DE29600297U1 - Elektrisch isolierende Walze - Google Patents
Elektrisch isolierende WalzeInfo
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Description
Elektrisch isolierende Walze
Die Erfindung betrifft eine elektrisch isolierende Walze, mit einer Isolierbeschichtung, insbesondere zum
Umlenken von erhitzten Blechbahnen, welche einen zylinder förmigen Grundkörper mit wenigstens annährend
planen Stirnseiten aufweist, wobei an den Stirnseiten jeweils ein Lagerzapfen angeordnet ist.
Bei der Herstellung von Blechbahnen, die z.B. zur Herstellung von Konservendosen dienen können, wird eine
Produktionsstraße verwendet, die eine elektrolytische Verzinnungslinie enthält. An deren Ende befindet sich
eine Vorrichtung zum Einschmelzen des Zinnes, das sich im Konservendosenmaterial befindet. Durch das Durch-
leiten von elektrischem Strom mit Hilfe zweier Stromleitwalzen und den elektrischen Widerstand des Bleches
wird das ganze Blech so stark aufgeheizt, daß es die Schmelztemperatur von Zinn erreicht. Danach muß es
schnell wieder abgekühlt werden. Die Walzen befinden sich an zwei Stellen, an denen das Zinnmaterial bereits
flüssig ist, aber das Band unterstützt werden muß.
Die Walzen, die üblicherweise benützt werden um die erhitzte Blechbahn umzulenken, weisen eine Silikon-Gummi
-Beschichtung auf. Diese SiIikon-Gummi-Beschichtung
muß das geschmolzene Zinn, das sich im Konservendosenmaterial befindet, aushalten. Die bisher bekannten
Umlenkwalzen mit der SiIikon-Gummi-Beschichtung,
die in Anlagen, die zum Einschmelzen von elektrolytisch aufgetragenem Zinn, wie es bei der Produktion
von Dosen verwendet wird, benutzt werden, haben jedoch wegen der relativ hohen Temperatur eine sehr geringe
Standzeit. Die Betriebsdauer dieser Walzen liegt im allgemeinen zwischen zwei Wochen bis zu maximal zwei
Monaten. Da ein Aufschmelzen des Zinnes unbedingt erforderlich ist, damit die Dosen ihren Glanz erhalten
und die Poren in der Oberfläche beseitigt werden, mußten die Umlenkwalzen in kurzen, regelmäßigen Abständen
gewechselt werden. Das hat zur Folge, daß jedesmal die
gesamte Produktion stillstehen muß. Die durch das Stillstehen der Produktion bedingten hohen Kosten und
die relativ hohen Eigenkosten der Walze führen zu sehr hohen Betriebskosten.
Die bisher bekannten Umlenkwalzen weisen häufig kleine
Fehler in der Oberfläche auf. Diese kleinen Fehler reproduzieren sich dann im Zinn. Im Laufe der relativ
kurzen Betriebszeit werden die Fehler in der Oberfläche immer größer und dadurch die Qualität der Blechbahn
immer schlechter.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine elektrisch isolierende Walze der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, die eine hohe Standzeit und sehr gute elektrisch isolierende Eigenschaften aufweist
.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Isolierbeschichtung als Keramikschicht ausgebildet
ist, welche eine Aluminiumoxidschicht als an den Baustahl des Grundkörpers angrenzende Schicht, eine an
die Aluminiumoxidschicht grenzende Zirkonoxidschicht sowie eine nach außen gerichtete Imprägnierschicht
aufweist.
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Der Vorteil dieser dreilagigen Keramikschicht besteht darin, daß sie sehr gute elektrisch isolierende Eigenschaften
aufweist. Insbesondere die Aluminiumoxidschicht verfügt über hervorragend gute Isoliereigenschaften.
Gegenüber einer herkömmlichen Standzeit von zwei Wochen bis zu maximal zwei Monaten erreicht man
mit dieser Keramikschicht eine Standzeit von bis zu drei Jahren. Das bedeutet, daß die Walze zwei bis drei
Jahre lang nicht ausgewechselt werden muß. Dadurch entstehen erheblich niedrigere Betriebskosten als bei
den bisher bekannten Walzen. Das liegt daran, daß nicht wie bisher die gesamte Produktion in regelmäßigen
kurzen Abständen stillstehen muß. Durch die hohe Standzeit von bis zu drei Jahren entfallen außerdem
die relativ hohen Kosten, die bisher alle zwei bis acht Wochen angefallen sind.
Darüber hinaus entsteht durch die dreilagige Keramikschicht eine Oberfläche, die sehr dicht und damit sehr
gut schleifbar ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Oberfläche der Walze keine Fehler aufweist,
und somit das Weißblech und das geschmolzene Zinn nicht in irgendeiner Form markiert werden. Dadurch
werden keine Fehler von der Oberfläche auf die Blechbahn bzw. auf das erhitzte Zinn reproduziert.
-5-
Erfindungsgemäß kann ferner vorgesehen sein, daß die
Imprägnierschicht als Chromoxid enthaltende Schicht ausgebildet ist.
Eine Ausbildung der Imprägnierschicht als Chromoxid
enthaltende Schicht hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt um die anderen Schichten zu imprägnieren.
Von Vorteil ist es, wenn die Aluminiumoxidschicht eine Dicke von annähernd 2,5 mm, die Zirkonschicht eine
Dicke von annähernd 2 mm und die Chromoxid enthaltende Schicht eine Dicke von annähernd 0,5 mm aufweist.
Diese Größenverhältnisse haben sich als besonders vorteilhaft und optimal aufeinander abgestimmt herausgestellt.
In einer konstruktiven Ausgestaltung der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, daß die Aluminiumoxidschicht,
die Zirkonschicht und die Chromoxid enthaltende Schicht eine eingebrannte Keramikschicht darstellen.
Eine Ausgestaltung der dreilagigen Keramikschicht als eine eingebrannte Keramikschicht hat sich bezüglich
-S-
einer hohen Standzeit und einer optimalen Einsatzfähigkeit als besonders vorteilhaft herausgestellt.
Erfindungsgemäß kann ferner vorgesehen sein, daß die Lagerzapfen als sich vom Grundkörper verjüngende
Stumpfkegel ausgebildet sind.
Derartige Lagerzapfen als Aufhänge- bzw. Lagereinrichtung, die aus einem sich vom Grundkörper verjüngenden
Stumpfkegel ausgebildet sind, eignen sich besonders gut zur Befestigung und Fixierung der elektrisch isolierenden
Walze.
Nachfolgend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung prinzipmäßig dargestellt.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine elektrisch isolierende Walze mit dreilagiger Keramikschicht;
Fig. 2 ausschnittsweise einen stark vergrößerten Schnitt durch die dreilagige Keramikschicht.
Fig. 1 zeigt eine elektrisch isolierende Walze mit einer Isolierbeschichtung 1 und zwei seitlichen Lager-
-7-
zapfen 2 als Aufhänge- bzw. Lagereinrichtung. Die Lagerzapfen
2 sind an einem Grundkörper 3 der elektrisch isolierenden Walze befestigt oder mit diesem einstückig.
Die beiden Lagerzapfen 2 sind in Form sich vom Grundkörper 3 verjüngenden Stumpfkegel ausgebildet.
Mit Hilfe dieser Aufhänge- bzw. Lagereinrichtung kann die elektrisch isolierende Walze in die Produktionsstraße
integriert werden.
Auf den Grundkörper 3 sind die verschiedenen Schichten aufgebracht. Wie Fig. 2 zeigt, befindet sich auf dem
Baustahl des Grundkörpers 3 eine Aluminiumoxidschicht 4. Auf diese Aluminiumoxidschicht 4 ist eine Zirkonschicht
5 aufgebracht. Eine aus Chromoxid enthaltende Imprägnierschicht 6 bildet die nach außen gerichtete
Schicht. Die Aluminiumoxidschicht 4, die Zirkonschicht 5 und die Chromoxid enthaltende Schicht 6 stellen im
fertigen Zustand eine eingebrannte Keramikschicht dar.
Die Aluminiumoxidschicht 4 besitzt eine Dicke von annähernd 2,5 mm, die Zirkonschicht 5 besitzt eine Dicke
von annähernd 2 mm und die Chromoxid enthaltende Schicht eine Dicke von annähernd 0,5 mm. Diese Schichten
umschließen die gesamte Oberfläche des zylinderförmigen
Grundkörpers 3 der elektrisch isolierenden Walze.
Claims (5)
- SchutzansprücheElektrisch isolierende Walze mit einer Isolierbeschichtung, insbesondere zum Umlenken von erhitzten Blechbahnen, welche einen zylinderförmigen Grundkörper mit wenigstens annähernd planen Stirnseiten aufweist, wobei an den Stirnseiten jeweils ein Lagerzapfen angeordnet ist.dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierbeschichtung (1) als Keramikschicht ausgebildet ist, welche eine Aluminiumoxidschicht (4) als an den Baustahl des Grundkörpers (3) angrenzende Schicht, eine an die Aluminiumoxidschicht (4) grenzende Zirkonschicht (5) sowie eine nach außen gerichtete Imprägnierschicht (6)aufweist.
- 2. Elektrisch isolierende Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Imprägnierschicht (6) als Chromoxid enthaltende Schicht ausgebildet ist.
- 3. Elektrisch isolierende Walze nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet, daß die Alumiuniumoxidschicht (4) eine Dicke von annähernd 2,5 mm, die Zirkonschicht (5) eine Dicke von annähernd 2 mm und die Chromoxid enthaltende Schicht (6) eine Dicke von annähernd 0,5 mm aufweist.
- 4. Elektrisch isolierende Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 3,dadurch gekennzeichnet, daß die Aluminiumoxidschicht (4) , die Zirkonschicht (5) und die Chromoxid enthaltende Schicht (6) eine eingebrannte Keramikschicht darstellen.
- 5. Elektrisch isolierende Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 4,dadurch gekennzeichnet, daßdie Lagerzapfen (2) als sich vom Grundkörper (3) verjüngende Stumpfkegel ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE29600297U DE29600297U1 (de) | 1996-01-10 | 1996-01-10 | Elektrisch isolierende Walze |
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| DE29600297U1 true DE29600297U1 (de) | 1996-02-29 |
Family
ID=8017824
Family Applications (1)
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| DE29600297U Expired - Lifetime DE29600297U1 (de) | 1996-01-10 | 1996-01-10 | Elektrisch isolierende Walze |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29600297U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2783727A1 (fr) * | 1998-09-30 | 2000-03-31 | Celes | Rouleau destine a une installation pour le chauffage au defile de rives de produits metallurgiques, par des dispositifs de chauffage par induction de forte puissance |
-
1996
- 1996-01-10 DE DE29600297U patent/DE29600297U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2783727A1 (fr) * | 1998-09-30 | 2000-03-31 | Celes | Rouleau destine a une installation pour le chauffage au defile de rives de produits metallurgiques, par des dispositifs de chauffage par induction de forte puissance |
| EP0990470A1 (de) * | 1998-09-30 | 2000-04-05 | Celes | Rolle für einen Aufheizofen zur allgemeinen oder örtlichen Durchlauferwärmung metallischer Produkte mittels Hochleistungsinduktions-Heizeinrichtung |
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