DE29500677U1 - Rolltor - Google Patents
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Classifications
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Description
Hörmann KG Dissen
Industriestr. 1
49201 Dissen F 14.242 wb/hie
ROLLTOR
Die Erfindung betrifft ein Rolltor mit einem das bewegliche Torblatt bildenden
Panzer aus einer Vielzahl von mit ihren Breitseiten in Bewegungsrichtung aufeinanderfolgend
aneinander angelenkter Paneele, deren jeweils benachbarte mittels im Querschnitt etwa rundhakenförmiger, rechtwinklig zur
Bewegungsrichtung des Panzers verlaufender Längsrandausbildungen gelenkig ineinandergreifen,
derart, daß die jeweils in der Schließstellung des Panzers nach oben weisende Längskantenausbildung eines jeden Paneels mit ihrer zur
Panzerinnenseite hin gerichteten freien Kante der Hakenquerschnittsform in die an der nach unten weisenden Längskantenausbildung des vorhergehenden Paneels
mit zur Panzeraußenseite hin gerichtete freie Kante der Hakenquerschnittsform eingreift.
Aus dem Stand der Technik sind derartige Rolltore bekannt. Sie bestehen aus
einer Vielzahl von in Schließrichtung untereinander angeordneten und gelenkig miteinander verbundenen Paneelen, die vorzugsweise aus Metall bestehen. Der
derart gebildete Rolltorpanzer wird beim Öffnen eines derartigen Rolltores auf eine Wickelwelle aufgewickelt. Zur Führung des Rolltorpanzers im seitlichen
Zargenbereich einer Maueröffnung sind im wesentlichen U-förmig ausgebildete
- 2-
Führungsschienen vorgesehen. Derartige Rolltore haben sich im Stand der
Technik bewährt, wenn auch das Schließen und Öffnen eines derartigen Rolltores durch die aufeinanderliegenden Metallteile benachbarter Paneele
Geräuschemissionen verursacht.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die A u f g a b e
zugrunde ein gattungsgemäßes Rolltor zu schaffen, das aus einfachen und kostengünstig herstellbaren Paneele besteht, die einen schallmindernden Lauf
eines insbesondere in Schließstellung dichten Rolltores ermöglichen.
Die Lösung dieser Aufgabenstellung sieht bei einem gattungsgemäßen Rolltor
vor, daß im Übergreifbereich der ineinander greifenden Längskantenausbildungen ein sich längs dieser erstreckender Dichtungsstreifen vorgesehen ist, der an einer
der Längskantenausbildungen festgelegt ist und an der anderen zumindest im Schließzustand des Panzers den für die Gelenkbewegung erforderlichen Schlitz
schließend angreift.
Ein erfindungsgemäß ausgebildetes Rolltor weist demzufolge einen Dichtungsstreifen auf, der im Übergangsbereich zweier benachbarter Paneele
derart angeordnet ist, daß dieser Übergangsbereich in der Schließstellung des Panzers abgedichtet ist. Andererseits dient der Dichtungsstreifen der
Schalldämmung bei insbesondere aus Metall, nämlich beispielsweise Stahlblech und/oder Aluminium bestehenden Roll torpanzern, da durch den Dichtungsstreifen
ein unmittelbares aufeinandertreffen zweier benachbarter Paneele aus Metall im wesentlichen vermieden wird. Weiterhin werden durch den Dichtungsstreifen
Schwingungsbewegungen benachbarter Paneele des Rolltorpanzers gedämpft, so daß auch die hierdurch entstehenden Geräusche wesentlich vermindert werden.
Durch die Anordnung des Dichtungsstreifens können demzufolge die Paneele des Panzers in einfacher und kostengünstiger Weise vollständig aus Metall,
insbesondere Stahlblech gefertigt werden.
Eine einfache Montage des Dichtungsstreifens auf einer Paneele erfolgt nach
einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch, daß der Dichtungsstreifen auf
-3-
die Paneele aufgespritzt ist. Hierbei wird der Dichtungsstreifen streifenförmig
auf die Paneele aufgebracht. Der Dichtungsstreifen besteht vorzugsweise aus einem unter Sauerstoffzufuhr aushärtenden Schaumstoff, der auch im
ausgehärteten Zustand noch eine ausreichende Elastizität hat. Beim Aufbringen des Dichtungsstreifens ist dieser selbstklebend, so daß zusätzliche Klebemittel
oder andere Befestigungsmittel nicht notwendig sind.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß der Dichtungsstreifen in einer, vorzugsweise mit der Außenkontur des
Dichtungsstreifens korrespondierenden Ausnehmung angeordnet ist. In vorteilhafter Weise ist diese Ausnehmung nutförmig ausgebildet, so daß der
Dichtungsstreifen insbesondere in einer rechtwinklig zur Flächennormalen des Paneels verlaufenden Richtung formschlüssig festgelegt ist. Verschiebungen und
Beschädigungen des Dichtungsstreifens während des Betriebs des Rolltores werden hierdurch im wesentlichen vermieden.
Eine besonders einfache Konstruktion des erfindungsgemäßen Rolltores wird
dadurch geschaffen, daß jedes Paneel aus einem gefalteten und an seinen Enden miteinander verbundenen Blechstreifen besteht. Alternativ kann vorgesehen sein,
daß jedes Paneel aus zwei Blechstreifen besteht, die gefaltet und an ihren Enden
miteinander verfalzt sind.
Eine weitergehende Schalldämmung und Wärmeisolierung wird nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung dadurch erzielt, daß die Paneele ausgeschäumt sind, wobei die Ausschäumung vorzugsweise aus Polyurethan besteht. Das
Ausschäumen der Paneele trägt aber nicht nur zur Verminderung der Schallemission bei der Bewegung des Rolltores, sondern auch zur Erhöhung der
Stabilität des Rolltorpanzers bei.
Der Dichtungsstreifen ist vorzugsweise im Querschnitt kreisförmig ausgebildet,
so daß eine möglichst große Dichtfläche erzielt wird. Darüberhinaus hat diese Ausgestaltung den Vorteil, daß die benachbarten Paneele in möglichts
reibungsarmer Weise gegeneinander abgedichtet sind.
-4-
Alternativ kann aber auch vorgesehen sein, daß der Dichtungsstreifen im
Querschnitt rechteckig vorzugsweise quadratisch ausgebildet ist.
Es hat sich schließlich als vorteilhaft erwiesen, den Dichtungsstreifen im
Übergangsbereich zwischen der rundhakenförmigen Längsrandausbildung und der nach außen gerichteten Paneelfläche anzuordnen. In der Regel wird dieser
Bereich von einem nasenförmigen Abschnitt des benachbarten Paneels überdeckt, welcher dichtend auf dem Dichtungsstreifen aufliegt.
Weitere Merkmale und Vorteile des erfindungsgemäßen Rolltores ergeben sich
einerseits aus den weiteren Unteransprüchen und andererseits aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in welcher zwei
bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Rolltores dargestellt sind. Es zeigen:
Figur 1 eine erste Ausführungsform einer Paneele eines Rolltores
in Seitenansicht;
Figur 2 -. mehrere miteinander verbundene Paneele gemäß Figur 1;
Figur 3 eine zweite Ausführungsform einer Paneele eines
Rolltores in Seitenansicht;
Figur 4 zwei miteinander verbundene Paneele gemäß Figur 3;
Figur 5 eine Verbindungsstelle zweier benachbarter Paneele
gemäß Figur 3 in Nullage bei geschlossenem Tor;
Figur 6 die Verbindungsstelle gemäß Figur 5 mit negativem
Einlaufwinkel und
Figur 7 die Verbindungsstelle gemäß Figur 5 mit positivem
Einlaufwinkel.
In Figur 1 ist ein Paneel 1 in Seitenansicht dargestellt, welches aus einem
Blechstreifen 2 besteht, der in Form der Paneele 1 gefaltet und im Bereich seines
einen Endes 3 miteinander verbunden ist. Das Paneel 1 hat eine im wesentlichen ebene Außenfläche 4 und eine der Außenfläche 4 gegenüberliegend angeordnete
und kreisbogenabschnittförmig ausgebildete Innenfläche 5.
Im Bereich des Endes 3 ist das Paneel 1 rundhakenförmig ausgebildet. Am
gegenüberliegenden Ende 6 des Paneels 1 weist dieses eine Längskantenausbildung in Form einer im wesentlichen im Querschnitt
kreisförmigen und in einem Bereich offenen Verrasteinrichtung 7 auf.
Wie aus der Figur 2 zu erkennen ist, bilden mehrere Paneele 1 einen
Rolltorpanzer 8, wobei die Paneele 1 mit ihren Breitseiten in Bewegungsrichtung
aufeinanderfolgend aneinander angelenkt sind. Hierzu greift das rundhakenförmige Ende 3 eines Paneels 1 in die Verrasteinrichtung 7 des
benachbarten Paneels ein, so daß die benachbarten Paneele 1 um ihre in Längsrichtung der Paneele 1 verlaufende Verbindungsachse gelenkig miteinander
verbunden sind. Die Verbindungsstelle des rundhakenförmigen Endes 3 einer Paneele 1 mit der Verrasteinrichtung 7 der benachbarten Paneele 1 ist von einem
nasenförmigen Abschnitt 9 abgedeckt, wobei der nasenförmige Abschnitt 9 Teil der Außenfläche 4 des benachbarten Paneels 1 ist. Zwischen der Außenseite des
rundhakenförmigen Endes 3 und des Paneels 1 und der Innenseite des nasenförmigen Abschnitts 9 des benachbarten Paneels 1 ist ein Dichtungsstreifen
10 angeordnet.
Der Dichtungsstreifen 10 besteht aus einem elastischen Schaumstoff, der auf die
Außenfläche des rundhakenförmigen Endes 3 eines jeden Paneels 1 aufgespritzt ist und in Längsrichtung eines jeden Paneels 1 verläuft. Bei der in den Figuren 1
und 2 dargestellten Ausführungsform weist der Dichtungsstreifen 10 einen rechteckigen Querschnitt auf.
-6-
In den Figuren 3 bis 7 ist eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Rolltores, insbesondere der Paneele 11 dargestellt. Die Paneele 11 unterscheiden
sich von den in den Figuren 1 und 2 dargestellten Paneele 1 zum einen dadurch, daß jede Paneele 11 aus zwei einzelnen Blechstreifen 12 und 13 bestehet, die in
Form der Paneelenteile gefaltet und im Bereich eines mndhakenförmigen ersten
Endes 14 und einer Verrasteinrichtung 15 miteinander verfalzt sind.
Der Blechstreifen 12 bildet hierbei die Außenseite des Paneels 11, wobei der
Blechstreifen 12 zumindest in einem Teilbereich 16 durch Kaltverformung als Mikroprofilierung gewellt ausgebildet ist. Im wesentlichen ist der Blechstreifen
12 eben ausgebildet. Der Blechstreifen 13 ist demgegenüber kreisbogenabschnittförmig ausgebildet.
Wie insbesondere die Figuren 4 bis 7 zeigen, ist jede Paneele 11 ausgeschäumt,
wobei die Ausschäumung 17 aus Polyurethan besteht.
Im Bereich des mndhakenförmigen Endes 14, welches in gleicher Weise mit der
Verrasteinrichtung 15 zusammenwirkt, wie dies anhand der Figuren 1 und 2 im Bezug auf das mndhakenförmige Ende 3 und die Verrasteinrichtung 7
beschrieben ist, ist im Blechstreifen 12 eine in Längsrichtung der Paneele 11
verlaufende nutförmige Ausnehmung 18 mit kreisbogenabschnittförmigem Querschnitt angeordnet. In diese Ausnehmung 18 ist ein Dichtungsstreifen 19
eingelegt, der bei geschlossenem Rolltorpanzer 20 an einem nasenförmigen Abschnitt 21 des benachbarten Paneels 11 dichtend anliegt. Der nasenförmige
Abschnitt 21 überdeckt hierbei die Verbindungsstelle zweier benachbarter Paneele 11 im Bereich des mndhakenförmigen Endes 14 einer Paneele 11 und
der Verrasteinrichtung 15 der benachbarten Paneele 11. Hierdurch wird ein im
wesentlichen glattflächiges Erscheinungsbild des aus einer Vielzahl von Paneele 11 bestehenden Rolltorpanzers 20 erzielt.
Die relative Stellung zweier benachbarter Paneele in der sogenannten NuUage des
Rolltorpanzers 20, d.h. bei geschlossenem Rolltor ist in Figur 5 dargestellt. Die
Figuren 6 und 7 zeigen demgegenüber die relative Stellung zweier benachbarter
Paneele 11 zueinander bei negativem und positivem Einlaufwinkel. Hierbei ist zu
erkennen (Figur 6), daß bei negativem Einlaufwinkel der nasenförmige Abschnitt 21 den Dichtungsstreifen 19 übergreift, ohne diesen zu verformen, wobei der
nasenförmige Abschnitt 21 bei negativem Einlaufwinkel auf einer Fläche eines Absatzes 22 des Blechstreifens 12 zur Anlage kommt.
Im Falle des positiven Einlaufwinkels, wie er in Figur 7 angedeutet ist, hebt der
nasenförmige Abschnitt 21 vom Dichtungsstreifen 19 ab.
Wie deutlich zu erkennen ist, hat der Dichtungsstreifen 19 bei dem in den
Figuren 3 bis 7 dargestellten Ausführungsbeispiel einen runden Querschnitt. Der Dichtungsstreifen 19 besteht aus Vollmaterial. Es ist aber auch denkbar, daß der
Dichtungsstreifen 19 hohlzylindrisch ausgebildet ist.
Claims (12)
1. Rolltor mit einem das bewegliche Torblatt bildenden Panzer (8, 20) aus
einer Vielzahl von mit ihren Breitseiten in Bewegungsrichtung aufeinanderfolgend
aneinander angelenkter Paneele (1, 11), deren jeweils benachbarte mittels
im Querschnitt etwa rundhakenförmiger, rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Panzers (8, 20) verlaufender Längsrandausbildungen gelenkig ineinandergreifen,
derart, daß die jeweils in der Schließstellung des Panzers (8, 20) nach oben weisende Längskantenausbildung eines jeden Paneels (1, 11) mit
ihrer zur Panzerinnenseite (5) hin gerichteten freien Kante der Hakenquerschnittsform
in die an der nach unten weisenden Längskantenausbildung der vorhergehenden Paneels (1, 11) mit zur Panzeraußenseite hin gerichtete freie Kante der
Hakenquerschnittsform eingreift,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Übergreifbereich der ineinandergreifenden Längskantenausbilundgen ein
sich längs dieser erstreckender Dichtungsstreifen (10, 19) vorgesehen ist, der an
einer der Längskantenausbildungen festgelegt ist und an der anderen zumindest im
Schließzustand des Panzers (8, 20) den für die Gelenkbewegung erforderlichen Schlitz schließend angreift.
2. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtungsstreifen (10, 19) auf die Paneele (1, 11) aufgespritzt ist.
3. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsstreifen (10, 19) in einer, vorzugsweise mit der Außenkontur
des Dichtungsstreifens (10, 19) korrespondierenden Ausnehmung (18) angeordnet ist.
4. Rolltor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (18) nutförmig ausgebildet ist.
5. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Paneel (1) aus einem gefalteten und an seinen Enden (3) miteinander
verbundenen Blechstreifen (2) besteht.
6. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Paneel (11) aus zwei Blechstreifen (12, 13) besteht, die an ihren Enden
(14) miteinander verfalzt sind.
7. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Paneele (1, 11) ausgeschäumt sind, wobei die Ausschäumung (17) vorzugsweise
aus Polyurethan besteht.
8. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtungsstreifen (10, 19) durchgehend auf einer durchgehenden Wan-
-3-
dung der Paneele (1, 11) angeordnet ist.
9. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtungsstreifen (10, 19) in zumindest einem Teilbereich selbstklebend ausgebildet ist.
10. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtungsstreifen (19) im Querschnitt kreisförmig ausgebildet ist.
11. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtungsstreifen (10) im Querschnitt rechteckig, vorzugsweise quadratisch
ausgebildet ist.
12. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtungsstreifen (10, 19) im Übergangsbereich zwischen der rundhakenförmigen
Längsrandausbildung und der nach außen gerichteten Fläche (4) der Paneele (1, 11) angeordnet ist.
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