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Die Erfindung betrifft eine Fugenausbildung in Betonschichtungen,
insbe-
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sondere in Betonauskleidungen von Wasserkanälen, die mit in Längs-
und Querrichtung des Bauwerkes in den Frischbeton eingeformten Reißfugen und mit
in diesen nach dem Abbinden des Betons eingefügten elastischen Dichtunqsmaterialien
versehen sind.
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Die Reißfugen dienen dem Zweck, die durch das Schwinden des Betons
während des Abbindeprozesses sich einstellenden Risse so auf slch festzulegen, daß
unerwünschte Rißbildungen außerhalb der Fugen unterbleiben. Derartige Reißfugen
werden in Betonstraßen, beim Rollbahnbau und beim Kanalbau angewendet.
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Die Größe des Schwindmaßes von Beton ist beim Erhärten an der Luft
unter anderem abhängig von der Zementart, der Zementmenge, der Höhe des Wasserzusatzes,
der Gesteinsart, der Kornzusammensetzung und von den Kornformen der Zuschlagstoffe,
vom Dichtigkeitsgrad des Betons, von etwaigen Beton- Zusatzmitteln, von den Betonkörpermaßen
und von der Luftfeuchtigkeit. Letztere beeinflußt besonders den zeitlichen Ablauf
des Schwindens.
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Der Schwindwert ist um so größer, je höher die Zementmenge, der Wasserzusatz,
der Feinkornanteil und der Lufttrockenheitsgrad sind. Der Schwindwert bei verschieden
großen Körpern aus gleichen Betonmischungen wird nach den geltenden Anschauungen
proportional zum Verhältnis von Betonoberfläche zum Körperraumi nhal t angegeben.
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Anderseits wird das Schwinden des Betons durch Einwirkungen aus der
Temperatur, von Wind, Sonneneinstrahlung und Bodenbeschaffenheit sowie durch die
Form der Betonschicht, wie z. B. horizontal ebene Schichten bei Rollbahnen, geneigte
Schichten in Wasserkanälen, beeinflußt.
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Nach dem Abbinden des Betonkörpers beeinflussen Frost, Wärme, Belastungen
und das Absetzen des Unterbaues die Reißfugen und verformen diese derart, daß Vorkehrungen
durch die Fugenausbildung zu treffen sind. Die Wärmedehnung des Betons wird im Mittel
mit 10 x 10-6 pro C berücksichtigt. Die genaue Wärmeausdehnungszahl schwankt je
nach Zementart, Zuschlagstoffen und deren Mischungsverhältnis zwischen 7,4 x 10-6
und 13,1 x 10-6, wobei fUr Luftlagerung höhere Werte als für Wasserlagerung gemessen
werden.
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Bei wassergefüllten Kanälen ist von geringeren Temperaturschwankungen
demgegenüber aber von höheren Anforderungen an die Abdichtung der Fugen auszugehen.
Frostelnwirkung verursacht an den Reißfugen insbesondere im Wechsel bereich Wasser/unbenetzte
Betonfläche besondere Beanspruchungen. Eine zeitweise Trockenlegung des Betons führt
folglich zu einer Verschärfung der Bedingungen. Weiterhin stellt die örtliche Lage
der Fugen in bezug auf einen inhomogenen Untergrund ein zusätzliches Problem dar.
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Es ist bekannt (DE-AS 15 34 192, IPC E 01 C, 11/10), eine elastische
Fugeneinlage, insbesondere für Betonfahrhahnen, zwischen parallel verlaufenden Fugenspaltwänden
aus einem langgestreckten schmalen Hohl körper mit nach unten geneigten Deckenabschnitten
und zwischen zwei Seitenwänden sich erstreckenden Stützrippen zu bilden. Im Zustand
einer verengten Fuge (bei Sommertemperaturen der benachbarten Betonteile) ist der
Hohl körper auf etwa die Hälfte seiner ursprünglichen Breite zusammengedrlickt.
Im Zustand der erweiterten Fuge (bei Wlntertemperaturen der benachbarten, kontraktierenden
Betonteile) ist vorgesehen, den Hohl körper auf die jeweilige Fugenbreite auffedern
zu lassen. Dabei sollen die Hohl körper mit ihren flachen Seitenteilen bei jeder
Temperatur die Fuge abdichten. Die Anpreßkraft der Hohl körper ist zumindest bei
tiefen und sehr hohen Temperaturen stark unterschiedlich. Dabei ist davon auszugehen,
daß bei niedrigen Temperaturen eine Abdichtung gegen Wasser unzureichend ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Fugenausbildung unter
den nachfolgend geschilderten extremen Bedingungen wasserdicht zu gestalten.
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Zu diesen Bedingungen gehören Forderungen nach weitestgehend wasserdichtem
Beton mit in der Regel relativ geringen Betonschichtdicken bei fallwelse vorgegebenen
großen Temperaturschwankungen. Fernerhin sind der Erfindung Endschwindwerte von
0,4 - 0,65 mm/m zugrundegelegt. Weiterhin ist fUr die gestellte Aufgabe die relative
Luftfeuchtigkeit beim Einbau der relativ geringen Betonschichtdicken zu beachten.
Die zu schaffende Fugenausbildung soll fernerhin den auftretenden Dehnungen und
Kontraktlonen des Betons, Verschiebungen und Setzungen von Beton und/oder Unterbau
gerecht werden.
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Das Augenmerk ist außerdem auf die Abstimmung eines wirtschaftlichen
Fugenherstellens und eines technisch einwandfreien und zugleich wirtschaftlichen
Einbringens der elastischen Dlchtungsmaterialien in den Fugenspalt zu richten.
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Eine sämtlichen genannten Bedürfnissen entsprechende Fugenausbildung
soll hierbei noch in erdbebengefährdeten Gebieten angewendet werden können, wobei
Erdbeben von 5 und 6* der Richter-Skala die Grenze für die Erhaltung der Fugendichtung
bilden sollen.
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Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die in ihrem Querschnitt
im wesentlichen keilförmige Spaltfuge zumindest eine im Eingangsbereich vorgesehene
maximale Querschnittserweiterung aufweist, daß am Obergang von aufeinanderfolgenden,
unterschiedlichen Spaltweiten jeweils eine strangförmige Einlage eingeklemmt ist,
die den Querschnitt in einen unteren Spaltbereich und einen oberen Spaltbereich
bzw. obere Spaltbereiche auftellt bzw. aufteilen, wobei der untere bzw. unterste
Spaltbereich hohl ist und der oberste Spaltbereich bzw. obere Spaltbereiche mit
einem elastischen, an den Fugenspaltwänden haftenden Dichtungsmaterlal ausgefüllt
sind. Die Keilform der Fuge ist nicht nur technisch einwandfrei herzustellen, sie
kann auch während der Bewegung einer Kanalbaumaschine bzw. eines gleichwertigen
Arbeitsgerätes wirtschaftlich erzeugt werden. Die keilförmige Fuge kann ferner nach
dem Abbinden des Betons vorteilhaft gereinigt und für das Abdichten vorbereitet
werden. Die erfindungsgemäße Querschnittserweiterung gibt sodann einen vorteilhaften
Obergang zwischen dem übrigen Fugenspalt und der Oberfläche des frischen Betons,
was zu einer guten Formbeständigkeit der Fuge an horizontalen und schrägen Betonflächen
führt. Im Bereich der aneinander anschließenden Spaltweiten wird durch die eingeklemmte
strangförmige Einlage der Fugendichtung eine günstige anpassungsfähige Fugenfonn
geschaffen, die zugleich Verschiebungen benachbarter Betonteile zuelnander in größerem
Ausmaß - insbesondere in verschiedenen Achsrichtungen - enögllcht.
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Das Einbringen einer strangförmigen Einlage ist weiterhin vorteilhaft
auszuführen, weil das Dichtungsmaterial nur bis zum Profil sprung eingepreßt werden
kann, was im allgemeinen durch den Abstand des Profilsprungs zur Betonoberfläche
leicht zu kontrollieren ist. Währenddem eine Verschiebung der Betonabschnitte unterhalb
der Fugendichtung keinen
Einfluß ausübt, bewirkt die Profil erweiterung
eine vorteilhafte Beanspruchungsart der einzubringenden Dichtungsmaterialien. Die
Querschnittserweiterung bewirkt bei haftenden massiven Dichtungsmaterialien ein
verbessertes Dehnungsvermögen. Hierbei ist insbesondere der höhere Verhältniswert
aus Anschlußquerschnitt und Dehnungsquerschnitt günstig, der die Beanspruchung in
der Verbindung von Dichtungsmaterialien und Beton vermindert. Ferner sind die Nahtverbindungen
der Dichtung, die auf der Klebefähigkeit der Materialien beruhen, am abgebundenen
Beton wirksamer und dauerhafter ausfUhrbar, so daß damit selbst eine weit unter
Wärmedehnung und/oder Verschiebungen aufgehende Spaltfuge sicherer abgedichtet werden
kann. Hierbei sorgt auch die strangförmige Einlage für einen günstigen Spannungsfluß.
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Insgesamt betrachtet bewirkt die erfindungsgemäße Fugenausbildung
im Verglelch mit der herkömmlich engen Spaltfuge eine Reduzierung der Beanspruchung
des Dichtungsmaterials und des Klebequerschnitts etwa im Verhältnis 5 : 1, bewirkt
weiter eine elnfache Herstellung bei guter Formbeständigkeit und Maßhaltigkeit der
Spaltfuge, eine breite Anwendungsmöglichkeit für Quer- und Längsfugen und eine bessere
Zugänglichkeit beim Einbringen der Dichtungsmaterialien als bisher.
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Eine weitere Verbesserung der Formbeständigkeit während des Abbindens
des Betons und die Schaffung eines besonders leicht zugänglichen Füllraums für Dichtungsmaterialien
werden nach der weiteren Erfindung dadurch erreicht, daß die im Querschnitt tm wesentlichen
keilförmige Spaltfuge in dem oberen Spaltbereich mit einer einseitigen Querschnittserweiterung
versehen ist. Eine solche brelte oeffnung erleichtert die Zugänglichkeit des Fugenspaltes
erheblich und gestattet unter anderem ein günstigeres Einfüllen der Dichtungsmaterialien.
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Eine Fugenausbildung mit erhöhter Dichtwirkung kann außerdem erzielt
werden, wenn die Querschnittserweiterung zusammen mit der Spaltfuge eine oder mehrere
Stufen bildet.
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Die Einarbeitung von Längsfugen in den frlschen Beton ist insbesondere
in schrägen Betonflächen schwierig, weil dabei überhängende Betonwände entstehen,
die bei geringer Beanspruchung des frlschen Betons lelcht zu
Zerstörungen
führen. Die Erfindung ermöglicht ein technisch elnwandt eies und ein wirtschaftliches
Herstellungsverfahren dadurch, daß in Böschungen verlaufende Längsfugen mit der
einseitigen Querschnittserweiterung bzw. den -erweiterungen zur Berme hingewandt
angeordnet sind. Die Erfindung vermeidet damit überhängende Fugenspaltwände Die
Beständigkeit der in dem frischen Beton hergestellten Fugen wird noch dadurch gesteigert,
daß im Querschnitt kaskadenförmige Spaltfugen tn den Obergängen, im Grund und an
den Stufen mit Abrundungen versehen sind. Die Abrundungen vergrößern gleichzeitig
die Haftfähigkeit der Dichtungsmaterialien.
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Die Erfindung ermöglicht gleichgestaltete Ausbildungen von Längs-
und Querfugen und verhindert auch Schwierigkeiten der Fugenbildung an Kreuzungsstellen,
indem nach einer weiteren Verbesserung der Erfindung die Spaltfugen sowohl bei horizontal
als auch bei schräg verlaufenden Betonschichtungen senkrecht zur Horizontalen ausgerichtet
sind. Dabei wird der Vorteil ausgenutzt, daß aufgrund der erfindungsgemäßen Querschnittserweiterung
bzw.
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Querschnittserweiterungen überhängende Fugenspaltwände beim Abbinden
des Betons vermieden werden können.
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Die erfindungsgemäßen strangförmigen Einlagen dlenen einesteils dem
Zweck, den Raum für die übrigen Dichtungsmaterialien zu begrenzen, so daß an Dichtungsmaterial
gespart werden kann und dienen andererselts dem Zweck, den Spannungsverlauf im Dichtungsmaterial
in diesem Bereich der Spaltfuge ohne größere Spannungsspitzen umzulenken. Diese
genannten Bedingungen werden nach einer speziellen Weiterbildung der Erfindung dadurch
erfüllt, daß die strangförmige Einlage jeweils im Bereich einer Stufe angeordnet
ist und aus einem auf Zug beanspruchbaren Material besteht. Ein solches Material
läßt sich vorteilhafterweise von einer Rolle abwickeln und unmittelbar unter Anwendung
einer kontrollierbaren Preßkraft bis auf den gewünschten Abstand in die Spaltfuge
eindrücken.
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Währenddem die vorstehend beschriebene Erfindung einen minimalen Aufwand
erfordert, jedoch alle Bedingungen eines wasserdichten Abschlusses erfüllt, sowie
Temperaturschwankungen aufgefangen werden, ferner die Schwindwerte von frischem
Beton berücksichtigt, weiterhin Veränderungen der relativen Luftfeuchtigkeit beachtet,
Dehnungen und Kontraktionen des Betons auffängt, sowie Verschiebungen und Setzungen
von Beton und/oder des Unterbaus gerecht wird, ein wirtschaftliches Fugenherstellen
gestattet und zugleich ein technisch einwandfreies und zugleich wirtschaftliches
Einbringen der elastischen Dichtungsmateriallen ermöglicht, gestattet diese Fugenausbildung
bei Erdverschiebungen einen gewissen Versch1ebungsgrad, der gemäß der weiteren Erfindung
in einer sogenannten zweiten Stufe in seinen Wirkungen noch gesteigert werden kann.
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In Fällen mit überdurchschnittlich großen Spaltveränderungen wird
die erforderliche Anpassungsfähigkeit der Dichtung dadurch erreicht, daß die strangförmige
Einlage aus einem Klebeband besteht, das die Spaltfuge und die Querschnlttserwelterung
ausfüllt.
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Den verschiedensten Beanspruchungsarten, herrührend aus Erdverschiebung,
Wärmedehnung, Betonschwindung usw., wird dabei Rechnung getragen, indem das Klebeband
an seiner Oberseite mit einer Längsspalte versehen ist, in die eine strangförmige
Spreizeinlage eingelegt ist. Die Sprelzeinlage bewirkt Im Bereich der Elastizität
des Klebebandes eine Vorspannung, die je nach Spaltbreite aufgrund einer entsprechend
bemessenen Klebebanddicke eingestellt werden kann. Die Spreizeinlage bewirkt ferner,
daß das Klebeband an den Dichtungsflächen, d. h. an den Fugenspaltwänden schon eine
Klebewirkung durch Haftung und somit ursprünglich eine Dichtwirkung erzeugt.
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Diese sogenannte zweite Stufe der Dichtwirkung bzw. eines veränderten
Dichtungsmaterials kann im Sinne einer noch wetter gesteigerten Dichtwirkung verbessert
werden.
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Diese sogenannte dritte Stufe an Dichtwirkung sieht zunächst eine
Weiterbildung der Fuge selbst vor, die dahingehend gestaltet ist, daß die Fugenspaltwände
im Eingangsbereich zumindest einseitig entweder lotrecht oder unter einem zur keilförmigen
Spaltfuge bzw. zur Lotrechten negativen Winkel verlaufen. Zur Herstellung der Fuge
wird zunächst nach dem Fugenschneiden in den frischen Beton das Abbinden abgewartet
und danach erst zumindest einseitig an der Fugenspaltwand eine Stufe herausgearbeltet,
z. B. durch Fräsen oder Schleifen mit entsprechend verschleißfesten Werkzeugen.
In diesem Zustand ist die Fuge vollständig formtreu, und die Gefahr des Abreißens
von Fugenrandteilen besteht nicht mehr. Hierbei ist es dann auch möglich, den mit
einem negativen Winkel beschriebenen Hinterschnitt vorzusehen.
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Eine noch weiter verbesserte Abdichtung der Fuge wird nunmehr dadurch
erreicht, daß das Klebeband aus einem Profil strang besteht, der vor dem Einbau
aus einem aufrollfähigen, etwa rechteckförmigen Flach-Querschnitt gebildet ist und
in eingebautem Zustand zwei unter einem spitzen Winkel verlaufende Querschnitts-Schenkel
mit einem diese verbindenden Querschnitts-Bogenteil aufweist. Der besondere Vorteil
dieser Lehre besteht in der doppelten Funktion, nämlich Aufroll- bzw. Abrollfähigkelt
des Klebebandes und mittiges Abknicken zum Einführen in die Fuge.
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Das Abknicken des Klebebandes beim Einführen in die Fuge wird ferner
dadurch erleichtert, daß der Querschnitts-Bogenteil des Klebeband-Querschnittes
eine geringere Querschnittsdicke als die Querschnitts-Schenkel aufweist.
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Das Klebeband wird nach der beschriebenen Erfindung mittels der strangförmigen
Spreizeinlage gegen die Fugenspaltwande gepreßt und bewirkt dadurch die Haftverbindung
zwischen der Fugenspaltwand und dem Klebeband. Es ist selbstverständlich auch mögl1ch,
die Haftwirkung mittels eines geeigneten Klebestoffes noch weiter zu erhöhen. Die
Verbindung zwischen Klebeband und der strangförmigen Spreizeinlage kann nunmehr
nach einer Weiterentwicklung der Erfindung dadurch verbessert werden, daß zumindest
einer der Querschnitts-Schenkel des Klebebandes mit einem die Spreizeinlage umgreifenden
Querschnittsvorsprung versehen ist.
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Währenddem das Klebeband zusammen mit geeigneten Dichtungsmaterialien,
wie z. B. einer plastifizierbaren Dichtungsmasse ausgefüllt werden kann, ist weiterhin
vorgesehen, daß die Querschnitts-Schenkel des Klebebandes zusammen mit der strangförmigen
Spreizeinlage den oberen Querschnitts-Teil ausfüllen.
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Das Ausfüllen des FUllraumes, der zwischen den beiden Querschnitts-Schenkeln
des Klebebandes entsteht, kann außer aufgrund der strangförmigen Spreizeinlage noch,
wie erwähnt, mit plastifizierbarem Dichtungsmaterial erfolgen.
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Hierzu ist besonders vorteilhaft, daß das Dichtungsmaterial aus plastifizierbarer
Zwei -Komponenten-Kunststoff-Kl ebema sse besteht.
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Schließlich ist noch zweckmäßig, die strangförmige Einlage aus strangförmigen,
gebündelten Stoffen zu bilden.
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Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen Flg. 1 einen senkrechten Querschnitt
einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugenprofils einschließlich der
zugehörigen Dichtungsmateri allen, Fig. 2 einen senkrechten Querschnitt mit einer
weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugenprofils einschließlich der zugehörigen
Dichtungsmaterial 1 en, Fig. 3 einen senkrechten Querschnitt durch das erfindungsgemäße
Fugenprofil einer Längsfuge eines wasserführenden Kanals gemäß der Schnittangabe
III - III in Fig. 5, Fig. 4 einen senkrechten Querschnitt durch das erfindungsgemäße
Fugenprofil einer Querfuge in der Böschung eines wasserführenden Kanals, gemäß der
Schnittangabe IV - IV in Fig. 5,
Fig. 5 eine Draufsicht auf eine
erfindungsgemäße Fugenkreuzung innerhalb der Böschung eines wasserführenden Kanals,
Fig. 6 einen Querschnitt durch die in Fig. 5 dargestellte Kreuzung gemäß der Schnittangabe
VI - VI in Fig. 5, Fig. 7 einen senkrechten Querschnitt einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Fugenausbildung im Zustand einer durch hohe Temperaturen bedingten
Spaltverengung, Fig. 8 einen senkrechten Querschnitt analog der Ausführungsform
gemäß Fig.7 im Zustand durch tiefere Temperaturen bedingter Spalterweiterung, Fig.
9 einen senkrechten Querschnitt mit einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Fugenausbildung im Zustand einer durch höhere Temperaturen bedingten Spaltverengung,
Fig. 10 einen senkrechten Querschnitt der Ausführungsforn gemäß Flg. 9 im Zustand
einer durch tiefere Temperaturen bedingten Spalterwelterung, Fig. 11 einen senkrechten
Querschnitt einer weiteren Ausführungsforn des erfi ndungsgemäßen Fugenprofils,
Fig. 12 einen Querschnitt der auf Fig. 11 bezogenen erfindungsgemäßen Fugenausbildung
als weiteres Ausführungsbeispiel und Fig. 13 den Querschnitt gemäß Fig. 12 nach
einem extremen Versatz der sich gegenüberliegenden Betonabschnitte bzw. im Zustand
der durch tiefe Temperaturen bedingten Spalterweiterung.
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Fig. 14 einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Klebeband als
ein Ausführungsbel spiel und Fig. 15 ein weiteres Ausführungsbeisplel des erfindungsgemäßen
Klebebandes im Querschnitt.
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Die erfindungsgemäße Fugenausbildung eignet sich für Bauwerke mit
Betonschichtungen, wie z. B. Auskleidungen für Wasserkanäle, Fahrbahnen und andere
Bauwerke, bei denen große Betonflächen in kleinere Felder durch Relßfugen bzw. Dilatationsfugen
unterteilt werden.
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In einer ersten Stufe der Versetzung durch Fugen getrennter Betonfelder
ist in die Betonschichtung 1 in Längs- und/oder Querrichtung die Spaltfuge 2 in
der gezeichneten Keilform in den frischen Beton eingeformt worden. Die sich von
der Spaltfuge 2 fortsetzende Rißbildung 3 ist erwünscht und hebt innere Zugspannungen
des Betons auf größeren Flächen auf. Der Querschnitt 4 weist im Eingangsbereich
5 eine Querschnittserweiterung 6 auf, die (gemäß Fig. 1) ebenfalls keilförmig sein
kann. Am Obergang 7 der unterschiedlichen Spaltweiten des oberen Spaltbereichs 8
bzw. des unteren Spaltbereichs 9 ist die Einlage 10 eingeklemmt, die beide Spaltbereiche
8, 9 voneinander trennt. Der obere Spaltbereich 8 ist mit einem plastifizierbaren
Dichtungsmaterial 11 ausgefüllt, das an den Fugenspaltwänden 12a, 12b eine Klebeverbindung
schafft.
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Die Querschnlttserwei terung 6 ist nach einem anderen Ausführungsbeispiel
(Flg. 2) asymmetrisch ausgeführt, wodurch sich eine vorteilhafte Vergrößerung der
Haftflächen an den Fugenspaltwänden 12a, 12b ergibt. Außerdem wird dabei eine Stufe
13 geschaffen. Vorteilhaft ist auch noch der keilförmige Obergang 7, der sich hler
ebenfalls als Querschnittserweiterung 6a darstellt.
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Das Prinzip der Stufe 13 kann sowohl in den Längsfugen 14 (Figuren
3 bis 6) als auch in den Querfugen 15 angewendet werden.
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An Längsfugen (14) in Böschungen (Fig. 3) entsteht an der der Berme
zugewandten Seite 16 augenscheinlich kein überhängender Betonrand, wodurch die in
den frischen Beton eingeformten Spaltfugen 2 während des Schwindens des Betons besonders
formtreu slnd.
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An einer Querfuge 15, die in einer schräg liegenden Betonfläche angeordnet
ist (Flg. 4), ist die Stufe 13 praktisch horizontal und die Fugenspaltwand 12b verläuft
dabei etwa unter 90 zur Betonfläche la. Abrundungen 17 an der Stufe 13, am Grund
18 und in den Obergängen 7 steigern die Formbeständigkeit der frischen Fuge und
bieten noch bessere Haftungsflächen für das Dichtungsmaterial 11 am abgebundenen
Beton.
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Die Querschnittserweiterung 6 wirkt sich ferner günstig an den Kreuzungsstellen
von Längsfugen 14 und Querfugen 15 aus (Fig. 5). Die Einlagen 10 können hierbei
in besonderen Vertiefungen 19 (Figuren 5 und 6) übereinander gelegt werden, was
die Dichtungswirkung sogar noch erhöht.
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Einen Eindruck der Auffangfähigkeit für Beton- und/oder Erdreichversetzungen
vermitteln die Figuren 7 und 8. Nach dem Einbringen des Dichtungsmaterials 11 in
den oberen Spaltbereich 8 wird das Dichtungsmaterial 11 aufgrund seines großen Füllvolumens
an der Oberfläche lla in der Art eines Gummibalges federnd aufwelten (Fig. 8), was
der Spaltvergrößerung im Winter entspricht, oder sich zusammenziehen (Fig. 7), was
der Spaltverkleinerung im Sommer entspricht.
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Die nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispi ele werden im Sinn
einer zweiten Stufe des Dichtheitsgrades bzw. aufzufangender Beton- und/oder Erdreichverschiebungen
betrachtet.
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Die Einlage 10 besteht in der weiter verbesserten Ausführungsform
(Fig. 9) aus dem Klebeband 20, das an den Fugenspaltwänden 12a,12b fest haftet,
wozu auch Klebemittel 21 sorgen. Das Klebeband 20 steht durch sein Volumen oder
durch weitere Mittel in der Spaltfuge 2 bzw. in der Querschnittserweiterung 6 unter
federnder Spannung. An der Oberseite 20a des Klebebandes 20 ist elne Längsspalte
22 vorgesehen, in die die sich über die Länge einer Längsfuge 14 bzw. Querfuge 15
erstreckende Spreizeinlage 23 vor dem Einbringen des Klebebandes 20 in die Spaltfuge
2 eingefügt worden ist. Die Wirkungsweise des Klebebandes 20 ist für höhere Temperaturen
in Fig. 9 und für niedrigere Temperaturen in Fig. 10 dargestellt.
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Die dritte Stufe an Dichtheftsgrad wird gemäß den weiteren Ausführungsbeispielen
erreicht. Dazu bedarf es der besonders günstigen Vorbereitung der in den frischen
Beton eingefügten Spaltfuge 2. Die Fugenspaltwände 12a, 12b werden hierzu am Eingangsbereich
5 mittels Fräs- oder Schleifwerkzeugen in der Art bearbeitet, daß ein sogenannter
negativer Winkel 24 bezogen auf die keilförmige Spaltfuge 2 entsteht (Fig. 11).
Die nach der Bearbeitung entstandenen Fugenspaltwände 12c, 12d gestatten, die Haftverbindung
zwischen dem Klebeband 20 und den Fugenspaltwänden 12c, 12d noch weiter zu verbessern.
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In die derart gestaltete Spaltfuge 2 wird das Klebeband 20 wie beschrieben
zusammen mit der Spreizeinlage 23 eingelegt (Figuren 12 und 13). Das Klebeband 20
besteht aus einem Profil strang 25, dessen Querschnitt für die Ausfuhrungsform der
Figuren 9 und 10 aus dem in Fig. 14 dargestellten Querschnitt besteht und dessen
Querschnitt für die Ausführungsformen gemäß den Figuren 12 und 13 aus dem in Fig.
15 dargestellten Querschnitt gebildet ist. Der aus den abgebildeten Querschnitten
bestehende Profil strang 25 kann beliebig zu Rollen aufgewickelt und später für
das Einlegen wieder abgewickelt werden. Im eingebauten Zustand (Fig. 9 und 10 bzw.
12 und 13) bilden die Querschnitts-Schenkel 26a und 26b einen spitzen Winkel, der
sich nach der Keilforn der Spaltfuge 2 bestimmt. Die Querschnitts-Schenkel 26a und
26b sind durch den Querschnitts-Bogenteil 27 miteinander verbunden. Im Prinzip kann
die Spreizeinlage 23 auch aus einem einzigen Teil mit dem Querschnitts-Schenkel
26a gebildet sein. Das Bilden des spitzen Winkels und das Einbringen des Klebebandes
20 wird noch durch den Abschnitt 27a mit einer geringeren Querschnittsdicke unterstützt.
Außerdem wird aufgrund des Querschnitts-Bogenteils 27 eine Lageverschiebung der
beiden Querschnitts-Schenkel 26a, 26b erleichtert.
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Zum sicheren Festhalten der Spreizeinlage 23 weist ferner der Querschnitts-Schenkel
26b einen Querschnittsvorsprung 28 auf, der im elngebauten Zustand des Klebebandes
20 die Spreizeinlage 23 einseitig oder beidseitig umgreift (Figuren 9, 10, 12, 13).
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Zu beachten ist außerdem, daß das Klebeband 20 zusammen mit der strangförmigen
Spreizeinlage 23 nur den oberen Spaltbereich 8 der Spaltfuge 2 ausfüllt, so daß
der untere Spaltbereich 9 freibleibt. Der untere Spaltbereich 9 kann deshalb mit
einem Vliesfüllstoff 29 angefüllt werden, der selbst eine Dichtung bildet, die allerdings
nur in Sonderfällen zur Wirkung gelangt.
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Anstelle der Spreizeinlage 23 ist es auch möglich, wie in den Ausführungsbeispielen
gemäß den Figuren 1, 2, 7 und 8, plastifizierbare Zweck Komponenten-Kunststoff-Klebemassen
einzufüllen. Die strangförmige Einlage 10 und/oder die Spreizeinlage 23 können außerdem
aus strangförmigen, gebündelten Stoffen, wie z. B. aus Fasern, Drähten, die zu Bündeln
vereinigt werden, gebildet seln.