DE29520700U1 - Farblichtmodul - Google Patents
FarblichtmodulInfo
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- F21V—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Rudolf Hum
Schönlinderstr. &iacgr;
82538 Geretsried
Schönlinderstr. &iacgr;
82538 Geretsried
10059 Kö-Sc
29. Dezember 1995
FARBLICHTMODÜL
Die Erfindung betrifft ein Farblichtmodul zur Erzeugung von Licht beliebiger Farbe und weißem Licht mit drei verschiedenfarbigen
Lichtquellen (rot, grün, blau) und Reflektoren.
Es ist bekannt, farbiges Licht durch Verwendung von Farbfiltern zu erzeugen. Um eine bestimmte Farbe zu erzeugen, muß dann ein
entsprechender Farbfilter vorhanden sein. Dies führt bei einer Vielzahl von Farbwünschen zu einer entsprechend großen Anzahl
von Farbfiltern und einem manuellen oder mechanischen Wechseln der Farbfilter, wenn die Farben geändert werden sollen. Dies
ist insbesondere nachteilig, wenn die Farben rasch geändert werden sollen. Beim Wechseln der Farbe kommt es beim Wechsel
der Farbfilter zu einer abrupten Farbänderung. Auch ist keinerlei Feinabstimmung der Farben möglich, da sie durch die Farbfilter
und ihre Farbabstufung vorgegeben ist.
Aus der DE 3 70 9 025 Al ist ein Gerät zur elektronisch gesteuerten
Synthese von farbigem und weißem Licht für verschiedene Beleuchtungszwecke bekannt. Licht aus drei unabhängig voneinander
dimmbare Lichtquellen wird durch Reflektoren gebündelt und über drei verschiedenfarbige Farbfilter {rot, grün, blau)
und über zwei Farbteilerspiegel sowie eine Projektionsoptik
• ft · · · ·
abgegeben. Die additive Lichtmischung der Farben erfolgt nacheinander,
d.h. zuerst erfolgt die Mischung von rotem und grünem Licht und anschließend die Mischung der rot-grünen Mischfarbe
mit blauem Licht. Durch die Verwendung der Farbteilerspiegel ergibt eine relativ große Bauform.
Die DE 4 209 882 Al offenbart einen Farbscheinwerfer, der über
Dispersionsprismen farbiges und weißes Licht erzeugt. Mittels
ringförmiger optischer Bauelemente wird dabei ein Ringspektrum erzeugt. Die Wahl der einzelnen Farben kann mittels einer
Blende gesteuert werden, wobei sich die Farben außerhalb des Scheinwerfers zu einem homogenen Lichtkegel mischen. Durch die
Prismenkonstruktion wird ein entsprechendes Volumen benötigt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Farblichtmodul bereitzustellen, mit dem die Erzeugung von Licht beliebiger Farbe und
weißem Licht in beliebiger Intensität mit drei verschiedenfarbigen Lichtquellen (rot, grün, blau) möglich ist.
Diese Aufgabe ist bei einem Farblichtmodul mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des
erfindungsgemäßen Farblichtmoduls sind Gegenstand der Unteransprüche .
Ein erfindungsgemäßes Farblichtmodul zur Erzeugung von Licht
beliebiger Farbe und weißem Licht umfaßt somit drei verschiedenfarbige Lichtquellen {rot, grün, blau) und Reflektoren. Jede
Lichtquelle ist in einem sie umschließenden Reflektorelement angeordnet, wobei die Reflektorelemente jeweils eine Austrittsfläche
aufweisen. Die Reflektorelemente sind einander benachbart und die Austrittsflächen der Reflektorelemente begrenzen
einen Mischraum, in dem eine additive Farbmischung erfolgt.
Mit einem erfindungsgemäßen Farblichtmodul können stufenlos beliebige
Farben des Farbspektrums des weißen Lichts und weißes Licht durch Verändern der Intensität der drei verschiedenfarbigen
Lichtquellen der Primärfarben (rot, grün, blau) einfach erzeugt werden. Die Lichtquellen können z.B. entsprechend einge-
färbte Leuchtmittel sein, oder es werden entsprechende Filter vor weißen Lichtquellen angeordnet. Durch Helligkeit und Farbton
der Lichtquellen sowie die geometrischen Verhältnisse im Mischraum ist die Mischfarbe sowie deren Helligkeit bestimmt.
Das erfindungsgemäße Farblichtmodul besteht aus sehr wenigen, einfachen Bauteilen. Es ist auch sehr kompakt und einfach aufgebaut.
Es werden drei Lichtquellen und jeweils ein Reflektorelement benötigt, die zusammen einen Gesamtreflektor bilden.
Die Austrittsfläche der Reflektorelemente weist dabei eine beliebige Form auf und wird durch die Kanten des jeweiligen
Reflektorelements begrenzt. Die Form der drei Reflektorelemente ist beliebig, wobei die verschiedenen Reflektorelemente auch
nicht die gleiche Form aufweisen müssen. Sie können sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch ausgestaltet sein. Beispielsweise
sind tetraederartige, halbkugelförmige oder ovale Körper verwendbar. Die benachbarte Anordnung der Reflektorelemente
gewährleistet eine sehr kompakte Bauform. Die Art der Lichtquellen, die verwendet werden können, ist beliebig. Es können
beispielsweise handelsübliche Glühbirnen oder Halogenlichtquellen eingesetzt werden. Die Lichtquellen können beliebig an
das Reflektorelement befestigt werden und eine Leitung zur Lichtquelle von außen durch einen Zugang im Reflektorelement
geführt sein. Die Befestigung kann z.B. durch Schraubfassungen oder Keramikstecksockel erfolgen bzw. könnte das Befestigungsmittel
der Lichtquellen in den Reflektorelementen integriert sein. Die Befestigung der Lichtquellen könnte auch derart
erfolgen, daß die Lichtquellen jeweils in Richtung des umschließenden Teils des Reflektorelements ausgerichtet sind.
Das erfindungsgemäße Farblichtmodul kann sowohl zur Hintergrundbeleuchtung,
wie auch als Strahler eingesetzt werden. Es kann selbst als Farblichtquelle für eine Leuchte dienen oder
selbst als Leuchte verwendet werden. Einsatzgebiete liegen z.B. in der Verwendung als Leuchtmittel im täglichen Gebrauch, als
Schaufensterbeleuchtung, bei Foto-/Filmaufnahmen, Verwendung als Scheinwerfer in Theatern/Bühnen oder Diskotheken, oder auch
im medizinischen Bereich, z.B. in der Farblichttherapie. Außer-
dem lassen sich durch entsprechende Ansteuerung des Farblichtmoduls
Töne oder Musik in Farbe bzw. Farbkombinationsabläufe
umwandeln. Auch kann das Farblichtmodul für Farbspiele verwendet werden. Das Farblichtmodul ist jeweils in beliebiger
Größe verwendbar; d.h. es kann sowohl in sehr kleinem Maßstab wie auch im großen Maßstab eingesetzt werden.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt das Farblichtmodul
mehr als drei Lichtquellen. Die Farbe der zusätzlichen Lichtquelle(n) ist dabei beliebig. Z.B. kann eine zusätzliche
blaue Lichtquelle vorgesehen werden, um eine Verstärkung des Blauanteils zu erreichen, da das Farbempfinden des
menschlichen Auges für die Farbe blau relativ schwach ausgeprägt ist. Die gleiche Wirkung, d.h. Verstärkung des Blauanteils,
wird beispielsweise auch durch eine schaltungsmäßige Verstärkung der blauen Lichtquelle bzw. Verwendung einer blauen
Lichtquelle größerer Leistung erreicht. Werden die Lichtquellen bei gleicher Intensität betrieben ergibt sich als Mischfarbe
weiß; wird die Intensität allmählich in Richtung Null verringert, geht die Mischfarbe über grau in schwarz (schwarz =
Lichtquellen sind ausgeschaltet) über. Durch die Verwendung mehrerer Lichtquellen kann auch die Form des Mischraums beeinflußt
werden oder unterschiedliche Farbbereiche für das abgegebene Licht geschaffen werden.
Weiterhin kann das Farblichtmodul bei einer durch drei teilbaren Anzahl von Lichtquellen vorteilhaft aus der gleichen Anzahl
von roten, grünen und blauen Lichtquellen bestehen. Dies ermöglicht einfache geometrische Verhältnisse bei der Mischung
der Farben. Die Abfolge der Farben der Lichtquellen ist dabei beliebig bzw. kann entsprechend den gewünschten Färb- und
Intensitätsverhältnissen gewählt werden. Zweckmäßigerweise
liegen sich Lichtquellen gleicher Farbe gegenüber, wodurch die Schattenbildung vermindert wird.
Zweckmäßig sind die rote, grüne und blaue Lichtquelle bezüglich eines Punktes, der in einer etwa in Abstrahlrichtung liegenden
Mittelachse des Farbmoduls liegt, in einem Winkel von 120° an-
I &PSgr; ·
t · · · fl
geordnet. Der Begriff Mittelachse ist in diesem Fall nicht mathematisch genau zu verstehen, da durch die beliebigen Gestaltungsmöglichkeiten
der Reflektorelemente kein symmetrisches Gebilde mit einer genau definierbaren Mittelachse entstehen
muß. Durch diese Mittelachse soll nur eine ungefähre Abstrahlrichtung
angegeben werden. Diese Anordnung der Lichtquellen (rot, grün, blau) bezüglich der Mittelachse ermöglicht aufgrund
der Symmetrie eine optimale Farbmischung. Bei einer durch drei teilbaren Anzahl von Lichtquellen können die jeweils zusammengehörenden
Färbtripel (rot, grün, blau) im 120°-Winkel angeordnet
sein.
Bei einem anderen vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung
besteht ein dreidimensionales Reflektorelement jeweils aus drei dreieckförmigen Reflektorflächen und einer dreieckförmigen
Austrittsfläche, die einen tetraederartigen Körper bilden. Etwa im Bereich der Spitze des tetraederartigen Körpers ist die
Lichtquelle angeordnet. Die der Spitze gegenüberliegende Seite des tetraederartigen Körpers ist offen und bildet die Austrittsfläche.
Die Reflektorelemente haben einen Punkt gemeinsam, der jeweils in einer Ecke der Austrittsfläche liegt. Die
Austrittsfläche des tetraederartigen Körpers ist in Richtung der Mittelachse des Farblichtmoduls ausgerichtet. Dadurch
ergibt sich ein Gesamtreflektor, der sich aus den einzelnen Reflektorelementen zusammensetzt. Die tetraederartigen Körper
der Reflektorelemente sind relativ einfach herstellbar. Durch Verwenden von gleichschenkligen Dreiecken als Reflektorflächen
oder symmetrischen Reflektorelementen ist ein einfacherer Strahlengang gegeben als bei der Verwendung von asymmetrischen
Reflektoren. Dadurch ist auch die Abgrenzung des Mischraums vereinfacht und es lassen sich ästhetisch schöne Reflektoren
gestalten, was besonders bei der Verwendung als Beleuchtungskörper, z.B. in Wohnbereichen oder auf Bühnen/Diskotheken von
Bedeutung ist.
Bei einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist das dreidimensionale Reflektorelement ein Tetraeder mit identischen dreieckförmigen Reflektorflächen. Bei der Ver-
wendung von drei farbigen Lichtquellen (rot, grün, blau) und drei gleichen Reflektorelementen ergibt sich ein besonders kompakter
und einfacher Aufbau des Farblichtmoduls.
Bei dem erfindungsgemäßen Farblichtmodul kann der Mischraum durch eine ebene Abschlußfläche begrenzt sein, die durch die
freien Kanten der Austrittsflächen der Reflektorelemente begrenzt
ist. Die freie Kante der Austrittsfläche ist dabei die Kante, die nicht mit den benachbarten Kanten der Reflektorelemente
in Verbindung steht. Für den Fall, daß drei gleiche tetraederartige Reflektorelemente eingesetzt werden, ergibt
sich als Abschlußfläche ein Dreieck. Das Farblichtmodul kann zusätzlich in einem Gehäuse untergebracht sein bzw. der Gesamtreflektor
eine Verkleidung aufweisen.
Vorzugsweise liegen die Lichtquellen in einer Ebene, die parallel zur Abschlußfläche ist. Dadurch ist der Strahlengang sehr
einfach, insbesondere, wenn gleiche Tetraeder als Reflektorelemente
eingesetzt werden. Der durch solch ein Farblichtmodul begrenzte Mischraum ist dann ebenfalls ein Tetraeder.
Vorteilhaft ist ein erfindungsgemäßes Farblichtmodul auf der
Beleuchtungsseite nach außen durch eine transparente Scheibe begrenzt. Dadurch ist der Mischraum abgeschlossen und ein
Schutz der Reflektoren vor Schmutz oder Zerstörung möglich. Die Scheibe kann dabei als Projektionsfläche für das Mischlicht
dienen.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist eine Sammellinse oder eine Zerstreuungslinse zur Ausrichtung des erzeugten
Lichts vorgesehen. Dies ermöglicht die Verwendung des Farblichtmoduls als Strahler, insbesondere als Scheinwerfer auf
Bühnen o.a., wo farbiges Licht zum Einsatz kommt.
Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
eine oder mehrere Austrittsflächen und/oder die Abschlußfläche
mit einer Blende versehen. Dadurch lassen sich eventuell an Kanten der Reflektorelemente entstehende Schatten oder Streifen
verhindern bzw. ausblenden. Durch eine Blende an der Abschlußfläche
des Mischraums kann ein Lichtstrahl mit gewünschter Begrenzung bzw. Form erzeugt werden.
Die Reflektorelemente können jeweils einteilig sein. Dies ermöglicht
eine kostengünstige Herstellung der Reflektorelemente, z.B. durch Gießen, wobei ggf. geeignete Reflektorschichten anschließend
aufgebracht werden. Dabei könnte auch eine Fassung oder Halterung für die Lichtquellen eingegossen werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Reflektorelemente zusammen einteilig. Ein so aufgebautes
Farblichtmodul besteht aus wenig Einzelteilen und kann im wesentlichen in einem Schritt hergestellt werden, was die
die Herstellungskosten reduziert und die Lagerhaltung vereinfacht .
Alternativ sind die Reflektorelemente jeweils mehrteilig. Dies
ermöglicht eine größere Flexibilität und Variantenmöglichkeiten beim Zusammenbau.
Vorzugsweise ist eine Einrichtung zur Einstellung der Helligkeit der Lichtquellen vorgesehen. Dies ermöglicht eine stufenlose
Einstellung der verschiedenen Farben des Farblichtmoduls, d.h. eine stufenlose Farbwahl und Änderung der Farbeinstellung.
Durch Änderung der Helligkeit läßt sich auch die Intensität der Mischfarbe beliebig einstellen und genau dieselbe Farbe kann
wiederholt erzeugt werden. Als Einrichtung zur Einstellung der Helligkeit kann beispielsweise ein Dimmer für jede Lichtquelle
vorgesehen werden.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Einrichtung zur Einstellung der Helligkeit der
Lichtquellen steuerbar. Dies ermöglicht eine Steuerung des Farblichtmoduls durch eine elektrische oder elektronische Schaltung.
Eine Farbänderung kann z.B. zeitgesteuert oder per Rechner, durch ein Steuersignal gesteuert oder zufallsgesteuert
sein. Z.B. können Lichtblitze in Diskotheken verwendet werden
oder es kann eine akustische Steuerung, etwa durch Musik oder einzelne Töne, vorgesehen werden.
Zweckmäßig sind eine oder mehrere Lichtquellen ausschaltbar. Dadurch wird die Kombination von nur zwei Farben bzw. die Erzeugung
von nur einer Grundfarbe möglich.
Die Erfindung wird im folgenden weiter anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
und der Zeichnungen beschrieben. Sie ist nicht auf diese Darstellung und die angegebenen Zahlenwerte
beschränkt. Die Ausführungsbeispiele dienen lediglich zu Erlauterungszwecken und sind als nicht einschränkend anzusehen.
Vielmehr können sämtliche Merkmale allein oder in beliebiger Kombination, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den
Ansprüchen, verwendet werden.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Farblichtmoduls
;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines aus drei Reflektorflächen
zusammengesetzten Reflektorelements, der die Form eines Tetraeders aufweist;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines aus drei in Fig. dargestellten Reflektorelementen zusammengesetzten
Farblichtmoduls;
eine Draufsicht des Farblichtmoduls von Fig. 3; eine Abwicklung eines aus drei Dreieckflächen zusammengesetzten
Reflektorelements; eine perspektivische Ansicht des Reflektorelements von
Fig. 5;
eine Draufsicht eines Farblichtmoduls, der aus drei in Fig. 6 dargestellten Reflektorelementen zusammengesetzt
ist;
Fig. 8 eine Prinzipdarstellung einer Draufsicht eines aus sechs tetraederartigen Reflektorelementen zusammengesetzten
Farblichtmoduls; und
Fig. 9 eine Abwicklung eines der in Fig. 8 dargestellten Reflektoreleraente.
Im folgenden wird auf die Fig. 1 bis 4 Bezug genommen und der Aufbau eines erfindungsgemäßen Farblichtmoduls beschrieben.
Das in Fig. 1 dargestellte Blockschaltbild zeigt den Aufbau eines erfindungsgemäßen Farblichtmoduls. Drei parallel geschaltete
farbige Lichtquellen 1 (rot), 2 (grün) und 3 (blau) sind jeweils über Dimmer 4 mit einer Versorgungsleitung 5
verbunden. Die Dimmer 4 dienen zur Einstellung der Helligkeit der einzelnen Lichtquellen und ermöglichen eine stufenlose
Änderung der Mischfarbe und von deren Helligkeit. Selbstverständlich ist es auch möglich, mit nur einem Dimmer die
Gesamthelligkeit der Lichtquellen einzustellen.
In Fig. 2 ist ein Reflektorelement 11 dargestellt, das aus drei
Flächen in Form gleichseitiger Dreiecke 7, 8 und 9 zusammengesetzt ist und einen auf einer Seite offenen Tetraeder 11
bildet. Die Dreieckfläche 7 wird durch die Kanten a, b und c begrenzt, die Dreieckfläche 8 durch die Kanten c, d und e und
die Dreieckfläche 9 durch die Kanten b, e und f. Die offene Seite 10 des Tetraeders wird durch die Kanten a, d und f begrenzt
und bildet die Austrittsfläche des Reflektorelements
Im Bereich der Spitze 6 des Tetraeders 11 ist im Inneren des Tetraeders eine aus Fig. 2 nicht ersichtliche Lichtquelle angeordnet,
die somit von den drei Reflektorseitenflächen 7, 8 und
9 umschlossen wird.
Fig. 3 und Fig. 4 zeigen ein Farblichtmodul 12, das sich aus drei gleichen Reflektorelementen 11, 11' und 11'' mit Tetraederform
mit gleichen Seitenflächen 7 (7', 7''), 8 (8', 8'7)
und 9 (9', 9'') zusammensetzt. Die drei Reflektorelemente 11, 11' und H'' sind jeweils mit einer Ecke im Punkt 16 verbunden.
Im Bereich der Spitzen 6, 6' und 6'' sind im Inneren der Reflektorelemente
verschieden farbige Lichtquellen angeordnet (rot, grün, blau). Die offenen Seiten der Reflektorelemente
(vgl. offene Seite 10 in Fig. 2) sind die Austrittsflächen und
begrenzen einen Mischraum 13, in dem eine additive Mischung des
von den Lichtquellen ausgesandten Lichts erfolgt. Die drei jeweils freien Kanten a, a' und a'' bilden eine ebene
Abschlußfläche 14, die den Mischraum 13 nach außen begrenzt. Der Mischraum 13 hat somit die gleiche Tetraedergestalt wie die
drei Reflektorelemente 11, 11' und H''. Von der Abschlußfläche
14 des Mischraums 13 wird das gemischte Licht abgestrahlt.
In Fig. 5, Fig. 6 und Fig. 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Farblichtmoduls dagestellt. Die einzelnen Reflektorelemente
21 bestehen aus drei dreieckförmigen Reflektorflächen 24, 25 und 26. Fig. 5 zeigt eine Abwicklung eines solchen
Reflektorelements 21. Die Reflektorfläche 24 wird durch
die Kanten g1# h und i begrenzt, die Reflektorfläche 25 durch
die Kanten g2, 1 und m und die Reflektorfläche 26 durch die
Kanten i, k und 1. Dabei hat die Reflektorfläche 26 die Form
eines gleichschenkligen Dreiecks und die beiden anderen Reflektorflächen 24 und 25 weisen jeweils gleiche Dreiecksform auf.
Dies ermöglicht die Bildung eines ästhetisch schönen Farblichtmoduls.
Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht des Reflektorelements
21. Es ist aus den drei Dreiecksflächen 24, 25 und 26 zusammengesetzt,
die zusammen einen tetraederartigen Körper bilden, der an einer Seite geöffnet ist. Die offene Seitenfläche 27 wird
durch die Kanten h, k und m begrenzt. Im Inneren an der Spitze des Reflektorelements ist eine in Fig. 6 gezeigte Lichtquelle
29 angebracht. Die in Fig. 6 dargestellte Kante g setzt sich aus den beiden Kanten gx und g2 der Abwicklung des Reflektorelements
21 von Fig. 5 zusammen. Die Kante g entsteht aus Fig. 5 praktisch durch Hochklappen und Verbinden der beiden Reflektorflächen
24 und 25.
Fig. 7 zeigt das aus drei Reflektorelementen 21, 21' und 21''
zusammengesetzte Farblichtmodul 22, wobei die Teile der Reflektorelemente 21', 21'' analog zu denjenigen des in Fig. 6 gezeigten
Reflektorelements 21 bezeichnet sind. Die drei tetra-
ederartigen Reflektorelemente 21, 21' und 21' ' sind in einem
Punkt 30 verbunden, der jeweils gleichzeitig auch eine Ecke des tetraederförmigen Reflektorelements darstellt. Die Lichtquellen
29, 29' und 29'' sind jeweils in der Spitze der tetraederartigen Reflektorelemente 21, 21' und 21'' angebracht. Der
Mischraum 23 ist durch die jeweils offenen Seiten der tetraederartigen Reflektorelemente begrenzt, von denen eine
(27) in Fig. 6 gezeigt ist. Die drei jeweils freien Kanten k, k' und k'' bilden eine ebene Abschlußfläche 33, die den Mischraum
23 nach außen begrenzt. Das Farblichtmodul 22 dieses Ausführungsbeispiels ist im Vergleich zum vorherigen
Ausführungsbeispiel nicht so geschlossen.
Durch die gestrichelten Linien in Fig. 5 sind zwei weitere Möglichkeiten für die Ausführung der beiden gleichen Dreiecke
24 und 25 eingezeichnet. Je nach Ausgestaltung der Winkel 31 und 32 der beiden gleichen Reflektorflächen 24 und 25, die im
zusammengebauten Zustand an der Spitze 28 des tetraederförmigen Körpers liegen, ergibt sich ein eher offenes oder eher geschlossenes
Farblichtmodul 22, wovon auch dessen Tiefe abhängig ist. Durch einen kleineren Winkel 31, 32 wird ein eher geschlossenes,
durch einen größeren Winkel 31, 32 ein eher offenes Farblichtmodul 22 gestaltet. Vorteilhaft ist eine Gestaltung
der Winkel derart, daß die Kante g des Reflektorelements 21 auf einer Gerade mit den Kanten h'' und m', die
Kante g' des Reflektorelements 21' auf einer Gerade mit den Kanten h und m'' und die Kante g'' des Reflektorelements 21''
auf einer Gerade mit den Kanten h' und m liegt. Dadurch weist das aus drei Reflektorelementen 21, 21' und 21'' gebildete
Farblichtmodul 22 eine geringere Anzahl von Kanten auf, was sich auf die Schattenbildung vorteilhaft auswirkt. Dies verdeutlicht
nur andeutungsweise die fast unbegrenzten Gestaltungsmöglichkeiten
des Farblichtmoduls, wobei als Reflektorelemente z.B. auch halbkugelförmige Reflektorelemente, halbovale Hohlkörper
o.a. verwendet werden können.
Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbexspiel des erfindungsgemäßen
Farblichtmoduls. Das Farblichtmodul 42 setzt sich aus
W &bgr; S V V IV ^ V ^' ^ W ^ ^ ~ ^ ™
sechs Reflektorelementen 41 zusammen, die jeweils aus drei
Dreieckflächen 44, 45 und 46 zusammengesetzt sind und einen tetraederartigen Körper bilden. Eine Abwicklung dieses Reflektorelements
41 ist in Fig. 9 abgebildet. Durch die Abwicklung ist die in Fig. 8 dargestellte Kante &eegr; wie im vorherigen Ausführungsbeispiel
wieder als Ti1 und n2 dargestellt. Die Reflektorfläche
44 wird durch die Kanten &ogr;, &rgr; und Ti1 (n) begrenzt,
die Reflektorfläche 45 durch die Kanten p, q und r und die Reflektorfläche 46 durch die Kanten r, s und n2 (n) . Der
Übersicht halber wurde in Fig. 8 nur ein Reflektorelement mit Bezugszeichen versehen. Jeweils eine Ecke der sechs Reflektorelemente
liegt in einem Punkt 47, den alle Reflektorelemente gemeinsam haben. Die Lichtquellen sind wie in den vorherigen
Ausführungsbeispielen im Inneren der Spitzen 48 der tetraederartigen Reflektorelemente 41 angebracht. Ein Mischraum 43 wird
durch die jeweils offene Seite 50 der Reflektorelemente 41 begrenzt,
wobei die offene Seite 50 eines Reflektorelements durch die Kanten o, q und s begrenzt werden und die Austrittsfläche
des Reflektorelements bilden. Die jeweils freien Kanten q, q' usw. der Reflektorelemente bilden die Abschlußfläche 49, die
den Mischraum 43 nach außen begrenzt. In Fig. 8 hat er die Form eines regelmäßigen Sechsecks. Bevorzugt werden Lichtquellen
gleicher Farbe einander gegenüber angeordnet, wodurch Schattenbildung vermieden und eine sehr gute Farbmischung erreicht
wird. Ein weiterer Vorteil ist die große Abschlußfläche 49, wodurch eine sehr gleichmäßige Farbmischung erreicht wird und
ein dekoratives Erscheinungsbild entsteht. Dieses Ausführungsbeispiel verdeutlicht auch die Kombinationsmöglichkeiten der
Lichtquellen des Farblichtmoduls, wenn mehr als drei Lichtquellen verwendet werden sollen.
Claims (17)
1. Farblichtmodul (12; 22; 42) zur Erzeugung von Licht beliebiger Farbe und weißem Licht mit drei verschiedenfarbigen
Lichtquellen (1 (rot), 2 (grün), 3 (blau); 29, 29', 29") und Reflektoren, wobei eine additive Farbmischung erzeugt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
jede Lichtquelle in einem sie umschließenden Reflektorelement (11; 21; 41) angeordnet ist, wobei die
Reflektorelemente (11; 21; 41) jeweils eine Austrittsfläche (10; 27; 50) aufweisen,
die Reflektorelemente (11; 21; 41) einander benachbart sind und
die Austrittsflächen (10; 27; 50) der Reflektorelemente
(11; 21; 41) einen Mischraum (13; 23; 43) begrenzen, in dem die additive Farbmischung erfolgt,
2. Farblichtmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
es mehr als drei Lichtquellen (1, 2, 3; 29, 29', 29'') umfaßt.
3. Farblichtmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es bei einer durch drei teilbaren Anzahl von
Lichtquellen (1, 2, 3; 29, 29', 29'') aus der gleichen Anzahl von roten, grünen und blauen Lichtquellen besteht.
4. Farblichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die rote, grüne und blaue Lichtquelle
bezüglich eines Punktes (16; 30; 47), der in einer etwa in Abstrahlrichtung liegenden Mittelachse des Farblichtmoduls
liegt, in einem Winkel von 120° angeordnet sind.
5. Farblichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein dreidimensionales Reflektorelement (11;
21; 41) jeweils aus drei dreieckförmigen Reflektorflächen (7,
8, 9; 24, 25, 26; 44, 45, 46) und einer dreieckförmigen Austrittsfläche
(10; 27; 50) besteht, die einen tetraederartigen
Körper bilden, wobei im Bereich der Spitze des tetraederartigen Körpers die Lichtquelle (29, 29', 29'') angeordnet ist und die
der Spitze gegenüberliegende Seite des tetraederartigen Körpers die Austrittsfläche (10; 27; 50) bildet, und die tetraederartigen
Körper jeweils mit einer Ecke in einem gemeinsamen Punkt (16; 30; 47) liegen.
6. Farblichtmodul nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das dreidimensionale Reflektorelement (11) ein Tetraeder ist.
7. Farblichtmodul nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischraum (13; 23; 43) weiter durch eine
ebene Abschlußfläche (14; 33; 49) begrenzt ist, die durch die freien Kanten (a; k; q) der Austrittsflächen der Reflektorelemente
(11; 21; 41) begrenzt ist.
8. Farblichtmodul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquellen (1, 2, 3; 29, 29', 29'') in einer Ebene
liegen, die parallel zur Abschlußfläche (14; 33; 49) ist.
9. Farblichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Mischraum (13; 23; 43) nach außen durch eine transparente Scheibe begrenzt ist.
10. Farblichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sammellinse oder eine Zerstreuungslinse
zur Ausrichtung des farbaddierten Lichts vorgesehen ist.
11. Farblichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Austrittsflächen (10; 27;
50) und/oder die Abschlußfläche (14; 33; 49) mit einer Blende versehen sind.
12. Farblichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflektorelemente (11; 21; 41) jeweils
einteilig sind.
13. Farblichtmodul nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflektorelemente (11; 21; 41) zusammen einteilig sind,
14. Färblichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reflektorelemente (11; 21; 41) jeweils mehrteilig sind.
15. Farblichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur Einstellung der Helligkeit
der Lichtquellen (4) vorgesehen ist.
16. Farblichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Einstellung der Helligkeit der Lichtquellen (4) steuerbar ist.
17. Farblichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Lichtquellen ausschaltbar
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29520700U DE29520700U1 (de) | 1995-12-29 | 1995-12-29 | Farblichtmodul |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29520700U DE29520700U1 (de) | 1995-12-29 | 1995-12-29 | Farblichtmodul |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29520700U1 true DE29520700U1 (de) | 1997-04-24 |
Family
ID=8017351
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29520700U Expired - Lifetime DE29520700U1 (de) | 1995-12-29 | 1995-12-29 | Farblichtmodul |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29520700U1 (de) |
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