DE29512199U1 - Flexible, peelfähige Siegelverpackung - Google Patents
Flexible, peelfähige SiegelverpackungInfo
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Description
S 275a
Pechiney-Scheuch GmbH & Co KG, An der Papiermühle 2,
64367 Mühltal
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verpackung, insbesondere für Lebens- oder Genußmittel, bestehend aus einem
einstückigen, zu einem Schlauch- oder Flachbeutel geformten Zuschnitt aus einer mindestens eine innere Kunststoffschicht
aufweisenden und an mindestens drei Seitenkanten durch eine Siegelnaht geschlossenen Folie.
Zur Verpackung von pulver- oder stückförmigen Füllgütern,
beispielsweise Kaffee, Instantprodukten und dergleichen werden Verpackungsbeutel eingesetzt, die aus einem flexiblen
Zuschnitt aus einer mehrschichtigen Folie bestehen, wobei die innere Schicht des Verpackungsbeutels immer aus
Kunststoff besteht. Dabei kann die Folie für den Verpakkungsbeutel - von außen nach innen gesehen - z.B. folgende
Struktur besitzen: Polyethylenterephthalat/Aluminium/Polyethylen
oder Polypropylen, metallisiertes Polyethylenterephthalat/Polyethylen; orientiertes Polypropylen/Aluminium/Polyethylen.
Die Herstellung der Verpackungsbeutel erfolgt aus einem Folienzuschnitt, der von einer Rolle
abgetrennt wird. Je nach Verpackungsgut und der vorgesehenen Art der Verpackung werden unterschiedliche Beutel,
beispielsweise Schlauch- oder Flachbeutel, geformt, die an ihren offenen Seiten durch eine Siegelnaht geschlossen
sind. Ein derartiger Verpackungsbeutel weist mindestens drei Siegelnähte, beispielsweise eine Kopf- und Bodennaht
sowie eine Längsnaht auf. Die Siegelnähte sind normalerweise als sogenannte Festversiegelungen ausgebildet, die
zwischen den inneren Kunststoffschichten der Folie hergestellt
werden, wobei die Siegelung bei dem vorgenannten Folienaufbau zwischen Polyethylen und Polyethylen oder
Polypropylen und Polypropylen erfolgt.
Um eine derartige Verpackung ohne eine Schere oder dergleichen öffnen zu können, ist es bekannt, im Randbereich
der Verpackung eine Kerbe oder einen Schnitt vorzusehen, durch welche das Einreißen und Aufreißen erleichtert wird.
Beim Aufreißen einer solchen Verpackung wird diesselbe jedoch Undefiniert geöffnet, was zur Folge hat, daß das
Füllgut meist nicht ohne Verschütten entnommen bzw. nicht weiter in der Verpackung aufbewahrt werden kann. Bedarfsweise
können bei einer solchen Verpackung die Kerben oder Schnitte im Randbereich durch das Einbringen eines Aufreißfadens
ersetzt werden, über den beispielsweise das Kopfteil der Verpackung, definiert aufgerissen werden kann. Dabei
wird ein Teil des Kopfteiles entfernt, welches dann, beispielsweise bei pulverförmigen Füllgütern, nicht mehr als
eine Art Trichter zum Ausschütten benutzbar ist bzw. keinen Wiederverschluß durch Umfalten oder Aufrollen des Kopfüberstandes
der Verpackung ermöglicht.
Es ist bekannt, die innere Kunststoffschicht einer solchen
Folienverpackung peelfähig auszubilden, wobei - um eine Zerstörung des Verbundes zu vermeiden - die Siegelnahtfestigkeit
der Siegelfolie reduziert wird, so daß ein zerstörungsfreies Aufziehen von Hand möglich ist. Dies kann in
einfacher Weise durch spezielle Zusätze in der inneren Kunststoffschicht der Folie erreicht werden. Eine derartige
Verpackung hat den Nachteil, daß die gesamte Siegelnaht dann schwächer und damit leckageanfällig ausgebildet ist,
•: i i
was in Abpackmaschinen zu Fehlsiegelungen führen kann, die sich bei Vakuumverpackungen durch Vakuumverlust bemerkbar
machen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung, insbesondere für Lebens- und/oder Genußmittel
so auszugestalten, daß bei einer reduzierten Anzahl von leckageanfälliger Siegelnähten ein leichtes Aufziehen
bzw. Öffnen der aus einer mehrlagigen Verbundfolie bestehenden Verpackung zumindest in einer Siegelnaht möglich
ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Verpackung der eingangs beschriebenen Gattung vorgeschlagen,
daß zumindest in einer Siegelnaht ein mindestens einlagiges Band aus einer peelfähigen Kunststofffolie
eingeschweißt ist.
Durch eine solche Verpackung bleibt gegenüber Verpackungen mit Aufreißhilfen der gesamte Kopfbereich der Verpackung
unversehrt, der damit beispielsweise als Trichter für die Entnahme und für einen Wiederverschluß durch Umfalten oder
Aufrollen des Kopfüberstandes der Verpackung in seiner ursprünglichen Dimension und Form zur Verfügung steht. Im
Vergleich mit einer Verpackung, deren gesamte Siegelnaht durch eine peelfähige Kunststoffschicht gebildet ist, wird
die schwächere und damit leckageanfälligere Siegelnaht ausschließlich
auf den Kopfbereich der Verpackung beschränkt. Dadurch werden die bei einer produktionstechnischen Abpakkung
auftretenden Fehlsiegelungen, die bei Vakuumverpakkungen durch Vakuumverlust feststellbar sind, vermieden.
Weitere Merkmale einer Verpackung gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen 2-5 offenbart.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand in einer Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei
zeigen
Fig. 1 im Schnitt den Kopfbereich eines mit zwei Längsnähten
versehenen Flachbeutels und
Fig. 2 einen Schnitt im Kopfbereich eines Schlauchbeutels
mit einer Längsnaht.
In der Fig. 1 der Zeichnung ist nur der Kopfbereich einer
Beutelverpackung 1 gezeigt, die aus einer zweischichtigen Folie 2 besteht. Die äußere Schicht 3 besteht dabei beispielsweise
aus metallisiertem Polyethylenterephthalat, während die innere Schicht 4 beispielsweise aus Polyethylen
hergestellt ist. Die Verpackung 1 wurde aus einem von einer Packmittelrolle abgetrennten Zuschnitt gefaltet und weist
in an sich bekannter, nicht dargestellter Weise zwei Längsnähte auf, die durch eine siegelung der inneren Schichten 4
gegeneinander entstanden sind. Der Kopfbereich der Verpakkung 1 ist zunächst, für das Einbringen des Füllgutes, noch
offen. Beim Verschließen der gefüllten Verpackung 1 wird nun in den Kopfbereich der Verpackung 1 ein Band 5 eingebracht,
welches, ähnlich wie ein Aufreißstreifen, bei der Herstellung der Verpackung 1 von einer Rolle zugeführt
wird. Die Breite des Siegelwerkzeuges 8 für das Einsiegeln des Bandes 5 bzw. das Versiegeln der Kopfnaht ist dabei geringfügig
kleiner als die Breite des Bandes 5. Aus der Fig. 1 der Zeichnung ist ferner ersichtlich, daß die Kopfenden 9
der Verpackung 1 über die eigentliche Siegelnaht und damit aber auch über das Band 5 hinausragen. Zum Öffnen der Ver-
packung 1 werden nun die beiden Kopfenden 9 mit den Fingern
erfaßt und auseinandergezogen. Dabei öffnet sich die Verpackung 1 im Bereich der peelfähigen Lage 7.
Dieses Band 5 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel der
Fig. 1 vierlagig ausgebildet und besteht aus zwei äußeren Lagen 6 beispielsweise aus Polyethylen und einer inneren
Lage 7 aus Niederdruckpolyethylen mit einer Zumischung aus Polybutylen, wie sie für Peelfolien bekannt ist. In vorteilhafter
Weise wurde das Band 7 durch das Zusammenfügen von zwei zweischichtigen Folien durch einen kalanderähnlichen
Prozeß unter Druck und Wärme hergestellt. Beim Siegeln der Kopfnaht der gefüllten Verpackung 1 verschweißen
nun die beiden äußeren Lagen 6 des Bandes 5 mit der inneren Schicht 4 der Folie 2 der Verpackung 1.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 2 zeigt den Kopfbereich
einer Schlauchbeutelverpackung 1, die mit einer Längsnaht versehen ist. Die Folie 2 der Verpackung 1 ist hier nur
einschichtig dargestellt. Bei einer solchen Verpackung 1 wird über die gesamte Länge der zu bildenden Kopfsiegelnaht
ein Band 5 eingelegt, welches aus einer Lage 6 und einer Lage 7 entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 besteht.
Dieses Band 5 verschweißt nun bei der Herstellung der Kopfsiegelnaht fest gegen die Folie 2 der Verpackung,
während die Lage 7 peelfähig gegen sich selbst siegelt. Auch diese Verpackung 1 kann dann im Bereich der Kopfsiegelnaht
leicht und ohne daß die Verpackung 1 beschädigt oder zerstört wird, geöffnet werden.
Das eingelegte, peelfähige Band 5 wird nun so ausgeführt, daß es einerseits für den Verbraucher erkennbar ist und daß
der Verbraucher andererseits erkennen kann, daß es sich um
eine peelbare Verpackung handelt. Dies kann durch Einfärbung des Bandes 5 und einen erkennbaren Überstand des Bandes 5
über die Siegelnaht hinaus erfolgen. Bedarfsweise kann die Verpackung mit einem diesbezüglichen Aufdruck versehen sein.
In Abänderung des erläuterten Ausführungsbeispieles kann das Band 5 aus einer peelfähigen Kunststofffolie einen anderen
Schichtaufbau besitzen und gegebenenfalls auch einschichtig ausgebildet sein. Dabei besteht allerdings auch die Gefahr,
daß die Naht Undefiniert geöffnet wird.
Claims (5)
1. Verpackung, insbesondere für Lebens- oder Genußmittel, bestehend aus einem einstückigen, zu einem Schlauchoder
Flachbeutel geformten Zuschnitt aus einer mindestens eine innere Kunststoffschicht aufweisenden und
an mindestens drei Seitenkanten durch eine Siegelnaht geschlossenen Folie,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest in einer Siegelnaht ein mindestens einlagiges
Band (5) aus einer peelfähigen Kunststofffolie
eingeschweißt ist.
2. Verpackung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die peelfähige Kunststoffolie aus mehreren Schichten
(6, 7) gebildet und mindestens eine Schicht (7) peelbar ausgebildet ist.
3. Verpackung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die peelfähige Kunststoffolie vierschichtig ausgebildet
ist.
4. Verpackung nach mindestens einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Band (5) aus der peelfähigen Kunststoffolie oben, unten und/oder seitlich über die Siegelnaht
hinausragt.
5. Verpackung nach mindestens einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Band (5) aus der peelfähigen Kunststoffolie oben, unten und/oder seitlich gegenüber der Siegelnaht
zurückgesetzt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29512199U DE29512199U1 (de) | 1995-07-28 | 1995-07-28 | Flexible, peelfähige Siegelverpackung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29512199U DE29512199U1 (de) | 1995-07-28 | 1995-07-28 | Flexible, peelfähige Siegelverpackung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29512199U1 true DE29512199U1 (de) | 1995-10-19 |
Family
ID=8011120
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29512199U Expired - Lifetime DE29512199U1 (de) | 1995-07-28 | 1995-07-28 | Flexible, peelfähige Siegelverpackung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29512199U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102012106386A1 (de) * | 2012-07-16 | 2014-01-16 | Huhtamaki Ronsberg, Zweigniederlassung Der Huhtamaki Deutschland Gmbh & Co. Kg | Band, Verpackung mit einem solchen Band sowie Verwendung des Bandes zum Herstellen einer Verpackung |
-
1995
- 1995-07-28 DE DE29512199U patent/DE29512199U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102012106386A1 (de) * | 2012-07-16 | 2014-01-16 | Huhtamaki Ronsberg, Zweigniederlassung Der Huhtamaki Deutschland Gmbh & Co. Kg | Band, Verpackung mit einem solchen Band sowie Verwendung des Bandes zum Herstellen einer Verpackung |
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Legal Events
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Effective date: 19951130 |
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Effective date: 19990501 |