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DE2941680A1 - Verfahren zur gewinnung einer von nitraten freien loesung aus einer nitrate enthaltenden produktloesung - Google Patents

Verfahren zur gewinnung einer von nitraten freien loesung aus einer nitrate enthaltenden produktloesung

Info

Publication number
DE2941680A1
DE2941680A1 DE19792941680 DE2941680A DE2941680A1 DE 2941680 A1 DE2941680 A1 DE 2941680A1 DE 19792941680 DE19792941680 DE 19792941680 DE 2941680 A DE2941680 A DE 2941680A DE 2941680 A1 DE2941680 A1 DE 2941680A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
concentration
nitrate
solution
continuously
assimilation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19792941680
Other languages
English (en)
Inventor
Helmut Gaisch
Beth Cormondreche Krasna
Claude Gorgier Ruf
Dieter Neuenburg Schulthess
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Philip Morris Products SA
Original Assignee
Fabriques de Tabac Reunies SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fabriques de Tabac Reunies SA filed Critical Fabriques de Tabac Reunies SA
Publication of DE2941680A1 publication Critical patent/DE2941680A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/18Treatment of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/20Biochemical treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

  • Bezeichnung: Verfahren zur Gewinnung einer
  • von Nitraten freien Lösung aus einer Nitrate enthaltenden Produktlösung VERFAHREN ZUR GEWINNUNG EINER VON NITRATEN FREIEN LÖSUNG AUS EINER NITRATE ENTHALTENDEN PRODUKTLÖSUNG Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung einer von Nitraten, Nitriten und Ammoniumverbindungen im wesentlichen freien Ziellösung aus einer durch Auswaschen von TabakDflanzenteilen als Tabakextrakt gewonnenen, wässrigen Produktlösung durch Eliminieren der Nitrate, Nitrite und Ammoniumverbindungen mit durch Mikroorganismen hervorgerufener, metabolischer, aerober Assimilation unter weitgehend schonender Überführung der übrigen Lösungsbestandteile der Produktlösung in die Ziellösung.
  • Nitrate, die in Tabak enthalten sind, fUhren in manchen Fällen durch Umsetzung zu fur den menschlichen Genuß unerwünschten Substanzen, zum Beispiel Stickoxyden im Tabakrauch. Dies kann man vermeiden, wenn man die Nitrate entzieht, ehe sie ihre unerwtinschtc Wirkung entfalten können. Zu diesem Zweck werden die unerwünschten Verbindungen ausgewaschen und in der wässrigen Produktlösung eliminiert. Die beim Auswaschen mit in die wässricre Lösung ilbergehenden wasserlöslichen Substanzen kann man dann, nachdem die Nitrate nicht mehr in der wässrigen Lösung enthalten sind, wieder den ausgewaschenen Ausgangssubstanzen zusetzen. Der Entzug der Nitrate soll dabei möglichst vollständig erfolgen.
  • Was für nitrate gilt, gilt weitgehend auch für Nitrite und Ammoniumverbindungen, und deshalb ist es wünschenswert, daß neben den Nitraten auch die Nitrite und Ammoniumverbindungen entf(rnt werden. Demgegenüber sollen aber andere in der wässrigen Produktlösung enthaltene Stoffe möglichst nicht abgebaut oder umgebaut werden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß es unter diesen Bedingungen wirtschaPtlich - insbesondere mit möglichst geringem Verbrauch an Zusätzen und Energie - großtechnisch zu betreiben ist.
  • Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß eine vorbestimmte Arbeitsmischungsportion einer aus Produktlösung und Zusätzen gewonnenen und mit den Mikroorganismen versetzten Arbeitsmischung in einen Nitrat, Nitrit und Ammoniumverbindungen abbauenden Assimilationszustand gehalten wird, indem diese Arbeitsmischungsportion mit einer aus der auf eine Nitratkonzentration von 3 bis 7,5 g . 1-1 (Gramm Nitrat pro Liter Zusatzlösung), eine Phosphatkonzentration von 1,0 bis 10 g . 1-1 (Gramm Phosphat pro Liter Zusatzlösung) sowie eine Kohlenstoffquelle in einer Konzentration von je16,5 - 10 assimilierbaren Kohlenstoffatomen auf je ein Nitratmolekül eingestellten aus der Produktlösung und Zusätzen gewonnenen Zusatzlösung laufend unter Einhaltung einer Verdiinnungsrate von 0,1 bis 0,35 1 1 1-1 . h-1 (Liter Zusatzlösung pro Liter Arbeitsmischungsportion pro Stunde) beschickt und dabei im Belüftungsbereich von 0,8 bis 2,5 l . l 1 . min. 1 (Liter Luft pro Liter Arbeitsmischungsportion pro Minute), im pH-Bereich von 3,5 bis 6 und im Temperaturbereich von 250C (Grad Celsius) bis 370C jeweils auf einem Wertetripel gehalten wird, das hinsichtliFh eines großen Verhältnisses von abgebautem Nitrat zu eingesetztem Kohlenstoff günstig ist, und indem laufend behandelte Mischung aus der Arbeitn'ischungsportion abgenommen wird mit einer solchen nbnahlner@te, daf>. bis Volumen der Arbeitsmischungsportion konstant bleibt; und daß die Ziellösung durch Abziehen der Biomasse aus der abgenommenen, behandelten Mischung gewonnen wird.
  • Wenn bei dem Wertetripel zwei Größen optimiert sind, ist man erfahrungsgemäß mit der dritten Größe sehr variabel. So kann man zum Beispiel bei einer Belüftung mit 1,5 1 . 1 5 . min. 1 und einem pH-Wert von 5,5 die Temperatur zwischen 260C und 37°C wählen und man kann zum Beispiel bei einer Belüftung von 1>5 1 . 1-1 . min. 1 und einer Temperatur von 300C den pH-Wert zwischen 3,9 und 5,5 wählen und man kann als weiteres Beispiel bei einem pH-Wert von 5,5 und einer Temperatur von 300C die Belüftung im Bereich 0,5 bis 1,0 1 . l 1 . min. -1 wählen und befindet sich immer noch im Bereich sehr günstiger Betriebsbedingungen.
  • Die Erfindung gelangt zu einem kontinuierlichen Verfahren und nur das ermöglicht es (abgesehen von der einmaligen Anlaufphase, deren Produkte man gegebenenfalls verwerfen kann) ständig innerhalb gewisser Toleranz grenzen die für die angestrebte Wirkung als optimal erkannten Betriebsbedingungen aufrechtzuerhalten und gegebenenfalls nachzuregulieren. Im Gegensatz dazu werden bei einem diskontinuierlichen, chargenweisen, sogenannten Batchverfahren die verschiedensten Behandlungsstadien durchlaufen und man mun die ganze Charge verwerfen, wenn dabei ein Fehler unterläuft.
  • Beim Batchverfahren muß man für jeden Batch die Assimilationsbedingungen neu herbeiführen und das erstreckt sich über Stunden.
  • Dadurch wird der Durchsatz begrenzt und es wird höherer Aufwand an Investition und Personal erforderlich als beim erfinderischen Verfahren.
  • Die vorgeschriebene Nitratkonzentration wird, wenn sie in der Produktiösung nicht von vornherein vorhanden ist, durch inengen oder Verdünnen derselben eingestellt. Kohlenstoff und Phosphat wird in der erforderlichen Menge zugesetzt. Sollte in der Produnktlösung eine höhere Konzentration von Phosphat und/oder Kohlenstoff von vornherein vorhanden sein, kann dies unschäd-1. ic h hingenommen werden. Die Konzentrationen sind so aufeinander abgestimmt, daß der Kohlenstoff und das Phosphat bei der Assimilation des Nitrats von den Mikroorganismen aufgebraucht werden, ^ (I'. möglichst keinc Reste dieser Zusätze in die Ziellösung gelangen.
  • Der pH-Wert wird vorzugsweise mit Orthophosphorsäure beziehungsweise Kaliumhydroxyd eingestellt.
  • Da es sich bei den zu behandelnden Produktlösungen um aus Naturprodukten gewonnene Lösungen handelt, deren weitere Lösungsbestandteile von Fall zu Fall unterschiedlich sind, sind auch die optimalen Betriebsbedingungen nicht unter allen Umständen immer die gleichen, liegen aber imRahmen der angegebenen Spannen.
  • Die Erfindung ist vorzugsweise anwendbar auf Tabak, sie ist aber nicht auf diese Anwendung beschränkt. Es sind auch Lebensmittel und andere Genußmittel bekannt, die Nitrate, Nitrite und/oder Ammoniumverbindungen enthalten, die durch Umsetzung zu für den menschlichen Genuß unerwünschten Substanzen, zum Beispiel Nitrosaminen, führen. Dem kann man, entsprechend wie beim Tabak, entgegenwirken, indem man die unerwünschten Verbindungen eliminiert. Wcnn diese von vornherein in wässriger Lösung vorlienen, benutzt man diese wässrige Lösung als Produktlösung, andernfalls gelangt man entsprechend wie beim Tabak durch Auswaschen zu einer Produktiösung, in der man die unerwünschten Verbindungen eliminiert und die man dann anschließend dem Ausgangsprodukt wieder zusetzen kann.
  • Beim Tabak kann man sich hinsichtlich der Betriebsbedingungen an der Nitratkonzentration der Produktlösung orientieren, weil der Prozentsatz der die Nitrate begleitenden Nitrite und Ammoniumverbindungen in den wesentlichen Tabaksorten im Rahmen der hier erforderlichen Genauigkeit etwa der gleiche ist. Das ist bei leb nsmitteln und anderen Genußmitteln durchaus nicht der Fall.
  • Deshalb geht man bei Betriebsbedingungen statt von einer Nitratkonzentration von der Konzentration der insgesamt zu eliminierenden Verbindungen, also der Konzentration der Swnme aus Nitraten, Nitriten und Ammoniumverbindungen, aus, die in der Zusatlösung 3 bis 7,5 g . 1-1 betragen sollten. Alle andere ren Paralletel können die gleichen sein wie bei der Tabakbehand-Ilinn .
  • Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die Anwendung der Erfindung auf Tabak, sind aber mit den eben gemachten Einschränkungen analog anwendbar auf die Behandlung von einschlägigen Lebensmitteln und anderen Genußmitteln.
  • Die beim Ansetzen hervorgerufene Assimilation erfolgt vorzugsweise unter Anwendung eines Inoculum von 30 bis 100 g . 1-1 (Gramm Xulturvolumen pro Liter Arbeitsmischungsportion). Die Assimilation wird vorzugsweise durchgeführt unter anwendung einer Mikroorganismenkultur aus den nachfolgend aufgeführten Standardstämmen: Candida utilis NCYC 707; Candida Berthetii CBS 5452; Candida utilis NCYC 321; Candida utilis NCYC 359, entspricht DSM 70167; Enterobacter aerogenes ATCC 13048, entspricht DSM 30053.
  • Diese Stämme sind an den durch die Abkürzungen bezeichneten Hinterlegungsstellen in der für patentrechtliche Offenbarung erforderlichen Form unter der angegebenen Nummer erhältlich.
  • Die Abkürzungen bedeuten: NCYC National Collection of Yeast Cultures, Brewing Industry Research Foundation; CBS Centraal Bureau voor Schimmelcultures; ATCC American Type Culture Collection; DSM Deutsche Sammlung von Mikroorganismen.
  • Die Beschreibung der Stämme ergibt sich aus den nachfolgenden Aufstellungen I, II und III. In diesen Aufstellungen bedeutet: "+" gut; "~ " schwach; "-" abwesend.
  • AUFSTELLUNG I: Charakterisierung von Candida Hefen Plasmodium oder Pseudoplasmodium -; bewegliche Zellen -; Ballistosporen -; monopolare Sprossung -; bipolare Sprossung -; Sprossen auf Stengel -; dreiecksförmige Zellen -; mondförmige Zellen -; kurzlebige Zellen mit langsamem Wachstum auf Malzagar und starker Essigsäureproduktion -; Bildung eines echten Mycelius -; Bildung von Pseudomycelien +; Kulturen Rot oder orange -.
  • AUFSTELLUNG II: Charakterisierung von Candida utilis NCYC 707, NCYC 359 und CBS 321 durch die Zeichen vor dem Schrägstrich und Candida berthetii CBS 5452 durch die Zeichen hinter dem Schrägstrich.
  • Fermentation: Glukose +/+; Galaktose -/-; Sucrose +/-; Maltose -/-; Cellobiose -/-; Trehalose -/-; Lactose -/-; Melibiose -/-; Raffinose +/-; Melezitose -/-; Inulin -/-.
  • Assimilation: Glukose +/+; Galaktose -/-; L-Sorbose -/-; Sucrose +/-; Maltose +/-; Cellobiose +/+; Trehalose +,-/-; Lactose -/-; Melibiose -/-; Raffinose+/-; Melezitose +/-; Inulin +/-; lösliche Stärke -/-; D-Xylose +,-/-; L-Arabinose -/-; D-Arabinose -/-; D-Ribose -/-; L-Rhamnose -/-; Aethanol +,-/+; Glycerin +/+; Erythrol -/-; Ribitol -/-; Galactitol -/-; D-Mannitol +,-,-/-; D-Glucitol -/-; i -Methyl-D-Glucosid +.~/-; Salicin +/+; DL-Lactat +/-; Succinat +,-/+,-; Citrat +/+,; Inositol -/-; Assimilation von Kaliumnitrat +/+; Wachstum in vitaminfreiem Medium +,/+; wachstumsfördernde Vitamine Thiamin/fehlt; NaCl-Toleranz %(W/V) 6-8/6-7; maximale Wachstums temperatur in °C 39-43/40-41.
  • AUFSTELLUNG III: Charakterisierung der ATCC 13048 Zellform kurze Stäbchen; Begeißelung peritrich; Beweglichkeit +; Sporenbildung -; Pigment -; Gramreaktion 02 Verhalten aerob +; anaerob +; Catalase +; Oxidase -; Nitritbildung aus Nitrat +; Indol -; Methylrot -; Vosges-Proskauer +; Citrat +; H2S -; Urease -; Gelatine Lysindecarboxylase +; Arginindihydrolase -; Ornithindecarboylase +; Phenylalanindesaminase -; Malonat +; Gas aus Glucose +; Lactose +; Saccharose +; Mannit +; Dulcit -; Salicin +; Adonit +; Inosit +; Sorbit +; Arabinose +; Raffinose +; Rhamnose +.
  • Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung und einiger Beispiele näher erläutert.
  • Die Zeichnung zeigt beispielsweise ein verallgemeinertes Fließschema zum erfinderischen Verfahren. Die index Zeichnung verwendeten Bezugsziffern haben die aus der nachfolgenden Aufstellung IV ersichtliche Bedeutung.
  • AUFSTELLUNG IV: Produktvorrat 1; Wassertank 2; Vorrat für Zusätze 3; Wascher mit Trenneinrichtung 4; Mischer 5; Behandlungszweig 6; Behandlungszweig 7; Mischer 8; Dosierpumpe 9; Arbeitsbehälter 10; Zentrifuge 13; Behandlungszweig 14; Wiederzugabeeinrichtung 15; Steuereinrichtung 16; pH-Wert-Regler 17; Temperaturregler 18; Belüfter 19; Rührer 20; Antischaumzugeber 21; Rekonstitutionseinrichtung 22 und Trockner 23.
  • Aus dem Produktvorrat 1 gelangt Produkt, zum Beispiel Tabakrippen, mit Wasser aus dem Wassertank 2 in den Wascher 4. Dort werden die löslichen Bestandteile ausgewaschen und gelangen als Produktlösung in den Behandlungszveig 6. In dem Behandlungs-Zweig wird durch Erhitzen sterilisiert und anschließend wieder gekühlt.
  • Die erforderlichen Zusätze, vornehmlich Phosphate und Glukose, gelangen aus dem Vorrat 3 mit Wasser in den Mischer 5 und als Lösung in den Behandlungszweig 7, wo sie durch Erwärmen steriligiert und dann gekühlt werden können, In dem Mischer 8 werden dann die Lösungen aus den beiden Behandlungszweigen 6 und 7 vermischt und gelangen nun über die Dosierpumpe 9 in den Arbeitsbehälter 10. Durch die Einrichtungen 17 bis 20 wird die im Arbeitsbehälter 10 befindliche Arbeitsmischungsportion hinsichtlich pH-Wert und Temperatur laufend eingestellt, dosiert durchlüftet und intensiv gerührt.
  • Laufend wird dosiert behandelte Arbeitsmischung aus dem Arbeitsbehalter 10 abgezogen, gegebenenfalls pasteurisiert, was in der Zeichnung nicht dargestellt wird, und gelangt dann an die Zentrifuge 13. ort wird die Biomasse abgezogen und weiterer Ver- wendung zugeführt, nährend die verbleibende Flüssigkeit als Ziellösung in den Behandlungszweig 14 gelangt, wo sie eingeengt wird. Diese Ziellösung, die im wesentlichen alle Bestandteile der Produktlösung enthält, ausgenommen die Nitrate, Nitrite und Ammoniumverbindung, die restlos entfernt wurden, kann nun beliebig weiterverwendet werden, zum Beispiel entsprechend dem Fließschema dem ausgewaschenen, in dem Trockner 23 auf den ursprünglichen Feuchtigkeitsgehalt des Produktes aus dem Produktvorrat 1 getrockneten oder alternativ in der Rekonstitutionseinrichtung 22 dem zu tabakblattähnlichen Folienstücken rekonstituierten Produkt in der Wiederzugabeeinrichtung 15 durch Aufsprühen oder auf andere Weise zugesetzt werden.
  • Zum Anfahren wird in den Arbeitsbehälter 10 eine Arbeitsmischungsportion gegeben aus der Produktlösung mit den erforderlichen Zusätzen und einem Inoculum des betreffenden Mikroorganismus. Nach etwa 8 bis 20 Stunden sind in dieser Arbeitsmischungsportion alle Nitrate, Nitrite und Ammoniumverbindungen abgebaut und der kontinuierliche Betrieb kann beginnen, indem nun die Dosierpumpe 9 eingeschaltet wird, entsprechend der gewünschen Verdünnungsrate und gesteuert, so daß das Volumen der Füllung des Arbeitsbehälters 10, also das der Arbeitsmischungsportion konstant bleibt.
  • Die Behandlung in den Behandlungszweigen 6 und 7 erfolgt durch Vorwarmen auf 1000C, Sterilisieren bei 1100C über 40 Minuten und anschließendes Kühlen auf 300C. Im Behandlungszweig 14 erfolgt Vakuumeindampfung. Die Dosierpumpe 9 hat eine Förderleistung von 50 bis 200 1.1 1.h 1. Der Arbeitsbehälter 10 hat ein Fassungsvermögen von 750 1 und ist bei Betrieb zu 2/3 gefüllt. l)ementsprechend beträgt das Volumen einer Arbeitsmischungsportion 500 1.
  • Die Betriebsbedingungen werden dabei, je nach den zu verarbeitenden Produkten und eingesetzten Mikroorganismen, so eingestellt, dan die in der Produktlösung enthaltenen Nitrate, Nitrlte und Ammoniumverbindungen restlos eliminiert werden und die im ischr 5 zugesetzten Zusätze bei dieser Assimilation gerade *aufyebraucht werden.
  • Vorteilhafte Betriebsbedingungen ergeben sich aus den in der nachfolgenden Aufstellung V aufgeführten Beispielen. Bei diesen Beispielen wird von Tabakrippen ausgegangen und Candida utilis NCYC 707 als Mikroorganismus eingesetzt. Bei anderen Tabakpflanzenteilen als Ausgangsprodukt und/oder anderen Mikroorganismen sind die Betriebsbedingungen im Rahmen der eingangs angegebenen Angaben zu modifizieren.
  • o in der Aufstellung als Konzentration bedeutet ein chemisch unter normalen Analysebedingungen nicht mehr wahrnehmbarer Gehalt, der kleiner ist als jeweils 10 ppm bei Kohlenstoff und Phosphat und kleiner ist als jeweils 1 ppm bei Nitrat, Nitrit und Ammoniumverbindungen.
  • AUFSTELLUNG V:
    Beispiel 1; 2; 3; 4; 5; 6; 7; 8; 9; 10;
    Konzentration der Zusatzlösung in g.1-1 an:
    Nitrat 5,0; 5,0; 5,0; 5,0; 5,0; 4,1; 4,9; 7,5; 3,0; 1,0
    Nitrit 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0;
    Ammoniumver- 0,08; 0,08; 0,08; 0,08; 0,08; 0,1 ; 0,1 ; 0,1 ; 0,1 ; 0,1
    bindungen
    Phosphat 1,25; 1,25; 10,0; 1,25; 1,25; 1,25; 1,25; 1,6; 0,75; 0,75
    Glukose 40; 40; 40; 40; 40; 40; 40; 60; 2,4; 0,8
    Betriebsbedingungen der Assimilation:
    Temperatur(°C) 30; 30; 30; 30; 30; 37; 26; 30; 30; 30;
    pH-Wert 5,5; 3,9; 5,5; 5,5; 5,5; 5,5; 5,5; 5,5; 5,5; 5,5
    Belüftungsgrad 1,5; 1,5; 1,5; 1,5; 1,5; 1,5; 1,5; 2,0; 1,0; 0,5
    (1.1-1.min.-1)
    Verdünnungsrate 0,2; 0,2; 0,2;0,01;0,34; 0,2; 0,2; 0,2; 0,2; 0,2
    (1.1 .h
    konzentration der Ziellösung in g.1-1 an:
    Nitrat o; o; o; o; o; o; o; o; o; o;
    Nitrit 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0;
    Ammoniumver-
    0; 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0; 0;
    bindungen
    Phosphat 0,1; 0,1; 8,4; 0,1; 0,1; 0,1; 0,1; o; o;0;
    Glukose o; o; o; o; o; o; 0; 0; o; o;

Claims (9)

  1. Patentanspruche: 1. Verfahren zur Gewinnung einer von Nitraten, Nitriten und Ammoniumverbindungen im wesentlichen freien Ziellösung aus einer durch Auswaschen von Tabakpflanzenteilen als Tabakextrakt gewonnenen, wässrigen Produktlösung durch Eliminieren der Nitrate, Nitrite und Ammoniumverbindungen mit durch Mikroorganismen hervorgerufener, metabolischer, aerober Assimilation unter weitgehend schonender Überführung der übrigen Lösungsbestandteile der Produktlösung in die Ziellötung, dadurch gekennzeichnet, daß eine vorbestimmte Arbeitsmischungsportion einer aus Produktlösung und Zusätzen gewonnenen und mit den Mikroorganismen versetzten Arbeitsmischung in einen Nitrat, Nitrit und Ammoniumverbindungen abbauenden Assimilationszustand gehalten wird, indem diese Arbeitsmischungsportion mit einer aus der auf eine Nitratkonzentration von 3 bis 7,5 g . 1 1, eine Phosphatkonzentration von 1,0 bis 10 g . 1 1 sowie eine Kohlenstoffquelle in einer einer Konzentration von je 16,5 - 10 assimilierbaren Kohlenstoffatomen auf je ein Nitratmolekül eingestellten aus der Produktlösung und Zusätzen gewonnenen Zusatzlösung laufend unter sinhaltung einer Verdünnungsrate von 0,1 bis 0,35 1 . l1 beschickt und dabei im Belüftungsbereich von 0,8 bis 2,5 1 . 1-1 . min. 1, im pH-Bereich von 3,5 bis 6 und im Temperaturbereich von 25°C bis 370C jeweils auf einem Wertetripel gehalten wird, das hinsichtlich eines großen Verhältnisses von abgebaut Nitrat zu eingesetztem Kohlenstoff günstig ist, und indem laufend behandelte Mischung aus der Arbeitsmischungsportion abgenommen wird mit einer solchen Abnahmerate, daß das Volumen der Arbeitsmischungsportion konstant bleibt; und daß die Ziellosunc elurc)l Abziehen der Biomasse aus der abgenommenen, behandelten Mischung gewonnen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die -Assimilation durch Einsatz einer Candida aus der Gruppe bestehend aus der Candida utilis NCYC 707, Candida Berthetii CBS 5452, Candida utilis NCYC 321 und Candida utilis NCYC 359 erfolgt und daß die Arbeitsmischungsportion mit einer aus der auf eine Nitratkonzentration von 4,5 bis 5,5 g . 1-1 und eine Phosphatkonzentration von 1,1 bis 1,5 g . 1-1 eingestellten Zusatzlösung laufend unter Einhaltung einer Verdünnungsrate von 0,18 bis 0,22 1 . l 1 . h-1 beschickt, laufend mit 1,4 bis 1,6 1 . 1-1 . min. 1 belüftet und auf einem pH-Wert von 5,5 + 0,3 und einer Temperatur von 30°C # 30C gehalten wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsmischungsportion mit einer aus der auf eine Nitratkonzentration von 5,0 g . 1-1 und auf eine Phosphatkonzentration von 1,25 g . 1 1 sowie eine Glucosekonzentration von 40 g . 1-1 eingestellten Zusatzlösung laufend unter Einhaltung einer Verdünnungsrate von 0,2 l 1-1 . h-1 beschickt, laufend mit 1,5 1 . 1-1 . min. 1 belüftet und auf einem pH-Wert von 5,5 und einer Temperatur von 300C gehalten wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Assimilation durch Einsatz einer Candida aus der Gruppe bestehend aus der Candida utilis NCYC 707, Candida Berthetii CBS 5452, Candida utilis NCYC 321 und Candida utilis NCYC 359 erfolgt und dals als kohlenstoffquelle ein Kohlenstoff eingesetzt wird aus cter Gruppe bestehend aus Glukose, Sucrose, Maltose, Cellobiose, ethctnol, Clycerin und Citrat.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Assimilation durch Anwendung des Enterobacter aerogenes ATCC 13048 erfolgt und daß die Arbeitsmischungsportion mit einer aus der auf (eine Nitratkonzentration von 4,5 bis 5,5 g . 1-1 und eine Phosphatkonzentration von 1,1 bis 1,5 g . 1-1 eingestellten Zusatzlösung laufend unter Einhaltung einer Verdünnungsrate von 0,18 bic 0,22 1 * 1 1 h-1 beschickt, laufend mit 1,4 bis 1,6 1 . 1-1 . min.-1 belüftet und auf einem pH-Wert zwischen 5,5 t ,£) und nd einer Temperatur zwischen 350C und 370C gehalten wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsmischun<isportion mit einer aus der auf eine Nitratkonzentration von 5,0 g . 1-1 und auf eine Phosphatkonzentration von 1,2 g . 1-1 sowie eine Glucosekonzentration von 40 y . 1-1 eingestellten Zusatzlösung laufend unter Einhaltung einer Verdünnungsrate von 0,2 1 . 1-1 . h 1 beschickt, laufend mit 1,5 l . 1-1 . min.-1 belüftet und auf einem pH-Wert von 6,0 und einer Temperatur von 37°C gehalten wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Assimilation durch Anwendung des Enterobacter aerogenes ATCC 13048 erfolgt und daß als Kohlenstoffquelle ein Kohlenstoff eingesetzt wird aus der Gruppe bestehend aus Glukose, Sucrose, Matlose, Cellobiose, Aethanol, Glycerin, Citrat und Lactose.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzlösung eine Phosphatkonzentration von 1,2 g . 1-1 hat.
  9. 9. Verfahren zur Gewinnung einer von Nitraten, Nitriten und Ammoniumverbindungen im wesentlichen freien Ziellösung aus einer Nitrate, Nitrite und/oder Ammoniumverbindungen enthaltenden Produktlösung durch Eliminieren der Nitrate, Nitrite und Ammoniumverbindungen mit durch Mikroorganismen hervorgerufener, metabolischer, aerober Assimilation unter weitgehend schonender überführung der übrigen Lösungsbestandteile der Produktlösung in die Zieilösuncj, dadurch gekennzeichnet, daß in Anlehnung dn Anspruch 1 eine vorbestimmte Arbeitsmischungsportion einer aus Produktlösung und Zusätzen gewonnenen und mit den Mikroorganismen versetzten Arbeitsmischung in einen Nitrat, Nitrit unct Ammoniumverbindungen abbauenden Assimilationszustand gehalten wiru, indem diese Arbeitsmischungsportion mit einer auf eine Konzentration der zu eliminierenden Verbindungen von 3 bis 7,5 a 1-1, eine Phosphatkonzentration von 1,0 bis 10 g . 1 1 so wie eine Kohlenstoffquelle in einer Konzentration von je 16,5 - 10 assimilierbaren Kohlenstoffatomen auf je ein Molekül der zu eliminierenden Verbidnung eingestellten aus der Produktlösung und Zusätzen gewonnenen Zusatzlösung laufend unter Einhaltung einer Verdünnungsrate von 0,1 bis 0,35 1 . 1-1 . h-l beschickt und dabei im Belüftungsbereich von 0,8 bis 2,5 1 . l 1 . min.-1, im pH-Bereich von 3,5 bis 6 und im Temperaturbereich von 25°C bis 370 jeweils auf einem Wertetripel gehalten wird, das hinsichtlich eines großen Verhältnisses von abgebauter zu eliminierender Verbindung zu eingesetztem Kohlenstoff günstig ist, und indem laufend behandelte Mischung aus der Arbeitsmischungsportion abgenommen wird mit einer solchen Abnahmerate, daß das Volumen der Arbeitsmischungsportion konstant bleibt; und daß die Ziellösung durch Abziehen der Biomasse aus der abgenommenen, behandelten Mischung gewonnen wird.
DE19792941680 1979-08-20 1979-10-15 Verfahren zur gewinnung einer von nitraten freien loesung aus einer nitrate enthaltenden produktloesung Withdrawn DE2941680A1 (de)

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