DE2839710A1 - Selbstverloeschende, polymere massen - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Präparate bzw. Massen mit verbesserter Flammfestigkeit auf der Basis thermoplastischer
Polymerer, insbesondere aus der Gruppe von Olefinpolymeren und Polystyrol, oder auf der Basis polymerer Präparate,
die bei der Herstellung von Farben verwendet werden.
Diese Polymere sind gegenüber einem Entzünden mit einer Flamme besonders empfindlich und benötigen einen geeigneten Schutz,
insbesondere für Zwecke, wo die Möglichkeit eines Ausbrechens von Feuer relativ hoch ist.
Es sind verschiedene Verfahren zum Verminderung der Brennbarkeit von Polymeren bekannt. Bei einem dieser Verfahren wird
dem Polymeren eine organische, teilweise chlorierte oder bromierte und daher thermisch unstabile Substanz, vorzugsweise in
Kombination mit Verbindungen des Antimon, Zinn oder Arsen,
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zugefügt. Diese Kombinationen sind recht wirksam, den Polymeren
die gewünschte Flammfestigkeit zu verleihen, haben jedoch den Nachteil, für befriedigende Ergebnisse in ziemlich hoher Konzentration
verwendet zu werden.,, was zu einer Verschlechterung
der mechanischen Eigenschaften der Polymeren, denen diese Kombinationen
zugefügt werden^ führt. Weiter zeigen die Kombinationen den Nachteil, Im Fall eines Brandes stark toxische Gase
und Rauch zu entwickeln, wodurch auch eine Korrosion der Anlage „ in welcher die sie enthaltenden polymeren Materialien
verarbeitet werden, hervorgerufen wird«
Andere Verfahren bestehen in der Zugabe leicht zersetzbarer Substanzen zu den Polymeren mit gleichzeitiger Freisetzung
nicht brennbarer Gases wie Ammoniumphosphate oder hydratisierte
Tonerde.
Die neuere Forschung richtete sich auf Antiflammzusätzes die
aus Kombinationen eines Ammoniumphosphates oder einer anderen^ organische^ phosphorhaltigen Verbindung und einer oder mehreren
organischen Substanzen bestehen, die durch thermische Zersetzung nicht brennbare s gasförmige Produkte (Wasser, Kohlendioxids,
Ammoniak„ Stickstoff) und kohlehaltige Rückstände liefern„
Von den verschiedenen;, gee±gBetens phosphoriialtigen Verbindungen werden aufgrund ihrer leichten Verfügbarkeit die Ammoniumpolyphosphate
der allgemeinen Formelg
bevorzugt, in welcher η für eine ganze Zahl von 2 oder mehr
steht5 das MolekulargeidLcht der Polyphosphate ist zweckmäßig
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hoch genug, um eine geringe Wasserlöslichkeit zu gewährleisten,
Die Zusammensetzung der Polyphosphate der obigen Formel, in welcher η für eine ausreichend hohe Zahl (über 20) steht, entspricht
praktisch der Formel der Metaphosphate (ΝΗλΡΟ^) .
Einige dieser Polyphosphate sind z.B. "Exolit 263" (der Firma
Benckiser Knapsak GmbH) mit der Formel (NH^PO,) , wobei η einen
Wert über 50 hat, und "Phos-Chek P/30" (der Firma Monsanto Chemical Co.) mit einer ähnlichen Zusammensetzung.
Andere verwendbare Phosphate werden von Aminen hergeleitet, wie Dimethylammonium- und Diäthylammoniumphosphat, Athylendiaminphosphat,
Melaminortho- oder -pyrophosphat usw.
Einige Verbindungen, die durch thermische Zersetzung gasförmige Produkte und kohlehaltige Rückstande bilden, sind z.B.
die Polyalkohole, wie Glycerin, Trimethyloläthan, Trimethylolpropan,
Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Tripentaerythrit, 1,2,6-Hexantriol, die Kohlehydrate allgemein (Stärke, Cellulose,
Zucker) und stickstoffhaltige Verbindungen, wie Melamin, Cyanursäure, Harnstoff, Thioharnstoff, Dicyandiamid, Benzoguanamin
und deren Derivate und Kondensationsprodukte.
Erfindungsgemäß wurde überraschenderweise festgestellt, daß man die Flammfestigkeitskraft der oben dargestellten Kombinationen
verbessern kann, indem man einen Teil des zweiten Zusatzes (d.h. der Verbindung, die durch thermische Zersetzung
gasförmige Produkte und kohlehaltige Rückstände liefert)
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durch einen Ester der Isocyanursäure mit der allgemeinen Formeis
O=C C=O
2R-N N-R2Z
33 \/
in welcher R1 bis EU, die gleich oder verschieden sein können,
für lineare oder verzweigte Alkylengruppen mit 1 bis 6 kettenverbindenden C-Atomen stehen und Z^ bis Z-* für die Gruppen -OH
oder -CH - CHp stehen, ersetzt. Bevorzugt werden Verbindungen,
in welchen FL bis FU für Polymethylenketten 4CH2^n stehen,
in welchen η einen Wert von 1 bis 6 hatp wie Tris-(hydroxymethyl)-isocyanurat,
tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat, Tris-(3-hydroxy-n-propyl)-isocyanurat
und Triglycidylisocyanurat.
Die erfindungsgemäßen, selbstverlöschenden, polymeren Massen
umfassen daher ein thermoplastisches Polymeres und einen flammfest machenden Zusatz, der im wesentlichen aus
(A) einem Ammoniumphosphat oder Aminphosphat,
(B) einer oder mehreren organischen Verbindungen, die bei thermischer
Zersetzung nicht brennbare gasförmige Produkte und kohlehaltige Rückstände liefern können, und
(C) einem Ester der Isocyanursäure der allgemeinen Formel
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ο=ς c=o
in welcher R. Ms R, und Z.. bis Z, die obige Bedeutung haben,
besteht, wobei das Gewichtsverhältnis von (B) zu (C) von 10:1 bis 1:10 variiert und die Komponenten (A) und (B) + (C) Jeweils
in einer Menge von 5 bis 30 Gew.-96, bezogen auf das gesamte Präparat, verwendet werden. Diese Werte gelten auch, falls die
Zusätze (B) und (C), wie im folgenden dargestellt, zu einer einzigen, makromolekularen Struktur kondensiert sind. Selbstverständlich
sind die Mengen an (A) und (B) +(C) höher, wenn dem polymeren Präparat eine noch höhere Nichtbrennbarkeit verliehen
werden soll.
Die Komponenten (B) und/oder (C) werden vorzugsweise in wasserunlöslicher
Form, d.h. in vernetztem Zustand, verwendet. Die Vernetzung kann nach bekannten Verfahren erfolgen. Wenn Komponente
(B) z.B. ein Polyalkohol ist, kann dieser in Form eines Kondensationsproduktes mit einem organischen Polyisocyanat verwendet
werden; ist sie eine stickstoffhaltige Verbindung, dann kann sie in Form eines Kondensationsproduktes mit einem Aldehyd,
vorzugsweise Formaldehyd, verwendet werden. Ist Komponente (C) ein Hydroxyalkylisocyanurat, dann kann dieses mit einem
organischen Polyisocyanat oder mit Formaldehyd umgesetzt werden, und hardelt es sich um ein Epoxyalkylisocyanurat, dann kann
es mit einem für Epoxyharze bekannten Härtungsmittel, wie einem Polyamin, vernetzt werden.
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In einer erfindungsgemäß besonders bevorzugten Ausführungsform
werden die Komponenten (B) und (C) gemeinsam unter Bildung einer einzigen, makromolekularen Struktur, vernetzt.
Diese Vernetzung bietet den Vorteil,, unlösliche Komponente (B)
und/oder (C) zu liefern, die aus dem hergestellten } sie enthaltenden
Gegenstand nicht mehr extrahierbar sind, wenn dieser
mit Wasser in Berührung kommt„
Der Teilersatz von Zusatz (B) durch den Isocyanurester oder
ein Vernetzungsprodukt desselben führt zu einer höheren Flammfestigkeit
der polymeren Masse oder erlaubt bei gleicher Flamm— festigkeit die Verminderung der gesamten Zusatzmenge■» was die
mechanischen Eigenschaften des hergestellten Gegenstandes vorteilhaft beeinflußt.
Äquivalente Ergebnisse erzielt man auch mit Hydroxyalky!estern
der oben beschriebenen Art9 in welchen durchschnittlich nicht
mehr als 2 Hydroxylgruppen mit Verbindungen, die mit ihnen
reaktionsfähig sind9 reagiert haben„ wie organische Carbonsäuren oder deren Halogenide«
Die oben beschriebenen, flammfest machenden Zusätze können jeder Art von thermoplastischem Polymeren^ insbesondere Poly=
olefinen, zugefügt werden und bei der Herstellung sich aufblähender Farben oder Überzüge verwendet werden„ die als Binder eines
der üblicherweise auf diesem Gebiet verwendeten Polymeren ent·= halten.
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Die erfindungsgemäßen, selbstverlöschenden Massen können nach bekannten Verfahren hergestellt werden; das Polymere und die
Z0B.
flammfest machenden Zusätze können/in einem Flügelmischer vom Banbury-Typ bei der Polymererweichungstemperatur gemischt werden. Dann wird die erhaltene Mischung in einer DOLCI Strangpresse (Schraubendurchmesser = 20 mm; Verhältnis von Länge/Durchmesser der Schraube = 23; Schraubengeschwindigkeit ss 20 rpm) bei der zur Bildung eines granulierten Produktes günstigsten Temperatur, die entsprechend dem Polymeren variiert, stranggepreßt.
flammfest machenden Zusätze können/in einem Flügelmischer vom Banbury-Typ bei der Polymererweichungstemperatur gemischt werden. Dann wird die erhaltene Mischung in einer DOLCI Strangpresse (Schraubendurchmesser = 20 mm; Verhältnis von Länge/Durchmesser der Schraube = 23; Schraubengeschwindigkeit ss 20 rpm) bei der zur Bildung eines granulierten Produktes günstigsten Temperatur, die entsprechend dem Polymeren variiert, stranggepreßt.
Die Bestimmung der Selbstverlöschungseigenschaften der erfindungsgemäßen
polymeren Massen erfolgt gewöhnlich so: das granulierte Produkt wird mittels einer kleinen Carver-Presse, die
7 Minuten bei einem Druck von 40 kg/cm und einer geeigneten, von Polymer zu Polymer variablen Temperatur arbeitet, zum Verformen
zu 3 mm dicken Folien verwendet.
Das Maß an Selbstverlöschung wird an diesen Folien entweder durch Messen des Sauerstoffindex (gemäß ASTM Verfahren D 2863),
der den Mindestprozentsatz an O2 in einer 02/N2 Mischung angibt,
der zum kontinuierlichen Brennen der Probe notwendig ist, oder durch Anlegen der Standards UL-94 (vgl. "Underwriters Laboratories",
USA) bestimmt, die eine Auswertung der Selbstverlösehungskraft von Kunststoff materialien geben.
Die Standards UL-94 berücksichtigen mehr oder weniger scharfe
Testbedingungen und erlauben eine Klassifizierung der Proben In verschiedene Klassen der Selbstverlöschungskraft.
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Bei den in Tabelle I bis V angewendeten Tests wurde der vertikale Brenntest angewendet„ der die folgende Klassifizierung des
Materials erlaubt: V-O, V-1 und V~2O Jeder Test erfolgte mit
einer Gruppe von 5 Proben einer Dicke von 3,18 mm.
Die mittels eines geeigneten Halters in vertikaler Stellung gehaltene Probe wurde am unteren Ende mit einer Flamme angezündet,
wobei zwei jeweils 10 Sekunden dauernde Zündversuche
unternommen wurden.
Die obigen drei Klassifizierungen können wie folgt definiert
werden:
V-O: keine Probe brennt mehr als 10 Sekunden nach jedem Anlegen >
der Flamme und läßt auch keine brennenden Partikel fallen.
Weiterhin ist die Gesamtbrennzeit für die 10 Versuche der Gruppe von 5 Proben nicht über 50 Sekunden.
V-1: Es sind Brennzeiten bis zu 30 Sekunden für die einzelne
Probe und bis zu 250 Sekunden für die 10 Versuche der Gruppe von 5 Proben zulässig. Auch hier läßt keine Probe brennende
Partikel fallen.
V-2: Die zulässigen Brennzeiten sind wie bei V-1, jedoch ist
das Fallenlassen brennender Partikel zulässig.
Die in Tabelle I bis V aufgeführten Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung, ohne sie zu beschränken. Tabelle I
zeigt die Ergebnisse der Zugabe zuerst von Ammoniumpolyphosphat + Melamin gemäß dem üblichen Verfahren (Beispiel 1) zu einem
Polypropylenpulver mit einem Schmelzindex von 1,5 g/10 min
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und dann, neben diesen beiden Verbindungen, von Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat
gemäß der vorliegenden Erfindung (Beispiel 2). Der durch Ersatz eines Teils des Melamins mit
Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat erzielte Vorteil ist offensichtlich.
Beispiel 1 Beispiel 2 Bestandteile Gew. -Teile
Polypropylen · 75 75
Ammoniumpolyphosphat 15 15
Melamin 10 5
Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat — 5
Sauerstoffindex 23,4 30,4
UL-94 (3,18 mm) brennt V-O
Das in Beispiel 1 und 2 verwendete Melamin wurde als repräsentative
Verbindung der Gruppe (B) gewählt, die Wirkung der Hydroxyalkylisocyanuarate und Epoxyalkylisocyanurate erstreckt sich
jedoch auf alle Verbindungen, die nach einer thermischen Zersetzung
gasförmige Produkte und kohlehaltige Rückstände bilden. Wird z.B. anstelle von Melamin Pentaerythrit verwendet,
dann kann mit Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat eine analoge Wirkung festgestellt werden; vgl. Beispiel 3 und 4.
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Beispiel 3 Beispiel 4
Bestandteile Gew.-Teile
Polypropylen 75 75
Ammoniumpolyphosphat 15 15
Pentaerythrit 10 5
Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat - - 5
Sauerstoff index 26 s0 29,3
ÜL-94 (3,18 mm) V-2/V-Q V-O
Tabelle III zeigt die Ergebnisse» wenn man als Komponente (B)
des flammfest machenden Zusatzes unterschiedliche Verbindungen verwendete, nämlich Melamin, Trip ent aerythxits, Benzoguanaminf
Hydroxy-amino-s-triazins Trimethylolmelamin und Cyanursäure»
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Beispiel; Gew.-Teile
| Bestandteile | 75 ! | 6 | 75 | 7- | 78 | 8 . | 80 | 9 | 75 | 10 | ΛΛ | 12 | 13, | 14 |
| Polypropylen | 18 · | 15, | 14 | 12 | 15 | 75 | 75 | 75 | 75 ' | 78 | ||||
| Ammoniump olypho sphat | 3,5 | 5 | 4 | 4 | - | 15 | 15 | 15 | 15 ■ | 14 | ||||
| Melamin | - | - | - | - | 5 | - | - | - | ||||||
| Tripentaerythrit | - | - | - | - | - | «Mt | - | - | ||||||
| Benzoguanamin | - | - | - | - | - | 5 | - | - | - | |||||
| Hydroxy-amino-s-triazin * | - | - | - | - | - | - | 5 | - | - | - | ||||
| Trime thyIo1-melamin | - | - | - | - | - | - | 5 | - · | - | |||||
| Cyanursäure | 3,5 | 5 | 4 | 4 | 5 | - | - | - | 5 | 4 | ||||
| Tris-(2-hydroxyäthyl)~isocyanurat | 29,4 | 30,4 | 27,9 | 27,6 | 26,9 | 5 | 5 | 5 | 5 | 4 | ||||
| Sauerstoffindex | V-O | V-O . | V-O | V-O | V-O | 28,9 | 29,4 | 29,1 | 29,8 | I 27,6 |
||||
| UL-94 (3,18 mm ) | V-O | V-O | V-O | V-O | V-O | |||||||||
* Mischung aus 75 % Amelin und 25 % Araelid
K) 00 CO CD
Tabelle IV zeigt die Testergebnisse, wenn als Komponente (B)
des Zusatzes" verschiedene stickstoffhaltige Verbindungen in Form von Kondensationsprodukten mit Formaldehyd verwendet
wurden. In Beispiel 17 und 18 wurden die Komponenten (B) und (C) in Form einer einzigen Struktur verwendet. Diese Harze
wurden wie folgt hergestellt%
Herstellung des Dicyandiamid/Formaldehyd-Harzes 300 ecm Wasser, 187»5 ecm einer wässrigen Formaldehydlösung von
40 % (Gew./Vol.) (2,5 Mol) und 84,1 g (1 Mol) Dicyandiamid
wurden in einem mit Rührer versehenen Glaskolben eingeführt und dann bis zum vollständigen Lösen des Dicyandiamids auf 60° bis
70°C. erhitzt. Nach Zugabe von verdünnter HpSO^ bis zu einem
pH-Wert zwischen 1 und 2 wurde zum Rückfluß (98°C.) erhitzt. Nach 3 Stunden wurde die Reaktionsmischung trübe, und es begann
sich ein weißer Feststoff abzuscheiden. Nach weiteren 5 Stunden erhielt man ein festes Produkt, das abfiltriert, mehrmals mit
Wasser gewaschen und schließlich in einem Rotationsverdampfer bei 1500C. und vermindertem Druck getrocknet wurde.
Herstellung des Benzoguanamin/Formaldehyd-Harzes 500 ecm deionisiertes Wasser, 30 ecm einer wässrigen Formaldehydlösung
von 40 % (Gew./Vol.) (0,4 Mol) und eine ausreichende Menge an verdünnter H2SO^ für einen pH-Wert zwischen 3 und 4
wurden in einen mit Thermometer, Rührer und Rückflußkühler versehenen 1000-ccm-Glaskolben gegeben„ Die Flüssigkeit wurde auf
Rückfluß temperatur erhitzt, und es wurden 37,4 g Benzoguanamin (0,20 Mol) zugefügt. Während des 7-stündigen Erhitzens zum Rückfluß
wurde nach Bedarf verdünnte H2SO^ zur Reaktionsmischung
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zugefügt, um den pH-Wert auf den anfänglichen Wert zu bringen.
Man erhielt einen Feststoff, der heiß filtriert, mit einer verdünnten wässrigen NaOH Lösung gewaschen und in einem Ofen
bei 1050C. und vermindertem Druck getrocknet wurde.
Herstellung des Melamin/Formaldehyd-Harzes
Eine B'ormaldehydlösung von 36 % (Gew./Vol.) wurde in einen Mehrhalsglaskolben
eingeführt und durch Zugabe einer verdünnten NaOH Lösung etwa auf pH 9 gebracht. Nach Erhitzen auf 700C. wurde
Melamin in solcher Menge zugefügt, daß sich ein Melamin/CHpO
Mol-Verhältnis von 1:2,5 ergab.
Es wurde auf 900C. erhitzt und umgesetzt, wobei der pH-Vfert zwischen
9,4 und 9|8 gehalten wurde, bis eine Verträglichkeit mit Wasser
bei 200C. entsprechend einem Wasservolumen von 1,25 pro Volumen
Reaktionsmischung erreicht war. In diesem Stadium wurde die Reaktion durch Zugabe von etwas verdünnter Natronlauge
unterbrochen und der so erhaltene Sirup mittels eines Atomizers getrocknet.
Herstellung des Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat/Melamin/ Formaldehyd-Harzes
CHpO, Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat und Melamin wurden in einem Mol-Verhältnis (in der genannten Reihenfolge) von 2:0,7:
0,3 umgesetzt.
Eine wässrige Formaldehydlösung von 36 % Gew./VoI/ wurde durch
Zugabe von verdünnter ^SO^ etwa auf pH 1 gebracht. Dann wurde
Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat unter Rühren und bei 950C.
zugefügt und die erhaltene Lösung 4 Stunden bei 950C. umgesetzt.
Nach Verdünnen mit Wasser zur Verminderung der Temperatur der
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Reaktionsmischung auf 600Co wurde Melamin zugefügt und dann
3 Stunden umgesetzt, wobei die Temperatur auf 60 C. gehalten
wurde. Der erhaltene weiße Niederschlag wurde abfiltriert„
mehrmals mit einer verdünnten NaOH Lösung gewaschen und in einem Luftzirkulationsofen bei 1500C0 getrocknet.
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CD O (O
CO
O CJ
| Beispiel; Gew. | 16 | -Teile | 18 | 19 | |
| Bestandteile | 15 | 75 | 17 | 75: | 75 |
| Polypropylen | 75 | 15 | 75 | 15' | 15 |
| Ammoniumpolyphosphat | 15 | _ | 16 | -■ | —; |
| Dlcyandiamid/CH 0 | 5 | 5 5 |
- | I 5 5 |
|
| Benzoguanamin/CHpO Melamin/CH20 Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat |
Ca I I | - | -. | 10 | -' |
| Tri s-(2-hydroxyäthyl)-i sο cyanurat/ Melamin/CH20 |
- | 30,7 V-O |
9 | 28,9 V-O |
V-O |
| Sauerstoffindex UL-94 (3,18 mm) |
V-O | 28,6 V-O |
|||
J)Xe Testergebnisse mit Polypropylen und einem schlagfesten
Polystyrol mit 5 % Polybutadienkautschuk sind in Tabelle V
aufgeführt.
Triglycidylisocyanurat wurde per se und in Form eines wie folgt hergestellten Epoxyharzes verv/endet; 9,9 g Triglycidylisocyanurat wurden in 20 ecm Wasser bei 50°C« gelöst und der erhaltenen
Lösung 5„ 4 g eines handelsüblichen Härtungsmittels ("HY 2996"
der Firma Ciba-Geigy) zugefügt«. So erhielt man einen weißen
Niederschlag, der abfiltriert, mit warmem Wasser gewaschen und in einem Ofen bei 105°C# und vermindertem Druck getrocknete
Das in Beispiel 23 verwendete Triglycidylisocyanurat/Äthylendiamin-Reaktionsprodukt
wurde wie folgt erhalten; 100 ecm deionisiertes Wasser und 19,8 g Triglycidylisocyanurat wurden
in einen 250-ccm-Dreihalskolben aus Glas eingeführt und unter
Rühren bis zum vollständigen Lösen des Isocyanurates erhitztj dann wurde die Temperatur der Lösung auf 600C. erhöht, und es
wurden 3 g Äthylendiamin zugefügt, worauf die Reaktionsmischung schnell undurchsichtig und gelatinös wurde. Das Produkt wurde
abfiltriertj mit warmem Wasser neutral gewaschen und in einem Ofen bei 800C. und vermindertem Druck getrocknet«
Das Harz aus Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanui*at, Melamin und
CH2O wurde nach dem zur Herstellung des Harzes von Beispiel
und 18 verwendeten Verfahren hergestellt, wobei jedoch die Reaktionsteilnehmer im folgenden molaren Verhältnis von CH2Os
Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanuai;Melamin umgesetzt wurdenj
1,5:0,780,3.
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Beispiel; Gew.-Teile
| Bestandteile | 20 | 21 | 22 | - | 75 |
| Polypropylen | 75 | 75 | 65 , | :- | |
| Polystyrol mit 5 % Polybutadien | - | 22 | 'i5 ; | ||
| Ammoniumpolyphosphat | 15 | 17 | — | ||
| Triglyei dyli s ο cyanurat | 5 | - | - | i 5 ; j : |
|
| Melamin Harz aus Triglycidylisocyanu- rat + Polyamin Triglycidylisocyanurat/Äthylendiamin- |
5 | 3 5 |
— | 5 . | |
| reaktionsprodukt | - | - | 13 | - | |
| Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat/Melamin/CH20 | - | 26,8 | 27,2 | ||
| Sauerstoffindex | 28 | - · v-o - · | • : V-o - | ||
| UL-94 (3,18 mm) | V-I ■ · | V-O · |
Claims (1)
- Patentansprüche1,- Selbstverlöschende, polymere Massen, umfassend ein thermoplastisches Polymeres und einen flammfest machenden Zusatz, der im wesentlichen aus den folgenden Komponenten besteht:(A) ein Ammoniumphosphat oder ein Aminphosphat(B) ein oder mehrere organische Verbindungen, die durch thermische Zersetzung unbrennbare gasförmige Produkte und kohlehaltige Rückstände bilden können;(C) einen Ester der Isocyanursäure mit der allgemeinen Formel:.O=C O=O,i.. L...rcin welcher R^ bis R,, die gleich oder verschieden sein können, für eine lineare oder verzweigte Alkylengruppe mit 1 bis 6 kettengebundenen C-Atomen stehen und Z1 bis Z* für -OH oder-CH-CHp Gruppe stehen,wobei das Gewichtsverhältnis von (B)/(C) von 10:1 bis 1:10 variiert und die Komponenten (A) und (B) +(C) Jeweils in einer Menge von 5 bis 30 Gew.-# des gesamten Präparates verwendet werden.2.- Hassen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Komponente (B) ein Polyalkohol oder ein Kondensationsprodukt desselben mit einem organischen Polyisocyanat verwendet wird.. 909812/1013ORIGINAL INSPECTED3ο- Massen nach Anspruch 1 p dadurch gekennzeichnet, daß als Komponente (B) eine stickstoffhaltige Verbindung aus der Gruppe von Melamins Trimethylolmelamini, Cyanursäure, Hydroxy-amino-s» triazin, Benzoguanamin,, Dicyandiamid und deren Kondensations= produkten mit Formaldehyd verwendet wird»4,- Massen nach Anspruch 1„ dadurch gekennzeichnete daß als Komponente (C) Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat oder ein Reaktionsprodukt desselben mit Formaldehyd oder mit einem organischen Polyisocyanat verwendet wird.5.- Massen nach Anspruch 1 „ dadurch gekennzeichnet, daß als Komponente (C) Triglycidylisocyanurat oder ein Reaktionsprodukt desselben mit einem Polyamin verwendet wird,,6.- Massen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten (B) und (C) in einer einzigen Struktur in Form eines Melamin/Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat/Formaldehyd-Kondensationsproduktes verwendet werden.7.- Massen nach Anspruch 1S dadurch gekennzeichnet, daß das thermoplastische Polymere Polypropylen oder Polystyrol ist.Der Patentanwalts909812/1013
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2839710A1 true DE2839710A1 (de) | 1979-03-22 |
| DE2839710C2 DE2839710C2 (de) | 1987-02-19 |
Family
ID=11221816
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2839710A Expired DE2839710C2 (de) | 1977-09-14 | 1978-09-13 | Selbstverlöschende, polymere Massen |
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| Country | Link |
|---|---|
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| JP (1) | JPS5453156A (de) |
| BE (1) | BE870425A (de) |
| CA (1) | CA1129133A (de) |
| DE (1) | DE2839710C2 (de) |
| ES (1) | ES473301A1 (de) |
| FR (1) | FR2403357A1 (de) |
| GB (1) | GB2006223B (de) |
| IT (1) | IT1087517B (de) |
| NL (1) | NL189816C (de) |
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