DE2940739C2 - - Google Patents
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- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum konti
nuierlichen Kompostieren von kompostierbarem
Material in einem Behälter, wobei sich das
Material vom oberen Ende des Behälters zum Boden
des Behälters hin bewegt, ein sauerstoffhaltiges
Gas, vorzugsweise Luft, im Gegenstrom von unten
nach oben durch das Material geführt wird und das
Abgas unterhalb des oberen Niveaus des Materials
durch Düsen aus dem Behälter abgesaugt wird sowie
eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens,
die aus einem Behälter mit Einrichtungen zum
Einbringen des kompostierbaren Materials in den
oberen Teil des Behälters, Einrichtungen zum
Entnehmen des kompostierten Materials vom Boden
des Behälters, Einrichtungen zum Zuführen des
sauerstoffhaltigen Gases zum Bodenteil des Behäl
ters und Düsen zum Absaugen des Abgases unterhalb
des oberen Niveaus des Materials aus dem Behälter
besteht.
Verfahren der vorbeschriebenen Art sind bekannt.
Die DE-PS 23 59 727 beschreibt Kompostierungsbe
hälter, bei denen das zum Kompostierungsvorgang
erforderliche sauerstoffhaltige Gas unterhalb des
oberen Niveaus des Kompostierungsgutes abgesaugt
wird. Bei dem nach dieser Druckschrift dargelegten
Verfahren werden mehrere Luftverteilungsflügel zum
Einbringen von Luft verwendet.
Aus der DE-OS 25 00 014 ist ein ähnlicher
Kompostierungsbehälter bekannt. Bei dem nach
dieser Druckschrift dargelegten Verfahren wird
darüber hinaus die Zielsetzung verfolgt, den
Wärmeinhalt der abgesaugten Gase über Wärmerück
gewinnungsanlagen für den Prozeß zu nutzen.
Im oberen Bereich eines Kompostierungsbehälters
besteht das Kompostierungsgut aus einem mehr oder
weniger heterogenen Material, das bei der Bewegung
nach unten partiell abrutscht und dabei Hohlräume
bildet, in denen ein Unterdruck entsteht. Dieser
Unterdruck wird zum Teil dadurch abgebaut, daß das
von unten einströmende sauerstoffhaltige Gas nach
dem Prinzip des kleinsten Zwanges bevorzugt durch
freie Spalten und Räume im Kompostierungsgut
nachströmt und damit dem restlichen Kom
postierungsgut zur Durchführung des Verrottungs
prozesses nicht mehr zur Verfügung steht. Dieser
Effekt wird bei den bekannten Verfahren noch
verstärkt, indem das Gas über radial angebrachte
Schlitze abgesaugt wird. Es werden so große
Gasmengen durchgesetzt, die keine Möglichkeit
haben, mit der gesamten Kompostierungsmenge zu
reagieren. Daher ist es bei den bekannten Verfah
ren auch notwendig, an mehreren Stellen des
Kompostierungsturmes mit drehbaren Luftflügeln
Luft einzublasen. Diese Verfahrensweise ist ap
parativ aufwendig und erfordert große Gebläse
leistungen.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfin
dung, ein Kompostierungsverfahren zu schaffen, bei
dem mit geringem apparativen Aufwand ohne bewegli
che Teile im Inneren des Kompostierungsturmes und
bei geringer Gebläseleistung die Beaufschlagung
einer großen Oberfläche des Kompostierungsgutes
mit sauerstoffhaltigem Gas erfolgt und auf diese
Weise der Verrottungsprozeß optimiert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß das Abgas durch rohrartige, an Leitungen
befestigte Düsen, die über den gesamten Quer
schnitt des Behälters verteilt angeordnet sind,
abgesaugt wird.
Beim Absaugen des Gases mit speziell ausgebildeten
düsenähnlichen Vorrichtungen, wird der Strömungs
widerstand im Inneren derart erhöht, daß die
bestehenden Gasdruckunterschiede fast vollständig
abgebaut werden und eine gleichmäßige Belüftung
des Kompostierungsgutes auch im oberen Bereich
ermöglicht wird. Neben dieser Funktion verhindern
beim erfindungsgemäßen Verfahren die Absaugdüsen
mit Erfolg die Ausbildung einer sogenannten
Kondensationszone. Die im Kompostierungsturm auf
steigenden Gase passieren unterhalb des oberen
Niveaus eine Zone höchster Temperatur von ca.
80°C, sie besitzen demzufolge eine hohe Wasser
dampfaufnahmefähigkeit. Da die Temperatur im
obersten Bereich des Kompostierungsturmes absinkt,
würde bei Unterschreitung des Taupunktes des stark
wasserdampfhaltigen Gases im oberen Bereich eine
Kondensation von Wasserdampf stattfinden, was die
Gasdurchlässigkeit der oberen Zone stark vermin
dert und den Verrottungsprozeß stört, wobei
gleichzeitig die Gebläseleistung erhöht werden
muß. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird
dies verhindert. Das Reaktionsgas wird, bevor es
zu stark abgekühlt wird, gezielt abgesaugt, so daß
eine Wasserdampfkondensation nicht geschieht.
Gleichzeitig bleibt die oberste Schicht des
Kompostierungsgutes unterhalb der Ansaugdüsen
gasdurchlässig, so daß bei gezielt eingestelltem
schwachen Unterdruck in der Absaugzone Frischluft
von oben in den offenen Behälter einströmt und so
auf einfache Art und Weise zur Auslösung des
Verrottungsprozesses erforderlichen aeroben
Bakterien aktiviert werden.
Durch die spezielle Ausbildung des Absaugsystems
wird eine starke Drosselung des abgesaugten
Gasstromes erreicht, wodurch im oberen Bereich
Gasdruckunterschiede abgebaut werden und so ge
währleistet ist, daß die von unten aufströmenden
Gase mit einer möglichst großen Oberfläche des
Kompostierungsgutes reagieren können.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise
veranschaulicht und wird nachstehend im einzelnen
anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen.:
Fig. 1 eine perspektivische, zum Teil aufge
brochen dargestellte Ansicht der Vor
richtung zum Ausüben des Verfahrens,
Fig. 2 eine Düse zum Entnehmen von Abgasen
und
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer
Anlage zur Ausübung des erfindungsge
mäßen Verfahrens.
Mit 1 ist ein Behälter bezeichnet, in den
kompostierbares Material am oberen Ende eingeführt
wird. Unterhalb des Niveaus der obersten Schicht
des kompostierbaren Materials ist eine Sammellei
tung oder mehrere Sammelleitungen 2 vorgesehen,
die mit zwei Leitungen 3 versehen sind. Mit jeder
der zwei Leitungen 3 ist eine Vielzahl von
rohrartigen Düsen 4 verbunden. Wie der Fig. 2
genauer zu entnehmen ist, umfassen die Düsen 4
zwei Teile 5 und 6, von denen Teil 5 einen
größeren Durchmesser als Teil 6 hat, derart, daß
eine Einschnürung des Gasstromes durch die einzel
nen Drosseln bewirkt wird. Der Grund für dieses
besteht darin, eine gleichmäßigere Verteilung des
durchströmenden Gases über den gesamten Quer
schnittsbereich der Schicht im Behälter sicherzu
stellen, wenn das Gas durch die zwei Leitungen 3
und die Sammelleitung 2 abgesaugt wird. Durch
diese eingeschnürten Bereiche in jeder Drossel
werden Änderungen des Druckes in der Masse durch
die Tatsache kompensiert, daß ein Strömungswider
stand im eingeschnürten Bereich der Drossel
auftritt, der eine Folge der höheren Gas
strömungsgeschwindigkeit ist. Das Gas tritt in die
Düsen 4 durch Öffnungen ein, die in der Wand des
Düsenteiles 5 ausgebildet sind.
Wenn das Gas, das während des Kompostierungsvor
ganges, durch Sog von der Zone unterhalb des
oberen Niveaus des Materials im Behälter mittels
einer oder mehrerer Düsen abgesaugt wird, wobei
ein ausreichend hoher Unterdruck in dem Rohr oder
den Rohren aufrecht erhalten wird, wird ein
sauerstoffhaltige Luft ebenfalls gezwungen, zum
Material in den Behälter zu strömen. Dadurch wird
erreicht, daß die Luft der Zone des Behälters
zugeführt wird, in der der Kompostierungsvorgang
das meiste sauerstoffhaltige Gas erfordert. Ein
weiterer Vorteil besteht darin, daß es sicherge
stellt ist, daß geruchsintensive Komponenten nicht
aus dem Behälter herausgeführt werden.
Gemäß der Erfindung wurde festgestellt, daß der
Kompostierungsvorgang vorzugsweise durch Messen
des Kohlendioxidgehaltes in den beim Kom
postierungsvorgang entstehenden Gasen gesteuert
werden kann. Es wurde gefunden, daß dann, wenn der
Vorgang nicht zufriedenstellend abläuft, mehr
kohlenstoffhaltiges Material, wie Sägespäne, in
das zu kompostierende Material eingebracht werden
können. Es ist auch möglich, den Feuchtigkeitsge
halt des Materials durch Hinzufügen von Wasser zu
ändern.
In Fig. 3 ist ein oben offener Behälter 11
gezeigt, dem ein zu kompostierendes Material von
oben durch ein Einführungsrohr 12 zugeführt wird,
in dem eine Transportschnecke 13 angeordnet ist.
Das fertig kompostierte Material wird von unten
aus dem Behälter 11 durch ein Entnahmerohr 14 und
eine in diesem angeordnete zweite Transportschne
cke 15 entnommen. Die für die Kompostierung
notwendige Luft wird durch ein geeignetes Rohr von
unten mittels des Gebläses 16 hineingeblasen. Die
sich durch die Kompostierung ergebende Kohlen
dioxid enthaltenden Gase werden oben mittels eines
zweiten Gebläses 17 entnommen. Unten im Behälter
11 ruht die Säule aus dem eine Kompostierung
erfahrenden Material auf einem Rost, der aus einer
Anzahl von nebeneinander angeordneten Rotationsor
ganen 18 zusammengesetzt ist, die bei ihrer
Rotation das fertig kompostierte Material zum
Einlaufteil des Entnahmerohres 14 transportieren.
Unterhalb des oberen Niveaus des zu kompostieren
den Materials sind oben im Behälter eine Sammel
leitung 19 und von dieser abzweigende Leitungen 20
so angeordnet, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt ist,
wobei Rohrmundstücke 21 in den Zweigrohren be
festigt sind, um ein Absaugen der bei der
Kompostierung gebildeten Gase unterhalb des oberen
Materialniveaus in dem Kompostierungsbehälter 11
zu ermöglichen.
Claims (2)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Kompostieren von
kompostierbarem Material in einem Behälter, wobei
sich das Material vom oberen Ende des Behälters zum
Boden des Behälters hin bewegt, ein sauerstoffhal
tiges Gas, vorzugsweise Luft, im Gegenstrom von
unten nach oben durch das Material geführt wird und
das Abgas unterhalb des oberen Niveaus des Materials
durch Düsen aus dem Behälter abgesaugt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Abgas durch rohrartige, an Leitungen befestigte
Düsen, die über den gesamten Querschnitt des
Behälters verteilt angeordnet sind, abgesaugt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, bestehend aus einem Behälter mit
Einrichtungen zum Einbringen des kompostierbaren
Materials in den oberen Teil des Behälters, Ein
richtungen zum Entnehmen des kompostierten Materials
vom Boden des Behälters, Einrichtungen zum Zuführen
des sauerstoffhaltigen Gases zum Bodenteil des
Behälters und Düsen zum Absaugen des Abgases
unterhalb des oberen Niveaus des Materials aus dem
Behälter, gekennzeichnet durch
rohrartige, an Leitungen befestigten Düsen, die über
den gesamten Querschnitt des Behälters verteilt
angeordnet sind.
Priority Applications (1)
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| DE19792940739 DE2940739A1 (de) | 1979-10-08 | 1979-10-08 | Verfahren zum kontinuierlichen kompostieren von kompstierbarem material und vorrichtung zur ausuebung des verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
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ID=6082973
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| Country | Link |
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