DE29501848U1 - Bezug für Autositze und für die Gestaltung von Autoinnenräumen - Google Patents
Bezug für Autositze und für die Gestaltung von AutoinnenräumenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06N—WALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06N7/00—Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60N—SEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Bei der Gewinnung und Bearbeitung vieler als „natürlich" geltender Materialien fallen
Schadstoffe an, die uns und unsere Umwelt erheblich belasten und darüber hinaus einen Eingriff in das ökologische Gleichgewicht beideuten.
Aus diesem Grund analysierten wir Materialien, welche zur Zeit als Bezüge für
Autositze und Gestaltung von Autoinnenraum dienen und betrachteten sie unter umweltkritischen Aspekten.
1. Materialien
1.1. Baumwolle:
- um z.B. die Baumwolle in der erforderlichen Menge zu gewinnen, müssen jedes
Jahr riesige Flächen, zum größten Teil, unberührter Natur gerodet und für die
Landwirtschaft urbar gemacht werden
Jahr riesige Flächen, zum größten Teil, unberührter Natur gerodet und für die
Landwirtschaft urbar gemacht werden
- bestehende Baumwollplantagen sind nach ca. 3-5 Jahren nicht mehr in der Lage
die Ernte der letzten Jahre zu erbringen
- dem Boden bleibt keine Zeit sich zu erholen (Monokulturen)
- die Folge ist Düngung, da aber natürlicher Dung nicht in ausreichendem Maße
vorhanden und außerdem zu aufwendig ist, werden chemische Düngemittel
benutzt (Grundwassergefährdung)
vorhanden und außerdem zu aufwendig ist, werden chemische Düngemittel
benutzt (Grundwassergefährdung)
1.2. Kunstfasern und Kunstleder:
- werden aus Kunstharzen, Kunststoffen und chemischen Verbindungen hergestellt
- Chemieindustrie arbeitet mit umweltbelastenden Stoffen
- Folge ist z.B.: Smog über Großstädten und Industriegebieten; Ozonloch
1.3.Naturleder:
- Schlachtung von Tieren, um die notwendige Menge an Tierhäuten für die
Weiterverarbeitung zu haben
Weiterverarbeitung zu haben
- Verwendung von Gerbsäuren für die Haltbarmachung des Leders, Farbstoffen,
Lacken, Polituren etc.
Lacken, Polituren etc.
- Umweltverträglichkeit dieser Produkte ist nicht gegeben, da chemischen
Ursprungs
Ursprungs
.,4. Zusammenfassung
So schön diese Materialien sind und auch wie lange diese das Heim eines jeden
Menschen verschönen, die Nachteile in Gewinnung, Verarbeitung und vor allem für die Natur liegen auf der Hand.
1.5. Problemstellung
Gibt es ein Naturprodukt zwischen Himmel und Erde, das mehr wird, je mehr
man davon verbraucht, die Umwelt schont und für den Bezug von Autositzen und Gestaltung von Autoinnenraum geeignet ist?
Wenn ja, dann sollten die Vorzüge in Eigenschaften, Qualität und Ambiente wie
bei leder- und textilbezogenen Autositzen nicht verloren gehen.
II. Lösung
Dieses Naturprodukt ist Kork.
1. Zur Entstehung und Geschichte
Gewonnen wird Kork aus der Rinde der langlebigen Korkeiche, die in den südlichen
Ländern Europas beheimatet ist und bis zu 500 Jahre alt werden kann.
Noch bis vor wenigen Jahren wußte man mit dem Rohstoff Kork nicht viel
anzufangen.
Herkömmlich wurde er für Flaschenkorken, in der exklusiven Variante für
Champagnerkorken, verwandt. Diese Flaschenkorken waren weder ein gewinnbringendes, noch ein sehr hochwertiges Produkt.
Besitzer von Korkwäldern (oft schon 2. oder 3.Generation) müssen oft sehr lange
warten um einen qualitativ hochwertigen Kork zu ernten, denn der erste Kork kann
erst nach ca. 50 Jahren geerntet werden. Dann müssen ca. 20 - 30 weitere Jahre ins
Land gehen (der Baum hat sich bis dahin ca. 3 - 4 mal geschält), bevor der
Korkwaldbesitzer von einer sehr guten Ernte ausgehen kann. Deshalb haben sich viele Korkwaldbesitzer z.B. in Spanien und Portugal dazu entschlossen, ihren Wald
auf andere Art wirtschaftlich zu nutzen. Viele wollten nicht so lange warten und
rodeten bzw. brannten ihre Wälder ab.
Von den weiten Regionen uriger Korkeichenwälder blieb lebloses Brachland übrig.
Touristenstädte, Feriendomiziie und Menschheitsiabriken wuchsen statt dessen aus
dem geschändeten Boden und die Grundstücksspekulanten feierten Triumphe.
Nicht zuletzt der Ökogedanke hat zu Forschungen bezüglich der Verarbeitung von
Kork geführt. Eine stete Nachfrage nach Kork könnte also durchaus dem Bestand der Korkeichenwälder dienlich sein, denn nur stete Nachfrage nach Kork ermöglicht
es den Korkeichenbesitzern, von ihren Wäldern leben zu können. Sie sind dann nicht mehr gezwungen, auf andere Wirtschaftszweige auszuweichen.
Darüber hinaus kann sie zur Minderung der Umweltbelastung beitragen. Denn sowohl Gewinnung als auch Verarbeitung von Kork sind umweltfreundlich.
Darüber hinaus kann sie zur Minderung der Umweltbelastung beitragen. Denn sowohl Gewinnung als auch Verarbeitung von Kork sind umweltfreundlich.
Kork ist ein Naturprodukt, für dessen Gewinnung weder Tiere noch Pflanzen ihr
Leben lassen müssen. Etwa aller 10 Jahre schält sich die Korkeiche aus ihrem zu
klein gewordenen Mantel. Sobald die Rinde aufspringt, kann sie geerntet, also vom
Baum heruntergeschält werden. Je älter die Korkeiche wird, um so besseren Kork kann sie abgeben. In einem Zeitraum von ca. 10 Jahren erneuert sich die Rinde
immer und immer wieder. Nach jeder Schalung wird die Qualität des Kork immer besser. Er wird feiner und elastischer.
Ein natürlicher Ablauf der die Natur nicht schädigt, sondern nur den natürlichen
Kreislauf nutzt.
2. Herstellung
Nachdem der geschälte Kork in hauchdünne Scheiben geschnitten worden ist, wird
er unter Hitze mittels eines umweltverträglichen Klebstoffes auf Viskose oder andere
naturreine Materialien gepreßt. Jegliche Benutzung oder chemische Weiterbehandlung von oder mit Gerbstoffen, Farbstoffen, Lacken, Imprägnierstoffen
entfallen.
3. Eigenschaften
Die weitere Verarbeitung ist problemlos und einfach, denn guter Korkstoff bröckelt
und reißt nicht. Er läßt sich leicht schneiden und einfach nähen.
Dieser Korkstoff verfügt mindestens über die gleichen Eigenschaften wie Leder und
Textilien.
Er ist wasser- und schmutzabweisend, robust und strapazierfähig, kratzfest,
atmungsaktiv, weich und geschmeidig, paßt sich der Körpertemperatur an und wirkt
ausgleichend. Außerdem imponieren die schönen und satten Naturfarben des hellen und dunklen Kork.
4. Reinigung
Korkstoff kann problemlos mit handwarmem Wasser (30 Grad C) und Seife gereinigt
werden. Bei gröberen Flecken kann man eine weiche Bürste zu Hilfe nehmen. Nach der Reinigung kann der Korkstoff mit einem Tuch abgetrocknet werden.
Fest steht jedoch, daß keine chemischen Plegemittel notwendig sind.
Fest steht jedoch, daß keine chemischen Plegemittel notwendig sind.
Der größte und wichtigste Vorteil besteht nach wie vor, Korkstoff ist 100% Natur.
Claims (1)
- Anspruchsfassung:, Bezug für Autositze und für die Gestaltung von Autoinnenräumen, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezug aus durch auf Viskose aufgetragenen Kork besteht."
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29501848U DE29501848U1 (de) | 1995-02-04 | 1995-02-04 | Bezug für Autositze und für die Gestaltung von Autoinnenräumen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29501848U DE29501848U1 (de) | 1995-02-04 | 1995-02-04 | Bezug für Autositze und für die Gestaltung von Autoinnenräumen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29501848U1 true DE29501848U1 (de) | 1995-07-06 |
Family
ID=8003455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29501848U Expired - Lifetime DE29501848U1 (de) | 1995-02-04 | 1995-02-04 | Bezug für Autositze und für die Gestaltung von Autoinnenräumen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29501848U1 (de) |
-
1995
- 1995-02-04 DE DE29501848U patent/DE29501848U1/de not_active Expired - Lifetime
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