DE29505377U1 - Natursteinmauer - Google Patents
NatursteinmauerInfo
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Classifications
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- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D29/00—Independent underground or underwater structures; Retaining walls
- E02D29/02—Retaining or protecting walls
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
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-
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Description
Egon ZIEGER
Natursteinmauer
BESCHREIBUNG
BESCHREIBUNG
Die vorliegende Neuerung bezieht sich auf eine Natursteinmauer nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Zur Begrenzung und Gestaltung von Gartenanlagen und/oder als Schallschutz werden
häufig Mauern benötigt. Solche Mauern bilden üblicherweise einen mehr oder weniger
starken Blickfang, und stellen den Bauherrn immer wieder vor das Problem, die betreffende Mauer optisch attraktiv zu gestalten. Mit zunehmendem Naturbewußtsein
der menschlichen Gesellschaft hat sich das Bedürfnis entwickelt, derartige Mauern
wenigstens in ihrem Erscheinungsbild der sie umgebenden Natur anzupassen und sie
beispielsweise aus Natursteinen aufzubauen. Damit geht jedoch ein erhöhter technischer
und zeitlicher Arbeitsaufwand einher, verbunden mit erhöhten Kosten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist deshalb die Bereitstellung einer Natursteinmauer,
die auf einfache und relativ kostengünstige Art und Weise an nahezu jedem beliebigen
Ort erstellt werden kann, und deren optisches Erscheinungsbild den jeweiligen Bedürfhissen in höchstem Maße entspricht.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1
angegebene Lehre gelöst.
Die erfindungsgemäße Natursteinmauer in Gestalt eines Fertigbauteils mit einem
flächigen, gitterförmigen Traggestell, das sich entlang der Rückwand der Mauer erstreckt, und an dessen dem Betrachter zugewandter Oberfläche (Sichtfläche) im
Mauerverbund angeordnete Natursteine befestigt sind, kann an jedem beliebigen Ort
aufgebaut werden. Die Herstellung als Fertigbauteil gewährleistet eine optimale Stabilität
und ein makelloses, in weiten Grenzen frei wählbares Erscheinungsbild. Der Aufbau vor
Ort geht um ein vielfaches schneller, als dies bei einem herkömmlichen Mauerbau der
Fall ist, und die Beeinträchtigung des umgebenden Geländes durch die Aufbauaktionen
ist ebenfalls im Vergleich deutlich geringer.
Das Traggestell ist vorzugsweise ein orthogonales Gitter. Ein solches Gitter
gewährleistet ein Höchstmaß an Stabilität bei vergleichsweise geringem Eigengewicht
und bietet eine Vielzahl von Verbindungspunkten fur die daran zu befestigenden Natursteine.
Gemäß einer besonders günstigen Variante der Erfindung ist das Traggestell als
Betonfertigteil hergestellt.
Zur Erhöhung der Stabilität kann dieses Betonfertigteil mit Stahl einlagen bewehrt sein.
In einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung sind die einzelnen Natursteine
jeweils mit wenigstens einem Verankerungselement versehen, das zur punktuellen Befestigung an dem Traggestell dient. Damit ist die Befestigung der Steine an dem
Traggitter gleichzeitig besonders sicher und einfach zu bewerkstelligen. Um die Verankerungselemente ebenso sicher und einfach in den Natursteinen zu befestigen, ist
vorzugsweise in jedem Naturstein wenigstens ein Bohrloch ausgebildet, in dem ein
Verankerungselement, beispielsweise ein Dübel fixiert werden kann. Das Verankerungselement kann in dem Bohrloch mit dem Naturstein verklebt sein, um
eine sichere Verbindung zu gewährleisten.
Die Natursteine werden auf besonders einfache Art und Weise mit dem Traggitter
dadurch verankert, daß sie bei der Fertigung des Betongitters in den noch nicht ausgehärteten Beton gedrückt und damit quasi in diesen einbetoniert werden.
Das Fertigteil kann auch ein Zuschnitt aus einer entsprechenden Endlosware sein. Damit
ergibt sich der Vorteil einer wirtschaftlich günstigen Produktion, wobei zusätzlich das
Fertigteil den jeweiligen spezifischen Bedürfhissen entsprechend zugeschnitten werden
Die Fugen zwischen den im Mauerverbund angeordneten Natursteinen können mit Erde
verfüllt werden.
Das erfindungsgemäße Fertigteil einer Natursteinmauer kann entweder freistehend, oder
in einem beliebigen Winkel &agr; an einen Hang angestellt fixiert werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigen
Fig. 1: eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Natursteinmauer als Fertigteil;
Fig. 2: einen Axialschnitt durch ein Verankerungselement der Natursteinmauer Fig.3: eine Frontalansicht einer erfindungsgemäßen Natursteinmauer; und
Fig. 4: eine Seitenansicht auf eine an einem Steilhang anliegende Natursteinmauer.
Die in Fig. 1 dargestellte Natursteinmauer 2 besteht aus einem Traggestell 4 in Form
eines flächigen Betongitters 4 mit orthogonal zueinander angeordneten, im gezeichneten
Ausführungsbeispiel trapezförmigen Gitterstäben 6, 8 . Die Betongitterstäbe 6, 8 können
mit Stahleinlagen 10 bewehrt sein und das Betongitter 4 als Ganzes bildet die Rückseite
der erfindungsgemäßen Natursteinmauer 2.
Auf der dem Betrachter zugewandten Oberfläche (Sichtfläche) des Betongitters 4 sind
rechteckig geformte Natursteine 12 oder sog. Bio-Riegel, d.h. aus Recyclingmaterial
hergestellte Steinkörper 12 , im Mauerverbund übereinander angeordnet. Die einzelnen
Steine 12 sind an ihrer dem Gitter zugewandten Oberfläche mit einer Sackbohrung 14
versehen, in der ein Verankerungselement 16 in Gestalt eines Dübels 16 fest einsitzt. Um
ein unbeabsichtigtes Lösen des Dübels 16 zu vermeiden, ist er mit der Wandung des
Bohrlochs 14 verklebt. Mit dem aus dem Stein vorstehenden, zylindrischen Dübelabschnitt 18 ist der Naturstein 12 in einer Verstrebung 6, 8 des Betongitters 4
verankert.
• ·
In dem hier dargestellten Beispiel wird diese Verankerung in Form einer Einbetonierung
des vorstehenden Dübelabschnitts 18 in die Gitterverstrebungen 6, 8 realisiert, wobei
diese Einbetonierung vorzugsweise bei der Herstellung des Betongitters 4 erfolgt,
indem die entsprechend vorbereiteten Natursteine 12 mit ihren vorstehenden
Dübelabschnitten 18 in den noch nicht ausgehärteten Beton der Betongitterstäbe 6,8
eingedrückt werden.
Je nach Größe des Natursteins 12 können auch mehrere Dübel 16 vorgesehen sein, um
den Stein 12 an mehreren komplementären Positionen in einer oder auch mehreren, einander benachbarten Verstrebungen 6,8 des Betongitters 4 zu verankern.
Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Befestigung eines Natursteins 12 mit einem
Betonträgergitter 4 im Detail. Die Darstellung zeigt einen vertikalen Axialschnitt durch
eine Natursteinmauer 2 im Bereich eines Verankerungselements 16 , d.h. eines
Dübels 16, mit daran befestigtem Naturstein 12 - und zwar als Schnitt durch den
Kreuzungspunkt eines vertikalen 8 mit einem horizontalen Gitterstab 6. Der horizontale
Gitterstab 6 ist im Querschnitt trapezförmig und mit einer etwa dreieckförmigen,
Armierstähle 11 einschließenden Stahleinlage 10 bewehrt. An seiner breitesten, zur
Steinauflage hinweisenden Grundfläche 20 liegt ein im wesentlichen quaderförmiger
Naturstein 12 mit einer Längsseite 13 flächig an. In dem Naturstein 12 ist eine
Sackbohrung 14 ausgebildet, deren Tiefe etwa die halbe Breite des Steins 12 beträgt. In
dieser Bohrung 14 sitzt ein Dübel 16 formschlüssig ein. Die Dübellänge beträgt etwa das
Doppelte der Bohrlochlänge 14. Zur sicheren Befestigung ist der Dübel 16 mit der
Steinwand des Bohrlochs 14 verklebt, wobei als Kleber beispielsweise ein Epoxidharz
verwendet werden kann. Der über den Stein vorstehende Dübelabschnitt 18 steckt in
dem aufliegenden Gitterstab 6, 8 etwa auf Höhe der Mittellinie der betreffenden
Gitterstabgrundfläche 20 und wird durch die Haftkräfte des ausgehärteten Betons gehalten.
Die erfindungsgemäße Natursteinmauer 2 kann in allen üblicherweise erforderlichen
Höhen und Längen hergestellt werden. Ebensogut kann sie als Endloselement erstellt
werden, das anschließend wunschgemäß zurecht geschnitten wird. Die derartig
vorgefertigte Natursteinmauer 2 wird am Zielort montiert — beispielsweise in den
Boden eingelassen (freistehende Mauer) oder an eine Böschung angelehnt
(Hangverkleidung). Nach erfolgtem Aufbau vor Ort werden die Fugen 22 zwischen den
Steinen 12 des Mauerverbunds mit Erde 24 ausgefüllt und gegebenenfalls mit Lehm
verputzt (Fig. 3).
In Fig. 4 ist die Verkleidung eines Steilhangs mit einer Natursteinmauer 2 dargestellt.
Zur sicheren Befestigung der erfindungsgemäßen Natursteinmauer 2 an dem Steilhang
ist am Hangfuß 28 ein Fundament 30 ausgebildet, in dem die Längsstäbe 6 des Betongitters 4 s festgelegt sind. Nahe der Oberkante 32 des Steilhangs ist ein
Widerlager 34 vorgesehen, an dem die dort verlaufenden Quer- und Längsstäbe 6, 8 des
Trägergitters 4 festgelegt sind. Ein Verrutschen oder Abkippen der Natursteinmauer 2
von dem Steilhang ist damit verhindert, und zwar unabhängig davon, in welchem
Neigungswinkel die Natursteinmauer 2 angelegt ist. Um Unebenheiten des Steilhangs
auszugleichen, ist der Hohlraum zwischen der Natursteinmauer 2 und dem Steilhang mit
Erde 36 verfullt.
"Bio-Mauer"
2 Natursteinmauer
4 Traggestell, Betongitter
6 horizontaler Gitterstab, Gitterverstrebung
8 vertikaler Gitterstab, Gitterverstrebung
10 Stahlleinlage
11 Armierungsstahl
12 Naturstein
13 Längsseite
14 Sackbohrung
16 Verankerungselement, Dübel
18 vorstehender Dübelab schnitt
20 Grundfläche des Gitterstabs
22 Fuge
24 Erde
26 Steilhang
28 Hangfuß
30 Fundament
32 Oberkante
34 Widerlager
36 Erde
Claims (12)
1. Natursteinmauer, dadurch gekennzeichnet,
daß sie als Fertigbauteil in Form eines ebenen, gitterförmigen Traggestells (4)
ausgebildet ist, an dessen einer Oberfläche (Sichtfläche) im Mauerverbund angeordnete Natursteine (12) befestigt sind.
2. Natursteinmauer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (4) als orthogonales Gitter ausgebildet ist ist.
3, Natursteinmauer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Traggestell (4) ein Betonfertigteil ist.
4. Natursteinmauer nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, daß das Betonfertigteil mit Stahleinlagen (10) bewehrt ist
5. Natursteinmauer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,,
daß die Natursteine (12) jeweils wenigstens ein Verankerungselement (16) zur
Befestigung an dem Traggestell (4) aufweisen.
6. Natursteinmauer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Naturstein (12) wenigstens ein Bohrloch (14) aufweist, in dem ein
Verankerungselement (16) festlegbar ist.
7. Natursteinmauer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verankerungselement (16) ein Dübel ist.
8. Narursteinmauer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verankerungselement (16) in dem Bohrloch (14) mit dem Naturstein (12)
verklebt ist.
9. Natursteinmauer nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch gekennzeichnet,
daß die Natursteine (12) über das/die Verankerungselement/e (16) in dem
Traggestell (4) einbetoniert sind
10. Natursteinmauer nach einem der Ansprüche 1 bis 9 , dadurch gekennzeichnet,
daß das Fertigteil ein Zuschnitt aus einer entsprechenden Endlosware ist.
11. Natursteinmauer nach einem der Ansprüche 1 bis 10 , dadurch gekennzeichnet,
daß die Fugen (22) zwischen den im Mauerverbund angeordneten Natursteinen (12)
mit Erde (24) verfüllt sind.
12. Natursteinmauer nach einem der Ansprüche 1 bis 11 „ dadurch gekennzeichnet,
daß sie freistehend oder in einem beliebigen Winkel &agr; an einen Hang anstellbar ist.
• ·
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29505377U DE29505377U1 (de) | 1995-03-30 | 1995-03-30 | Natursteinmauer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29505377U DE29505377U1 (de) | 1995-03-30 | 1995-03-30 | Natursteinmauer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29505377U1 true DE29505377U1 (de) | 1995-08-10 |
Family
ID=8006098
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29505377U Expired - Lifetime DE29505377U1 (de) | 1995-03-30 | 1995-03-30 | Natursteinmauer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29505377U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19748452A1 (de) * | 1997-11-03 | 1999-05-06 | Guenther Geyer | Industriell vorfertigbares Wandelement, insbesondere für Wohnhäuser |
| DE10121591C1 (de) * | 2001-05-03 | 2002-11-14 | Juergen Rothermel | Fertigteilbauelement |
-
1995
- 1995-03-30 DE DE29505377U patent/DE29505377U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19748452A1 (de) * | 1997-11-03 | 1999-05-06 | Guenther Geyer | Industriell vorfertigbares Wandelement, insbesondere für Wohnhäuser |
| DE10121591C1 (de) * | 2001-05-03 | 2002-11-14 | Juergen Rothermel | Fertigteilbauelement |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19950921 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 19990125 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20020313 |
|
| R158 | Lapse of ip right after 8 years |
Effective date: 20031001 |