DE29504647U1 - Anschlußdichtung zur Abdichtung des Überganges zwischen einer Anschlußleitung und PE-Rohren - Google Patents
Anschlußdichtung zur Abdichtung des Überganges zwischen einer Anschlußleitung und PE-RohrenInfo
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Description
Anschlußdichtung zur Abdichtung des Überganges zwischen
einer Anschlußleitung und PE-Rohren
Die Neuerung betrifft eine Anschlußdichtung für die Anschiußsanierung bei PE-Rohren
oder Rohren, die mit PE-Linern saniert sind, um z.B. Zuflußleitungen mit der mit PE-Material sanierten bzw. aus PE-Rohren bestehende Sammelleitung dichtend
zu verbinden.
Leitungsnetze, insbesondere für das Abwasser unterliegen einer natürlichen
Alterung. Die Folgen sind z.B. Ablagerungen, Korrosionsschäden, undichte
Muffenverbindungen und ausgebrochene bzw. undichte Einlaufe. Undichte
Abwasserkanäle und Versorgungsleitungen haben nachteilige Auswirkungen auf
Boden und Grundwasser.
Derartige defekte Abwasserleitungen bzw. Sammelleitungen werden durch das
Relinen der Leitungen mit PE-HD Rohren oder PE-beschichteten Schläuchen (PE-Liner)
saniert. Derartige Sanierungsverfahren sind beispielsweise das U-Liner-, Compact-Pipe-, Swage-Line-, Thermo-Line-, Roll-Down- sowie das Phoenix-Verfahren.
Für die Anbindung dieser PE Liner an die Abgänge bietet der jetzige Stand der
Technik mit Harzen gefüllte Glasfasermatten oder Glasfaserstrümpfe, die in den Bereich des Hausanschlußüberganges eingeklebt werden, nachdem dieser
Hausanschluß z.B. mittels eines Bohr- oder Fräsgerätes vom Inneren der sanierten
Sammelleitung aus geöffnet wurde. Die Rohre der Anschlußleitungen bestehen überwiegend nicht aus PE, sondern beispielsweise aus Beton, PVC, Ton. Die
bislang verwendeten Kleber, insbesondere Harze verbinden sich nicht mit dem PE der sanierten Sammelleitung in ausreichender Weise, sondern gehen lediglich
Adhäsionsverbindungen ein, wodurch eine langfristige Dichtung nicht gewährleistet
ist.
Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anschlußdichtung zu
entwickeln, die einerseits einen dichten und formschlüssigen Übergang zu der Anschiußleitung gewährleistet und andererseits eine feste und dichte Verbindung
mit dem PE-Material der Sammelleitung herstellt.
Die Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß die Anschlußdichtung aus
einem festen PE-Rohranschiuß besteht, der an seinem inneren Rand mit einem flexiblen und mit flüssigen Klebstoffen tränkbaren PE-Gewebe fest verbunden ist.
Auf dem PE-Rohranschluß ist auf der der Innenwand der Sammelleitung
zugewandten Seite ein Schweißring angeordnet. Vorteilhaft kann mit einer solchen
Abschlußdichtung die optimale Abdichtung und Verbindung zwischen einer aus PE bestehenden oder mittels PE sanierten Sammelleitung und Anschiußleitung aus
anderem Material erreicht werden. Dabei wird die Dichtung an die Anschlußleitung
vorteilhafterweise mitteis der Verklebung des PE-Gewebes, die Dichtung an das PE
der Sammelleitung durch die Verschweißung mit Hilfe des Schweißringes erreicht.
In weiteren Ausführungen können auch zwei oder mehr Schweißringe oder ein
Schweißring mehrfach spiralförmig auf dem PE-Rohranschluß angeordnet sein.
Die Anschlußdichtung ist auf eine Trägervorrichtung eines Kanalroboters
aufsetzbar. Hierdurch wird vorteilhafterweise bewirkt, daß die Anschlußdichtung mit
in der Kanalsanierung üblichen Kanalrobotern oder -manipulatoren in die Sammelleitungen eingebracht und eingesetzt werden können.
Das zwischen Schweißring und innerem Rand des festen PE-Rohranschiusses
angeordnete Dichtungselement, das vorzugsweise aus einem Elastomer besteht, verhindert vorteilhaft das Eindringen von Wasser, insbesondere von Abwasser aus
der Anschlußleitung in den Bereich des Schweißringes während des Abdichtvorganges, so daß eine dichte und saubere Schweißverbindung
gewährleistet ist.
Der Schweißring besteht aus einer dünnen PE-Schnur oder -Schlauch, der in
Längsrichtung mit einem Heizdraht umwickelt ist und durch eine dünne PE-Hülle
vor Beschädigungen geschützt wird, wobei zwei Anschlußkabel des Heizdrahtes nach außen führen. Ein derartiger Schweißring dient der Verschweißung des PE-Rohranschlusses
mit dem PE der Sammelleitung und sorgt dadurch für eine dichte und beständige Verbindung zwischen der Anschlußdichtung und der
Sammelleitung.
Auch wird durch eine derartige Ausgestaltung des Schweißringes erreicht, daß
auch bei dünnen PE-Beschichtungen oder -Rohren eine besonders gute Verschweißung erreicht wird, da der Schweißring durch das von dem Heizdraht
umwickelte PE über genügend PE-Schweißmateriai verfügt.
In einer weiteren Ausgestaltung besteht der Schweißring aus einer Heizwendel oder
einem Heizdraht, wobei zwei Anschlußkabel des Heizdrahtes nach außen führen. Diese Ausführungsform vereinfacht vorteilhaft in den Fällen die Verschweißung
zwischen Rohranschluß und Sammelleitung, in denen genügend PE-Material des
Rohranschlusses und der Sammelleitung zur Verfügung steht , und trägt somit zur Kostenreduktion bei.
im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung
näher erläutert:
Die Figur 1 zeigt einen achsenparallelen Längsschnitt durch ein mittels PE
saniertes Abwasserrohr mit Hausanschluß sowie Anschlußdichtung in noch nicht vollständig eingebautem Zustand.
In dem Ausführungsbeispiel soll eine Abdichtung zwischen einer
Hausanschlußleitung 1 und einer mit einem PE-Liner 2 sanierten Freispiegelleitung
8 geschaffen werden. Vorzugsweise beträgt der Durchmesser des Hausanschlußleitung 1 100 bis 200 mm. 13 bezeichnet die Achse der Leitung 8.
Die Anschlußabdichtung besteht aus dem PE-Rohranschluß 4 und dem darauf
befestigten Schweißring 6 sowie dem mit dem PE-Rohranschluß durch eine Schweißnaht 5 verbundenem PE-Gewebe 3. Die Anschlußabdichtung kann auf
einer Silikonbiase, die auf einer Trägerplatte des Kanalroboters angebracht ist,
aufgelegt bzw. gesteckt sein, mit der das harzgetränkte PE-Gewebe 3 in den Hausanschluß eingeführt und gegen die Innenwand 9 des Hausanschlusses 1
gedrückt wird. Dabei kann das PE-Gewebe 3 zwischen 20 und 1000 mm vorzugweise 100 bis 300 mm in den Hausanschluß hineinreichen.
Das PE-Gewebe 3 hat vorzugsweise eine Dicke von 1 bis 5 mm, ais Kleber kann
kalt-, warm-, und lichthärtendes Reaktionsharz eingesetzt werden, welches auf das
Gewebe und die während des Einbringverfahren herrschenden Druck- und Temperaturbedingungen abgestimmt wird.
Der Schweißring 6 besteht aus einem PE-Sch!auch oder einer PE-Schnur mit
einem Durchmesser von 0,05 bis 1 cm; darum ist ein Heizdraht gewickelt, dessen
Anschlüsse mit einer Stromquelle, z.B. auf dem Kanairoboter, verbunden ist. Als Schutz vor Korrosion und Beschädigung ist eine dünne Hülle vorgesehen, deren
Dicke unter 1mm liegt. Der Schweißring ist außen rund um die Schweißnaht 5 des
PE-Rohranschlusses 4 angeordnet.
Der PE-Rohranschluß 4 ist in seinem Durchmesser auf den Innendurchmesser des
Hausanschlusses 1 abgestimmt. Der Innendurchmesser des PE-Rohranschlusses 4
ist geringfügig kleiner als der Innendurchmesser des Hausanschlusses 1. Der
Außendurchmesser des PE-Rohranschiusses 4 ist größer als der Innendurchmesser des Hausanschlusses 1. Vorzugsweise ist er 20 bis 160 mm
größer ais der Innendurchmesser des Hausanschlusses 1. Auf dem PE-Rohranschiuß 4 liegt an der dem PE-Liner 2 zugewandten Seite der Schweißring 6,
vorzugsweise befestigt, auf. Zwischen Schweißring 6 und Innenkante des PE-Rohranschluß
4 (Schweißnaht 5) liegt ein Dichtungselement auf, daß vorzugsweise aus Moosgummi besteht, und eine Dicke von vorzugsweise zwischen 2 und 8 mm
aufweist.
Im Bereich der Innenkante des PE-Rohranschlusses 4 kann ein PE-Kragen 10
angeordnet sein, dessen Außendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser des
Hausanschlusses 1 ist und der eine Dicke von 1 bis 5 mm und eine variable Höhe
aufweist. An seiner Scheitelfiäche ist das PE-Gewebe 1 mittels einer Schweißnaht 5
befestigt. Der Übergang zwischen dem PE-Kragen 10 und dem PE-Gewebe 1 ist vorzugsweise kantenios gestaltet.
Als PE-Material kann PE-HD, PE-MD und PE-LD eingesetzt werden.
Claims (4)
1. Anschlußdichtung zur Abdichtung des Überganges zwischen einer Anschlußleitung und einer Sammelleitung, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anschlußdichtung aus einem festen PE-Rohranschluß (4) besteht, der an
seinem inneren Rand mit einem flexiblen und mit flüssigen Klebstoffen tränkbaren PE-Gewebe (3) fest verbunden ist und daß auf dem PE-Rohranschluß
(4) auf der der Innenwand der Sammelleitung (8, 2) zugewandten Seite ein Schweißring (6) angeordnet ist.
2. Anschlußdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Schweißring und innerem Rand des festen PE-Rohranschlusses (4) ein
Dichtungselement (7) angeordnet ist, daß vorzugsweise aus einem Elastomer besteht.
3. Anschlußdichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schweißring (6) aus einer dünnen PE-Schnur oder -Schlauch besteht, der in Längsrichtung mit einem Heizdraht umwickelt ist und durch eine dünne
PE-Hülle vor Beschädigungen geschützt wird, wobei zwei Anschlußkabel des
Heizdrahtes nach außen führen.
4. Anschlußdichtung nach Anspruch 3, dadurch kennzeichnet, daß der
Schweißring (6) aus einer Heizwendel oder einem Heizdraht besteht, wobei zwei Anschlußkabel des Heizdrahtes nach außen führen.
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