DE295729C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/10—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers
- H02H7/12—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers
- H02H7/1209—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for converters using only discharge tubes
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Protection Of Static Devices (AREA)
- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 295729 KLASSE 21c. GRUPPE
Elektrische Entladungsgefäße, z. B. solche, die zur Gleichrichtung von Wechselstrom dienen,
werden häufig in Reihe mit Stromverbrauchern so betrieben, daß sie bei veränderlicher
Belastung einen im wesentlichen konstanten Strom durchlassen. Tritt nun im Verbrauchskreis
ein Kurzschluß ein oder wird sonstwie die vom Verbrauchskreis absorbierte Spannung verringert, so tritt an dem Ent-
ladungsgef äß eine unzulässige Spannung auf, und es kann letzteres hierdurch beschädigt
oder zerstört werden. Die beschriebenen Erscheinungen können insbesondere bei elektrischen
Entladungsgefäßen eintreten, die auf reiner Elektronenentladung, hervorgerufen durch Glühen einer Kathode in einem sehr
hohen Vakuum, beruhen. Bei diesen Entladungsgefäßen ändert sich die Stromstärke innerhalb eines bestimmten Bereichs, welcher
von den Abmessungen und der gegenseitigen Lage der einzelnen Teile, insbesondere vom
Abstand der Elektroden, und von anderen Umständen abhängt, mit der 3/2. Potenz der
Spannung und wird dann bei höheren Spannungen im wesentlichen konstant. Wenn die
aufgedrückte Spannung größer als dieser kritische Wert ist,, kann der Widerstand des
äußeren Belastungskreises verändert werden, ohne daß dies die Stromstärke beeinflußt.
Letztere hängt vielmehr für ein gegebenes Entladungsgefäß ausschließlich von der Temperatur
der Glühkathode ab.
Während des normalen Betriebes wird im Entladungsgefäß nur ein kleiner Teil der
Spannung der Stromquelle vernichtet. Der übrige Teil der Spannung wird im Belastungskreis aufgezehrt. Wird dagegen der oder die
Stromverbraucher kurzgeschlossen, so wird die gesamte Spannung und daher die gesamte
Energie der Stromquelle im Entladungsgefäß vernichtet, und es würde das Entladungsgefäß
ohne irgendeine Schutzvorrichtung zerstört werden.
Die gewöhnlichen Schutzvorrichtungen sind nun unter den vorliegenden Umständen nicht
verwendbar. Es würde nämlich erstens, da der Strom konstant bleibt, eine Überstromsicherung
nicht wirksam werden. Zweitens kann eine Überspannungssicherung nicht benutzt
werden, da die beim Kurzschluß an dem Entladungsgefäß auftretende volle Spannung
auch im normalen Betrieb während jeder zweiten Halbwelje auftritt, während welcher infolge
der einseitigen Leitfähigkeit der Entladungsröhre kein Strom durch sie fließt. Diese
hohe Spannung, welche normal während der stromlosen Halbwellen vorhanden ist, bildet
keine' Gefahr für das Entladungsgefäß, da sie keine Energievernichtung· hervorruft, sie macht
jedoch die Benutzung der üblichen Überspannungssicherung unmöglich.
Gemäß der Erfindung wird die Spannungserhöhung an dem zu schützenden Entladungsgefäß
benutzt, um eine Stromzunahme in
einem Hilfsentladungsgefäß hervorzurufen, wenn der Strom von solcher Polarität ist, daß
er eine Erhöhung der vernichteten Energie im Hauptgefäß mit sich bringt. Das Hilfsgefäß
ist so gebaut, daß es eine hohe Spannung erfordert, um einen nenenswerten Strom durchzulassen,
und daß sein Strom unter den normalen. Betriebsbedingungen beträchtlich unterhalb
des Sättigungsbereiches liegt, bei welchem
ίο jeder weitere Spannungszuwachs keinen weiteren
Stromzuwachs hervorruft. Der infolgedessen im Hilfsgefäß auftretende Stromzuwachs
wird dazu benutzt, um irgendein Überstromrclais zu betätigen, durch welches die Energievernichtung durch das Hauptentladungsgefäß
und ebenso diejenige durch das Hilfsentladungsgefäß aufgehoben wird.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel,
während Fig. 2 die Beziehung zwischen Spannung und Strom für das Haupt- und Hilfsgefäß durch Schaulinien veranschaulicht.
Mit ι ist das Hauptentladungsgefäß bezeichnet, welches ermöglicht, daß der Verbrauchskreis
2 aus dem Transformator 3 über die Leiter 4 und 5 Strom von nur einer Richtung erhält. Das Entladungsgefäß 1 enthält
eine Glühkathode 6 und eine Anode 7 und wird in bekannter Weise möglichst vollkommen
entlüftet, so daß der Druck des Gasrestes nur ungefähr 0,00005 mm Hg oder noch niedriger
ist. Die Glühkathode 6 wird durch eine Batterie 8 zum Glühen gebracht, mit der sie durch
die Leitungen 9 und 10 verbunden ist, die einen Schaltkontakt 11 enthalten. Die Elektroden
dieses Gefäßes sollen nahe zueinander angeordnet sein, um den Spannungsabfall und
daher den Energieverlust im Entladungsgefäß zu verringern. Hierdurch wird die Spannungsgrenze,
oberhalb welcher das.. Entladungsgefäß bei veränderlicher aufgedrückter Spannung mit konstantem Strom arbeitet,
verringert. Es ist also die Spannung, bei welcher durch die sogenannte Raumladung ein
weiteres Anwachsen des Stromes verhütet wird, verhältnismäßig niedrig. Die Charakteristik
eines solchen Entladungsgefäßes kann durch die Schaulinie A der Fig. 2 veranschaulicht
werden, in welcher die Ordinären Stromwerte in Milliampere und die Abszissen Spannungswerte
in Volt ausdrücken. Hiernach wächst bei einer bestimmten Kathodentemperatur der Strom bis zu 100 Volt mit der
V2- Potenz der Spannung, bis schließlich alle
Elektronen, die der Glühfaden bei dieser Temperatur aussenden kann, ausgenutzt sind; bei
Spannungen über 100 Volt hinaus bleibt der Strom konstant, etwa 100 Milliampere.
Parallel zum Gleichrichter 1 ist nun ein zweites Entladungsgefäß χ 2 mit Glühkathode ß0
13 und Anode 14 geschaltet. In diesem sind die Elektroden weiter voneinander angeordnet,
so daß der Bereich, für welchen der Strom mit der Spannung wächst, bedeutend vergrößert
ist, derart, daß er den im Hauptgefäß im nor- gg malen Betrieb auftretenden Spannungsabfall
einschließt. Die Charakteristik des zweiten Entladungsgefäßes wird durch die Schaulinie B
dargestellt. Der Strom wächst mit der 3/2. Potenz der Spannung bis ungefähr 600
Volt und wird dann mit 80 Milliampere konstant. Dabei ist die Elektronenaussendung beispielsweise
zufolge niedrigerer Kathodentemperatur etwas geringer als bei der Entladungsröhre
i.
In den Stromleitungen 16 und 17 der Heizbatterie
15 der Kathode 13 liegt ein Schaltkontakt 18, der auf demselben Stiel sitzt wie
der Schaltkontakt 11. In Reihe mit dem Entladungsgefäß
12 liegt die Wicklung eines Elektromagneten
20, dessen Anker mit dem Stiel
19 verbunden ist. Unter normalen Betriebsbedingungen
ist die Spannung am Gefäß 1 und daher auch diejenige am Gefäß 12 so gering,
daß der durch letzteres fließende Strom nicht ausreicht, um den Anker des Elektromagneten
20 anzuziehen. Wenn dagegen ein Kurzschluß eintritt oder der Widerstand der Belastung
plötzlich sinkt, dann wird die Spannung an den beiden Entladungsgefäßen so groß, daß der
durch das Entladungsgefäß 12 fließende Strom · ausreicht, um den Magnetanker anzuziehen
und dadurch die Schaltkontakte 11 und 18 zu
öffnen, den Schaltkontakt 23 zu schließen. In dem gewählten Ausführungsbeispiel mag der
Auslösestrom des Elektromagneten 20 beispielsweise auf 40 Milliampere festgesetzt sein.
Durch die Schaltkontakte 11 und 18 wird der
Heizstrom der Kathoden der beiden Entladungsgefäße unterbrochen, und hierdurch werden die beiden Entladungsgefäße energielos
gemacht. Durch die Schließung des Schaltkontaktes 23 wird die Wicklung des Magneten
20 über die Leitungen 16, 21 und 22 an die Batterie 15 angeschlossen und somit auch weiter
erregt. AVenn die störende Ursache wieder beseitigt ist, können die Schalter 11 und
18 in irgendeiner geeigneten Weise wieder geschlossen und der Schalter 23 wieder geöffnet
werden, beispielsweise indem ein Schalter 24 n0
in der Leitung 16 geöffnet wird.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Schutzvorrichtung gegen Überlastung n5 von elektrischen Entladungsgefäßen, die im Bereich konstanten Stromes arbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zudem zu schützenden Entladungsgefäß (i.) ein zweites Entladungsgefäß (12), welches im normalen. Betrieb unterhalb des Bereiches konstanten Stromes arbeitet, in Reihe mit einer Überstromsicherung (z. B. einem Uberstromschalter 20) geschaltet ist.
- 2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Überstromsicherung (20) der Heizstrom des Hauptentladungsgefäßes (1) und des Hilfsentladungsgefäßes (12) unterbrochen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295729C true DE295729C (de) |
Family
ID=550179
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT295729D Active DE295729C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE295729C (de) |
-
0
- DE DENDAT295729D patent/DE295729C/de active Active
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