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DE29521431U1 - Medizinische Nadel - Google Patents

Medizinische Nadel

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Publication number
DE29521431U1
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DE
Germany
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protective element
shield surface
tip
optical system
needle according
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE29521431U
Other languages
English (en)
Inventor
Karl-Heinz Bachmann
Thomas Gaiselmann
Siegfried Dr Med Riek
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/34Trocars; Puncturing needles
    • A61B17/3494Trocars; Puncturing needles with safety means for protection against accidental cutting or pricking, e.g. limiting insertion depth, pressure sensors
    • A61B17/3496Protecting sleeves or inner probes; Retractable tips
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/34Trocars; Puncturing needles
    • A61B17/3474Insufflating needles, e.g. Veress needles
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B90/00Instruments, implements or accessories specially adapted for surgery or diagnosis and not covered by any of the groups A61B1/00 - A61B50/00, e.g. for luxation treatment or for protecting wound edges
    • A61B90/36Image-producing devices or illumination devices not otherwise provided for

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  • Surgery (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft eine medizinische Nadel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Nadeln dieser Gattung dienen dazu, einen künstlichen Zugang zu Körperhöhlen zu schaffen. Beispielsweise werden solche Nadeln in der Chirurgie und Diagnostik eingesetzt, um Gas" in die Körperhöhle zu insuffixeren, um Flüssigkeits- oder Gewebeproben für die Diagnostik zu aspirieren oder um optische Diagnosebeobachtungen durchzuführen. Der Einsatz solcher Nadeln ist mit dem Risiko verbunden, daß beim Einstich Blutgefäße oder innere Organe verletzt werden..
Um dieses Risiko zu verringern, wird in der endoskopisehen Chirurgie für den ersten Einstich zum Insufflieren von Gas die sogenannte Verres-Nadel verwendet. Die Verres-Nadel weist eine hohle Außenkanüle auf, die an ihrem distalen Ende zu einer scharfen penetrierenden Spitze schräg angeschliffen ist. In der Kanüle ist axial verschiebbar und abgefedert ein Schutzelement gelagert, welches an seinem vorderen distalen Ende eine geschlossene stumpfe nur leicht gewölbte Schildfläche aufweist.
Postbank Karlsruhe 769 79-754 ■ Deutsche Bank AG Villingen (BLZ 69470039} 146332
VAT. No. DE 142989261
Das Schutzelement ist zum Insufflieren von Gas rohrförmig mit einer hinter der distalen Spitze angeordneten seitlichen Öffnung ausgebildet.
Die Verres-Nadel wird vorzugsweise in der endoskopischen Bauchchirurgie zum Anlegen des Pneumoperitoneums im ersten Einstich eingesetzt. Hierzu wird zunächst eine kleine Hautinzision gemacht, die Verres-Nadel wird dann durch das Unterhautfettgewebe vorgeführt, wobei das Schutzelement durch die Federkraft distal nach vorn gedrückt wird, da der Widerstand im Unterhautfettgewebe kleiner ist als die Federkraft. Die stumpfe Schildfläche des Schutz element es ragt distal über die scharfe Spitze der Hohlkanüle vor und verdrängt das Unterhautfettgewebe stumpf, so daß keine Gefäßverletzungen im Unterhautfettgewebe durch die scharfe penetrierende Spitze stattfinden. Ist die Faszie erreicht, steigt der Widerstand des Gewebes stark an und wird größer als die Federkraft, die das Schutzelement nach vorn drückt. Die Schildfläche des Schutzelementes weicht hinter die scharfe Spitze zurück und diese kann nun die Faszie penetrieren. Unmittelbar nach der Penetration der Faszie sinkt der Gegendruck des Gewebes wieder ab, so daß die Federkraft das Schutzelement wieder nach vorne schieben kann und die Schildfläche im Bereich des P"raeperitoneums die scharfe Spitze wieder schützt. Sobald das Peritoneum erreicht ist, steigt der sich der Spitze entgegenstellende Druck wieder an, so daß das Schutzelement mit der Schildfläche wieder zurückweicht und die scharfe Spitze das Peritoneum eröffnen kann. Sobald die Spitze in den Bauchraum vorgleitet, schnellt das Schutzelement unter der Federkraft wieder nach vorn, da die freie Bauchhöhle keinen Widerstand mehr entgegensetzt. Die stumpfe Schildfläche schützt somit die Gefäße und den Darm in der freien Bauchhöhle vor Verletzungen durch die scharfe Spitze.
Bei der Verres-Nadel wird die Penetration der Faszie und des Peritoneums daran erkannt, daß das Schutzelement nach hinten geschoben wird und nach der Penetration wieder nach vorn
schnellt. Auch diese bekannte Verres-Nadel weist ein erhebliches Restrisiko auf, da z.B. am Peritoneum perietale adhärente Darmschlingen und im Bereich des Retroperitoneums liegende große Gefäße unter Umständen nicht bemerkt werden, da die scharfe Spitze unmittelbar nach dem Durchdringen des Peritoneums in diese Darmschlingen oder Gefäße eindringt, ohne daß das Schutzelement nach vorn schnellen kann.
Weiter ist eine Verres-Nadel bekannt, bei welcher das abgefedert bewegliche Schutzelement aus der Hohlkanüle herausgenommen werden kann, um an Stelle dieses Schutzelements ein optisches System in die Hohlkanüle 'einzuführen. Diese Verres-Nadel ermöglicht es, die jeweilige Position der scharfen penetrierenden Spitze durch Einsetzen des optischen Systems zu kontrollieren. Der Nachteil besteht darin, daß nicht das Penetrieren der Spitze simultan beobachtet werden kann, sondern daß nur ein konsekutives Überprüfen der jeweiligen Position nach dem Penetrationsvorgang möglich ist. Die Gefahr von unbeabsichtigten Verletzungen von Gefäßen und Organen ist damit nicht zuverlässig auszuschließen, da die Einführung des optischen Systems und die Beobachtung nur dann erfolgen, wenn der Operateur zu Bedenken bezüglich der Position der penetrierenden Spitze veranlaßt ist. Zudem liegt bei dieser Verres-Na'del das Objektiv des in die Hohlkanüle eingeschobenen optischen Systems unmittelbar auf dem Gewebe auf, so daß eine differenzierte optische Beobachtung nicht möglich ist.
Weiter ist ein Trokar bekannt (DE 40 35 146 C2) , dessen penetrierende Spitze als durchsichtiges Fenster ausgebildet ist. Ein in den Trokarschaft eingesetztes optisches System erlaubt die Beobachtung sowohl des unmittelbar vor der Spitze liegenden Gewebes als auch des seitlich an der Spitze anliegenden Gewebes beim Eindringen der Trokarspitze. Der Operateur kann daher das Gewebe unter Sicht penetrieren. Dieser Trokar hat jedoch einen relativ großen Außendurchmesser. Bei dünnen Nadeln von nur 2 bis 3 mm Außendurchmessern ist eine durchsich-
tige Spitze mit den für die Penetration notwendigen mechanischen Eigenschaften schwierig herzustellen.
Schließlich ist eine Nadel zur diagnostischen Beobachtung von Körperhöhlen bekannt (DE-AS 1 616 107) , bei welcher in einer Hohlkanüle ein optisches System fest eingesetzt ist. Das distale Fenster des optischen Systems schließt dabei unmittelbar an die distale Spitze der Nadel an. Die Spitze der Nadel kann daher nicht scharf angeschliffen werden, so daß sich die Nadel nicht für das Penetrieren von Gewebe mit größerem Widerstand eignet. Da die Nadel keine scharfe Spitze aufweist, sind auch keine Schutzmaßnahmen zur Vermeidung unbeabsichtigter Verletzungen durch die scharfe Spitze vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine medizinische Nadel zur Verfügung zu stellen, die eine scharfe penetrierende Spitze aufweist und bei der das Risiko der Verletzung von Gefäßen und Organen durch die scharfe penetrierende Spitze möglichst gering ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Nadel der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß gelöst, durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1. "
Vorteilhafte Ausführungen der Erfindungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, eine chrirurgische Nadel mit einer scharfen penetrierenden Spitze mit einem abgefedert verschiebbaren Schutzelement auszustatten, dessen distale stumpfe Schildfläche optisch durchsichtig ausgebildet ist und in dieses Schutzelement ein optisches System einzusetzen, mit welchem die Schildfläche von der Innenseite beobachtet werden kann. Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß das Schutzelement nicht nur eine rein mechanische Schutzfunktion erfüllt wie bei der herkömmlichen Verres-Nadel, sondern daß das Schutzelement zusätzlich auch eine optische Beobach-
tung des Penetrationsvorganges ermöglicht. Dabei erfolgt die optische Beobachtung kontinuierlich und simultan während des gesamten Penetrationsvorgangs. Der Operateur kann während des gesamten Einstichs stets optisch die Position der penetrierenden Spitze beobachten und ist nicht nur darauf angewiesen, daß sich der dem Schutzelement entgegensetzende Gewebswiderstand merklich und feststellbar ändert.
Das optische System ist in dem Schutzelement so angeordnet, daß das distale Objektiv des Systems axial gegenüber der durchsichtigen Schildfläche beabs,tandet ist, so daß sich eine gute optische Abbildung der an der Schildfläche anliegenden Gewebepartien ergibt. Das optische System kann fest in das Schutzelement eingesetzt sein oder auswechselbar in dem Schutzelement angeordnet werden. Eine auswechselbare Anordnung hat den Vorteil, daß die Nadel als Einmal-Instrument ausgebildet sein kann, während die aufwendigere Optik mehrfach verwendbar ist. Auch bei einem Mehrfach-Instrument kann die Austauschbarkeit des optischen Systems von Vorteil sein, da das optische System bei der Sterilisation der Nadel herausgenommen werden kann und nicht den hohen Sterilisationstemperaturen ausgesetzt werden muß.
Wie das Schutzelement an der Spitze bzw. an der Nadel angeordnet ist, ist für den angestrebten Zweck nicht entscheidend. Wesentlich ist, daß das Schutzelement möglichst dicht an der penetrierenden Spitze angeordnet ist, so daß die stumpfe Schildfläche in der distal vorgeschobenen Stellung des Schutzelementes die scharfe Spitze möglichst gut abschirmt. Es ist daher möglich, das Schutzelement an der Nadel anliegend zu führen oder die scharfe penetrierende Spitze als Schneide nach vorn aus dem Schutzelement austreten zu lassen. Bevorzugt wird eine Anordnung entsprechend der herkömmlichen Verres-Nadel, bei welcher das Schutzelement rohrförmig koaxial in einer zu einer scharfen penetrierenden Spitze angeschliffenen Hohlkanüle geführt ist.
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Die Form der stumpfen Schildfläche des Schutzelements kann nach den jeweiligen Anforderungen gestaltet werden. Eine flache wenig nach vorn gewölbte Schildfläche bedeutet eine großflächigere Abstützung an dem Gewebe, so daß ein größerer der Federkraft entgegenwirkender Gewebedruck auf das Schutzelement ausgeübt wird.
Der bei der herkömmlichen Verres-Nadel ausgenützte Effekt des sich ändernden Gewebswiderstands ist in dieser Ausführung ebenfalls verwendbar.
Eine stärkere Auswölbung der Schildfläche nach vorn mit einem kleineren Krümmungsradius kann unter anderen Gesichtspunkten von Vorteil sein. Der kleinere Krümmungsradius und die stärke re Wölbung der Schildfläche bedeuten einen geringeren Gegendruck des Gewebes auf die Schildfläche und das Schutzelement bei dem Penetrationsvorgang. Der geringere Druck der Schildfläche auf das Gewebe hat zur Folge, daß das Gewebe weniger anämisch wird, d.h. daß das Blut weniger aus dem Gewebe gedrückt wird, wodurch das Gewebe ein blaßhelles Aussehen erhalten würde. Außerdem kann das Schutzelement mit der stumpfen vorgewölbten Schildfläche auch bewußt nach vorn gedrückt und in der vorderen Stellung gehalten werden, um sich mit der Spitze in dem Gewebe unter Sicht vorwärts zu tasten und die scharfe penetrierende Spitze unter Freigabe des Schutzelements nur dann zum Einsatz kommen zu lassen, wenn eine gefahrlose Penetration gewährleistet ist.
Beim Einstich und bei dem Vorschieben der Nadel erscheint zunächst das Unterhautfettgewebe gelblich. Ist die Faszie erreicht, so erscheint diese weiß. Nach der Penetration der Faszie sieht man die Muskulatur rot. Eventuell vor der Spitze der Nadel liegende Gefäße können erkannt und umgangen werden. Ist das praeperitoneale Fettgewebe erreicht, so kann gegebenenfalls das Schutzelement mit der stumpfen Schildfläche bewußt nach vorn gedruckt werden, so daß die stumpfe Schildfläche unabhängig von der Federkraft über die scharfe Spitze
hinausragend festgehalten wird. Es kann mit der stumpfen Schildfläche das Fettgewebe verdrängt werden, bis die Schildfläche an dem Peritoneum perietale anliegt. Dieses kann mit der stumpfen Schildfläche ohne Penetrierung eingedrückt und gespannt werden (Tenting-Effekt). Dadurch wird das Peritoneum semitransparent und an dem Peritoneum adhärente Darmschlingen oder Gefäße können erkannt werden.
Ist auf diese Weise sichergestellt, daß keine Adhäsionen unter dem Peritoneum vorhanden sind, wird das Schutzelement freigegeben, so daß es hinter, die scharfe penetrierende Spitze zurückweicht. Die scharfe Spitze penetriert dann risikolos das Peritoneum.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine Nadel mit dem Schutzelement in der hinteren Stellung,
Figur 2 die Nadel mit dem Schutzelement in der vorderen Stellung,
Figur 3 die distale Spitze der Nadel in der hinteren Stellung des Schutzelementes in einer vergrößerten Seitenansicht,
Figur 4 eine um 90° gedrehte Darstellung der Figur 3,
Figur 5 die distale Spitze der Nadel mit dem Schutzelement in der vorderen Stellung in einer Figur 3 entsprechenden Darstellung und
Figur 6 eine um 90° gedrehte Darstellung der Figur 5.
In der Zeichnung ist die medizinische Nadel in einer Ausführung dargestellt, wie sie in der endoskopisehen Chirurgie für den ersten Einstich zum Anlegen eines Pneumoperitoneums verwendet wird.
Die Nadel weist ein äußeres hohles Kanülenrohr 10 aus Stahl auf, welches beispielsweise einen Außendurchmesser von 1,5 bis 3 mm aufweist. Das distale vordere Ende des Kanülenrohres 10 ist schräg angeschliffen, so daß eine scharfe Spitze 12 gebildet wird, die zum Penetrieren des Gewebes dient. Das Kanülenrohr 10 weist je nach Verwendungszweck eine Länge von f?%s etwa 80 mm bis 150 mm auf.
In dem Kanülenrohr 10 ist axial verschiebbar ein Schutzelement 14 angeordnet. Das Schutzelement 14 ist ein koaxial in dem Kanülenrohr 10 geführtes Rohr, welches an seinem distalen vorderen Ende geschlossen ist. Das geschlossene distale Ende des Schutzelementes 14 bildet eine vordere stumpfe Schildfläche 16 des Schutzelementes 14, die sich von der Mantelfläche des Schutzelementes 14 nach vorn ballig verjüngt und am distalen Ende eine kugelkalottenförmige Stirnfläche bildet.
Das mit der Schildfläche 16 versehene distale Ende des ■ fi? Schutzelementes 14 ist optisch durchsichtig und besteht aus Glas oder einem durchsichtigen Kunststoff. Hierzu kann entweder das gesamte rohrförmige Schutzelement 14 aus Glas oder Kunststoff bestehen oder es kann das vordere aus Glas oder Kunststoff bestehende Ende an ein metallisches Rohrteile angesetzt werden. Die axiale Länge des durchsichtigen distalen Endes des Schutzelementes 14 beträgt vorzugsweise mindestens 5 mm. Das mit der Schildfläche 16 versehene durchsichtige Ende des Schutzelementes 14 ist ebenfalls hohl, wobei der innere Hohlraum 17 nach vorn zu spitz oder abgerundet zuläuft.
In das rohrförmige Schutzelement 14 wird von dessen proximalem Ende her ein stabförmiges optisches System 18, z. B. ein Stablinsensystem eingeführt. Das optische System 18 wird so weit in das Schutzelement 14 eingeschoben, daß das distale Objektiv 2 0 des Systems 18 sich in einem axialen Abstand hinter dem distalen Ende der Schildfläche 16 und des Innenhohlraums 17 der Schildfläche 16 befindet. In dieser Position rastet das optische System 18 in dem Schutzelement 14 ein, so daß es axial fest in dem Schutzelement 14 gehalten ist und sich bei der axialen Verschiebung des Schutzelementes 14 mit diesem bewegt.
Das Schutzelement 14 ist in dem äußeren Kanülenrohr 10 durch eine am proxiraalen Ende angeordnete Druckfeder axial abgefedert . Die Druckfeder schiebt das Schutzelement 14 mit einer vorgegebenen Federkraft axial nach vorn in die in den Figuren 2, 5 und 6 gezeigte Stellung, in welcher die Schildfläche 16 des Schutzelementes 14 über die scharfe Spitze 12 des Kanülenrohres 10 distal hinausragt.
Der distale Vorschubweg ist dabei so begrenzt, daß in der distalen Endstellung, die in den Figuren 5 und 6 gezeigt ist, die Spitze 12 in dem Bereich liegt, in welchem die gekrümmte Schildfläche 16 in die zylindrische Außenmantelfläche des ·">£:· Schutzelementes 14 übergeht. Dadurch liegt die scharfe Spitze 12 dicht am Mantel des Schutzelementes 14 an und wird durch dieses abgeschirmt.
Das Schutzelement 14 ist gegen die Kraft der Druckfeder axial nach hinten in eine hintere Endstellung verschiebbar, in welcher die Schildfläche 16 hinter die scharfe Spitze 12 des Kanülenrohres 10 zurückweicht, wie dies in den Figuren 1, 3 und 4 gezeigt ist. In dieser hinteren Endstellung des Schutzelementes 14 ragt die scharfe Spitze 12 frei nach vorn und kann unbehindert durch die Schildfläche 16 das Gewebe penetrieren.
Das Kanülenrohr 10 weist an seinem hinteren proximalen Ende einen Griffansatz 22 auf. Das Schutzelement 14 ist mit seinem hinteren proximalen Ende auf ein Kopfteil 24 aufsetzbar. Das Kopfteil 24 weist an seinem proximalen Ende ein Okular 26 auf, über welches die Schildfläche 16 mittels des optischen Systems.18 beobachtet werden kann. Weiter weist das Kopfteil 24 einen seitlichen Anschluß 28 auf, an welchen eine Lichtquelle und gegebenenfalls eine Kamera oder ein Bildwandler an das optische System 18 angeschlossen werden können.
An dem Griffansatz 22 ist ein Ventilhahn 3 0 vorgesehen, über *■%_. welchen CO2-Gas zugeführt und durch das Kanülenrohr 10 oder durch einen in dem Kanülenrohr 10 angeordneten Kanal zu der Spitze geleitet werden kann, um in die Bauchhöhle insuffliert zu werden.
Beim Einstich der Nadel wird das Kanülenrohr 10 mit dem Griffansatz 22 geführt. Das Kopfteil 24 verschiebt sich mit dem Schutzelement 14 gegenüber dem Kanülenrohr 10. Vorn an dem Kopfteil 24 ist ein Hebel 32 angebracht, mit dem das optische System 18 im Schutzelement 14 arretiert werden kann.
Beim Penetrieren des Gewebes schiebt sich das Schutzelement 14 in die in den Figuren 5 und 6 gezeigte vordere Stellung %%■ oder wird in die in den Figuren 3 und 4 gezeigte hintere Stellung zurückgedrückt, je nachdem ob der durch den Widerstand des penetrierten Gewebes auf die Schildfläche 16 ausgeübte Druck kleiner oder größer als die auf das Schutzelement 14 wirkende Federkraft ist. Das optische System 18 sitzt axial arretiert in dem Schutzelement 14 und bewegt sich bei der axialen Verschiebung des Schutzelementes 14 mit diesem. Das Objektiv 20 befindet sich somit immer in dem vorgegebenen axialen Abstand von dem distalen Ende der Schildfläche 16, so daß eine optimale optische Beobachtung des an der Schildfläche 16 anliegenden Gewebes über den Innenhohlraum 17 der Schildfläche 16 möglich ist.
Bezugszeichenliste
10 Kanülenrohr
12 Spitze
14 Schutzelement
16 Schildfläche
17 Innenhohlraum
18 optisches System
20 Objektiv
22 Griffansatz
24 Kopfteil
26 Okular
28 Anschluß
30 Ventilhahn
32 Hebel
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-157

Claims (8)

  1. mit einer scharfen penetrierenden Spitze (12) und mit einem an die Spitze (12) angrenzend angeordneten Schutzelement (14), welches aus einer distal vorderen Stellung gegen eine Federkraft in eine hintere Stellung achsparallel bewegbar ist und welches an seinem distalen Ende eine stumpfe Schildfläche (16) aufweist, die in der vorderen Stellung distal über die Spitze (12) hinausragt und in der hinteren Stellung hinter die Spitze (12) zurückweicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Schildfläche (16) durchsichtig-ist, daß in das Schutzelement (14) ein optisches System (18) in der Weise einsetzbar ist, daß dessen distales Objektiv (20) zur Beobachtung der Schildfläche (16) von innen axial von dieser Schildfläche (16) beabstandet ist, und daß das optische System (18) mit dem Schutzelement (14) bewegbar ist.
  2. 2. Nadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die scharfe Spitze (12) an dem distalen Ende eines Kanülenrohres (10) angeordnet ist und daß das Schutzelement (14) koaxial in diesem Kanülenrohr (10) angeordnet ist.
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  3. 3. Nadel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzelement (14) rohrförmig ausgebildet ist und daß das optische System (18) koaxial in das Schutzelement (14) einsetzbar ist.
  4. 4. Nadel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das optische System (18) auswechselbar in das Schutzelement (14) einsetzbar und in diesem axial arretierbar ist.
  5. 5. Nadel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schildfläche (IS) ein geschlossenes distal abgerundetes Ende des Schutzelementes (14) bildet .
  6. 6. Nadel nach den Ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der die abgerundete Schildfläche (16) bildende distale Endabschnitt des Schutzelementes (14) durchsichtig ist.
  7. 7. Nadel nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzelement (14) bis in den Bereich der Schildfläche (16) hohl ist, so daß innerhalb der Schildfläche (16) ein sich in distale Richtung verjüngender Innenhohlraum (17) gebildet ist.
  8. 8. Nadel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das distale Objektiv (20) des optischen Systems (18) etwa in der Basisfläche des sich verjüngenden Innenhohlraumes (17) angeordnet ist.
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