Beschreibung
Vofa-Werk Xavier Vorbrüqqen GmbH & Co. KG,
Schiess-Str. 30, 40549 Düsseldorf
Anschlußeinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Anschlußeinrichtung mit einem Anschlußkopf
und einem Anschlußendteil, das eine den Anschlußkopf umgebende Anschlußöse aufweist, in der der Anschlußkopf formschlüssig
aufgenommen ist.
Zur Verbindung von Betätigungszügen oder Betätigungsgestängen mit zu betätigenden Organen in Kraftfahrzeugen, beispielsweise
Vergasern etc., sind Anschlußeinrichtungen bekannt, die gelenkartig
ausgebildet sind. Sie bestehen aus einem Anschlußkopf und einem Anschlußendteil. Der Anschlußkopf ist beispielsweise an
dem zu betätigenden Organ befestigt und hat Kugelform. Auf diesem Anschlußkopf sitzt eine Anschlußöse des Anschlußendteils,
wobei die Anschlußöse innenseitig an den Anschlußkopf derart angepaßt ist, daß der Anschlußkopf in der Anschlußöse formschlüssig
aufgenommen ist.
Bei den bekannten Anschlußeinrichtungen ist die Anschlußöse elastisch
aufweitbar ausgebildet, damit sie auf den Anschlußkopf aufgesteckt werden kann. Dabei muß die Elastizität so groß
sein, daß ein Aufstecken von Hand oder mit üblichen Hilfsmitteln geschehen kann, also nicht zu große Kräfte überwunden werden
müssen. Dies begrenzt allerdings den Halt des Anschlußendteils auf den Anschlußkopf, so daß bei höheren Belastungen die
Gefahr besteht, daß sich das Anschlußendteil von dem Anschlußkopf löst. Der Halt des Anschlußendteils auf dem Anschlußkopf
kann darüberhinaus dadurch beeinträchtigt werden, daß beim Aufstecken des Anschlußendteils Beschädigungen auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anschlußeinrichtung
so zu gestalten, daß einerseits die Verbindung zwischen Anschlußkopf und Anschlußendteil leicht herstellbar ist, andererseits
diese Verbindung aber auch sehr haltbar ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Anschlußkopf
einen Anschlußbolzen und eine auf diesem sitzende Anschlußhülse aufweist, wobei die Anschlußhülse radial zumindest
in Teilbereichen so elastisch ist, daß sie ohne den Änschlußbolzen in die Anschlußöse einsetzbar ist, und wobei der Anschlußbolzen
derart geformt ist, daß er die Anschlußhülse nach dem Einsetzen innenseitig abstützt.
Nach dem Grundgedanken der Erfindung ist der Anschlußkopf zweiteilig
ausgebildet. Er hat eine Anschlußhülse, die sehr elastisch ausgebildet sein kann und sich deshalb einfach in die Anschlußöse
einsetzen läßt. Dabei kann der Anschlußbolzen in die Anschlußhülse eingesteckt werden, so daß er die Anschlußhülse
innenseitig abstützt. Auf diese Weise kann die Anschlußhülse nicht mehr radial nach innen ausweichen. Sie ist formbeständig
stabilisiert und kann sich deshalb auch nicht aus der formschlüssigen Aufnahme in der Anschlußöse lösen.
In Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß Anschlußhülse und Anschlußbolzen über Rastelemente miteinander verbunden
sind. Dies kann beispielsweise so geschehen, daß die anschlußhülsenseitigen Rastelemente an radial beweglichen Rastzähnen an
einem Ende der Anschlußhülse sitzen. Zweckmäßigerweise sollten dann die Rastzähne innenseitig Rastvorsprünge aufweisen, die in
eine Ringnut im Anschlußbolzen einfassen. Auf diese Weise ist der Anschlußbolzen einfach und sicher in der Anschlußhülse gehalten.
Vorzugsweise sollten die Rastzähne außenseitig Vorsprünge aufweisen,
die auf einem Absatz der Anschlußöse aufsitzen. Diese
Ausbildung bietet sich insbesondere bei einer zylindrischen Ausbildung
der Anschlußhülse an.
Nach der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß die Anschlußöse einen ösenring aufweist, der innenseitig unter Bildung der formschlüssigen
Verbindung an der Außenseite der Anschlußhülse anliegt. Um das Gelenk zu kapseln, sollte der ösenring auf einer
Seite mit einer Abdeckkappe versehen sein.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß der ösenring außenseitig von einem Anschlußring mit Abstand umgeben
ist und wenigstens in dem Abstand zwischen ösenring und Anschlußring ein geräusch- und/oder schwingungsdärapfendes Material,
beispielsweise das unter der Marke "Santroprene" bekannte Kautschukmaterial, angeordnet ist. Dabei kann auch die Abdeckkappe
und sogar der Anschlußring außenseitig von dem Material umgeben sein.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
näher veranschaulicht. Es zeigen:
Figur 1 eine Anschlußeinrichtung im Querschnitt und
Pigur 2 eine weitere Anschlußeinrichtung im Querschnitt.
Die in Figur 1 dargestellte Anschlußeinrichtung 1 besteht im wesentlichen
aus einem Anschlußendteil 2 und einem Anschlußkopf 3.
Das Anschlußendteil 2 weist eine Anschlußstange 4 auf, in die an ihrem freien Ende eine Sackbohrung 5 eingeformt ist, über
die eine Verbindung beispielsweise mit einem Betätigungszug hergestellt werden kann. Auf das andere Ende der Anschlußstange 4
ist ein Anschlußring 6 aus Polyamid aufgespritzt, so daß Anschlußstange
4 und Anschlußring 6 eine starre Verbindung haben.
In dem Anschlußring 6 sitzt ein ösenring 7, der eine zylindrische
Grundform hat. Der Abstand zwischen Anschlußring 6 und ösenring 7 ist von einem Kautschukmaterial 8 ausgefüllt, der
den Anschlußring 6 auch außenseitig umgibt. Die obere öffnung des ösenrings 7 ist mit einer Abdeckkappe 9 verschlossen, welche
ebenfalls außenseitig von dem Kautschukmaterial 8 umgeben ist. Die Abdeckkappe 9 ist über Rastelemente 10 mit dem ösenring
7 verbunden.
Der Anschlußkopf 3 ist zweiteilig ausgebildet. Br hat einen Anschlußbolzen
11, dessen nach außen ragendes freies Ende mit einem Anschlußgewinde 12 versehen ist. Über das Anschlußgewinde
12 kann eine Verbindung beispielsweise mit einem zu betätigenden Organ hergestellt werden. Dabei kann ein Schraubenschlüssel
an einem Sechskant 13 oberhalb des Anschlußgewindes 12 angesetzt werden.
Im Bereich des ösenrings 7 ist der dort zylindrisch ausgebildete Anschlußbolzen 11 von einer Anschlußhülse 14 aus Kunststoff
umgeben, und zwar derart, daß die Innenseite der Anschlußhülse 14 an der Außenseite des Anschlußbolzens 11 anliegt. In axialer
Richtung wird der Anschlußbolzen 11 durch Rastvorsprünge 15 gehalten, die nach innen in eine ringförmige Rastnut 16 einfassen.
Die Anschlußhülse 14 weist untenseitig einen Ringsteg 17 auf, der an einem Absatz des ösenrings 7 anliegt. Obenseitig weist
die Anschlußhülse 14 einen Ringwulst 18 auf, der gleichfalls mit einem Absatz an der Anschlußhülse 14 zusammenwirkt, und
zwar derart, daß die Anschlußhülse 14 axial unverschieblich in dem ösenring 7 gehalten ist. Die äußere zylindrische Fläche der
Anschlußhülse 14 ist an die ebenfalls zylindrisch ausgebildete Innenfläche des ösenrings 7 derart angepaßt, daß das Anschlußendteil
2 um die Längsachse des Anschlußbolzens 11 drehbar ist.
Die Verbindung zwischen Anschlußendteil 2 und Anschlußkopf 3 ge-
schieht wie folgt. Zunächst wird die Anschlußhülse 14 ohne den Anschlußbolzen 11 von unten in den ösenring 7 eingeschoben. Da
die Anschlußhülse 14 über den Umfang verteilt mehrere Axialschlitze
im oberen Drittel aufweist, ist die Anschlußhülse 14 in diesem Bereich elastisch und kann radial nach innen ausweichen.
Deshalb kann sie mit dem Ringwulst 18 durch den ösenring 7 geschoben werden. Nach Passieren des verengten Abschnitts des
ösenrings 7 kann sich der Ringwulst 18 wieder in die gezeigte Stellung ausdehnen, so daß die Anschlußhülse 14 in axialer Richtung
einerseits durch den Ringsteg 17 und andererseits durch den Ringwulst 18 gehalten ist. Danach wird der Anschlußbolzen
11 unten in die Anschlußhülse 14 eingeschoben. In der Bndstellung rasten die zunächst nach außen verdrängten Rastvorsprünge
15 in die Rastnut 16 ein. Der Anschlußbolzen 11 verhindert, daß die Anschlußhülse 14 nach innen ausweichen kann. Die Anschlußhülse
14 bleibt somit auch bei hoher Belastung formstabil, so daß die Verbindung zwischen Anschlußkopf 3 und Anschlußendteil
2 nicht verlorengehen kann.
Das Kautschukmaterial 8 weist untenseitig einen Kautschukring 19 auf, der an der oberen Kante des Sechskants 13 anliegt und
auf diese Weise die Verbindung zwischen Anschlußendteil 2 und Anschlußkopf 3 abdichtet.
Die in Figur 2 dargestellte Anschlußeinrichtung besteht ebenfalls aus Anschlußendteil 22 und einem Anschlußkopf 23. Von dem
Anschlußendteil 22 ist hier nur ein den Anschlußkopf 23 umgebender Anschlußring 24 zu sehen. Dieser ist gleicherweise wie bei
der Anschlußeinrichtung 1 mit einer hier nicht dargestellten Anschlußstange verbunden.
In dem Anschlußring 24 sitzt ein ösenring 25 aus einem Kunststoff
material, welcher innenseitig eine sphärische Ringfläche 26 aufweist. Der Abstand zwischen ösenring 25 und Anschlußring
24 ist hier gleichfalls von einem Kautschukmaterial 27 ausgefüllt. Obenseitig ist der ösenring 25 geschlossen ausgebildet
und ebenfalls von dem Kautschukmaterial 27 umgeben, über den Umfang
verteilt hat der ösenring 25 vier Axialschlitze 28, 29, die ihm eine vorherbestimmte Elastizität in radialer Richtung
geben.
Der Anschlußkopf 23 ist auch hier zweiteilig ausgebildet und besteht
aus einem Anschlußbolzen 30 und einer Anschlußhülse 31. Der Anschlußbolzen 30 ist an seinem unteren, nach außen ragenden
Ende mit einem Anschlußgewinde 32 und darüber mit einem Sechskant 31 versehen, über das Anschlußgewinde 32 kann der Anschlußbolzen
30 mit beispielsweise einem zu betätigenden Organ verbunden werden.
Der obere Teil des Anschlußbolzens 30 sitzt in der Anschlußhülse 31 und stützt diese innenseitig ab. Im Bereich des oberen Endes
hat die Anschlußhülse 31 Rastvorsprünge 34, die in eine ringförmige Rastnut 35 einfassen, die in den Änschlußbolzen 30
eingeformt ist. Auf diese Weise wird der Anschlußbolzen 30 axial unverschieblich in der Anschlußhülse 31 gehalten.
Die Anschlußhülse 31 weist außenseitig einen flach sphärisch gewölbten
Ringwulst 36 auf, dessen Außenseite an die Ringfläche 26 des ösenrings 25 derart angepaßt ist, daß die Anschlußhülse
31 kugelgelenkartig in dem ösenring 25 gehalten ist. Die Anschlußhülse 31 weist über den Umfang verteilt Axialschlitze 37,
38 auf, die der Anschlußhülse 31 radiale Elastizität geben. Die in der Abbildung zu sehenden Axialschlitze 37, 38 erstrecken
sich nur über den oberen Endbereich und sorgen für eine radiale Elastizität der Rastvorsprünge 34. Daneben sind weitere, hier
nicht sichtbare Axialschlitze vorgesehen, die bis zum unteren Ende des Ringwulsts 36 reichen und somit der Anschlußhülse 31
auch im Bereich des Ringwulsts 36 Elastizität in radialer Richtung geben.
Das Einsetzen des Anschlußkopfs 21 in das Anschlußendteil 22 geschieht
in analoger Weise wie bei der Anschlußeinrichtung 1. Zu-
nächst wird die Anschlußhülse 31 ohne Anschlußbolzen 30 in den ösenring 25 bis in die gezeigte Stellung eingeschoben wobei
die Radialelastizität der Anschlußhülse 31 ein Einschnappen in die Ringfläche 26 des ösenrings 25 erlaubt. Dann wird der Anschlußbolzen
30 in die Anschlußhülse 31 von unten eingeschoben, bis die Rastvorsprünge 34 nach vorherigem Aufweiten einschnappen.
Der Anschlußbolzen 30 stützt dann die Anschlußülse 31 innenseitig ab, so daß sie nicht mehr radial nach innen ausweichen
kann. Die Anschlußhülse 31 ist also formbeständig und wird deshalb formschlüssig über den Ringwulst 36 in der Ringfläche
26 des ösenrings 25 gehalten.