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BESCHREIBUNG
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Die Erfindung betrifft eine Schlagbohrmaschine zum Eintreiben einer
Gehaindeankerstange in ein eine Klebstoffpatrone enthaltendes Bohrloch lit eina
mehrere Spannbacken aufweisenden Bohrfutter.
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In der Bauindustrie werden in zunehmendem Maße Klebeanker verwendet,
die aus eine oder mehreren die Klebstoffkomponenten und den Härter enthaltenen Patronenkörpern
- in der Regel aus Glas - und einer Gewindeankerstange bestehen. Diese Klebeanker
sind in den unterschiedlichen Durchiessergrößen und Längen erhältlich.
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Der Patronenkörper wird in ein auf dessen Außendurchmesser abgestirtes
Bohrloch in den Aufnahmewerkstoff eingebracht und die 6ewindeankerstange, die die
von einer Schlagbohrmaschine oder eine Bohrharer abgegebene Dreh-Schlag-Bewegung
überträgt, wird anschließend unter Zerstörung des Patronenkölspers ins Bohrloch
eingetrieben. Hierbei wird der Patronenkörper zerstört und die vorher i. Patronenkörper
getrennt gehaltenen Klebstoffkomponenten werden hierbei innig miteinander vermischt.
Die sich ii Mörtelgeiisch befindliche Gewindeangerstange kann nach Beendigung der
Aushärtezeit oder Abbindezeit belastet werden.
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Zu Setzen von Gewindeankerstangen sind verschiedene Setzwerkzeuge
bzw. Vorrichtungen bekannt geworden. So ist es bekannt, die Stirnseite des Befestigungsendes
der Ankerstange mit einem Innensechskant auszubilden (DE-OS 27 35 726). Zur Obertragung
der Dreh-Schlag-Bewegung wird dabei in das Bohrfutter einer Schlagbohnoaschine ein
Sechskantstift eingespannt, der wiederu in den Innensechskant der Ankerstange eingesteckt
wird, so
daß die Dreh-Schlag-Bewegung der Schlabbohrmaschine auf
die Ankerstange Ebertragbar ist. Das Ausbilden dieses Innelseeis-L'ntes ist jedoch
relativ teuer und weist zu anderen noch den Nachteil auf, daß Ankerstangen größeren
Durchmessers bei Verwendung eines Imnensechskantes verbestimmter Größe nicht mehr
in ein Bohrloch eingebracht werden können. Ein weiterer nachteil ist darin zu sehen,
das durch Verschentzen des Innen, sechnutens u.U. nicht rohr die erforderliche Einstecktiefe
des Sechskmmtstiftes gewährleistet ist, so daß Stift während des Setzvorganges durch
die von der Maschine in rascher Folge abgegebenen Schläge ungewollt aus dem Innensechskannt
abge hoben wird und auger Eingriff gerät.
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Meiterkin ist ein Setzwerkzeug bekannt geword (DE-PS 21 34 781), bei
welche die Gewindeankerstange in ein Mitnehmereleent eingeschroubt wird. Zu Lösen
der Gewindeankerstange von MItnehmerelement ist ein ausrückbarer Anschlag vorgesehen.
Setzatrkzegge dieser Ausführungsform weisen einmal den Nachteil auf, das fir jeden
Gewindeankerstangendurchmesser ein eigenes Mitmeherelemnt vorkanden sein muß, und
zum anderen ist die Herstellung eines solchen Setzwerkzeuges aufwending und somit
konstenintensiv. Ein weiterer Nachteil ist noch darin zu sehen, das das ohnehin
schon betrhchtliche Gewicht einer Schlagbohrmaschine oder eines Bohrhammers durch
Setzwerkzeuge dieser Ausführungsform noch erhoht wird, was zu einer Erschwerung
der l:-.d hebung fibrt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Setzertzeug zu schaffen,
welches ein Setzen von Gewindeankerstangen unter Wermeidung der oben gechilderten
Nachteile gewährleistet und mit dessen Hilfe auch Gewindeankerstangen gesetzt werden
können,
die kein speziell ausgebildetes Anschlußende aufweisen.
Das Setzwerkzeug soll einfach zu handhaben sein und eine sichere Verbindung zwischen
Gewindeankerstange und dem Setzwerkzeug schaffen.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Spannflächen
der Spannbacken im wesentlichen ebene, glatte Flächen sind, die beim Eintreiben
der Gewindeankerstange gegen deren Gewinde anliegen.
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Die mit dertfindung erzielten -Vorteile beruhen auf der unmittelbaren
Verwendung eines Bohrfutters und den damit gegebenen Möglichkeiten, mit einem einzigen
Bohrfutter ohne Umrüsten verschiedene Durchmesserbereiche von Gewindeankerstangen
zu erfassen.
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Um das Mitdrehen eines Bohrers im Bohrfutter beim Schlagbohren zu
verhindern, werden zwar Schlag-Bohrfutter verwendet, deren Backen sich während des
Bohrvorganges zentrisch zum Bohrer hin bewegen, wobei die schneidenartig ausgebildeten
Spannbacken sich in den Bohrerschaft eingraben, um das Drehmoment übertragen zu
können, jedoch hat sich überraschend herausgestellt, daß sich Schlag-Bohrfutter
mit entsprechend abgeschliffenen Spannbacken in vorteilhafter Weise zum Setzen von
mit einem Außengewinde versehenen Gewindeankerstangen eignen.
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Versuche haben bestätigt, daß durch die geschaffenen relativ breiten
Spannflächen an jeder Spannbacke die Gewindegänge nicht beschädigt werden; selbst
dann nicht, wenn durch ein Verhaken der einzutreibenden Gewindeankerstange sich
die Spannbacken des Bohrfutters noch fester um den eingespannten Gegenstand legen.
Auch Ankerstangen ohne Profil mit glattem Schaft
lassen sich durch
das erflndungs-EDe Bohrfutter schnell und sicher setzen.
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Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich, die Spannflächen der
Spannbacken mit einem relativ gro8en Radius keivei auszubilden. Auch bei dieser
Ausführungsform bleiben die oben bereits geschilderten Vorteile erhalten.
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Von Vorteil ist es weiterhin, daß zu Lösen der Spannbacken kein Zusatzwerkzeug
notwendig ist. Das Linsen erfolgt in üblicher Weise von Hand. Durch die Erfindung
wird die FUglichkeit geschaffen, Gewindeankerstangen verschiedenenner Durchmesser
schnell sowie ohne lange Urüstzeiten und Zusatzzerkzegge zu setzen, wobei ein zusätzlicher
Vorteil in der G-ichtsersparnis und der damit verbundenen leichteren Handhabung
zu sehen ist.
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Das Bohrfutter selbst bleibt hinsichtlich seiner Funktion und Handhabung
unverändert.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 Die schematische Draufsicht auf ein
Bohrfutter Itt eingespannter Ankerstange und üblicher Ausbildung der Spannbackenflächen,
Fig. 2 ein Bohrfutter gem. Fig. 1 mit erfidnungsgemäßer Ausbildung der Spannbackenflächen,
Fig. 3 ein Bohrfutter mit Spannbacken gemäß der Erfindung in einer zweiten Ausführungsform
und
Fig. 4 ein Bohrfutter mit Spannbacken gemäß der Erfidnung in
einer dritten Ausführungsform Fig. 1 zeigt schematisch die Draufsicht auf ein handelsübliches
Dreibacken-Bohrfutter 1 für Schlagbohrmaschinen oder Bohrhämmer mit der üblicher
Anordung und Ausbildung der Spannbacken 2.
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Diese Spannbacken 2 sind keilförmig bzw. schneidenartig ausgebildet
und kalen sich zur übertragung des Drehmmentes an glatte Bohrerschäften als geeignet
erwiesen, wobei sich unter Mitwirkung des selbstaspannunden Bohrfutters die schneiden
in den Bohrerschaft eingrahen können. Diese keilförmige Ausbildung ist jedoch -
wie Fig. 1 verdeutlich - fur das Spannen und Festkalten von Gewindennkerstangen
3 ungeeignet, da durch das Eingrahen der heilförmigen Schneiden der backen 2 in
des Gewinde 4 dieses im Einspannbereich derart unbrauchbar wird.
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daß beispielsweise eine Schraubenutter nicht mehr aufgeschraubt werden
kann.
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Im ünterschied hierzu zeigt Fig. 2 ein Bohrfutter 5, bei welchen die
Spannbacken 6 an ihren Spannflächen 7 erfindungsgemäß flach ausgebildet sind. Wie
aus der Zeichnung ersichtlich, weisen die Spannflächen 7 eine ralativ große Flächen
auf, so daß die auf den Gewindespitzen wirtle Fläch pressung derart verminkert wird,
da eine Beschärtigung des Gewindes 4 nicht eintreten kann. Versuche haben ergeben,
daß eine Beschätigung der Gewindegänge sellst dann nicht gegeben ist, wenn durch
Verhaken der einzutreibunden Gewindennkerstange im Bohrloch sich das Bohrfutter
bzw. sich die Spannbacken des selbstspannenden Bohrfutters nach fester um den eingespannten
Gegenstand legen.
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Fig. 3 zeigt ein Bohrfutter wie in Fig. 2 dargestellt, jedoch mit
einer abgewandelten Ausführungsform der Spannbacken 6. Die Spannflächen 9 der Spannbacken
6 sind konkav ausgebildet und passen sich somit der Kreisform der Gewindeankerstange
besonders gut an. Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsfonm sind die Spannflächen
10 der Spannbacken 6 konvex ausgebildet. Auch diese Ausführungsform hat sich als
geeignet erwiesen, das benötigte Drehmoment zu übertragen, ohne daß das Gewinde
4 der Gewindeankerstange 3 - selbst bei festem Spannen - beschädigt wird.
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Das Bohrfutter selbst bleibt hinsichtlich seiner Ausbildung und Funktion
unverändert, d.h. daß das Ldsen des Bohrfutters nach wie vor von Hand geschieht
und tertigungstechnisch gesehen keine Mehrkosten entstehen.
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L e e r s e i t e