DE29613762U1 - Vorrichtung zum Auftragen eines plastischen Abstandhalters auf eine Glastafel - Google Patents
Vorrichtung zum Auftragen eines plastischen Abstandhalters auf eine GlastafelInfo
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Description
porta Patentanwälte
Dipl.Phys. Ulrich Twelmeier Dr. techn. Waldemar Leitner
Dn phil. not. Rudolf Bauer-1990
Dipl. Ing. Helmut Hubbuch-1991 European Patent Attorneys
LE01 E007DEu/Be96S61/TW/Be/09.08.1996
Lenhardt Maschinenbau GmbH., industriestr. 2-4, D-75242 Neuhausen-Hamberg
Vorrichtung zum Auftragen eines plastischen Abstandhalters auf eine Glastafel
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Auftragen eines Strangs aus
einer plastischen Substanz auf eine Glastafel zur Ausbildung eines Abstandhalters
mit vorgegebener Solldicke für eine Isolierglasscheibe mit Hilfe einer Düse, welche längs des Randes der Glastafel um diese herum bewegt wird und dabei
den aus der Düse austretenden Strang auf die Glastafel so ablegt, daß Anfang und Ende des Strangs zusammenstoßen, indem die Dicke des Strangs beim Austreten
aus der Düse am Anfang auf einer Strecke mit vorbestimmter Länge von Null auf die Solldicke gesteigert und komplementär dazu am Ende des Strangs
auf derselben Strecke von der Solldicke auf Null verringert wird. Ein solches Verfahren
ist aus der WO 96/09456 bekannt. Nach dem bekannten Verfahren wird der plastische Strang derart extrudiert und auf die Glastafel gelegt, daß Anfang
und Ende des Stranges nicht stumpf zusammenstoßen, sondern über eine
Schrägfläche, welche in einem von 90° verschiedenen Winkel zur Ebene der Glastafel verläuft. Das Verfahren wird durchgeführt mit Hilfe einer Düse, deren
Westliche Karl-FriedrichStraße 29-31 D-75172 Pforzheim Postbank Karlsruhe 16852-750 (BLZ 66010075)
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VAT Registration No. DE 144180005
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Austrittsquerschnitt durch einen Schieber veränderlich ist und vollständig geschlossen
werden kann und die, während sie an der Glastafel entlang bewegt wird, von dieser auch abgehoben werden kann. Zwischen Anfang und Ende des
Strangs entsteht bei der bekannten Arbeitsweise eine Fuge, welche beim Zusammenbau
und beim anschließenden Verpressen der Isolierglasscheibe unter Druck gesetzt wird. Dadurch werden die beiden am Anfang und am Ende des Stranges
gebildeten Schrägflächen gegeneinander gepreßt und verkleben dicht miteinander. Dabei gibt es jedoch eine Problemzone an der Spitze der am Anfang des
Strangs gebildeten Schrägfläche: Der Winkel zwischen der Glasplatte und der Spitze der Schrägfläche am Beginn des Stranges muß von der plastischen Substanz
am Ende des Strangs vollständig ausgefüllt werden. Gelingt das nicht, dann verbleibt im Bereich der Stoßstelle zwischen der Glastafel und dem extrudierten
Abstandhalter ein - wenn auch hauchfeiner Kanal, der zwar durch die nachfolgende Versiegelung der Randfuge der Isolierglasscheibe überdeckt wird,
dennoch aber eine das Eindiffundieren von Wasserdampf erleichternde Schwachstelle der Dichtung ist und die Lebensdauer der Isolierglasscheibe verkürzen
kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maßnahme anzugeben, mit welcher
dem Entstehen einer solchen Schwachstelle in der Dichtung von Isolierglasscheiben,
deren plastischer Abstandhalter nach dem eingangs genannten Verfahren gebildet wird, entgegengewirkt werden kann.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Um den Winkel zwischen der Glastafel und der Spitze der Schrägfläche des plastischen
Strangs mit der plastischen Substanz ausfüllen zu können, wenn sich die Düse am Ende ihres Umlaufs um die Glastafel der Spitze des darauf bereits
abgelegten Stranges wieder nähert, müßte die Substanz mit hinreichend hohem
•et ·*· *··
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Druck in diesen Winkel gespritzt werden. Das ist jedoch deshalb schwierig, weil
die Mündung der Düse in einer zur Ebene der Glastafel senkrechten Ebene liegt, um mit der Düse, welche um eine in dieser Ebene liegende, zur Glastafel senkrechte
Achse drehbar ist, unterbrechungsfrei eine einwandfrei geformte Ecke extrudieren
zu können. Die Folge davon ist, daß der Strang parallel oder allenfalls in einem spitzen Winkel zur Glastafei austritt und nur mit geringem Druck auf die
Glastafei trifft. Es ist deshalb schwierig, den an der Spitze des anfänglichen keilförmigen
Abschnitts des plastischen Strangs im Fiießschatten des aus der Düse
austretenden Materials liegenden Winkel zwischen der Spitze und der Glastafel lückenlos mit dem plastischen Material zu füllen, wenn die Düse am Ende ihres
Umlaufs um die Glastafel wieder zum Anfang des Strangs zurückkehrt. Verbleibt dort eine Lücke, und sei es auch nur eine enge Kapillare, dann kann man leider
nicht erwarten, daß diese während des nachfolgenden Verpressens der Isolierglasscheibe,
bei welchem der plastische Abstandhalter gestaucht wird, in jedem Fall verschwändet. Die im Abstandhalter herrschende Kohäsion bewirkt nämlich,
daß trotz des Verpressens das plastische Material im Grenzbereich zu der Glastafel, auf die es extrudiert wurde, nicht mehr oder kaum noch fließt, zumal
wenn es sich nach dem Auftragen in heißem Zustand (wie es bei thermoplastischem Polyisobutylen üblich ist) im Kontakt mit der kalten Glastafel abgekühlt
und verfestigt hat.
Erfindungsgemäß wird diesen Problemen dadurch begegnet, daß mit der Düse
zuerst ein Film aus der plastischen Substanz mit einer gewissen Länge aufgetragen
und erst daran anschließend weiterverfahren wird, wie es in der WO 96/09456 offenbart wurde, indem anschließend an das Auftragen des Films
die Dicke des Strangs beim Austreten aus der Düse auf einer Strecke mit vorbestimmter
Länge L von der Dicke des Films ausgehend auf die Soiidicke D des
Strangs gesteigert und komplementär dazu am Ende des Strangs dieser auf derselben
Strecke L von der Solldicke D auf Null verringert wird, was durch fortschreitendes
Schließen der Düse erreichbar ist.
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Am Anfang des Strangs setzt sich dessen Spitze also in einen Film fort. Der
Übergang von diesem Film in die Schrägfläche am Anfang des Strangs erfolgt durch das fortschreitende Öffnen der sich an der Glastafel entlangbewegenden
Düse nicht abrupt, sondern fließend und kann beim Extrudieren des Endes des Strangs durch die pastöse Substanz viel leichter vollständig und dicht überdeckt
werden als der Übergang von der Schrägfläche an der Spitze des Strangs zur Glastafel beim Stand der Technik gemäß der WO 965/09456. An der Spitze des
Films sind die geometrischen Bedingungen für eine absolut dichte Verbindung des Endes des Stranges mit der Glastafel viel günstiger ais beim Stand der Technik
an der durch eine Schrägfläche begrenzten Spitze des Strangs, und zwar um
so günstiger, je dünner der Film ist, der auf die Glastafel aufgetragen wird. Zweckmäßigerweise wird der Film in einer Dicke von nicht mehr als 0,3mm, vorzugsweise
in einer Dicke von nur 0,1mm bis 0,2mm aufgetragen. Die Mindestdikke
des Films sollte danach bemessen werden, daß der Film unterbrechungsfrei aufgetragen werden kann.
Die Länge des Films ist nicht sonderlich kritisch. Mit einem Film, welcher einige
wenige Zentimeter lang ist, kommt man zum Ziel. Bevorzugt wird eine Länge des Films von 0,5cm bis 1cm.
Wenn die Schrägfläche am Ende des Strangs gebildet und auf die am Beginn
des Strangs gebildete Schrägfläche gelegt wird, um Anfang und Ende des Strangs dicht miteinander zu verbinden, dann ist es nicht erforderlich, die am Ende
des Strangs gebildete Schrägfläche in einen Film fortzusetzen, welcher auf den bereits auf der Glastafel liegenden Strang gelegt würde. An dieser von der
Glastafel abgewandten Stelle der Verbindung von Anfang und Ende des Strangs ist die Wahrscheinlichkeit, daß zwischen dem Strang und der zweiten, noch anzufügenden
Glastafel ein die Wasserdampfdiffusion erleichternder Kanal verbleibt, außerordentlich gering, weil sich das Andrücken der zweiten Glastafel unmittelbar
auf die angrenzende Oberfläche des Strangs auswirkt und zu einer lükkenlosen
Verbindung mit der zweiten Glastafel führt, im Gegensatz zur
Klebefläche zwischen der gegenüberliegenden ersten Glastafel und dem Strang,
welche durch das Andrücken der zweiten Glastafel nicht mehr in dem Ausmaß beeinflußbar ist wie die Klebefiäche zwischen dem Strang und der zweiten
Glastafel. Es ist aber durchaus möglich, auch beim Schließen der Düse einen dünnen, kurzen Film zu bilden, welcher auf den bereits gebildeten Strang abgelegt
und mit ihm verpreßt wird.
Aus der WO 96/09456 ist es bereits bekannt, daß es vorteilhaft ist, die Oberseite
des Strangs, welche mit der zweiten Glastafel verklebt wird, schwach konkav gewölbt
auszubilden. Dadurch lassen sich Lufteinschlüsse in der Klebefiäche beim Verpressen mit der zweiten Glastafel vermeiden.
An der Unterseite des Strangs wird statt dessen eine gegenteilige Maßnahme bevorzugt,
indem die Kontur der Mündung der Düse so gestaltet wird, daß der Strang mit einer schwach konkaven Unterseite auf die erste Glastafel aufgetragen
wird. Unerwarteterweise hat sich nämlich gezeigt, daß sich dadurch eine optimale
Haftung des Strangs auf der ersten Glastafel erreichen läßt. Das liegt daran, daß in dem plastischen Material, insbesondere wenn es sich um ein Polyisobutylen
handelt, innere Spannungen herrschen, die bestrebt sind, eine konvex gespritzte Oberfläche stärker zu krümmen oder eine eben gespritzte Oberfläche
zu krümmen. Die inneren Spannungen in dem plastischen Material sind bestrebt, die Krümmung einer schwach konkav gespritzten Oberfläche zu verringern, so
daß sie durch den Abbau der inneren Spannungen zu einer ebenen Oberfläche werden kann, was für die Haftung auf der ersten Glastafel optimal ist und - wenn
wie bevorzugt mit annähernd senkrecht angeordneten Glastafeln gearbeitet wird einem
Abkippen des Strangs von der Glastafel infoige Schwerkrafteinwirkung
wirksam begegnet.
Um den Fiim zu bilden, wird erfindungsgemäß eine Düse verwendet, die gegenüber
der aus der WO 96/09456 bekannten Düse dahingehend abgewandelt ist, daß sie nicht nur der Bewegungsrichtung des zweiten Antriebs entgegengesetzt
ausgerichtet ist, sondern zusätzlich mit einem kleineren Teil ihrer Mündung jener
Ebene, in welche die Glastafel liegt, auf die der Strang aufgetragen werden soll,
zugewandt ist. Eine solche Düse hat den Vorteil, daß der sich beim Öffnen zunächst
bildende Spalt der Glastafel zugewandt ist, so daß das aus dem Spalt austretende plastische Material mit wesentlich höherem Druck auf die Glastafel
trifft als bei einer im wesentlichen tangential zur Glastafeloberfläche verlaufenden
Fließrichtung der Substanz. Mit der neuen Düse erreicht man deshalb, daß der zunächst gebildete Film sich erstklassig mit der Giastafeloberfiäche verbindet,
ohne Luftanschlüsse und Kapillaren, durch die andernfalls später Wasserdampf diffundieren könnte. Die neue Düse bewährt sich aber nicht nur beim Auftragen
des Films, sondern beim Auftragen des Strangs auf seiner gesamten Länge, denn auch dann, wenn sich der Schieber weiter öffnet, um den Strang in seinem
gewünschten Querschnitt auf die Glastafel aufzutragen, hat die Fließrichtung der
Substanz aus der Mündung der Düse heraus eine stärkere Komponente in Richtung
auf die Glastafel als im Falle der aus der WO 96/09456 bekannten Düse, so daß die Qualität der Verklebung des Strangs mit der Glastafel insgesamt verbessert
wird.
In Bewegungsrichtung des zweiten Antriebs der Düse gemessen sollte sich der
gegen die Glastafel gerichtete Abschnitt der Mündung zweckmäßigerweise über nicht mehr als 3mm Länge, vorzugsweise über nicht mehr als 2mm Länge erstrecken.
Bei einer solchen Beschränkung des gegen die Glastafel gerichteten Teils des Mündungsquerschnitts kann man noch eine hervorragende Eckenausbildung
erzielen, wenn man die Düse im Bereich der Ecken der Glastafel um eine zu dieser senkrechte Achse verschwenkt, welche in dem ebenen, größeren Teil
der Mündung liegen soll, welcher der Bewegungsrichtung des zweiten Antriebs
der Düse entgegengesetzt ausgerichtet ist.
Die die Mündung der Düse begrenzenden Seitenwände erstrecken sich zweckmäßigerweise
rechtwinklig zu jener Ebene, in weicher die Glastafel liegt, bis zum Boden der Düse, damit die Dicke des Films zu seinen beiden Rändern hin nicht
zunimmt. Vorzugsweise nimmt die Dicke des Films zu seinen beiden Rändern hin
ab.
Um einen möglichst dünnen, geschlossenen Film zu erzielen, sollte der der
Glastafel zugewandteTeil der Mündung der Düse einen zur Glastafel parallelen
Rand haben, wobei jedoch der Boden der Düse im übrigen mit der Glastafel einen spitzen Winkel einschließen sollte, um das Auftragen des Endabschnitts des
Stranges auf die Schrägfläche des Anfangsabschnitts des Stranges zu erleichtern.
Die Wand an der Spitze des Schiebers, welche beim Schließen der Düse in den
der Glastafel zugewandten Teil der Mündung taucht, schließt mit der Glastafel vorzugsweise einen sich in die Bewegungsrichtung des zweiten Antriebs der Düse
öffnenden spitzen Winkel ein. Der Vorteil dieser Maßnahme liegt darin, daß diese Wand an der Spitze des Schiebers beim Auftragen des Films wie ein
Spachtel wirkt, welcher den Film an die Glastafel drückt. Ein günstiger Winke! für
diese Aufgabe ist 4°.
Der kleinere Teil der Mündung, weicher der zu beschichtenden Glastafel zugewandt
ist, kann durch eine Ausnehmung im Boden der Düse, aber auch durch eine Ausnehmung an der Spitze des Schiebers gebildet sein, welche erst dann
wirksam wird, wenn der Schieber ein klein wenig zurückgezogen ist. Die beiden Maßnahmen können auch miteinander kombiniert werden. Befindet sich die Ausnehmung
im Boden der Düse, dann hat das den Vorteil, daß man beim Extrudieren des Stranges über dessen gesamte Länge einen höheren Druck auf die
Glastafel bringt. Sieht man die Ausnehmung im Schieber vor, dann hat das den Vorteil, daß der Verlauf des Stranges beim Bilden von Ecken durch Drehen der
Düse um eine zur Glastafel senkrechte, in der Mündung liegende Achse etwas
günstiger ist.
Statt die Düse entlang einer ruhenden Glastafel zu bewegen, kann man auch die
Düse ruhen lassen und statt dessen die Glastafel an der Düse entiangbewegen. Diese beiden Bewegungsarten können auch miteinander kombiniert werden
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind schematisch in den beigefügten Zeichnungen
dargestellt. Gleiche oder einander entsprechende Teile sind in den verschiedenen
Beispielen mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet.
Figur 1
Figur 2
Figur 3
Figur 3
Figur 4
Figur 5
Figur 5
zeigt einen Längsschnitt durch eine Düse zum Auftragen eines plastischen Strangs auf eine Glastafel,
zeigt die Ansicht Il der Düse aus Figur 1,
zeigt als vergrößertes Detail einen Schnitt durch die Spitze der Düse aus Figur 1,
zeigt die Ansicht auf die Unterseite der Düse gemäß Figur 3,
zeigt die Ansicht V der Düse gemäß Figur 3, die
Figuren 6-9 zeigen in vereinfachtem Längsschnitt die Düse in verschiedenen
Arbeitsphasen, die
Figuren 10-12 zeigen eine zweite Ausführungsform der Düse in Darstellungen
entsprechend den Figuren 3 bis 5,
Figur 13
Figur 14
zeigt eine dritte Ausführungsform der Düse in einer Darstellung
entsprechend der Figur 3,
zeigt den Querschnitt XIV - XlV durch die Düse in Figur 13, die
Figuren 15-18 zeigen in einem vereinfachten Längsschnitt die Düse aus den
Figuren 13 und 14 in unterschiedlichen Arbeitsphasen entsprechend den Figuren 6 bis 9,
• ·
-9-
Figur 19 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer der
vorstehend dargestellten Düsen in der Vorderansicht,
Figur 20 zeigt dieselbe Vorrichtung in einer teilweise geschnittenen
Seitenansicht,
Figur 21 zeigt einen Längsschnitt durch eine Düse gemäß dem Stand
der Technik,
Figur 22 zeigt die Verbindungsstelle zwischen Anfang und Ende des
Strangs in einem plastischen Abstandhalter für Isolierglas, und
Figur 23 zeigt als Detail aus Figur 22 die für die Dichtheit einer
Isolierglasscheibe kritische Stelle in einem plastischen
Abstandhalter,
Die in den Figuren 19 bis 21 dargestellte Vorrichtung ist aus der WO 96/09456
bekannt und kann in ihrem Grundaufbau auch für die Zwecke der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
Die Vorrichtung hat einen Träger 1, welcher längs einer Traverse 2 durch einen
Antrieb 3 senkrecht zur Zeichenebene der Figur 20 verschiebbar ist. Die Traverse
selbst ist parallel zu einer Ebene 4, in welcher bei der Bearbeitung die Oberfläche
einer Glastafel liegt, rechtwinklig zur Längserstreckung der Traverse 2 verschiebbar.
Am Träger 1 ist ferner ein Block 5 angebracht, welcher von einem Drehzylinder 6 um eine zur Ebene 4 parallele, in der Zeichenebene der Figur 20
liegende Achse 7 verschiebbar und durch einen aus einem Elektromotor 8 und einer Spindel 9 bestehenden Antrieb senkrecht zur Ebene 4 verschiebbar ist. Um
diese Bewegung in kontrollierbarem Ausmaß und mit kontrollierbarer Geschwindigkeit
durchführen zu können, ist der Motor 8 mit einem Rotorlage- und Geschwindigkeitsgeber
10 verbunden.
-10-
Der Block 10 trägt zwei im Wechsel betriebene nachfüübare Kolben-Zylinder-Einheiten
11 und 12 für das Zwischenspeichern und Abgeben der plastischen Substanz,
aus weicher Abstandhalter gebildet werden sollen. Die Kolben-Zylinder-Einheiten 11 und 12 sind jeweils mit einem Füllstandsanzeiger 13, 14 mit Endschalter
ausgerüstet. Die beiden Kolben-Zylinder-Einheiten 11 und 12 fußen auf
einem gemeinsamen Ventilblock 15, in welchen ein beheizter Druckschlauch 16
mündet, durch welchen die Zylinder mit der plastischen Substanz versorgt werden.
Im Ventilblock 15 befindet sich ein Drehschieber, welcher abwechselnd die
eine Kolben-Zylinder-Einheit 11 oder 12 mit dem Druckschlauch 16 und die andere
Kolben-Zylinder-Einheit 12 bzw. 11 mit einer Düse 17 verbindet.
Die Düse 17 befindet sich an der Spitze einer hohlen Düsenwelle 18, weiche
drehbar in einer Halterung 19 gelagert ist, in welcher über eine an sich bekannte
Drehkupplung das von einer der Kolben-Zylinder-Einheiten 11, 12 ausgepreßte
plastische Material in die hohle Düsenwelle 18 gelangt.
Zum Drehen der Düsenweile 18 in ihrer Halterung 19 ist am Block 5 ein Drehantrieb
20 mit Schieifringübertrager 21 sowie Rotorlage- und Tachogeber 22 angebracht.
Die Düse 17 hat einen schräg zur Ebene 4 verlaufenden Boden 23, welcher spitz
zuläuft und unmittelbar eine senkrecht zur Ebene 4 orientierte Mündung 24 der Düse begrenzt. Die Mündung 24 hat einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt.
In der Mitte der Mündung läuft die Drehachse 25 der Düsenwelle 18
senkrecht zur Ebene 4.
Zum Verschließen der Mündung 24 ist ein Schieber 26 vorgesehen, weicher auswechselbar
zwischen einer parallel zur Achse 25 verlaufenden Wand 27 der Düsenwelle und einem abnehmbaren Gegenhalter 28 angeordnet ist. Zwischen der
Wand 27 und dem Gegenhalter 28 ist der Schieber 26 parallel zur Achse 25 verschiebbar
geführt. Um ihn verschieben zu können, ist er mit einer Verzahnung 29
• ti «
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versehen, welche mit einem Ritzel 30 kämmt, welches durch einen an der Düsenwelle
18 angebrachten, kleinen Elektromotor 31 kontrolliert antreibbar ist. Die
Schieberstellung ist durch ein Potentiometer 32 beeinflußbar.
Der Elektromotor 31 und der Motor 8 sind elektronisch miteinander synchronisiert.
Zur Beschreibung der Arbeitsweise der Vorrichtung wird auf die Figur 22 Bezug
genommen:
Eine Glastafel 33, aufweiche ein plastischer Strang 35 als Abstandhalter aufgetragen
werden soll, liegt in der Ebene 4. An die Glastafel wird die Düse 17 durch
Betätigen des Motors 8 zugestellt, wobei sich der Schieber 26 zunächst in seiner
Schließsteilung befindet. Die Düse wird dann durch Bewegen längs der Traverse
2 und/oder durch Bewegen der Traverse 2 parallel zur Glastafel 33 in Richtung des Pfeils 34 bewegt, in einer der Mündung 24 entgegengesetzten Richtung. In
der Startphase der Bewegung wird über eine Strecke der Länge L der Schieber 26 stetig geöffnet, bis er eine vorgegebene Stellung erreicht, in welcher der aus
der Düse 17 austretende Strang 35 seine Solldicke D erreicht hat. Durch das stetige
Öffnen des Schiebers 26 erhält der Strang 35 in der Startphase auf der Strecke L eine stetig zunehmende Dicke, so daß die Oberseite des Strangs dort
durch eine Schrägfiäche 36 gebildet ist.
Die Düse 17 wird nun parallel zur Glastafel 33 längs deren Randes um sie herumgeführt
und legt dabei einen Strang von gleichbleibendem Querschnitt und gleichbleibender Dicke D auf der Glastafel 33 ab. Schließlich nähert sich die Düse
17 wieder ihrer Ausgangslage. Sie fährt unverändert weiter, bis sie mit ihrer
Unterkante 37 die Spitze 38 des Anfangsabschnitts des Strangs 35 erreicht. Wegen
des schrägen Verlaufs des Bodens 23 der Düse, deren Winkel etwas größer gewählt ist als der Winkel der Schrägfiäche 36 mit der Glastafel 33, kommt es
nicht zu einer flächigen Berührung des Bodens 23 mit der Schrägfläche 36. Im
-12-
weiteren Verlauf der Bewegung der Düse 17 in Richtung des Pfeils 34 wird die
Düse nun durch Betätigen des Motors 8 kontrolliert so angehoben, daß sich ihre Unterkante 37 längs der Schrägfiäche 36 bewegt. Gleichzeitig und synchron dazu
wird der Schieber 26 stetig vorgeschoben; er verschließt die Mündung, wenn die Unterkante 37 der Düse den oberen Rand 39 der Schrägfläche 36 erreicht hat
(Figur 22). Auf diese Weise wird ein keilförmiger Endabschnitt 40 des Strangs gebildet, welcher komplementär zum Anfangsabschnitt des Strangs ausgebildet
ist und auf ihm liegt.
Eine kritische Stelle für die Dichtheit der Isolierglasscheibe liegt an der Spitze 38
der Schrägfläche 36, wo eine schwer zu schließende Kapillare zwischen der Spitze
38, dem gegenüberliegenden Endabschnitt 40 und der Glastafel 33 auftreten kann. Dem Auftreten einer solchen Kapillare kann durch eine erfindungsgemäß
ausgebildete Düse wirksam begegnet werden.
Bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Düse 17, in welcher der Kanal 41,
durch welchen das plastische Material zur Mündung 24 strömt, zur Bildung eines schräg gegen die Glastafel 33 gerichteten Endabschnittes 42 im Gegensatz zur
Figur 21 abgewinkelt ausgebildet ist, ist an der Spitze des Schiebers 26 eine kleine,
aber wichtige Ausnehmung 43 vorgesehen, welche deutlicher in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist. Die Ausnehmung 43 ist sehr schmal und in der Höhe so
klein, daß sie bei geschlossenem Schieber 26 - in Figur 3 gestrichelt dargestellt durch
den Boden 23 der Düse vollständig abgedeckt ist, so daß in der geschlossenen Stellung des Schiebers auch durch die Ausnehmung 43 kein Material austreten
kann. Wird jedoch der Schieber 26 geringfügig vom Boden 23 angehoben, dann ergibt sich eine Verbindung mit spaitförmigem Querschnitt vom Endabschnitt
42 des Kanals in die Ausnehmung 43 hinein, so daß durch die Ausnehmung 43 hindurch ein dünner Film des plastischen Materials gegen die Ebene 4
gerichtet, in welcher die Glastafel 33 liegt, austreten kann. Die Querschnittsgestalt
der Ausnehmung 43 sieht man in Figur 4: Die Ausnehmung 43 ist im
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Querschnitt ein Kreisabschnitt mit geringer Höhe, so daß die Dicke des gebildeten
Films von der Mitte des Films zu seinen beiden Rändern hin abnimmt.
In einem geringen Abstand von der Mündung 24 ist der Boden 23 mit einer Wölbung
44 versehen, welche dann wirksam wird, wenn der Schieber 26 so weit angehoben ist, daß nicht nur ein Film durch die Ausnehmung 43 hindurch gebildet
wird. Die Wölbung 44 hat die Wirkung, daß der Strang 35 an seiner der Glastafel 33 zugewandten Seite schwach konkav austritt und sich dann unter der Wirkung
innerer Materialspannungen satt und vollflächig mit der Glastafel 33 verbindet.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Düse ist in den Figuren &dgr; bis 9 dargestellt.
Figur 6 zeigt die Düse 17 an eine Glastafel 33 zugestellt vor Beginn des Auftragens der plastischen Substanz; der Schieber 26 hält die Düse 17 vollständig
geschlossen. Mit Beginn der Bewegung der Düse 17 längs der Glastafel 33 in
Richtung des Pfeils 34 (oder im Falle einer ruhenden Düse 17 bei Bewegung der
Glastafel 33 in einer der Pfeilrichtung 34 entgegengesetzten Richtung) wird der Schieber 26 zunächst nur so wenig geöffnet, daß das plastische Material nur
durch die Ausnehmung 43 austreten kann. Diese Stellung des Schiebers wird für eine Wegstrecke der Düse 17, welche vorzugsweise nur 0,5 cm bis höchstens einige
cm beträgt, beibehalten. Die Fließrichtung des Materials ist senkrecht gegen
die Glastafel gerichtet und bewirkt eine gute Haftung des Films 45 auf der Glastafel 33 (Figur 7). Hat der Film 45 die gewünschte Länge erreicht, wird der
Schieber stetig fortschreitend vom Boden 23 entfernt, wodurch ein keilförmig ansteigender
Anfangsabschnitt des Strangs 35 mit einer Schrägfläche 36 gebildet wird (Figur 8). Ist die gewünschte Höhe D des Stranges 35 erreicht (Figur 9),
bleibt der Schieber 26 in seiner Stellung stehen und der Strang 35 wird längs des
Randes der Glastafel 33 auf diese aufgetragen, bis sich die Düse 17 dem Anfangsabschnitt
mit der Schrägfiäche 36 nähert. Bevor die Schrägfläche 36 erreicht
wird, wird der Strang 35 auf den Film 45 gelegt, mit welchem er sich dicht verbindet. Das Verbinden von Anfang und Ende des Strangs erfolgt dann längs
der Schrägfläche 36, wie zuvor schon anhand der Figur 22 beschrieben. Anders
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-14-
als beim Stand der Technik, wo an der Spitze 38 der Schrägfläche 36 die Gefahr
einer Undichtigkeit bestand, ist eine solche Gefahr durch die Erfindung beseitigt,
weil sich die Spitze der Schrägfläche 36 in den dünnen Film 45 fortsetzt. An der
Spitze des dünnen Films 45 sind die Voraussetzungen für eine lückenlose Verbindung
mit dem daraufgelgten Strang 35 ungleich besser als beim Stand der Technik.
Das in den Figuren 10 bis 12 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung unterscheidet
sich von dem in Figuren 3 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel darin, daß die Ausnehmung 43 nicht im Schieber 26, sondern im Boden 23 vorgesehen
ist. Verschließbar ist die Ausnehmung 43 in diesem Fall durch eine an der Innenseite des Schiebers ausgebildete Stufe 46, deren Neigung mit der Neigung
des Bodens 23 übereinstimmt und in Schließstellung des Schiebers 26 die Ausnehmung
43 überdeckt. Die Arbeitsweise dieser Düse entspricht äer Arbeitsweise
der Düse aus den Figuren 3 bis 5; es wird dazu auf die Figuren 6 bis 9 verwiesen.
Die in den Figuren 13 und 14 dargestellte dritte Ausführungsform der Erfindung
unterscheidet sich von der zweiten Ausführungsform dadurch, daß die Ausnehmung 43 im Boden 23 der Düse größere Abmessungen hat als im Ausführungsbeispiel
gemäß den Figuren 10 bis 12: Die Ausnehmung 43 erstreckt sich in Bewegungsrichtung
34 der Düse 17 über eine Länge von 2mm bis 3mm. Um sie verschließen
zu können, hat der Schieber 26 einen einwärts gerichteten Fortsatz 47 mit einer Stufe 46, welche bei geschlossenem Schieber 26 auf dem Boden 23 am
Rand der Ausnehmung 43 sitzt. An der Spitze des Schiebers 26 ist eine Schrägfläche
48 ausgebildet, welche gegenüber der Glastafel 33 schwächer geneigt ist
als der Boden 23, vorzugsweise einen Winkel von 4° gegenüber der Glastafel 33 aufweist und beim Auftragen des Films 45 wie ein Spachtel wirkt, der den Film
zusätzlich an die Glastafel 33 drückt.
in. in-»"!ft
Im Boden 23 ist am Rand der Ausnehmung 43 eine weitere Schrägfläche 49 vorgesehen,
welche einen fließenden Übergang vom Boden 23 in die Ausnehmung 43 ermöglicht. Der Schrägfläche 49 gegenüber liegt der Schieber 26 mit seinem
Fortsatz 47 und zwingt dem zur Mündung 24 fließenden Material eine Änderung der Fließrichtung in Richtung auf die Ausnehmung 43 auf. Das plastische Material
tritt deshalb nicht nur beim Auftragen des Films 45, sondern auch beim Auftragen
des Strangs 35 mit einer verstärkt gegen die Glastafei 33 gerichteten Bewegungskomponente
aus der Düse 17 aus und haftet dadurch besser an der Glastafel 33.
Die Figuren 15 bis 18 zeigen für die Düse aus den Figuren 13 und 14 die Arbeitsphasen
entsprechend den Figuren 6 bis 9.
In alien Ausführungsbeispielen liegt die Drehachse 25 der Düse, welche senkrecht
zur Glastafel 33 verläuft, in der Ebene des Hauptteiles 24 der Mündung, welcher wie beim Stand der Technik der Bewegungsrichtung 34 entgegengerichtet
ist, so daß ein Abstandhalter mit einwandfrei konturierten Ecken unterbrechungsfrei
extrudiert werden kann. Die seitlichen Wände 50 der Düse, welche deren Mündung seitlich begrenzen, verlaufen mit ihrem Rand 51 zunächst senkrecht
zur Glastafel 33 und dann parallel zurGlastafel 33. Der erfindungsgemäß vorgesehene, durch die Ausnehmung 43 gebildete zusätzliche Mündungsquerschnitt
ist ausschließlich gegen die Glastafel 33 gerichtet.
Claims (13)
1. Vorrichtung zum Auftragen eines Strangs (35) aus einer plastischen Substanz
auf eine Glastafel (33) zur Bildung eines Abstandhalters mit vorgegebener Solldicke D für eine Isolierglasscheibe
mit Hilfe einer Düse (17), welche längs des Randes der Glastafel (33) um diese
herumbewegbar ist und dabei den aus der Düse (17) austretenden Strang
so auf die Glastafel (33) legt, daß Anfang und Ende des Strangs (35) zusammenstoßen,
wobei die Dicke des Strangs (35) beim Austreten aus der Düse (17) auf einer Strecke mit vorbestimmter Länge L von der Dicke des Fiims
(45) auf die Solldicke D gesteigert und komplementär dazu am Ende des Strangs (35) über die am Anfang des Strangs gebildete Schrägfläche (36)
hinweg von der Soildicke D wieder auf Null verringert wird
dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung (24) der Düse (17) an ihrem jener
Ebene (4) am nächsten liegenden Ende, nachfolgend als der Boden (23) der Düse bezeichnet, zusätzlich mit einem kleineren Teil (43) ihres Querschnitts
jener Ebene (4) zugewandt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Düse
(17) hat, deren Mündung (24) einen annähernd rechteckigen Querschnitt hat
und durch einen Schieber (26) verschließbar ist,
mit einem ersten Antrieb (31) zum Betätigen des Schiebers (26),
mit einem zweiten Antrieb (3) zum Bewegen der Düse (17) in einer Ebene (4),
und mit einem dritten Antrieb (8) zum Bewegen der Düse (17) quer zu jener
Ebene (4),
wobei die Mündung (24) der Düse (17) im wesentlichen der Bewegungsrichtung
(34) des zweiten Antriebs (3) entgegengesetzt ausgerichtet ist.
-17-
3, Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der der
Ebene (4) zugewandte Teil der Mündung durch entsprechende Einstellung des Schiebers (26) auf eine Spaltbreite von nicht mehr als 0,3mm begrenzbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der der Ebene
(4) zugewandte Teil der Mündung auf eine Spaltbreite von nicht mehr als 0,1mm bis 0,2mm begrenzbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mündung (24) der Düse (17) durch Seitenwände (50) begrenzt
ist, deren Ränder (51) sich rechtwinklig zu jener Ebene (4) bis zum Boden
(23) erstrecken.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Boden (23) mit jener Ebene (4) einen sich in die Bewegungsrichtung (34) des zweiten Antriebs (3) öffnenden, ersten spitzen Winkel
einschließt, wobei aber der der Ebene (4) zugewandte Teil (43) der Mündung
(24) einen zur Ebene (4) parallelen Rand hat.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wand (48) an der Spitze des Schiebers (26), welche beim
Schließen der Düse (17) in den der Ebene (4) zugewandten Teil (43) der
Mündung (24) taucht, mit der Ebene (4) einen sich in die Bewegungsrichtung
(34) des zweiten Antriebs (3) öffnenden, zweiten spitzen Winkel einschließt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite spitze
Winkel 4° beträgt.
-18-
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (17) um eine senkrecht zu jener Ebene (4) verlaufende,
im ebenen Hauptteil (24) der Mündung liegende Achse (25) drehbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn-
zeichnet, daß der Boden (23) der Düse (17) in der Nähe ihrer Mündung (24)
nach innen konvex gewölbt ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sich der jener Ebene (4) zugewandte kleinere Teil (43) der Mündung in Bewegungsrichtung (34) des zweiten Antriebs (3) über nicht mehr
als 3mm, vorzugsweise 2mm, erstreckt.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der jener Ebene (4) zugewandte Teil (43) der Mündung der Düse (17) durch eine im Boden (23) der Düse (17) vorgesehene Ausnehmung
gebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der jener Ebene (4) zugewandte Teil (43) der Mündung der Düse (17) durch eine an der Spitze des Schiebers (26) vorgesehene Ausnehmung
gebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29613762U DE29613762U1 (de) | 1996-08-09 | 1996-08-09 | Vorrichtung zum Auftragen eines plastischen Abstandhalters auf eine Glastafel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29613762U DE29613762U1 (de) | 1996-08-09 | 1996-08-09 | Vorrichtung zum Auftragen eines plastischen Abstandhalters auf eine Glastafel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29613762U1 true DE29613762U1 (de) | 1996-12-05 |
Family
ID=8027591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29613762U Expired - Lifetime DE29613762U1 (de) | 1996-08-09 | 1996-08-09 | Vorrichtung zum Auftragen eines plastischen Abstandhalters auf eine Glastafel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29613762U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1236559A1 (de) * | 2001-03-02 | 2002-09-04 | SOCIETA' ITALIANA VETRO- SIV-SpA | Vorrichtung und Verfahren zum Extrudieren eines Profils auf den Umfang einer Glasscheibe und Glasscheibe mit umgebender Profilleiste |
| DE102012221175A1 (de) * | 2012-11-20 | 2014-05-22 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Befüllvorrichtung mit einstellbarem Auftragswinkel |
-
1996
- 1996-08-09 DE DE29613762U patent/DE29613762U1/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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