DE29500655U1 - Bausatz aus verschiedenen Rundstäben zum Aufbau eines verkröpften Rundstab-Zugs - Google Patents
Bausatz aus verschiedenen Rundstäben zum Aufbau eines verkröpften Rundstab-ZugsInfo
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Description
BUSE MENTZEL · LUDEWIG " Patentanwälte
Zugelassene Vertreter beim Europäischen Patentamt Dipl.-Phys. Buse
Postfach 2014 62 Unterdöraen 114 Dipl.-Phys. Mentzel
D-42214 Wuppertal D42283 Wuppertal Dipl.-Ing. Ludewig
Wuppertal,
56 Kennwort: "Kugelstufe"
Gerd und Bernd Vieler KG., Breslauer Str. 34, 58642 Iserlohn
Bausatz aus verschiedenen Rundstäben zum Aufbau eines verkröpften Rundstab-Zugs
Ein Bausatz gemäß Oberbegriff des Anspruches 1 ist bereits bekannt.
Mit einem Bausatz aus verschiedenen Rundstäben, die zueinander gleiches Kreisprofil aufweisen, ist es möglich, entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen,
einen verkröpften Zug für verschiedene Anwendungen zu erstellen. Die einzelnen Rundstäbe werden durch Verbindungsbolzen im Bereich
der Stabachse zusammengefügt. Mit einem solchen Bausatz lassen sich Rundstab-Züge für Treppengeländer, Brüstungen und Wandhandläufe bilden.
Damit lassen sich aber auch Stoßgriffe für Türen oder Gestelle zur Raumausstattung,
z. B. Garderobenständer, Schirmständer, Wandgarderoben und dgl. erstellen.
Um allen anfallenden Verkröpfungsformen eines Rundstab-Zugs gerecht
zu werden, wird eine große Palette unterschiedlich gestalteter Rundstäbe benötigt. Dazu sind außer gestreckt verlaufenden Rundstäben unterschiedlicher
Länge vor allem eine Vielzahl unterschiedlich gekrümmter Rundstäbe erforderlich, um allen in der Praxis erwünschten Winkelverläufen zu entsprechen.
Für eine Abwinkelung im Rundstabzug mußte ein Rundstab außer der jeweiligen Krümmung auch noch eine bestimmte Mindestlänge aufweisen,
die nicht ohne weiteres unterschritten werden konnte. Die Herstellung und Lagerhaltung einer Vielzahl verschiedener Rundstäbe ist aber kostenaufwendig
und unübersichtlich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bausatz für einen verkröpften
Rundstab-Zug gemäß Oberbegriff des Schutzanspruches 1 zu entwickeln,
der mit möglichst wenig, platzsparend gestalteten Rundstäben auskommt und dennoch eine große Vielzahl unterschiedlich verkröpfter Rundstab-Züge
zu erstellen gestattet.
Die Erfindung schlägt vor, einen Rundstab, der eine Krümmung im Rundstab-Zug
bestimmen soll, gemäß Kennzeichen von Schutzanspruch 1 auszubilden. Die Erfindung ist durch folgende Merkmale charakterisiert:
(a) Der Rundstab ist wenigstens an seinem einen Stabende mit einem
kugelkappenförmigen Abschluß (Kugelabschluß) versehen, weshalb er nachfolgend kurz "gestufter Kugelrundstab" bezeichnet werden
soll.
(b) Im Kugelabschluß ist eine kreiszylindrische Aussparung (Zylinderaussparung)
eingelassen, die sich radial bis zur angrenzenden Kreisprofil-Mantelfläche des Rundstabs erstreckt.
(c) Der Zylinderradius der Zylinderaussparung ist gleich dem Kreisprofilradius
des Rundstabs ausgebildet.
(d) Die Zylinderachse der Zylinderaussparung schneidet die Stabachse
des Rundstabs.
(e) Die Zylinderaussparung erzeugt sowohl eine kreisförmige Stirnfläche
(Kreisstirnfläche) als auch ein sichelförmiges Segment (Sichelsegment) im Rundstab.
(f) Der Mittelpunkt der Kreisstirnfläche liegt in der Stabachse und trägt
den Verbindungsbolzen, der sich in Richtung der Zylinderachse erstreckt.
(g) Das Sichelelement ist im Innenwinkelbereich zwischen der sich schneidenden
Stab- und Zylinderachse angeordnet und begrenzt die Kreisstirnfläche einseitig.
(h)" Das Sichelsegment besteht einerseits aus der konvexen Mantelfläche
des Rundstabs und andererseits aus der konkaven Hohl zylinder fläche der Zylinderaussparung.
Mit einem oder mit zwei gestuften Kugelrundstäben lassen sich bereits
eine Vielzahl unterschiedlich verkröpfter Baugruppen im Rundstab-Zug erstel-
len. Ein solcher erfindungsgemäßer Kugelrundstab läßt sich raumsparend
gestalten. Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen.
In den Fig. ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung einen gestuften Kugelrundstab
nach der Erfindung,
Fig. 2 in Explosionsdarstellung zwei gestufte Kugelrundstäbe nach Fig.
1, die über einen Verbindungsbolzen und eine dazwischen gesetzte Scheibe zu einer Baueinheit vormontierbar sind,
Fig. 3a bis 3c die Baueinheit von Fig. 2 aus zwei zueinander gegensinnig
angeordneten, schräg gestuften Kugelrundstäben gemäß Fig. 1, die ein Drehgeienk-Paar bilden mit zwei zueinander räumlich verstellbaren
Drehwinkeln,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch das Drehgelenk-Paar in der Strecklage
von Fig. 3b mit angedeutetem Anschluß,
Fig. 5 in einer der Fig. 4 entsprechenden Darstellung eine abgewandelte
Ausführungsform mit einem Adapter für einen Rohranschluß,
Fig. 6 die Seitenansicht auf ein Paar zueinander gegensinnig angeordneten,
schräg gestuften Kugelrundstäben mit einem dazwischen liegenden geradlinigen Distanzstück,
Fig. 7 in einer der Fig. 6 entsprechenden Darstellung eine Alternative
mit einem zwar auch hier geradlinigen, aber längerem Distanzstück,
Fig. 8a, 8b eine vormontierbare Baueinheit aus zwei zueinander gleichsinnig
angeordneten schräg gestuften Kugelrundstäben, die eine Doppelwin-
• &PSgr;
·
kel-Kombination bilden, bei der die eine Winkelebene bezüglich
der anderen räumlich verdrehbar ist,
Fig. 9 in., einem Axialschnitt zwei zueinander gegensinnig angeordnete
schräg gestufte Kugelrundstäbe, die in einer gegenüber Fig. 2 gegensätzlichen Weise miteinander verbunden sind,
Fig. 10 eine Seitenansicht eines einzelnen gestuften Kugelrundstabs, der
als Winkelübergangsstück zum Anschluß von zwei Rundstäben ohne Kugelabschluß dient,
Fig. 11 in Seitenansicht, teilweise aufgebrochen gezeichnet, ein mit
der Kombination von Fig. 9 vergleichbares Doppel-Kröpf-Stück, bestehend aus einem einstückigen Rundstab, der an seinen beiden
Stabenden Kugelabschlüsse mit Zylinderaussparungen trägt,
Fig. 12 die perspektivische Darstellung eines gegenüber Fig. 1 abgewandelt
ausgebildeten Kugelrundstabs nach der Erfindung, bei dem die Zylinderaussparung senkrecht zur Stabachse verläuft und einen
axial gestuften Kugelrundstab bildet,
Fig. 13 einen Axialschnitt durch den axial gestuften Kugelrundstab von
Fig. 12 in einer Anwendung, die derjenigen des vorausgehenden Ausführungsbeispiels von Fig. 10 vergleichbar ist,
Fig. 14 eine weitere Ausführungsform des Rundstabs nach der Erfindung,
wo eine Zylinderaussparung im Mittelbereich des Rundstabs angeordnet ist und dadurch ein T-Anschluß-Stück für drei benachbarte
Rundstäbe bildet,
Fig. 15 in Seitenansicht eine zu Fig. 5 vergleichbare Ausführung, wo
der axial gestufte Kugelrundstab von Fig. 12 mit einem Adapter für einen Rohranschluß genutzt wird,
Fig. 16 in Draufsicht ein Beispiel eines aus verschiedenen Rundstäben
nach der Erfindung gebildeten Rundstab-Zugs,
Fig. 17 die Draufsicht auf eine rechtwinklige Verkröpfung eines Rundstab-Zugs
nach dem Stand der Technik,
Fig. 18 eine entsprechende rechtwinklige Verkröpfung in einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung, wo Rundstäbe nach Art der Fig. 6 verwendet werden,
Fig. 19 eine weitere Alternative für eine rechtwinklige Verkröpfung nach
der Erfindung mit Rundstäben, die gemäß Fig. 8a ausgebildet sind.
Der in Fig. 1 gezeigte gestufte Kugelrundstab IO nach der Erfindung läßt
sich raumformmäßig wie folgt beschreiben. Auszugehen ist von einem zylindrischen
Stab 11 mit einem Kreisprofil 12, der nachfolgend kurz "Rundstab" bezeichnet werden soll. Die Stabachse 13 ist strichpunktiert verdeutlicht.
Während in diesem Fall am einen Stabende eine vertikal zur Stabachse 13 verlaufende Endfläche 14 vorgesehen ist, befindet sich am gegenüberliegenden
Stabende ein kugelkappen-förmiger Abschluß 15, der nachfolgend kurz "Kugelabschluß" bezeichnet werden soll und dessen Umrißlinie strichpunktiert
in Fig. 1 eingezeichnet ist. Der Kugelradius 16 ist vorzugsweise gleich dem Kreisprofilradius 17 ausgebildet.
An der den Kugelabschluß 15 aufweisenden Seite ist eine in Fig. 1 strichpunktiert
verdeutlichte kreiszylindrische Aussparung 20 eingelassen, die nachfolgend kurz "Zylinderaussparung" benannt werden soll. Die zugehörige
Zylinderachse 23 verläuft in diesem Fall unter einem Neigungswinkel, dessen Innenwinkel 21 in Fig. 1 hervorgehoben ist. Der Zylinderradius 27
ist gleich dem vorerwähnten Kreisprofilradius 17 ausgebildet. Die Stabachse 13 und die Zylinderachse 23 schneiden sich in einem Punkt 22, der zugleich
den Übergang zwischen dem Kugelabschluß 15 und dem Rundstab 11 kennzeichnet. Die Zylinderaussparung 20 erstreckt sich in die Mantelfläche
18 hinein, welche, wie bereits erwähnt wurde, ein Kreisprofil 12 aufweist.
Dadurch ergeben sich am inneren Ende der Zylinderaussparung 20 körperlich
zunächst eine kreisförmige Stirnfläche 24 am Kugelrundstab 10, die nachfol-
gend kurz "Kreisstirnfläche" bezeichnet werden soll, und andererseits ein
noch näher zu beschreibendes sichelförmiges Segment 25, welches nachfolgend kurz "Sichelsegment" bezeichnet werden soll. Dieses Sichelsegment
liegt im Bereich des erwähnten Innenwinkels 21 zwischen der Stabachse 13 und der Zylinderachse 23 und umgrenzt die Kreisstirnfläche 24 an
dieser Seite. Der Mittelpunkt der Kreisstirnfläche 24 ist wieder der Schnittpunkt
22 der Stabachse 13. Das Sichelsegment 25 wird durch zwei Flächen bestimmt, nämlich einerseits die bereits erwähnte konvexe Mantelfläche
18 des Rundstabs 11 und andererseits die konkave Hohlzylinderfläche 28 der eindringenden Zylinderaussparung 20.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel von Fig. 1 beträgt der Innenwinkel
21 45 , wodurch aus dem vorbeschriebenen Kugelrundstab eine geneigte Stufe durch die Kreisstirnfläche 24 erzeugt wird. Deswegen läßt sich dieses
Element 10 als "geneigt gestufter Kugelrundstab" bezeichnen. Zum Anschluß angrenzender Elemente dienen die in den nachfolgenden Figuren näher
bezeichneten Bolzen 30 und 35. Für einen in Fig. 2 erkennbaren Verbindungsbolzen
30 besitzt die Kreisstirnfläche 24 in ihrem Mittelpunkt 22 eine am besten aus Fig. 1 ersichtliche Aufnahmebohrung 29, die z. B.
als Gewindebohrung für ein entsprechendes Außengewinde des Verbindungsbolzens 30 gestaltet sein kann. Diese Aufnahmebohrung 29 erstreckt sich
in Richtung der Zylinderachse 23, in welche dann, wie Fig. 2 zeigt, die Bolzenachse 33 gerichtet ist. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, besitzt auch
die gegenüberliegende Endfläche 14 des Kugelrundstabs 10 eine analoge Aufnahmebohrung 19, in welche ein am besten aus Fig. 4 erkennbarer
weiterer Verbindungsbolzen 35 montierbar ist. Dieser weitere Verbindungsbolzen 35 erstreckt sich dann, wie die Aufnahmebohrung 19, in Richtung
der Stabachse 13.
Im Ausführungsbeispiel von Fig. 2 sind zwei gestufte Kugelrundstäbe 10,
10' zu einem Drehgelenk-Paar 40 über den Verbindungsbolzen 30 zusammengefügt.
Dies geschieht, indem diese Kugelrundstäbe 10, 10' zueinander gegensinnig, mit ihren beiden ausgesparten Endbereichen aufeinander zu
gerichtet werden. Zwischen den beiden Kreisstirnflächen 24, 24' kann eine Scheibe 31 angeordnet werden, die ein Zentralloch 32 zum Durchgang
des Verbindungsbolzens 30 aufweist. Die vollzogene Montage des Drehgelenk-Paares
40 ist in Fig. 4 gezeigt. Im Montagefall greifen die am Rundstab
verbliebenen Kugelabschlüsse 15. 15' jeweils in die beschriebene konkave
Hohl zylinderfläche des gegenüberliegenden Sichel segments 25, 25' hinein
und sorgen so für einen weitgehend glatten Übergang.
Ausweislich der Fig. 4 ist der eine Kugelrundstab 10' gegenüber dem anderen
Kugelrundstab 10 um die Bolzenachse 33 in Richtung des Drehpfeils 26 von Fig. 4 räumlich frei einstellbar. Dadurch ist es möglich, das Drehgelenk-Paar
40 mit seinen beiden Stabachsen 13, 13' aus der in Fig. 3b ersichtlichen
Streck-Position in verschiedene, zueinander spiegelbildliche Winkellagen gemäß Fig. 3a und 3c zu überführen. Das Ausmaß der möglichen
Verdrehung 26 ist im wesentlichen durch die Umfangslänge der beidseitigen %l) Sichelsegmente 25, 25' begrenzt. In Fig. 3a und 3c sind die beiden Extremlagen
gezeigt, die bei etwa + 30° bzw. - 30° gegenüber der Streckposition von Fig. 3b liegen.
Die jeweilige Drehlage der beiden Kugelrundstäbe 10, 10' im Drehgelenk-Paar
40 läßt sich durch Gewindestifte 36, 36' fixieren. Dies kann von außen unsichtbar durch die aus der Schnittdarstellung von Fig. 4 ersichtlichen
Maßnahmen geschehen. Weil dies in spiegelbildlich gleicher Weise in beiden Kugelrundstäben 10, 10' verwirklicht wird, genügt es, die Fixierung
lediglich bei dem in Fig. 4 linken Kugelrundstab 10 zu beschreiben.
Der Verbindungsbolzen 35 wird in einer als Gewindeaufnahme ausgebildeten
^Tx Gewindebohrung 19 in Fig. 4 eingeschraubt und kommt dabei mit einem
für den Ansatz eines Drehwerkzeugs geeigneten Bund an der dortigen Endfläche
14 zu liegen. Die Gewindebohrung ist aber durchgehend ausgebildet sowie in sich axial gestuft und besitzt an ihrem Innenende eine abgesetzte
Gewindeaufnahme 39, in welche der Gewindestift 36 im Montagefall eingreift. Dieser Gewindestift 36 läßt sich durch die erweiterte Gewindebohrung
19 über ein geeignetes Steckwerkzeug verschrauben, wenn der Verbindungsbolzen 35 demontiert ist. Der Gewindestift 36 fährt dabei mit seiner
Stiftspitze in eine Umfangsnut 37 des als Drehgelenk fungierenden Verbindungsbolzens
30 ein und fixiert damit die gegebene Drehlage zwischen dem Kugelrundstab 10 und dem Verbindungsbolzen 30 an dieser Stelle.
In entsprechender Weise wird mit dem gegenüberliegenden Gewindestift 36' des in Fig. 4 rechts gezeichneten anderen Kugelrundstabs 10' verfahren.
Dadurch kommt es auch dort zu einer Drehfixierung des jeweils gewählten
Drehwinkels 26 des dortigen Kugelrundstabs 10' bezüglich des Verbindungsbolzens
30. Die beiden Stabachsen 13, 13' nehmen dadurch eine definierte räumliche Winkellage zueinander ein, die jederzeit durch entsprechende
Lockerung des einen Gewindestäfts 36' und Verdrehung des Kugelrundstabs
10' im Sinne des Drehpfeils 26 veränderbar ist.
Fig· 4 zeigt auch, daß über die beiden endseitigen Verbindungsbolzen 35'
des Drehgelenk-Paares 40 zwei weitere geradlinige Rundstäbe 41, 41' angekuppelt werden können. Das ist beispielsweise beim rechten Rundstab
41' in Fig. 4 gezeigt. Der dortige Rundstab 41' kann z. B. aus einem
Rohr bestehen, das quer gebohrt ist, und eine Gewindehülse 42 aufnimmt, in welcher ein weiterer Gewindestift 43 verschraubbar ist. Im Rohrinneren
des Rundstabs 41 kann eine quer gelochte Buchse 44 eingeführt sein, in welche das aus dem Kugelrundstab 10' herausragende Ende des Verbindungsbolzens
35' axial eingeführt wird. Durch Verschrauben des Gewindestifts 43 fährt dieser mit seinem zugeschärften Innenende in eine Umfangsnut
38 des Verbindungsbolzens 35 und sorgt dort für eine sowohl drehfeste als auch axial feste Verbindung.
Im Ausführungsbeäspiel von Fig. 5 ist anhand eines Drehgelenk-Paares
40 der beschriebenen Art der Anschluß eines strichpunktiert angedeuteten Rohres 45 verdeutlicht, was über einen geeigneten Adapter 46 geschieht.
Zum Anschluß dieses Adapters 46 kann an der Endfläche 14 der dortige Kugelrundstab 10 ein zylindrischer axialer Ansatz 47 sitzen, zweckmäßigerweise
unter Zwischenschaltung einer weiteren Scheibe 34. Der Ansatz
47 bildet einen Steckteil für eine entsprechende zylindrische Aufnahme
48 im Adapter 46. Der Adapter 46 besitzt an seinem der Aufnahme 48
gegenüberliegenden Ende eine dem Umriß des Rohres 45 entsprechende zylindrische Ausnehmung 49, in welcher das Rohr 45 durch eine Schraube,
z. B. eine Innensechskantschraube 59, festgehalten wird. Der Kopfbereich der Innensechskantschraube greift in eine zentrale Aussparung des am Kugelrundstab
10 befindlichen Ansatzes 47 ein und läßt sich dort durch eine angedeutete Gewindeschraube 57 fixieren. Der Ansatz 47 ist aber auch
seinerseits mit einer Umfangsnut 58 versehen, in welche das zugeschärfte Ende eines weiteren Gewindestifts 56 fixierend eingreift. Dieser Gewindestift
56 ist in einer quer gerichteten Gewindebohrung im büchsen form igen Ende
des Adapters 46 verschraubbar. Bei gelöstem Gewindestift 56 läßt sich
der Adapter 46 um die Stabachse 13 im Sinne des Drehpfeils 66 verstellen
und durch Anziehen des Gewindestifts 56 in der gewählten Drehlage fixieren. Dadurch ist es möglich, das Rohr 45 in verschiedene Winkellagen zu bringen.
Im Ausführungsbeispiel von Fig. 6 ist ein Drehgelenk-Paar 40' aus zwei
Kugelrundstäben 10, 10' der in Fig. 2 bis 3b beschriebenen Art gezeigt, welches sich lediglich dadurch unterscheidet, daß zwischen den beidseitigen
Stirnflächen 24, 24' ein Distanzstück 50 auf dem gemeinsamen Verbindungsbolzen
30 sitzt. Das Distanzstück 50 ist im vorliegenden Fall geradlinig ausgebildet, könnte aber auch, zumal wenn es eine aus Fig. 7 ersichtliche
größere Länge 51' des dort gezeigten Distanzstücks 50' aufweist, auch in sich gekrümmt ausgebildet sein. Letzteres ist aber wegen der überraschend
möglichen Verdrehbarkeit 26' von Fig. 6 im allgemeinen nicht mehr nötig, weil dort bereits folgende besonderen Verhältnisse vorliegen.
Das Distanzstück 50 sorgt in Fig. 6 für einen solchen Abstand 51 zwischen
den beidseitigen Kreisstirnflächen 24, 24', daß die sie bereichsweise umgrenzenden
Sichelsegmente 25, 25' nicht mehr in die angrenzenden Kugelabschlüsse
15, 15' der beiden Kugelrundstäbe 10, 10' eingreifen. Das hat zur Folge, daß eine volle rotative Verdrehung im Sinne des Rotationspfeils
26' des Kugelrundstabs 10' um die auch in Fig. 6 strichpunktiert angedeutete Bolzenachse 33 des Verbi ndungsbol zens 30 möglich ist. Dadurch kann,
wie Fig. 6 zeigt, der Kugelrundstab 10' mit seiner Stabachse 13' in den erkennbaren rechten Winkel 21' bezüglich der anderen Stabachse 13 gebracht
werden. Durch die beschriebenen Gewindestifte oder andere Mittel, wie Klebungen, läßt sich jeder gewählte räumliche Winkel zwischen den beiden
Stabachsen 13, 13' fixieren. Obwohl ein Distanzstück 50 inmitten des Drehgelenk-Paares
40' verwendet wird, ergibt sich ein gegenüber dem Stand der Technik kompakterer Aufbau, wie ein Vergleich zwischen Fig. 17 und
18 verdeutlicht.
In Fig. 17 ist bereits ein gegenüber dem eigentlichen Stand der Technik
modifizierter Sachverhalt dargestellt, der die theoretisch kleinst mögliche Dimension eines Krümmers 60 zeigt, dessen beide Endflächen 61, 61' nahestmöglich
zueinandergeführt sind. Die durch Hilfslinien 62, 62' in Fig. 17 verdeutlichten beiden Ebenen der beiden Endflächen 61, 61' schneiden
sich nämlich in einem Schnittpunkt S, der zugleich der Krümmungsmittel-
• *
punkt für die äußere und innere kreisförmige Mantellinie des Krümmers
60 ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen 90 Krümmer
60, der für eine rechtwinklige Verkröpfung zwischen zwei anzuschließenden Rundstäben 41, 41' sorgen soll, die in Fig. 17 strichpunktiert
verdeutlicht sind. Zum Anschluß sollen ebenfalls Verbindungsbolzen 30,
30' dienen. Im eigentlichen Stand der Technik schließen sich an die 90 Kreisbiegung
wenigstens noch kurze geradlinige Schenkelstücke an, weshalb normalerweise die beiden Endflächen 61, 61' des Krümmers 60 voneinander
weiter entfernt sind. Die Fig. 17 zeigt also einen für den Vergleich mit der Erfindung günstigsten Sachverhalt, wo die geradlinigen Schenkelenden
fehlen und daher die erwähnte kürzestmögliche Dimension zwischen den Endflächen 61, 61' vorliegt. Dieser 90°-Krümmer 60 von Fig. 17 läßt
sich mit großem materiellen und arbeitsmäßigem Aufwand als Viertelkreis-Segment eines Rundstab-Kreisrings erstellen. Ohne die erwähnten geradlinigen
Schenkelfortsätze läßt sich ein Krümmer im Stand der Technik durch einen Biegevorgang eines zunächst geradlinigen Rundstabs nicht ohne weiteres
erzeugen.
Doch selbst bei diesen theoretisch günstigsten Verhältnissen des in Fig.
17 gezeigten Krümmers, die aus dem Stand der Technik ableitbar sind, befindet sich die Ebene 62' der einen Endfläche 61' in einer verhältnismäßig
großen Distanz D von der strichpunktiert in Fig. 17 verdeutlichten innersten Mantellinie 63 des am anderen Ende 61 anzuschließenden Rundstabs 41.
Vergleicht man diesen Sachverhalt mit dem in Fig. 18 gezeigten Drehgelenk-Paar 40' von Fig. 6 nach der Erfindung, so ergeben sich bereits günstigere
Verhältnisse, obwohl in diesem Fall das Distanzstück 50 die Dimension vergrößert. Es ist folgendes festzustellen:
Im erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiei von Fig. 18 ergibt sich der
mit Fig. 17 zu vergleichende Schnittpunkt S aus einer Verlängerung der beidseitigen Ebenen der Endflächen 14, 14' der beiden Kugelrundstäbe
10, 10', zwischen denen noch das Distanzstück 50 liegt. Dennoch liegt
in Fig. 18 der Schnittpunkt S näher an der entsprechenden Mantellinie 63 des am gegenüberliegenden Kugelrundstab 10 anzuschließenden Rundstabs
41. Es besteht eine gegenüber Fig. 17 wesentlich geringere Distanz d. Bei der Erfindung ist es also möglich, eine rechtwinklige Verkröpfung
zu erzeugen, bei der die beidseitigen Anschlußstellen 14, 14' für die zuein-
ander rechtwinklig verlaufenden Rundstäbe 41, 41' wesentlich näher liegen.
Noch günstigere Verhältnisse ergeben sich durch das weitere, in Fig. 19 verdeutlichte Ausführungsbeispiel der Erfindung, dessen Details in Fig.
8a und 8b näher gezeigt sind.
Auch im Falle der Fig. 8a werden zwei der bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen geneigt gestuften Kugelrundstäbe 10, 10' der
gleichen Type verwendet, aber in einer gegenüber dem Drehgelenk-Paar 40 von Fig. 2 bis 4 entgegengesetzten Zusammenfügung. In Fig. 8a werden
die beiden Kugelrundstäbe 10, 10' zueinander gleichsinnig zusammengefügt,
indem auf der Kreisstirnfläche 24 des einen Stabs 10 die Endfläche 14'
des anderen Stabs 10' aufgesetzt wird; zweckmäßigerweise wieder unter
Zwischenschaltung der bereits erwähnten kreisförmigen Scheibe 31. In diesem Fall ist ebenfalls eine volle rotative Drehung 26' des einen Kugelrundstabs
10' um die Bolzenachse 33 des gemeinsamen Verbindungsbolzens 30 möglich. Ausgehend von der 90 -Stellung zwischen den beidseitigen
Stabachsen 13, 13' von Fig. 8a läßt sich daher die Stabachse 13' z. B. in ihre au;
überführen.
überführen.
in ihre aus Fig. 8b ersichtliche I80°-Parallel-Position zur Stabachse 13
In Fig. 8a und 8 b liegt über den Verbindungsbolzen 30 eine Baueinheit
55 aus gleichen Kugelrundstäben 10, 10' vor, die sich als "Doppelwinkel-Kombination"
bezeichnen läßt. Diese Kombination 55 läßt sich mit ihrem Winkel räumlich beliebig verstellen und durch die aus Fig. 8a und 8b erkennbaren
und bereits im Zusammenhang mit Fig. 4 beschriebenen Gewindestifte 36, 36' fixieren. Nützlich für die Betrachtung ist es, zwei Winkelebenen
zu unterscheiden, von denen die eine durch die Bolzenachse 33 und die Stabebene 13' des Kugelrundstabs 10' und die andere ebenfalls durch die
Bolzenachse 33 und die Stabebene 13 des gegenüberliegenden Kugelrundstabs 10 bestimmt sind. Bei der rechtwinkligen Verkröpfung von Fig. 8a fallen
diese beiden Winkelebenen zusammen und liegen in der Zeichenebene der Fig. 8a. Diese beiden Winkelebenen liegen zwar auch bei einer 180 -Drehung
gemäß Fig. 8b ebenfalls in der Zeichenebene, doch in allen anderen Winkelpositionen
sind sie zueinander räumlich verdreht. Im Falle der Fig. 8b verlaufen die beiden endseitig an die Kombination 55 anzuschließenden
geradlinigen Rundstäbe 41, 41' parallel zueinander, doch sind die Achsen 13, 13', deren Lage durch die Kugelrundstäbe 10, 10' bestimmt ist, in
12
einem Parallelabstand 54 zueinander.
einem Parallelabstand 54 zueinander.
Hinsichtlich der räumlichen Dimension dieser Doppelwinkel-Kombination
55 von Fig. 8a und 8b ergeben sich die in Fig. 19 erläuterten, besonders günstigen Verhältnisse. Gemäß Fig. 19 dient die eine, freiliegende Kreisstirnfläche
24' zum Anschluß des einen geradlinigen Rundstabs 41'. Verlängert man die Ebene dieser Anschlußebene 24' in Richtung auf die zum
Anschluß des anderen geradlinigen Rundstabs 41 dienende gegenüberliegende freie Endfläche 14 dieser Kombination 55, so ergibt sich ein Schnittpunkt
S, der sogar im Inneren des dort anzuschließenden Kreisprofils 12 zu liegen kommt. Bezogen auf die innere Mantellinie 63 liegt jetzt eine
negative Distanz "- d" vor, welche den Abstand zwischen den beiden Rundstab-Anschlußflächen
14 einerseits und 24' andererseits auf ein Minimum reduziert. Es ergibt sich daher ein besonders raumsparender Aufbau.
Das bereits angesprochene Ausführungsbeispiel eines weiteren Drehgelenk-Paares
40" von Fig. 7 unterscheidet sich von dem vorausgehend in Fig. 6 beschriebenen Fall lediglich dadurch, daß das in Fig. 7 gezeigte Distanzstück
50' eine größere axiale Länge 51' besitzt. In diesem Fall empfiehlt
es sich, anstelle eines gemeinsamen Verbindungsbolzens zwei miteinander axial ausgerichtete Verbindungsbolzen 30, 30' zu verwenden, um die gewünschte
Verbindung zu den beidendigen Kugelrundstäben 10 bzw. 10' zu schaffen. Natürlich ist auch hier die bereits im Zusammenhang mit
Fig. 6 beschriebene räumliche Rotations-Verstellung 26' des einen Kugelrundstabs
10' gegenüber dem anderen 10 möglich.
In Fig. 9 ist schließlich ein drittes Ausführungsbeispiel gezeigt, das ebenfalls
mit zwei Kugelrundstäben 10, 10' der in Fig. 1 beschriebenen Art auskommt und zum Aufbau einer Baueinheit 53 dient, die als ein doppelt verkröpfter
Übergang zwischen zwei geradlinigen Rundstäben 41, 41' genutzt werden
kann. Deshalb kann diese Baueinheit 53 kurz als "Doppelkröpf-Kombination" bezeichnet werden. Auch hier werden die Kugelrundstäbe 10, 10' zwar
zueinander gegensinnig über einen gemeinsamen Verbindungsbolzen 30" montiert, doch liegen sie jetzt mit ihren beiden Endflächen 14, 14' aneinander.
Ihre beiden Kreisstirnflächen 24, 24' sind voneinander weggerichtet und dienen als Anlageflächen für die beiden anzuschließenden Rundstäbe
41, 41'.
f
· ff!·· f · #
Auch in diesem Ausführungsbeispiel von Fig. 9 ist der Rundstab 10' der
Kombination 53 mit seiner Stabachse 13' gegenüber der Achse 13 des anderen Kugelrundstabs 10 im Sinne des Pfeils 26' rotativ um die Bolzenachse
33" verdrehbar. Im dargestellten Ausführungsbeispiel von Fig. 9 liegen zwar alle Achsen 13, 13', 33" in einer gemeinsamen Ebene, nämlich der
Zeichenebene, doch kann durch die Rotation 26' die von der Stabachse
13' bestimmte Verkröpfungsebene aus der Zeichenebene beliebig herausgedreht werden. In Fig. 9 beträgt der Verkröpf ungswinkel 21" zwischen
den beiden Stabachsen 13, 13' 90°. Nach einer 180°-Drehung im Sinne des Pfeils 26' kommen auch bei dieser Kombination 53 die beiden Stabachsen
13, 13' in eine Parallellage zueinander.
In Fig. 11 ist eine mit dem verkröpften Übergang zwischen zwei anzuschließenden
geradlinigen Rundstäben 41, 41' von Fig. 8a vergleichbare Ausführung gezeigt, wofür ein Doppel-Kugelrundstab 52 dient. Dieser Kugelrundstab
52 erzeugt einen festen Verkröpfungswinkel 64 und entsteht, indem an seinen beiden Stabenden jeweils Kugel abschlösse 15, 15' mit jeweiligen
Zylinderaussparungen vorgesehen sind, die voneinander weggerichtete Kreisstirnflächen 24, 24' entstehen lassen. Jeweils zum Verkröpfungswinkel
64 hin werden die beiden Kreisstirnflächen 24, 24' von zwei Sichelsegmenten 25, 25' umgrenzt. Wie durch den seitlichen Ausbruch erkennbar ist,
greifen die anzuschließenden geradlinigen Rundstäbe 41, 41' in die Sichelsegmente
25, 25' ein und liegen jeweils bündig mit den beiden gegenüberliegenden Kugelabschlüssen 15, 15'. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind
die Zylinderaussparungen beidendig in gleichem, zueinander spiegelbildlichen Winkel in diese Kugelabschlüsse 15, 15' eingelassen, weshalb sich der dargestellte
symmetrische Aufbau ergibt. Die beidendigen Stabachsen 13, 13', die den Verkröpfungswinkel 64 bestimmen, bestimmen im vorliegenden
Fall eine 120°-Verkröpfung zwischen den beiden Zylinderaussparungs-Achsen
23, 23'.
Im Ausführungsbeispiel von Fig. 10 wird ein lediglich einzelner Kugelrundstab
10 gemäß Fig. 1 als ein Winkelübergangsstück zwischen zwei strichpunktiert angedeuteten geradlinigen Grundstäben 41, 41' verwendet. Wegen des bereits
beschriebenen 45°-Innenwinkels 21 verläuft daher die Achse 13 des einen
Rundstabs 41 in einem Winkel von 45 zu der von der Zylinderachse
23 der Aussparung bestimmten Achse des anderen Rundstabs 41'. Der eine Rundstab 41 liegt an der Endfläche 14 und der andere Rundstab
41' an der Kreisstirnfläche 24 dieses Kugelrundstabs 10 an.
Im Ausführungsbeispiel von Fig. 12 ist ein zum Ausführungsbeispiel von
Fig. 1 ähnlicher gestufter Kugelrundstab 10" perspektivisch dargestellt,
weshalb für die Bezeichnung entsprechender Bauteile die gleichen Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel verwendet werden, wobei aber
zur Unterscheidung davon diese Bezugszeichen mit einem Doppelstrich {") versehen worden sind. Insoweit gilt die bisherige Beschreibung. Es genügt,
lediglich auf die Unterschiede einzugehen. Auch in diesem Fall ist w die eine Endfläche 14 des Kugelrundstabs 10" rechtwinklig zur Stabachse
13 geschnitten und lediglich am gegenüberliegenden Stabende ein Kugelabschluß
15 vorgesehen.
Der wesentlichste Unterschied des Kugelrundstabs 10" gegenüber dem Ausführungsbeispiel
10 von Fig. 1 besteht darin, daß in Fig. 12 die Achse 23" der nicht näher verdeutlichten Zylinderaussparung rechtwinklig zur
Stabachse 13" verläuft. Dadurch erstreckt sich die von ihr erzeugte Kreisstirnfläche
24" parallel zur Stabachse 13". Im dargestellten Ausführungsbeispiel von Fig. 12 verläuft die Stabebene 13" in dieser Kreisstirnfläche
24", welche sie diametral schneidet. Es entsteht ein axialgestufter Kugelrundstab
10" mit besonders massiv ausgeprägtem Sichelsegment 25". Seine *&tgr;\ konkave Hohlzylinderfläche 28" verläuft vertikal zur Stabachse 13", wie
am besten aus dem Ausführungsbeispiel von Fig. 13 zu erkennen ist.
In Fig. 13 ist ein mit Fig. 10 vergleichbarer Anwendungsfall des axial
gestuften Kugelrundstabs 10" von Fig. 9 veranschaulicht. Der Verlauf der beiden Rundstäbe 41, 41' ist durch die rechtwinklige Lage der Stabachse
13" und der Zylinderachse 23" bestimmt.
In Fig. 14 ist ein als "Abzweigstück" gestalteter Rundstab 65 gezeigt.
Im vorliegenden Fall sollen drei benachbarte Rundstäbe 41, 41', 41" zueinander rechtwinklig angeschlossen werden. Es handelt sich im vorliegenden
Fall um ein T-Anschlußstück 65. Die beiden Stabenden sind mit rechtwinklig
zur Stabachse 13 verlaufenden Endflächen 14, 14" versehen, an denen sich die beschriebenen Verbindungsbolzen 35, 35" befinden. Eine Zylinderaus-
sparung, deren Lage in Fig. 14 dem anzuschließenden Rundstab 41' entspricht,
ist in diesem Fall in der Mitte des Rundstabs in die Mantelfläche 18 eingelassen. Dabei kommt die Kreisstirnfläche 24" dieser Aussparung
in der durchgehenden Stabachse zu liegen. Hier ergeben sich ähnliche Verhältnisse, wie sie im Zusammenhang mit Fig. 13 bereits beschrieben
worden sind. Man kann das T-Anschlußstück 65 von Fig. 14 als zwei spiegelbildlich
zueinander angeordnete, ineinandergehende Rundstäbe 10" gemäß Fig. 13 ansehen, bei denen die beidseitigen Kugelabschlüsse 15" von Fig.
13 weggefallen sind. So entstehen in Fig. 14 zwei zueinander diametral gegenüberliegende Sichelsegmente 25" mit vertikal zur durchgehenden Stabachse
13 verlaufenden Hohlzylinderflächen 28". In einer zentralen Bohrung der Kreisstirnfläche 24" sitzt der Verbindungsbolzen 30" für den abgezweigten
dritten Rundstab 41'.
Das Ausführungsbeispiel von Fig. 15 zeigt den beschriebenen axial gestuften
Kugelrundstab 10", der, ähnlich wie im Ausführungsbeispiel von Fig. 5, über einen Adapter 46' zum Anschluß eines rechtwinklig zur Stabachse
13" verlaufenden Rohr 45' dient. Der Adapter 46' sitzt auf der Kreisstirnfläche
24" und läßt sich um die vertikal zur Stabachse 13" verlaufenden Zylinderachse 23", ähnlich wie in Fig. 5, im Sinne des Rotationspfeils
66' verdrehen. Dadurch dreht sich die entsprechende zylindrische Ausnehmung 49' im Adapter 46' mit, weshalb auf diese Weise das Rohr 45' in
wählbare Winkellagen bezüglich der Stabachse 13" gebracht werden kann. Zur Verbindung des Rohres 45' mit dem Kugelrundstab 10" dient hier
eine Gewindeschraube 67, deren Kopf, wie ersichtlich, in einer gestuften Querbohrung im Kugelabschluß 15" des Kugelrundstabs 10" eingelassen
ist und den Adapter 46' durchsetzt. Das Ende der Schraube greift in eine Ge winde bohrung eines im Inneren des Rohres 45' sitzenden zweiflügeligen
Halters 69 ein.
In Fig. 16 ist ein Ausführungsbeispiel eines Rundstab-Zugs 68 gezeigt.
Es sind verschiedene Kugelrundstäbe 10, 10", ein Drehgelenk-Paar 40, ein T-Anschlußstück 65 und eine Schar von weiteren geradlinigen Rundstäben
41, 41', 41" vorgesehen.
BUSE · MENTZEL LUDi)WIG *··:
Zugelassene Vertreter beim Europäischen Patentamt
Postfach 201462 D-42214 Wuppertal
Unterdörnen D-42283 Wuppertal "Patentanwälte
Dipl.-Phys. Buse Dipl.-Phys. Mentzel
Dipl.-Ing. Ludewig
Wuppertal,
56 Kennwort: "Kugelstufe"
Bezugszeichen liste:
d D S
10, 10' 10" 11 12
13, 13',
14, 14\
15, 15', 16 17 18 19, 19' 20 21 2&Ggr;
21" 22
23, 23"
24, 24',
25, 25', 26 26' 27 28, 28" 29 30, 30', 31 32 33, 33"
34
35, 35',
36, 36' 37 38 39
40, 40',
41, 41', 42
43 44
45, 45'
46, 46'
TELEFON (0202) 55 70 TELEX S 59 !606 wpasd
TELEFAX (0202) 57 1501 bzw. 14, 14' bzw. 14, 24'
Distanz zwischen 63 und 14' (Fig. 18)
Distanz zwischen 61, 61' (Fig. 17)
Schnittpunkt der Ebenen 62, 62'
(Fig. 17 bis 19)
geneigt gestufter Kugelrundstab
axial gestufter Kugelrundstab
Rundstab
Kreisprofil
13" Stabachse von 10, 10' bzw. 10" 14" Endfläche von 10, 10' bzw. 10"
15" Kugelabschluß bei 10, 10' bzw. 10"
Kugelradius (Fig. 1)
Kreisprofilradius (Fig. 1)
konvexe Mantelfläche von
Aufnahmebohrung in 14, Gewindebohrung (Fig. 1, 4)
Zylinderaussparung (Fig. 1)
Innenwinkel zwischen 13,
rechter Winkel zwischen 13, 13' (Fig. 6)
Verkröpfungswinkel bei 53 (Fig. 9)
Schnittpunkt zwischen 13,
Zylinderachse 24" Kreisstirnfläche 25" Sichelsegment
Drehpfeil (Fig. 4, 8a)
Rotationspfeil (Fig. 6)
Zylinderradius von 20 (Fig. 1)
konkave Hohl zylinderfläche von 20 (Fig. 1 bzw. Fig. 12, 14)
Aufnahmebohrung in 24 (Fig. 1) 30" Verbindungsbolzen
Scheibe
Zentralloch in
Bolzenachse von 30 bzw. 30"
weitere Scheibe (Fig. 5) 35" Verbindungsbolzen bei 14, 14', 14"
Gewindestift (Fig. 4)
Umfangsnut von
Umfangsnut von 35, 35'
Gewindeaufnahme (Fig. 4) 40" Drehgelenk-Paar (Fig. 2, 6 bzw. 7) 41" geradliniger Rundstab (Fig. 4 bzw. 14)
Gewindehülse (Fig. 4)
Gewindestift (Fig. 4)
Buchse (Fig. 4)
Rohr (Fig. 5 bzw. 15)
Adapter (Fig. 5 bzw. 15)
WUPPERTAL BLZ 33040001
WUPPEffTAL fti34900T<f*
BLZ 330 60098 POSTGIROAMT
KÖLN 72634-506
BLZ 370100 50
KÖLN 72634-506
BLZ 370100 50
VAT-No.
DE U5OJ59SS
47 zylindrischer Ansatz (Steckteil) (Fig. 5)
48 zylindrische Aufnahme, Buchsenteil (Fig. 5)
49, 49' zylindrische Ausnehmung in 46 bzw. 46' (Fig. 5, 15)
50, 50' Distanzstück (Fig. 6 bzw. 7)
51 Abstand zwischen 24, 24' (Fig. 6) 51' Länge von 50' (Fig. 7)
52 Doppel-Kugelrundstab (Fig. 11)
53 Doppelkröpf-Kombination (Fig. 9)
54 Parallel abstand zwischen 13, 13' (Fig. 8b)
55 Doppelwinkel-Kombination (Fig. 8a, 8d)
56 Gewindestift bei 46 (Fig. 5)
57 Gewindeschraube (Fig. 5)
58 Umfangsnut von 47 (Fig. 5)
59 Innensechskantschraube (Fig. 5)
60 Krümmer gemäß Stand der Technik (Fig. 17)
61, 61' Endfläche von 60
62, 62' verlängerte Ebene von 61, 61'
63 innere Mantellinie von 41 (Fig. 17, 18, 19)
64 Verkröpfungswinkel zwischen 23, 23' (Fig. 11)
65 Abzweigstück, T-Anschlußstück (Fig. 14)
66, 66' Rotationspfeil von 45 bzw. 45' (Fig. 5 bzw. 15)
67 Gewindeschraube
68 Rundstab-Zug
69 Halter
Claims (13)
1. Bausatz aus verschiedenen Rundstäben mit gleichem Kreisprofil zum
Aufbau eines verkröpßften Rundstab-Zugs,
von denen wenigstens einige in ihrem Längsverlauf unterschiedlich ausgebildet sind und eine Krümmung im Rundstab-Zug bestimmen,
wobei die einzelnen Rundstäbe durch im Bereich ihrer Stabachsen angreifende Bolzen (Verbindungsbolzen) verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der eine Krümmung im Rundstab-Zug (68) bestimmende Rundstab
(gestufter Kugelrundstab 10) wenigstens an seinem einen Stabende einen kugelkappenförmigen Abschluß (Kugelabschluß 15) aufweist,
daß in das den Kugelabschluß (15) aufweisenden Stabende eine kreiszylinderische
Aussparung (Zylinderaussparung 20) eingelassen ist, die sich radial in die angrenzende Kreisprofil-Mantelfläche (18) des Rundstabs
(11) erstreckt,
wobei der Zylinderradius (27) der Zylinderaussparung (20) gleich dem
Kreisprofilradius (17) des Rundstabs (11) ist und die Zylinderachse (23) die Stabachse (13) schneidet,
und daß die Zylinderaussparung (20) sowohl eine kreisförmige Stirnfläche
(Kreisstirnfläche 24) als auch ein sichelförmiges Segment (Sichelsegment 25) im Kugelrundstab (10) erzeugt,
wobei der Mittelpunkt (22) der Kreisstirnfläche (24) in der Stabachse
(13) des Rundstabs (11) liegt und den Verbindungsbolzen (30) trägt, der sich in Richtung der Zylinderachse (23) erstreckt,
• *
und das Sichelsegment (25) im Innenwinkelbereich (21) zwischen der
sich schneidenden Stab- und Zylinderachse (13, 23) angeordnet ist,
die Kreisstirnfläche (24) einseitig begrenzt und einerseits aus der
konvexen Mantelfläche (18) des Rundstabs (11) und andererseits aus
der konkaven Hohlzylinderfläche (28) der Zylinderaussparung (20) besteht,
(Fig. 1, 2).
2. Rundstabzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gestufte Kugelrundstäbe (10, 10') zueinander gegensinnig im Rundstab-Zug
(68) angeordnet sind und mit ihren Zylinderaussparungen gegeneinander weisen,
wobei die beiden Stäbe (10, 10') vorzugsweise über einen gemeinsamen
Verbindungsbolzen (30) zu einem Drehgelenk-Paar (40) zusammengefügt sind, dessen Drehwinkel (26) frei einstellbar ist, (Fig. 2, 3a bis 3c).
3. Rundstabzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gestufte Kugelrundstäbe (10, 10') zueinander gleichsinnig im Rundstab-Zug
(68) angeordnet sind, indem der Kreisstirnfläche (24) des einen Stabs (10) die gegenüberliegende Endfläche (14') des anderen Stabs
(10') zugekehrt ist,
wobei beide Stäbe (10, 10') vorzugsweise über einen gemeinsamen
Verbindungsbolzen (30) zu einer Doppelwinkel-Kombination (55) zusammengefügt sind, deren eine Winkelebene gegenüber der anderen räumlich
beliebig verstellbar (26') ist, (Fig. 8a, 8b).
4. Rundstabzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gestufte Kugelrundstäbe (10, 10') zueinander gegensinnig im Rundstab-Zug
(68) angeordnet sind und mit ihren den Zylinderaussparungen abgekehrten Endflächen (14, 14') gegeneinander weisen,
wobei beide Stäbe (10, 10') vorzugsweise über einen gemeinsamen Verbindungsbolzen (30") zu einem doppelt verkröpften Übergang (Dop-
• ·
pelkröpf-Kombination 53) zusammengefügt sind
und durch Verdrehen (261) der beiden Kugelrundstäbe (10, 10') zueinander
die eine Verkröpfungsebene (13', 33") gegenüber der anderen Verkröpfungsebene (13, 33") räumlich beliebig einstellbar ist, (Fig.
9).
5. Rundstabzug nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen den gegeneinander gekehrten Kreisstirnflächen (24, 24') und/oder Endflächen (14, 14') der beiden Kugelrundstäbe
(10, 10') eines Drehgelenk-Paares (40), einer Doppelwinkel-Kombination (55) bzw. eines Doppelkröpf-Übergangs (53) eine Scheibe
(31) angeordnet ist, die vom Verbindungsbolzen (30) durchsetzt wird, (Fig. 4).
6. Rundstabzug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den gegeneinander gekehrten Stirnflächen (24, 24') und/oder Endflächen
(14, 14') der beiden Kugelrundstäbe (10, 10') eines Drehgelenk-Paares
(40), einer Doppelwinkel-Kombination (55) bzw. eines Doppelkröpf-Übergangs (53) ein Distanzstück- (50, 50') angeordnet ist, das
mit den beiden Kugelrundstäben (10, 10') durch einen gemeinsamen (301) oder durch zwei Verbindungsbolzen (30, 30') angeschlossen
ist, (Fig. 6, 7).
7. Rundstabzug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzstück
(50, 50') aus einem Zylinderabschnitt eines insbesondere geradlinigen Rundstabs gebildet ist, dessen beide Enden an den beiden
Kreisstirnflächen (24, 24') und/oder Endflächen (14, 14') der gestuften
Kugelrundstäbe (10, 10') anliegen, (Fig. 6, 7).
8. Rundstabzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einzelner
gestufter Kugelrundstab (10, 10") zwischen zwei Rundstäben (41, 41') ohne Kugelabschluß geschaltet ist und ein Winkelübergangsstück
im Rundstab-Zug (68) bildet, (Fig. 10, 13).
9. Rundstabzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein die
Krümmung bestimmender Rundstab an beiden Stabenden Kugelabschlüsse
(15, 15') mit Zylinderaussparungen trägt und ein Doppel-Kugelrundstab (52) mit einem festen Verkröpfungswinkel (64) bildet, (Fig. 11).
10. Rundstabzug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stabachse (13") des gestuften Kugelrundstabs
parallel zur Ebene der Kreisstirnfläche (24") der Zylinderaussparung
liegt, vorzugsweise aber in der Ebene der Kreisstirnfläche (24" angeordnet
ist und einen axial gestuften Kugelrundstab (10") bildet, (Fig. 12).
11. Rundstabzug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ebene der Kreisstirnfläche (24) der Zylinderaussparung (20) geneigt zur Stabachse (13) des Rundstabs (11) verläuft
und einen geneigt gestuften Kugelrundstab (10) bildet, (Fig. 1 bis 11).
12. Rundstabzug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine Zylinderaussparung in die Mantelfläche (18) des Rundstabs angeordnet ist und ein Abzweigstück
(65) im Rundstabzug (68) bildet,
wobei die Kreisstirnfläche (24") der Zylinderaussparung auf zwei zueinander diametral gegenüberliegenden Seiten von zwei Sichelsegmenten
(25") begrenzt ist, (Fig. 14, 16).
13. Rundstabzug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die mantelseitige
Zylinder aussparung eine senkrecht zur Stabachse (13) verlaufende Zylinderachse (23") aufweist
und der Rundstab als T-Anschlußstück (65) für drei benachbarte Rundstäbe
(41, AV, 41") dient, (Fig. 14, 16).
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|---|---|---|---|
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