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Elektrisch angetriebene Knet- und
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Mischmaschine
Beschreibung Die Erfindung betrifft
eine elektrisch angetriebene Rnet-und Mischmaschine mit verschiedenen Gcschwindigkeitsbereichen,
welche mit einem beim }hochheben die Maschine in Jedem Geschwindigkeitsbereich abschaltenden
Schutzgitter und einem Zeitschaltsystem zur Programmierung der Arbeitszeiten in
den verschiedenen Geschwindigkeiten versehen iat, nach Patentanmeldung P 28 36 757.9.
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Elektrisch angetriebene Knet- und Mischmaschinen mit verschiedenen
Geschwindigkeitsbereichen sind bereits seit längerer Zeit bekannt. So geht beispielsweise
aus der deutschen Auslegeachrift 1 178 803 eine Bäckerei maschine hervor, die mit
zwei Geschwindigkeitsstufen versehen ist. Dieser Maschine liegt die Forderung zugrunde,
daß beim Hochklappen des Schutzgittere der Antriebsmotor ausge3chnltet wird und
beim Senken desselben die Maschine mit ihrer kleinsten Drehzahl wieder anläuft,
so daß das größtmögliche Drehmoment erhalten wird.
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Wird diese bekannte Maschine durch Öffnen des Schutzgitters während
des Laufes in ihrer kleinsten Drehzahl stillgesetzt, so genügt es für den Wiederanlauf,in
dieser Drehzahl das Schutzgitter zu schliessen. Wird die Maschine jedoch während
des Laufes in ihrer höchsten Drehzahl durch Öffnen des Gitters ausgeschaltet, so
muß für den Wiederanlauf das Gitter geschlossen werden und zusätzlich ein Nockenpolumschalter
um eine Schaltatellung gedreht werden. Besonders nachteilig ist hierbei, daß die
Stellung des Nockenpolumschalters erst ermittelt und vor Ingangsetzung der Maschine
ein zusätzlicher Schaitvorgeng bewirkt werden muß.
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Weiter sind bereits Knet- und Mischmaschinen bekannt, bei denen der
Arbeitsablauf vorprogrammierbur ausgebildet ist, derart, daß die einzelnen,bei verschiedenen
Geschwindigkeiten ablaufenden Arbeitsvorgänge automatisch ein- und ausschaltbar
sind,
sofern die Arbeitsvorgänge nicht unterbrochen werden.
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Werden die Arbeitsvorgänge unterbrochen, so hängen die Maßnahmen zur
Wiedereinschaltung der Maschine davon ab, ob die Abschaltung bei der geringen oder
höheren Geschwindigkeit erfolgte.
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Zur Vorprogrammierung der Knet- und Mischmaschinen sind weiter mechanisch
aufziehbare Zeitwerke bekannt, welche jedoch den entscheidenden Nachteil aufweisen,
daß bei Unterbrechung des Arbeitsablaufes, beispielsweise durch Anheben des Schutzgitters
diese weiterlaufen, so daß das unterbrochene Programm nicht ohne weiteres fortgeführt
werden kann. Da hierbei auch die bereits abgelaufene Zeit des durchgeführten Programmes
nicht angezeigt wird, besteht die Gefahr, daß eine auf diese Weise unterbrochene
Charge nicht nach der beabsichtigten Vorschrift zu Ende geführt werden kann.
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Ferner sind bereits elektrisch angetriebene Knet- und Mischmaschinen
bekannt, welche mit zwei elektrischen Zeitschaltuhren ausgerüstet sind, wobei die
erste Zeitschaltuhr derart ausgebildet ist, daß nach Ablauf ihrer einprogrammierten
Arbeitszeit ein erhöhter Geschwindigkeitsbereich einschal;r ist, welcher von der
zweiten Schaltuhr steuerbar ist. Beim Anlauf dieser Maschine nach einer Abschaltung
im geringen Geschwindigkeitsbereich wird die noch verbliebene Restzeit der vorprogrammierten
Arbeitszeit verwendet und nach Ablauf der eingestellten Zeit für die geringere Geschwindigkeit
erfolgt automatisch eine Umschaltung auf die ebenfalls vorprogrammierte Arbeitszeit
für die höhere Geschwindigkeit.
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Bei der Abschaltung der Maschine werden daher sämtliche einprogrammierten
Zeiten und der Istzustand festgehalten.
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Erfolgt jedoch die Abschaltung während des Laufes in der höheren Geschwindigkeit,
so ist ein Wiederanlauf nur durch Betätigung weiterer Schalter in der geringen Geschwindigkeitsstufe
möglich. Dies erfolgt beispielsweise dadurch, daß die Zeitschaltuhr für die untere
Geschwindigkeit geringfügig zurückgestellt
wird, so daß nach Ablauf
dieser Zeit wiederum die automatische Einschaltung der höheren Geschwindigkeit unter
Ablauf der verbliebenen Restzeit in dieser Geschwindigkeit erfolgt. Durch diese
Maßnahme wird die vorprogrammierte Zeit der geringen Geschwindigkeit geandert, so
daß vor Durchführung einer weiteren Charge das Arbeitsprogramm neu eingestellt werden
muß. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß eine undefinierte Arbeitszeit addiert
wird, so daß das Endprodukt einer solchen Charge im Vergleich zum anderen verändert
ist.
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Bei einem anderen bekannten Typ einer Knet- und Mischmaschine ist
es bei der Abschaltung in der höheren Geschwindigkeit beim Wiedereinschalten erforderlich,
die gesamte eingestellte Zeit für die kleinere Geschwindigkeit abzufshren.
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Der Wiederanlauf der Knet- und Mischmaschine in der geringen Geschwindigkeit
ist dadurch bedingt, daß die elektrischen Anlaufströme bestimmte Werte nicht überschreiten
dürfen, um das elektrische Versorgungsnetz nicht außergewöhnlich zu belasten.
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Der Hauptanmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu
vermeiden und eine Knet- und Niscbmaschine vorzuschlagen, bei der der Wiederanlauf
nach einer Abschaltung in ihrer höheren Geschwindigkeit automatisch und mit einer
fest vorgegebenen kurzen Anfangsphase in der geringeren Geschwindigkeit erfolgt,
ohne daß die vorprogrammierten Werte des Zeitschaltsystems verändert werden müssen.
Weiter liegt der Hauptanmeldung die Aufgabe zugrunde, ein Zeitschaltsystem vorzuschlegen,
welches den Einsatz der Knet- und Mischmaschine als integriertes System in einer
Großanlage ermöglicht, wobei ohne größere Umbauten der Maschine die Steuerung von
einem Zentralpult aus durchführbar ist. Die
Lösung dieser Aufgaben
besteht nach der Hauptanmeldung darin, daß bei der eingangs aufgeführten elektrisch
angetriebenen Knet- und Mischmaschine das elektronische Zeitschaltsystem für jede
einstellbare Geschwindigkeitsstufe eine digitale Ist- und Sollwertanzeige mit je
einem Arbeitsspeicher und einer Steuereinheit aufweist, welche von einer zentralen,
mit einem Eingabespeicher versehenen Eingabetastatur beaufschlagbar sind.
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Die Verwendung einer Eingabetastatur mit den zehn Ziffer 1 bis 0 zeigt
Jedoch noch nicht einen maximalen Bedienungskomfort, da beispielsweise die Einstellung
der Ze-it durch Betätigung einer Vielzahl von Drucktasten erfolgt, wobei zusätzlich
noch ein Adressiertaster zu betätigen ist, um die eingegebene Zeit dem richtigen
Speicher zuzuordnen.
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Erfolgt versehentlich die Betätigung einer falschen Zifferntaste,
so ist es erforderlich, den gesamten Speicher schen und die gewünschte Zeit erneut
einzutasten. Hier.' können relativ leicht Bedienungsfehler auftreten.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bedienung
der elektrisch angetriebenen Knet- und Mischmaschine weiter zu vereinfachen und
den Bedienungskomfort zu vervollständigen. Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis
aus, daß die Anzahl der zu betätigenden Tasten auf ein Minimum zu reduzieren ist.
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Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt dadurch, daß zur Vorgabe der Sollzeit
des Programmes einer jeden Geschwindigkeitsstufe Jeweils ein im Schnellgang über
Drucktaster vorwärts oder rückwärts einstellbares Zeitwerk vorhanden ist, dessen
eingegebene Zeit bei Einschaltung der Maschine in Normalzeit abfahrbar ist. Durch
diese Maßnahme wird das aus insgesamt zwölf Tasten bestehende Tastfeld auf vier
Tasten
reduziert, wobei für Jede Geschwindigkeitsstufe ein besonderes
Feld zur Anzeige der Soll- und Istzeit vorhanden ist, wobei das Zeitwerk durch einen
Taster für den Vorwärtnlauf und einen weiteren Taster für den Rückwärtslauf des
Zeitschaltwerkes vorhanden ist.
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Die durch die Verwendung des elektronischen Zeitschaltsystems erzielten
Vorteile gemäß der Hauptanmeldung bleiben dabei voll erhalten, wobei auch gemäß
der vorliegenden Erfindung die Bausteine mit Hilfe eines an sich bekannten Stecksystems
untereinander verbunden sind. Die Verwendung des elektronischen Zeitschaltsystems
nach der Erfindung ermöglicht ebenfalls die Verwendung der Knet- und Mischmaschine
als ein integriertes Arbeitsgerät einer zentral gesteuerten Großanlage, wobei entweder
der Eingabespeicher überbrückt ist, so daß die Eingabe und Beaufschlagung der Arbeitsspeicher
und Steuereinheiten vom zentralen Steuerpult aus erfolgen kann oder der Eingabespeicher
wird als Baustein herausgenommen und durch den Eingabespeicher und der Eingabetasten
des Zentralpultes ersetzt.
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Die vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung wird anhand der Unteransprüche
dargelegt.
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Der Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen näher dargestellten
Ausführungsbeispiels erläutert.
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Hierbei zeigen: Figur 1 eine Seitenansicht einer elektrisch angetriebenen
Knet- und Mischmaschine; Figur 2 eine schematische Darstellung der auf dem Kopf
der Maschine angeordneten Armaturen in Draufsicht;
Figur 3 a) und
b) den Stromlaufplan der Antriebsmotoren für den Bottich und die Knetspirale; Figur
4 den Stromlaufplan der Steuerung mit der Verknüpfung zur Elektronik und Figur 5
die Verdrahtung der Schaltleisten r,1 und L.
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Wie aus Figur 1 hervorgeht, ist ein rotierbarer Bottich 1 auf einem
fahrbaren Getriebe- bzw. Maschinengeh.iuse ( befestigt. In den Bottich 1 ragen Knetwerkzeuge
3, die in dem Turm 4 des Getriebe-bzw. Maschinengeh<'iuses 2 geführt werden.
Das Schutzgitter 5 ist um den Drehpt 6 schwenkbar gelagert und innerhalb des Gehäuses
mit einem Schalter mechanisch verbunden. Die Betätigungsorgane b<-finden sich
an der Frontseite 7 des Turmes, welche anhan(i der Figur 2 im einzelnen beschrieben
werden.
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Die Figur 2 zeigt die Anzeige und Schalttafel 8, weLt auf der Frontseite
7 des Turmes 4 angeordnet ist. Die Schalttafel 8 enthält die digitalen Anzeigefelder
9 und 10, wobei das Feld 9 der ersten Geschwindägkeitsstufe und das Feld 10 der
zweiten Geschwindigkeitsstufe der Knetwerkzeuge zugeordnet ist. Jedes der Felder
9 und 10 enthält einen oberen und einen unteren Anzeigebereich 11 und 12 bzw. 13
und 14. Die oberen Bereiche 11 bzw. 13 geben Jeweils die eingestellten Solizeiten
an, während die unteren Bereiche 12 bzw. 14 die Istwerte der Jeweils abgelaufenen
Betriebszeiten anzeigen.
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Dem Anzeigefeld 9 sind die Tasten 15 und 16 zugeordnet, wobei mit
der Taste 15 der positive Zeitschnellgang zur Programmeinstellung der Sollzeit und
mit der Taste 16 der negative Zeitschnellgang betätigt wird. Die Tasten 17 und 18
dienen entsprechend zur Betätigung des positiven bzw.
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negativen Zeitschnellganges zur Einstellung der Sollzeit
im
zweiten Geschwindigkeitsbereich. Die Taste 19 dient zur Einschaltung der Maschine
und die Taste 20 zum Stop, derselben. Mit 1 ist ein Tippschalter bezeichnet, mit
dem der Bottich in seiner kleinsten Drehzahl so lange betrieben werden kann, wie
der Tippschalter gedrückt wird. Mit Hilfe des Handschalters 22 kann die Maschine
vom automatischen Betrieb auf den Handbetrieb umgeschaltet werden, wobei auch im
Handbetrieb zwei Geschwindigkeitsstufen der Beanbeitungswerkzeuge eingestellt werden
können. Bei der Einschaltung des Handbetriebes sind die Zeitschaltwerke überbrückt.
Durch nicht näher dargestellte Leuchtdioden kann der jeweilige Betriebszustand angezeigt
werden.
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Die in den Figuren 3, 4 und 5 dargestellten Schaltpläne sind mit DIN-gerechten
Bezeichnungen versehen, so daß diese ansich ohne weitere Erleuterungen für den Fachmann
verständlich sind.
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Die Figur 3 a) zeigt den Bottichantrieb mit einem Drei-Phasen-Motor.
Mit 1 e 1 bis ß sind dabei allgemein übliche Sicherungen bezeichnet und mit L1 eine
Kontaktleiste für einen Wendeschalter, dessen Rontakte in der Figur 5 im einzelnen
dargestellt sind. Mit 1 c 1 und 1 c 2 sind entsprechende Motorschütze bezeichnet.
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Die Figur 3 b) zeigt die Schaltung für den Antrieb der Knetwerkzeuge,
aus der ersichtlich ist, daß der Motor M mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten
betrieben werden kann. Der Anschluß erfolgt wiederum an die Phasen R, S und T über
Sicherungen 2 e 1 bis 3. Mit 2 c 1, 2 c 2 und 2 c 3 sind wiederum entsprechende
Motorschütze bezeichnet.
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Die Figur 4 gibt die schaltungstechnische Verknüpfung der einzelnen
Betätigungsorgane wider. Die Schaltung liegt dabei zwischen der Phase R unå^Mp~uZnd
weist in Reihenschaltung
eine Sicherung 0 e 1 sowie thermische
Zeitauslöser 1 e 4, 1 e 5, 2 e 4 und 2 e 5 auf.
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Die unterhalb der Elektronik dargestellten Kontakte 1 bis 13 stellen
Steckkontakte dar, welche beispielsweise mit Hilfe eines 73-poligen Steckers zusammengefaßt
werden können. Mit b 1 ist ein Notaustaster für die Elektronik bezeichnet und mit
b 2 der entsprechende Eintaster,der zum Notaustaster b 1 parallel geschaltet ist
und an dem Kontakt 4 liegt. Mit b 3 ist ein Stellungsschalter bezeichnet, der in
Figur 2 mit 22 gekennzeichnet ist. Der in Figur 2 mit 21 bezeichnete Tippschalter
liegt zwischen den Kontakten 1 und 10 und ist mit b 4 gekennzeichnet.
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Zwischen den Kontakten 1 und 4 liegt an der Phase R der Endschalter
b 5, welcher durch das Schutgitter des Bottichs betätigt wird.
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Die Ansteuerung der Elektronik erfolgt über die Kontale leisten L1
und L2, welche der Figur 5 zu entnehmen sind.
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Mit der vorliegenden Erfindung wird die Einstellung des Arbeitsprogrammes
wesentlich erleichtert, da für die Einstellung der Sollzeit lediglich ein Tippschalter
zu betätigen ist. Soll beispielsweise eine bestimmte Zeit im ersten Geschwindigkeitsbereich
für die Knetwerkzeuge 3 eingestellt werden, beispielsweise 2,5 Minuten, so wird
die Taste 15 gedrückt, wobei im Schnellgang im oberen Anzeigenbereich 11 eine Zeitfolge
erscheint. Wird die gewünschte Zeit dargestellt, wird der Taster 15 losgelassen
und die Sollzeit befindet sich im Programm. Wird die Taste 15 versehentlich zu spät
gelöst, so kann ein Rückwärtslauf der Zeitfolge im Schnellgang durch Betätigung
der Taste 16 erzielt werden, so daß in einfacher Weise die gewünschte Sollzeit eingestellt
werden kann.
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Der entsprechende Vorgang ist erforderlich, um die gewünschte
Arbeitszeit
in der Geschwindigkeitsstufe 2 vorzuprogrammieren. Nach Betätigung der Tasten 17
oder zur Korrektur 18 erscheint im oberen Anzeigenbereich 13 des Anzeigenfeldes
10 die Sollzeit, welche bei Betätigung der Maschine vom Arbeitsspeicher abgerufen
wird. Ist die im oberen Anzeigenbereich 11 des Anzeigenfeldes 9 eingestellte Sollzeit
er icht, erfolgt automatisch die Umschaltung in die höhere Geschwindigkeitsstufe
und die dort eingestellte Sollzeit wird entsprechend abgefahren.
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Nach Ablauf der eingestellten Sollzeit schaltet die Maschine automatisch
ab.
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Mit Hilfe der Erfindung ist die Bedienung der Knet- und Mischmaschine
sowie die Einstellung der Programme wesentlich vereinfacht und der Verfahrenszustand
kann in einfacher Weise jeder Zeit abgelesen und damit verfolgt werden.
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Die Elektronik kann dabei derartig ausgelegt werden, daß die einprogrammierten
Soll zeiten auch beim Abschalten der Maschine gespeichert bleiben, so daß ein einmal
eingestelltes Programm beliebig oft abgefahren werden kann.
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Die Anzeige- und Schalttafel 8 kann nach der Erfindung auch von der
Knet- und Mischmaschine entfernt angeordnet werden, so daß eine Integration in eine
vollautomatisch arbeitende Großanlage gegeben ist.