DE29608829U1 - Nutzentrennmaschine - Google Patents
NutzentrennmaschineInfo
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Description
17. Mai 1996 * . j · j ; j · ··; ; ;
-1-
BESCHREIBÜNG Nutzentrennmaschine
TECHNISCHES GEBIET 05
Die Erfindung betrifft eine Nutzentrennmaschine. Mit einer derartigen Maschine lassen sich vorgeritzte oder vorgekerbte
Nutzenplatinen im Bereich dieser Ritzen oder Kerben zerteilen.
Beim Zertrennen der mit SMD-Baugruppen bestückten Nutzenplatine muß verhindert werden, daß sich durch das Zertrennen
Oberflächenspannungen bilden, die zu Defekten in den Lötstellen der SMD-Baugruppen führen können. Biege- und Zugspannungsbelastungen
sind daher im Zusammenhang mit dem Zertrennen von Nutzenplatinen unerwünscht.
STAND DER TECHNIK
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 88 16 911 ist eine Vorrichtung
zum Trennen von Leiterplattennutzen bekannt. Diese Vorrichtung besitzt zwei Trennmesser, die parallel sowohl zueinander
ausgerichtet als auch aufeinander zu- und voneinander wegbewegt werden können. Das Zertrennen mit dieser Vorrichtung
geschieht derart, daß eine Nutzenplatine so zwischen den beiden Messern plaziert wird, daß die beiden Messer bei ihrer
Aufeinanderzubewegung in den Bereich der auf der Oberseite und der Unterseite vorhandenen Ritze des betreffenden Nutzens
treffen. Die Schneidkanten der beiden Messer liegen in Bewegungsrichtung genau übereinander. Um Beschädigungen der Messerkanten
zu verhindern, sind Maßnahmen getroffen, um zu verhindern, daß die beiden Messerkanten aufeinander stoßen können.
Beim Zertrennen des Nutzens behalten daher die Messerkanten einen gegenseitigen Abstand aufrecht. Der Nutzen wird
im Bereich seiner Ritze daher nicht zerschnitten sondern
17. Mai 1996 #....· ·· ·*·* J
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durch eine Spaltbewegung zerteilt, wie dies prinzipiell bei Steinspaltmaschinen seit langem bekannt ist (G 81 23 777).
Das Zertrennen mittels Spalttechnik wird um so problematischer,
je dünner der Nutzen ist, insbesondere dann, wenn das Material des Nutzens einen großen Anteil an Glasfasern aufweist.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Nutzentrennmaschine anzugeben, die
insbesondere auch für relativ dünne Nutzen geeignet ist.
Diese Erfindung ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gegeben. Ausgehend von dem Stand der Technik bekannten, eingangs
genannten Nutzentrennmaschine zeichnet sich die Erfindung entsprechend dadurch aus, daß die Schneidkanten der beiden
Messer in Richtung senkrecht zu ihrer Bewegungsrichtung im gegenseitigen Abstand zueinander angeordnet sind, und daß die
eine Schneidfläche zumindest eines Messers mit einer gegenüber der anderen Schneidfläche dieses Messers härteren Oberfläche
ausgestattet ist.
Die Erfindung ermöglicht, daß die Schneidkanten in ihrem extrem aufeinanderzubewegten Zustand keinen Abstand in Bewegungsrichtung
zwischen sich aufweisen müssen, da die Schneidkanten seitlich versetzt zueinander sind. Dadurch ist es möglich,
die Schneiden aneinander vorbeizubewegen. Dadurch ist ein vollständiges Zerschneiden des Nutzens auch im Bereich
seines zwischen dem Ober- und Unterritz vorhandenen Reststeg möglich. Aus dem Nutzen seitlich störend herausstehende Glasfaserbündel
sind daher nicht mehr anzutreffen.
Da die beiden Messer gleichsam scherend aneinander vorbeigeführt werden, dürfen sie sich dabei regelmäßig berühren. Die
-3-
17. Mai 1996 I .". . ; l"\ ·
Erfindung versucht nun nicht, diesen Berührkontakt zu vermeiden, sondern nutzt ihn zur Selbstschärfung bzw. Nachschärfen
der Messer dadurch, daß eine Schneidenfläche des Messers mit einer gegenüber der anderen Schneidenfläche dieses Messers
härteren Oberfläche ausgestattet wird. Die Abnutzung der Schneidenflächen ist um so geringer, je härter die Schneidenfläche
ist. Durch die unterschiedlich harte Ausgestaltung der beiden Schneidenflächen eines Messers tritt ein selbstschärfender
Effekt des betreffenden Messers auf.
Beim Aufeinandertreffen von zwei derart ausgebildeten Messern
können sich die Schneidenkanten unschädlich nicht nur berühren, sondern ineinandergraben, da dadurch der gewollte
selbstschärfende Effekt bei beiden Messern eintritt. Mit der erfindungsgemäßen Nutzentrennmaschine lassen sich dadurch
nicht nur praktisch alle Arten von Nutzen einwandfrei zertrennen, sondern es wird auch das erforderlich werdende Auswechseln
von stumpfgewordenen Messern zeitlich gestreckt.
Die härtere Oberfläche einer Schneidefläche kann beispielsweise
dadurch hergestellt werden, daß eine Hartmetallschicht auf die betreffende Schneidenfläche aufgebracht wird.
Bei zwei übereinander angeordneten Messern läßt sich der selbstschärfende Effekt für diese beide Messer dadurch besonders
gut verwirklichen, daß die jeweils härteren Oberflächen der beiden betreffenden Schneidenfläche von jedem Messer in
Richtung der Bewegungsrichtung der beiden Messer diagonal versetzt zueinander vorhanden sind.
Das Anordnen von versetzten Schneidkanten der beiden gegenüberliegenden
Messer läßt sich leicht dadurch verwirklichen, daß die beiden Schneidenflächen eines Messers nicht symmetrisch
zum Messerrücken dieses betreffenden Messers ausgebildet werden. Trotzdem können beide Messer in Bewegungsrichtung
genau übereinander ausgerichtet sein. So können die beiden
-4-
Messer auch - zumindest im Bereich ihrer Schneidenflächen völlig identisch ausgebildet sein. So kann ein Obermesser und
ein Untermesser jeweils das gleich Messer sein.
Statt des stabförmigen Messers könnte auch - beispielsweise das Obermesser - als Messerscheibe ausgebildet sein, die beim
Zertrennen dann längs des Nutzenritzes verfahren wird.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind den in den Ansprüchen ferner aufgeführten Merkmalen sowie dem nachstehenden
Ausführungsbeispiel zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Die Erfindung wird im folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben und
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht auf das Ober- und Untermesser einer Nutzentrennmaschine nach der Erfindung, mit
dazwischen positioniertem Nutzen,
Fig. 2 eine Darstellung gemäß Fig. 1 mit einem aneinander-
vorbeibewegten Ober- und Untermesser. 25
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
Eine Nutzentrennmaschine 10 besitzt ein Obermesser 12 und ein Untermesser 14, die beispielsweise pneumatisch oder über eine
sonstige Kraftquelle in senkrechter Richtung (Doppelpfeil 16) hin- und herbewegt werden können.
Das Obermesser 12 besitzt einen im wesentlichen rechteckförmigen
Messerrücken 20 . Die untere Fläche dieses Messerrückens 20 ist beidseitig angeschrägt. Diese beiden Schneidenflächen
22, 24 sind im vorliegenden Beispielsfall auf folgende Weise entstanden.
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17. Mai 1996 Z .**· * ! &idigr; ***· » *··!"*»
-5-
Untere Punkte 26, 28 auf der linken und rechten Rückenfläche 30, 32 sind in gleicher Höhe bezüglich der Mittelachse 34,
die auch die Bewegungsrichtung des Obermessers 12 und auch des Untermessers 14 charakterisiert, angeordnet. Von diesen
beiden Punkten 26, 28 sind die rechte Schneidenfläche 24 durch Abschrägung des Messerrückens 20 entstanden. Von dem
theoretischen Punkt S auf der Mittelachse 34 geht eine gedachte Linie zum linken Punkt 26. Die drei Punkte 26, 28, S
bilden querschnittsmäßig ein gleichschenkliges Dreieck. Die linke Schneidenfläche 22 wird nun dadurch erzeugt, daß der
Punkt 2 6 mit einem Punkt SS verbunden wird, der auf der rechten Schneidenfläche 24 liegt. Die beiden Schneidenflächen 22,
24 sind trotz der in gleicher Höhe vorhandenen Punkte 26, 28 ungleich lang und schließen zu den jeweiligen Rückenflächen
30, 32 ungleich große Winkel ein.
Zusätzlich ist auf der rechten Schneidenfläche 24 außen eine Hartmetallschicht 40 aufgebracht.
Das Untermesser 14 entspricht im vorliegenden Beispielsfall dem Obermesser 12. So ist sein Querschnitt in dem in Fig. 1
ersichtlichen Bereich identisch zu dem des Obermessers 12. Aufgrund der nach oben gerichteten Schneidkante (Spitze SS)
des Untermessers 14 gegenüber dem Obermesser 12 ist die seitliehe Rückenfläche 30 auf der Zeichnung rechts und die
Rückenfläche 32 des Untermessers 14 entsprechend links vorhanden. In gleicher Weise versetzt ist auch eine Schicht 40
links auf der Schneidenfläche 24 vorhanden. Die gegenüberliegende Schneidenfläche 22 ist wiederum durch Abschrägung der
gedanklichen Dreiecksfläche zwischen den Punkten 26 und S
entstanden.
Während sich die gedanklichen Spitzen S vom Obermesser 12 und Untermesser 14 auf der Mittelachse 34 genau gegenüberliegen,
trifft dies für die tatsächlich vorhandenen Schneidkanten der
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beiden Messer 12, 14, die durch die Punkte SS symbolisiert
werden, nicht mehr zu. Diese Punkte SS sind um das doppelte Versatzmaß 48 senkrecht zur Bewegungsrichtung (Doppelpfeil
16) der beiden Messer 12, 14 voneinander beabstandet.
Ein zwischen den beiden Messern 12, 14 längs eingeschobener Nutzen 50, welcher in Fig. 1 dargestellt ist, wird dadurch
zerteilt, daß die beiden Messer 12, 14 in Richtung des Doppelpfeils 16 aufeinanderzubewegt werden, so wie dies im Stand
der Technik grundsätzlich nicht nur bei Nutzentrennmaschinen bekannt ist.
Da die beiden Schneidkanten SS zweimal um das Versatzmaß 4 8 seitlich versetzt zueinander sind, können sich die beiden
Schneidenflächen aneinander vorbeibewegen, wie dies Fig. 2 zu entnehmen ist. Dadurch wird der Nutzen 50 nicht nur gespalten,
sondern vollständig zerschnitten. Der Nutzen wird in ein linkes und ein rechtes Nutzenteil 50.1 und 50.2 zerteilt,
wobei die beiden Messer 12, 14 vollständig durch den zwischen dem oberen Ritz 54 und dem unteren Ritz 56 im Nutzen 50 vorhandenen
Steg 58 hindurchdringen.
Beim gegenseitigen Berühren der beiden Messer 12, 14, was in dem in Fig. 2 dargestellten Zustand möglich sein wird oder
möglich sein kann, werden sich die beiden Messer 12, 14 im Bereich ihrer Schneidkanten (SS) aneinanderreiben. Die beiden
Schichten 40 bewirken, daß diese Bereiche, und damit die Schneidenflächen 24 beider Messer 12, 14 sich weniger stark
abnutzen als die benachbarten Bereiche auf den Schneidenflächen 22 von beiden Messern 12, 14. Dadurch tritt ein selbstschärfender
Effekt der beiden Messer 12, 14 ein. Die Messer können dadurch gefahrlos, ja sogar gewollt, einander berühren.
Claims (1)
17. Mai 1996 I j"; » j ♦ ·"; . '..j ;"
-1-ANSPRÜCHE
01) Nutzentrennmaschine (10) mit einem Obermesser (12) und einem üntermesser (14), die parallel sowohl zueinander
ausgerichtet als auch aufeinanderzu und voneinanderweg bewegbar sind (Doppelpfeil 16) ,
dadurch gekennzeichnet, daß
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Schneidkanten (SS) der beiden Messer (12, 14) in Richtung senkrecht zu ihrer Bewegungsrichtung (16) in
gegenseitigem Abstand (48, 48) zueinander angeordnet sind,
- die eine Schneidenfläche (24) zumindest eines Messers
(12) bzw. (14) mit einer gegenüber der anderen Schneidenfläche (22) dieses Messers härteren Oberfläche (Schicht
40) ausgestattet ist.
02) Nutzentrennmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
- auf der einen (24) der beiden Schneideflächen (22, 24) eines Messers (12, 14) eine Hartmetallschicht (40) aufgebracht
ist.
03) Nutzentrennmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
- bei zwei übereinander angeordneten Messern (12, 14) deren mit jeweils einer härteren Oberfläche ausgestatteten,
bzw. mit jeweils einer Hartmetallschicht (40) versehenen Schneidenflächen (24) in Richtung ihrer Bewegungsrichtung
(16) diagonal versetzt zueinander vorhanden sind.
ZWIC-13gDE .· . · ··· ··♦
17. Mai 1996 I i *, * I t I * **t I
-2-
04) Nutzentrennmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die beiden Schneidenflächen (22, 24) eines Messers (12,
14) nicht symmetrisch zum Messerrücken des betreffenden Messers vorhanden sind.
05) Nutzentrennmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
3_0 dadurch gekennzeichnet, daß
- die beiden Messer (12, 14) in Bewegungsrichtung (16)
genau übereinander ausgerichtet sind.
06) Nutzentrennmaschine nach einem der vorstehenden Ansprü-
che'
dadurch gekennzeichnet, daß beide Messer (12, 14) zumindest im Bereich ihrer Schneidenflächen
{22, 24) identisch ausgebildet sind.
07) Nutzentrennmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
dadurch gekennzeichnet, daß
- das Obermesser eine Messerscheibe ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29608829U DE29608829U1 (de) | 1996-05-17 | 1996-05-17 | Nutzentrennmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29608829U DE29608829U1 (de) | 1996-05-17 | 1996-05-17 | Nutzentrennmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29608829U1 true DE29608829U1 (de) | 1996-07-04 |
Family
ID=8024037
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29608829U Expired - Lifetime DE29608829U1 (de) | 1996-05-17 | 1996-05-17 | Nutzentrennmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29608829U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000013861A1 (en) * | 1998-09-07 | 2000-03-16 | Tristano Ciani | Circular tool for cutting rolls of paper and similar |
| CN108818974A (zh) * | 2018-08-24 | 2018-11-16 | 安徽格林开思茂光电科技股份有限公司 | 一种触摸屏切割组件 |
-
1996
- 1996-05-17 DE DE29608829U patent/DE29608829U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000013861A1 (en) * | 1998-09-07 | 2000-03-16 | Tristano Ciani | Circular tool for cutting rolls of paper and similar |
| CN108818974A (zh) * | 2018-08-24 | 2018-11-16 | 安徽格林开思茂光电科技股份有限公司 | 一种触摸屏切割组件 |
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Effective date: 20000301 |