DE29609158U1 - Gehäuse zur Aufnahme von Installations-Bauteilen - Google Patents
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Description
Franke, Udo, Margarethe-Windhorst-Str. 1, 48336 Sassenberg
"Gehäuse zur Aufnahme von Instaliations-Bauteilen" 5
Die Erfindung betrifft ein Gehäuse nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der Praxis ist es bekannt, Bauelemente der Hausinstallationstechnik
im Wasser- und Heizungsbereich in Trans
portkästen zu versenden. So ist es beispielsweise bekannt, einen Verteiler für Heißwasser innerhalb eines aus Pappe oder
Holz oder Kunststoff bestehenden Versandgehäuses anzuordnen. Ais Füllmaterial zur Vermeidung von Stößen, die den Verteiler
beschädigen könnten, wird Polystyroischaum, Holzwolle
od. dgl. verwendet. Der Verteiler wird am Einsatzort aus der Verpackung entnommen und an der Wand befestigt. Hierzu sind
verschiedene Schienen, Rohrschellen u. dgl. erforderlich. Schließlich wird um den Verteiler ein Verteilerschrank angeordnet
oder, wenn der Verteilerschrank bereits vorhanden ist, wird
der Verteiler innerhalb des Verteilerschrankes auf die oben beschriebene
Weise befestigt. Der Verteilerschrank kann als Aufputz- oder als Unterpatzkasten ausgestaltet sein. Eine Isolierung
des Verteilers kann nach der Montage erfolgen. Dabei ist aufgrund der verwinkelten Ausgestaltung eines derartigen Ver
teilers und aufgrund der vorhandenen Anschluß- und Befestigungsmittel
eine aufwendige Isolierung von Hand erforderlich, indem einzelne Isoiierelemente am Verteiler befestigt werden.
Weiterhin ist eine nachrüstbare Isolierung aus dem Stand der
Technik bekannt, die zweiteilig und steckbar ausgebildet ist und die den Kernbereich eines Verteilers abdeckt, die Anschlußstutzen
des Verteilers jedoch freiläßt, damit diese zweiteilige und steckbare Isolierung auf einfache Weise am Verteiler befestigt
werden kann, bevor der Verteiler montiert und mit be
nachbarten Bauelementen verbunden wird.
• ·
Schließlich ist aus dem Stand der Technik bekannt, einen Verteilerschrank
aus wärmeisoiierendem Werkstoff herzustellen. Auf diese Weise wird ohne eine aufwendige Anpassung einzelner
Isolationselemente eine Isolierung der gesamten In-'
stallationsbaugruppe, d. h. des Verteilers und ggf. angrenzender
Bauelemente ermöglicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gehäuse zur Aufnahme
von Bauelementen der Hausinstaliation-Wasser- und Heizungstechnik zu schaffen, welches zunächst als Transport
verpackung geeignet ist, anschließend die Befestigung der Bauelemente im Gebäude ermöglicht und welches schließlich
die Isolation der Bauelemente mit minimalem Aufwand ermöglicht.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch ein Gehäuse mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, ein Gehäuse aus einem Werkstoff zu fertigen, der einerseits eine Festigkeit
aufweist, die das Gehäuse als Versandverpackung geeignet macht, beispielsweise im Gegensatz zu dem Polystyrolschaumstoff,
der als Isolatonsmaterial vorgesehen ist oder der als Verpackungsmaterial innerhalb eines äußeren Versandgehäuses
bekannt ist. Gleichzeitig soll dieser Werkstoff wärmeisolierende
Eigenschaften aufweisen, so daß nach dem Versand das Gehäuse um die Bauelemente herum verbleiben kann als Isolierung,
so daß keine von Hand vorzunehmende nachträgliche oder zusätzliche Isolierung zu montieren ist.
Schließlich soll das Gehäuse die Bauelemente derart umschließen, daß sie innerhalb des Gehäuses nicht beweglich
sind. Dies stellt zum einen einen Transportschutz sowohl für das Gehäuse als auch für die Bauelemente dar, zum anderen
wird dadurch eine Festlegung der Bauelemente bewirkt, so daß
bei einer Montage des Gehäuses innerhalb eines Installations-
schrankes oder an einer Wand gleichzeitig auch die im Gehäuse festgelegten Bauelemente befestigt sind. Auf diese
Weise wird die Montage der Bauelemente vereinfacht und gleichzeitig wird durch die Montage der Bauelemente nicht die
Isolierung der Bauelemente erschwert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen entnehmbar.
So kann beispielsweise das Gehäuse zweiteilig ausgebildet
sein, wobei ein Grundteil vorgesehen ist sowie ein Deckel. Wenn der Deckel dabei entfernbar oder beweglich, beispielsweise
verschwenkbar, befestigt ist, kann die Zugänglichkeit zu den Bauteilen auf einfache Weise ermöglicht werden, um zunächst
die Bauteile in eine gesamte Installationsanlage einzu
binden und anzuschließen und um später Zugang zu Anzeigemitteln oder beispielsweise zu Regulierventilen oder ähnlichen
Einrichtungen zu ermöglichen. Für den Transport kann das Gehäuse auf einfache Weise verschlossen werden, indem es durch
einen Streifen Transportklebeband gesichert wird.
Vorteilhaft können im Grundteil Aufnahmemulden für die Bauelemente
derart knapp bemessen sein, daß sie die Bauelemente durch eine Klemmwirkung im Grundteii festlegen. Auf diese
Weise wird nicht nur die sichere Festlegung der Bauelemente
während des Transportes des Gehäuses sichergestellt, sondern es sind zudem keine zusätzlichen Befestigungsmittel erforderlich,
um die Bauelemente im Gehäuse sicher anzubringen. Insbesondere wenn im späteren Betrieb der Deckel entfernt wird,
verbleiben die Bauelemente sicher im Grundtei! des Gehäuses.
Vorteilhaft können Kanäle vorgesehen sein, die den Zugang zu beispielsweise Anschlußstutzen, Regulierventilen und Anzeigeeinrichtungen
ermöglichen. Auf diese Weise wird ein schneller Anschluß der Bauelemente in der Baustelle ermöglicht und
später ein leichter Zugriff auf die Bauelemente, ohne daß die
gesamte Isolierung entfernt werden muß und das gesamte Gehäuse geöffnet werden muß.
Als Transportschutz können die Kanäle Verschiußmittei In Form
dünner angeformter Trennwände aufweisen, die bei Bedarf beispielsweise mit Hilfe eines Messers entfernt werden können
oder es können entfernbare Verschlußstopfen vorgesehen sein. In jedem Fall reduziert sich der zu entsorgende Verpackungsanteil
erheblich gegenüber bislang verwendeten, lediglich für den Transport dienenden Gehäusen.
Vorteilhaft können im Grundteil Montagebohrungen vorgesehen sein, beispielsweise in Form einer bis zur Rückseite des
Grundteiles durchgehenden Bohrung, wobei der zur Gehäusemitte weisende vordere Bereich dieser Bohrung einen größeren
Durchmesser aufweist, so daß dort beispielsweise Schraubenköpfe aufgenommen werden können.
Eine einfache Verbindung zwischen dem Grundteil und dem Deckel kann durch Befestigungsmittel zur lösbaren Verbindung
der beiden Gehäuseteile vorgesehen sein. Derartige Befestigungsmittel sind in der Praxis vielfach robuster als Scharniere
und ermöglichen die Entfernung des Deckels, so daß die Bauelemente im Grundteil während der Montage, also während der
Verbindung mit anderen Bauelementen der Installationstechnik, leicht zugänglich sind, insbesondere kann dabei eine Steckverbindung
vorgesehsen sein, wobei die Montagebohrungen ggf. an der Frontseite des Grundteiles auch nach Einbringung von
Montageschrauben oder ähnlichen Befestigungsmitteln noch einen ausreichend großen Freiraum aufweisen, der zur Aufnah
me von Klemmstiften dienen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung im folgenden näher erläutert.
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Dabei ist mit 1 ein rein schematisch dargestelltes Gehäuse bezeichnet,
welches ein Grundteil 2 und einen Deckel 3 umfaßt. Der Deckel 3 ist gegenüber dem Grundteil 2 entfernbar ausgebildet
mittels einer Steckverbindung, wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel das Grundteil 2 Klemmstifte 4 aufweist,
denen entsprechende Bohrungen im Deckel 3 zugeordnet sind. Eine demgegenüber einfachere Ausgestaltung des Grundteiles
2 kann erzielt werden, wenn am Deckel 3 Klemmstifte vorgesehen sind, die in Montagebohrungen 5 des Grundteiles eingreifen.
Die Montagebohrungen 5 dienen im übrigen der Auf
nahme von Befestigungsschrauben, mit denen das Grundteil 2 beispielsweise an einer Wand oder an einem Installationskasten
festgelegt werden kann.
Im Grundteil 2 sind zwei Verteiler 6 für den Vorlauf und den
Rücklauf eines Heizkreislaufes angeordnet. Hierzu werden die Verteiler 6 in konturengerecht ausgebildeten Aufnahmemulden
aufgenommen, wobei die Aufnahmemulden die Verteiler klemmend festlegen.
Das Grundteil 2 weist dabei ebenso wie der Deckel 3 zwei unterschiedliche Ebenen auf, so daß der Anschluß der Rohre für
den Vorlauf und für den Rücklauf kollisionsfrei in unterschiedlichen Höhen möglich ist, so daß beispielsweise die Rohre für
den Vorlauf hinter dem Verteilerrohr für den Rücklauf hergeführt
werden können. Zu diesem Zweck weist das Grundteil 2 einen Kanal 7 auf, in den die Rohre eingeführt werden können, wobei
die Rohre hinter dem unteren Verteiler 6 hergeführt werden, wobei sich der Kanal 7 in drei einzelne Arme 8 aufteilt, die zu den
Anschlußstutzen des oberen Verteilers 6 führen.
Der obere Verteiler 6 umfaßt drei Regulierventile 9, die durch entsprechende, im Deckel 3 angeordnete Kanäle 7 auch dann
zugänglich sind, wenn das Gehäuse 1 geschlossen ist. Die Kanäle 7 können zunächst als Transportschutz verschlossen
sein, z. B. durch herausbrechbare oder herausschneidbare
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Trennwände oder durch werkzeugios entfernbare Stopfen. Zudem können weitere Kanäle vorgesehen sein zum Nachrüsten
von Stellmotoren oder ähnlichen an die Verteiler 6 anschließbaren weiteren Bauelementen der Installationstechnik. Derartige
Kanäle können vorteilhaft verschlossen sein, um einen opti
malen Transportschutz der Bauelemente, also der Verteiler 6 zu ermöglichen und um im Betrieb eine optimale Isolierwirkung des
Gehäuses 1 sicherzustellen.
Das Gehäuse 1 kann horizontal durch ähnliche Gehäuse er
weiterbar sein, um den Anschluß weiterer Bauelemente zu ermöglichen,
beispielsweise einer Wasseruhr, eines Wärmezählers od. dgl. Zu diesem Zweck können Verbindungsmittel
vorgesehen sein, um zwei Gehäuse möglichst wärmedicht aneinander anschließen zu lassen, z. B. in Form einer Nut- und
Feder- oder ähnlichen Labyrinthdichtung.
Weiterhin kann das Gehäuse 1 nach unten erweiterbar ausgebildet sein, um beispielsweise an einen Sockel anschließbar zu
sein, der zum Zuführen von Leitungen aus einer Fußbodenhei
zung zum Verteiler dient.
Weiterhin kann ein unter Putz befestigbarer Blendrahmen zur Aufnahme des Gehäuses vorgesehen und angepaßt sein. Dabei
kann das Gehäuse steckbar an dem Blendrahmen befestigbar
sein. Ein umlaufender Putzrahmen kann vorgesehen sein, der durch den Blendrahmen abgedeckt werden kann.
Das Gehäuse 1 dient im Winter auch als Frostschutz der Instailationsbauteile
im Rohbau. Häufig werden vor Einbruch des Winters Heizungsanlagen in Rohbauten teilweise fertiggestellt.
Insbesondere bei Armaturen aus Nichteisenmetallen, wie beispielsweise aus Messing oder aus Rotguß, besteht die Gefahr
der Spannungsrisse durch Frosteinwirkung, der durch die Isoiierung
mit dem Gehäuse 1 wirkungsvoll begegnet werden kann.
&idigr; 1 ·
Ein Vorteil des neuerungsgemäßen Gehäuses besteht insbesondere darin, daß dieses anstelle eines herkömmlichen Verteilerschrankes
verwendet werden kann: Die Instaiiationsbauteile, die zunächst innerhalb des Gehäuses verpackt worden
sind und mit dem Gehäuse als Transportverpackung transpor
tiert worden sind, können in einem Bauwerk montiert werden, indem das Gehäuse an einer Wand dieses Bauwerkes befestigt
wird. Ein separater Verteilerschrank wird dadurch überflüssig.
Bis zur Inbetriebnahme der Instailationsbauteile, d. h. bis zum
Anschluß an weitere Installationsbauteile oder Leitungen, dient das Gehäuse in der beschriebenen Weise als mechanischer
und als Frostschutz für die Installationsbauteile. Nach der Inbetriebnahme dient das Gehäuse als Isolierung und dadurch, daß
die Installationsbauteile in dem einen, an der Wand des Bau
werkes befestigten Gehäuseteiles festgelegt sind, kann auch während der ganzen Lebenszeit der Installationsbauteile das
Gehäuse einen Verteilerschrank ersetzen, da der Deckel des Gehäuses abgenommen werden kann und die Installationsbauteile
zu Wartungs- oder Reparaturzwecken zugänglich sind.
Claims (7)
- • »HABBEL & HABBEL.·· .· ·: \-v\m~W<<· H-Q- habbelPATENTANWÄLTE DIPL.'-'INQ. LUTZ HABBELPostfach 3429 ♦ 48019 Münster EUROPEAN PATENT ATTORNEYSDIPL.-QEOQR. PETER HABBELTELEFON (0251) 535 780 ♦ FAX (0251) 531 99&oacgr;UNSEREAKTE:{bitte angeben] F58/18910Münster,21.05.1996Franke, Udo, Margarethe-Windhorst-Str. 1, 48336 Sassenberg"Gehäuse zur Aufnahme von Installations-Bauteilen"Schutzansprüche:1. Gehäuse zur Aufnahme von Bauelementen der Hausinstallations-Wasser- und Heizungstechnik, gekennzeichnet durch die Konturen der aufzunehmenden Bauelemente vollständig abdeckende Außenabmessungen, wobei das Gehäuse (1) wärmeisoiierend ausgebildet ist, eineVersandanforderungen entsprechende Festigkeit aufweist und eine die Bauelemente festlegende Innenkonturierung aufweist.
- 2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dasGehäuse (1) zweiteilig ausgebildet ist mit einem gebäudeseitig festlegbaren Grundteil (2) und mit einem Deckel (3),welcher gegenüber dem Grundteil (2) beweglich oder entfernbar ausgebildet ist bis in eine Stellung, die einen Zugang zu den im Gehäuse (1) angeordneten Bauelementen ermöglicht.
5 - 3. Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Aufnahmemulden für die Bauelemente, wobei die Aufnahmemuiden im Grundteil (2) zur klemmenden Halterung der Bauteile bemessen sind.
- 4. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Kanäle (7), die an der Oberfläche des Gehäuses münden und zu Anschlußstellen der Bauelemente oder zu Bedienungseiementen oder zu Anzeigeelementen führen.
- 5. Gehäuse nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch Montagebohrungen (5) im Grundteii (2), die sich quer durch das Grundteil (2) bis zu dessen Rückseite erstrecken.
- 6. Gehäuse nach einem der Ansprüche 2 bis 5, gekennzeichnet durch Befestigungsmittel zur lösbaren Verbindung der beiden Gehäuseteile.
- 7. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein wärmeisolierender Schaum mit hoher Druckfestigkeit als Material für das Gehäuse (1) Verwendung findet.i ♦ D-JSif
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29609158U DE29609158U1 (de) | 1996-01-13 | 1996-05-22 | Gehäuse zur Aufnahme von Installations-Bauteilen |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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| DE29609158U1 true DE29609158U1 (de) | 1996-08-08 |
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ID=7782722
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|---|---|
| DE (1) | DE29609158U1 (de) |
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- 1996-05-22 DE DE29609158U patent/DE29609158U1/de not_active Expired - Lifetime
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|---|---|---|---|
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