DE2953385C1 - Einrichtung zum Zufuehren und zum Regulieren der Spannung der Kettfaeden einer Rundwebmaschine - Google Patents
Einrichtung zum Zufuehren und zum Regulieren der Spannung der Kettfaeden einer RundwebmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Zuführen und zum Regulieren der Spannung der
Kettfäden einer Rundwebmaschine, die mit einer kreisförmigen Führungsbahn für mindestens einen
Schützen, mit einem Antriebsmechanismus für den Schützen sowie mit einer kreisringförmigen Kettfadenführung
oberhalb und koaxial zu der Führungsbahn für den Schützen versehen ist, die ferner mit mehreren
Führungsschlitzen für die Kettfäden und mit mehreren Einrichtungen zur Fachbildung außerhalb des Führungsringes ausgerüstet ist und Steuereinrichtungen zur
Fachbildung aufweist, welche vor der Ankunft des Schützen umlaufende Wanderfächer bilden, und bei der
ein Mechanismus zur Abnahme des fertiggestellten Gewebes in Richtung der Achse der ringförmigen
Schützenführungsbahn und außerdem eine Zuführeinrichtung für die Kettfäden zu den Fachbildungseinrichtungen
vorgesehen sind.
Zur Herstellung von Schlauchgeweben sind Rundwebmaschinen seit vielen Jahren bekannt. Diese
Rundwebmaschinen bringen aber verschiedene Probleme mit sich. So sind z. B. die Konstruktionen der
Fachbildungseinrichtungen und der Einschießeinrichtungen wesentlich komplizierter als in konventionellen
Webmaschinen und die gegenwärtig erreichbare Gewebestruktur ist auf eine Flachgewebestruktur beschränkt.
Darüber hinaus ist die Dichte der Kett- und Schußfäden, die das Gewebe bilden, wesentlich geringer als in
Geweben, die von konventionellen Webmaschinen hergestellt werden. Wegen dieser Probleme sind die
bekannten Rundwebmaschinen kaum in der Praxis
eingesetzt worden.
Säcke, die aus einem Flachgewebe hergestellt sind, für das Kunststoff-Bändchen aus Polypropylen, Polyäthylen
oder auch Kunststoffgarne, wie beispielsweise Multifilamente oder Kunststoffschnüre als Kett- und Schußfaden
verwendet werden, werden in großem Umfang als Transportmittel, aber auch zum Lagern von Körnern,
wie Getreide, Zuckerdünger oder Kunstharzgranulat eingesetzt. Man macht das, weil solche Taschen oder
Säcke sehr fest, aber leicht im Gewicht sind. Zur Herstellung dieser Säcke wird ein Flach-Gewebe oder
auch ein Schlauchgewebe mit Flachstruktur mit Hilfe von bekannten Webmaschinen hergestellt, das dann in
Gewebestücke geschnitten wird, welche wiederum zu der Sackform zusammengenäht werden. Die Kett- und
Schußfäden zur Herstellung solcher Säcke sind wesentlich dicker als die Garne, die zur Herstellung üblicher
Gewebe für Kleider verwendet werden. Die Webdichte dieser Kett- und Schußfäden ist daher sehr grob. Man
hat deshalb auch schon den Einsatz einer Rundwebmaschine zur Herstellung solcher Säcke in Betracht
gezogen. Darüber hinaus kann eine Rundwebmaschine auch ein Schlauchgewebe mit gleichförmigerer Maschenverteilung
herstellen als das mit einer konventionellen Webmaschine möglich ist. Da außerdem bei
Rundwebmaschinen die Schützen nur in einer Richtung bewegt werden, kann auch die Webgeschwindigkeit
höher gewählt werden. Es sind daher auch schon verschiedene Versuche gemacht worden, Rundwebmaschinen
nicht nur in Japan, sondern auch in anderen Industrieländern zu verwenden.
Als Beispiel kann eine Rundwebmaschine genannt werden, wie sie in der US-PS 38 71 413 beschrieben ist,
oder eine Rundwebmaschine wie sie beispielsweise von der britischen Firma Fairbairn Lawson Machinery Ltd.
me dieser Art nur innerhalb eines bestimmten begrenzten Bereiches hin- und herschwingen können,
um die Änderungen der Kettfadenspannung aufzunehmen, kann zwar eine kleine Amplitude dieser Kettfadenspannung
absorbiert werden, aber eine Änderung der Spannung mit großer Amplitude kann nicht vollständig
aufgenommen werden. In Rundwebmaschinen weisen die Spannungsänderungen der Kettfäden aber große
Amplituden auf. Das ist der Grund dafür, daß die üblichen Tänzerarme nicht zur vollen Befriedigung in
Rundwebmaschinen eingesetzt werden können.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorher erwähnten Probleme von Rundwebmaschinen
durch Einsatz einer Kettfadenspannungsregulie-
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hergestellt und verkauft wird. Bei diesen Rundwebmaschinen werden viele Kettfäden zu einer Vielzahl von
Fachbildungsmechanismen geführt, die längs einer kreisringförmigen Schützenführung angeordnet sind,
wobei die Schützen in einer Richtung auf dieser Kreisringführung bewegt werden. Jeweils vor Ankunft
der einzelnen Schützen sorgen die Fachbildungsmechanismen dafür, daß sich nacheinander die benötigten
Fächer bilden und die Schützen werden durch diese Fächer geführt. Die Fächer schließen sich dann wieder
und vor der Ankunft des nachfolgenden Schützens werden die Fachbildungseinrichtungen umgesteuert und
es werden wieder Fächer aufeinanderfolgend gebildet. Die Schützen durchfahren dann diese Fächer und bilden
die flache Webstruktur. Ein so hergestelltes Schlauchgewebe mit Flachstruktur wird dann der Rundwebmaschine
entnommen. Aus der Art des Webverfahrens ergibt sich, daß es bei diesen bekannten Rundwebmaschinen
fast unmöglich ist, Spannungsunterschiede der Kettfäden zu vermeiden, die auf die Fachbildung beim
Webprozeß zurückzuführen sind. Während dieser Änderungen in der Kettfadenspannung wird die
Spannung nicht gesteuert oder kompensiert, weil sich ein Ungleichgewicht zwischen den Spannungen der
Kettfäden ergibt. Wenn dieses Ungleichgewicht zunimmt, dann wird die Fachbildung schwierig, was zum
Auftreten von Fehlern im Gewebe führen kann.
Um das Auftreten solcher Fehler zu vermeiden, ist auch schon ein Verfahren bekannt, bei dem die
Änderungen der Kettfadenspannung durch den Einsatz von sogenannten Tänzern vermieden wird. Wird
beispielsweise das eine Ende eines jeden Tänzers am Maschinengestell schwenkbar gelagert und am anderen
Ende wird eine Garnführung für einen Kettfaden geschaffen, wobei dann ein elastisches Zugglied wie
beispielsweise eine Feder, mit jedem Tänzer verbunden ist, das diesem ein Drehmoment aufzwingt, das mit der
Spannung des Kettfadens übereinstimmt.
Dadurch kann jeder Tänzerarm unter Wirkung des elastischen Zuggliedes entsprechend den Spannungsänderungen
am zugeordneten Kettfaden hin- und herschwingen, so daß die Änderung der Kettfadenspannung
absorbiert und durch die Schwingbewegung des Tänzerarmes kompensiert wird. Da aber die Tänzerarrungs-
und Zuführungseinrichtung zu lösen, bei der auch dann, wenn Spannungsänderungen mit großer Amplitude
in den Kettfäden auftreten, diese ausreichend aufgenommen werden können, so daß stets gleichförmige
Fächer gebildet und daher auch die Spannungsdifferenzen zwischen den Kettfäden in den Fächern
wesentlich verringert werden können.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst.
Wird daher die Spannungsregulierungs- und Zuführungseinrichtung der Erfindung bei konventionellen
Rundwebmaschinen eingesetzt, dann wird das gewünschte Gleichgewicht zwischen den Spannungen der
einander zugeordneten Kettfäden und den Spannungsänderungen in den Kettfäden mit der Zeitverzögerung
aufrechterhalten, die in einem praktisch zulässigen Umfang gesteuert werden kann, d. h., daß innerhalb
dieses Umfanges eine gleichmäßige Gewebestruktur erreicht werden kann, ohne daß Webfehler zu erwarten
sind.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer Rundwebmaschine, bei der die erfindungsgemäße Zuführ- und
Spannungsreguliereinrichtung für die Kettfäden eingesetzt ist,
F i g. 2 eine Draufsicht, in der schematisch der Hauptteil der in der F i g. 1 gezeigten Rundwebmaschine
zu sehen ist,
F i g. 3 den Schnitt längs der Linie III-III in F i g. 2 im
vergrößerten Maßstab,
Fig.4 eine perspektivische Ansicht einer Fachbildungseinheit
der Rundwebmaschine, die in den F i g. 1 und 3 gezeigt ist,
F i g. 5 die Seitenansicht eines Details der Spannungsregulierungs-
und Zuführeinrichtung für einen Kettfaden der Rundwebmaschine der Fig. 1,
F i g. 6 eine schematische Vergrößerung eines Teiles der Einrichtung der F i g. 5 und
F i g. 7 ein Blockdiagramm, das die elektrische Verbindung in der Einrichtung der F i g. 5 zeigt.
Zum besseren Verständnis der erfindungsgemäßen Zuführ- und Spannungsregulierungseinrichtung für die
Kettfaden wird zunächst anhand der F i g. 1 bis 4 eine Rundwebmaschine beschrieben, an der die erfindungsgemäße
Einrichtung angebracht ist.
In der in F i g. 1 gezeigten Rundwebmaschine 1 ist ein Hauptteil 4 vorgesehen, der mit Fachbildungseinrichtungen
und Schußfadenzuführeinrichtungen versehen und in einem Gestell 9 angeordnet ist. Die Fachbildungseinrichtungen und die Schußfadeneintragvorrichtungen
werden durch einen Elektromotor 5 angetrieben, der unterhalb des Hauptteiles 4 angeordnet ist und über ein
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nicht gezeigtes Getriebe mit dem Hauptteil 4 und den anderen Teilen verbunden ist. Abzugseinrichtungen 8
zur Entnahme des Schlauchgewebes sind oberhalb des Hauptteiles 4 an dem Gestell 9 angeordnet und werden
über ein ebenfalls nicht gezeigtes und mit den Abzugseinrichtungen 8 verbundenes Getriebe angetrieben.
Dieses zweite Getriebe wird vom ersten Getriebe aus über eine Welle 11 angetrieben. Die Abzugsmittel 8
werden daher synchron mit dem Hauptteil 4 betätigt. Auf einem Paar von Liefergestellen 6 sind Kettfäden 3
in der notwendigen Anzahl zur Herstellung des gewünschten Schlauchgewebes 2 gehalten, wobei diese
Liefergestelle 6 auf beiden Seiten des Hauptteiles 4 symmetrisch zueinander und zu dem Hauptteil 4
angeordnet sind. In F i g. 1 ist dabei nur eines dieser Gestelle 6 auf der rechten Seite gezeigt. Die Kettfäden
werden dabei von mehreren drehbaren Fadenrollen 6a abgezogen und die Kettfäden 3 werden dem Hauptteil 4
durch Kettfadenauslaßteile 7 zugeführt. Das Schlauchgewebe 2, das durch den Webvorgang im Teil 4 der
Rundwebmaschine gebildet wird, wird dann nach oben von den Abzugsmitteln 8 entnommen und zu nicht
gezeigten Aufwickeleinrichtungen geführt, wie das durch den Pfeil angedeutet ist.
Wie in den F i g. 2 und 3 gezeigt ist, besitzt der Hauptteil 4 der Rundwebmaschine 1 eine vertikale
Welle 14, die drehbar in einem Paar von Wälzlagern 17 in Lagern 15 angeordnet ist, die in einer zentralen
öffnung eines scheibenartigen Gestelles 16 angeordnet sind, welche an einer Basis 9a des Gestelles 9 angebracht
ist. An dem unteren Ende der vertikalen Welle 14 ist eine mit Rillen versehene Riemenscheibe 18 angebracht
und oberhalb des scheibenartigen Gestelles 16 ist eine Steuerscheibe 19 an der Welle 14 befestigt. Die später
noch zu beschreibende Fachbildungseinrichtung, die durch einen Steuerring 19a der Steuerscheibe 19
betätigt wird, ist ebenfalls in dem Hauptteil 4 vorgesehen, sowie ein an der Welle 14 befestigter
Antrieb 22 für den Schützen, der oberhalb der horizontalen Steuerscheibe 19 liegt, ferner eine
ringförmige Führung 25 zur Führung eines Paares von Fronträdern 26a und eines Paares von hinteren Rädern
26b, die jeweils auf beiden Seiten eines Schützens 26 angeordnet sind, sowie eine horizontale Führungsscheibe
27, die drehbar am oberen Ende der Welle 14 angeordnet ist, um ein weiteres Rad 26c des Schützens
26 zu führen.
Eine Ringführung 29 zur Führung des Schlauchgewebes 2 ist durch ein Zwischenglied 28 über Tragarme 24c
ortsfest angeordnet, und zwar mit geringem Abstand von dem oberen Ende der Ringkante der horizontalen
Führungsscheibe 27. Acht Gestellteile 24a sind an der Scheibe 16 befestigt, wobei jeweils Arme 246 an jedem
dieser Gestellteile 24a angeordnet sind und mehrere Garnführungen 39, die auf Ringteilen 24d befestigt sind,
stehen mit diesen Gestellteilen 24a in Verbindung. Mehrere Tänzerarme 40 zur Regulierung der Zugspannung
der Kettfäden sind schwenkbar an einem weiteren Teil 24/mit Kreissektorform angeordnet, die ihrerseits
an dem Gestell 24a befestigt sind. Außerdem sind Steuereinrichtungen 41 vorgesehen, die dann aktiviert
werden, wenn die Tänzerarme 40 sich über einen vorbestimmten Drehwinkel verschwenken. Diese Tänzerarme
40 und die Steuereinrichtungen 41 bilden damit Teile der erfindungsgemäßen Einrichtung.
Die Tragarme 24c werden über einen Arm 246 festgehalten, wie das in den F i g. 2 und 3 gezeigt ist. Wie
aus den F i g. 1 und 3 hervorgeht, werden die Kettfaden 3 von den Liefergestellen 6 durch Führungsrollen 7a
geführt, die an einem Gestellteil 9c drehbar angeordnet sind, sowie durch die Garnführungen 39 zu Garnösen
406, die an dem oberen Ende 40a jedes Tänzerarmes 40 angeordnet sind. Durch die Fachbildungseinrichtung
wird, wie das im einzelnen aus F i g. 4 hervorgeht, das Fach gebildet. Der Schützen 26, der vom Antriebsmechanismus
22 vorwärts bewegt wird, wird in dieses Fach eingeschossen, so daß das Schlauchgewebe 2 entsteht,
ίο welches nach oben (in der Richtung, die durch den Pfeil
in F i g. 3 angegeben ist) durch einen Ringspalt zwischen der Kreiskante des horizontalen Führungsteiles 27 und
der Kreisführung 29 abgezogen und dabei durch die Führung 31 und das Führungsgestell 32, das an dem
Führungsteil 31 sitzt, geführt wird. Das Schlauchgewebe wird dann durch die Abzugseinrichtung 8 auf eine Rolle
durch nicht gezeigte Aufwindeeinrichtungen aufgewikkelt.
In der Rundwebmaschine 1 dieser in F i g. 4 gezeigten Form ist die Fachbildungseinrichtung mit mehreren
vertikalen Führungsstangen 20 ausgerüstet, die an dem Umfangsflanschteil des Scheibengestells 16 befestigt
sind. An jeder der Führungsstangen 20 ist bewegbar ein Gleitstück 37 angeordnet, das zur Befestigung von
Steuerrollen 37a und 376 dient, die jeweils an dem Halteteil 37 drehbar angeordnet sind und auf diese
Weise einen Rollkontakt mit der Ober- und der Unterseite der Steuerkurve 19a besitzen. An einem
oberen Führungsring 25 sind Führungen 46 für ein Paar von Geschirrahmen 45a und 456 angeordnet (die
Führungen für die Geschirrahmen sind in ähnlicher Weise an dem unteren Führungsring 256 angeordnet,
aber sie sind in F i g. 4 nicht gezeigt), wobei Riemen 47a und 476 zur Verbindung der beiden Geschirrahmen 45a
und 456 vorgesehen sind, die dazu dienen, die Geschirrahmen 45a und 456 vertikal, aber in jeweils
entgegengesetzten Richtungen zu bewegen, so daß auf diese Weise jeweils ein voll geöffnetes Fach entsteht.
Ein Führungsriemen 34a ist an dem Gleitstück 37 befestigt, der von dem Arm 246 gehalten wird um die
Riemen 47a und 476 zu führen, und eine Riemenführung 346 ist an dem Umfangsflanschteil der Scheibe 16
angeordnet. Da das Gleitstück 37, an dem die Steuerrollen 37a und 376 befestigt sind, durch einen Stift
37c an dem Riemen 476 befestigt ist, wird dem Geschirrahmen 45a durch die Vertikalbewegung des
Gleitstückes 37 eine Vertikalbewegung erteilt. Jede Vertikalbewegung wird auf den anderen Geschirrahmen
456 durch die Riemen 47a und 476 übertragen. Der Geschirrahmen 456 wird damit einer Vertikalbewegung
unterworfen, die umgekehrt zu der Vertikalbewegung des Geschirrahmens 45a erfolgt. Die gleiche Anzahl von
Weblitzen 48 werden jweils von jedem Geschirrahmen 45a und 456 getragen und es sind in der gleichen Anzahl
wie die Anzahl der Litzen 48 Vertikalstangen 50 fest und in Längsrichtung in dem Raum zwischen den gegenüberliegenden
Horizontalebenen des oberen und unteren Führungsringes 25 fest angeordnet. Da die
Kurvenform der vorstehenden Steuerleiste 19a im Hinblick auf die Geschirrahmen 45a und 456 so
ausgelegt ist, daß diese das offene Fach bilden, wenn die Kettfäden 3 durch die Augen 48a der zugeordneten
Litzen 48 geführt sind, kann durch die Rotation der horizontalen Steuerscheibe 19 das Fach zur Bildung der
flachen Webstruktur gebildet werden. Da mehrere dieser Geschirrahmen 45a und 456 kreisringförmig am
Umfang der horizontalen Steuerscheibe 19 und jeweils angrenzend aneinander angeordnet sind, bilden diese
paarweise einander zugeordneten Geschirrahmen 45a und 456 bei der Rotation der Steuerscheibe 19 jeweils
aufeinanderfolgende und umlaufende Fächer identischer Form. Werden daher mehrere Schützen 26, z. B.
vier Schützen, wie das bei der vorliegenden Ausführungsform gezeigt ist, durch den Antrieb 22 synchron
mit der Fachbildung durch diese Fächer geführt, kann das Schlauchgewebe 2 mit Flachstruktur hergestellt
werden.
Im folgenden wird jetzt der Aufbau und die Wirkungsweise der Einrichtung zur Regulierung der
Spannung und zur Zuführung der Kettfäden gemäß der Erfindung beschrieben, und zwar anhand des Ausführungsbeispieles
der Rundwebmaschine, an der die erfindungsgemäße Einrichtung angebaut ist.
Die Einrichtung zur Zuführung und zur Spannungsregulierung der Kettfäden gemäß der Erfindung, die für
die Rundwebmaschine der F i g. 1 geeignet ausgelegt ist, besitzt Einrichtungen zum Ausgleich der Änderungen
der Kettfadenspannung, die im Bereich der zugeordneten Geschirrahmen angeordnet sind. Zuführeinrichtungen
für die Kettfäden sind zwischen diesen Absorbierungseinrichtungen und den Liefergestellen 6 für die
Kettfäden angeordnet und diese beiden Einrichtungen werden durch die Anordnung der Erfindung jeweils
aufeinander abgestimmt.
Wie in den F i g. 3, 5 und 6 gezeigt ist, sind die Einrichtungen zur Aufnahme der Spannungsänderungen
mit zwei Arten von Federn 40c und 4Od versehen, die ein Drehmoment hervorrufen, das von der
Spannung des Kettfadens 3 abhängig ist, der durch die Führung 406 des Tänzerarmes 40 läuft. Die eine Feder
40c ist so angeordnet, daß sie über den gesamten Schwenkbereich des Tänzerarmes 40 wirkt, während die
andere Feder 4Odso angeordnet ist, daß sie nur dann zur
Wirkung kommt, wenn der Drehwinkel des Tänzerhebels 40 über den vorher erwähnten zulässigen Bereich
hinausgeht.
Jeder Tänzerhebel 40 ist an einem Ringteil 24/ des Gestelles 24a schwenkbar angeordnet und ein Ende
jeder Feder 40c ist an einem ersten Vorsprung 40/ angeordnet, der einteilig mit dem zugeordneten
Tänzerarm ausgebildet ist. Das andere Ende ist mit dem Ringteil 24e verbunden, der an dem Gestell 24a
angeordnet ist. Diese Feder 40c wirkt über den gesamten zulässigen Schwenkbereich des Tänzerarmes
40. Ein Ende der anderen Feder 40Jist an einem zweiten einteilig am Tänzerarm 40 vorgesehenen Vorsprung 40^
angeordnet und das andere Ende ist frei beweglich durch eine öffnung 24Λ in dem Ring 24g des Gestelles
24a hindurchgeführt und an einer Kugel 40Λ befestigt, die außerhalb der öffnung 24Λ sitzt. Die Abmessungen
dieser Kugel 40Λ sind größer als diejenigen der öffnung
24Λ und die Anordnung ist so getroffen, daß dann, wenn die Spannung des Kettfadens ansteigt und der
Tänzerhebel 40 im Gegenuhrzeigersinn um den Teil 24/ gedreht wird und die Kugel 40Λ zur Anlage an den Ring
24g kommt (diese Lage ist in F i g. 6 gezeigt), die Feder 40d zum ersten Mal ihre Wirkung ausübt. Wird die
Kettfadenspannung dagegen niedrig und wird durch die Reaktion der Feder 40c ausgeglichen und der
Tänzerarm 40 befindet sich in einer Stellung außerhalb der in F i g. 6 gezeigten Lage, und zwar im Uhrzeigersinn
verdreht dazu, dann kommt die Kugel 40Λ nicht in Kontakt mit dem Ring 24g und die Feder 4Od übt daher
keine Wirkung aus. Um diese Wirkungsweise zu erhalten, muß die jeweils ausgeübte Kraft, d. h. die
Federkonstante der Feder 40c ausreichend kleiner gewählt sein als jene der Feder 4Od.
Die in ihrer Wirkungsweise mit den eben erwähnten Ausgleichseinrichtungen kombinierten Zuführeinrichtungen
für die Kettfäden sind zwischen den Lifergestellen 6 vorgesehen, die auf beiden Seiten der Rundwebmaschine
1 und zwar symmetrisch zueinander und zur Rundwebmaschine 1 angeordnet sind.
F i g. 5 zeigt eine Kettfadenzuführeinrichtung, bei der der Kettfaden 3 von der Walze 6a (siehe Fig. 1) vom
ίο Liefergestell 6 (siehe Fig. 1) abgezogen und durch diese
Zuführeinrichtung geführt ist. Diese Zuführeinrichtung besitzt einen Fadenspanner 57, der mit mehreren
horizontal und parallel zueinander angeordneten Stangen versehen ist, von denen aus Lamellen für die
jeweiligen Kettfäden herunterhängen, sowie eine Zuführrolle 54, die mit einer Umfangsgeschwindigkeit
gedreht wird, weiche höher ist als die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Kettfadens in der Rundwebmaschine
1. Der Antrieb der Zuführrolle 54 erfolgt über einen Elektromotor 55. Zwischen der Zuführrolle 54 und dem
Fadenspanner 57, der mit Ausläufern versehen ist, ist eine Führungsrolle 56 vorgesehen. Der Umfang der
Zuführrolle 54 ist mit einem Reibmaterial bedeckt, so daß jeder Kettfaden der Führungsrolle 7a über die
Reibungskontaktkraft des Kettfadens 3 mit der Oberfläche der Zuführrolle 54 zugeführt wird. Je höher
daher die Spannung des Kettfadens 3 wird, umso größer wird auch die Reibungskontaktkraft, so daß der
Kettfaden mit einer Geschwindigkeit zugeführt wird, die sich an die Umfangsgeschwindigkeit der Zuführrolle
54 annähen. Wird auf der anderen Seite die Spannung des Kettfadens 3 niedrig, dann tritt Schlupf zwischen
dem Kettfaden 3 und der Zuführrolle 54 auf und die Zuführrate des Kettfadens 3 zu der Führungsrolle 7a
wird kleiner. Mit kleiner werdender Zuführrate des Kettfadens 3 steigt die Kettfadenspannung an, so daß
auch die Reibungskontaktkraft des Kettfadens 3 mit dem Umfang der Zuführrolle 54 größer wird und der
Schlupf in seiner Größe reduziert wird. Im Ergebnis wird daher die Zuführrate des Kettfadens erhöht und
die Kettfadenspannung erniedrigt. Auf diese Weise wird die Spannung des Kettfadens 3, der der Rundwebmaschine
1 zugeführt wird, automatisch gesteuert. Da die Spannung des Kettfadens 3 durch die
Kontaktreibung zwischen dem Kettfaden 3 und der Zuführrolle 54 und der Umfangsgeschwindigkeit dieser
Rolle beeinflußt wird, wie aus der vorstehenden Erläuterung hervorgeht, wird in der Praxis auch die
Drehzahl des Elektromotors 55 auf die gewünschte Kettfadenspannung abgestimmt und es ist möglich, auf
diese Weise die Spannung des Kettfadens 3, der der Rundwebmaschine 1 zugeführt wird, innerhalb eines
zulässigen Bereiches zu halten.
Bei der vorher erwähnten Rundwebmaschine sind die Fachbildungs- und die Einschießeinrichtungen so
ausgebildet, daß die Schützen 26 in einer Richtung längs der Kreisführung 25 geführt werden. Die Fachbildungseinrichtungen, die ringförmig angeordnet sind, bilden
jeweils vor der Ankunft jedes Schützens 26 voll geöffnete Fächer, die sich dann nacheinander wieder
schließen, wenn der Schützen durch sie hindurchgefahren ist. Die der Rundwebmaschine 1 zugeführten
Kettfäden 3 werden daher bei der Bildung der entsprechenden Fächer bewegt und es treten in den
Gruppen von Kettfäden 3 jeweils unabhängig voneinander Änderungen in der Zugspannung auf. Um die
Webleistung zu erhöhen, werden auch relativ große Schützen für die Rundwebmaschine verwendet, d. h., es
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werden relativ große Garnrollen für die Schützen eingesetzt. Jeder Schützen 26 neigt daher dazu, auch mit
den Kettfäden 3 in Kontakt zu kommen, wenn er in die Fächer fährt, was zu einer weiteren Spannungserhöhung
in den Kettfäden 3 führt. Diese Spannungsänderungen der Kettfäden können aber durch die Schwenkbewegung
der Tänzerarme 40 aufgenommen werden, so daß der direkte Einfluß auf die Kettfadenzuführung im
wesentlichen eliminiert wird. Die Änderungen der Kettfadenspannung, die durch die Fachbildung und to
durch die Einschießbewegung erzeugt werden, haben daher keinen direkten Einfluß auf die Steuerung der
Zuführrate der Kettfäden, die von der Zuführeinrichtung hervorgerufen wird. Die Zuführrate der Kettfaden
kann daher auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Kettfäden in der Rundwebmaschine abgestimmt werden,
wobei es möglich wird, die Kettfadenspannungen innerhalb eines bestimmten, gewünschten Bereiches zu
halten.
Bei der erfindungsgemäßen Zuführ- und Spannungsreguliereinrichtung
für die Kettfaden wird auch eine automatische Stoppeinrichtung vorgesehen, um Schwierigkeiten
beim Betrieb zu vermeiden, wenn die Zuführrate der Kettfaden wesentlich höher ist als der
Kettfadenverbrauch in der Rundwebmaschine, oder wenn Kettfaden reißen. In der in den F i g. 6 und 7
gezeigten Ausführungsform ist ein Fühler 41a der Steuereinrichtung 41 neben dem Tänzerarm 40
angeordnet, so daß der Tänzerarm 40 dann, wenn die Kettfadenspannung 3 extrem nachläßt oder der
Kettfaden 3 reißt, im Uhrzeigersinn geschwenkt wird und dabei den Fühler 41a aktiviert, welcher eine
Alarmeinrichtung oder eine Stoppeinrichtung 41 e über ein Relais 41 d entsprechend einem Signal auslöst, das
von dem Fühler 41a ausgeht. Bei dieser Ausführungsform ist der Fühler 41 a mit einem Kontakt 416 versehen,
der an einem Isolator befestigt ist und mit einem zungenförmigen Kontakt 41c, wobei die Rückseite des
Tänzerarmes 40 (auf der Seite der Kontakte 416 und 41 c) mit einem leitfähigen Material versehen ist und die
beiden Kontakte 416 und 41c mit einem Relais 41 d verbunden sind. Wird der Tänzerarm 40 daher im
Uhrzeigersinn verdreht und kommt zur Anlage an den Kontakten 416 und 41c, dann wird das Relais 41t/
aktiviert, um die Alarmeinrichtung bzw. die Anhalteeinrichtung 41 e auszulösen. Diese Anhalteeinrichtung 41 e
wirkt so, daß sie dann, wenn die beiden Kontakte 416 und 41c durch Berührung mit dem Tänzerarm 40
elektrisch verbunden sind und dadurch das Relais 41 d aktiviert ist, eine elektrische Verbindung zwischen der
Energiequelle und dem Elektromotor 5 unterbricht. Die Alarmeinrichtung gibt Alarm, wenn sie durch das Relais
41 dausgelöst ist. Der Aufbau dieser Anhalteeinrichtung und der Alarmeinrichtung sind bekannt. Eine Erklärung
dieser Einrichtungen unterbleibt daher.
Der Aufbau und die Funktionsweise der Kettfadenspannungsregulierungs-
und Kettfadenzuführeinrichtung der Erfindung wurde anhand eines Ausführungsbeispieles dargestellt und erläutert, bei der die
erfindungsgemäße Einrichtung an einer Rundwebmaschine eingesetzt ist, die in F i g. 1 gezeigt ist. Die
erfindungsgemäße Einrichtung kann aber auch mit Rundwebmaschinen verbunden werden, die ähnlich
funktionieren und die Erfahrungen der Erfinder der vorliegenden Erfindung haben gezeigt, daß auch dann
ähnlich vorteilhafte Ergebnisse eintreten, wenn die erfindungsgemäße Einrichtung an anderen, ähnlich zu
dem Ausführungsbeispiel aufgebauten Bauarten, verwendet wird.
Das Prinzip der vorliegenden Erfindung kann schließlich bei allen Webmaschinen vorgesehen werden,
bei denen Kettfäden unabhängig von jeweils zugeordneten Rollen abgezogen werden, wie beispielsweise bei
der Herstellung von Reifencord; auch dann kann der beschriebene Effekt erreicht werden.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Einrichtung zum Zuführen und zum Regulieren der Spannung der Kettfäden einer Rundwebmaschine,
die mit einer kreisförmigen Führungsbahn für mindestens einen Schützen, mit einem Antriebsmechanismus
für den Schützen, einer kreisförmigen Kettfadenführung oberhalb und koaxial zu der
Führungsbahn des Schützen und mit mehreren Führungsschlitzen für die Kettfäden sowie mit
mehreren Einrichtungen zur Fachbildung außerhalb des Führungsringes versehen ist und die außerdem
Steuereinrichtungen aufweist, mit denen jeweils vor der Ankunft des Schützens Wanderfächer gebildet
werden und bei der eine Abzugseinrichtung für das Gewebe längs der Achse der Ringführung und
mindestens eine Lieferquelle für die Kettfäden vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Ausgleich von Spannungsänderungen der Kettfäden (3) eine Zuführrolle (54) zwischen einer
Einrichtung (40) zur Aufnahme der Spannungsänderungen und der Kettfadenlieferquelle (6) vorgesehen
ist, die mit einem Antrieb (55) versehen ist, der so ausgelegt ist, daß ihre Umfangsgeschwindigkeit
größer ist als die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Kettfadens in der Webmaschine, daß die Zuführrolle
(54) mit einem Reibbelag versehen ist, und daß eine Kettfadenbremse der Lieferquelle (6) und der
Zuführrolle (54) vorgesehen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des Ringes (24d) zur
Führung der Kettfäden und angrenzend daran sowie koaxial dazu ein Hilfstragring {24g) vorgesehen ist,
daß die Einrichtungen zum Ausgleich der Kettfadenspannungen mit mehreren Tänzerarmen (40) entsprechend
der Anzahl der Kettfäden (3) versehen sind, die jeweils mit elastischen Elementen in
Verbindung stehen, daß jeder der Tänzerarme (40) an dem Hilfstragring (24g) schwenkbar angeordnet
und mit einer Führung für den Kettfaden an einem Ende, sowie mit zwei Vorsprüngen (40g; 4Qf)
versehen ist, die in bezug auf die Schwenkachse (24f) des Tänzerarmes (40) an verschiedenen Seiten
angeordnet sind, daß die elastischen Glieder aus zwei Federn (4Od, 40c) bestehen, die verschiedene
Federkonstanten aufweisen und jeweils am Ende der Vorsprünge (40g bzw. 4Of) befestigt sind, daß das
andere Ende der Feder (40c) mit der kleineren Federkonstante an dem Hilfstragring (24a) angelenkt
ist und das zweite Ende der Feder (40c/,) mit der größeren Federkonstante im Abstand zu dem
Hilfstragring (24g) gehalten wird, so daß die erste Feder (40c) über den ganzen Schwenkbereich des
Tänzerarmes (40) wirksam ist, während die zweite Feder (4Od) nur dann in Aktion tritt, wenn die
Schwingbewegung des Tänzerarmes (40) eine vorgegebene und zulässige Winkelposition überschreitet
und dabei der vom Befestigungsende (40h) eingenommene Abstand zu dem Hilfstragring (24g)
aufgehoben wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Fühler (41a) zum Abtasten einer
abnormalen Spannung der Kettfäden (3) für jeden Kettfaden vorgesehen sind, die mit der Einrichtung
(40) zum Ausgleich der Kettfadenspannung zusammenwirken.
4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfstragring (24g) mit mehreren
Öffnungen (24h) versehen ist, deren Lage auf die Lage der Tänzerarme (40) abgestimmt ist, daß ein
Ende der zweiten Feder (4Od) durch die entsprechende Öffnung (24h) hindurchgeführt ist und daß
eine Kugel (40h) größeren Durchmessers als die Öffnung (24h) an dem Ende der Feder (4Od)
unterhalb der Öffnung (24h) angebracht ist, daß ein Abstand zwischen der Kugel (40h) und dem
Hilfstragring (24g) vorgesehen ist, so daß die Kugel (40h) nicht an dem Tragring (24g) anliegt, wenn die
Kettfadenspannung innerhalb eines zulässigen Bereiches liegt, daß sie aber an den Kanten der Öffnung
(24h) anliegt, wenn die Kettfadenspannung zu groß wird und den erlaubten Bereich überschreitet.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettfadenbremse (57) herunterhängende
Lamellen aufweist und daß zwischen der Fadenbremseinrichtung (57) und der Zuführrolle (54)
eine Führungsrolle (56) sowie eine weitere Führungsrolle (7a) zwischen der Einrichtung (40) zur
Aufnahme der Spannungsänderungen und der Kettfadenzuführrolle (54) angeordnet sind.
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