliesen,, vorgesehen. Bei der Dünnbettverlegung
weist der am Verankerungsschenkel abgewinkelte Halterungsabschnitt im bestimmungsgemäßen Montagezustand
vorzugsweise nach unten, während er bei der Dickbettverle-5 gung vorzugsweise nach oben weist und so gleichzeitig den
Estrich abdeckt und vor äußeren Witterungseinflüssen schützt. Alternativ kann ein zur Verlegung im Dickbett vor-
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gesehenes Profil einen weiteren, ebenfalls am balkonäußeren Rand des Verankerungsschenkels abgewinkelten Profilstreifen
aufweisen, der jedoch in entgegengesetzte Richtung wie der Halterungsabschnitt weist und den Estrich abdecken soll, so
daß dann der Halterungsabschnitt zur Balkon-Tragplatte o.dgl. weist.
Eine besonders vorteilhafte Art der Befestigung des Verblendprofiles
am Halterungsprofil ergibt sich dadurch, daß die Halterungsmittel wenigstens eine an dem Halterungsabschnitt
vorgesehene nutartige Vertiefung mit verengter Mündung und einen an dem Verblendprofil vorgesehenen, in
die nutartige Vertiefung einschieb- oder einhängbaren Eingriff sabschnitt mit zu dem Querschnitt der nutartigen Vertiefung
zumindest partiell komplementärem Querschnitt aufweisen. Dabei ist es auch möglich, diese Befestigungsart
gerade umzukehren, also die nutartige Vertiefung an dem Verblendprofil und den Eingriffsabschnitt an dem Halterungsabschnitt
vorzusehen. Durch eine derartige Ausgestal-0 tung der Halterungsmittel wird eine leichte Montage des
Verblendprofiles ohne weitere Werkzeuge oder sonstige Befestigungsmittel,
wie z.B. Schrauben oder Nieten, möglich.
Die genannte nutartige Vertiefung kann im Bereich ihrer verengten Mündung von zwei in parallelem Abstand zu einer
Flachseite des Halterungsprofils bzw. des Verblendprofils
am Halterungsprofil bzw. am Verblendprofil angeformten rippenartigen
Streifenabschnitten gebildet werden. Dies hat den Vorteil, daß die Vertiefung einfach und kostengünstig 0
im Falle eines metallischen Abschlußprofils z.B. im Strangpreßverfahren
- hergestellt werden kann, so daß also eine solche Vertiefung nicht nachträglich in das Profil z.B.
durch Fräsen eingebracht werden muß. Darüber hinaus wird mit diesen rippenartigen Streifenabschnitten ein Versteifungseffekt
erzielt, welcher die jeweiligen Profile sowohl beim Einbau als auch beim Transport versteift und unanfälliger
gegen Verwindungen macht. Die Profile werden daher
beim Transport so gut wie nie durch Verbiegen unbrauchbar gemacht. Auch gestaltet sich der Einbau vor Ort mit einem
steifen Profil sehr viel einfacher als mit einem flexiblen.
Der in die jeweilige nutartige Vertiefung einzuführende Eingriffsabschnitt weist vorteilhaft einen die Mündung
durchsetzenden Streifenabschnitt und einen am vertiefungsseitigen Ende des Streifenabschnitts angesetzten, etwa parallel
zu der der Mündung gegenüberliegenden Innenfläche der Vertiefung verlaufenden Streifenabschnitt auf. Bei einem so
ausgebildeten Eingriffsabschnitt kann die Höhe des parallel
zu der der Mündung gegenüberliegenden Innenfläche der Vertiefung verlaufenden Streifenabschnitts so bemessen sein,
daß sie maximal der Höhe der Mündung entspricht. Dies ermöglicht es, den Eingriffsabschnitt und das mit ihm verbundene
Profil an beliebiger Stelle in die nutartige Vertiefung einzuhängen, wobei das Einhängen dadurch erleichtert
werden kann, daß die im bestimmungsgemäßen Einbauzustand nach unten weisende Flanke des parallel zu der der
0 Mündung gegenüberliegenden Innenfläche der Vertiefung verlaufenden Streifenabschnitts wenigstens über einen Teil ihrer
Höhe zu dem die Mündung durchsetzenden Streifenabschnitt hin abgeschrägt ist.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist
der Eingriffsabschnitt einen zu der nutartigen Vertiefung
nur partiell komplementären Querschnitt auf, so daß ein kurzer Arretierstift in den nach dem Einführen des Eingriff
sabschnitts in die nutartige Vertiefung in der nutartigen Vertiefung verbleibenden Freiraum eingeführt werden
kann. Ein solcher Arretierstift verhindert das versehentliche Aushängen des eingehängten Profiles, wobei insgesamt
Material und damit Gewicht gespart, gleichzeitig aber dennoch eine sichere Halterung des Eingriffsabschnitts in der
nutartigen Vertiefung gewährleistet wird, ohne die Relativbeweglichkeit von Halterungsprofil und Verblendprofil zu
beeinträchtigen.
Alternativ oder zusätzlich zu der genannten nutartigen Vertiefung mit verengter Mündung und dem dazu zumindest partiell
komplementären Eingriffsabschnitt können die Halterungsmittel
wenigstens ein wahlweise in dem Halterungsabschnitt oder dem Verblendprofil vorgesehenes Langloch und
eine/n an dem Verblendprofil bzw. dem Befestigungsschenkel vorgesehene/n im bestimmungsgemäßen Montagezustand in das
Langloch eingreifende/n Schraube oder Bolzen aufweisen. Die Richtung der größten Ausdehnung des Lochs entspricht dabei
der bevorzugten Ausdehnungsrichtung des Verblendprofiles, also in der Regel der Richtung der Längserstreckung des
Verblendprofils.
Zusätzlich oder anstatt der genannten Halterungsmittel können die Halterungsmittel auch wahlweise an dem Halterungsabschnitt
oder dem Verblendprofil vorgesehener Rastvorsprünge und an dem Verblendprofil bzw. dem Halterungsabschnitt
vorgesehene Rastaufnahmen mit zu den Rastvor-Sprüngen zumindest partiell komplementären Querschnitten
aufweisen. Auch diese Ausbildung ermöglicht es, das Verblendprofil an beliebiger Stelle auf den Halterungsabschnitt
aufzusetzen und - hierbei durch Verrasten - mit dem Halterungsprofil zu verbinden.
Jede dieser drei genannten Befestigungsarten erlaubt vorteilhaft eine leichte Auswechselung der Verblendprofile, so
daß z.B. bei Renovierungsarbeiten die Verblendprofile abgenommen und gereinigt oder durch farblich an den jeweiligen
0 Fassadenanstrich angepaßte Verblendprofile ersetzt werden
können. Stellt sich im Laufe der Zeit heraus, daß die Ableitung von auf einem Balkon anfallenden Schmutzwasser wider
Erwarten doch problematisch ist, so können einfache Verblendprofile gegen solche Verblendprofile ausgewechselt
5 werden, an denen ein Kanal zur Ableitung von Flüssigkeit vorgesehen oder anbringbar ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind
Begrenzungsmittel zur Begrenzung der Relativbewegung von Halterungsprofil und Verblendprofil vorgesehen. Solche Begrenzungsmittel
verhindern, daß es bei der wiederholten thermischen Ausdehnung und dem anschließenden Zusammenziehen
des Verblendprofiles zu einer übermäßigen Wanderbewegung des Verblendprofiles in eine Ausdehnungsrichtung kommen
kann, und werden vorzugsweise dann eingesetzt, wenn die Halterungsmittel derart ausgebildet sind, daß das Verblendprofil
im bestimmungsgemäßen Montagezustand nach links oder nach rechts aus seiner entsprechenden Halterung am
Halterungsprofil ausgeschoben werden kann. In diesen Fällen kann es nämlich dazu kommen, daß z.B. aufgrund von Verschmutzungen
die Gleitreibung bei einer solchen Relativbewegung von Verblendprofil und Halterungsprofil in eine
Richtung größer ist als in die dazu entgegengesetzte, was dazu führt, daß das Verblendprofil beim wiederholten thermischen
Ausdehnen und Zusammenziehen allmählich in eine Richtung wandert. Die Begrenzungsmittel zur Begrenzung der
0 Relativbewegung von Verblendprofil und Halterungsprofil
können in Form von Anschlägen für das Verblendprofil ausgebildet sein, es ist aber auch möglich, das Verblendprofil
an einer Stelle fest mit dem Halterungsprofil zu verbinden, wobei diese Befestigung dann vorzugsweise in der Mitte des
Verblendprofils erfolgt.
Bei einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung
sind an jedem Halterungsabschnitt jeweils mehrere, gegeneinander zumindest in eine zur Längserstreckung des zu
0 halternden Verblendprofils rechtwinklige Richtung versetzte Halterungsmittel vorgesehen. Dies gewährleistet, daß das
Verblendprofil im bestimmungsgemäßen Montagezustand an der
Außenseite eines Balkons o.dgl. auch bei stark böigen Winden sicher im Halterungsprofil gehalten wird und nahezu
keine Bewegungen rechtwinklig zur Front des jeweiligen Hauses, an dem der Balkon vorgesehen ist, ausführt.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist das Halterungsprofil in Richtung der Längserstreckung des Verblendprofiles wesentlich kürzer als das
Verblendprofil bemessen, und es sind jeweils mehrere Halterungsprofile
zur Halterung eines Verblendprofiles vorgesehen. Dies bedingt zwei wesentliche Vorteile: zum einen kann
auf diese Weise eine erhebliche Menge an Halterungsprofilmaterial
in erheblicher Menge gespart werden, und zum anderen werden die oben beschriebenen problematischen Wärmeausdehnungseffekte
zwischen Halterungsprofil und Balkon-Tragplatte etc. noch weiter minimiert.
In zweckmäßiger Weiterbildung ist die im bestimmungsgemäßen Montagezustand balkonäußere Oberkante des vortretenden HaI-terungsabschnitts
nach unten abgeschrägt, so daß auf diese Oberkante auftreffendes Wasser stets vom Balkon weggeleitet
wird.
Insbesondere dann, wenn das Abschlußprofilsystem bei sehr
großen Baikonen verwendet werden soll, ist es vorteilhaft, an dem Verblendprofil Ausrichtmittel, insbesondere eine
sich in Profil-Längsrichtung erstreckende nutartige Vertiefung mit verengter Mündung, zum fluchtenden Ausrichten
zweier Verblendprofile vorzusehen. Dies ermöglicht es, zwei Verblendprofile auf Stoß miteinander zu legen und diese
dann mittels der Ausrichtmittel in einfacher Weise miteinander auszurichten. Sind an den beiden miteinander auszurichtenden
Verblendprofilen jeweils entsprechende nutartige Vertiefungen vorgesehen, so kann das Ausrichten mittels eines
jeweils teilweise in die nutartige Vertiefung des einen und teilweise in die nutartige Vertiefung des anderen Verblendprofiles
einzuführenden Verbindungsriegels erfolgen.
Zur Gewährleistung einer besonders guten Verankerung des Verankerungsschenkels im Estrich, auf einer Klebemörtelschicht
oder sonstigen fließfähigen Schicht des Balkons o.dgl. kann der Verankerungsschenkel im wesentlichen eben-
flächig ausgebildet sein und an wenigstens einer seiner Flachseiten zumindest abschnittsweise eine Oberflächen vergrößernde
Profilierung, z.B. in Form von schwalbenschwanzartigen Rillierungen, aufweisen.
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In dem Verankerungsschenkel können eine Anzahl von Durchbrechungen
vorgesehen werden, was zum einen Material spart und zum anderen in den Fällen, in denen der Verankerungsschenkel
in einer fließfähigen Schicht auf dem Balkon o.dgl. verankert werden soll, eine besonders stabile Verankerung
gewährleistet, da das fließfähige Material durch die Durchbrechungen im Verankerungsschenkel hindurchtreten und
nach dem Aushärten somit eine formschlüssige Verbindung mit dem Verankerungsschenkel herstellen kann. Alternativ oder
zusätzlich ist es auch möglich, in dem Verankerungsschenkel wenigstens eine Bohrung zur Aufnahme entsprechender Befestigungsschrauben
vorzusehen. Werden mehrere kurze Halterungsprofile verwendet, so ist es in der Regel ausreichend,
in jedem Verankerungsschenkel nur eine Bohrung vorzusehen.
Wird ein langgestrecktes Halterungsprofil verwendet, so
kann zweckmäßigerweise eine größere Anzahl von Bohrungen in dem Verankerungsschenkel vorgesehen werden.
Das Verblendprofil wird in der Regel als einfache Frontblende ausgebildet. Sind jedoch Regenrinnen nicht vorgesehen
und ist der Anfall von Flüssigkeit auf dem Balkon in wie auch immer gearteter Weise problematisch, so kann das
Verblendprofil auch einen Kanal zur Ableitung von Flüssigkeit aufweisen.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den rein beispielhaft einige der möglichen Ausführungsformen
der Erfindung zeigenden Zeichnungen und deren nachfolgender Beschreibung. Es zeigen:
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Fig. 1 ein Abschlußprofilsystem aus Halterungsprofil
und Verblendprofil im be-
stimmungsgemäßen Montagezustand für Dickbettverlegung in einer rechtwinklig
zur Längserstreckung der Profile verlaufenden senkrechten Schnittansicht,
Fig. 2 eine der Schnittführung der Fig. 1 entsprechende Schnittansicht der Teile
des Abschlußprofilsystems gemäß Fig. 1
in der für eine Verlegung im Dünnbett bestimmten Montagelage,
Fig. 3 das Halterungsprofil gemäß Fig. 2,
Fig. 4 ein Detail des Halterungsprofils gemäß Fig. 3 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 5 das Verblendprofil gemäß Fig. 2,
Fig. 6 ein Detail des Verblendprofils gemäß
Fig. 5 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 7 ein Abschlußprofilsystem, bei welchem
die Halterungsmittel von Rastvorsprüngen und entsprechenden Aufnahmen gebildet werden in einer in der Schnitt
führung der Fig. 1 entsprechenden Schnittansicht,
Fig. 8 ein Detail eines Halterungsprofils gemäß Fig. 7 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 9 eine perspektivische Darstellung eines
kurzen Halterungsprofiles,
Fig. 10 eine Seitenansicht eines Halterungsprofils mit oberflächenvergrößernden
Ausnehmungen an der Unterseite des Verankerungsschenkels und einem nach
oben weisenden Schenkel zur zumindest partiellen Abdeckung eines Estrichs &ogr;.dgl.,
Fig. 11 ein Abschlußprofilsystem in Seitenansicht, bei dem die eine Relativbewegung
von Verblendprofil und Halterungsprofil ermöglichenden Halterungsmittel
von Schrauben und entsprechen
den Langlöchern gebildet werden,
Fig. 12 ein Halterungsprofil gemäß Fig. 11, gesehen in Richtung des Pfeiles 12,
Fig. 13 ein Halterungsprofil zur Begrenzung der Relativbewegung von Verblendprofil
und Halterungsprofil,
Fig. 14 das Halterungsprofil gemäß Fig. 11,
gesehen in Richtung des Pfeiles 14,
und
Fig. 15 das Abschlußprofilsystem gemäß Fig.
in montiertem Zustand, gesehen in Richtung des Pfeiles 15.
In den Fig. 1 und 2 ist ein in seiner Gesamtheit mit 20 bezeichnetes
Abschlußprofilsystem im bestimmungsgemäßen Montagezustand
gezeigt, das sich aus einem Halterungsprofil und einem daran befestigten Verblendprofil 24 zusammensetzt.
Die Fig. 3 bis 6 zeigen die Einzelteile dieses Abschlußprofilsystems.
Das Halterungsprofil 22 besteht aus einem im wesentlichen ebenflächigen Verankerungsschenkel
0 2 6, in dem eine Anzahl von Durchbrechungen 28 vorgesehen ist, und einem im bestimmungsgemäßen Montagezustand über
den seitlichen Rand eines Balkons o.dgl. nach außen vortretenden
Halterungsabschnitt 3 0 zur Halterung des Verblendprofils 24. An Halterungsabschnitt 30 und Verblendprofil
sind Halterungsmittel 32 und 34 vorgesehen, die eine ReIativbewegung
von Halterungsprofil 22 und Verblendprofil 24 in Richtung der Längserstreckung des Verblendprofiles 24
ermöglichen. Wie insbesondere den Figuren 3 bis 6 gut zu entnehmen ist, sind bei diesem Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Abschlußprofilsystems die Halterungsmittel
von zwei an dem Halterungsabschnitt 3 0 des Halterungsprofiles 22 vorgesehenen Eingriffsabschnitten 32 und an dem
Verblendprofil 24 vorgesehenen nutartigen Vertiefungen 34 mit verengter Mündung gebildet. Die Eingriffsabschnitte 32
besitzen dabei jeweils einen zu der entsprechenden nutartigen Vertiefung 34 partiell komplementären Querschnitt.
In der Fig. 5 und insbesondere in der Fig. 6, die den durch die strichpunktierte Linie in Fig. 5 markierten Detailausschnitt
in vergrößertem Maßstab zeigt, ist zu erkennen, daß jede nutartige Vertiefung 34 im Bereich ihrer verengten
Mündung von zwei in parallelem Abstand zu einer Flachseite des Verblendprofiles 24 angeformten rippenartigen Streifenabschnitten
3 6 gebildet wird. Dabei sind bei diesem Ausführungsbeispiel am Verblendprofil zwei nutartige Vertiefungen
und entsprechend am Halterungsabschnitt 3 0 zwei Eingriffsabschnitte 32 vorgesehen. In der im bestimmungsgemäßen Montagezustand
des Verblendprofiles 24 oberen nutartigen Vertiefung 34 ist zur Gewährleistung einer guten Abstützung
des in diese Vertiefung 34 einzuführenden Eingriffsabschnitts
32 eine hier als Nase 38 ausgebildete Abstützkante vorgesehen. Diese Abstützkante ermöglicht es vorteilhaft,
die nutartige Vertiefung 34 im Querschnitt zu vergrößern und damit Material und Gewicht zu sparen, gleichzeitig
aber dennoch eine sichere Halterung des Verblendprofiles am Halterungsprofil sicherzustellen.
Wie der Fig. 3 und insbesondere der Fig. 4, die den in der Fig. 3 durch die strichpunktierte Linie markierten Detailausschnitt
in vergrößertem Maßstab zeigt, zu entnehmen ist, weist jeder Eingriffsabschnitt 32 einen im bestimmungsgemäßen
Montagezustand von Halterungsprofil 22 und Verblendprofil 24 die Mündung der nutartigen Vertiefung durchsetzenden
Streifenabschnitt 40 und einen am vertiefungsseitigen Ende dieses Streifenabschnitts 40 angesetzten,
etwa parallel zu der der Mündung gegenüberliegenden Innenfläche der Vertiefung 34 verlaufenden Streifenabschnitt 42
auf. Dabei ist die Höhe des parallel zu der der Mündung gegenüberliegenden Innenfläche der Vertiefung 34 verlaufenden
Streifenabschnitts 40 kleiner bemessen als die Höhe der Mündung, so daß das Verblendprofil 24 auf den Halterungsabschnitt
an beliebiger Stelle aufgesetzt und dabei die Eingriffsabschnitte durch die verengten Mündungen in die
nutartigen Vertiefungen 34 eingeführt werden können. Wird das hier gezeigte Halterungsprofil 22 zur Verlegung im
Dünnbett verwendet - wie in Fig. 2 gezeigt - so ist die im bestimmungsgemäßen Montagezustand balkonäußere Oberkante 44
des Halterungsabschnitts 3 0 nach unten abgeschrägt.
Wie den Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist, können Halterungsund Verblendprofil sowohl derart zusammengesetzt werden,
daß der vom Verankerungsschenkel 26 abgewinkelte Halterungsabschnitt
3 0 nach dem Aufsetzen des Verankerungsschenkeis
26 z.B. auf die hier nicht gezeigte Tragplatte eines Balkons nach oben, als auch nach unten weist. Ein solches
Abschlußprofilsystem eignet sich daher sowohl zur Dickbett-Verlegung,
bei der auf den Verankerungsschenkel 26 des Halterungsprofils
22 eine hier nicht gezeigte, in der Regel einige Zentimeter dicke Estrichschicht und darauf dann weitere
Schichten, z.B. eine Klebemörtelschicht und ein Fliesenbelag aufgebracht werden, als auch zur Dünnbettveriegung
(wobei Halterungs- und Verblendprofil dann wie in Fig. 2 gezeigt zusammengesetzt werden), bei der auf den Verankerungsschenkel
2 6 nur noch im Vergleich zu den unter dem
Verankerungsschenkel bereits vorgesehenen Schichten eines Balkons o.dgl. relativ dünne Schichten, also z.B. ein Klebemörtel
und Fliesen, aufgebracht werden. Mit anderen Worten: bei der Dickbettverlegung können Halterungs- und Verblendprofil
wie in Fig. 1 gezeigt derart Zusammengesetz werden, daß der Halterungsabschnitt 3 0 einen auf dem Verankerungsschenkel
26 aufzubringenden, hier nicht gezeigten Estrich o.dgl. zumindest teilweise abdeckt. Es kann aber
auch - wie später im Zusammenhang mit der Fig. 10 beschrieben - ein speziell für die Dickbettverlegung ausgebildetes
Halterungaprofil verwendet werden, bei dem zusätzlich zu
dem Halterungsabschnitt ein den Estrich vor äußeren Witterungseinflüssen
schützender Profilabschnitt vorgesehen ist.
Wie in den Fig. 1 und 2 und insbesondere in Fig. 5 gut zu erkennen ist, ist an dem Verblendprofil 24 eine weitere
nutartige Vertiefung 46 mit verengter Mündung vorgesehen, in welche zum einen weitere Profilteile, z.B. ein Schmutz wasser-Ablaufkanal
o.dgl. eingehängt werden können, in welehe aber auch dann, wenn z.B. bei der Verblendung eines besonders
langen Balkones zwei Verblendprofile auf Stoß miteinander verlegt werden müssen, ein hier nicht weiter gezeigter
Verbindungsriegel teilweise eingeschoben werden kann, so daß sich dieser Verbindungsriegel im bestimmungsgemäßen
Montagezustand der beiden Verblendprofile teils in der nutartigen Vertiefung des einen und teils in einer entsprechenden
nutartigen Vertiefung des anderen Verblendprofiles befindet und so die beiden Verblendprofile miteinander
ausrichtet. In der nutartigen Vertiefung 46 ist eine 0 Nase 48 vorgesehen, die es analog zu der oben beschriebenen
Nase 3 8 ermöglicht, bei der Ausbildung der nutartigen Vertiefung 46 Material zu sparen und dennoch eine sichere Abstützung
einzuhängender oder einzuschiebender Profilteile zu gewährleisten.
Die Fig. 7 zeigt ein aus Verblendprofil 24 und Halterungsprofil
52 bestehendes AbschluSprofil im bestimmungsgemäßen
Montagezustand. Das Verblendprofil 24 entspricht dem oben
bereits im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 6 beschriebenen Verblendprofil 24. Wie in der Fig. 8, die den durch die
strichpunktierte Linie in Fig. 7 markierten Detailausschnitt des Halterungsprofiles 52 in vergrößertem Maßstab
zeigt, gut zu erkennen ist, handelt es sich bei den am Halterungsabschnitt 60 des Halterungsprofils 52 vorgesehenen
Halterungsmitteln um Rastvorsprünge 62, die derart bemessen sind, daß sie in die am Verblendprofil 24 vorgesehenen
nutartigen Vertiefungen eingreifen können. Eine solche Ausgestaltung
der Rastvorsprünge 62 erlaubt es vorteilhaft, dem Kunden eine Wahlmöglichkeit zwischen zwei Befestigungsarten
anzubieten, ohne daß jeweils gesonderte Verblendprofile angefertigt werden müßten. Alternativ ist es natürlich
auch möglich, die RastvorSprünge und die entsprechenden
Ausnehmungen an den zu halternden Verblendprofilen anders zu bemessen und zu gestalten und insbesondere auch die
RastvorSprünge am Verblendprofil vorzusehen und das Halterungsprofil
mit entsprechenden Ausnehmungen zu versehen.
Die Fig. 9 zeigt eine perspektivische Darstellung eines relativ zur Längserstreckung eines Verblendprofiles kurz bemessenen
Halterungsprofils, das im wesentlichen dem oben beschriebenen Halterungsprofil 22 entspricht und daher mit
demselben Bezugszeichen versehen wurde. Im Verankerungsschenkel 26 des Halterungsprofils 22 sind zwei dreieckige
Ausnehmungen 28 vorgesehen, durch die bei der Verlegung dieses Profils ein fließfähiges Material, z.B. ein Estrich
oder ein Mörtel hindurchtreten kann, was nach dem Abbinden des fließfähigen Materials eine besonders feste, nämlich
formschlüssige Verankerung des Halterungsprofils 22 zur Folge hat. Die Ausnehmungen 28 haben gleichzeitig noch den
weiteren positiven Effekt, daß sie zu einer wesentlichen Materialersparnis führen, ohne dabei die Stabilität des
Verankerungsschenkels merklich zu beeinträchtigen. Es sei an dieser Stelle bemerkt, daß die Ausnehmungen 28 natürlich
anstelle der dreieckigen Form auch beliebige andere Formen
haben können, also z.B. runde, rechteckige oder sonstwie
polygonale Formen. In dem Verankerungsschenkel 26 ist ferner eine Bohrung 64 vorgesehen, durch welche bei der Montage
des Halterungsprofils 22 eine entsprechende Befestigungsschraube geführt werden kann, die das Halterungsprofil
allein auf einer Balkon-Tragplatte o.dgl. verankert, oder aber das Halterungsprofil 22 vor der Aufbringung eines
fließfähigen Materials auf dem Verankerungsschenkel 26 fixiert .
Die Fig. 10 zeigt ein speziell zur Verlegung im Dickbett ausgebildetes Halterungsprofil 72, bei dem ein den Estrich
vor äußeren Witterungseinflüssen schützender zusätzlicher Profilstreifen 74 vorgesehen ist, der sich am im bestimmungsgemäßen
Montagezustand vortretenden Abschnitt des Verankerungsschenkels 76 befindet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind ferner an der im bestimmungsgemäßen Montagezustand unteren Seite des Verankerungsschenkels 76 eine Anzahl
oberflächenvergrößernder Ausnehmungen 78 vorgesehen, 0 die eine bessere Anbindung des Verankerungsschenkels an
einen Klebemörtel o.dgl. gewährleisten und die selbstverständlich prinzipiell auch bei den anderen hier gezeigten
Verankerungsschenkeln vorgesehen werden können. Am Halterungsabschnitt 80 des Halterungsprofils 72 sind wiederum
Eingriffsabschnitte für entsprechende nutartige Vertiefungen
vorgesehen, die den oben beschriebenen Eingriffsabschnitten 32 entsprechen und daher mit demselben Bezugszeichen
versehen wurden.
0 In den Fig. 11 bis 15 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Abschlußprofilsystems 90 in seiner
Gesamtheit (Fig. 11 und 15) bzw. seinen einzelnen Teilen (Fig. 12 bis 14) gezeigt. Bei diesem Abschlußprofilsystem
werden die die Relativbewegung von Halterungsprofil 92 und 5 Verblendprofil 94 ermöglichenden Halterungsmittel von Langloch-Bolzen-Paaren
gebildet.
Wie in den Fig. 11, 12 und 14 gut zu erkennen ist, besteht das Halterungsprofil 92 aus einem im wesentlichen ebenflächigen
Verankerungsschenkel 96 und einem Halterungsabschnitt
100, in welchem ein Langloch 102 vorgesehen ist. Wie insbesondere in der Fig. 15 zu erkennen ist, ist das
Halterungsprofil 92 in Richtung der Längserstreckung des Verblendprofiles 94 kurz bemessen, so daß zur Halterung des
Verblendprofiles vorzugsweise jeweils mehrere, z.B. wie im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Halterungsprofile
vorzusehen sind. Am langgestreckten Verblendprofil 94 befinden sich eine Anzahl von Bolzen 104, die wenigstens der
Anzahl der jeweils vorgesehenen Halterungsprofile entspricht. Die Bolzen 104 sind so bemessen, daß sie durch die
entsprechenden Langlöcher 102 gesteckt werden können und weisen an ihrem freien Ende ein Gewinde auf, so daß nach
dem Durchstecken der Bolzen 104 durch die Langlöcher 102 die Verbindung durch eine Mutter 106 gesichert werden kann.
Zur Begrenzung der Relativbewegung von Verblend- und Halterungsprofil
ist ein Fixierprofil 108 vorgesehen, das in seiner Ausgestaltung und Abmessung im wesentlichen dem Halterungsprofil
92 entspricht und ebenfalls einen Halterungsabschnitt 110 und einen Verankerungsschenkel 112 aufweist.
Im Halterungsabschnitt 110 ist hierbei jedoch kein Langloch vorgesehen, sondern ein zur Aufnahme eines Bolzens 104 ausgebildetes
Loch 114 mit kreisrundem Querschnitt.
Wie in den Fig. 14 und 15 gezeigt, sind in den Verankerungsschenkeln
96 bzw. 112 der Halterungsprofile 92 bzw.
0 des Fixierprofils 108 Bohrungen 164 vorgesehen, durch welche
Befestigungsschrauben zur Befestigung der Verankerungsschenkel auf einer Balkontragplatte o.dgl. geführt werden
können, wie oben im Zusammenhang mit der Fig. 9 und der Öffnung 64 bereits beschrieben. Im bestimmungsgemäßen, in
Fig. 15 gezeigten Montagezustand des Abschlußprofiles 90,
erlaubt die Anordnung der Halterungsprofile 92 an den beiden freien Enden des langgestreckten Verblendprofiles 94
eine thermische Ausdehnung des Verblendprofiles 94, die von
dem Fixierprofil 108 nicht behindert wird. Das Fixierprofil 108 verhindert aber, daß es bei der Kontraktion des Verblendprofiles
94 z.B. aufgrund der oben beschriebenen Gleitreibungseffekte zu einem Wandern des Verblendprofiles
94 in eine Richtung kommt.
Im Rahmen des Erfindungsgedankens sind zahlreiche Abwandlungen
und Weiterbildungen möglich, die sich z.B. auf die Art und Anordnung der Halterungsmittel und die Ausgestaltung
der Verblend- und Halterungsprofile beziehen. Erfindungswesentlich
ist jedenfalls, daß Verblendprofil und Halterungsprofil
zumindest partiell derart entkoppelt werden, daß sich das Verblendprofil im bei normalen Temperatur-Schwankungen
zu erwartenden Maße ausdehnen bzw. zusammenziehen kann, ohne dabei die weniger stark thermischen Ausdehnungseffekten
unterliegende Balkon-Tragplatte bzw. darauf aufgebrachte ebensolche Beläge o.dgl. zu schädigen.
Claims (18)
1. Abschlußprofilsystem {20; 50; 90) für Balkone oder
dergleichen mit einem Halterungsprofil (22; 52; 72; 92) und einem daran mittels geeigneter Halterungsmittel (32, 34;
62, 34; 102, 104) halterbaren langgestreckten Verblendprofil (24; 94), wobei das Halterungsprofil einen Verankerungsschenkel
(26; 56; 76; 96) zur Verankerung des Halterungsprofils im balkonäußeren Randbereich einer Tragplatte
oder eines darauf aufgebrachten Belages des Balkons und einen im bestimmungsgemäßen Montagezustand über den seitlichen
Rand des Balkones nach außen vortretenden Halterungsabschnitt (30; 60; 80; 100) zur Halterung des Verblendprofiles
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungsmittel (32, 34; 62, 34; 102, 104)
derart ausgebildet sind, daß sie eine Relativbewegung von Halterungsprofil (22; 52; 72; 92) und Verblendprofil (24;
0 94) in Richtung der Längserstreckung des Verblendprofils ermöglichen.
2. Abschlußprofilsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterungsmittel (32, 34) wenigstens eine wahlweise an dem Halterungsabschnitt oder dem Verblendprofil
(24) vorgesehene nutartige Vertiefung (34) mit verengter Mündung und einen an dem Verblendprofil bzw. dem
Halterungsabschnitt (30) vorgesehenen, in die nutartige Vertiefung einschieb- oder einhängbaren Eingriffsabschnitt
0 (32) mit zu dem Querschnitt der nutartigen Vertiefung zumindest partiell komplementärem Querschnitt aufweisen.
3. Abschlußprofilsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterungsmittel (102, 104) wenigstens 5 ein wahlweise in dem Halterungsabschnitt (100) oder dem
Verblendprofil vorgesehenes Langloch (102) und eine/n an dem Verblendprofil (94) bzw. dem Befestigungsschenkel vor-
gesehene/n im bestimmungsgemäßen Montagezustand in das Langloch eingreifende/n Schraube oder Bolzen (104) aufweisen.
4. Abschlußprofilsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterungsmittel {62, 34) wahlweise an dem Halterungsabschnitt (60) oder dem Verblendprofil vorgesehene
Rastvorsprünge (62) und an dem Verblendprofil (24) bzw. dem Halterungsabschnitt vorgesehene Rastaufnahmen (34)
· mit zu den Rastvorsprüngen zumindest partiell komplementären Querschnitten aufweisen.
5. Abschußprofilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Begrenzungsmittel (108) zur Begrenzung
der Relativbewegung von Halterungsprofil (92) und Verblendprofil (94) vorgesehen sind.
6. Abschlußprofilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Halterungsabschnitt 0 (3 0) jeweils mehrere, gegeneinander zumindest in eine zur
Längserstreckung des zu halternden Verblendprofiles rechtwinklige
Richtung versetzte Halterungsmittel (32) vorgesehen sind.
7. Abschlußprofilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Halterungsprofil {22; 92) in Richtung der Längserstreckung des Verblendprofiles
wesentlich kürzer als das Verblendprofil (24; 94) bemessen ist und daß vorzugsweise jeweils mehrere Halterungsprofile
(22; 92) zur Halterung eines Verblendprofiles vorgesehen
sind.
8. Abschlußprofilsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die nutartige Vertiefung (34) im Bereich ihrer verengten Mündung von zwei in parallelem Abstand zu
einer Flachseite des Halterungsprofils bzw. des Verblendprofils am Halterungsprofil bzw. am Verblendprofil (24) an-
geformten rippenartigen Streifenabschnitten (36) gebildet
wird.
9. Abschlußprofilsystem nach einem der Ansprüche 2 oder
8, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingriffsabschnitt (32)
einen im bestimmungsgemäßen Montagezustand von Verblend- und Halterungsprofil die Mündung der nutartigen Vertiefung
(34) durchsetzenden Streifenabschnitt (40) und einen am vertiefungsseitigen Ende dieses Streifenabschnitts ange-.
setzten, etwa parallel zu der der Mündung gegenüberliegenden Innenfläche der Vertiefung verlaufenden Streifenabschnitt
(42) aufweist.
10. Abschlußprofilsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe des parallel zu der der Mündung -
gegenüberliegenden Innenfläche der Vertiefung verlaufenden Streifenabschnitts (42) des Eingriffsabschnitts (32) maximal
der Höhe der Mündung der nutartigen Vertiefung (34) entspricht.
20
20
11. Abschlußprofilsystem nach Anspruch 2 und/oder einem
der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingriffsabschnitt einen zu dem Querschnitt der nutartigen
Vertiefung nur partiell komplementären Querschnitt aufweist und daß ein kurzer Arretierstift vorgesehen ist, welcher in
den nach dem Einführen des Eingriffsabschnitts in die nutartige
Vertiefung in der nutartigen Vertiefung verbleibenden Freiraum einführbar ist.
12. Abschlußprofilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die im bestimmungsgemäßen Montagezustand balkonäußere Oberkante (44) des vortretenden
Halterungsabschnitts nach unten abgeschrägt ist.
5
13. Abschlußprofilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Verblendprofil (24)
Ausrichtmittel (46), insbesondere eine sich in Profillängs-
22·..·.:. UO H
richtung erstreckende nutartige Vertiefung (46) mit verengter Mündung, zum fluchtenden Ausrichten zweier Verblendprofile
vorgesehen sind.
14. Abschlußprofilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß der Verankerungsschenkel (76) im wesentlichen ebenflächig ist und vorzugsweise an
wenigstens einer seiner Flachseiten zumindest abschnittsweise eine oberflächenvergrößernde Profilierung (78) aufweist.
15. Abschlußprofilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis
14, dadurch gekennzeichnet, daß der Verankerungsschenkel (26) eine Anzahl von Durchbrechungen (28) aufweist.
16. Abschlußprofilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis
15, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Verankerungsschenkel (26; 96) wenigstens eine Bohrung (64; 164) zur Aufnahme
entsprechender Befestigungsschrauben vorgesehen ist.
17. Abschlußprofilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Verblendprofil ein
Kanal zur Ableitung von Flüssigkeiten vorgesehen oder befestigbar ist.
18. Abschlußprofilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Halterungsprofil
(72) ein eine Estrichschicht o.dgl. vor äußeren Witterungseinflüssen schützender Profilstreifen (74) vorgesehen ist.
(72) ein eine Estrichschicht o.dgl. vor äußeren Witterungseinflüssen schützender Profilstreifen (74) vorgesehen ist.
Priority Applications (2)
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| DE29615229U DE29615229U1 (de) | 1996-08-31 | 1996-08-31 | Abschlußprofilsystem für Balkone o.dgl. |
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| DE29615229U1 true DE29615229U1 (de) | 1998-01-08 |
Family
ID=8028649
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29615229U Expired - Lifetime DE29615229U1 (de) | 1996-08-31 | 1996-08-31 | Abschlußprofilsystem für Balkone o.dgl. |
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Effective date: 20040930 |
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