DE29516654U1 - Mit zwei Dichtungszonen versehener Universaldeckel für einen Flüssigkeitsfilter - Google Patents
Mit zwei Dichtungszonen versehener Universaldeckel für einen FlüssigkeitsfilterInfo
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Description
Firma Ing. Walter Hengst GmbH & Co. KG1 Nienkamp 75,
48147 Münster
"Mit zwei Dichtungszonen versehener Universaldeckel für einen
Flüssigkeitsfilter"
Die Neuerung betrifft einen Deckel nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Gattungsgemäße Deckel sind beispielsweise von Ölfiltem für
Kraftfahrzeuge bekannt. Dabei besteht das topfartige Gehäuse üblicherweise aus Metall und ist beispielsweise im Druckguß
hergestellt. Eine Abdichtung zwischen dem Deckel und dem Filter erfolgt üblicherweise über einen Dichtungsring, der in
einer Ringnut des Deckels gehaltert ist und dem eine Dicht
fläche am topfartigen Gehäuse zugeordnet ist, wobei die Dichtwirkung
erzielt wird, wenn der Deckel vollständig auf das Gehäuse aufgeschraubt ist. Die Dichtung ist dabei im Bereich des
bauteilseitigen Endes des Deckelgewindes vorgesehen, also entweder unmittelbar angrenzend an das Gewinde oder in die
Deckelfläche verlagert mit einem geringen Abstand zum bauteilseitigen
Ende des Deckelgewindes. Die korrespondierende Dichtungsfläche am topfartigen Gehäuse befindet sich dementsprechend
im Bereich des freien Endes des Gehäusegewindes.
Aus Kosten- und Gewichtsgründen ist es bekannt, den Deckel der Flüssigkeitsfilter aus Kunststoff auszubilden. Zwar treten
insbesondere bei der Verwendung als Ölfilter erhebliche Drücke und Temperaturen im Bereich des Filters auf, die die Maßhaltigkeit
des Deckeis nachteilig beeinflussen könnten, doch wirken
sich diese Einflüsse so geringfügig aus, daß die gewünschte Dichtungswirkung des Deckels nicht beeinträchtigt wird.
Aus den genannten Gründen kann es vorteilhaft sein, auch das Gehäuse des Flüssigkeitsfilters aus Kunststoff herzustellen oder
das Gehäuse und/oder den Decke! des Filters aus anderen
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Werkstoffen herzustellen, &zgr;. &Bgr;. Werkstoffen auf Basis nachwachsender
Rohstoffe, wobei derartige Werkstoffe ähnlich wie Kunststoff eine gegenüber Metall eingeschränkte Steifigkeit
aufweisen und bei den im Filterbetrieb herrschenden Druck- und Temperaturverhäitnissen ggf. eine eingeschränkte Maßhaltigkeit
aufweisen.
Hierbei ergibt sich jedoch das Problem, daß bei den im Filter auftretenden Temperaturen und Drücken des zu filternden
Mediums und bei den genannten nachteiligen Einflüssen auf
den Werkstoff, aus dem dann auch das Filtergehäuse bestehen würde, die Steifigkeit und die Formbeständigkeit des Filtergehäuses
nicht mehr in einem Maß gewährleistet werden kann, welches eine dichte Verbindung zwischen Gehäuse und Deckel
sicherstellt.
So könnte gegebenenfalls zu filternde Flüssigkeit in den Gewindespalt
zwischen Gehäuse und Deckel des Filters eindringen und eine Verformung - beispielsweise eine Aufweitung - des
Filtergehäuses im Gewindebereich bewirken, so daß die ge
wünschte Dichtigkeit zwischen Gehäuse und Deckel nicht mehr gewährleistet wäre.
Die Verwendung spezieller Deckel, die an die Kunststoffgehäuse angepaßt wären und die Dichtigkeit des Filters sicherstellen
wurden, bedeutet einen unerwünschten Mehraufwand hinsichtlich der Ersatzteilversorgung.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Flüssigkeitsfilter dahingehend zu verbessern, daß der
Deckel wahlweise an Gehäusen aus Kunststoff oder aus Metall verwendet werden kann und in jedem Fall eine ausreichende
Dichtungswirkung gewährleistet werden kann.
Diese der Neuerung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die
Ausgestaltung eines Flüssigkeitsfilters entsprechend den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Die Neuerung schlägt mit anderen Worten vor, am Deckel die
bislang verwendete Position der Dichtung unverändert zu ermöglichen,
so daß der Deckel bei Filtergehäusen aus Metall in herkömmlicher Weise verwendet werden kann. Zusätzlich jedoch
soll die Möglichkeit geschaffen werden, eine Dichtung im Bereich des freien Endes des Deckeis zu verwenden, bei
spielsweise durch eine Nut, in welche ein Dichtungsring eingelegt werden kann. Auf diese Weise kann der gleiche Deckel für
ein Filtergehäuse aus Kunststoff Verwendung finden, bei dem eine Dichtwirkung zwischen dem freien Ende des Deckelgewindes
und dem bauteilseitigen Ende des Gehäusegewindes vor
gesehen ist, um ein Eindringen des zu filternden Mediums in das Gewinde und damit ein unerwünschtes Aufweiten des
Filtergehäuses auszuschließen.
Der Vorteil des vorgeschlagenen Deckeis besteht darin, daß er
für beide Filtergehäuse verwendbar ist, also hinsichtlich der Ersatzteilversorgung
keine besondere Aufmerksamkeit oder zusätzliche Lagerbestände erforderlich macht, sondern wahlweise
für das eine oder das andere Filtergehäuse Verwendung finden kann.
Bei fest am Deckel vorgesehenen Dichtungen, beispielsweise angespritzten formelastischen Dichtungslippen, können beide
Dichtungen fest am Deckel vorgesehen sein. Bei der Verwendung von Dichtungsringen können - je nach Ausbildung des Ge
windes - entweder beide Dichtungszonen des Deckeis gleichartig ausgebildet sein, beispielsweise in Form von Ringnuten mit
gleichem Durchmesser und Querschnitt, oder es kann bei unterschiedlichen Durchmessern der Ringnuten eine dehnbare
Dichtung verwendet werden, so daß dem Deckel, der im Auto
mobilwerk verbaut wird oder der als Ersatzteil gehandelt wird,
ein lose beigepackter Dichtungsring zugeordnet werden kann, der vom Anwender bedarfsgerecht entweder im Bereich des
freien oder im Bereich des bauteilseitigen Endes des Deckeigewindes angeordnet wird.
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Dabei weist die Anordnung des Dichtungsringes am Deckel den Vorteil gegenüber einer Anordnung am Gehäuse auf, daß die
Dichtung leichter montierbar ist und zudem beim Austausch des Deckeis automatisch eine neue Dichtung verwendet wird, so
daß die Dichtungsqualität beim Austausch des Deckels des
Flüssigkeitsfilters sichergestellt wird.
Die Anordnung der Dichtung „im Bereich" des freien Endes oder
des bauteilseitigen Endes des Deckelgewindes bzw. des Gehäusegewindes bedeutet dabei, daß die Dichtung innerhalb des
Gewindebereiches, also zwischen freiem Ende und bauteilseitigem
Ende angeordnet sein kann, oder unmittelbar an das freie bzw. das bauteilseitige Ende angrenzen kann oder in einem
Abstand vom freien bzw. vom bauteilseitigen Endes des Gewindes angeordnet sein kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird anhand der Zeichnung im folgenden näher erläutert, wobei die beiden unterschiedlichen
Anordnungen der Dichtung bei ansonsten identisehen Bauteilen vergleichsweise dargestellt sind.
Dabei ist mit 1 aligemein ein Deckel für einen Flüssigkeitsfilter
bezeichnet, wobei der Deckel eine Deckelfläche 2 umfaßt sowie einen umlaufenden Kragen 3, der als Anschlag beim Aufschrauben
des Deckels 1 auf das Gehäuse des Filters dient.
Weiterhin umfaßt der Deckel 1 ein Gewinde 4 mit einem freien Ende 5 und einem bauteilseitigen, also zur Deckelfläche 2 gerichteten
Ende 6.
Sowohl im Bereich des freien Endes 5 als auch des bauteil
seitigen Endes 6 sind Dichtungszonen 7 und 8 vorgesehen, die
jeweils als umlaufende Ringnut ausgebildet sind und in denen ein Dichtring 9 engeordnet werden kann.
Bei der Verwendung des Deckels 1 in Verbindung mit einem herkömmlichen metallischen Filtergehäuse wird der Dichtring 9
in die obere Dichtungszone 8 eingesetzt, also im Bereich des bauteüseitigen Endes 6 des Deckelgewindes 4. Heißes Öl, welches
in das Gewinde zwischen dem Deckel 1 und dem metallischen Filtergehäuse eindringt und bis zum Dichtring 9 gelangt,
führt nicht zu einer Nachgiebigkeit des Filtergehäuses und zu
einer Undichtigkeit.
Bei Verwendung des Deckels 1 in Verbindung mit einem aus Kunststoff gefertigten Filtergehäuse kann der Dichtring 9 vorzugsweise
in der unteren Dichtungszone 7, also im Bereich des
freien Endes 5 des Gewindes 4 angeordnet werden, um das Eindringen des möglicherweise heißen und unter Druck stehenden
zu filternden Mediums in den Zwischenraum zwischen deckelseitigem und gehäuseseitigen Gewinde zu verhindern.
In der Praxis ist die Anordnung einer einzigen Dichtung, z.B.
eines Dichtungsringes 9 in der Regel ausreichend für die gewünschte
Dichtungswirkung; es können jedoch auch abweichend von der dargestellten Anordnung beide Dichtungszonen 7
und 8 Dichtungen aufweisen.
So kann im Gegensatz zum dargestellten Ausführungsbeispiel anstelle des lose einsetzbaren Dichtringes 9 eine angespritzte
Dichtlippe aus gegenüber dem Deckelmaterial weicheren Werkstoff vorgesehen sein, wobei in diesem Fall sowohl im Be
reich des freien Endes 5 als auch im Bereich des bauteüseitigen Endes 6 der Dichtung 4 eine derartige Dichtiippe vorhanden ist,
um den Deckel wahlweise in Verbindung mit einem metallischen Filtergehäuse oder einem Filtergehäuse aus Kunststoff verwenden
zu können.
Claims (2)
- ti · · ■ # 4 f ·«·WARRFi Jt MARRFI ·* '* ' * * DIPL'i-INQ. H.-Q. HABBELn/ADDLL Os n/\yüLL···· ··· ··· .. EUI?t)P*fAN PATENT ATTORNEYPATENTANWÄLTEDIPL.-INQ. LUTZ HABBELDIPL.-QEOQR. PETER HABBEL TELEFON (0251) 535 780 ♦ FAX (0251) 531 990UNSERE p(bitte angfefeeii) HS/ISSÖÖ lu/ScMünster, 20.10.95Firma Ing. Walter Hengst GmbH & Co. KG1 Nienkamp 75, 48147 Münster
20"Mit zwei Dichtungszonen versehener Universaldeckel für einen Flüssigkeitsfilter"Schutzansprüche:
251. Deckel für einen Flüssigkeitsfilter,wobei der Flüssigkeitsfilter ein Gehäuse umfaßt und der Deckel mit dem Gehäuse lösbar verschraubbar ist,wobei die beiden korrespondierenden Gewindedes Gehäuses und des Deckels jeweils ein freies Ende und ein bauteilseitiges Ende aufweisen,und wobei zwischen dem Gehäuse und dem Dekkei eine Dichtung angeordnet ist, und wobei an dem Gehäuse und an dem DeckelDichtungszonen vorgesehen sind, an denen die Dichtwir-kung bei an das Gehäuse geschraubtem Deckel erzielt wird,dadurch gekennzeichnet,daß am Deckel (1) zwei Dichtungszonen (7,8) vorgesehen sind, von denen die eine Dichtungszone (7) im Bereich des freien Endes (5) und die andere Dichtungszone (8) im Bereich des bauteilseitigen Endes (6) des Gewindes (4) angeordnet ist. - 2. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daßdie Dichtungszonen (7,8) als Nuten zur Aufnahme eines Dichtungsringes (9) ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29516654U DE29516654U1 (de) | 1995-09-30 | 1995-10-21 | Mit zwei Dichtungszonen versehener Universaldeckel für einen Flüssigkeitsfilter |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19536612 | 1995-09-30 | ||
| DE29516654U DE29516654U1 (de) | 1995-09-30 | 1995-10-21 | Mit zwei Dichtungszonen versehener Universaldeckel für einen Flüssigkeitsfilter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29516654U1 true DE29516654U1 (de) | 1996-01-25 |
Family
ID=7773771
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29516654U Expired - Lifetime DE29516654U1 (de) | 1995-09-30 | 1995-10-21 | Mit zwei Dichtungszonen versehener Universaldeckel für einen Flüssigkeitsfilter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29516654U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19707600A1 (de) * | 1997-02-26 | 1998-08-27 | Knecht Filterwerke Gmbh | Deckel für ein Filtergehäuse |
-
1995
- 1995-10-21 DE DE29516654U patent/DE29516654U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19707600A1 (de) * | 1997-02-26 | 1998-08-27 | Knecht Filterwerke Gmbh | Deckel für ein Filtergehäuse |
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Effective date: 19960307 |
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Effective date: 19981030 |
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Effective date: 20011025 |
|
| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: HENGST GMBH & CO. KG, DE Free format text: FORMER OWNER: ING. WALTER HENGST GMBH & CO. KG, 48147 MUENSTER, DE Effective date: 20021122 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20031104 |
|
| R071 | Expiry of right |