DE295809C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Geschwindigkeitsmesser derjenigen Bauart,
bei welcher eine unmittelbare Messung der Geschwindigkeiten dadurch herbeigeführt
wird, daß in periodisch aufeinanderfolgenden Meßzeiten von kurzer, genau gleicher Dauer
der .in jeder einzelnen Meßzeit zurückgelegte Weg bzw. die in jeder einzelnen Meßzeit zurückgelegte
Winkeldrehung einer Welle gemessen und angezeigt wird. Die gemäß dieser Methode nach Ablauf einer Meßzeit angezeigte
Geschwindigkeit ist der Mittelwert der während der Dauer der Meßzeit vorhandenen
Geschwindigkeiten. Die Geschwindigkeitsanzeige selbst ist keine stetige, sondern eine
periodische. Damit einerseits sich die jeweils angezeigte Geschwindigkeit möglichst wenig
von der wirklichen, im Augenblick der Anzeige vorhandenen Geschwindiigkeit unterscheidet,
und damit andererseits die periodische Anzeige sich einer stetigen Anzeige
möglichst nähert, müssen die Meßzeiten möglichst klein gewählt werden.
Bei Geschwindigkeitsmessern der genannten Bauart muß das Anzeigewerk mit dem Meßwerk für die Dauer jeder einzelnen Meßzeit
gekuppelt werden. Die Meßzeit ist gleich der Kupplungsdauer. Von der Gleichheit der Meßzeiten
hängt die Genauigkeit der Messung ab.
Es ist daher nötig, daß das Kuppeln und Entkuppeln sicher und in der denkbar geringsten
. Zeit erfolgen. Ferner ist es nötig, daß die eingerückte Kupplung selbsttätig in der Einrückstellung
gesperrt gehalten wird, damit nicht durch Erschütterungen, wie sie insbesondere bei auf Fahrzeugen angebrachten Geschwindigkeitsmessern
stattfinden, eine vorzeitige Lösung der Kupplung bewirkt werden kann. Durch die vom Uhrwerk auszuführenden Arbeiten
der Einrückung, Ausrückung und Sperrung der Kupplung darf das Uhrwerk nicht zu sehr belastet werden. Andererseits
müssen die Einrückung und die Ausrückung der Kupplung wegen der erforderlichen Schnelligkeit
mit ausreichender Kraft erfolgen.\ Der 4^
Geschwindigkeitsmesser soll einen großen Meßbereich haben, beispielsweise bei Fahrzeugen bis zu 160 km Geschwindigkeit in der
Stunde anzeigen können. Damit die Meßperioden unmittelbar aufeinanderfolgen, hat
das Anzeigewerk des Erfindungsgegenstandes in an sich bekannterWeise mehrere, beim Ausführungsbeispiel
zwei, Schaltwerke, die abwechselnd mit der Meßwelle gekuppelt werden.
Die Erfindung besteht nun darin, daß ein den Schaltwerken gemeinsames, als Stirnrad
ausgebildetes Kupplungsrad an einem Hebel gelagert ist, der unmittelbar durch die Triebfeder
des die Meßvorgänge regelnden Uhrwerks zwangläufig verschwenkt wird und so das Kupplungsrad abwechselnd mit den Schaltwerken
kuppelt. Die Schaltung erfolgt durch die Gangradwelle oder eine benachbarte Welle,
wie an sich bekannt, in dem Zeitabschnitt, in welchem das Uhrwerk nicht gehemmt ist, also
bei einer Ankerhemmung in dem Zeitabschnitt,
welcher zwischen der Freigabe eines Gangradzahnes durch den einen Ankerstift und der
Sperrung des entsprechenden anderen Zahnes durch den anderen Ankerstift liegt. Beim gewohnlichen
Gang der Uhr ist dieser Zeitabschnitt nur um einen geringen Betrag größer als die zur Umsteuerung des Ankers erforderliche
Zeit, weil der Gangradzahn an den anderen Ankerstift anschlägt, unmittelbar nachdem
ίο dieser in seine neue Stellung gekommen ist.
Das Nachrücken des Gangrades braucht aber erst beendet zu sein, kurz bevor die nächste
Umsteuerung des Ankers erfolgt, d. h. es steht im Höchstfälle für das Nachrücken des Gang-
!5 rades die Zeit zur Verfügung, welche die Unruhe
braucht, um von ihrer Mittelstellung bis zum Umkehrpunkt und wieder zurück zur Mittelstellung zu schwingen. Es ist besonders
für das Einrücken der Kupplung notwendig, daß eine, wenn auch kleine, Zeitdauer zur Verfügung
steht, weil die einzurückenden Kupplungsteile nicht immer in der Stellung stehen,
in welcher sie die Einrückung gestatten, und weil in diesem Falle erst der eine Kupplungsteil
sich um ein solches Stück weiterbewegt haben muß, daß die Einrückung erfolgen kann.
Beim Erfindungsgegenstand erfolgen die Einrückungen und'Ausrückungen der Kupplung
mit großer Kraft und unmittelbar durch die Triebfeder des Uhrwerkes; es wird ferner die
Einrückung jedesmal nur genau um die kurze Zeit verzögert, welche je nach der zufälligen
Lage der Kupplungsteile zur Einrückung unbedingt erforderlich ist; und es wird durch
die zwangläufige Einrückung und Ausrückung die Kupplung in jeder ihrer beiden Endstellungen
unmittelbar nach erfolgter Einrückung bzw. Ausrückung selbsttätig gesperrt. Diese
selbsttätige Sperrung der Kupplung in ihren beiden Endstellungen hat indirekt eine Reihe
weiterer wichtiger Vorteile zur Folge. Die Sperrung verhindert, daß die Kupplungsteile
durch Erschütterungen vorzeitig ausgerückt werden. Sie gestattet ferner, daß zur Kupp-
45-lung ein- und ausrückbare Stirnräder verwandt
werden, deren Verwendung sonst praktisch kaum durchzuführen ist, weil bei Anwendung
von Stirnräderkupplungen außer den auf die Lösung der Kupplung hinwirkenden, durch
die Erschütterungen hervorgerufenen Stoßkräften noch der seitliche Zahndruck hinzukommt,
welcher gleichfalls auf die Ausrückung der Kupplung hinwirkt. Die Verwendung der
Stirnräder hat zur weiteren Folge, daß das zur Kupplung dienende Stirnrad bei der jedesmaligen
Rückkehr der zur Einstellung des Zeigers dienenden Teile nicht mit zurückgeführt
werden braucht. Die Zurückführung dieser Teile muß in Sehr kurzer Zeit erfolgen, und es
kann, insbesondere wegen der Prellwirkungen für die Zurückführung der Teile nur eine verhältnismäßig
schwache Feder verwendet werden. Es ist deshalb nötig, die Reibungswiderstände
und Beschleunigungswiderstände bei der Rückführung jener Teile nach Möglichkeit zu verringern. Daher ist es wichtig, daß das
Kupplungsrad, welches die größte Geschwindigkeit bzw. Beschleunigung erhalten müßte,
an dieser Bewegung nicht teilzunehmen braucht. Das hat zur weiteren Folge, daß das
»Schaltrad«, d. i. das Rad, aus welchem das Kupplungsrad ausgerückt wird, eine bedeutend
größere Umfangsgeschwindigkeit erhalten kann. Von der Umfangsgeschwindigkeit an der Kupplungsstelle, bzw. von der Anzahl der
während der Meßzeit an der Kupplungsstelle vorbeigeführten Zähne hängt aber direkt der
»Einstellfehler« ab. Der Einstellfehler hat bei allen zu messenden Geschwindigkeiten dieselbe
absolute Größe. Er ist gleich demj enigen Wege, welcher während des Vorbeiganges
eines Zahnes an der Kupplungsstelle vom Wagen, dessen Geschwindigkeit gemessen werden
soll, zurückgelegt wird, bzw. gleich demjenigen Winkel, welcher von der Welle, deren Umdrehungsgeschwindigkeit
gemessen werden soll, zurückgelegt wird. Je größer nun die Zahl der Zähne ist, welche während einer Meßzeit
an der Kupplungsstelle vorbeigeführt werden, desto kleiner ist prozentual, der Einstellfehler.
Es wird also dur-ch die neue. Anord-nung auch der Einstellfehler erheblich verringert.
Die Anordnung der Stirnradkupplung ermöglicht auch in einfacher Weise, das Kupplungsrad
abwechselnd in zwei verschiedene Schalträder einzurücken, den Zeiger also abwechselnd
von zwei verschiedenen Einstellwerken einstellen zu lassen und dadurch die Meßzeiten ohne Unterbrechung aneinander anzuschließen.
In.der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt:
Fig; ι ist eine Vorderansicht eines Geschwindigkeitsmessers
im Schnitt nach A-B der Fig. 3 und 4.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht desselben Geschwindigkeitsmessers im Schnitt nach C-D
der Fig. 3 und 4.
Fig. 3 ist die zugehörige Seitenansicht,
Fig. 4 die Seitenansicht im Schnitt nach no
E-F der Fig. 1 und 2. '
Fig. 5, 6 und 7 stellen in vergrößertem Maßstabe die Steuerung der Kupplung in verschiedenen
Stellungen dar.
Die Antriebswelle 1, welche vom Wagenrad 1!l5
des Wagens, dessen Fahrgeschwindigkeit gemessen werden soll, oder von. einer Welle,
deren Umdrehungsgeschwindigkeit gemessen werden soll, angetrieben wird, trägt ein Kegelrad
2, welches in ein auf der Welle 3 sitzendes ^o
Kegelrad 4 eingreift. Auf der Welle 3 sind zwei Stirnräder 5 und 6 befestigt.
Das Stirnrad 5 steht in Eingriff mit dem Aufzugsrad 7, welches mit dem Uhrfederhaus
8 verbunden ist. Das innere Ende der (nicht gezeichneten) Uhrfeder ist mit der Federwelle
9 verbunden. Das äußere Ende der Uhrfeder schleift in bekannter Weise auf der zylindrischen Innenwand des Uhrfederhauses
8, so daß durch Drehung des Federhauses die Feder bis zu einer Maximalspannung aufgezogen
wird, während bei weiterer Drehung die Spannung konstant bleibt. Die Spannung der Feder reicht aus, das Uhrwerk während
einer kurzen Zeitdauer, z. B. von 1 bis 2 Mi-
. nuten, anzutreiben. Die Bewegung der Federwelle 9 wird in bekannter Weise über die.
Wellen 10 und 11 auf die Welle 12 des Gangrades
13 übertragen und durch die aus dem Gangrad 13, dem Anker 14 und der Unruhe 15
bestehende Hemmung gehemmt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist angenommen,
daß die Unruhe fünf Schwingungen in' der Sekunde ausführt. Das Gangrad hat sechs
Zähne. Die Übersetzung zwischen Gangradwelle und der vorgelagerten Welle 11, welche
als Steuerwelle zur Steuerung der Kupplung dient, ist so gewählt, daß die Steuerwelle 11
in zwei Sekunden eine Umdrehung vollführt. Das andere auf der Welle 3 sitzende Stirnrad
6 soll dazu dienen, während der einzelnen, genau begrenzten Meßzeiten, deren Dauer beim
vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Sekunde betragen soll, die von der Antriebswelle
ι aus übertragene Drehbewegung auf das Anzeigewerk zu übertragen und dadurch die
während einer Sekunde zurückgelegte Wegstrecke bz\v. Winkeldrehung zu messen, was
gleichbedeutend mit der Messung der Geschwindigkeit ist. Das Rad 6 soll demgemäß
»Meßrad« genannt werden. Auf der Meßradwelle 3 ist der einarmige Kupplungshebel 16
schwenkbar gelagert, dessen freies Ende gabelförmig gestaltet ist und zwei Stifte 17 trägt,
die mit einer auf der Steuerwelle 11 befestigten Nockenscheibe 18 in Eingriff stehen. Auf
dem Kupplungshebel 16 ist das Kupplungsrad ' 19 drehbar gelagert, welches mit dem Meßrad
6 dauernd in Eingriff steht und durch Schwenkung des Kupplungshebels 16 abwechselnd
mit zwei links und rechts von ihm liegenden Schalträdern 20<J und 20δ in Eingriff
kommt. Mit Hilfe dieser Schalträder 20a und
2οδ erfolgt abwechselnd die Einstellung des
Geschwindigkeitszeigers, und zwar von beiden Schalträdern aus in gleicher Weise und mit
den gleichen Mitteln, so daß im folgenden nur die Übertragung der Bewegung von dem einen
Schaltrad aus beschrieben werden soll. Das Schaltrad 20° ist mit dem Trieb 2ia ,verbunden,
welcher in das Einstellrad 22a eingreift.
Das Einstellrad 22s soll nach jeder Meßzeit
wieder in seine Anfangsstellung zurückgeführt werden: Die Zurückführung erfolgt durch
eine Rückzugfeder 23", welche das Einstellrad 22a bis zum Anschlag eines an diesem Rad befestigten
Mitnehmerstiftes 24" an einen festen Anschlagstift 2501 zurückführt. Auf der Achse
des Einstellrades 22* sitzt lose . ein Rad 26a, ■
welches einen Stift 27^ trägt, der vom Mitnehmerstift
24° mitgenommen werden kann. Das Rad 2,6a steht in Eingriff mit dem Zeigerrad
28. Auf der Zeigerradwelle 29 ist der Zeiger 30 befestigt. Das Zeigerrad 28 steht in Eingriff
mit einem Zahntrieb 31, auf dessen Welle die zur Zurückführung des Zeigers 30 in die
Nullage dienende (nicht gezeichnete) Feder und ein fein gezahntes Sperrad 32 sitzen. In
das Sperrad 32 greift eine Klinke 33, welche in geeignetem Zeitpunkt von der Steuerwelle
angehoben wird. In das Schaltrad 20ft greift eine Sperrklinke 34* ein, welche in dem geeigneten
Zeitpunkt durch ein auf der Steuerwelle sitzendes Ezenter ausgehoben wird.
Mit Hilfe der eben beschriebenen Mittel erfolgt die Einstellung des Zeigers durch das
Schaltrad 20fi (und in der unmittelbar anschließenden Meßperiode in gleicher Weise
durch das Schaltrad 2O6) in folgender Weise:
Es sei angenommen, daß der Zeiger 30 soeben seine der letzten Meßzeit entsprechende
Einstellung durch das Schaltrad 2O6 und die
zwischen diesem und dem Zeiger liegenden Organe erfahren hat. Die Sperrklinke 33 steht
in Eingriff mit dem Zeigersperrad 32. Die auf der Welle des Zahntriebes 31 sitzende
Rückschlagfeder kann daher den Zeiger nicht zurückführen, und es bleiben auch die mit dem
Zeigerrad in Eingriff stehenden Räder 20a
und 206 sowie die an diesen Rädern befestigten
Stifte 27® und 27* in ihren der Zeigerstellung
entsprechenden Stellungen. Die Meßzeit des Schaltrades 20a habe noch nicht begonnen.
Die Klinke 34° ist ausgehoben. Das Einstellrad 22fi ist durch seine Feder 23* in
seine Anfangsstellung zurückgeführt worden und hat dabei auch das Schaltrad 20° entsprechend
rückwärts gedreht. Es wird nunmehr durch die Nockenscheibe 18 das Kupplungsrad 19 für die Dauer einer Meßzeit, also im
vorliegenden Ausführungsbeispiel für die Dauer einer Sekunde, mit dem Schaltrad 20a
in Eingriff gebracht. Das Schaltrad 20° und das mittels des Triebes 2ie von ihm angetriebene
Einstellrad 22a werden daher entsprechend
der in der Meßzeit zurückgelegten Wegstrecke, bzw. entsprechend der während der 1J5
Meßzeit zurückgelegten Winkeldrehung derjenigen Welle, deren Geschwindigkeit gemessen
werden soll, vorwärts gedreht. Der Mitnehmerstift 24a, welcher in seiner Anfangsstellung war, d. h. an dem festen Anschlagstift
25" anlag, wird um den gleichen Winkel wie das Einstellrad 22a vorwärts gedreht. Ist die
Geschwindigkeit während dieser Meßzeit größer geworden als die in der vorhergegangenen
Meßzeit gemessene Geschwindigkeit, dann stößt der Mitnehmerstift an den Stift 27* an
und nimmt ihn auf dem letzten Teil seines ■ Weges mit. Das Rad 26" wird entsprechend
vorwärts gedreht und dreht auch das Zeigerrad 28 und den Zeiger 30 mit, da die Vorwärtsdrehung
des Zeigers durch das Sperrad 32 und die Klinke 33 nicht verhindert wird. Mit der Vorwärtsdrehung des Zeigerrades 28
werden auch das Rad 26° und der Stift 27*
entsprechend vorwärts gedreht. Am Schluß der Mefizeit zeigt der Zeiger bereits die neue
Geschwindigkeit an.
Hat sich die Geschwindigkeit gegenüber der vorhergegangenen Meßzeit nicht geändert, so
wird der Mitnehmerstift 24" genau bis zum
Anschlag an den Stift 27a herangeführt. Eine
Drehung des Rades 26"·, des Zeigerrades 28, des Zeigers 30 und des Rades 26h findet nicht
statt. Der Zeiger zeigt dauernd die unveränderte Geschwindigkeit an.
Ist die Geschwindigkeit gegenüber der der vorhergegangenen Meßzeit kleiner geworden,
dann bleibt der Mitnehmerstift 24° in seiner Endstellung noch um einen entsprechenden
Winkel hinter dem Stift 27s zurück.
Unmittelbar nach Beendigung der Meßzeit wird das Kupplungsrad 19 aus dem Eingriff
mit dem Schaltrad 20ffi ausgehoben, und im
gleichen Augenblick wird die Sperrklinke 34"
in das Schaltrad 20a eingerückt. Hierauf wird für eine kurze Zeit die Sperrklinke 33 des
Zeigersperrades 32 ausgehoben. War die Geschwindigkeit in der letzten Meßzeit gegenüber
der vorhergegangenen Meßzeit zurückgegangen, so wird der Zeiger 30 durch die Zeigerfeder
so weit zurückgeführt, bis der Stift 2ya an den Mitnehmerstift 24« anschlägt. Unmittelbar
darauf wird die Klinke 33 wieder eingerückt, der Zeiger also festgestellt, und nun wird die Klinke 34^ ausgehoben, so daß
das Einstellrad 22α· und das Schaltrad 20a
durch die Rückzugfeder 23ffi in die Anfangsstellung zurückgeführt werden.
In gleicher Weise vollziehen sich die Bewegungen, welche der Vorwärtsschaltung und
Rückführung des Schaltrades 2O6 entsprechen.
In den Fig. 5, 6 und 7 ist in vergrößertem Maßstabe dargestellt, in welcher Weise der
Kupplungshebel 16 durch das Uhrwerk gesteuert wird.
■ In Fig. 5 ist angenommen, daß der Ankerstift Ι4α in Eingriff mit einem Zahn des Gangrades 13 steht, und daß die (nicht gezeichnete) Unruhe gerade im. Begriff steht, den Ankerzahn zu heben. Die Nockenscheibe 18 hat dann die gezeichnete Lage. Wird nun der Ankerstift 14" durch die Unruhe ausgehoben (s. Fig. 6), dann wird die Nockenscheibe 18 durch das nicht mehr gehemmte Uhrwerk schnell in Richtung des eingezeichneten Pfeiles gedreht. Die eine Hebefläche der Nockenscheibe 18 schlägt auf den Stift 17 und dreht den Kupplungshebel 16 zunächst in seine Mittelstellung, in w el eher das Kupplungsrad 19 (s. Fig. 6) weder mit dem Schaltrad 20ß noch mit dem Schaltrad 20ö mEingriff steht. Stehen die Zähne des Kupplungsrades 19 gerade gegenüber_den Zahnlücken des Schaltrades 20a, dann kann der Kupplungshebel sofort völlig nach links bis in die in Fig. 7 gezeichnete Lage umgesteuert Averden. Stehen zufällig die Zähne des Kupplungsrades den Zähnen des Schaltrades gegenüber,, so verbleiben Kupplungshebel 16, Nockenscheibe 18 und Gangrad 13 eine kurze Zeit in der in Fig. 6 gezeichneten Stellung, nämlich so lange, bis das Kupplungsrad 19 sich so weit weitergedreht hat, daß eine Einrückung erfolgen kann. Die hierfür erforderliche Zeitdauer ist wegen der großen Zahl der während einer Meßzeit an der Kupplungsstelle vorbeigeführten Zähne der Schalträdef 20a und 2o6 sehr gering. Selbst bei der niedrigsten Geschwindigkeit, welche für die Messung praktisch noch in Betracht kommt, z. B. bei einer Fahrtgeschwindigkeit von nur 5 km in der Stunde, kann dieser »Einstellfehler« praktisch vernachlässigt werden. Dieser g0 Einstellfehler behält bei allen Geschwindigkeiten die gleiche absolute Größe, ist also bei den größeren Geschwindigkeiten prozentual kleiner.
■ In Fig. 5 ist angenommen, daß der Ankerstift Ι4α in Eingriff mit einem Zahn des Gangrades 13 steht, und daß die (nicht gezeichnete) Unruhe gerade im. Begriff steht, den Ankerzahn zu heben. Die Nockenscheibe 18 hat dann die gezeichnete Lage. Wird nun der Ankerstift 14" durch die Unruhe ausgehoben (s. Fig. 6), dann wird die Nockenscheibe 18 durch das nicht mehr gehemmte Uhrwerk schnell in Richtung des eingezeichneten Pfeiles gedreht. Die eine Hebefläche der Nockenscheibe 18 schlägt auf den Stift 17 und dreht den Kupplungshebel 16 zunächst in seine Mittelstellung, in w el eher das Kupplungsrad 19 (s. Fig. 6) weder mit dem Schaltrad 20ß noch mit dem Schaltrad 20ö mEingriff steht. Stehen die Zähne des Kupplungsrades 19 gerade gegenüber_den Zahnlücken des Schaltrades 20a, dann kann der Kupplungshebel sofort völlig nach links bis in die in Fig. 7 gezeichnete Lage umgesteuert Averden. Stehen zufällig die Zähne des Kupplungsrades den Zähnen des Schaltrades gegenüber,, so verbleiben Kupplungshebel 16, Nockenscheibe 18 und Gangrad 13 eine kurze Zeit in der in Fig. 6 gezeichneten Stellung, nämlich so lange, bis das Kupplungsrad 19 sich so weit weitergedreht hat, daß eine Einrückung erfolgen kann. Die hierfür erforderliche Zeitdauer ist wegen der großen Zahl der während einer Meßzeit an der Kupplungsstelle vorbeigeführten Zähne der Schalträdef 20a und 2o6 sehr gering. Selbst bei der niedrigsten Geschwindigkeit, welche für die Messung praktisch noch in Betracht kommt, z. B. bei einer Fahrtgeschwindigkeit von nur 5 km in der Stunde, kann dieser »Einstellfehler« praktisch vernachlässigt werden. Dieser g0 Einstellfehler behält bei allen Geschwindigkeiten die gleiche absolute Größe, ist also bei den größeren Geschwindigkeiten prozentual kleiner.
Die Verzögerung der Einrückung des Kupplungsrades wird durch die Steuerung
ermöglicht, denn Kupplungshebel, Nockenscheibe und Gangrad brauchen in die in Fig. 7
.gezeichnete Stellung erst zurückgeführt zu sein, kurz bevor der Ankerstift 14* wieder
angehoben werden soll. Es steht also bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel nahezu
1Z5 Sekunde zur Verfügung. Von dieser Zeit
wird aber selbst im ungünstigsten Falle und bei einer sehr geringen Geschwindigkeit nur
ein Bruchteil ausgenutzt.
Unmittelbar nach vollendeter Schaltung des .Kupplungsrades 19 erfolgt eine selbsttätige
Sperrung des Kupplungshebels 16 durch die Nockenscheibe 18. Es wird dadurch mit voll- n0
kommener Sicherheit eine vorzeitige Ausrückung bzw. eine vorzeitige Einrückung des
Kupplungsrades verhütet.
Damit das Uhrwerk nach Aufzug der Uhrfeder in jedem Falle in Gang kommt, ist die n5
folgende Einrichtung getroffen. Die Unruhe trägt einen Stift 35, welcher sich, wenn die
Unruhe von ihrem einen Umkehrpunkt um ein kleines Stück zurückgeschwungen ist,
hinter den einen Arm eines Sperrhebels 36 iao
legen kann (s. Fig. 1). Der andere Arm des Sperrhebels wird durch eine auf der Zeiger-
welle 29 sitzende Scheibe 37 gesteuert. Die im übrigen zylindrische Scheibe 37 trägt
einen kleinen Ausschnitt, in welchen der andere Arm des Sperrhebels 36 einfallen kann,
•5 wenn der Zeiger auf Null steht.
Erfährt der auf Null stehende Geschwindigkeitsmesser einen Antrieb durch die Fahrt
des Wagens oder die Drehung der Welle, deren Geschwindigkeit gemessen werden soll,
dann erfolgt durch den Aufzug des Uhrfederhauses
zunächst eine Kupplung des Kupplungsrades 19 mit einem der beiden Schalträder
2oa oder 20&. Es wird infolgedessen
auch der Zeiger angetrieben. Wenn der Zeiger eine kleine Drehung ausgeführt hat, dann
wird der Sperrhebel 36 ausgehoben und die Unruhe freigegeben, welche, da sie nahe
ihrem Umkehrpunkt gesperrt gehalten wird, sofort mit voller Kraft zu schwingen anfängt.
Ist die Geschwindigkeitsmessung beendigt und der Zeiger wieder auf Null zurückgegangen,
so erfolgt selbsttätig die Sperrung der Unruhe durch Einfall des Sperrhebels 36 in
die Lücke der Scheibe 37.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Geschwindigkeitsmesser, bei welchem zur Einstellung des Zeigers eine Schaltvorrichtung mit der Antriebswelle während der Meßzeit mittels einer durch ein Uhrwerk gesteuerten Kupplung gekuppelt wird und die Kupplungsteile durch das Uhrwerk in der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Hemmungen des Uhrwerkes liegenden Zeit umgesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein als Stirnrad ausgebildetes Kupplungsrad (19) an einem Hebel (16) gelagert ist, der unmittelbar durch die Triebfeder des die Meßvorgänge regelnden Uhrwerks zwangläufig verschwenkt wird und so das Kupplungsrad mit dem Schaltwerk bzw. abwechselnd mit den Schaltwerken kuppelt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295809C true DE295809C (de) |
Family
ID=550253
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT295809D Active DE295809C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE295809C (de) |
-
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- DE DENDAT295809D patent/DE295809C/de active Active
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