[go: up one dir, main page]

DE2950041A1 - Verfahren und vorrichtung zum anschliessen von insbesondere bogenfoermigem streckenausbau des berg- und tunnelbaus an den gebirgsstoss - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum anschliessen von insbesondere bogenfoermigem streckenausbau des berg- und tunnelbaus an den gebirgsstoss

Info

Publication number
DE2950041A1
DE2950041A1 DE19792950041 DE2950041A DE2950041A1 DE 2950041 A1 DE2950041 A1 DE 2950041A1 DE 19792950041 DE19792950041 DE 19792950041 DE 2950041 A DE2950041 A DE 2950041A DE 2950041 A1 DE2950041 A1 DE 2950041A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filling
tube
threads
fabric
hose
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19792950041
Other languages
English (en)
Other versions
DE2950041C2 (de
Inventor
Dipl.-Berging. Dr.-Ing. Werner 4352 Herten Dürrfeld
Ing.(grad.) Klaus 4350 Recklinghausen Konieczny
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GESTEINS und TIEFBAU GmbH
Original Assignee
GESTEINS und TIEFBAU GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GESTEINS und TIEFBAU GmbH filed Critical GESTEINS und TIEFBAU GmbH
Priority to DE19792950041 priority Critical patent/DE2950041C2/de
Publication of DE2950041A1 publication Critical patent/DE2950041A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2950041C2 publication Critical patent/DE2950041C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D11/00Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
    • E21D11/14Lining predominantly with metal
    • E21D11/18Arch members ; Network made of arch members ; Ring elements; Polygon elements; Polygon elements inside arches
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D11/00Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
    • E21D11/14Lining predominantly with metal
    • E21D11/15Plate linings; Laggings, i.e. linings designed for holding back formation material or for transmitting the load to main supporting members
    • E21D11/157Laggings making use of fluid cushions, e.g. the fluid containing a hardenable material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Rigid Pipes And Flexible Pipes (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anschließen von ins-
  • besondere bogenförmigem Streckenausbau des Berg- und Tunnelbaus an den Gebirgsstoß, wobei zwischen jeden der vorzugsweise in mehrere Segmente unterteilten Streckenrahmen und den Gebirgsstoß bzw. dem Gebirgsstoß zugewandte Verzugmatten ein Gewebeschlauch über den anzuschließenden Umfang des Bogens eingebracht, vorzugsweise in das Ausbauprofil eingelegt wird, worauf die Schlauchenden geschlossen werden und der Schlauch mit einer aushärtbaren Masse unter Druck gefüllt wird. Außerdem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens aus Gewebeschläuchen aus synthetischen Endlosfäden mit Panamabindung und einer ein Füllrohr und ein Anschlußstück aufweisenden Fülleinrichtung.
  • Der erfindungsgemäße Streckenausbau verfolgt den Zweck, einerseits die aus dem Gebirge herrührenden Kräfte nicht punktuell an dem Streckenbogen angreifen zu lassen, sondern linear in diesen als Normalkräfte einzuleiten und andererseits den Streckenrahmen über möglichst seinen ganzen Umfang kurzfristig gegen das Gebirge zu verspannen, um der Schichtenauflockerung des Gebirges entgegenzuwirken und dadurch dessen Eigenfestigkeit so wenig wie möglich zu reduzieren. Dazu wird der wie beschrieben eingebrachte Schlauch mit Feinbeton oder anderen hydraulisch abbindenden Füllstoffen aufgepumpt, wobei Drücke von z.B. bis zu 15 kp/cm2 aufgebracht werden. Der befüllte Schlauch füllt dann den Zwischenraum zwischen der Rückseite des Streckenrahmens und dem Gebirge kraft- und formschlüssig aus, weil er sich dem Ausbruchquerschnitt anpaßt, auch wenn der Streckenquerschnitt nicht profilgerecht hereingewonnen worden ist. Deswegen müssen einerseits die Gewebefäden eine erhebliche Elastizität besitzen, damit sich das Gewebe überall dem Gebirgsstoß anpassen kann, andererseits muß das Gewebe dicht bleiben, einen ausreichenden Zusammenhalt, d.h. eine Struktur aufweisen, die unabhängig von der örtlichen Belastung des Schlauches überall eine maximale Entwässerungsfreundlichkeit gewährleistet, um das Uberschußwasser des Füllstoffes nach außen abführen zu können und dabei den Verlust von Füllmaterial ,insbesondere von Zementkorn, zu verhindern.
  • Es ist bekannt, Kissen aus elastisch verformbarem Kunststoff oder Kautschuk nach dem Einbringen in der oben beschriebenen Weise in einem an dem Kissen angebrachten Schlauch über ein Absperrorgan mit Zement oder Kalkmörtel unter Druck zu füllen (CH-PS 462 871). Solche Kissen müssen über Tage fertig konfektioniert werden. Um eine Anpassung an die örtlich unterschiedlichen Verhältnisse zu ermöglichen, ist es erforderlich, die Kissen erheblich breiter als das Ausbauprofil zu machen.
  • Das bedeutet eine beträchtliche Steigerung der notwendigen Füllstoffmengen über das für den Anschluß des Strecken rahmens erforderliche Maß hinaus. Außerdem macht die Abführung des Anmachwassers ohne Feststoffverlust bei den Kissenwerkstoffen erhebliche Schwierigkeiten. Das führt in der Praxis zu örtlich unterschiedlicher, teilweise ganz fehlender Festigkeit der aus dem Füllstoff hergestellten umlagernden Bettung der Streckenrahmen u.a. durch Ausbildung von Wassernestern und von örtlichen Verarmungen an beispielsweise Zementschlempe. Im Ergebnis wird dadurch der eingangs beschriebene Zweck teilweise vereitelt.
  • Das eingangs beschriebene Verfahren ist bislang das einzige, im Untertagebetrieb, insbesondere im Steinkohlenbergbau verwendbare geblieben und seinerseits bekannt (DE-PS 26 27 256).
  • Im Rahmen dieses Vorschlages benutzt man Schläuche verhältnismäßig geringen Durchmessers (z.B. ca. 23 cm), deren Gewebe aus Nylon- bzw. Perlon-Fäden bestehen und eine Panamabindung besitzen. Ein solches Gewebe ist einerseits wasserabweisend und hat andererseits eine relativ hohe Reißfestigkeit (Kette im Mittel 1000 daN/S cm, Schuß im Mittel 980 daN/5 cm nach DIN 53857). Die Schläuche werden mit beidseitigen Webkanten hergestellt,wobei sich eine der Webkanten aus einem zwei benachbarten Schläuchen gemeinsamen Gewebestreifen ergibt, der im Anschluß an das Weben in Längsrichtung aufgetrennt wird. Es hat sich allerdings herausgestellt, daß sich im Bereich, insbesondere der letztgenannten Webkante das Gewebe an den hochbeanspruchten Stellen dehnt und unter Umständen sogar reißt. Da das Gewebe normalerweise das Überschußwasser nach außen abführt, die Feststoffe aber zurückhält, führen derartige Schäden zu beträchtlichen Feststoffverlusten, die den gewünschten Anschluß an das Gebirge mindestens erschweren, in den meisten Fällen jedoch unmöglich machen.
  • Die auf die jeweiligen Längen vorkonfektionierten und an ihren Enden verschlossenen Schläuche erhalten an einem Ende einen Füllstutzen, an den sich das Anschluß stück anbringen läßt. Nach dem Aufpumpen wird der Füllstutzen unter Fülldruck abgeklemmt.
  • Nach dem beginnenden Abbinden des Füllstoffes wird der Stutzen abgeschnitten und wiedergewonnen.
  • Die Notwendigkeit von vorkonfektionierten Schläuchen bedeutet an sich schon zahlreiche Nachteile. Bei dem geschilderten Verfahren muß außerdem die Füllung an den einen Stoß des Streckenrahmens ansteigen, bis sie den Scheitel des Bogens in der Firste erreicht hat und fällt dann an den gegenüberliegenden Stoß nach unten, wo sie sich von unten nach oben endgültig aufbaut. Es kommt dabei wiederholt zu einem Ansteigen der dem Pumpendruck entgegenwirkenden Kräfte während des Füllvorganges und zu einer fortschreitenden Entwässerung des Füllstoffes. Diese bedingt eine Erhöhung der inneren Reibung des einzubringenden Füllstoffes, welche von außen nach innen zunimmt. Infolgedessen muß der Füllstoff durch einen sich fortschreitend von außen nach innen verengenden Kanal durch die bereits gefüllten Bereiche in die noch ungefüllten Schlauchteile bis zum Scheitel punkt der Firste gefüllt werden. Das hat häufig eine Stopfenbildung zur Folge, welche eine restlose Füllung des Schlauches verhindert, die auch nicht nachgeholt werden kann. Diese Erscheinung wirkt sich ihrerseits so aus, daß Teile des Streckenrahmenumfanges nicht oder nicht ausreichend an das Gebirge angeschlossen sind und daß der angestrebte Bettungseffekt nicht erreicht wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Füllung des Schlauches an der jeweils günstigsten Stelle des Streckenrahmenumfanges vornehmen zu können, von der aus der Füllstoff keine oder nur vernachlässigbar kurze Bereiche bereits gefüllter Abschnitte durchqueren muß und dabei zu vermeiden, daß das Gewebe Schäden in dem Sinne davonträgt, daß diese zum Verlust seiner Fähigkeit führen, das überschüssige Anmachwasser des Füllstoffes nach außen abzuführen, ohne daß nennenswerte Mengen an Feinstkorn verloren gehen.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Gewebe des Schlauches an einer zwischen den Schlauchenden liegenden Stelle geöffnet, der Schlauch durch die Öffnung gefüllt und das Gewebe wenigstens annähernd wieder geschlossen und der Füllvorgang abgebrochen wird, sobald der Fülldruck über einen vorgegebenen Wert angestiegen ist.
  • Indem man das Gewebe örtlich vorzugsweise durch Auseinanderdrängen seiner Fäden öffnet, verhindert man Beschädigungen, weil die Fäden infolge ihrer Elastizität nach Freigabe von selbst im wesentlichen in ihre Ausgangslage zurückkehren, hat aber die Möglichkeit, das Füllen an der jeweils günstigsten Stelle, insbesondere im Scheitel der Firste zu beginnen, so daß der Füllstoff nach beiden Seiten fließt und den Schlauch beginnend an den Ulmen von unten nach oben füllt. Man kann außerdem den Füllvorgang beliebig neu ansetzen, falls sich gleichwohl Teile des SChlauches nicht oder nur unvollständig füllen sollten. Deswegen kann man den Druck auf einen Wert begrenzen, der etwaige Beschädigungen des Schlauchgewebes mit Sicherheit ausschließt. Dabei wirkt es sich günstig aus, wenn nach dem Öffnen des Gewebes die Öffnung abgedichtet wird. Die Erfindung schließt jedoch nicht aus, daß die Öffnung auch durch Durchtrennen einzelner Fäden, insbesondere einzelner SchuB-fäden wenigstens zum Teil hergestellt wird, weil sich das Gewebe unter der beim Füllen auftretenden Zugbelastung des Schlauches dann auch wieder schließt.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß jeder Gewebeschlauch mit mehreren parallelen Schußfäden rundgewebt und nahtlos ausgebildet ist, und daB das Füllrohr mit dem Anschluß stück in einem Außenteleskoprohr geführt ist, das ein einseitig abgeschrägtes Mundstück aufweist, wobei das Anschluß stück mit wenigstens einem oder mit zwei axial versetzten und flexiblen Ringflanschen ausgebildet ist.
  • Ein solcher Gewebeschlauch hat eine über seinen gesamten Umfang gleichmäßige Festigkeit. Er kann deswegen mit maximalem Druck gefüllt werden, wobei die Schuß- und Kettfäden überall auf Zug beansprucht werden. Die Belastbarkeiten der Fäden lassen sich in den nötigen Grenzen so einstellen, daß sich das Gewebe nicht örtlich öffnen und dadurch seine gewünschten Eigenschaften verlieren kann. Es hat sich auch gezeigt, daß die antistatische Ausrüstung die Glettfähigkeit der Fäden derart steigert, daß die Fäden mit einem Rohr genügend großen Durchmessers, das lediglich an seiner Stirnseite abgeschrägt ist, auseinandergedrängt werden können, ohne beschädigt oder zerrissen zu werden. Das gilt nicht nur für die aus den Fäden bestehenden Garne, sondern auch für die Fäden selbst. Dieses Auseinanderdrängen erfolgt so, daß der zunächst mit Hilfe des Teleskoprohres angeklappte Ringflansch durch die Öffnung des Gewebes hindurchgelangen und nach Freigabe sich an die Gewebeunterseite anlegen kann. Nach Herausziehen der Fülleinrichtung aus dem Gewebe kann der Rohrabschnitt entweder ebenfalls herausgezogen werden oder verbleibt in dem Gewebe.
  • Diese Eigenschaften der Fäden bzw. des Schlauchgewebes ermöglichen den Verzicht auf das bislang erforderliche Konfektionieren der Schläuche. Die erfindungsgemäßen Schläuche werden in der Regel in einer Spezialfaltung und paketiert angeliefert. Vor Ort wird eine dem Umfang des Bogens entsprechende Schlauchlänge abgeschnitten und symmetrisch in die vormontierte, gegebenenfalls zwei- oder dreiteilige Kappe derart eingelegt, daß der Schlauch unter den Bauschlössern hindurchgeführt ist. Nach Auflegen der Kappe hängen die unteren Enden der Schläuche von den Kappenenden herunter. Nach Vorsetzen der Stoßstempel und Einschließen der betreffenden Teil längen der Schläuche mit den Stoßschlössern kann der übliche Mattenverzug eingebracht werden.
  • Nach Abbinden der Schlauchenden erfolgt das Füllen in der beschriebenen Weise.
  • Die hierbei auftretende Belastung des Gewebes verändert die Entwässerungseigenschaften des Schlauches kaum. Es hat sich vielmehr herausgestellt, daß diese über die Fadendrehung veränderbar ist. Mehr Linksdrehungen (Z) der Gewebefäden ergeben größere Maschenöffnungen und daher eine vergrößerte Abgabemenge an Überschußwasser und umgekehrt.
  • Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform anhand der Figuren in der Zeichnung; es zeigen Fig. 1 eine Stirnansicht eines erfindungsgemäß angeschlossenen Bogenausbaus, Fig. 2 eine Seitenansicht des Gegenstandes der Fig.il, Fig. 3 rechts das freie Ende einer erfindungsgemäßen Fülleinrichtung, die abgebrochen wiedergegeben ist und links die Fülleinrichtung im betriebsbereiten Zustand, Fig. 4 eine Rohrdichtung gemäß der Erfindung im Längsschnitt, Fig. 5 eine Draufsicht auf den Gegenstand der Fig. 4 und Fig. 6 links perspektivisch, jedoch schematisch einen Gewebeschlauch gemäß der Erfindung, rechts das Gewebe in Draufsicht sowie in abgebrochener Darstellung und darunter die Patrone des Gewebes.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Strecke mit der Sohle 1 und dem Gebirgsstoß 2 ist mit einem vierteiligen Streckenbogen 3 von Ausbauprofil ausgebaut. Zwischen einem Verzug 5 aus in Längs-und Querrichtung aneinander angeschlossenen Drahtmatten sowie dem rinnenartig ausgebildeten Ausbauprofil 6 des Bogens 3 wird ein Gewebeschlauch 7 eingelegt, der nach seinem Aufpumpen mit hydraulisch abbindendem Füllstoff sich auf das aus Fig. 2 ersichtliche und dort schematisch wiedergegebene Profil 8 ausdehnt. Dabei wird das Verzugmaterial an den Gebirgsstoß 2 anedrückt, wobei sich der Schlauch den vorhandenen Unebenheiten anpaßt und dadurch einen Formschluß herbeiführt.
  • Zum Füllen des Schlauches 7 dient eine nicht dargestellte Füllt stoffpumpe, welche den pastösen Füllstoff durch eine Schlauchzuführung in eine Rohrlanze drückt, die allgemein mit 9 bezeichnet ist. Sie besitzt ein Füllrohr 10 in einem Außenteleskoprohr 23 mit einem einseitig abgeschrägten freien Ende, dessen Stirnfläche mit 11 bezeichnet ist. Auf das Füllrohr wird zunächst enespäter als Anschlußstück an den Schlauch 7 dienende Rohrdichtung 12 aufgeschoben. Die Rohrdichtung 12 hat einen allgemein zylindrischen Körper 14 mit gemäß dem Ausführungsbeispiel zwei Ringflanschen 15, 16, die im axialen Abstand voneinander angeordnet sind und bei dem Ausführungsbeispiel mit dem Körper 14 eine Baueinheit bilden. Der Innendurchmesser des zylindrischen Körpers 14 ist nennenswert größer als der Außendurchmesser des Füllrohres 10, jedoch ist der Zylinder an dem den Flanschen 15, 16 zugeordneten Ende 17 mit einer Membran 18 verschlossen, welche einen radialen Schlitz 19 aufweist.
  • Steckt man die Dichtung mit dem Ende 20 zuerst auf das Füllrohr 10 auf, so verformt sich die Membran 18 etwa gemäß der qestrichelten Darstellung bei 21 in Fig. 3, d.h. sie legt sich dichtend dem Füllrohr 10 an.
  • Gemäß dem Ausführungsbeispiel bilden sämtliche Teile der Dichtung 12 eine Baueinheit miteinander, und die Dichtung besteht aus elastomerem bzw. elastischem Werkstoff, z.B. aus Kautschuk.
  • Deswegen lassen sich die beiden Ringflansche 15, 16 mit zwei Fingern einer Hand nach entgegengesetzten Seiten und so umknicken, daß der dem Ende 17 näherliegende, d.h. vordere Ringflansch 16 und der hintere Ringflansch 15 nach hinten weisen.
  • Diese Stellung der Ringflansche 15, 16 wird mit dem Außenteleskoprohr 23 fixiert, das über das Füllrohr 10 und die Dichtung 12, wie aus Fig. 3 rechts ersichtlich, geschoben werden kann. Die Fülleinrichtung ist dann betriebsbereit.
  • Gemäß dem Ausführungsbeispiel wird die Rohrlanze 9 (Fig. 1) in unmittelbarer Nähe des Scheitels der Firste 24 angesetzt. Dazu stößt man die abgeschrägte Spitze 11 des Außenrohres 23 in den Schlauch, wobei das Gewebe nachgibt und im wesentlichen keine Fasern der Fäden zerstört werden. Dieses Öffnen des Gewebes gestattet es auch, das freie Ende 25 des Teleskoprohres ein kurzes Stück in das Gewebe einzubringen. Danach schiebt man das Füllrohr durch das Außenrohr 23 in Richtung des Pfeiles 27 der Fig. 3, bis es im Inneren des Schlauches liegt und die Flansche 15, 16 im Bereich der Schlauchwand liegen. Darauf zieht man das Außenrohr 23 in Richtung des Pfeiles 26. Damit werden die Ringflansche 15, 16 freigegeben und nehmen infolge ihrer Eigenelastizität ausgehend von der in Fig. 3 links strichpunktiert wiedergegebenen Ausgangsstellung die in ausgezogenen Linien dargestellte Endstellung von selbst an. In dieser Stellung ist die in das Gewebe eingestoßen Öffnung innen von dem Flansch 16 und außen mit dem Flansch 15 abgedichtet.
  • Nach dem Einschalten der Füllpumpe strömt der hydraulische Füllstoff in den Schlauch und fließt in diesen nach beiden Seiten des Bogens 3 unter dem EinfluFdes Betriebsdruckes der Pumpe und der Schwerkraft nach unten. Mit zunehmender Schlauchfüllung nähert sich der Querschnitt des Schlauches immer mehr dem Endquerschnitt 8 an, wobei der Innendruck zunimmt. Entsprechend der Richtung der Pfeile 28 wird dabei der innenliegende Ringflansch 16 auf die Innenseite 29 des Schlauches 7 gepreßt, wodurch der Verlust von Füllstoff verhindert wird.
  • Im allgemeinen füllt sich der Schlauch bereits nach dem erstmaligen Einstechen der Füllanze 9, jedoch kann der Vorgang beliebig oft und an allen zugänglichen Stellen des Schlauches 7 wiederholt werden. Die Schlauchenden sind, wie bei 30 in Fig. 2 wiedergegeben, abgebunden und vermeiden so den Austritt von Füllstoff an diesen Stellen.
  • Nach Beendigung des Füllvorganges zieht man das Füllrohr 10 aus dem Radialspalt 19 der Membran 18 heraus, so daB in der Regel die Dichtung 12 in dem Schlauch verbleibt. Die hierbei freiwerdende, restliche Füllstoffmenge ist verhältnismäßig klein. Es kann auch geschehen, daß die Dichtung 12 so fest auf das Füllrohr 10 gepreßt ist, daß sie mit dem Füllrohr 10 herausgezogen wird. In diesem Falle schließt sich das Gewebe weiter und es kann ebenfalls nur eine geringe F2llstoffnenge frei werden.
  • Der Gewebeschlauch 7 hat gemäß der Darstellung in Fig. 6 eine Vielzahl von Schußfän 33, welche in Schlauchlängsrichtung verlaufen, jedoch nur zwei parallele Kettenfäden 34, 35, die in Umfangsrichtung des Schlauches in einer Vielzahl von Windungen verlaufen. Wie die schematische Patronendarstellung erkennen läßt, handelt es sich um eine Panamabindung. In dieser Darstellung stellt die Begrenzung zweier senkrecht verlaufender Linien einen Kettfaden, zweier waagerecht verlaufender Linien einen Schußfaden dar. Liegt auf der rechten Gewebeseite (Schauseite) an einer Kreuzungsstelle der Kettfaden hoch (oben), also über dem Schußfaden, so ist auf der Patrone das entsprechende Quadrat ausgefüllt. Liegt an einer Stelle der Schuß faden auf der rechten Warenseite, so ist das Quadrat nicht ausgefüllt.
  • Schuß und Kette bestehen aus Nylon. Die Abmessungen betragen Kette: detex 1880 Z 70 - Z 80 Schuß: detex 1880 Z 70 - Z 80 Die Einstellung beträgt Kette: 17 Fäden-cm Schuß: 18 Fäden-cm Das Gewebe ist antistatisch ausgerüstet und hat beispielsweise einen elektrischen Oberflächenwiderstand von 108 Ohm (nach DIN 54 345).

Claims (7)

  1. Verfahren und Vorrichtung zum Anschließen von insbesondere bogenförmigem Streckenausbau des Berg- und Tunnelbaus an den Gebirgsstoß" PatentansprUche 1. Verfahren zum Anschließen von insbesondere bogenförmigem Streckenausbau des Berg- und Tunnelbaus an den Gebirgsstoß, wobei zwischen jeden der vorzugsweise in mehrere Segmente unterteilten Streckenrahmen und den Gebirgsstoß bzw. dem Gebirgsstoß zugewandte Verzugmatten ein Gewebeschlauch über den anzuschließenden Umfang des Bogens eingebracht, vorzugsweise in das Ausbauprofil eingelegt wird, worauf die Schlauchenden geschlossen werden und der Schlauch mit einer aushärtbaren Masse unter Druck gefUllt wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Gewebe des Schlauches an einer zwischen den Schlauchenden liegenden Stelle geöffnet, der Schlauch durch die öffnung gefüllt und das Gewebe wenigstens annähernd wieder geschlossen und der Füllvorgang abgebrochen wird, sobald der Fülldruck über einen vorgegebenen Wert angestiegen ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß mit dem Öffnen des Gewebes an der Firste begonnen und das Füllen bis zu den Ulmen fortgesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2 , d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Gewebe durch örtliches Auseinanderdrängen seiner Schuß- und Kettfäden geöffnet und durch Wiederfreigabe der auseinandergedrängten Fäden geschlossen wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß nach dem Öffnen des Gewebes die Öffnung abgedichtet wird.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3 aus Gewebeschläuchen aus synthetischen Endlosfäden miz Panamabindung und einer ein Füllrohr und ein Anschluß stück aufweisenden Fülleinrichtung, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß jeder Gewebeschlauch (7) mit mehreren parallelen Schußfäden (34, 35) rundgewebt und nahtlos ausgebildet ist, und daß das FUllrohr (10) mit dem Anschlußstück in einem Außqnteleskoprohr (23) geführt ist, das ein einseitig abgeschrägtes Mundstück (11) aufweist, wobei das Anschlußstück mit wenigstens einem oder mit zwei axial versetzten und flexiblen Ringflanschen ausgebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 , d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die in Schlauchlängsrichtung verlaufenden Kettfäden (33) und die beiden Schußfäden (34, 35) aus Nylongarn bestehen und eine Garnstärke von Detex 1880, mindestens Z 70, vorzugsweise Z 70 - Z 80, aufweisen, wobei die Einstellung der Kette 17 Fäden cm und Schuß 18 Fäden cm beträgt.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6 , d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Rohrdichtung einen Innendurchmesser aufweist, der nennenswert größer als der AuBendurchmesser des Füllrohres (10) ist und an einem Ende (17) eine Membran (18) mit einem Radialschlitz (19) zur Abdichtung des Füllrohres (10) besitzt.
DE19792950041 1979-12-13 1979-12-13 Vorrichtung zum Füllen von Gewebestützschläuchen mit einer hydraulisch aushärtbaren Masse Expired DE2950041C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19792950041 DE2950041C2 (de) 1979-12-13 1979-12-13 Vorrichtung zum Füllen von Gewebestützschläuchen mit einer hydraulisch aushärtbaren Masse

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19792950041 DE2950041C2 (de) 1979-12-13 1979-12-13 Vorrichtung zum Füllen von Gewebestützschläuchen mit einer hydraulisch aushärtbaren Masse

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2950041A1 true DE2950041A1 (de) 1981-06-19
DE2950041C2 DE2950041C2 (de) 1985-01-10

Family

ID=6088296

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19792950041 Expired DE2950041C2 (de) 1979-12-13 1979-12-13 Vorrichtung zum Füllen von Gewebestützschläuchen mit einer hydraulisch aushärtbaren Masse

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2950041C2 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN102725481A (zh) * 2010-01-29 2012-10-10 伊莱斯杰特尼卡公司 用于支承和增强坑道的肋

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19608940C2 (de) * 1996-03-08 1998-02-12 Saarbergwerke Ag Verfahren zur Herstellung von Dämmen, Pfeilern und dgl. im untertägigen Bergbau und Ausbauelement zur Durchführung des Verfahrens

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2627256B2 (de) * 1976-06-18 1979-02-01 5600 Wuppertal Ausbau für den Untertagebergbau
DE2949373A1 (de) * 1979-12-07 1981-06-11 Akzo Gmbh, 5600 Wuppertal Flexibler schlauch, insbesondere fuer den untertagebergbau

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2627256B2 (de) * 1976-06-18 1979-02-01 5600 Wuppertal Ausbau für den Untertagebergbau
DE2949373A1 (de) * 1979-12-07 1981-06-11 Akzo Gmbh, 5600 Wuppertal Flexibler schlauch, insbesondere fuer den untertagebergbau

Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Glückauf 112(1976) Nr. 14, S. 803-806 *
Informationsschrift der ENKA-AG v. 19.2.76: "BULLFLEX" *

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN102725481A (zh) * 2010-01-29 2012-10-10 伊莱斯杰特尼卡公司 用于支承和增强坑道的肋

Also Published As

Publication number Publication date
DE2950041C2 (de) 1985-01-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2941663A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum abstuetzen eines deckgebirges
DE2627256C3 (de) Ausbau für den Untertagebergbau
DE3204417C2 (de) Anordnung zum Setzen eines Felsnagels
EP0472545B1 (de) Nachgiebiger baustoff-teleskopstempel
DE2646334C2 (de) Drahtverzugmatte für Strecken des Berg- und Tunnelbaus zur Herstellung eines Anschlusses des Ausbaus an das ihn umgebende Gebirge aus aushärtendem Hinterfüllmaterial
DE3902727C2 (de)
DE2950041A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum anschliessen von insbesondere bogenfoermigem streckenausbau des berg- und tunnelbaus an den gebirgsstoss
EP0046818B1 (de) Drucknachgiebige Spannverbindung sich überlappender und ineinanderliegender Ausbauprofilsegmente des Streckenausbaus im Berg- und Tunnelbau
DE7935009U1 (de) Gewebeschlauch aus synthetischen endlosfaeden zum anschliessen von insbesondere bogenfoermigem streckenausbau des berg- und tunnelbaus an den gebirgsstoss
DE3033794C2 (de) Schlauch zum Hinterfüllen von Grubenausbau, insbesondere Streckenausbaurahmen im untertägigen Grubenbetrieb
DE7936878U1 (de) Fuelleinrichtung fuer gewebeschlaeuche zum anschliessen von insbesondere bogenfoermigem streckenausbau des berg- und tunnelbaus an den gebirgsstoss
DE3017428A1 (de) Streckenausbau des berg- und tunnelbaus
DE3242133A1 (de) Ausbauverfahren und mit baustoff zu fuellender hohlkoerper
DE19803074A1 (de) Schacht und Verfahren zum Erstellen eines solchen
DE3336153A1 (de) Baustoffkoerper
DE3736052C1 (en) Process and apparatus for grouting cracks in a double-leaf wall
DE3326430A1 (de) Wiederverwendbare schalung fuer den verbundausbau und hinterfuellverfahren
DE4122811A1 (de) Bohrlochverschluss mit quetschdichtung
DE3408558C2 (de) Vorrichtung zum Einbringen von Injektionsmasse in unter der Erdoberfläche oder der Oberfläche eines Bauwerkes befindliche Injektionszonen
DE2842441A1 (de) Verzug fuer den streckenausbau aus stahlprofilen im untertaegigen berg- und tunnelbau
DE3306658A1 (de) Einfuellstuetzen fuer behaelter im untertagebergbau
DE3032999A1 (de) Drucknachgiebige spannverbindung sich ueberlappender und ineinanderliegender ausbauprofilsegmente des streckenausbaus im berg- und tunnelbau
DE3914950C2 (de)
DE3535094A1 (de) Einfuellstutzen fuer gewebesaecke und gewebeschlaeuche
DE102007030697B4 (de) Verfahren und Anordnung zur Abdichtung einer Öffnung in Form eines Loches in einer Spundwand

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee