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Schaufel radantrieb
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Die Erfindung betrifft ein Schaufelrad mit einer konisch gestalteten
Tragscheibe, die Uber einen angeschweißten Tragkörper mit dem einen Teil einer Kugeldrehverbindung
verbunden ist, deren anderer Teil vom Schaufelrodtruger getrogen ist.
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Die DE-AS 23 14 241 zeigt ein zellenloses Schaufelrad der genannten
Art, bei dem der Tragkörper auf der Schaufelradachse drehbar gelagert ist und an
dem ein die Schaufel tragender Ringröger befestigt ist. Dabei kann die Trogscheibe
einen Teil der Austragschurre bilden. Weiterhin kann die Tragscheibe zusätzlich
durch eine im Bereich der Nabe angeordnete, ebenfalls kegelstumpfförmig gestaltete
kleinere Stützscheibe mit der Nabe verbunden sein. Uber die Anordnung des Antriebes
ist in der DE-AS nichts gesagt.
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Die DE-PS 968 959 zeigt einen Schaufelradantrieb mit im Inneren des
Radkörpers liegendem Getriebe, das als durch zwei oder mehrere Motoren angetriebenes
Umlaufgetriebe ausgebildet ist, wobei die Motor n vorzugsweise zu beiden Seiten
des Radkörpers angebracht sind. Zwischen dem Schaufelrad und seinem aus zwei oder
mehreren Motoren bestehenden Antrieb ist eine Sicherheitsvorrichtung wie eine Rastkupplung
eingebaut. Das Getriebe ist in einem zylinderischen Gehöusc untergebracht und als
Planetengetriebe ausgebildet. An dem Zylindermontel des Getriebes ist der Schaufelradtragkörper
befestigt. Der Zylindermantel trägt auf seiner Innenseite zwei Zahnkrunzer in die
die Ritzel des Umlaufgetriebes eingreifen.
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Die Achse des Getriebes ist zugleich die Schaufelradachse. Auf der
einen Seite ist die Welle durch die Achse zu einem Antriebsmotor nach außen gefuhrt,
der unterhalb
des Schaufelradbandes befestigt ist. Auf der anderen
Seite des Schaufelrades ist ein weiteres Getriebe angeordnet, das durch einen Flonschmotor
angetrieben ist. Durch die beschriebene Anordnung liegt das Schaufelradband verhältnismtlßig
hoch, dadurch wird eine geringe Neigung der Austrngschurre bedingt, die eine schlechte
Entleerung zur Folge haben kann. Wenn man eine größere Neigung erwunscht, muß der
Schaufelraddurchmesser wesentlich erhöht werden, wodurch die Konstruktion schwer
wird. Bei der bekannten Bauform bestehen weiterhin erhebliche Schwierigkeiten wenn
Fehler im Getriebe auftreten. In diesem Fall muß praktisch das ganze Schaufelrad
ausgebaut werden, um das Getriebe ausbauen und reparieren zu können.
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Die DE-OS 23 59 162 zeigt einen Antrieb fUr ein Schoufelradkopf, bei
dem das Schaufelrad auf einer gegenüber einem Ausleger feststehenden Achse drehbar
gelagert ist. Der Schaufelradkopf ist mit einem Zahnkranz von möglichst großem Durchmesser
versehen, über dem der Antrieb erfolgt. Dazu dient eine auf der feststehenden Achse
fest montierte Tragvorrichtung für eine Vielzahl kleiner getrennt voneinander mit
dem Zahnkranz in Verbindung stehender Antriebsaggregate. Bei diesem Gerüst liegen
ebenfalls das Schaufelradband sowohl im Ober- als auch im Untergurt oberhalb der
feststehenden Schaufelradachse. Es treten demzufolge die bereits beschriebenen Schwierigkeiten
auf.
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Die DE-AS 20 32 445 zeigt ein Schaufelrad, das wiederum auf einer
am Schaufel -radausleger befestigten Schaufelradachse drehbar gelagert ist und einen
elektrischen Antriebsmotor aufweist. Dieser ist im Inneren des Schaufelrades angeordnet.
Sein Läufer ist ueber ein Untersetzungsgetriebe mit einem um die Schaufelradachse
herum angeordneten Zahnkranz in Eingriff. Der Antriebsmotor ist ein Motor geringerer
Drehzahl. Der Läufer umgreift die Schaufelradachse, auf der er drehbar gelagert
ist. Der Antriebsmotor umgreift den auf der Schaufelradachse befestigten Stdnder.
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Der Laufer trägt den die Schaufelradachse umgreifenden Zahnkranz.
Auch bei dieser Bauform bestehen die bereits vorher erörterten Schwierigkeiten.
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Die Erfindung geht von einem Schaufelrad der eingangs genannten Art
aus.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vereinfachung
des Schaufelradantriebes und insbesondere der Ausbauborkeit der Einzelteile die
Neigung der Austragsschurre - bei möglichst kleinem Durchmesser des Schaufelrades
- steil zu halten, so daß dos Fördergut mit Sicherheit und einwandfrei auf das Schaufelradband
abrutscht.
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Die Erfindung last die gestellte Aufgabe dadurch, daß innerhalb des
Bereiches der Kugeldrehverbindung das Getriebe des Schaufelrades angeordnet und
die Getriebeeingangswelle des Getriebes außermittig nach unten versetzt ist.
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Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird die Antriebswelle unterhalb
der Schaufelradmitte noch unten verlegt, so daß auch das Schaufelradband nach unten
verlegt und damit die Neigung der Austragsschurre erhöht werden kann. Gemtlß einer
weiteren Ausbildung der Erfindung kann der Antriebsmotor auf der dem Schaufelrad
gegenüberliegenden Seite des Schaufelradauslegers befestigt sein.
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Dadurch ist der Antriebsmotor leicht ein- und auszubauen. Die Antriebswelle
kann gemöß einer weiteren Ausbildung der Erfindung als Gelenkwelle ausgebildet sein.
Dadurch kann der Antriebsmotor in eine besonders günstige Position am Schaufelradausleger
befestigt werden. In diesem Fall Iößt sich der Antriebsmotor in Richtung zur Baggermitte
versetzen. Dadurch wird der Freischnittwinkel verbessert. Um das Getriebe möglichst
leicht ein- und ausbauen zu können, kann gcmtlß einer weiteren Ausbildung der Erfindung
das Getriebe über eine Scheibe leicht lösbar mit der Tragscheibe des Schaufelrades
verbunden sein. Durch die lösbare Verbindung ober die Tragscheibe ergibt sich ein
einfacher Aus- und Einbau.
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Dabei kann die Abtriebswelle des Getriebes leicht lösbar mit der Scheibe
verbunden sein. Das Gehause des Getriebes kann weiterhin leicht lösbar mit dem Schaufelredausleger
verbunden sein, wodurch der Ausbau erleichtert wird. Das Getriebe kann aus einer
Stirnradstufe und zwei hintereinanderliegenden Planetenstufen bestehen, dadurch
ist eine sehr kleine Bauweise des Getriebes gegeben, wobei die Antriebswelle außermittig
aus dem Getriebe herausgeführt ist.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind anhand der in den Zeichnungen
schematisch dargestellten Beispiele erläutert, und zwar zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht
des Schaufelrades Fig. 2 eine Draufsicht nach Fig. 1.
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Das Schaufelrad 1 besteht aus einer konisch gestalteten Tragscheibe
2 für die Schaufeln 3. Die Tragscheibe 2 ist ober dem Tragkörper 4 mit dem einen
Teil einer Kugeldrehverbindung 5 verbunden. Der Tragkörper 4 ist im Ausführungsbeispiel
konisch gestaltet. Der andere Teil der Kugeldrehverbindung 5 ist Ueber einen Ringkörper
6 mit dem Schaufelradausleger 7 verbunden. Beim Ausführungsbeispiel trägt der Ringkörper
6 des weiteren die Austragsschurre 8. Die Austrogsschurre 8 konn auch in anderer
Weise befestigt sein. Sie endet wie üblich oberhal v des Obergurts 9 des Schaufelradbandes
10. Das Schaufelradband ist in an sich bekannter Weise uber Trogrollensätze auf
dem Schaufelradausleger 7 gelagert. Der mittlere Bereich derTragscheibe 2 ist durch
eine Scheibe 11 abgedeckt und leicht lösbar mit Schraubverbindungen 12 verbunden.
In der Mitte der Scheibe 11 ist diese ebenfalls leicht lösbar über Schrauben 13
mit dem Abtriebsflansch 14 und der Abtriebswelle 15 des Getriebes 16 verbunden.
Das Gehäuse 17 des Getriebes 16 ist uber mehrere Drehmomentenhebel 18 am Ringkörper
6 elastisch befestigt. Das Getriebe 16 besitzt eine Stirnradstufe und zwei hintereinanderliegende
Planetenstufen, die im einzelnen nicht dargestellt sind. Die Getriebeeingangswelle
19 ist außermittig noch unten und zur Baggermitte hin versetzt. An dieser Getriebeeingangswelle
19 ist der Antriebsmotor 20 Uber eine Gelenkwelle 21 angeschlossen. Die Gelenkwelle
21 ist an beiden Gelenkpunkten 21 a und 21 b zur Baggermitte hin abgeknickt, um
den Antriebsmotor 20 möglichst weit nach hinten verlagern zu können. Der Antriebsmotor
20 ist auf der dem Schaufelrad 1 gegenüberliegenden Seite am Schaufelradausleger
7 befestigt. Der Antriebsmotor 20 liegt damit in einer geschützten Lage hinter der
Prallwand 22, die der Schurre 8 gegenüberliegt. Der Antriebsmotor 20 Ist leicht
ein- und auszubauen. Das Getriebe 16 seinerseits kann nach Lösen der Verbindus-"'
12, 13 und 18 in sehr einfacher Weise aus dem Schaufelrad herausgenommen und andenrtih
wieder eingebaut werden.