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Beschreibung
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Die Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art.
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Durch die DE-OS 2 448 758 ist eine Verbindungsvorrichtung zum Verbinden
zweier tragender Profilbauteile bekannt geworden, z.B.
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zum Verbinden eines Pfostens mit einem Riegel, wobei die Profilbauteile
an ihrer Außenseite in Längsrichtung verlaufende, hinterschnittene Nuten aufweisen,
in welche zwei Klauen einer Kupplung eingreifen können. Sowohl die Klauen der Kupplung
als auch die hinterschnittenen Nuten weisen schräge verlaufende Anlageflächen auf,
welche bei der Montage der Kupplung bewirken, daß die Kupplungsklauen in die Nuten
hineingezogen werden. Nach dem Anziehen einer als Befestigungsmittel dienenden Spannschraube
ist der Pfosten mit dem Riegel über die Kupplung starr verbunden.
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Das Wesen dieser vorbekannten Konstruktion besteht darin, daß die
Kupplung zwei aufeinanderzu bewegbare Klauen besitzt, die sich hinter die freitragenden
T-Profilabschnitte zweier benachbarter Nuten klemmen, wenn die Spannschraube angezogen
wird. Der Nachteil dieser bekannten Konstruktion besteht darin, daß das mittels
der Kupplung an dem Pfosten angeflanschte Flchenkonstruktionselement nur im rechten
Winkel zum Pfosten befestigt werden kann. Die Konstruktion läßt keine winkelförmigc
Einstellung des Flächenkonstruktionselementes in Bezug auf de Pfosten zu, ebenso
wie keine kontinuierliche Veränderung eines einmal eingestellten Winkels möglich
ist. Außerdem ist mit dem verhältnismäßig breiten Kupplungselement an jeweils einer
Seite des Pfostens nur ein Riegel befestigbar, so daß die bekannte Konstruktion
Variationen in der Erstellung von Standbaueinheiten nur in beschränktem Maße zuläßt
und daher an sich
für den Messebau nicht geeignet ist. Da das Kupplungselement
jeweils mehrere hinterschnittene Nuten einer Seite des Pfostens übergreift, wird
ein erheblicher Platzverlust verursacht, so daß jeweils nur wenige Flächenkonstruktionselemente
an einem Profilkörper oder Pfosten befestigbar sind.
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Durch die DE-OS 2 535 388 ist eine Verbindungsvorrichtung für mit
variablen Winkeln ineinander festlegbaren Flächenkonstruktionselementen mit an den
Stoßkanten der Flächenkonstruktionselemente jeweils festlegbaren Profilschienen,
die jeweils ein offenes, im Querschnitt bogenförmiges Profilstück aufweisen und
hiermit in gegenseitigen Eingriff bringbar sind, bekanntgeworden, wobei mehrere
derart ineinander gesteckte Profilschienen durch stirnseitig einlegbare Bolzen fixierbar
sind. Bei dieser bekannten Anordnung weisen die bogenförmigen Profilstücke die Form
einer Spirale auf. Da die Spirale allerdings über ihre gesamte Bogenlänge einen
kontinuierlich sich ändernden Radius besitzt, liegen die ineinandergreifenden, um
einen bestimmten Winkel qegeneinander versetzten Bogenstücke infolge jeweils unterschiedlicher
Krümmungen am selben Ort nicht sauber aneinander an, sondern klaffen auseinander.
Dies verursacht einen erheblichen Platzverlust, so daß jeweils nur wenige Bogenstücke
ineinandergeschachtelt werden können. Da eine geqenseitige saubere Anlage nur dann
erzielbar ist, wenn die ineinandergreifenden Bogenstücke entsprechend verbogen werden,
sind Druckstücke erforderlich, die entsprechende Radialkräfte auf die Bogenstücke
ausüben. Hierdurch entsteht die Gefahr, daß die dabei auftretenden radialen Sprengkräfte
durch die aneinander festzulegenden Bogenstücke nicht aufgenommen werden können.
Dies erfordert deshalb verhältnismäßig große Bogenlängen, so daß nur wenige Profilstücke
miteinander verbindbar sind. Andererseits besteht aber auch die Gefahr, daß die
radialen Sprengkräfte den Formschluß sprengen, so daß die Profilschienen auseinanderfallen.
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Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß bei angezogenen Druckkörpern
eine nachträgliche Winkeländerung bzw. Winkeleinstellung der Flächenkonstruktionselemente
nicht mehr möglich ist, wodurch der Montageaufwand erhöht werden kann. Sofern dennoch,
etwa aus Versehen, ein Drehmoment aufgebracht wird, kann es infolge der durch den
Druckkörper verhinderten Drehbewegung zu einer zangenartigen Kippbewegung der ineinandergesteckten
Bogenstücke kommen, wodurch der Formschluß gesprengt werden kann und die Verbindung
infolgedessen auseinanderfällt. Außerdem ist davon auszugehen, daß die genannten
aus Gummi bestehenden Druckkörper lediglich eine lokal begrenzte, gegenseitige Anlage
bewirken und die Schienen somit nur lediglich im Bereich ihrer Enden den erwünschten
gegenseitigen Anlagekontakt aufweisen, was sich insbesondere bei Schienen mit verhältnismäßig
großer Länge nachteilig auf die Stabilität und die Wackelsicherheit auswirken kann.
Die bekannte Anordnung erfordert demnach einen nicht unbeträchtlichen Montage- und
Kontrollaufwand, wenn Montagefehler ausgeschlossen werden sollen. In dieser Hinsicht
ist zudem zu berücksichtigen, daß Anordnungen gattungsmäßiger Art insbesondere im
Messe- und Ausstellungsbau Verwendung finden und somit in der Regel fachfremden
Personen ausgesetzt sind.
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Schließlich besteht ein weiterer Nachteil der bekannten Konstruktion
darin, daSßl£heim Zusammenstecken weniger Profilschienen in bestimmten Winkelstellungen
offene Fugen ergeben, die durch entsprechende Blendenstücke abgedeckt werden müssen,
um die Optik nicht nachteilig zu beeinflussen. Schließlich verlangt die bekannte
Konstruktion die Verwendung von vielen Einzelteilen, wie z.B. Bolzen, Verbindungselemente
und Zargen, um eine Wand aufzustellen. Jeder Durchbruch einer Wand um Vitrinen oder
Türeinsätze oder anders anzubringende Gegenstände erfordert zusätzliche, neue Elemente,
welche nicht in dieses System passten.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung
der
Nachteile der bekannten Lösungen eine Verbindungsvorrichtung der gattungsmäßigen
Art so zu verbessern, daß eine schnell und einfach montierbare, scharnierartige
Verbindung erstellbar ist, die eine variable Einstellung der miteinander verbundenen
Flächenkonstruktionselemente zueinander sowie eine nach der vorgenommenen Einstellung
durchführbare Fixierung der Flächenkonstruktionselemente zuläßt, wobei gleichzeitig
die Anzahl der verwendeten Bauteile reduziert und die Herstellung derselben vereinfacht
sowie die Variabilität in der Erstellung von Standbaueinheiten erhöht werden soll.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Profillängsnuten
des Profilkörpers im Bereich der Hinterschneidungen flankenseitig von Kreisbögen
begrenzt sind, und daß das jeweilige Eingriffsprofil ein im Querschnitt an eine
Hinterschneidung angepaßtes, bogenförmiges Profilstück aufweist, welches im eingesteckten
Zustand mittels einer Verschlußeinrichtung gegenüber dem Profilkörper festlegbar
ist.
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Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Verbindungsvorrichtung
werden die bei den bekannten Konstruktionen vorhandenen Nachteile in vorteilhafter
Weise beseitigt. Die erfindungsgemäßen Maßnahmen ergeben eine scharnierartige Verbindung,
bei der eine nachträgliche Winkeländerung der ineinandergreifenden Profilteile mit
den daran befestigten Flächenkonstruktionselementen ohne weiteres möglich ist. Durch
die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung wird das System zur Erstellung variabler
Standbaueinheiten im wesentlichen auf zwei Profile sowie die zur Fixierung dienende
Verschlußeinrichtung reduziert. Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung ermöglicht
das Verbinden fertiger Plattenelemente durch ein seitliches Ineinanderstecken und
Verriegeln der bogenförmigen Profilstücke in die Profillängsnuten des Profilkörpers,
wodurch eine einwandfreie,statisch belastbare Verbindung geschaffen wird, ohne größere
Kompromisse eingehen zu müssen. Es wird
nun ohne die Verwendung
vieler Einzelteile mit nur zwei Strangprofilen ermöglicht, auch Scharniere für ganze
Türen usw. einwandfrei herzustellen. Eckprofile entfallen, und bei der Verwendung
eines Steherprofils in Form eines geschlossenen Rohrprofils wird eine statisch hoch
belastbare Bauweise erreicht, ohne daß dadurch die Variabilität eingeschränkt wird.
Das Steherprofil kann mit den Flächenkonstruktionselementen so verbunden werden,
daß es mittig oder mit außcrmittigem Versatz aufstellt wird.
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Ein einziges Steherprofil ermöglicht die Befestigung mehrerer Wände
in stufenlos einstellbaren Winkeln, so daß Vitrinen oder Truhen stufenlos bis zu
einem Vieleck zusammengesetzt werden können. Es sind darüber hinaus keine Profileinfräsungen
und/oder Anschnitte erforderlich, so daß der Herstellungsaufwand wesentlich reduziert
wird.
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Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung ermöglicht die Erstellung
von Doppelwänden, zwischen denen eine Nut frei bleibt, in welcher Fachauflagen,
Schubladen oder sonstige Verankerungen befestigt werden können. Der sich zwischen
zwei Doppelwänden ergebende Hohlraum kann zur Durchführung von Leitungen oder zur
Aufnahme von Schaustücken ausgenutzt werden.
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Die Fixierung der in einen Profilkörper eingreifenden Profilstücke
erfolgt über die erfindungsgemäße vielseitige VerschluB-einrichtung, welche das
in die Profillängsnut eingefahrene Profilstück in einer beliebigen Winkelstellung
gegen den Profilkörper klemmt. Die beiden Strangpreßprofile sind fast kompromißlos
mit Schrauben weiter verbindbar, d.h. es kann z.B. auch ein Steherprofil für eine
flache Decke oder verschiebbare Decke mittels einer einfachen Winkelverschraubung
montiert werden. Das Steherprofil wird durch einfaches Abschneiden und mittels einer
Schraube wieder drehbar verbindbar und dient damit einer stabilen Türanlenkung,
wenn notwendig auch einer Doppeltüranlenkung, ohne in der Fläche zusätzliche stehende
Profile zu benötigen. Die
Tür läßt sich ohne weiteres doppelwandig
ausführen und hat den Vorteil, daß man ohne Türabdichtung durch den Türspalt nicht
hindurchsehen kann. Auch herkömmliche Schlösser sind bei dieser sogenannten Doppeltür
auf einfachste Weise ohne Ausfräsungen usw.
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anzubringen, wobei der Schließkörper in eine Profillängsnut eingreifen
kann. Ist erstmal ein Messestand unter Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung
erstellt worden, dann ist es ohne weiteres möglich, trotz statischer Belastung durch
die Decke und andere Einbauten, nachträglich Fachauflagen oder sonstige Anbringungen
gleich welcher Art anzubringen. Die Verbindungsvorrichtung ermöglicht die Ausführung
verschiedenster Deckensysteme, in-dem die Decke entweder aufgesetzt wird oder zwischen
den Steherprofilen montiert wird. Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung erleichtert
darüber hinaus das Erstellen von Wänden. Die Einfassung der als Standbauelemente
dienenden Wände mußte bisher mit Zargen durchgeführt werden, um die notwendige Stabilität
zu erzielen. Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung sind
solche Zargen in horizontaler Richtung nicht notwendig.
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Die unter Einsatz der Steherprofile erstellten Wände sind einwandfrei
auf Zug und auf Druck mittels einfach am Ende angebrachte Schrauben verbindbar.
Durchgangsschrauben, wie sic bisher notwendig waren und zudem einen schlechten Kompromiß
darstellten, entfallen ganz.
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Bei der Doppelwandbauweise ermöglicht die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung
eine gegenseitige Sperrfunktion der Flächenkonstruktionselemente und erleichtert
damit das Aufstellen einer langen geraden Wand. Wird aber mit dieser Sperrfunktion
gearbeitet, muß jedes zweite Steherprofil stirnseitig eingeschoben werden. Bei der
Ausführung von Vitrinen erfolgt das Einlegen eines Kunststoffbandes in die vorhandenen
Zargen, ohne daß das
Band sichtbar werden muß. Die Glasschiebetüren,
wie sie bei Glasvitrinen üblich sind, können ohne zusätzliche Elemente einfach durch
das Doppelwandsystem erreicht werden. Das Annuten der Flächenkonstruktionselemente
zur Erzielung geschlossener Standbauelemente kann mittels eines einfachen Handhobels
erreicht werden.
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Die Profillängsnuten ermöglichen sogar eine Schubladenführung bei
horizontalem Einsatz des Profilkörpers, wenn die Verschlußeinrichtung ohne Druckkörper
eingesetzt wird. Das Einhängen der mit den Flächenkonstruktionselementen verbundenen
Profilstücke in das Steherprofil ist selbst einer horizontalen Anordnung für eine
Decke sehr einfach, weil das Profilstück ebenso wie die Verschlußeinrichtung trotz
der Schwenkbewegung beim Einführen beim Verkanten durch Hängenlassen kein Drehmoment
erzeugt, d.h.
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daß durch das Hängenlassen eines solchen Flächenkonstruktionselementes
zwischen oben und unten ein entgegengesetztes Schwenkmoment erzeugt wird, welches
zur Folge hat, daß das Flächenkonstruktionselement beim Loslassen einfach stehenbleibt.
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Die neue Verbindungsvorrichtung ist daher durch die Einfachheit ihrer
Elemente, eine hohe Stabilität, leichte Montierbarkeit und sehr große Anwendungsmöglichkeiten
gekennzeichnet, wobei die Vorrichtung zur Verbindung von Standbauelementen ohne
Zargen, Standbauelementen mit Zargeneinfassung zum Zwecke von Weiterverbindungen
und zur Bildung von Doppelwandausführungen einsetzbar ist, was vor allem bei großen
Messeständen den Vorteil bringt, Leitungen in der Doppelwand verschwinden zu lassen
oder ein einseitiges Schaufenster ins System einzuarbeiten.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnung in Verbindung mit den Unteransprüchen. Darin zeigen:
Fig.
1 einen schematischen Horizontalschnitt durch ein Steherprofil mit zwei in die Profillängsnuten
eingreifenden Eingriffsprofilen; Fig. 2 eine Horizontalschnittansicht durch einen
Teil des Steherprofils mit einem eingesetzten Eingriffsprofil, welches durch eine
Verschlußeinrichtung fixiert ist; Fig. 3 eine schematische Seitenansicht eines Steherprofils
mit eingesetzten Eingriffsprofilen, wobei das linke Eingriffsprofil durch eine Verschlußeinrichtung
fixiert ist, in einem anderen Maßstab; Fig. 4 ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
für die Verbindungsvorrichtung, bestehend aus einem Eingriffsprofil sowie einem
dem Eingriffsprofil ähnlichen Profilkörper; Fig. 5 eine schematische Schnittansicht
durch eine Mittelzarge, die bei langen Wänden Verwendung findet, und Fig. 6 eine
schematische Schnittansicht durch eine Deckenzarge.
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Die Fig. 1 zeigt ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel für die
erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung 1, welche im wesentlichen nur aus zwei stranggepreßten
Profilen, nämlich bei dicsem Ausführungsbeispiel aus dem Steherprofil 2 und Eingriffsprofilen
3, 4 gebildet ist.
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Das Steherprofil 2 ist ein Aluminiumhohlprofil und besitzt in seinem
Randbereich Profillängsnuten 5, welche Hinterschneidungen 6, 7 aufweisen. Jede Hinterschneidung
6,7 ist in ihrem Flankenbereich durch zwei Kreisbögen mit den Radien R1 bzw. R2
bcgrenzt. Seide Radien besitzen einen gemeinsamen Mittelpunkt M.
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Dieser Mittelpunkt fällt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
mit
der geometrischen Mitte des freitragenden Abschnittes 8 eines zwischen zwei benachbarten
Profillängsnuten stehenbleibenden T-Flansches 9 zusammen. Der Nutengrund der Profillängsnut
5 wird daher durch zwei Kreisbögen R1 begrenzt, welche sich auf der Symmetriebene
S für die Hinterschneidungen 6, 7 schneiden.
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Die Nutenbrcite, die im oberen rechten Teil der Fig. 1 eingczeichnet
ist, ergibt sich durch die Differenz der Radien R1 minus R2, so daß die bogenförmigen
Profilstücke 10, 11 der Eingriffsprofile 3, 4, deren Querschnitte an die jeweiligen
Querschnitte der Hinterschneidungen 6, 7 angepaßt sind, seitlich in das Steherprofil
2 eingeführt werden können. Hierdurch wird die Montage erleichtert.
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Es wäre jedoch auch denkbar, daß die freitragenden Abschnitte 8 der
T-Flansche 9 an ihrer äußeren Randzone etwas verlängert sind, so daß die einmal
stirnseitig in das Steherprofil eingeführten Eingriffsprofile 3, 4 nicht mehr seitwärts
aus den Profillängsnuten 5 herausgezogen werden könne, da der Querschnitt der Profilstücke
10, 11 eine größere Breite als die dann vorhandene Nutenbreite besitzen würde.
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Durch die bogenförmige Gestaltung der Flanken der Hinterschneidungen
6, 7, sowie eine entsprechende bogenförmige Gestaltung der Profilstücke 10, 11 der
Eingriffsprofile 3, 4 , an denen die Flächenkonstruktionselemente 12 befestigt sind,
crgibt sich die Möglichkeit, daß diese Flächenkonstruktionselemente gegenüber dem
Steherprofil in einem gewissen Winkelbereich verschwenkbar sind, ohne daß dadurch
die Profilstücke mit den zugeordneten ilinterschneidungen außer Eingriff kommen.
Die Grenzlagen ergeben sich dadurch, daß die Profilstücke gegen die Stirnseite der
jeweilin Ilintcrsclinci dung und mit i zudem llalsbereich gegen einen frcitragenden
Abschnitt 8 eines T-Flansches 9 zur Anlage kommen.
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Eine solche Grenzstellunc wird z.B. von den beiden Eingriffsprofilen
3,
4 gemäß Fig. 1 eingenommen, und es ist deutlich zu erkennen, daß die Flächenkonstruktionselemente
12 dann eine parallele Lage einnehmen.
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Mit der Verbindungsvorrichtung 1 läßt sich auf diese Weise z.B.
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eine Doppeltür oder ein abgeschlossenes Schaufenster herstellen, wobei
im Falle der Doppeltür das Scharnier von den Profilstücken 10, 11 gebildet wird,
welches in die entsprechenden Profillängsnuten 5 eingreift.
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Die Profillängsnuten ermöglichen die Aufnahme des Schließbolzens bzw.
des Riegelzapfens eines herkömmlichen Türschlosses, so daß mit der erfindungsgemäßen
verbindungsvorrichtung abschließbare Türen herstellbar sind. Eine weitere Anwendung
der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung könnte diese zur Erstellung einer Schublade
finden, bei welcher die in den Profillängsnuten eines z.B. horizontal angeordneten
Profilkörpers 2 gleitenden Profilstücke 10, 11 als Führungsteile der Schublade dienen
könnten.
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Der Zwischenraum 13 zwischen zwei benachbarten Flächenkonstruktionselementen
kann darüber hinaus zur Aufnahme von Kabeln und dgl. Verwendung finden, während
die mittlere Hohlkammer 14 des Steherprofils 2 zur Aufnahme einer Nivellierschraube
oder dgl.
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dienen kann.
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Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 greift das Eingriffsprofil
4 gemäß Fig. 4 nicht in ein Steherprofil,sondern in einen Profilkörper 15 ein, der
z.B. ebenfalls an der Stirnseite eines Flächenkonstruktionselementes befestigt sein
kann.
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Diese Art der Verbindungsvorrichtung kann z.B. bei der Herstellung
von Wänden oder Decken Verwendung finden, die im Winkel zueinander angeordnete Abschnitte
besitzen. In der Fig. 4 sind zwei Stellungen des Profilkörpers 15 dargestellt, wodurch
der Schwenkbereich verdeutlicht wird.
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Bei dem in der Fig. 2 gezeigten, schematischen Horizontalschnitt durch
ein Steherprofil 2, in dessen Profillängsnut 5 ein nichtdargestelltes Profilstück
eingreift, wird die Winkelstellung des Flächenkonstruktionselementes 12 gegenüber
dem Steherprofil 2 durch eine Verschlußeinrichtung 16 fixiert. Diese Verschlußeinrichtung
16 besteht im wesentlichen aus drei Teilen, die durch einen Gewindebolzen 17 miteinander
verspannt werden.
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Die Verschlußeinrichtung 16 besteht aus einem Druckkörper 18 und einem
geteilten Eingriffsprofilstück 19, 20, wobei das Teilstück 20 auch als Druckplatte
bezeichnet werden soll.
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Aus der Fig. 2 ist zu erkennen, daß das Eingriffsprofilstück 19, 20
ebenfalls einen an den Querschnitt einer Hinterschneidung angepaßten Abschnitt 21
aufweist, welcher den Profilstücken 10, 11 entspricht. Damit kann dieser Abschnitt
ebenso wie die Profilstücke 10, 11 in die Profillängsnut 5 eingeführt werden und
zusammen mit den Eingriffsprofilen 3, 4 eine gleiche Winkelbewegung ausführen.
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Der Druckkörper 18 besitzt eine sphärische Gleitfläche 22, welcher
eine korrespondierende Gleitfläche 23 der Druckplatte 20 zugeordnet ist. Der Druckkörper
18 besitzt ferner eine Durchtrittsöffnung 24 für den Abschnitt 21, dle in i tlrer
I'>riti i<rart ausgebildet ist, <laß sie eirlc Winkelbewegung des Flacllenkonstruktioìlsclcmentes
12 mit der daran befestigten Verschlußeinrichtung 16 zuläßt. Die Fig. 2 läßt ferner
erkennen, daß der Druckkörper 18 zum Teil in die Profillängsnut 5 eingreift und
an seiner tlntcrscite an die Krümmung des Steherprofils 2 angepaßt ist, so daß der
Druckkörper zu einer zusätzlichen Führung für den Abschnitt 21 dient.
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Zur Fixierung des Flächenkonstruktionselementes 12 in einer beliebigen
Winkellage gegenüber dem Steherprofil 2 braucht nun lediglich
der
Gewindebolzen 17 angezogen zu werden, so daß die Druckplatte 20 mit ihrer sphärischen
Gleitfläche 23 gegen die sphärische Gleitfläche 22 des Druckkörpers 18 gezogen wird
und damit ein Verspannen stattfindet.
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Die Verschlußeinrichtung 16 besitzt eine Aussparung 26, in welcher
der Kopf eines Gewindebolzens 27 aufgenommen werden kann, um die Verschlußeinrichtung
16 mit dem Flächenkonstruktionselement 12 stirnseitig zu verbinden.
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Die Seitenansicht gemäß Fig. 3 läßt besonders deutlich den vorteilhaften
optischen Eindruck der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung hervortreten. Es
ist nämlich zu erkennen, daß zwischen dem Steherprofil 2 und dem Eingriffsprofil
4 keine offene Fuge verbleibt, so daß der Zwischenraum z.B. zwischen zwei Flächenkonstruktionselementen
12 vollständig abgeschlossen ist und damit als Fenster oder zur Aufnahme von Leitungen
geeignet ist. Aus der Fig. 3 ist ferner zu entnehmen, daß die Hohlkammer 14 des
Steherprofils 2 ein Innengewinde 29 aufweisen kann, welches zum Anschluß eines weiteren
Steherprofils oder zur Aufnahme einer Nivellierschraube oder dgl. dienen kann.
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Fig. 5 zeigt eine Mittelzarge 30, die z.B. als Einfassungszarge für
Flächenkonstruktionselemente 12 dienen kann, so daß mit Hilfe dieser Zarge größere
Wände erstellt werden können.
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Die in der Fig. 6 dargestellte Doppelzarge 31 kann in Verbindung mit
der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung als Deckenzarge Verwendung finden.