-
Höhenverstellbare Lafette.
-
Die Erfindung bezieht sich auf eine höhenverstellbare Lafette zur
Aufnahme eines Geschützrohres für Fahrzeuge, das höhen-und seitenrichtbar auf einem
schwenkbar am Fahrzeugaufbau angeordneten teleskopierbaren Standzylinder gehalten
und unter Zwischenschaltung einer die Höhenverschwenkung begrenzenden Einrichtung
am Lafettengestell angelenkt ist.
-
Aus der DE-AS 10 12 221 ist ein heb- und senkbares Geschütz für einen
Panzerwagen bekannt, das höhen- und seitenrichtbar am Fahrzeug gehalten ist. Zur
Vermeidung einer Beschädigung des Fahrzeuges und Verletzung des Bedienenden beim
Abschuß durch einen nach hinten gerichteten Feuerstrahl liegen in der Feuerstellung
des Geschützes die Gasaustrittsöffnungen in jeder möglichen Richtstellung des Rohres
oberhalb der das Geschütz aufnehmenden Fahrzeugöffnung, nahe dem öffnungsrand, so
daß der Feuerstrahl über die Wandung des Fahrzeuges abgeleitet wird. Damit diese
Geschützstellung beim Höhenrichten begrenzt werden kann und der Feuerstrahl nicht
ins Innere des Fahrzeuges geleitet wird, ist eine Sperre in der Einrichtung zum
Höhenrichten vorgesehen, wodurch der Schwenkwinkel des Geschützrohres unabhängig
von seiner Feuerhöhenstellung immer in ein und derselben Position begrenzt wird.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zur Begrenzung der
Höhenverschwenkung eines Geschützrohres zu schaffen, durch die Beschädigungen des
Fahrzeuges durch einen Feuer strahl oder durch das Geschoß selbst vermieden werden.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches
1 gelöst. Weitere Merkmale enthalten die Unteransprüche.
-
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin
zu sehen, daß in Abhängigkeit von der Feuerhöhenstellung des Geschützrohres eine
automatische Korrektur und eine vertikale Begrenzung des Schwenkwinkels des Geschützrohres
erfolgt. Hierdurch kann der nach hinten austretende Feuerstrahl oder das nach vorne
abgefeuerte Heschoß das Fahrzeug nicht treffen.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der
Lafette mit Geschützrohr mit schematischer Darstellung der einzelnen Stellungen,
und Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des Lafettenuntergestells.
-
Am Boden 1 eines nicht näher dargestellten Fahrzeuges ist eine Lafette
2 gehalten, die ein Geschützrohr 3 trägt. Die Lafette 2 umfasst eine Hebe- und Schwenkeinrichtung
4 zur Feuerhöheneinstellung, Einrichtungen zum Höhen- und Seitenrichten und eine
die Höhenverschwenkung des Geschützrohres 2 begrenzende Einrichtung 5, die als Kulisse
12, 14 ausgebildet ist. Die Lafette 2 weist einen Standzylinder 6 mit teleskopartig
ineinander verschiebbaren Rohren auf, die den Fuß der Lafette 2 bilden und der am
Fahrzeugboden 1 um eine horizontale Achse schwenkbar angelenkt ist. Mit dem Standzylinder
6 ist eine Waffenaufnahme 7 (Fig. 2) verbunden, in der das Geschützrohr 3 gehalten
und um eine horizontale Achse 8 (Fig. 1) höhenverschwenkbar gelagert ist.
-
Das Festsetzen des Geschütz rohres 3 in seinen Feuerhöhenstellungen
erfolgt über eine Gasfeder, die im Standzylinder 6 angeordnet ist. Die Ausfahrlänge
der Gasfeder erfolgt durch eine äußere Beeinflußung, z.B. durch einen Schalter,
in der Weise, daß sie in jeder Stellung blockierbar ist.
-
Uber eine am Fahrzeugaufbau 9 angelenkte Schwinge 10 ist unter Zwischenschaltung
der Einrichtung 5 die Lafette 2 um eine
horizontale Achse ,1 schwenkbar.
Diese Einrichtung 5 ist als Kulisse ausgebildet und umfasst Ausnehmungen 14 in einem
Gehäuse 18, Kulissensteine 12 und einen Kulissenhebel 13. Der Kulissenhebel 13 ist
an der Lafette 2 schwenkbar um eine horizontale Achse 15 gehalten Dieser Hebel 13
ist mit dem Gehäuse 18 verbunden, in dem die Ausnehmungen 14 vorgesehen sind, mit
denen die Kulissensteine 12 in Wirkverbindung stehen.
-
Die Schwinge 10 umfasst zwei Arme, wobei jeder Arm an seinem freien
Ende einen Kulissenstein 12 trägt.
-
Das Geschützrohr 3 ist in seiner Aufnahme im Standzylinder 6 in einem
Winkelbereich von max. 900 horizontal drehbar gehalten, wobei jeweils von der Mittellängsachse
des Fahrzeuges zu jeder Seite ein Drehwinkel von 450 möglich ist.
-
Damit der Kulissenhebel 13 diese Drehbarkeit nicht behindert, ist
dieser am Gehäuse 18 um eine vertikale Achse 16 schwenkbar angeordnet. Endseitig
ist der Hebel 13 gelenkig an einem Zwischenhebel 17 gehalten, über den das Geschützrohr
3 bei 24 wiederum mit der Kulisse verbunden ist. Die Kulissensteine 12 sowie die
Ausnehmungen 14 im Gehäuse 18 weisen eine die Begrenzung der Schwenkstellungen des
Geschützrohres 3 steuernde Formgebung 19 auf. Der Schwenkwinkel des Geschützrohres
3 wird in jeder Höhenstellung auf ein eine Beschädigung des Fahrzeuges vermeidendes
Maß begrenzt. Das heißt, das Geschützrohr 3 ist nur unter einem solchen Winkel anstellbar,
daß der Feuerstrahl nicht auf das Fahrzeugheck auftrifft und das Geschoß nicht gegen
den Fahrzeugbug geschossen wird.
-
Die Kulissensteine 12 sind jeweils fest mit den Armen der Schwinge
10 verbunden, so daß sich beim Hochbewegen des Rohres 3 über die Lafette 2 der Anstellwinkel
6 , unter dem der Kulissenstein 12 an den Armen der Schwinge 10 gehalten ist, bis
zur Endstellung auf Winkels verringert. Hierdurch wird erreicht, daß in Abhängigkeit
von der Feuerhöhenstellung des Geschützrohres 3 der SchwenkwinkelQ(begrenzt ist,
begrenzt ist, d.h., daß der Schwenkwinkelo( mit steigender Feuerhöhenstellung größer
wird.
-
Die Konturen 19 der Ausnehmungen 14 sind in Abängigkeit vom Fahrzeug,
für das die Lafette 2 bestimmt ist, wählbar. Auch kann durch den Verlauf der unteren
Seitenfläche 22 zur oberen Seitenfläche 23 z.B. der Schwenkwinkel nach oben hin
größer sein als nach unten hin, oder der Schwenkwinkel nach oben hin kleiner sein
als nach unten.
-
Die Wirkungsweise der Steuerung der Lafette 2 ist folgende. Wie Fig.
1 in der Pos. A zeigt, nimmt das s.eschützrohr 3 eine untere Verladestellung ein.
In dieser Stellung ist das Rohr 3 verriegelt. Der Kulissenstein 12 stützt sich mit
seinen Enden 20, 21 an den Seiten 22, 23 der Ausnehmung 14 im Gehäuse 18 ab.
-
Beim Höhenverstellen des Rohres 3 in die Feuerstellung B nimmt die
Kulisse die Pos. M ein. Das Geschützrohr 3 ist in seinen möglichen Schwenkstellungen
in Richtung 27 nach oben und in Richtung 26 nach unten strichpunktiert dargestellt.
-
In der unteren Stellung B' des Rohres 3 stützen sich die Kulissensteine
12 mit ihren Flächen 21 an den oberen Seitenflächen 23 der Ausnehmung 14 ab, wodurch
das Rohr 3 in seiner Schwenkbewegung in Richtung 28 begrenzt wird. Bei der Schwenkbewegung
des Rohres 3 aus der oberen Stellunq B" in Richtung 29 aufwärts erfolgt die Begrenzung
des Schwenkwinkels durch Anlage der unteren Seitenflächen 22 der Ausnehmungen 14
an den Flächen 20 der Kulissensteine 12.
-
Leerseite