DE2944243A1 - Verfahren zum orten einer undichtigkeit in einer vergrabenen rohrleitung - Google Patents
Verfahren zum orten einer undichtigkeit in einer vergrabenen rohrleitungInfo
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Description
29U243
2.November 1979 10591 Dr.ν.Β/Ε
Varian s.p.a.
Via Varian 54, 1-10040, Leini/Torino Italien
Verfahren zum Orten einer Undichtigkeit in einer vergrabenen Rohrleitung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Es ist bekannt, in Fernmeldekabel trockenen Stickstoff
oder trockene Luft unter Druck einzuführen, um zu verhindern oder zu verzögern, daß Wasser oder Wasserdampf durch
etwaige kleine Undichtigkeiten im Kabelmantel in das Kabel eintritt. Es ist bekannt, Undichtigkeiten im Kabelmantel dadurch
zu lokalisieren, daß man den durch die Undichtigkeit entstehenden Druckabfall von der Einführungsstelle des Druckmittels
längs des Kabels mißt. Es ist ferner bekannt, gasförmige Halogenkohlenwasserstoffverbindungen unter Druck in elektrische
Kabel einzuführen, um die Isolation zu verbessern. Solche Halogenkohlenwasserstoffe sind auch als Spürgase für
moderne Lecksuchgeräte geeignet.
Die bekannten Verfahren zum Orten einer Undichtigkeit in einer vergrabenen Rohrleitung, wie einem unter Druck
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stehenden elektrischen Starkstrom- oder Fernmeldekabel oder einer Fluidleituny, lassen jedoch immer noch hinsichtlich der
Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und Genauigkeit der Ortung von Undichtigkeiten zu wünschen übrig. Zur Messung des Druckabfalles
längs des Kabels müssen Druckmesser an mehreren Stellen längs des Kabels angeschlossen werden. Die Verwendung von
Halogenwasserstoffen hat den Nachteil, daß diese Gase toxisch und feuergefährlich sind, außerdem diffundieren sie nur langsam
durch das Erdreich und werden von diesem leicht absorbiert. Es war daher bisher notwendig, Testbohrungen längs des Verlaufes
der Rohrleitung durchzuführen, um das Lecksuchgerät so nahe an die vergrabene Rohrleitung bringen zu können, daß eine
zuverlässige Ortung gewährleistet ist.
Durch die vorliegende Erfindung soll daher ein Verfahren zum Orten einer Undichtigkeit in einer vergrabenen
Rohrleitung, insbesondere dem Mantel eines elektrischen Kabels, angegeben werden, das eine schnelle, genaue und zuverlässige
Ortung von Undichtigkeiten gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren
der eingangs genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird also in die vergrabene Rohrleitung, z. B. ein Fernsprechkabel, ein
Druckgas eingeführt, das zumindest zum Teil aus Helium besteht und die Erdoberfläche wird oberhalb der Rohrleitung mit einem
für Helium empfindlichen Lecksuchgerät abgefühlt.
Das erfindungsgemäße Verfahren arbeitet zuverlässig und vergleichsweise schnell, es ist nicht erforderlich, Suchbohrungen
durchzuführen und das Lecksuchgerät bzw. dessen Meßsonde in eine solche Bohrung einzuführen. Es genügt vielmehr,
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wenn man die Erdoberfläche abtastet, was in der Praxis leicht
dadurch geschehen kann, daß man das Lecksuchgerät auf einem Fahrzeug, wie einem Kraftwagen so montiert, daß die Sonde des
Lecksuchgerätes die Erdoberfläche oberhalb und längs der vergrabenen
Rohrleitung abtastet.
Die Verwendung von Helium ist keine naheliegende Wahl für ein Gas zur Unterdrucksetzung eines Kabels oder dgl.,
da es wesentlich teurer ist als trockene Luft oder trockener Stickstoff und da seine elektrischen Isolationseigenschaften
keinesfalls besser sind als die der erwähnten, leichtverfügbaren Gase. Außerdem ist das hohe Diffusionsvermögen von Helium
für die Unterdrucksetzung von Kabeln und anderen Rohrleitungen von Nachteil, da Helium auch schon durch außerordentlich kleine
Poren und Undichtigkeiten abdiffundieren kann, durch die Wasser oder Wasserdampf noch nicht in das Kabel eintreten können.
Das aus Helium bestehende oder Helium enthaltende Druckgas wird vorteilhafterweise nicht als das normalerweise
verwendete Druckgas benutzt, sondern nur für die Zwecke der Ortung von Undichtigkeiten. Das Vorhandensein einer Undichtigkeit
kann z.B. durch Druckverlust oder anomal hohen Verbrauch an dem normalen Druckgas festgestellt werden, wofür Anzeigegeräte
bekannt sind. Wenn eine Undichtigkeit angezeigt oder vermutet wird, werden Helium oder ein Helium enthaltendes Gas
in das Kabel eingeführt. Dies läßt sich z.B. dadurch einfach bewirken, daß man eine Helium unter Druck enthaltende Flasche
über ein auf etwa 0,7 Bar eingestelltes Reduzierventil mit einem der Ventile verbindet, wie sie bei unter Druck gehaltenen
Kabeln in üblicher Weise in Abständen längs des Kabels vorgesehen sind. Man wird dabei die Heliumflasche mit dem Ventil
verbinden, das dem vermuteten Ort der Undichtigkeit am nächsten liegt. Wenn die Undichtigkeit klein ist (z.B. entspre-
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chend weniger als 10 Liter Druckgasverlust pro Stunde), läßt man vorzugsweise eine gewisse Zeit, z.B. 12 Stunden, verstreichen,
bevor die Oberfläche der Erde.mit dem heliumempfindlichen Lecksuchgerät abgesucht wird. Für größere Leckraten genügen unter
Umständen schon 5 Stunden oder weniger, um nach Einführung des Heliums ein Signal ausreichender Stärke am Lecksuchgerät
zu erhalten.
Vorteilhafterweise wird das Helium in das Kabel
über zwei Ventile eingeführt, zwischen denen sich der vermutete Ort der Undichtigkeit befindet.
Das Lecksuchgerät enthält vorzugsweise irgendeine Art von Gebläse oder Pumpe, um die Luft dicht an der Erdober-1L
fläche abzusaugen und dem Einlaß (Drosselstelle) des Lecksuchgerätes zuzführen.
Es wurde gefunden, daß sich das Helium bei seinem Weg von der Undichtigkeit in der Rohrleitung zur Erdoberfläche
verhältnismäßig wenig seitlich ausbreitet, so daß eine genaue Ortung der Undichtigkeit möglich ist. Das erfindungsgemäße Verfahren
wurde mit Erfolg zur Ortung von Undichtigkeiten in Kabeln angewandt, die 70 cm oder tiefer unter der Erdoberfläche vergraben
waren. Helium durchdringt sogar einen Asphalt-, Teer-, oder Betonbelag einer Straße oder eine andere Pflasterung in
ausreichendem Maße, um die Ortung von Undichtigkeiten nach dem vorliegenden Verfahren zu ermöglichen.
Vorteilhafterweise wird eine Sonde oder ein Saugrüssel
des Lecksuchgerätes über die Erdoberfläche geschleppt, um eine maximale Empfindlichkeit und minimale Störungen durch
Wind und andere Umgebungseinflüsse zu erreichen.
In der Praxis hat es sich gezeigt, daß die für die Ortung einer Undichtigkeit erforderliche Zeit im Vergleich
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zu den bekannten Lecksuchverfahren ganz erheblich verkürzt werden kann, z.B. um einen Faktor 5 oder mehr.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die Ortung von Undichtigkeiten in elektrischen
Kabeln, wie Fernmeldekabeln oder Starkstromkabeln beschränkt, sondern kann auch bei anderen Rohrleitungen, wie Förderleitungen
für ein fließfähiges Medium verwendet werden.
J*
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Claims (7)
- |·Λ T K λΤλ X W Λ IT K 2 9 4 A 2 4 OI)H. I)IKTKU ν. ΗΚ/.ΟΙ.1)IHlM.. ΙΝ(ί. PKTKK SCIIfTZI)IlM.. 1.\<J. WOLK(JAN(J Il KlSLKUM A HI ATM KItKSl A STlIASSK 23 PONTFAtII NtIIMMtMI)-KOOU MtlKNClli;.\ HUTKI.KK(IN ΙΐΜ·Μ7β»ΐΗΙ 47«»IUTRLRX »«2II.-M TKLKIiHAMM SUMBBSIT-PA 24 552Α/79 2.November 1979AT 23.7.1979 ' 10591 Dr.ν.Β/ΕVarian s.p.a-Via Varian 54, 1-10040, Leini/Torino ItalienVerfahren zum Orten einer Undichtigkeit in einer vergrabenen RohrleitungPatentansprüche1J Verfahren zum Orten einer Undichtigkeit in einer unter der Erdoberfläche vergrabenen Rohrleitung, wie einem Kabelmantel, bei welchem in die Rohrleitung ein unter Druck stehendes Gas eingeführt wird, das zumindest zum Teil aus einem Spürgas besteht, das in der Umgebungsluft durch ein auf dieses Spürgas ansprechendes Lecksuchgerät nachweisbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß Heliun als Spürgas verwendet wird und daß die Oberfläche der Erde mit dem auf Helium ansprechenden Lecksuchgerät abgetastet wird.030066/0589
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das Lecksuchgerät einen Sondenteil enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Sondenteil längs eines Weges über die Erdoberfläche geschleppt wird, welcher im wesentlichen über und längs der vergrabenen Rohrleitung verläuft.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 zur Ortung einer Undichtigkeit in einem unter Druck stehenden Kabel, das in Abständen mit Ventilen versehen ist, die die Einführung eines Druckmittels in den Kabelmantel gestatten, dadurch gekennzeichnet, daß eine Quelle für unter Druck stehendes Helium mit zwei Ventilen verbunden wird, zwischen denen die Undichtigkeit im Kabelmantel vermutet wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Helium enthaltende Druckgasflaschen als Quelle für das unter Druck stehende Helium verwendet werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1,2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf dem Prinzip eines Massenspektrometer arbeitendes Lecksuchgerät verwendet wird.
- 6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Helium in die Rohrleitung mit einem Druck eingeführt wird/ der mindestens 0,5 Bar über dem Atmosphärendruck liegt.
- 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurchgekennzeichnet, daß das Helium mit einem Überdruck von etwa 0,7 Bar eingeführt wird.030066/0589
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