DE29500103U1 - Anschlußelement mit Entlüftungseinrichtung - Google Patents
Anschlußelement mit EntlüftungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Anschlußelement mit Entlüftungseinrichtung
für einen Heizkörper, insbesondere einen Flachoder Plattenheizkörper.
Bisher ist es üblich, daß an den Heizplatten von Flachheizkörpern mehrere Anschlüsse vorhanden sind. Zwei Anschlüsse
werden benötigt für Vor- und Rücklauf. Im unteren Bereich des Heizkörpers wird zudem ein Element zur Entwässerung angeordnet.
Darüberliegend ist in der Regel ein weiteres Anschlußelement vorgesehen, welches üblicherweise ein G 1/2-Gewinde
aufweist.
Das Verschließen dieses Anschlußelementes geschieht mit Hilfe eines G 1/2-Entlüftungsstopfens, durch welchen eine
eventuell notwendige Entlüftung des Heizkörpers durchgeführt werden kann. Da der Entlüftungsstopfen im Außenbereich
des Heizkörpers angeordnet ist und vorsteht, wird dieser aus ästhetischen Gesichtspunkten üblicherweise vernickelt
oder verchromt.
Ein derartiger Entlüftungsstopfen, insbesondere wenn er eine Oberflächenbeschichtung aufweist, stellt ein kostenintensives
Bauteil dar. Zudem kann der vorstehende Entlüftungsstopfen unter dem Gesichtspunkt der Raumausnutzung
als nachteilig empfunden werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Anschlußelement mit Entlüftungseinrichtung für einen Heizkörper
zu schaffen, welches in Bezug auf die Entlüftungseinrichtung sowohl platzsparend als auch fertigungstechnisch
kostengünstig herzustellen ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Anschlußelement
mit Entlüftungseinrichtung für einen Heizkörper dadurch gelöst,
daß die Entlüftungseinrichtung in dem Anschlußelement integriert ist. Die Entlüftungseinrichtung ist dabei innerhalb
oder zurückversetzt in dem Anschlußelement angeordnet, so daß diese nicht hervorsteht. Zudem kann die Entlüftungseinrichtung
bereits vor dem Lackieren des Heizkörpers eingebaut werden, wobei auch das Entlüftungsanschlußteil mit
einem Oberflächenschutz versehen wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Entlüftungseinrichtung eine Entlüftungsspindel
aufweist. Eine Entlüftungsspindel kann als ein einfaches Drehteil kostengünstig hergestellt werden. Die Entlüftungsspindel
ist mit einem Außengewinde versehen und mittels einer Gewindebohrung in dem Anschlußelement befestigt.
Durch eine geeignete Dichtung, beispielsweise eine O-Ring-Dichtung oder eine Flüssig-Dichtung, kann die Gewindespindel
an der Gewindebohrung abgedichtet werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Anschlußelementes besteht darin, daß ein erstes Gewinde für einen Leitungsanschluß und ein zweites Gewinde
vorgesehen ist, mit welchen die Entlüftungsspindel befestigbar
ist. Das erste Gewinde weist dabei ein G 1/2 Gewinde auf, welches auch für einen Vor- oder Rücklaufanschluß
eingesetzt wird. Das erfindungsgemäße Anschluß-
element mit Entlüftungseinrichtung kann daher in fertigungstechnisch
günstiger Weise ähnlich wie die anderen Anschlußelemente am Heizkörper hergestellt werden. Das zweite
Gewinde für die Entlüftungsspindel kann beispielsweise
ein Feingewinde sein, welches kleiner als das erste Gewinde ist.
Bei einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform ist es
vorteilhaft, daß die Entlüftungsspindel vertieft in einer
Sacklochbohrung angeordnet ist. Die Tiefe der Sacklochbohrung ist dabei so gewählt, daß die Entlüftungsspindel nicht
über den oberen Rand der Sacklochbohrung hinausreicht. Auf diese Weise ist die Entlüftungseinrichtung besonders platzsparend
untergebracht.
Es ist eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung, daß die Entlüftungsspindel einen Schraubkopf aufweist, welcher
formschlüssig in eine Ausnehmung eines rohrförmigen Entlüftungsschlüssels paßt. Der Entlüftungsschlüssel ist so
ausgebildet, daß er in die Sacklochbohrung eingeschoben werden kann und den Schraubkopf der Entlüftungsspindel umschließt,
so daß ein bequemes Öffnen und Schließen der Entlüftungseinrichtung möglich ist.
Eine weitere besonders vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Anschlußelementes besteht darin, daß die Innenwand der Sacklochbohrung mit einer Außenwand des
Entlüftungsschlüssels beim Betätigen der Entlüftungsspindel
dichtend aneinanderliegen, wobei Heizkörperflüssigkeit durch den rohrförmigen Entlüftungsschlüssel und eine
Schlauchleitung ableitbar ist. Durch den rohrförmigen Entlüftungsschlüssel, bei dem die Ausnehmung für den
Schraubkopf und der innere Rohrhohlraum einen durch-
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gehenden Leitungskanal bilden, ist es möglich, Heizkörperflüssigkeit
aus dem Heizkörper abzulassen, ohne daß Heizkörperflüssigkeit unkontrolliert ausfließt. Durch
die Anordnung einer zusätzlichen Schlauchleitung an dem rohrförmigen Entlüftungsschlüssel wird eine einfache und
saubere Entlüftungs- und Entwässerungsmöglichkeit geschaffen.
Hierbei stellt es eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung
dar, daß zwischen der Innenwand der Sacklochbohrung und dem Entlüftungsschlüssel eine Dichtung, insbesondere
eine O-Ring-Dichtung, angeordnet ist. Der O-Ring ist dabei
in einer ringförmigen Nut an der Außenwand des Entlüftungsschlüssels oder der Innenwand der Sacklochbohrung angeordnet.
Selbstverständlich können auch andere geeignete Dichtungsvarianten eingesetzt werden, um mit besonders hoher
Sicherheit zu vermeiden, daß unkontrolliert Heizkörperflüssigkeit seitlich am Anschlußelement während des
Entlüftens austritt.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft,
daß die Entlüftungseinrichtung vor einer Lackierung des Heizkörpers montiert ist. Auf diese Weise kann der
obere Bereich der Entlüftungsspindel in fertigungstechnisch günstiger Weise mit einem Oberflächenschutz versehen werden.
Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Anschlußelementes besteht darin, daß dieses T- oder
L-förmig ausgebildet ist. T-förmige Anschlußelemente werden für Heizkörper mit zwei Heizkörperplatten benötigt. Ein
L-förmiges Anschlußelement, auch Winkelstück genannt, ist besonders für Heizkörper mit einer Heizkörperplatte geeignet
.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist es von Vorteil, daß die Entlüftungsspindel einen Abdichtbereich aufweist,
welcher im eingebauten Zustand eine Durchgangsbohrung dicht verschließt. Der Dichtbereich ist insbesondere eine
Abdichtspitze, welche im eingebauten Zustand eine Durchgangsbohrung im Anschlußelement verschließt. Dieser Abdichtbereich
ist vorteilhafterweise vor dem Gewinde der Entlüftungsspindel angeordnet, so daß durch das Gewinde
keine Heizkörperflüssigkeit nach außen dringen kann.
Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen weiter erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine prinzipielle Anordnungsvariante von Anschlußelementen an einem Plattenheizkörper;
Fig. 2 eine Teilquerschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Anschlußelementes mit Entlüftungsschlüssel
;
Fig. 3 eine Querschnittsansicht von oben des Anschlußelementes gemäß Figur 2 und
Fig. 4 eine vergrößerte Detailansicht eines Gewindes einer Entlüftungsspindel gemäß Figur 3.
In Figur 1 ist eine schematische Ansicht eines Heizkörpers 10 gezeigt, welcher ein Anschlußelement 11 zur Entlüftung
aufweist. Im unteren Bereich des Heizkörpers 10 ist ein Vorlaufanschluß 12 und ein Rücklaufanschluß 13 integriert
in einem Anschlußelement ausgebildet. Der Vorlaufanschluß 12 ist über ein Steigrohr 17 mit einer Ventilgarnitur 14
verbunden. Unterhalb des Anschlußelementes 11 ist eine Entleerung 15 an einer Heizplatte 16 des Heizkörpers 10 angeordnet.
In den Figuren 2 und 3 sind Querschnittsansichten eines erfindungsgemäßen Anschlußelementes 11 mit einer Entlüftungseinrichtung
20 dargestellt. Der Übersichtlichkeit halber sind die Heizplatten 16 in gestrichtelter Linie dargestellt.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das erfindungsgemäße
Anschlußelement 11 in einer T-förmigen Konfiguration mit einem Anschlußstutzen 26 und einem daran angeschweißten
Rohrstück ausgeführt. Die Entlüftungseinrichtung 20 weist eine Entlüftungsspindel 21 auf, welche in einer
Sacklochbohrung 25 des Anschlußstutzens 26 angeordnet ist. Erfindungsgemäß weist die Entlüftungsspindel 21 einen
Schraubkopf 22, ein Gewinde 23 und einen Abdichtbereich 24 an ihrer Spitze auf.
Im eingebauten Zustand, d.h. in der in den Anschlußstutzen eingeschraubten Position, schließt der Abdichtbereich 24
der Entlüftungsspindel 21 eine Durchgangsbohrung 28 in dem Rohrstück 27 dicht ab. Zur Entlüftung wird die Entlüftungsspindel
gelöst, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel Luft oder Heizkörperflüssigkeit durch die Durchgangsbohrung 28
und das Gewinde 23 durch den Anschlußstutzen 28 nach außen treten kann.
Zum Lösen und Festziehen der Entlüftungsspindel 21 kann erfindungsgemäß
ein spezieller Entlüftungsschlüssel 30 verwendet werden. Dieser Entlüftungsschlüssel 30 weist in
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seinem Frontbereich eine eckige Ausnehmung 31 auf, in welche beim Einschieben in die Sacklochbohrung 25 der Schraubkopf
21 aufgenommen werden kann. Die aus dem Heizkörper entweichende Luft oder Flüssigkeit kann durch die Ausnehmung
31 und einen Rohrkanal 32 in dem Entlüftungsschlüssel 30 zu einem Schlauch 35 geleitet werden. Hierdurch ist ein
einfaches und sauberes Ableiten austretender Heizkörperflüssigkeit möglich.
Zur Vereinfachung des Schraubvorganges ist am Entlüftungsschlüssel
30 ein Griffbereich 34 angeordnet. Zudem ist eine als O-Ring ausgebildete Dichtung 33 im vorderen Bereich
des Entlüftungsschlüssels angeordnet. Diese Dichtung
33 dichtet den Zwischenraum zwischen der Innenwand der Sacklochbohrung 25 und der Außenwand des einzuführenden
Teiles des Entlüftungsschlüssels 30 ab. Hierdurch wird ein
unerwünschtes seitliches Austreten von Flüssigkeit aus dem Anschlußelement 11 vermieden.
In Figur 4 ist die Einzelheit X gemäß Figur 3 stark vergrößert dargestellt. Aus dieser Detailansicht geht die
Befestigung der Entlüftungsspindel 21 mittels eines Gewindes 23 in einer Zwischenwand des Anschlußstutzens 26
des erfindungsgemäßen Anschlußelementes 11 hervor. Zur Vereinfachung des Einschraubvorganges weist das Gewinde 23
in seinem rechten Seitenbereich eine Anfasung auf.
Durch die Erfindung wird insgesamt ein einfach herzustellendes Anschlußelement geschaffen, mit dem ein Heizkörper
problemlos und sauber entlüftet werden kann.
Claims (10)
1. Anschlußelement mit Entlüftungseinrichtung für einen
Heizkörper,
dadurch gekennzeichnet, daß die Entlüftungseinrichtung (20) in dem Anschlußelement
(11) integriert ist.
2. Anschlußelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Entlüftungseinrichtung (20) eine Entlüftungsspindel
(21) aufweist.
3. Anschlußelement nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes Gewinde für einen Leitungsanschluß
und ein zweites Gewinde (23) vorgesehen ist, mit welchem die Entlüftungsspindel (21) befestigbar ist.
4. Anschlußelement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entlüftungsspindel (21) vertieft in einer Sacklochbohrung (25) angeordnet ist.
Anschlußelement nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entlüftungsspindel (21) einen Schraubkopf (22) aufweist, welcher formschlüssig in eine Ausnehmung
(31) eines rohrförmigen Entlüftungsschlüssels (30) paßt.
6. Anschlußelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand der Sacklochbohrung (25) mit einer
Außenwand des Entlüftungsschlüssels (30) beim Betätigen der Entlüftungsspindel (21) dichtend aneinanderliegen,
wobei Heizkörperflüssigkeit durch den rohrförmigen Entlüftungsschlüssel (30) und
eine Schlauchleitung (35) ableitbar ist.
7. Anschlußelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Innenwand der Sacklochbohrung (25) und
des Entlüftungsschlüssels (30) eine Dichtung (33), insbesondere eine O-Ring-Dichtung, angeordnet ist.
8. Anschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entlüftungseinrichtung (20) vor einer Lackierung des Heizkörpers (10) montiert ist.
9. Anschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß dieses T- oder L-förmig ausgebildet ist.
10. Anschlußelement nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Entlüftungsspindel (21) einen Abdichtbereich (24) aufweist, welcher im eingebauten Zustand eine
Durchgangsbohrung (28) dicht verschließt.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE29500103U DE29500103U1 (de) | 1995-01-04 | 1995-01-04 | Anschlußelement mit Entlüftungseinrichtung |
Publications (1)
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|---|---|
| DE29500103U1 true DE29500103U1 (de) | 1995-02-16 |
Family
ID=8002182
Family Applications (2)
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| DE29500103U Expired - Lifetime DE29500103U1 (de) | 1995-01-04 | 1995-01-04 | Anschlußelement mit Entlüftungseinrichtung |
| DE29503556U Expired - Lifetime DE29503556U1 (de) | 1995-01-04 | 1995-03-02 | Anschlußelement mit Entlüftungseinrichtung |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE29503556U Expired - Lifetime DE29503556U1 (de) | 1995-01-04 | 1995-03-02 | Anschlußelement mit Entlüftungseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE29500103U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009003193A1 (de) * | 2009-05-18 | 2010-11-25 | Caradon Heating Europe B.V. | Verfahren zum Entlüften eines Plattenheizkörpers und Plattenheizkörper |
Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE19817106A1 (de) * | 1998-04-17 | 1999-10-21 | Vasco Dilsen Nv | Entlüfterkopf und Abschlußkopf für Heizkörper |
| DE102009003195A1 (de) * | 2009-05-18 | 2010-11-25 | Caradon Heating Europe B.V. | Verfahren zum Entwässern eines Plattenheizkörpers und Plattenheizkörper |
| US20230296265A1 (en) * | 2022-03-15 | 2023-09-21 | Elmer Dockery | Radiator bleeding assembly |
-
1995
- 1995-01-04 DE DE29500103U patent/DE29500103U1/de not_active Expired - Lifetime
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Effective date: 20050105 |