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DE29600750U1 - Vorrichtung zur Innenuntersuchung von Rohren, insbesondere mit einer Kamera - Google Patents

Vorrichtung zur Innenuntersuchung von Rohren, insbesondere mit einer Kamera

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DE29600750U1 DE29600750U DE29600750U DE29600750U1 DE 29600750 U1 DE29600750 U1 DE 29600750U1 DE 29600750 U DE29600750 U DE 29600750U DE 29600750 U DE29600750 U DE 29600750U DE 29600750 U1 DE29600750 U1 DE 29600750U1
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Description

Vorrichtung zur Innenuntersuchung von Rohren,
insbesondere mit einer Kamera
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Innenuntersuchung von Rohren, insbesondere mit einer Kamera, wobei eine sich in den Rohren fortbewegende Datenaufnahmeeinrichtung und eine außerhalb der Rohre angeordnete und mit der Datenaufnahmeeinrichtung über ein Kabel für die Übertragung von Signalen, Daten und/oder Energie in Verbindung stehende Mutterstation vorgesehen sind und wobei weiterhin eine Kabelspule vorgesehen ist, von der das Kabel abläuft, wenn sich die Datenaufnahmeeinrichtung von der Mutterstation entfernt.
Die Innenuntersuchung von Abwasserrohren wird bereits routinemäßig vorgenommen, um festzustellen, ob die Gefahr besteht, daß ein Abwasserrohr leckt oder gar bricht. Hierfür wird eine Datenaufnahmeeinrichtung mit einer Kamera innerhalb des jeweiligen Abwasserrohrs verfahren, um die Innenwandung des Abwasserrohrs
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Telefax 05 51/7 51 75
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zu betrachten. Die von der Kamera aufgenommenen Bilder können direkt von der Datenaufnahmeeinrichtung mit einem Datenspeicher aufgezeichnet werden. Stattdessen oder gleichzeitig kann es vorgesehen sein, die Bilder zu einer außerhalb des Abwasserrohrs angeordneten Mutterstation der Datenaufnahmeeinrichtung zu übertragen und dort zu betrachten und/oder aufzuzeichnen.
Für die Übertragung der Bilder von der Datenaufnahmeeinrichtung an die Mutterstation ist bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art ein die Datenaufnahmeeinrichtung mit der Mutterstation verbindendes Kabel vorgesehen. Das Kabel ist auf einer Kabelspule aufgewickelt, die an der Mutterstation angeordnet ist. Das freie Ende des Kabels ist an der Datenaufnahmeeinrichtung befestigt, die das Kabel in dem Abwasserrohr hinter sich herzieht. Neben der Übertragung der Bilder von der Datenaufnahmeeinrichtung an die Mutterstation kann über das Kabel auch die Energieversorgung der Datenaufnahmeeinrichtung und/oder deren Steuerung erfolgen.
Nachteilig bei der bekannten Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art ist es jedoch, daß die Datenaufnahmeeinrichtung einen hohen Energiebedarf für das Mitziehen des Kabels in dem jeweiligen Abwasserrohr aufweist. Außerdem besteht die Gefahr, daß ein über Raupenbänder wirkender Antrieb der Datenaufnahmeeinrichtung aufgrund des hohen Reibungswiderstands des Kabels durchdreht und so ein weiteres Fortbewegen der Datenaufnahmeeinrichtung in dem Abwasserrohr nicht mehr möglich ist. Dies gilt insbesondere bei sehr großen Kabellängen von mehreren 100 m, die jedoch in der Praxis häufig auftreten. Bei durchdrehendem Antrieb der Datenaufnahmeeinrichtung können zudem Probleme bei der Zuordnung eines bestimmten Bilds der Innenwandung des jeweiligen Abwasserrohrs zu einem bestimmten Abschnitt des Abwasserrohrs auftreten.
Frischwasserleitungsrohre werden derzeit nicht in Abhängigkeit von ihrem tatsächlichen Zustand sondern in festen Abständen von ca. 40 Jahren ausgetauscht. Hiermit sind erhebliche Kosten
verbunden. Frischwasserleitungen zeichnen sich durch ihre z. T. erhebliche Länge zwischen zwei Schächten auf, an denen das Einsetzen einer Datenaufnahmeeinrichtung einer Vorrichtung zur Innenuntersuchung von Rohren möglich wäre. Gleichzeitig wäre eine Funksteuerung der Datenaufnahmeeinrichtung von einer außerhalb der Frischwasserleitung angeordneten Mutterstation in der Regel nicht möglich, da eine typische Frischwasserleitung einen Metallmantel aufweist, der die Datenaufnahmeeinrichtung wie einen Faradayscher Käfig gegenüber elektromagnetischen Wellen abschirmen würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Innenuntersuchung von Rohren der eingangs beschriebenen Art aufzuzeigen, die für die Untersuchung besonders langer Rohrabschnitte unabhängig von den Materialien, aus denen das jeweilige Rohr aufgebaut ist, geeignet ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, daß die Kabelspule an der Datenaufnahmeeinrichtung angeordnet ist und sich mit dieser in den Rohren fortbewegt. Bei der neuen Vorrichtung zieht die Datenaufnahmeeinrichtung das Kabel nicht in dem jeweiligen Rohr hinter sich her, sondern sie legt das Kabel in dem Rohr aus. Diese Kabellegerfunktion ist mit einem drastisch geringeren Energiebedarf für die Fortbewegung der Datenaufnahmeeinrichtung in den Rohren verbunden, als das Hinterherziehen des Kabels. Dies gilt ganz besonders bei sehr großen Kabellängen. Auch ein Durchdrehen des Antriebs der Datenaufnahmeeinrichtung wird durch die Kabellegerfunktion verhindert. Die Vorteile der Kabellegerfunktion sind in der Summe viel größer als der Aufwand, der dafür erforderlich ist, die Kabelspule mit der Datenaufnahmeeinrichtung in den Rohren mitzuführen.
Zur leichteren Handhabung ist die Kabelspule sinnvollerweise auf eine Kabeltrommel aufgewickelt.
Um ein kontrolliertes Abwickeln des Kabels von der Kabelspule
sicherzustellen, ist im einfachsten Fall eine Ablaufbremse für das von der Kabelspule ablaufende Kabel vorgesehen. Diese Ablaufbremse kann auf die die Kabelspule tragende Kabeltrommel oder auch direkt auf das ablaufende Kabel einwirken.
In einer Weiterbildung kann aber auch ein Antrieb für das von der Kabelspule ablaufende Kabel vorgesehen sein, der mit einem Antrieb für die Datenaufnahmeeinrichtung entlang der Röhre synchronisiert ist. Die Synchronisierung kann mechanisch, hydraulisch oder elektronisch ausgebildet sein. Sie sorgt in jedem Fall dafür, daß genau soviel Kabel von der Kabelspule abläuft, wie erforderlich ist, um den von der Datenaufnahmeeinrichtung zurückgelegten Weg abzudecken. Hierdurch wird auch bei sehr dünnen Kabeln verhindert, daß diese durch Zugspannung über Ecken in dem Rohr abknicken. Außerdem kann durch Umdrehen der Antriebsrichtung das Kabel von der Datenaufnahmeeinrichtung beim Zurückfahren wieder aufgenommen werden.
Gerade bei sehr langen Rohrabschnitten weisen diese typischerweise keine engen Kurven oder gar Ecken auf. Dies ermöglicht es, die Datenaufnahmeeinrichtung langgestreckt aufzubauen. Insbesondere kann sie aus mehreren, gelenkig aneinander angehängten Wagen bestehen. Für die Kabelspule bedeutet die Freiheit beim Aufbau der Datenaufnahmeeinrichtung in der Länge, daß sie vorzugsweise eine längs der Fortbewegungsrichtung der Datenaufnahmeeinrichtung in den Rohren angeordnete Spulenachse aufweist. So kann die Kabelspule in Richtung ihrer Spulenachse eine große Breite besitzen, und damit trotz begrenztem Umfang zur Aufnahme eines Kabels mit einer großen Kabellänge dienen. Falls keine besonders großen Kabellängen erforderlich sind, kann die Kabelspule jedoch auch eine quer zur Fortbewegungsrichtung der Datenaufnahmeeinrichtung angeordnete Spulenachse aufweisen.
Der Aufbau des Kabels ist für das der neuen Vorrichtung zugrundeliegende Prinzip ohne grundsätzliche Bedeutung. So kann das Kabel zur Übertragung von Daten, Signalen und/oder Energie vorgesehen sein. Geeignet für alle diese Anwendungen ist
beispielsweise ein Kabel mit mindestens zwei elektrisch leitenden Adern, über die eine Spannungsdifferenz zwischen der Datenaufnahmeeinrichtung und der Mutterstation übertragbar ist. Bei der Spannungsdifferenz kann es sich um die Versorgungsspannung für die Datenaufnahmeeinrichtung und ihrem Antrieb, um ein Spannungssignal zum Steuern der Datenaufnahmeeinrichtung oder um von der Kamera der Datenaufnahmeeinrichtung aufgenommene Bilddaten handeln. Es ist auch möglich, der Versorgungsspannung eine Wechselspannung zum Übertragen der Signale bzw. Daten aufzumodulieren, so daß die beiden elektrisch leitenden Adern mehrere Übertragungsfunktionen zugleich erfüllen.
Für die reine Übertragung von Signalen und/oder Daten kann das Kabel zusätzlich oder statt der elektrisch leitenden Adern eine lichtleitende Faser aufweisen. Derartige Lichtleiter sind insbesondere für die nahezu verlustlose Leitung von digitalen Signalen geeignet. Es wäre auch denkbar, das Kabel als aus einer Vielzahl von lichtleitenden Fasern aufgebauten Bildleiter auszubilden. In diesem Fall wäre jedoch ein zusätzlicher Aufwand für die Verbindung zwischen der drehbaren Kabelspule und den ruhenden Teilen der Datenaufnahmeeinrichtung zu betreiben. Bei elektrisch leitenden Adern des Kabels ist diese Verbindung in einfacher Weise durch Schleifringe möglich. Auch für eine oder wenige lichtleitende Fasern stellen Drehverbindungen kein Problem dar. Anders ist es bei Bildleitern, die für jeden Bildpunkt eine einzelne lichtleitende Faser aufweisen. Hier wäre daran zu denken, die mit dem Bildleiter in Verbindung stehenden Teile der Datenaufnahmeeinrichtung in die die Kabelspule tragende Kabeltrommel zu integrieren und mit dieser um die Spulenachse umlaufen zu lassen.
Vorzugsweise ist an der Datenaufnahmeeinrichtung ein Energiespeicher angeordnet, der sich mit dieser in den Rohren fortbewegt. Dieser Energiespeicher versorgt die Datenaufnahmeeinrichtung und ihren Antrieb. Der Energiespeicher, bei dem es sich in der Regel um einen Akkumulator handeln wird, kann vergleichsweise klein aufgebaut sein, da der Antrieb der
Datenaufnahmeeinrichtung durch die Kabellegerfunktion einen vergleichsweise geringen Energiebedarf hat. Ein mit der Datenaufnahmeeinrichtung mitgeführter Energiespeicher ist auch dann sinnvoll, wenn das Kabel zur Übertragung einer Versorgungsspannung von der Mutterstation an die Datenaufnahmeeinrichtung vorgesehen ist, damit sich die Datenaufnahmeeinrichtung auch bei Störungen dieser Versorgungsspannung aus dem jeweiligen Rohrabschnitt herausbewegen kann.
Aus entsprechenden Gründen ist es sinnvoll, wenn direkt an der Datenaufnahmeeinrichtung ein Datenspeicher angeordnet ist, der sich mit dieser in den Rohren fortbewegt, auch wenn parallel eine Übertragung der aufgenommenen und in dem Datenspeicher abgespeicherten Daten an die Mutterstation erfolgt.
Zur effektiven Untersuchung von Rohren ist es nicht erforderlich, daß die Datenaufnahmeeinrichtung dasselbe Rohr in beiden entgegengesetzten Richtungen durchfährt. Deshalb ist es von Vorteil, wenn das vollständig abgewickelte Kabel von der Datenaufnahmeeinrichtung ablösbar ist und wenn an der Mutterstation eine Wickeleinrichtung zum Wiederaufwickeln des Kabels zu der Kabelspule vorgesehen ist. So kann die Datenaufnahmeeinrichtung beispielsweise an einem in ihrer Fortbewegungsrichtung liegenden Schacht mit einer neuen Kabelspule versehen werden, während das von der letzten Kabelspule abgewickelte Kabel von der Mutterstation zurückgezogen und wieder zu einer Kabelspule aufgewickelt wird. Hier treten keine Energieprobleme auch bei größeren Kabellängen auf, da an der Mutterstation ausreichend Energie zur Verfügung steht. Dort ist auch kein Durchdrehen eines Antriebs zum Zurückziehen des Kabels zu befürchten.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert und beschrieben. Dabei zeigt
Figur 1 den Einsatz der Vorrichtung zur Innenuntersuchung von Rohren in einem durch zwei Schächte begrenzten Rohrabschnitt,
Figur 2 eine erste Ausführungsform der Datenaufnahmeeinrichtung der Vorrichtung,
Figur 3 eine von der Datenaufnahmeeinrichtung gemäß Figur 2 mitgeführte Kabelspule,
Figur 4 einen Kabelantrieb,
Figur 5 eine zweite Ausführungsform der Datenaufnahmeeinrichtung und
Figur 6 eine von der Datenaufnahmeeinrichtung gemäß 5 mitgeführte Kabelspule.
Figur 1 zeigt in schematisierter Darstellung einen Rohrabschnitt 1, der von zwei Schächten 2 und 3 begrenzt wird. Jenseits der Schächte 2 und 3 schließen sich an den Rohrabschnitt 1 Rohrabschnitte 4 und 5 an. Zur Innenuntersuchung der Wandung 6 des Rohrabschnitts 1 ist eine Vorrichtung 7 bis 9 vorgesehen. Die Vorrichtung 7 bis 9 umfaßt eine Datenaufnahmeeinrichtung 7, die sich in dem Rohrabschnitt 1 entlang bewegt. Die Datenaufnahmeeinrichtung 7 weist ihrerseits vorzugsweise eine in Figur 1 nicht wiedergegebene Kamera zum Betrachten der Wandung 6 auf. Über ein Kabel 8 ist die Datenaufnahmeeinrichtung 7 mit einer Mutterstation 9 verbunden. Das Kabel 8 kann zur Energieversorgung der Datenaufnahmeeinrichtung 7 von der Mutterstation 9, zur Übertragung von Signalen zur Steuerung der Datenaufnahmeeinrichtung 7 von der Mutterstation 9 und/oder zur Übertragung von aufgenommenen Daten von der Datenaufnahmeeinrichtung 7 zu der Mutterstation 9 vorgesehen sein. Je nach Zweckbestimmung kann es sich bei dem Kabel 8 um ein elektrisches Kabel mit elektrisch leitenden Adern oder ein Glasfaserkabel mit mindestens einer lichtleitenden Faser handeln. Auch kombinierte Kabel mit elektrischen Adern und lichtleitenden Fasern sind möglich.
Bei der hier beschriebenen neuen Vorrichtung 7 bis 9 ist eine
Kabelspule 10, von der das Kabel 8 abläuft, wenn sich die Datenaufnahmeeinrichtung 7 von der Mutterstation 9 entfernt an der Datenaufnahmeeinrichtung 7 vorgesehen. Dies geht beispielsweise aus Figur 2 hervor, die eine erste Ausführungsform der Datenaufnahmeeinrichtung 7 gegenüber Figur l vergrößert wiedergibt. Die Datenaufnahmeeinrichtung 7 gemäß Figur 2 ist dreiteilig ausgebildet. Vorne weist sie einen Aufnahmewagen 11, in der Mitte einen Spulenträger 12 und am Ende einen Versorgungswagen 13 auf. Der Aufnahmewagen 11, der Spulenträger 12 und der Versorgungswagen 13 sind über Kupplungen 14 und 15 miteinander verbunden. Der Aufnahmewagen 11 und der Versorgungswagen 13 weisen jeweils ein Fahrwerk mit Rollen 16 und mit über die Rollen 16 geführten Raupenbändern 17 auf. Daneben weist der Aufnahmewagen 11 eine um eine vertikale Achse 18 verschwenkbare Kamera 19 sowie einen als Videorekorder ausgebildeten Datenspeicher 20 und der Versorgungswagen 13 einen als Akkumulator ausgebildeten Energiespeicher 21 auf. Über die Kupplungen 14 und 15 hinweg sind die drei Teile 11 bis 13 der Datenaufnahmeeinrichtung 7 nicht nur einander angehängt sondern auch elektrisch miteinander verbunden.
Den inneren Aufbau des Spulenträgers 12 der Datenaufnahmeeinrichtung 7 gemäß Figur 2 zeigt Figur 3. In dem Spulenträger 12 ist die Kabelspule 10 auf einer Kabeltrommel 22 aufgewickelt. Dabei verläuft die Spulenachse 23 der Kabelspule 10, die zugleich die Trommelachse der Kabeltrommel 22 ist, parallel zur Haupterstreckung der Datenaufnahmeeinrichtung 7 bzw. des Rohrabschnitts 1 (Figuren 1 und 2). Das von der Kabelspule 10 zunächst tangential ablaufende Kabel 8 wird von einer Leitspirale 24 parallel zur Spulenachse 23 umgelenkt. Dabei tritt das Kabel 8 radial in die parallel zu der Kabelspule 10 angeordnete Leitspirale 24 ein und läuft dann axial im inneren der Leitspirale nach hinten. Der Eintrittspunkt des Kabels 8 in die Leitspirale 24 ist durch Verdrehen der Leitspirale 24 verstellbar. Zu diesem Zweck ist ein Drehantrieb 25 für die Leitspirale 24 vorgesehen. Ein weiterer Drehantrieb 26 dient zum Verdrehen der Kabeltrommel 22 und der darauf befindlichen
Kabelspule 10, um das Kabel 8 kontrolliert freizugeben. Die Drehantriebe 25 und 26 werden von einer Steuerung 27 gesteuert und mit dem Antrieb des Aufnahmewagens 11 und des Versorgungswagens 13 der Datenaufnahmeeinrichtung 7 synchronisiert, so daß immer genau soviel Kabel 8 freigegeben wird, wie Weg von der Datenaufnahmeeinrichtung 7 in dem Rohrabschnitt 1 zurückgelegt wird. Beim Zurückfahren der Datenaufnahmeeinrichtung 7 kann das Kabel 8 entsprechend wieder zu der Kabelspule 10 auf der Kabeltrommel 22 aufgewickelt werden.
Der Spulenträger 12 gemäß den Figuren 2 und 3 kann zusätzlich noch einen in Figur 4 skizzierten Kabelantrieb 28 aufweisen. Der Kabelantrieb weist paarweise einander gegenüberliegende und das Kabel 8 reibschlüssig haltende Vorschubrollen 29 auf. Durch gegensinniges Verdrehen der beiderseits des Kabels 8 angeordneten Vorschubrollen 29 wird das Kabel vor oder zurückgeschoben. Ein solcher Kabelantrieb 28 und eine Figur 3 entsprechende Aufspuleinrichtung können auch an der Mutterstation 9 vorgesehen sein. Dies ermöglicht es, das Kabel 8 von der an dem Schacht 2 angelangten Datenaufnahmeeinrichtung (Figur 1) abzutrennen und zu der Mutterstation 9 zurückzuziehen, sowie dort wieder zu einer Kabelspule aufzuwickeln, während die Datenaufnahmeeinrichtung mit einer neuen Kabelspule 10 versehen wird, um zu einem weiteren Schacht vorzudringen.
Figur 5 zeigt eine zweite Ausführungsform der Datenaufnahmeeinrichtung 7, die hier nur einen einzigen Wagen 30 umfaßt. An dem Wagen ist die Kamera 19 um die vertikale Achse 18 schwenkbar gelagert und der Wagen 30 weist das Fahrwerk mit den Rollen 16 und den Raupenbändern 17 auf. Ein Datenspeicher 20 oder ein Energiespeicher 21 sind auf dem Wagen 30 nicht vorgesehen, weil das Kabel 8 als Energieversorgungs- und Datenübertragungskabel dient, so daß die Energieversorgung der Datenaufnahmeeinrichtung 7 von der Mutterstation 9 aus erfolgt, an der auch die Aufzeichnung der aufgenommenen Daten vorgenommen wird. Demgegenüber ist jedoch der Spulenträger 12 in den Wagen 30 integriert. Dies geht auch aus Figur 6 hervor, die eine Rückansicht des Wagens 30 der
Datenaufnahmeeinrichtung 7 gemäß Figur 5 zeigt. Dabei ist die auf der Kabeltrommel 22 aufgewickelte Kabelspule 10 zu sehen, von der das Kabel 8 beim Fortbewegen der Datenaufnahmeeinrichtung 7 abläuft. Die Kabeltrommel 22 weist hier keinen Antrieb auf, vielmehr ist eine Ablaufbremse 31 vorgesehen, die mit einem einstellbaren Drehmoment dem Abziehen des Kabels 8 von der Kabelspule 10 entgegenwirkt, so daß immer nur soviel Kabel 8 von der Kabelspule 10 abgezogen wird, wie für die Fortbewegung der Datenaufnahmeeinrichtung 7 von Nöten ist. Durch die Ablaufbremse 31 wird zwar dem Antrieb des Wagens 30 ein Widerstand entgegengesetzt. Dieser Widerstand ist jedoch im Vergleich zu dem Widerstand eines geschleppten Kabels 8 vergleichsweise gering und er nimmt insbesondere nicht zu, wenn sich die Datenaufnahmeeinrichtung 7 bereits weit von der Mutterstation 9 entfernt hat.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Rohrabschnitt
2 Schacht
3 Schacht
4 Rohrabschnitt
5 Rohrabschnitt
6 Wandung
7 Datenaufnahmeeinrichtung
8 Kabel
9 - Mutterstation
10 - Kabelspule
11 Aufnahmewagen
12 Spulenträger
13 - Versorgungswagen
14 Kupplung
15 Kupplung
16 Rolle
17 Raupenband
18 - Achse
19 Kamera
20 - Datenspeicher
21 - Energiespeicher
22 - Kabeltrommel
23 Spulenachse
24 Leitspirale
25 Drehantrieb
26 Drehantrieb
27 Steuerung
28 Kabelantrieb
29 Vorschubrolle
30 Wagen
31 - Ablaufbremse

Claims (10)

SCHUTZANSPRUCHE :
1. Vorrichtung zur Innenuntersuchung von Rohren, insbesondere mit einer Kamera, wobei eine sich in den Rohren fortbewegende Datenaufnahmeeinrichtung und eine außerhalb der Rohre angeordnete und mit der Datenaufnahmeeinrichtung über ein Kabel für die Übertragung von Signalen, Daten und/oder Energie in Verbindung stehende Mutterstation vorgesehen sind und wobei weiterhin eine Kabelspule vorgesehen ist, von der das Kabel abläuft, wenn sich die Datenaufnahmeeinrichtung von der Mutterstation entfernt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabelspule (10) an der Datenaufnahmeeinrichtung (7) angeordnet ist und sich mit dieser in den Rohren fortbewegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabelspule (10) auf eine Kabeltrommel (22) aufgewickelt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ablaufbremse (31) für das von der Kabelspule (10) ablaufende Kabel (8) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Antrieb (25, 26) für das von der Kabelspule (10) ablaufende Kabel (8) vorgesehen ist, der mit einem Antrieb für die Datenaufnahmeeinrichtung (7) entlang der Rohre synchronisiert ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabelspule (10) eine längs der Fortbewegungsrichtung der Datenaufnahmeeinrichtung (7) in den Rohren angeordnete Spulenachse (23) aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel (8) mindestens zwei elektrisch leitende Adern aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel (8) mindestens eine lichtleitende Faser aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Datenaufnahmeeinrichtung (7) ein Energiespeicher (21) angeordnet ist, der sich mit dieser in den Rohren fortbewegt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Datenaufnahmeeinrichtung (7) ein Datenspeicher (20) angeordnet ist, der sich mit dieser in den Rohren fortbewegt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das vollständig abgewickelte Kabel (8) von der Datenaufnahmeeinrichtung (7) ablösbar ist und daß an der (9) Mutterstation eine Wickeleinrichtung zum Wiederaufwickeln des Kabels zu der Kabelspule (10) vorgesehen ist.
DE29600750U 1996-01-17 1996-01-17 Vorrichtung zur Innenuntersuchung von Rohren, insbesondere mit einer Kamera Expired - Lifetime DE29600750U1 (de)

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