DE29608570U1 - Vorderer Rumpfheber mit einteiliger Liege - Google Patents
Vorderer Rumpfheber mit einteiliger LiegeInfo
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Description
• S »
Die Erfindung betrifft einen vorderen Rumpfheber als Fitneß- und Gesundheitsgerät.
Die Fitneß- und Gesundheitsgeräte werden je nach Bauart stehend, liegend oder sitzend benutzt. Vorzugsweise ist für jede Muskelgruppe ein besonderes Gerät
.vorgesehen. Die Bezeichnung der Geräte orientiert sich teilweise an den trainierten
Muskelgruppen, teilweise an den bewegten Körperteilen, teilweise an der Art der Bewegung. Eine der gewünschten Bewegungen ist das Heben' des Rumpfes
(Oberkörper). Dabei wird unterschieden zwischen Anheben des Rumpfes aus der Rückenlage und dem Anheben des Rumpfes in der Vorderlage. Die Bewegung aus
der Vorderiage wird als hinterer Rumpfheber bezeichnet. Die Bewegung aus der
Rückenlage ist der vordere Rumpfheber. Für den vorderen Rumpfheber wird üblicherweise eine Bank mit horizontaler Auflage benutzt, wenn die Übung nicht auf
dem Boden stattfindet. An dem hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert. Gleichwohl
hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, ein besseres Gerät für den vorderen
Rumpfheber zu schaffen. Dabei geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, daß für
Patienten der vordere Rumpfheber in der bisherigen Form zu anstrengend sein kann.
Nach der Erfindung wird dadurch ein für Patienten besonders geeignetes Gerät
geschaffen, daß eine schräg nach oben verstellbare Liege verwendet wird. Dazu eignet sich besonders eine gelenkige Anordnung der Liege. Zur Verstellung der
Liege kann ein Hubmotor bzw. eine Spindelverstellung eingesetzt werden. Die Spindelverstellung erlaubt eine einfache Betätigung von Hand über eine Kurbel und
besitzt Selbsthemmung. Selbsthemmung heißt, daß keine Verstellung unter Last ohne willentliche Spindelbetätigung stattfindet. Wahlweise kann die Spindel auch
motorisch angetrieben sein. Das heißt, dann besitzt der Hubmotor eine Spindel.
in weiterer Ausbildung der Erfindung stützt sich die gelenkig angeordnete Liege
wahlweise so ab, daß sie sogar noch über die horizontale Lage hinaus nach unten geschwenkt werden kann.
Wahlweise ist eine Auflage für Oberschenkel und/oder Unterschenkel und/oder
Fersen vorgesehen, durch die die Beine in eine Hochlage gebracht werden können
wobei die Beine angewinkelt werden können und die Oberschenkel eine geneigte
oder senkrechte Lage einnehmen können.
Es äst von Vorteil, die Auflage für die Oberschenkel und/oder Unterschenkel
und/oder Fersen höhenverstellbar und/oder horizontal verstellbar auszubilden. Dazu eignen sich eine Stangenführung bzw. eine Spindelverstellung, Die
Stangenführung sieht vorzugsweise zwei Stangen vor. Die Stangen können in Hülsen gleiten, die am Geräterahmen befestigt sind. Die Spindelverstellung kann
von Hand über eine Kurbel, aber auch motorisch erfolgen. Dann bildet die Spindel
zusammen mit dem Motor eine Hubmotor. Wahlweise wird auch ein anderer Hubmotor eingesetzt.
Günstig ist, die schwenkbare Liege zugleich horizontal verstellbar anzuordnen.
Vorzugsweise erfolgt das mit Hilfe einer Schlittenführung für den erfindungsgemäßen Sitz. Als Schlittenführung eignet sich eine Stangenführung nach
dem Prinzip der bereits erläuterten Stangenführung. Die Verstellung des Schlittens
kann wie die Verstellung der Liege mit Spindel oder Hubmotor erfolgen.
Der verschiebbare Sitz und/oder die Auflage für die Fersen, Unterschenkel oder
Oberschenkel sind wahlweise mit einer Skala versehen, an der die Verstellung ablesbar ist. Dies erleichtert die Einstellung des Gerätes bzw. seine Anpassung an
die Körperlänge des Sportlers oder es Patienten, insbesondere für wenig geschickte
Sportler oder Patienten oder aber für bewegungsgestörte Patienten ist die mit der
Skala verbundene und vorteilhafte, schnelle Einstelimöglichkeit auf die Körpermaße
eine wesentliche Erleichterung. Die Skala kann auf die Körpermaße des Sportlers oder Patienten abgestimmt sein. Das geschieht dadurch, daß ein Sportler auf dem
Rumpfheber Platz nimmt und anhand seiner bekannten Körpergröße die Skala eingestellt wird. Die Skala kann durch einen aufmontierten Blechstreifen oder durch
aufgeklebte Streifen gebildet werden. Die Anwendung eines Zentimetermaßes als Skala hat gegenüber anderen Markierungen den Vorteil, daß der Sportler oder
Patient ohne Bedienungshandbuch sofort die Funktion der Versteilung versteht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiei der Erfindung dargestellt:
Das erfindungsgemäße Gerät für den vorderen Rumpfheber besitzt einen Rahmen
mit einem Fuß 3, wobei der Fuß eine seitliche Ausladung besitzt, um eine
ausreichende Auflagefläche und die notwendige Stabilität zu bewirken. Zu dem
Geräterahmen gehören auch ein horizontaler Balken 1 und geneigt stehende Stützen 4. Der Balken 1 verbindet die Stützen 4 und bildet mit den Stützen eine
Gelenkstein 30 und trägt eine schwenkbare Liege 6. Die Liege 6 kann nach oben
und unten geschwenkt werden. Zur Verstellung ist die Liege 6 im Gelenk 30 gehalten. Die Liege 6 bildet mit einer Unterkonstruktion zugleich einen Schlitten mit
4 Füßen, von dem 2 in Form von Hülsen 9 erkennbar sind. Die Hülsen 9 gleiten auf
Stangen 13.
Die Schlittenkonstruktion dient der Veränderung des Abstandes zur der Stütze 4. Die
Verstellung der Liege 6 erfolgt mittels eines Hubmotors, dessen eines Ende bei 14
an der Liege 6 und dessen anderes Ende bei 15 an die Tragekonstruktion der Liege
6 angeienkt ist. Durch Betätigung des Hubmotors wird der Schlitten in jede gewünschte Abstandsstellung verstellt.
Zur Neigungsverstellung der Liege 6 dient gleichfalls ein Hubmotor. Dieser
Hubmotor ist einerseits bei 17 mit einem Ende an die Tragekonstruktion und mit dem
anderen Ende bei 16 an den Fuß 3 angelenkt.
Die Stangen 13 sind beiderseits in Flanschen an der Tragekonstruktion gehalten.
Zur Einienkung des Hubmotors für die Abstandsbewegung ist ein Bügel vorgesehen,
der die frontseitigen Hülsen 9 der Liege 6 miteinander verbindet und dabei mit ausreichendem Abstand durch die Tragekonstruktion greift.
Die Stütze 4 trägt eine höhenverstellbare Auflage für die Fersen 22 mit
Fersenzentrierung 24 bzw. für die Unterschenkel und ein Fußblech 23. Die Höhenverstellung erfolgt mittels einer Stangenführung aus Stangen 20. Die Stangen
verlaufen geneigt und sind in Hülsen 19 an der Stütze 4 verschiebbar gehalten. Die
Verstellung erfolgt mittels eines Hubmotors, der mit einem Ende bei 7 an die Stütze
4 und mit dem anderen Ende an die Auflage 22 bzw. eine die beiden Stangen 20 miteinander verbindende Traverse angelenkt ist.
Die Stangenneigung zur Liege 6 hin ergänzt in vorteilhafterweise die
Horizontalverstellung der Liege 6.
_4_ *;♦;*>·■■■*
Das Fußblech 23 ist zur Anpassung an die Unterschenkellänge der Sportler oder
Patienten horizontal verstellbar angeordnet. Vorgesehen ist wiederum eine Stangenführung. Die Stangen tragen die Bezeichnung 26. Die Stangen 26 wirken mit
Hülsen 25 zusammen. Die Hülsen 25 sind fest angeordnet. Die Verbindung mit der
Stütze 4 erfolgt mittelbar über die Auflage 22.
Wie bei den anderen Stangenführungen sind zwei Stangen (26) vorgesehen. Die
Stangen 26 werden an beiden Enden durch Traversen verbunden.. Zwischen den
Stangen 26 ist mittig eine Verstellspindel 28 vorgesehen. Die Verstellspindel ist an
dem äußeren Ende mit einer Kurbel 27 versehen. Die Verstellspindel dient zur Veränderung der Horizontalsteliung des Fußbleches 23. Die Verstelispindei wirkt mit
einer Gewindehülse zusammen, die wie die Hülsen 25 fest montiert ist. In der
Gewindehülse sitzt die Verstellspindel. Das kurbeiseitige Ende der Versteüspindel
28 ist darüber hinaus in der zugehörigen Verbindungstraverse zwischen den Stangen 26 gehalten. Das anderen Ende der Verstellspindel ist frei. Das führt zu
einem schonenden und verschleißarmen Betrieb der Verstelispindei. Das ist bei Verwendung von Bronze als Gewindehülsenmaterial von Vorteil.
Die Stange 26 sind zwischen den Hülsen und Traversen mit Nachgiebigkeitselementen, hier Gummipuffern, versehen. Damit wird verhindert, daß
die Stangen durch übermäßiges Drehen der Verstellspindel (28) festgefahren
werden.
Zur Übung liegt der Patient in der Rückenlage auf der Liege 6. Knie und Hüfte sind
in einer Übungsform um 90 Grad gegeneinander verwinkelt. Die Unterschenkel liegen auf der Ablage 22. die Arme sind vor der Brust verschränkt. Die Hände
können auch vor dem Bauch verschränkt sein oder neben dem Körper liegen oder nach vorn gestreckt sein. Dabei entsteht eine geringere Belastung. Eine höhere
Belastung entsteht, wenn die Hände hinter dem Kopf verschränkt oder über den
Kopf gestreckt werden.
Bei der Bewegungsausführung wird angestrebt, daß der Oberkörper von der Brust
ausgehende Wirbel um Wirbel langsam soweit aufrollt, daß sich Brust, Körper und Becken annähern, ohne daß die Lendenwirbelsäule sich von der Bank löst. In der
Negativphase, bei der der Oberkörper sich rückwärts gegen die Lehne 6 bewegt, soli
der Oberkörper kontrolliert abgebremst werden, bis der Rücken annähernd auf der
Bank aufliegt.
Durch die Übung werden die Bauchmuskulatur und die Hüftbeugemuskulatur
trainiert. Eine so trainierte Bauchmuskulatur kann die Lendenwirbelsäuie vor Überlastungen schützen und für eine Stabiiisation oder aufrechten Haltung sorgen.
Claims (17)
1. Vorderer Rumpfheber, gekennzeichnet durch eine schwenkbewegüche und
gegenüber einer Fußstütze (23) und/oder Unterschenkeiauflage (22) horizontal
• verstellbare Liege (6).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine höhenverstellbare
Fußstütze (23) und/oder Unterschenkeiauflage (22).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine geneigte Führung (19,
20), der Fußstütze (23) und/oder Unterschenkeiauflage (22).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußstütze
gegenüber der Unterschenkeiauflage horizontal verstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet
durch einen Hubmotor und/oder einer Spinde! für die Verstellung.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet
durch eine Stangenführung für die Verstellung.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch Stangen (13), die an beiden
Enden gehalten sind und auf denen Hülsen (9) gleiten oder ortsfest angeordnete Hülsen (19, 25), in denen Stangen (20, 26) gleiten.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet
durch eine Fersenzentrierung (24).
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, gekennzeichnet
durch zwei beiderseits an der Stütze (4) des Geräterahmens angeordnete Stangen (20) und/oder zwei parallel zueinanderiiegende in Längsrichtung unter
der Liege (6) angeordnete Stangen (13) bzw. unter der Fußstütze (23) und der Unterschenkeiauflage (22) angeordnete Stangen (26).
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet
durch eine Verstellspindel (28) zwischen den Stangen (26).
1&Iacgr;. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Verstellspindel (28) eine Kurbel (27) befestigt ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 11, gekennzeichnet
durch Nachgiebigkeitselemente auf den Stangen (26).
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet
durch Skalen an den Verstelleinrichtungen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Skala mit Zahlen
und/oder Buchstaben und Strichen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Skala
durch aufmontierte Blechstreifen oder aufgeklebte Streifen gebildet wird.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zahlen an der Abiesestelle mit den Körpermaßen des
Sportlers oder Patienten übereinstimmen.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 16, gekennzeichnet
durch eine zur Liege (6) geneigte Anordnung der Verstelleinrichtung für die Unterschenkelauflage (22) bzw. Fußstütze (23).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE29608570U DE29608570U1 (de) | 1996-03-02 | 1996-05-13 | Vorderer Rumpfheber mit einteiliger Liege |
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| DE29603854 | 1996-03-02 | ||
| DE29608570U DE29608570U1 (de) | 1996-03-02 | 1996-05-13 | Vorderer Rumpfheber mit einteiliger Liege |
Publications (1)
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| DE29608570U1 true DE29608570U1 (de) | 1996-11-14 |
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ID=8020405
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29608570U Expired - Lifetime DE29608570U1 (de) | 1996-03-02 | 1996-05-13 | Vorderer Rumpfheber mit einteiliger Liege |
| DE29610590U Expired - Lifetime DE29610590U1 (de) | 1996-03-02 | 1996-06-18 | Vorder Rumpfheber |
Family Applications After (1)
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|---|---|---|---|
| DE29610590U Expired - Lifetime DE29610590U1 (de) | 1996-03-02 | 1996-06-18 | Vorder Rumpfheber |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE29608570U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29613873U1 (de) * | 1995-10-05 | 1996-11-28 | Peuker, Erhard, 59757 Arnsberg | Stufig angeordnete, individuell körperanpaßbare Polstereinheit zur Knie- und Rumpfabstützung für Trainingsgeräte |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| ITNO20080016A1 (it) * | 2008-08-06 | 2010-02-06 | Ct Sport Kinesis S N C Di Zani Chelli Davide | Panca per addominali con sostegno lombare e cervicale |
-
1996
- 1996-05-13 DE DE29608570U patent/DE29608570U1/de not_active Expired - Lifetime
- 1996-06-18 DE DE29610590U patent/DE29610590U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29613873U1 (de) * | 1995-10-05 | 1996-11-28 | Peuker, Erhard, 59757 Arnsberg | Stufig angeordnete, individuell körperanpaßbare Polstereinheit zur Knie- und Rumpfabstützung für Trainingsgeräte |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE29610590U1 (de) | 1996-11-14 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19970102 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20000210 |
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| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20021203 |