DE29508785U1 - Antriebsaggregat für die Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine - Google Patents
Antriebsaggregat für die Arbeitsspindel einer WerkzeugmaschineInfo
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- B23Q11/00—Accessories fitted to machine tools for keeping tools or parts of the machine in good working condition or for cooling work; Safety devices specially combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, machine tools
- B23Q11/0032—Arrangements for preventing or isolating vibrations in parts of the machine
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Description
ANTRIEBSAGGREGAT FUR DIE ARBEITSSPINDEL EINER WERKZEUGMASCHINE
Die Erfindung betrifft ein Antriebsaggregat für die Arbeitsspindel
einer Werkzeugmaschine, bestehend aus einem Antriebsmotor, einem Getriebe und einer Wellenanordnung zur
Drehmomentübertragung vom Getriebe auf die Arbeitsspindel.
Derartige Antriebsaggregate sind allgemein bekannt und werden in verschiedensten Ausführungen bei der spanenden Werkstückbearbeitung
eingesetzt. Eines der Konstruktionsprinzipien bei der Auslegung und Gestaltung derartiger Antriebsaggregate
liegt darin, daß im Hinblick auf die sich ständig erhöhenden Betriebsdrehzahlen der Arbeitsspindel die bewegten
Massen im Getriebe und in der Wellenanordnung möglichst gering sein sollen, um beispielsweise das Anlaufverhalten
und auch die Nutzleistung der Maschine zu verbessern. Es hat sich jedoch gezeigt, daß für bestimmte Bearbeitungsvorgänge,
I12-X2687-Sd/Kf
beispielsweise bei der Schruppbearbeitung von bestimmten Werkstoffen, beispielsweise Leichtmetallen oder auch harten
und spröden Materialien, durch den zyklischen Angriff der Werkzeuge Schwingungen und Vibrationen insbesondere in bestimmten
Drehzahlbereichen verursacht werden, welche die gesamte Maschine belasten und sich auch negativ auf den
Spanvorgang, d.h. auf die -Formgenauigkeit des Schnittes,
auswirkten.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Antriebsaggregat für die Arbeitsspindel von Werkzeugmaschinen zu schaffen, bei dem
die auftretenden Schwingungen und Vibrationen der Maschinenteile und auch des Werkzeugs kompensiert werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zumindest
eines der drehangetriebenen Bauteile des Antriebsaggregate eine zusätzliche Schwungmasse aufweist.
Eine besonders einfache und damit kostengünstige Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die als
Rotationskörper, z.B. als Hülse ausgebildete Schwungmasse auf der Ausgangswelle des Getriebes oder auf der Antriebswelle
der Arbeitsspindel, z.B. in Form einer Hülse, befestigt ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht die Verwendung
eines Standardgetriebes und auch den einfachen ggf. nachträglichen Anbau der rotationssymmetrischen Schwungmasse auf
einer im Maschinengehäuse laufenden Welle unter der jeweils günstigsten Ausnutzung des zur Verfugung stehenden Raumes.
Für sog. Universal-Werkzeugmaschinen, bei denen sich die
Betriebsdrehzahlen der Arbeitsspindel in weiten Grenzen ändern können, ist eine besondere Ausgestaltung der Erfindung
zweckmäßig, gemäß der die Schwungmasse über eine gesonderte Kupplung mit dem jeweils zugehörigen Getriebeteil
verbunden werden kann. Das Zuschalten der Kupplung ermöglicht eine wahlweise Aktivierung der Schwungmasse nur für
bestimmte Bearbeitungsvorgänge, beispielsweise beim Schruppen von kritischen Werkstoffen oder auch beim Arbeiten in
einem Drehzahlbereich, in dem Resonanzschwingungen auftreten können. Während die Werkzeugmaschine bei der normalen Werkstückbearbeitung
ohne Schwungmassenausgleich arbeiten kann und damit die Vorzüge eines Leichtbaus hat, lassen sich
durch Zuschalten der Schwungmasse die bisher bei bestimmten Bearbeitungen auftretenden Vibrationserscheinungen wirksam
verhindern. Zweckmäßig sollte die Kupplung als Reibungs- bzw. Schlupfkupplung ausgebildet sein, um insbesondere während
des Anlaufbetriebes Stöße im System zu vermeiden.
Eine besonders vorteilhafte Anpassung der durch die Schwungmasse erzielbaren Effekte an die unterschiedlichen Bearbeitungsvorgänge
von Universal-Fräs- und Bohrmaschinen läßt sich dadurch erzielen, daß mehrere gesonderte Schwungmassen
an einem oder mehreren der rotierenden Teile der Übertragungsanordnung
vorgesehen sind, wodurch das Schwingungsverhalten
der gesamten Maschine durch die Auslegung dieser ggf. zuschaltbaren Schwungmassen an die besonderen Einsatzzwecke
angepaßt werden kann.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand der schematischen Zeichnung im einzelnen beschrieben.
Die Zeichnung zeigt den Teil einer Universal-Fräs- und Bohrmaschine
mit einem Spindelgehäuse 1, an derem vorderen Ende ein Fräskopf 2 über einen Schwenkkopf 3 derart montiert ist,
daß der Fräskopf 2 selbsttätig motorisch aus der dargestellten Horizontalstellung in eine - nicht dargestellte - Vertikalstellung
verschwenkt werden kann. Im Spinde!gehäuse 1 be-
findet sich ein Getriebe 4 mit einer Eingangswelle 5, auf
der eine Riemenscheibe 6 sitzt. Die Ausgangswelle 7 des Getriebes trägt ein Kegelrad 8, das mit einem weiteren Kegelrad
9 in kontinuierlichem Eingriff steht. Die Welle 10 dieses Kegelrades 9 ragt in den Schwenkkopf 3 hinein und
trägt an ihrem Ende eine Schaltkupplung 11, durch deren Betätigen die Welle 10 mit dem Gehäuse des Schwenkkopfes 3
drehfest verbunden werden kann, um durch eine entsprechende Drehbewegung dieser Welle 10 eine Verschwenkung des Fräskopfes
2 aus der horizontalen in die vertikale Arbeitsstellung - und umgekehrt - durchzuführen. Ferner sitzt auf der
Welle 10 ein weiteres Kegelrad 12 in dem in den Schwenkkopf 3 hineinragenden Abschnitt, welches mit einem weiteren Kegelrad
13 in kontinuierlichem Eingriff steht. Über dieses Kegelrad 13 wird eine im Fräskopf 2 drehbar gelagerte herkömmliche
Arbeitsspindel 14 angetrieben. Wie ersichtlich, ist der Schwenkkopf 3 an der um 45 ° nach unten geneigten
Stirnseite 15 des Spindelgehäuses 1 drehbar abgestützt und an einem zur Welle 10 koaxialen Ansatz 16 geführt.
Zur Kompensation von durch die Werkstückbearbeitung erzeugten Schwingungen und Vibrationen ist bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel auf der Abtriebswelle 7 des Getriebes eine Schwungmasse 17 in Form einer relativ schweren Hülse
angeordnet, die entweder auf dieser Abtriebswelle 7 dauerhaft befestigt oder auf dieser Welle drehbar gelagert und
nur im Bedarfsfall über eine Kupplung 18 mit der Welle 7 kuppelbar ist. Diese Kupplung 18 kann als gesondert
betätigbare Formschlußkupplung ausgebildet sein, um beim Einschalten eines entsprechenden Betätigungselementes eine
drehfeste Verbindung zwischen der trägen Masse 17 und der Welle 7 herzustellen. Zur Vermeidung von plötzlichen Beanspruchungen
beim Zuschalten der Schwungmasse 17 kann die
Kupplung 18 zweckmäßigerweise auch als Reibungs- bzw. Schlupfkupplung ausgebildet sein.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine weitere
hülsenförmige Schwungmasse 20 auf der Welle 10 vorgesehen, wobei auch diese Schwungmasse 20 entweder dauerhaft auf der
Welle 10 befestigt oder aber über eine Schaltkupplung mit dieser verbindbar ist.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So können beispielsweise die Schwungmassen
nicht in Form von Hülsen, sondern auch als Ringkörper von vergrößerten Durchmessern ausgebildet sein, falls die Abmessungen
der jeweiligen Gehäuseteile dies zulassen. Darüberhinaus besteht auch die Möglichkeit, eine zusätzliche
Schwungmasse in eines der Getriebezahnräder zu integrieren, das sich bei dem jeweils kritischen Drehzahlbereich im
Antriebsstrang befindet.
Claims (4)
1. Antriebsaggregat für die Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine,
bestehend aus einem Antriebsmotor, einem Getriebe und einer Wellenanordnung zur Drehmomentübertragung
vom Getriebe auf die Arbeitsspindel, dadurch gekennz.eich.net , daß
die Übertragungsanordnung (4, I1 10) eine zusätzliche
Schwungmasse (17; 20) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwungmasse {17, 20) als Rotationskörper ausgebildet
und auf einer Welle (7, 10) der Übertragungsanordnung angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die hülsenförmig ausgebildete Schwungmasse {17, 20) über
eine Kupplung (18) mit einem der rotierenden Teile (7,
10) der Übertragungsanordnung drehfest verbindbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Schwungmassen (17, 20) an einem oder mehreren
der rotierenden Teile (1, 10) der Übertragungsanordnung
vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29508785U DE29508785U1 (de) | 1995-05-26 | 1995-05-26 | Antriebsaggregat für die Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29508785U DE29508785U1 (de) | 1995-05-26 | 1995-05-26 | Antriebsaggregat für die Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29508785U1 true DE29508785U1 (de) | 1996-09-26 |
Family
ID=8008633
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29508785U Expired - Lifetime DE29508785U1 (de) | 1995-05-26 | 1995-05-26 | Antriebsaggregat für die Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29508785U1 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2611799A1 (de) * | 1975-03-21 | 1976-10-07 | Hure Sa | Werkzeugmaschine mit umlaufender spindel |
| EP0503457A2 (de) * | 1991-03-08 | 1992-09-16 | Ortlinghaus-Werke GmbH | Antrieb für Werkzeugmaschinen |
| DE4201849C1 (de) * | 1992-01-24 | 1992-12-03 | Index-Werke Gmbh & Co Kg Hahn & Tessky, 7300 Esslingen, De | |
| DE4203931C2 (de) * | 1992-02-11 | 1994-03-31 | Desch Kg Heinrich | Antriebsaggregat für Werkzeugmaschinen |
-
1995
- 1995-05-26 DE DE29508785U patent/DE29508785U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2611799A1 (de) * | 1975-03-21 | 1976-10-07 | Hure Sa | Werkzeugmaschine mit umlaufender spindel |
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| DE4201849C1 (de) * | 1992-01-24 | 1992-12-03 | Index-Werke Gmbh & Co Kg Hahn & Tessky, 7300 Esslingen, De | |
| DE4203931C2 (de) * | 1992-02-11 | 1994-03-31 | Desch Kg Heinrich | Antriebsaggregat für Werkzeugmaschinen |
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| R163 | Identified publications notified | ||
| R207 | Utility model specification |
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|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20010709 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20030909 |
|
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