DE29610607U1 - Stoßdämpfer für Schienenfahrzeuge und Industrieanwendungen - Google Patents
Stoßdämpfer für Schienenfahrzeuge und IndustrieanwendungenInfo
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- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G9/00—Draw-gear
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- B61G9/16—Continuous draw-gear combined with buffing appliances, e.g. incorporated in a centre sill with fluid springs or fluid shock-absorbers; Combinations thereof
-
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Description
Die Erfindung betrifft einen Stoßdämpfer für Schienenfahrzeuge und Industrieanwendungen.
Es handelt sich um eine Kombination aus einer mechanischen Federeinheit und einem
hydraulichen Dämpfer.
Bekanntermaßen sind die hydraulischen Dämpfer insbesondere dadurch gekennzeichnet, daß in
den Druckmantel eine definierte Anzahl von Drosselbohrungen, die mit einer nahezu
drucklosen Ausgleichskammer in Verbindung stehen, eingebracht ist. Stoßdämpfer, die nach diesem Prinzip arbeiten sind bereits bekannt und im Praxiseinsatz.
Darüberhinaus existieren Stoßdämpfer mit hydraulischem Dämpfer, sogenannte Kombistoßdämpfer, bei denen sich die Drosselbohrungen nicht im Druckraummantel, sondern
beispielsweise im Kolben befinden, bzw. die mit einem Drosseldorn oder mit einem konischen
Druckraum arbeiten. Bekannt ist auch, einen Scherspalt zwischen den Mantelflächen des
Kolbens und des Zylinders vorzusehen, bzw. die Zylindermantelfläche zu strukturieren
(EP 0 595 160). Bei der in DE 31 09 867 beschriebenen hydraulischen Stoßdämpfereinrichtung
ist eine Regeleinrichtung in den Strömungspfad eingesetzt. Die beschriebenen Konstruktionen
sind jedoch für die noch vorzustellende Erfindung nicht relevant. Die Zielstellungen dieser
Lösungen kommen zwar dem Ziel der in Rede stehenden Erfindung nahe, nämlich möglichst
eine ideale Stoßdämpferkennlinie zu realisieren, allerdings ist der betriebene apparative
Aufwand hierfür unvertretbar hoch.
Die technische Entwicklung hat deshalb zu einfachen, leicht realisierbaren Lösungen der
eingangs beschriebenen Art gefuhrt.
In Herstellerprospekten sind hydraulische Puffer ohne mechanische Federeinheit veröffentlicht,
die kleine Löcher in der Hydraulikrohrwand besitzen, durch die das Hydrauliköl bei stoßartiger
Belastung nach außen gedrückt wird und somit eine geschwindigkeitsabhängige Dämpfung
bewirkt. Es ist angegeben, daß Drosselöffhungen auf der gesamten Hublänge befindlich sind,
deren Anzahl proportional zum verfahrenen Hub abnimmt. Nach Auftreffen einer Masse fährt
der Kolben an und baut sofort einen Innendruck auf. Drucköl strömt gleichzeitig durch alle
Drosselöffnungen. Aufgrund der proportionalen Abnahme von wirksamen Drosselöffiiungen
wird die Einfahrgeschwindigkeit zwangsläufig geringer und es entsteht eine gleichbleibende
Verzögerung über den gesamten Hub.
In einem weiteren Firmenprospekt ist angegeben, daß dieses hydraulische Dämpfungsprinzip
mit einer mechanischen Federeinheit kombiniert ist.
Basierend auf dem beschriebenen Stand der Technik, war ein Stoßdämpfer für
Schienenfahrzeuge und Industrieanwendungen zu schaffen, bei dem eine mechanische
Federeinheit mit einem hydraulischen Dämpfer der beschriebenen Art kombiniert ist und der
Drosselöflhungen im Mantel des Dämpferdruckraumes aufweist, die im Zusammenwirken mit
einer nahezu drucklosen Ausgleichskammer zur Durchströmung mit Dämpferflüssigkeit zur
Verfugung stehen. Aufgabengemäß war zu sichern, daß für jeden konkreten Anwendungsfall
ein Stoßdämpfer mit einer nahezu idealen Rechteckkennlinie bereitgestellt werden kann, wobei
strengstes Augenmerk auf geringstmöglichen Fertigungsaufwand zu legen war. Diese Aufgabe
wird erfindungsgemäß nach Maßgabe der kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.
Danach nimmt der zur Durchströmung mit Dämpferflüssigkeit zur Verfugung stehende freie
Drosselquerschnitt im Druckraummantel mit zunehmender Kolbeneintauchtiefe ab, und zwar in
der Weise, daß sich je nach Einsatzgebiet Drosselkennlinie mit beliebigen Verlauf realisieren
lassen, d.h., die Abnahme des freien Drosselquerschnittes kann wahlweise nach einer konstant
verlaufenden Drosselkennlinie realisiert werden oder nach einer solchen, die einer bestimmten
Funktion folgt, wobei auch Mischformen möglich sind.
Folgende Drosselkennlinienverläufe werden als bevorzugte Anwendungen beispielhaft genannt:
Folgende Drosselkennlinienverläufe werden als bevorzugte Anwendungen beispielhaft genannt:
- Konstante bzw. teilweise konstante Abnahme des freien Drosselquerschnittes;
- Der freie Drosselquerschnitt nimmt anfangs konstant, später nach einer Potenzfunktion, ab;
- Die Abnahme des freien Drosselquerschnittes ist ausschließlich nach einer Potenzfünktion
realisiert.
Im Endbereich der Kolbeneintauchtiefe sinkt der freie Drosselquerschnitt auf Null bzw. auf
einen konstanten Mindestwert ab. Bei kombinierten Kurvenverläufen liegen relativ kurz
bemessene Übergangsbereiche zwischen den einzelnen Abschnitten, bezogen auf die Kolbenemtauchtiefe.
Nach der Erfindung sind auch konstant verlaufende Kennlinien oder abschnittsweise
ansteigende Verläufe umsetzbar.
Die technische Umsetzung ist in den Ansprüchen 7 bis 12 näher beschrieben. Die Realisierung
der beschriebenen Drosselkennlinie ist danach grundsätzlich durch die Verwendung von
mehreren Drosselöfihungen, vorzugsweise -bohrungen, im Druckmantel des hydraulischen
Dämpfers möglich. Bei Bohrungen gleichen Durchmessers ist die Bohrungshäufigkeit bezogen
auf die Kolbeneintauchtiefe maßgebend, während bei Bohrungen mit unterschiedlichen
Durchmessern die Bohrungshäufigkeit in Verbindung mit den gewählten Durchmessern
relevant ist. Weiterhin können Bohrungen mit unterschiedlichen Durchmessern in gleichen
Abständen zur Anwendung kommen.
Denkbar ist aber auch, ein Langloch mit variabler Breite und entsprechend geringer
Drosselfläche, gemäß der gewünschten Drosselkennlinie, in den Druckmantel einzubringen.
Mit dieser Variante ist es möglich, die geforderte Drosselkennlinie sehr genau nachzuempfinden. Allerdings werden hier extrem hohe Anforderungen an die Fertigung
gestellt. Von den Fertigungsmöglichkeiten hängt es daher ab, welcher Variante letztlich der
Vorzug gegeben wird. Auch Kombinationen der aufgezeigten Merkmale sind möglich.
Am Beispiel eines Hydraulik- Kombistoßdämpfers für Schienenfahrzeuge wird die Erfindung
nachfolgend näher erläutert.
In den zugehörigen Zeichnungen ist dargestellt:
- Figur 1: der Hydraulik- Kombistoßdämpfer, teilweise im Längsschnitt;
- Figur 2: der Druckmantel im Längsschnitt mit angedeuteten Drosselbohrungen und
darüber dargestellter Drosselkennlinie,
- Figur 3: der Druckmantel in der Seitenansicht.
- Figur 4 mögliche Drosselkennlinienveräufe.
Die angebrachten Bezugszeichen bedeuten:
1 Federeinheit
2 hydraulischer Dämpfer
3 Druckmantel
4 Drosselöffhung
5 Ausgleichskammer
A freier Drosselquerschnitt
L Kolbeneintauchtiefe
L Kolbeneintauchtiefe
Wie der Name andeutet, besteht der Hydraulik- Kombistoßdämpfer aus einer mechanischen
Federeinheit 1 und einem hydraulichen Dämpfer 2. Wichtigstes Wesensmerkmal ist, daß in den
Druckraummantel 3 des hydraulischen Dämpfers 2 eine definierte Anzahl von Drosselöffhungen 4 in Gestalt von Bohrungen, die mit einer nahezu drucklosen
Ausgleichskammer 5 in Verbindung stehen, eingebracht ist. In Bezug auf die Kolbeneintauchtiefe L ergibt sich aus der Bohrungsverteilung ein konkreter Kurvenverlauf für
den freien Drosselquerschnitt A, wie im Hauptanspruch bzw. in den relevanten
Unteransprüchen angegeben (Figur 2). Weitere sinnvolle Kurververläufe sind in Figur
aufgezeigt. Im gewählten Beispiel nimmt der fur die Durchströmung mit Dämpferflüssigkeit
zur Verfügung stehende freie Drosselquerschnitt A zunächst nur langsam ab, reduziert sich
dann relativ schnell und verringert sich schließlich wiederum langsam, bis am Ende der
Kolbeneintauchtiefe L keine Drosselöffhungen 4 mehr zur Verfugung stehen.
Claims (12)
1. Stoßdämpfer fiir Schienenfahrzeuge und Industrieanwendungen, im wesentlichen
bestehend aus einer mechanischen Federeinheit und einem hydraulichen Dämpfer, ausgestattet
mit Drosselöffhungen, die im Mantel des Druckraumes angeordnet sind und mit einer nahezu
drucklosen Ausgleichskammer in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß der freie
Drosselquerschnitt (A) mit zunehmender Kolbeneintauchtiefe (L) konstant bleibt, abschnittsweise ansteigt oder vorzugsweise nach Maßgabe der Unteransprüche abnimmt, und
zwar wahlweise nach einer konstant verlaufenden oder einer bestimmten Funktion folgenden
Drosselkennlinie, wobei auch Mischformen möglich sind.
2. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der freie Drosselquerschnitt (A) konstant bzw. teilweise konstant abnimmt.
3. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der freie Drosselquerschnitt (A) anfangs konstant abnimmt und sich anschließend nach einer
Potenzfunktion reduziert.
4. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein gemäß einer
Potenzfunktion abfallender freier Drosselquerschnitt (A) realisiert ist.
5. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der freie Drosselquerschnitt (A) im Endbereich der Kolbeneintauchtiefe (L) auf Null bzw. auf
einen konstanten Mindestwert absinkt.
6. Stoßdämpfer nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
verschiedenen Drosselquerschnittsbereichen bezogen auf die Kolbeneintauchtiefe (L) relativ
kurz bemessene Übergangsbereiche liegen.
7. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselkennlinie durch
Verwendung von Drosselöfrhungen (4) mit gleichen Drosselflächen über deren Häufigkeit
bezogen auf die Kolbeneintauchtiefe (L) realisiert ist,
8. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselkennlinie durch die
Verwendung von Drosselöffnungen (4) mit unterschiedlichen Drosselflächen, jedoch mit
konstanter Häufigkeit bezogen auf die Kolbeneintauchtiefe (L) realisiert ist.
9, Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselkennlinie durch
die Verwendung von Drosselöfrhungen (4) mit unterschiedlichen Drosselflächen über deren
Häufigkeit bezogen auf die Kolbeneintauchtiefe (L) realisiert ist.
10. Stoßdämpfer nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als
Drosselöfrhungen (4) Bohrungen vorgesehen sind.
11. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Drosselöffnung (4) ein
Langloch variabler Breite, gemäß der gewünschten Drosselkennlinie, dient.
12. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Realisierung der
Drosselkennlinie Kombinationen aus den Merkmalen der Ansprüche 7- 11 verwirklicht sind.
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen!
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29610607U DE29610607U1 (de) | 1996-06-17 | 1996-06-17 | Stoßdämpfer für Schienenfahrzeuge und Industrieanwendungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29610607U DE29610607U1 (de) | 1996-06-17 | 1996-06-17 | Stoßdämpfer für Schienenfahrzeuge und Industrieanwendungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29610607U1 true DE29610607U1 (de) | 1996-08-29 |
Family
ID=8025299
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29610607U Expired - Lifetime DE29610607U1 (de) | 1996-06-17 | 1996-06-17 | Stoßdämpfer für Schienenfahrzeuge und Industrieanwendungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29610607U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2305531A1 (de) * | 2009-10-01 | 2011-04-06 | Voith Patent GmbH | Vorrichtung zum Abdämpfen von Zug- und Druckkräften |
| WO2022223394A1 (de) * | 2021-04-19 | 2022-10-27 | Voith Patent Gmbh | Zug- und stosseinrichtung für eine zugkupplung und zugkupplung |
-
1996
- 1996-06-17 DE DE29610607U patent/DE29610607U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2305531A1 (de) * | 2009-10-01 | 2011-04-06 | Voith Patent GmbH | Vorrichtung zum Abdämpfen von Zug- und Druckkräften |
| CN102030014A (zh) * | 2009-10-01 | 2011-04-27 | 沃依特专利有限责任公司 | 用于缓冲牵引力和压缩力的设备 |
| RU2449911C1 (ru) * | 2009-10-01 | 2012-05-10 | Войс Патент Гмбх | Устройство для демпфирования растягивающих и сжимающих усилий |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19961010 |
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| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: EISENBAHNTECHNIK HALBERSTADT GMBH, DE Free format text: FORMER OWNER: ETH EISENBAHNTECHNIK GMBH & CO. HALBERSTADT KG, 38820 HALBERSTADT, DE Effective date: 19970901 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 19991129 |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20021217 |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20041102 |
|
| R071 | Expiry of right |