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Feuerungsraum
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Die Erfindung betrifft einen Feuerungsraum, mit einer äußeren Wand,
mit einer Auskleidung, die mindestens eine Schicht aus aneinandergesetzten, unter
Verwendung von temperaturbeständigem Fasermaterial hergestellten, etwa rechteckförmigen
Bauelementen aufweist, mit zumindest angenähert horizontalen Lagerfugen und zumindest
angenähert vertikalen Stoßfugen zwischen den aneinandergesetzten Bauelementen und
mit zwischen der Auskleidung und der Wand und/oder bei mehrschichtigem Aufbau der
Auskleidung auch zwischen den einzelnen Schichten derselben gebildeten Schichtfugen.
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Es ist bekannt, eine Auskleidung aus aneinandergesetzter blockförmigen
Bauelementen aufzubauen, die an der Wand des Feuerungsraums mittelbar oder unmittelbar
befestigt werden. Zur Innenseite des Feuerungsraums hin ist an einer Grundplatte
Fasermaterial angeordnet. Durch das Aneinandersetzen der blockförmigen Bauelemente
entstehen Fugen, die etwa rechtwinklig zueinander verlaufen. Zur besseren Unterscheidung
dieser Fugen nach ihrem Verlauf sollen die etwa horizontal verlaufenden Fuqen als
Lagerfugen und die etwa vertikal verlaufenden Fugen als Stoßfugen bezeichnet werden.
Diese verlaufen beide in zur Wand des Feuerungsraumes entsprechend etwa senkrechten
Ebenen.
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Im allgemeinen werden auch zwischen den blockförmigen Bauelementen
und der Wand des Feuerungsraumes Fugen entstehen. Diese liegen entsprechend in einer
zur Wand des Feuerungsraumes etwa parallelen Ebene. Zur Untersclleidung von den
anderen Fugen sollen diese Fugen nachfolgend als Schichtfugen bezeichnet werden.
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Eine solche Auskleidung hat den Zweck, den Wärmedurchtritt vom Feuerungsraum
in Richtung auf die Wand desselben so weitgehend wie möglich zu unterbinden. Die
Stärke der Auskleidung wird man in Abhängigkeit von der jeweils im Feuerungsraum
herrschenden maximalen Betriebstemperatur bemessen. Bei der Berechnung der notwendiaen
Stärke der Auskleidung werden unter anderem auch die jeweiligen Wärmeleitwerte des
Fasermaterials zu berücksichtigen sein.
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Es hat sich jedoch herausgestellt, daß vielfach die aufgrund einer
entsprechenden Auslegung der Auskleidung zu erwartende Wirmedänunung nicht in dem
vorgesehenen Ausmaß vorhanden ist, sondern einen geringeren Wert hat. Dies führt
zu nachteiligen Wärmeverlusten und gegebenenfalls auch zu einer unzulässig hohen
Erwärmung im Bereich der Wand des Feuerungsraumes.
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Hiervon ausgehend lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die wärmedämmenden
Eigenschaften eines Feuerungsraumes zu verbessern. Im Rahmen dieser Aufgabe soll
insbesondere auch die Aufrechterhaltung der anfänglich vorhandenen Wärmedämmung
über eine längere Betriebszeit hin gewährleistet werden.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorge-Schlagen, daß
zumindest in einem Teil der Fugen und/oder innerhalb mindestens eines Teils der
Bauelemente eine Sperrschicht aus weitgehend gasundurchlässigem Material eingelegt
ist.
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Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, daß erhöhte Wärmeverluste
durch aus dem Inneren des Feuerungsraumes kommende Gasströmungen verursacht werden
können, die das Fasermaterial durchsetzen und insbesondere im Bereich der Fugen
einen verhältnismäßig geringen Strömungswiderstand finden. Derartige Strömungen
können gegebenenfalls auch dadurch begünstigt werden, daß das Fasermaterial im Verlauf
der Betriebsdauer schrumpft und dann nicht mehr wie unmittelbar nach der Montage
im Bereich benachbarter Bauelemente eng aneinander anliegt.
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Auch wenn insbesondere aufgrund der 55aterialschrumpfung auch im Bereich
der Fugen eine direkte Wärmestrahlung nicht in Richtung auf die Wand durch die Auskleidung
hindurchtreten kann, so kann das Hindurchtreten für Gasströmungen möglich werden.
Dieses Hindurchtreten wird durch die Verwendung von Sperrschichten gemäß dem Vorschlag
der Erfindung zumindest so weitgehend vcrllindert, dan hierdurch nennenswerte zusätzliche
Wärmeverluste nicht verursacht werden.
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Bei Anordnung der Sperrschicht innerhalb eines Bauelementes insbesondere
im Rahmen der Vorfertigung ist es auch günstig, daß die Sperrschicht gegen Beschädigungen
gut geschützt ist.
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Unter weitgehend gasundurchlässigem Material ist im Zusammenhang mit
der Erfindung jedes material zu verstehen, das derartige Gasströmungen in ausreichendem
blaße herabsetzt oder unterbindet, wobei davon auszugehen ist, daß der Strömungsdruck
in den meisten Fällen verhältnismäßig niedrig sein wird. Eine absolute Gasdichtigkeit
ist also nicht unbedingt erforderlich.
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Demnach sind Materialien unterschiedlicher Art zur llerstellung derartiger
Sperrschichten geeignet. Eine Sperrschicht kann aus platten- oder folienförmigem
Material
und/oder aus einem Fasermaterial von pgweils~eet-#########
geringer Gasdurchlässigkeit gebildet sein.
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Derartige Materialien werden später noch im einzelnen beschrieben.
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Die nachfolgend genannten vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung
beziehen sich zunächst auf die Ausbildung und Anordnung der Sperrschichten. Die
in die Lager-und/oder Stoßfugen eingelegten Sperrschichten können sich erfindungsgemäß
bis zur Wand des Feuerungsraumes erstrecken. Gegebenenfalls ist es auch denkbar,
daß diese Sperrschichten mit der Wand dichtend verbunden sind, z.B. durch Klebung.
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Die Serrschichten können gegebenenfalls auch erst während der Montage
zwischen die einzelnen Bauelemente eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft ist
es jedoch gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung, daß die Sperrschicht jeweils
auf mindestens eine Fläche des Bauelementes aufgeklebt ist, die mit der Fläche eines
benachbarten Bauelementes oder der Wand des'Feuerungsraumes eine Fuge bildet. Dieses
Aufkleben kann bereits vor der Montage der Bauelemente erfolgen.
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Erfindungsgemäß wird ferner vorgeschlagen, daß die an einer Seitenfläche
des Bauelementes angeordnete Sperrschicht an zumindest einer Kante einen Randstreifen
aufweist, der über diese Fläche hinaus auf die hierzu parallele Fläche eines benachbarten
Bauelementes klappbar ist und eine zu diesen Flächen quer verlaufende Fuge sperrt.
Hierdurch kann es sich insbesondere auch erübrigen, in die letztgenannte Fuge eine
zusätzliche Sperrschicht einzusetzen.
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Im allgemeinen wird es ausreichen, die Trennschicht nur in einigen
Fugen vorzusehen. Wenn man davon ausgeht, daß
die Gasströmungen
bestrebt sein werden, von den eigentlichen Brennstellen des Feuerungsraumes aus
in Richtung auf den zur Ableitung der Gase dienenden Ausgang zu strömen, so werden
die Sperrschichten insbesondere in denjenigen Fugen vorzusehen sein, die die Gasströmung
in dieser Richtung eventuell durchsetzen könnte.
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Befindet sich z.B. die Brennstelle im unteren Bereich eines Feuerungsraumes,
während der Austritt für die Gase im oberen Bereich liegt, so wird man die Sperrschicht
insbesondere zumindest in einem Teil der etwa horizontal verlaufenden Lagerfugen
vorzusehen haben.
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Gegebenenfalls wird auch noch an den Seiten zwischen der Auskleidung
und der äußeren Wand des Feuerungsraumes und/oder zwischen zwei benachbarten Schichten
der seitlichen Auskleidung eine Sperrschicht vorzusehen sein.
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Wenn also die Sperrschicht an einer bestimmten Seite bzw.
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Fläche des Bauelementes einen über diese hinausragenden Randstreifen
aufweist, so kann die Abdichtung einer zur Ebene dieser Fläche oder Seite senkrecht
verlaufenden Fuge mit Hilfe des Randstreifens bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform
dadurch erfolgen, daß der Randstreifen in der der betreffenden Fläche zugeordneten
Ebene belassen wird und sich demnach quer über die betreffende Fuge erstreckt.
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Es ist aber alternativ hierzu erfindungsgemäß ebenfalls denkbar, dan
der Randstreifen in eine zu der zugeordneten Fläche etwa senkrechte Ebene klappbar
ist und an der Wand oder einem benachbarten Bauelement anliegt.
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In diesem Fall füllt der Randstreifen die betreffende Fuge in einem
seiner Größe entsprechenden Querschnittsbereich
aus. Dies wird
insbesondere bei den sogenannten Schichtfugen in Betracht kommen, die zwischen zwei
Schichten der Auskleidung oder aber zwischen der Auskleidung und der äußeren Wand
des Feuerungsraums vorhanden sind. Im Bedarfsfall kann der Randstreifen an die Wand
des Feuerungsraumes oder auch an das benachbarte Bauelement angeklebt werden, um
die Dichtz:irkung der Sperrschicht noch zu erhöhen.
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Wenn zur Herstellung der Auskleidung vorgefertigte Bauelemente verwendet
werden und wenn die Sperrschicht an bestimmten Seiten eines jeden Bauelementes bereits
im Rahmen der Vorfertigung aufgebracht wird, so ist es erfindungsgemäß günstig,
wenn ein einer Sperrschicht zugeordneter Randstreifen vor der Montage auf die jeweile
Fläche des Bauelementes zurückgeklappt ist.
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Der Randstreifen liegt somit insbesondere auch während des Transportes
zum Montageort an dem jeweiligen Bauelement an, so daß er geschützt ist und möglichst
wenig zusätzlichen Raum beansprucht.
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Eine besonders vorteilhafte Anordnung ergibt sich erfindungsgemäß,
wenn ein Bauelement zumindest an zwei jeweils einem benachbarten Bauelement zugewandten
und rechtwinklig aneinanderstoßenden Flächen mit einer Sperrschicht versehen ist
derart, daß die Sperrschichten an der der Wand des Feuerungsraumes jeweils zugewendten
Kante dieser Flächen einen Randstreifen aufweisen.
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Zusätzlich können auch noch die einander diagonal gegenüberliegenden
und senkrecht zur Wand des Feuerungsraumes verlaufenden Endkanten der beiden Sperrschichten
ebenfalls mit einem Randstreifen versehen sein.
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Hierdurch wird erreicht, daß bei gleicher Anordnung
der
Randstreifen an jedem einzelnen Bauelement alle zwischen benachbarten Bauelementen
gebildete Fugen abgedichtet werden können.
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Es wurde bereits ernJähnt, daß die Sperrschicht folienartig sein kann.
Erfindungsgemäß ist besonders geeignet die Verwendung einer Aluminiumfolie oder
eines entsprechend dünnnen Bleches. Aluminium oxydiert in verhältnismäßig starkem
Maße, so dan auf einer Aluminium folie oder einem Aluminiumblecll an den Außenseiten
immer eine O=ydschicht bestimmter Stärke vorhanden ist.
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Wird jetzt eine Aluminiumfolie als Sperrschicht in die Fugen der Auskleidung
eingelegt, so wird das Aluminium unter der Einwirkung der Betriebstemperatur schmelzen,
während die äußeren Aluminiumoxydschichten erhalten bleiben, denn der Schmelzpunkt
von Aluminiumoxyd liegt etwa bei 18000C. Die Stärke der Aluminiumoxydschicht läßt
sich erfindungsgemäß noch dadurch vergrößern, daß die Aluminiumfolie zuvor eloxiert
wird. Die Menge des reinen Aluminiums ist verhältnismäßig gering, so daß es nicht
nachteilig ist, wenn das schmelzende Aluminium an irgendwelchen Stellen in das Fasermaterial
eindringt und dort haften bleibt oder nach unten abtropft. In keinem Fall können
durch das Aluminium störende Wärmebrücken gebildet werden.
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Als Sperrscliicht kann erfindungsgemäß aber auch eine dünne Matte
dienen, die unter Druck durch Verdichtung von Fasermaterial und feinkörnigez Lörtel
hergestellt ist. Günstig ist es, wenn das Fasermaterial hierbei möglichst stark
verfilzt. Die Körnung des Mörtels sollte so fein wie irgend möglich sein. Der Mörtel
kann sogar angenähert mehlförmig sein.
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Für eine Vorfertigung, für den Transport und/oder auch für die Montage
kann es crfindungsgemäß ferner günstig sein, wenn auf das die Sperrschicht bildende
Material eine Kunststoffolie aufkaschiert ist. Die Kunststoffolie schützt das Sperrschichtmaterial
und hält dieses bis zum Abschluß der Montage zusammen. Durch die Temperatureinwir]cung
schmilzt oder verbrennt de.
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Kunststoff, was keine nachteiligen Auswirkungen hat.
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Eine weitere Vereinfachung für die Fertigung besteht erfindungsgemäß
darin, daß ein zur Herstellung der -Sperrschicht dienender Materialstreifen von
einem in Form einer Rolle oder in anderer Form bereitgestellten Vorrat abgenommen
und auf die jeweils erforderliche Länge geschnitten wird, wobei dieser Vorrat an
zumindest einer Längskante mit einem umgefalteten Randstreifen versehen ist.
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Im Rahmen der Erfindung können Bauelemente unterschiedlicher Form
und Gestaltung verwendet werden. Bekannt sind z.B. aus dem DBP 22 31 658 Bauelemente
in Form vorgcfertigter Blöcke. Diese haben einen Sockel, auf dem in mehreren, zur
Wand des Eeuerungsraumes senkrechten Ebenen Mattenlagen befestigt sind. Die Befestigung
derartiger blockförmiger Bauelemente an der Wand des Feuerungsraumes erfolgt durch
Verschrauben des Sockels mit der Wand.
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Es ist aber auch die Verwendung von Bauelementen denkbar, bei denen
die Matten in etwa parallel zur Wand des Feuerungsraums verlaufenden Ebenen übereinandergelegt
sind und/oder bei denen die Befestigung an der Wand des Feuerungsraumes auf andere
Weise erfolgt.
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Auch können die Bauelemente an ihren jeweils an andere
Bauelemente
angrenzenden Seiten lagenweise abgestuft sein, so daß sich treppenförmige Fugen
ergeben. Es kann durch verhindert werden, daß bei stärkerer Schrumpfung des Fasermaterials
verhältnismAssig weit in die Auskleidung hineinreichende breitere Fugen entstehen,
die einen direkten Strahlungsdurchgang ermöglichen.
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In diesem Zusammenhang wird für die Ausbildung eines Bauelementes
erfindungsgemäß weiterhin vorgeschlagen, daß ein Bauelement jeweils durch mindestens
zwei rechteckförmige Lagen oder Schichten gebildet ist, deren Mittelpunkte in Richtung
der Diagonalen versetzt sind.
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Durch diesen Versatz erqibt sich eine Stufen- oder Treppenform an
allen vier Seiten eines Bauelementes, die an benachbarte Bauelemente angrenzen können.
Dabei sind zwei rechtwinklig aneinanderstoßende Seiten in derselben Richtung gestuft,
während die beiden anderen rechtwinklig aneinanderstoßenden Seiten beide in der
hierzu entgegengesetzten Richtung gestuft sind. Mit diesem Bauelement lassen sich
also überall gestufte Lager-und Stoßfugen erzielen, wobei nur entsprechende Anpassungen
der Bauelemente an den Enden bzw. Ecken eines ganzen Wandbereiches erforderlich
werden.
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Nachfolgend werden besonders bevorzugte AusfUhrungsformen der Erfindung
anhand einer Zeichnung näher beschrieben. Im einzelnen zeigen in jeweils perspektivischer
Darstellung: Fig. 1 die Ansicht eines einzelnen Bauelementes;
Fig.
2 einen Teil einer Feuerungsraumwand mit mehreren I3auelementen als Auskleidung;
Fi<j. 3 einen Teil 1 einer Feuerungsraumwand mit anders ausgeführten Bauelementen
als Auskleidung; Fig. 4 einen Materialvorrat zur Herstellung der Sperrschicht; Lig.
5 ein Bauelement entsprechend einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
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Das in Fig. 1 dargestellte Bauelement 10 hat eine Grundplatte in Form
eines Gitterro-stes 11. Matten aus temperaturbeständigem Fasermaterial sind in einzelnen
Lagen 13 durch Klebung auf dem Gitterrost befestigt.
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Lin an die außerc Wand des Feuerungsraumes angeschweisster llaltestift
12 rgt ein Stück in das Bauelement lo llincin und dient zur Befestigung desselben.
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Das Bauelement lo ist an zwei Jeitenflächen 14 und 15, die rechtwinklig
zueinander liegen und mit ihren Enden aneinander stoßen, mit einer durch eine Folie
gebildeten Sperrschicht 16 versehen. Die Sperrschicht 16 hat an den dem Gitterrost
11 zugewandten Kanten der Seitenflächen 14 und 15 jeweils einen Randstreifen 17,
der auf die Seitenflächen 14 bzw. 15 zurückgebogen ist und erst bei der späteren
Montage in die jeweils erforderliche Stellung gebracht wird.
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An den diagonal gegenüberliegenden Enden der beiden Seitenflacllen
14 und 15 haben die Sperrschichten 16 jeweils einen weiteren Randstreifen 18, der
quer zu den Randstreifen 17 und damit senkrecht zum Gitterrost 11 verläuft. Auch
die beiden Randstreifen 18 sind zunächst
auf die jeweils zugeordnete
Seitenfläche 14 bzw. 15 zurückgeklappt.
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Die Befestigung der Lagen 13 am Gitterrost 11 durch Klebung sowie
das Aufbringen der bereits erwähnten Mörtel schicht kann im Painien einer Vorfertigung
erfolgell. Als Haltestift 12 kann eine Schraube dienen, so daß der Gitterrost 11
mittels einer Mutter 28 an der Wand 19 festgeschraubt werden kann. ilierbei durchsetzt
der Haltestift 12 bzw. die Schraube den Gitterrost und die Mörtelschicht. Der Gitterrost
11 kann natürlich auch auf andere Weise an der Wand 19 befestigt werden.
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ie Fig. 1 erkennen läßt, können die Randstreifen 18 nach dem Aneinandersetzen
mehrerer Banelemente 10 auf die jeweils parlalelen Flächen benachbarter Bauelemente
10 herübergeklappt werden. Der von der oberen Seiten fläche 15 auf eine hierzu parallele
Seitenfläche des benachbarten Bauelementes 10 herübergeklappte Randstreifen 18 kann
dann eine vertikale Stoßfuge zwischen diesen beiden Bauelementen 10 sperren. Entsprechend
kann mit dem der Seitenfläche 14 zugeordneten Randstreifen 18 eine horizontal verlaufende
Lagerfuge gesperrt werden, die zwischen dem in Fig. 1 dargestellten Bauelement 1o
und einem darunter angeordneten Bauelement 10 verläuft.
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Wie aus Fig. 2 erkennbar, sind die Lagen 13 benaellbarter Bauelemente
10 jeweils um 900 zueinander gedreht.
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Elicrdurch lassen sich die Auswirkungen der in Kauf zu nehmenden Schrumpfung
des Fasermaterials über den Wandbereich hin etwas gleichmäßiger verteilen.
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Die Bauelemente 1o sind auch hier jeweils mittels eines
cittcrrostes
11 und eines Haltestiftes 12 sowie durch Klebung gehalten, was nur für eines der
Bauelemente 10 angedeutet ist.
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Durcli das Aneinandersetzen der Bauelemente 10 entstehen in horizontaler
Richtung verlaufende Lagerfugen 20 und in vertikaler Richtung verlaufende Stoßfugen
21.
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Die Bauelemente 1o bilden hier die einzige Schicht der Auskleidung.
Zwischen dieser und der Wand 19 des Feuerungsraumes ist in einer zu dieser Wand
parallelen Ebene eine Schichtfuge 22 vorhanden.
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Es wurde bereits gesagt, daß eine zweckmässige Anordnung der einzelnen
Sporrschichten von Fall zu Fall festzule<jen ist und daß durchaus nicht alle
Fugen mit einer Sperrschicht ab(!cdichtet sein müssen. Wenn man davon aue c!ht,
daß der in Fig. 2 dargestellte Wandteil eines Feuerungsraumes eine Seitenwand ist
und daß die Brennstelle im unteren Bereich des Fcuerungsraumes angeordnet ist, während
sich der Abzug im oberen Bereich befindet, so wird im Feuerungsraum eine von unten
nach oben gerichtete Gasströmung vorhanden sein. Es ist deshalb zweckmässig, zumindest
in einigen der horizontalen Lagerfugen 20 eine Sperrschicht 23 oder eine Sperrschicht
24 vorzusehen. Die Sperrschicht 23 besteht aus einem eingelegten durchgehenden und
flachen Folienstreifen, wahrend die Sperrschicht 24 einen Randstreifen 25 aufweist,
der in ach oben hochgebogen ist und auch die Schichtfuqe 22 alvdichtet. Gleichzeitia
kann der Randstreifen 25 mit der Wand 19 verklebt sein. Selbstverständlich ist auch
ein Verkleben des Randstreifens 25 mit der diesem zugewandten Seite des Bauelementes
12 denkbar.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 finden Bauelemente 26 Anwendung,
die jeweils aus drei Schichten 27 aufgebaut sind. Je2c Oer Schichten 27 ist ihrerseits
aus zu Matten verarbeitetem Fasermaterial gebildet. Die Schichten 27 sind rechteckförmig
und in Richtung der einen Diagonale zueinander versetzt. Für die beiden in Fig.
3 sichtbaren Seitenflächen 29 und 30 des Bauelementes 26 ergibt sic somit eine treppenförmige
Abstufung der Schichten 27 derart, daß die an die Wand 19 angrenzende Schicht 27
am weitesten zur Seite hervorsteht.
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Entsprechend ergibt sich für die nicht sichtbaren beiden anderen Seitenflächen
des Bauelementes 26 eine Abstufung, geiräß der die der Feuerungsraumseite zu(g wandte
oberste Schicht 27 zur Seite hin am weitesten hervorsteht. Für die dem Betrachter
abgewandte Seitenfläche des Bauelementes 26 ist in Fig. 3 erkennbar, daß aufgrund
dieser Abstufuncj ein benachbartes Bauelement 26 mit einer Seitenfläche, die der
Seitenfläche 29 des vollständig gezeigten Bauelementes 26 entspricht, genau u der
der Seitenfläche 29 gegenüberliegenden hinteren Seitenfläche paßt.
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Entsprechendes gilt für die in Fig. 3 untere Seitenfläche des aauelementes
26, zu der die obere Seitenfläche entsprechend der Seitenfläche 3c des Bauelementes
26 entsprechend paßt.
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Aufgrund dieser Abstufung der Seitenflächen wird erreicht, daß auch
nach einer gewissen Schrumpfung des Fasermaterials kein direkter Strahlungsdurchtritt
in Richtung auf die Wand 19 möglich werden kann.
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i Befestigung der Bauelemente 26 erfolgt in diesem 11 durch eine Anzahl
von llaltestiften 31, die das Bauelement 26 durchsetzen und mit ihrem einen Ende
an der Wand 19 angeschweißt sind. Auf die frcien Enden der Haltestifte 31 sind Scheiben
32 aufgesteckt, die an der dem Feuerungsraum zugewandten Seite der obersten Schicht
27 angreifen.
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Auch hier sind durch die aneinanderstoßenden Bauelemcnte 26 horizontal
verlaufende Lagerfugen 33 und vertikal verlaufende Stoßfugen 34 gebildet. Es gibt
ferrler Schichtfugen 35 zwischen der Wand 19 und der angrenzenden Schicht 27 des
Bauelementes 26 sowie zwischen den Schichten 27 Wie Fiq. 3 erkennen läßt, können
in den Schichtfugen 35 Sperrschichten 36 vorgesehen werden, wobei die eine Sperrschicht
36 einen Randstreifen 37 aufweist, der auf die Oberseite der betreffenden Schicht
27 umgeklappt ist. Damit ist auch die entsprechende Lagerfuge 33 abgedichtet. Die
andere Sperrschicht 36 wurde ohne Randstreifen dargestellt um anzudeuten, daß auch
eine solche Ausführung gegebenenfalls zweckmäßig ist.
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Grundsätzlich gilt für alle beschriebenen Ausführungsformen, daß die
zweckmäßigste Anordnung von Sperrschichton von Fall zu Fall verschieden sein kann
und (lars durchaus nicht in allen Fugen Sperrschichten enthalten sein müssen. Wenn
man berücksichtigt, daß mit einer von der jeweiligen Brennstelle des Feuerungsraumes
ausgehenden Gasströmung zu rechnen ist, die ihren Weg in Richtung des hierfür vorgesehenen
Gasaustrittes nimmt, so wird man für den jeweiligen Einzelfall ermitteln können,
welcnen Weg gegebenenfals in die
Auskleidung eindringende Gasströmuncjen
nehmen können. In Abhängigkeit von dem Ergebnis dieser Ermittlungen werden dann
die jeweiligen Sperrschichten anzuordnen sein. So ist es z.B. auch denkbar, daß
Casströmungen bei einer nicht mit Sperrschichten versehenen Auskleidung das Fasermaterial
der auskleidung bis in den Bereich der Wand des Feuerungsraums hin durchsetzen und
sich auf diesem Wege abkühlen. Aufgrund dieser Abkühlung kann die Gasströmung unter
anderem aucn in den jeweils unteren Bereich des Feuerungsraumes gelangen bzw. zurückströmen.
Sollte mit der Ausbildung einer derartigen Strömung zu rechnen sein, wird es insbesondere
tuch auf eine ausreichende Sperrung der Schichtfugen ankommen.
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In Fig. 4 ist ein zur herstellung einer Sperrschicht dienender Vorratsstreifen
zu einer Rolle aufgewickelt.
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Auf ein Folicnband 38 ist eine Trägerfolie 39 aufkaschiert oder aufgeklebt.
Das Folienband 38 hat einen zurückgeklappten Randstreifen 40. Bei der Montage einer
Auskleidung oder aber auch bei der Vorfertigung einzelner Bauelemente kann das Folienband
37 von der Rolle abgezogen und in den jeweils erforderlichen Längen zugeschnitten
werden.
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Die Trägerfolie 39 besteht aus PVC, das Später unter der Einwirkung
der Betriebstemperatur verbrennt oder schmilzt. Das Folicnband 38 einschließlich
des Randstreifens 37 ist eine Aluminiumfolie, deren Funktion als Sperrschicht bereits
an früherer Stelle beschrieben wurde.
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In Fig. 5 ist ein Bauelement 41 dargestellt, das aus einzelnen Lagen
42 aufgebaut ist. Die Lagen 42 bestehen ebenfalls aus Fasermaterial und sind durch
Klebung miteinander verbunden. Es kann ebenfalls wie bei dem Ausführungsbeisiel
nach Fig. 1 ein Gitterrost 11 vorgesehen sein, der zur Befestigung der Lagen 42
an der Wand 19 dient.
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Line Sperrschicht 43 ist hier innerhalb des Bauclementes 41 so Jnordnct,
daß sie sich jeweils zwischen zwei Lagen 42 erstreckt und insgesamt einen U-förmigen
Verlauf hat derart, daß sie die eine Seitenfläche des Bauclementes 41 mit Ausnahme
der beiden äußersten Lagen überdeckt.
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Soweit die Sperrschicht 43 zwischen jeweils zwei Lagen 42 verläuft,
ist sie gegen Beschädigung bei der Montage vollständig geschützt. Der sich über
die Seitenfläche des Bauelementes 41 erstreckende Teil der Sperrschicht 43 bedarf
nicht unbedingt einer zusätzlichen Befestigung z.B. durch Klebung, da die Sperrschicht
43 insgesamt mit ihren zwischen den Lagen 42 angeordneten Teilen gut gehalten ist.
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Der die saubere Seitenfläche des Bauelementes 41 überdeckende Teil
der Sperrschicht 43 kann somit auch gleichzeitig zum Sperren einer Fuge dienen.
Sollte dies im Einzelfall nicht erforderlich sein, so kann natürlich auch die Sperrschicht
in Form einer Einzellage zwischen zwei Lagen 42 angeordnet werden.