DE29507637U1 - Chirurgische Spann- und Hebevorrichtung - Google Patents
Chirurgische Spann- und HebevorrichtungInfo
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Description
A 52 279 u Anmelderin: AESCULAP AG
u-214 Am Aesculap-Platz
9. Mai 1995 78501 Tuttlingen
Die Erfindung betrifft eine chirurgische Spann- oder Hebevorrichtung
für eine einen Körperhohlraum einschließende Körperwand sowie eine Vorrichtung zum Positionieren einer
solchen Vorrichtung.
Bei endoskop!sehen Operationen werden chirurgische Instrumente
durch Trokarhülsen in Körperhöhlen eingeführt, die zum Zwecke von chirurgischen Operationen aufgeweitet werden
müssen. Herkömmlicherweise erfolgt eine solche Aufweitung durch Insufflation, das heißt es wird CO2 unter etwas erhöhtem
Druck in die Körperhöhle eingeführt, so daß dadurch der Körperhohlraum ausgeweitet wird, beispielsweise wird die
Bauchdecke eines Patienten angehoben.
Diese Operationsmethode macht es notwendig, die Körperhöhle im wesentlichen gasdicht abzuschließen, und dies führt zu
einem erhöhten instrumenteilen Aufwand. Wesentlich gravierender ist jedoch, daß durch den erhöhten Druck in der Körperhöhle
Komplikationen auftreten können. Dieser erhöhte Druck wirkt nämlich auch auf das Zwerchfell und behindert
dadurch die Atmung und den Kreislauf des Patienten. Bei längeren Eingriffen ist außerdem beobachtet worden, daß die
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CO9-Konzentration im Blut des Patienten über bestimmte
Grenzwerte ansteigt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine chirurgische Spann- oder Hebevorrichtung vorzuschlagen, mit der eine Ausweitung einer
Körperhöhle möglich ist, ohne daß dazu eine Insufflation notwendig wird.
Diese Aufgabe wird bei einer chirurgischen Spann- oder Hebevorrichtung
der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sie ein in den Körperhohlraum einführbares
Rückhalteelement und eine Nadel zum Durchstechen der Körperwand umfaßt und daß das Rückhalteelement eine
Aufnahme für die Nadel aufweist, in welche die Nadel einschiebbar ist und aus der sie durch eine beim Einschieben
erfolgende Verriegelung nicht mehr herausziehbar ist.
Eine derartige chirurgische Spann- oder Hebevorrichtung kann in einfacher Weise dadurch angelegt werden, daß das
Rückhalteelement in den Körper eingeführt wird, beispielsweise durch eine Trokarhülse, und daß von außen her durch
die Körperwand, also beispielsweise die Bauchdecke, eine Nadel derart eingeschoben wird, daß sie in das Rückhalteelement
eindringt und in diesem festgehalten wird. Bei einem Zug an der Nadel wird das Rückhalteelement an die Innenseite
der Körperwand angelegt und hebt diese an, wenn die Nadel weiter vom Körper entfernt wird. Auf diese Weise
kann die Nadel an einer außerhalb des Körpers angeordneten Vorrichtung, beispielsweise einem Stativ, in der gewünschten
Position festgelegt werden, so daß dadurch die Körperwand angehoben und der Körperhohlraum ausgeweitet werden.
Selbstverständlich können mehrere derartige chirurgische
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Spann- oder Hebevorrichtungen aus einem Rückhalteelement und einer Nadel an derselben Körperwand angesetzt werden,
so daß punktweise die Körperwand angehoben werden kann.
Günstig ist es, wenn mit der Nadel ein Zugelement verbunden ist, insbesondere ein Faden. An diesem kann die Nadel in
die gewünschte Position gezogen werden, so daß allein durch den Zug am Zugelement die Körperwand in die gewünschte Position
angehoben werden kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß das Zugelement in unmittelbarer Nachbarschaft der Nadel von
einer Hülse umgeben ist. Dabei ist es günstig, wenn der Außendurchmesser der Hülse dem der Nadel entspricht.
In Einzelfällen kann die Hülse mit der Nadel einstückig ausgebildet sein, es ist aber vorteilhaft, wenn die Hülse
ein von der Nadel getrenntes Bauteil ist. Es können dann sehr kurze Nadeln verwendet werden, die durch die Hülse
beim Einschieben in den Körperhohlraum verlängert werden. Nach dem Einschieben kann die Hülse abgenommen werden, so
daß dann die sehr kurze Nadel im Rückhalteelement aufgenommen wird, so daß bei der Anlage des Rückhalteelementes an
der Innenseite der Körperwand keine Verletzung durch die hervorstehende Nadel erfolgen kann. Trotzdem sind die Nadel
und die Hülse gemeinsam lang genug, die Körperwand zu durchdringen, so daß das Zugelement beim Einschieben der
Nadel mit der Körperwand nicht unmittelbar in Berührung kommt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Nadel zur Verriegelung in der Aufnahme des Rückhalte-
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elementes eine quer zu ihrer Längsrichtung rückspringende Anlagefläche aufweist, diese kann vorzugsweise durch die
hintere Abschlußfläche der Nadel gebildet werden. An dieser Anlagefläche können elastische Rastelemente des Rückhalteelementes
zur Anlage kommen, die beim Einschieben der Nadel freigegeben werden und sich radial nach innen bewegen, so
daß ein Wiederaustritt der Nadel aus der Aufnahme verhindert wird.
Insbesondere kann bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform vorgesehen sein, daß das Rückhalteelement federnde
Zungen trägt, die mit ihren freien Enden an der in die Aufnahme eintretenden Nadel anliegen und durch die Nadel
elastisch in eine Rastposition verschoben werden. Während freie Zungen eine bevorzugte Ausführung für derartige Rastelemente
bilden, versteht es sich, daß auch anders geartete elastische Rasten verwendet werden können, um die Nadel
nach dem Einschieben unlösbar in der Aufnahme festzulegen.
Verwendet man federnde Zungen, so ist es vorteilhaft, wenn diese in der Rastposition mit ihren freien Kanten in Einschubrichtung
am Umfang der Nadel anliegen und kerbend in deren Umfang einschneiden. Bei derartigen Zungen kann eine
Nadel an den freien Kanten vorbeigeschoben werden, wenn die Zungen in Einschubrichtung weisen, in der Gegenrichtung ist
dies jedoch nicht möglich, da sich die freien Kanten in den Umfang der Nadel einschieben und die Nadel an einer weiteren
Verschiebung in der Gegenrichtung hindern.
Bei einer anderen Ausführungsform wird vorgesehen, daß die
federnden Zungen in der Rastposition einen Rastvorsprung des Rückhalteelementes hintergreifen und dadurch in der
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Rastposition festgelegt sind. Gleichzeitig halten die federnden Zungen beispielsweise durch an der Anlagefläche der
Nadel anliegende Vorsprünge, die Nadel in ihrer eingeschobenen Position fest.
Es ist vorteilhaft, wenn das Rückhalteelement knopfförmig
ausgebildet ist. Vorzugsweise befindet sich dann die Aufnahme für die Nadel im Mittelpunkt des knopfförmigen Rückhalteelementes
.
Es sind aber auch Rückhaltelemente möglich, die mehrere Aufnahmen für Nadeln aufweisen, derartige Rückhalteelemente
können beispielsweise stegförmig ausgebildet sein, die Aufnahmen für die Nadeln sind dann in Längsrichtung des Steges
nebeneinander angeordnet. Bei derartigen Rückhalteelementen ist es möglich, die Körperwand zwischen den Einstichstellen
der Nadel brückenförmig zu unterstützen und dadurch gegebenenfalls
die Flächenpressung im Bereich der Rückhalteelemente zu minimieren.
Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn das Rückhalteelement mindestens einen Haltevorsprung für ein Greifwerkzeug
trägt. Ein solches Greifwerkzeug kann beispielsweise durch
eine Trokarhülse in die Körperhöhle eingeführt werden und ergreift das Rückhalteelement, um dieses aus der Körperhöhle
zu entfernen, wenn es dort nicht mehr benötigt wird. Dabei wird auch das an der Nadel gehaltene Zugelement, insbesondere
der Faden, in das Innere der Körperhöhle eingezogen und danach durch das Greifwerkzeug aus der Körperhöhle entfernt
.
Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn das Rückhalteele-
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ment bei eingeschobener Nadel eine diese oder das anschließende Zugelement umgebende, quer zu diesen verlaufende,
im wesentlichen ebene Stützfläche bildet. Dadurch ergibt sich eine besonders schonende Anlage an der Innenseite
der Körperwand, die zudem so großflächig wie möglich ist.
Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Positionieren der vorstehend beschriebenen
chirurgischen Spann- oder Hebevorrichtung anzugeben.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sie einen Arm zur lösbaren Aufnahme mindestens eines Rückhalteelementes
und eine beweglich mit diesem verbundene Halterung für die lösbare Aufnahme der Nadel aufweist und daß
der Arm und die Halterung derart gegeneinander bewegbar sind, daß eine Nadel dabei in eine Aufnahme des Rückhalteelementes
einführbar ist.
Es wird also ein Instrument vorgesehen, das ein Rückhalteelement und eine Nadel beweglich zueinander so positioniert,
daß beim Schließen des Instrumentes die Nadel in das Rückhalteelement eingeführt wird. Zum Anlegen wird der Teil
des Instrumentes, der das Rückhalteelement trägt, durch eine Öffnung in den Körperhohlraum eingeführt, der Teil, der
die Nadel hält, bleibt außerhalb des Körpers. Beim Schliessen des Instrumentes wird die Nadel durch die Körperwand
hindurchgestoßen und durch die Führung des Instrumentes genau in die Aufnahme des Rückhalteelementes eingeschoben.
Der Benutzer muß keinerlei Positionierung der Nadel vornehmen, diese erfolgt durch das Instrument zwangsläufig.
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Nach dem Einführen der Nadel in das Rückhalteelement werden sowohl das Rückhalteelement als auch die Nadel von der Positioniervorrichtung
gelöst und können dann in der beschriebenen Weise zum Anheben der Körperwand verwendet werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Arm ein Magazin trägt, in dem mehrere Rückhalteelemente
lösbar gehalten sind, und daß das Magazin und die Nadel derart relativ zueinander an der Vorrichtung verschiebbar
sind, daß die Nadel gegenüber verschiedenen Rückhalteelementen des Magazins ausrichtbar ist. Dadurch wird es möglich,
mit demselben Instrument mit einer Ladung des Magazins mehrere derartige Spann- oder Hebevorrichtungen zu
setzen, ohne daß die Positioniervorrichtung insgesamt aus dem Körper entfernt werden muß.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Rückhalteelement im Magazin durch Haltemittel gehalten ist, die durch das Einschieben
der Nadel in das Rückhalteelement gelöst werden. Dadurch wird das Rückhalteelement automatisch freigegeben,
sobald die Nadel in die Rastposition im Rückhalteelement eingeschoben ist, das Instrument kann dann gleich für das
Anlegen des nächsten Rückhalteelementes verwendet werden. Bis zum vollständigen Einschieben der Nadel jedoch bleibt
das Rückhalteelement sicher im Magazin gehalten und kann nicht verlorengehen.
Es wäre andererseits auch möglich, an der Positioniervorrichtung selbst eine Lösevorrichtung vorzusehen, die das
Rückhalteelement freigibt, sobald sie von der Außenseite des Körpers her betätigt wird.
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Insbesondere kann vorgesehen sein, daß das Magazin am Arm schrittweise verschiebbar gelagert ist. Nach dem Anlegen
eines Rückhalteelementes wird das Magazin um einen Schritt weitergeschoben, so daß das nächste Rückhalteelement in die
Einstechbahn der nächsten Nadel geschoben wird.
Insbesondere ist vorzusehen, daß der Arm, das oder die Rückhalteelemente und gegebenenfalls das Magazin einen Aussendurchmesser
aufweisen, der kleiner ist als der Innendurchmesser einer in die Körperwand einschiebbaren Trokarhülse.
Insbesondere wird dieser Außendurchmesser in der Regel kleiner als 10 mm sein, so daß mit einer Trokarhülse
mit einem Innendurchmesser von 10 mm der Arm der Positioniervorrichtung und das gefüllte Magazin eingeschoben werden
können. Umgekehrt kann durch diese Trokarhülse nach Beendigung der Operation das Rückhalteelement mit einem geeigneten
Greifwerkzeug wieder herausgezogen werden.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der
näheren Erläuterung. Es zeigen:
Figur 1 : eine schematische Ansicht einer Körperhöhle mit einer Körperwand, die durch
vier erfindungsgemäße Spann- und Hebevorrichtungen angehoben wird;
Figur 2 : eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Positionieren einer chirurgischen
Spann- oder Hebevorrichtung mit einem in den Körperhohlraum eingeschobenen
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Magazin für Rückhalteelemente und mit einer in die Vorrichtung eingesetzten Nadel
zum Durchstechen einer Körperwand;
Figur 3 : eine Ansicht ähnlich Figur 2 nach dem
Einführen einer Nadel in ein Rückhalteelement und dem Herauslösen des Rückhalteelementes
aus dem Magazin der Positioniervorrichtung ;
Figur 4 : eine Ansicht ähnlich Figur 2 nach der Abnahme einer Hülse vom Zugelement der Nadel
und dem Herausziehen des Zugelementes aus der Positioniervorrichtung;
Figur 5 : eine Längsschnittansicht eines bevorzugten Ausführungsbexspieles eines Rückhalteelementes
kurz vor dem Einschieben einer Nadel einer chirurgischen Spann- oder Hebevorrichtung und
Figur 6 : eine Ansicht ähnlich Figur 5 mit in das Rückhalteelement eingeschobener Nadel
nach dem Herauslösen aus dem Magazin und nach der Anlage an der Innenseite einer
Körperwand.
Die wesentlichen Teile der chirurgischen Spann- oder Hebevorrichtung
sind ein knopfförmiges Rückhalteelement 1, eine in dieses einschiebbare Nadel 2 und ein an der Nadel gehaltenes
Zugelement 3. Das Rückhalteelement 1 hat die Form eines Knopfes und wird in einer weiter unten näher beschrie-
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benen Art in das Innere einer Körperhöhle 4 eines Patienten eingeführt. Die Nadel 2 wird durch eine Körperwand 5 der
Körperhöhle 4, beispielsweise durch eine Bauchdecke, hindurchgestoßen und derart in das Rückhalteelement 1 eingeschoben,
daß die Nadel 2 im Rückhalteelement 1 dauerhaft festgelegt wird.
Mit dem an der Nadel befestigten Zugelement 3, das vorzugsweise als Faden ausgebildet ist, läßt sich jetzt das Rückhalteelement
1 im Inneren der Körperhöhle 4 nach außen ziehen, wobei es sich an die Innenseite der Körperwand .5 anlegt
und diese schließlich anhebt und aufwölbt. In der gewünschten angehobenen Position werden Nadel 2 und Rückhalteelement
1 festgelegt, beispielsweise dadurch, daß die fadenförmigen Zugelemente 3 an einem Stativ 6 befestigt
werden (Figur 1). Es ist dadurch möglich, bei einem auf einem Operationstisch 7 liegenden Patienten 8 beispielsweise
die Bauchdecke punktweise anzuheben und dadurch die Körperhöhle 4 in der gewünschten Weise aufzuweiten.
In den Figuren 5 und 6 sind bevorzugte Ausführungsbeispiele knopfförmiger Rückhalteelemente 1 dargestellt, in die eine
Nadel 2 eingeschoben werden kann.
Diese Rückhalteelemente 1 umfassen einen knopfförmigen
Grundkörper 9 mit einer nach unten abstehenden, sich nach unten hin verdickenden Verlängerung 10, die aus einzelnen,
elastisch radial nach außen biegbaren Abschnitten 11 bestehen und die eine zentrale Öffnung 12 zur Aufnahme einer Nadel
2 umgeben. Der Grundkörper 9 hat somit eine kelchartige Form mit einem durch die Verlängerung 10 gebildeten Fuß und
einer flachen, an der Oberseite des Fußes angeordneten
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Schale, in die ein Ringkörper 13 eingesetzt ist, der längs seines Umfanges eine Vielzahl von schräg nach oben weisenden
Armen 14 trägt. Der Ringkörper 13 ist aus einem elastischen Kunststoffmaterial hergestellt und wird in der Schale
des Grundkörpers 9 durch eine elastische Verrastung gehalten, dazu weist der Grundkörper 9 an seinem oberen Rand einen
Rastvorsprung 15 und der Ringkörper 13 an seinem Außenrand eine komplementäre Rastausnehmung 16 auf.
In geringem Abstand vom freien Ende der Arme 14 des Ringkörpers 13 trägt jeder Arm 14 etwa senkrecht nach unten abstehend
einen Steg 17, der wie alle Stege 17 aller Arme in einer die zentrale Öffnung 12 umgebenden und am Boden
der Schale des Grundkörpers 9 angeordneten Nabe 18 endet. Der Ringkörper 13, die Arme 14, die Stege 17 und die Nabe
18 sind einstückig ausgebildet.
Die Nabe 18 weist eine zentrale, sich nach unten konisch verengende Aufnahmeöffnung 19 für die Nadel 2 auf, die so
eng ist, daß die Nadel 2 nicht durch diese Öffnung hindurchtreten kann, sondern die Nabe 18 beim Einschieben in
die Aufnahmeöffnung 19 mit zur Unterseite des Grundkörpers 9 verschiebt.
Bei einer solchen Verschiebung der Nabe 18 tritt diese in die zentrale Öffnung 12 des Grundkörpers 9 ein und biegt
dabei die Abschnitte 11 der Verlängerung 10 radial auseinander. Dies wird dadurch erleichtert, daß die Nabe 18 an
ihrem unteren Rand 20 abgeschrägt ist und mit diesem abgeschrägten Teil an einer entsprechenden Abschrägung 21 der
Abschnitte 11 anliegt.
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Das Einschieben der Nabe 18 erfolgt so weit, bis an der Oberseite der Nabe 18 radial nach außen abstehende Rastnasen
22 in eine ringförmige Rastnut 23 an der Innenseite der Abschnitte 11 der Verlängerung 10 einrasten und damit verhindern,
daß die Nabe 18 in umgekehrter Richtung wieder aus der zentralen Öffnung 12 nach oben ausgeschoben werden kann.
In dieser tiefen Rastposition der Nabe 18 werden auch die Arme 14 des Ringkörpers 13 durch die die Arme 14 mit der
Nabe 18 verbindenden Stege 17 in die Schale des Grundkörpers 9 eingeschwenkt, bis sie im wesentlichen die Schale
horizontal verschließen (Figur 6). Dabei legen sich die freien Enden der Arme 14, die geringfügig über den Ansatz
der Stege 17 hervorstehen, an eine rückwärtige Anschlagfläche 24 der Nadel 2 an und fixieren diese dadurch in axialer
Richtung in der eingeschobenen Position. In dieser eingeschobenen Position befindet sich die Nadel 2 in einem Aufnahmeraum,
der von der Nabe 18, den diese umgebenden Stegen 17 und den freien Enden der Arme 14 begrenzt wird, in dieser
Rastposition wird die Nadel 2 dauerhaft im Inneren des Rückhalteelementes 1 festgehalten, da die Nabe 18 durch die
Rastnasen 22 in der Rastnut 23 fixiert ist.
In dieser eingeschobenen Position decken die Arme 14 des Ringkörpers 13 das Rückhalteelement 1 auf der Oberseite horizontal
ab, die Nadel 2 befindet sich im Inneren des Rückhalteelementes 1 und steht nicht nach oben vor, und die Arme
14 bilden somit eine im wesentlichen horizontale Anlageflache
25, welche das fadenförmige Zugelement 3 umgibt, das mit der im Rückhalteelement 1 gefangenen Nadel 2 verbunden
ist.
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Die nach unten vorstehende, sich verdickende Verlängerung 10 des Grundkörpers 9 bildet einen Vorsprung, an dem ein in
den Körper eingeführtes Greifinstrument angreifen kann, beispielsweise eine Rohrschaftzange, deren Greifarme zwischen
der verdickten Verlängerung 10 und der Schale des Grundkörpers eingreifen kann. Dadurch läßt sich das Rückhalteelement
1 sicher ergreifen und bei Bedarf wieder aus der Körperhöhle entfernen.
Grundsätzlich könnte das Rückhalteelement auch mit einem solchen Greifwerkzeug durch eine Trokarhülse oder durch einen
kleinen Einschnitt in die Körperhöhle eingeführt werden, und der Operateur könnte dann von Hand die Nadel 2
durch die Körperwand 5 hindurchstoßen und die Nadel in das Rückhalteelement 1 einschieben. Ein in dieser Weise angelegtes
Rückhalteelement 1 könnte in der oben beschriebenen Weise Verwendung finden, jedoch ist natürlich eine solche
manuelle Einführung der Nadel in das Rückhalteelement 1 unter Umständen kompliziert, da der Operateur von außen her
mit der Nadel die Einführöffnung im Rückhalteelement 1 treffen muß.
Wesentlich erleichtert wird das Anlegen durch eine Positioniervorrichtung,
wie sie in den Figuren 2 bis 4 dargestellt ist. Eine solche Vorrichtung weist einen Arm 26 auf, dessen
freies Ende ein Magazin 27 für eine Anzahl von Rückhalteelementen 1 trägt. Der Außendurchmesser des Armes 26 und
des Magazines 27 ist so klein gewählt, daß der Arm mit dem Magazin und den Rückhalteelementen durch eine Öffnung der
Körperwand in die Körperhöhle eingeschoben werden kann, vorzugsweise erfolgt diese Einführung durch eine Trokarhülse
28, die in die Körperwand 5 eingesetzt ist.
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Der Arm 26 ist mit einem Rahmen 29 der Positioniervorrichtung verbunden und kann gegenüber diesem Rahmen 29
schrittweise vorgeschoben werden, wobei die Position des Magazines 27 relativ zum Rahmen 29 durch einen Raststift 30
am Rahmen 29 genau definiert wird.
Am Rahmen 29 ist eine Halterung 31 verschiebbar gelagert, in die die Nadel 2 mit einem fadenförmigen Zugelement 3
lösbar eingesetzt werden kann. Die Halterung 31 kann am Rahmen 29 mittels eines schwenkbar gelagerten Betätigungshebels
32 in senkrechter Richtung verschoben werden, wobei der Verschiebeweg genau ausgerichtet ist mit einem Rückhalteelement
1 im Magazin 27 des Armes 26.
Zum Einsetzen der Nadel 2 und des Zugelementes 3 in die Halterung 31 wird über das fadenförmige Zugelement 3 eine
rohrförmige Hülse 33 gezogen, deren Außendurchmesser dem der Nadel 2 entspricht und der praktisch als Verlängerung
der Nadel 2 wirkt. Diese Hülse 33 umgibt das fadenförmige Zugelement 3 in der Halterung 31 und ermöglicht es, die Nadel
2 und die Hülse 33 exakt zu positionieren.
Bewegt man die Halterung 31 durch den Betätigungshebel 32 nach unten, so wird die in der Halterung 31 gehaltene Nadel
2 durch die Körperwand 5 gestoßen und exakt in das Rückhalteelement 1 eingeführt, bis die Nadel 2 die oben beschriebene
Rastposition erreicht hat.
Gleichzeitig wird durch das Einschieben der Nadel eine Verriegelung
des Rückhalteelementes 1 im Magazin 27 gelöst, so daß das Rückhalteelement 1 freigegeben wird. Diese Verrie-
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gelung des Rückhalteelementes 1 im Magazin 27 umfaßt einen scheibenförmigen Vorsprung 34, der in einigem Abstand vom
Arm 26 an einer Haltestange 35 angeordnet ist und der in eine komplementäre Ausnehmung 36 an der Innenseite der Abschnitte
11 der Verlängerung 10 eingreift.
Beim Auseinanderbiegen der Abschnitte 11 gibt jedoch die Ausnehmung 36 den scheibenförmigen Vorsprung 34 frei, so
daß das Rückhalteelement 1 von dieser Verriegelung abgenommen werden kann und vom Magazin frei ist. Es ist somit sichergestellt,
daß das Rückhalteelement 1 erst freigegeben wird, wenn die Nadel 2 in der Rastposition im Rückhalteelement
1 eingeschoben ist, anderenfalls verbleibt das Rückhalteelement 1 im Magazin 27.
Nach dem Einschieben der Nadel 2 in ein Rückhalteelement 1 und der Freigabe desselben vom Magazin 27 wird die Hülse 33
in der in Figur 4 dargestellten Weise nach oben abgezogen und aus der Positioniervorrichtung entnommen, das fadenförmige
Zugelement 3 wird ebenfalls aus der Halterung 31 herausgezogen und kann nunmehr in der oben beschriebenen Weise
beispielsweise an einem Stativ 6 befestigt werden.
Zum Einsetzen des nächsten Rückhalteelementes 1 wird erneut eine Nadel 2 mit Zugelement 3 und Hülse 33 in die Halterung
31 eingesetzt, das Magazin 27 wird um einen Schritt vorgeschoben, und dann erfolgt erneut ein Schließen der Positioniervorrichtung,
wobei dann die Nadel 2 in das nächste Rückhalteelement 1 des Magazins 27 eingeschoben wird.
Auf diese Weise kann das Magazin 27 schrittweise abgearbeitet werden, bis alle darin enthaltenen Rückhalteelemente 1
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in der gewünschten Weise mit einer Nadel und einem Zugelement verbunden sind.
Die Positioniervorrichtung wird anschließend aus der Trokarhülse 28 herausgezogen, durch diese Trokarhülse 28 können
dann im Verlaufe der Operation übliche Instrumente in die ausgeweitete Körperhöhle eingeführt werden.
Nach Beendigung der Operation werden die Rückhalteelemente 1 in der beschriebenen Weise durch ein Greifwerkzeug erfaßt
und durch die Trokarhülse 28 aus der Körperhöhle entfernt, wobei das fadenförmige Zugelement 3 in die Körperhöhle hinein
und dann durch die Trokarhülse 28 wieder aus ihr herausgezogen wird. Selbstverständlich ist es dabei möglich,
das fadenförmige Zugelement 3 vor der Entfernung zu kürzen.
Claims (1)
- A 52 279 U Anmelderin: AESCULAP AGU-214 Am Aesculap-Platz9. Mai 1995 78501 TuttlingenSCHUTZANSPRUCHE1. Chirurgische Spann- oder Hebevorrichtung für eine einen Körperhohlraum einschließende Körperwand, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein in den Körperhohlraum (4) einführbares Rückhalteelement (1) und eine Nadel (2) zum Durchstechen der Körperwand (5) umfaßt und daß das Rückhalteelement (1) eine Aufnahme (19) für die Nadel (2) aufweist, in welche die Nadel (2) einschiebbar ist und aus der sie durch eine beim Einschieben erfolgende Verriegelung (14; 24) nicht mehr herausziehbar ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Nadel (2) ein Zugelement (3) verbunden ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (3) ein Faden ist.4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (3) in unmittelbarer Nachbarschaft der Nadel (2) von einer Hülse (33) umgeben ist.ag &iacgr; :*·:*: &idigr; : &aacgr;9. Mai 1995 u- 18 -5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der Hülse (33) dem der Nadel (2) entspricht.6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (33) ein von der Nadel (2) getrenntes Bauteil ist.7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (2) zur Verriegelung in der Aufnahme (19) des Rückhalteelementes (1) eine quer zu ihrer Längsrichtung rückspringende Anlagefläche (24) aufweist.8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche (24) durch die hintere Abschlußfläche der Nadel (2) gebildet wird.9. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückhalteelement (1) federnde Zungen (14) trägt, die mit ihren freien Enden an der in die Aufnahme (19) eintretenden Nadel (2) anliegen und durch die Nadel (2) elastisch in eine Rastposition verschoben werden.AESCULAP AG I X "t * I ? : fA*S227S u9. Mai 1995 "- 19 -10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die federnden Zungen (14) in der Rastposition mit ihren freien Kanten in Einschubrichtung am Umfang der Nadel (2) anliegen und kerbend in deren Umfang einschneiden.11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die federnden Zungen (14) in der Rastposition einen Rastvorsprung (23) des Rückhalteelementes (1) hintergreifen und dadurch in der Rastposition festgelegt sind.12. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückhalteelement (1) knopfförmig ausgebildet ist.13. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückhalteelement (1) mindestens einen Haltevorsprung (10) für ein Greifwerkzeug trägt.14. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückhalteelement (1) bei eingeschobener Nadel (2) eine diese oder das anschließende Zugelement (3) umgebende, quer zu diesen verlaufende, im wesentlichen ebene Stützfläche (25) bildet.• ·AESCULAP AG &Idigr; i9. Mai 1995 **- 20 -15. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Rückhalteelement (1) mehrere Aufnahmen (19) für Nadeln (2) angeordnet sind.16. Vorrichtung zum Positionieren der chirurgischen Spann- oder Hebevorrichtung der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Arm (26) zur lösbaren Aufnahme mindestens eines Rückhalteelementes(1) und eine beweglich mit diesem verbundene Halterung (31) für die lösbare Aufnahme der Nadel (2) aufweist und daß der Arm (26) und die Halterung (31) derart gegeneinander bewegbar sind, daß eine Nadel(2) dabei in eine Aufnahme (19) des Rückhalteelementes (1) einführbar ist.17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (26) ein Magazin (27) trägt, in dem mehrere Rückhalteelemente (1) lösbar gehalten sind, und daß das Magazin (27) und die Nadel (2) derart relativ zueinander an der Vorrichtung verschiebbar sind, daß die Nadel (2) gegenüber verschiedenen Rückhalteelementen (1) des Magazins (27) ausrichtbar ist.18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückhalteelement (1) im Magazin (27) durch Haltemittel (34, 36) gehalten ist, die durch das Einschieben der Nadel (2) in das Rückhalteelement (1) gelöst werden.AESCULAP AG ·„! !I! *·..*,„· *A*^2«??^ u9. Mai 1995 u-234- 21 -19. Vorrichtung nach Anspruch 16, 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin (27) am Arm (26)
schrittweise verschiebbar gelagert ist.20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (26), das oder die Rückhalteelemente (1) und gegebenenfalls das Magazin (27) einen Außendurchmesser aufweisen, der kleiner
ist als der Innendurchmesser einer in die Körperwand (5) einschiebbaren Trokarhülse (28).
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| DE29507637U DE29507637U1 (de) | 1995-05-09 | 1995-05-09 | Chirurgische Spann- und Hebevorrichtung |
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|---|---|---|---|
| DE29507637U DE29507637U1 (de) | 1995-05-09 | 1995-05-09 | Chirurgische Spann- und Hebevorrichtung |
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ID=8007768
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| DE29507637U Expired - Lifetime DE29507637U1 (de) | 1995-05-09 | 1995-05-09 | Chirurgische Spann- und Hebevorrichtung |
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| DE (1) | DE29507637U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000030549A1 (de) * | 1998-11-20 | 2000-06-02 | Synthes Ag Chur | Retraktionsplatte für weichteile |
-
1995
- 1995-05-09 DE DE29507637U patent/DE29507637U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000030549A1 (de) * | 1998-11-20 | 2000-06-02 | Synthes Ag Chur | Retraktionsplatte für weichteile |
| US6733443B2 (en) | 1998-11-20 | 2004-05-11 | Synthes (Usa) | Retraction plate for soft-tissue parts |
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