DE2834018A1 - Bremsgeraet fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Bremsgeraet fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
ALPREi) TEVES GlCBH P 4^56 13-7.1973
Bremsgerät für Kraftfahrzeuge
Die Erfindung betrifft ein Bremsgerät für Kraftfahrzeuge
mit einem Bremsventil, durch welches Druckmittel aus einer Druckquelle in einen Verstärkerraum zur Beaufschlagung
eines Verstärkerkolbens einsteuerbar ist, und bei dem eine den Betätigungsweg bei intakter Druckquelle
verkürzende hydraulische Übersetzung vorgesehen ist, die bei Ausfall der Druckquelle wirkungslos ist.
Ein solches Bremsgerät ist durch die DE-OS 24 60 529
bekannt.
Die hydraulische Übersetzung wird dabei durch Vegschalten wirkungslos gemacht, wenn die Druckquelle ausfällt, um
damit das Übersetzungsverhältnis zu verändern. Dies ist erforderlich, damit dann mit der verhältnismäßig geringen
Fußkraft unter Ausnutzung des maximal zulässigen Pedalweges auch ohne Fremden ergie ein möglichst hoher Bremsdruck aufgebaut werden kann. Väre das Übersetzungsverhältnis
konstant, so würde bei einer für eine Bremsbetätigung ohne Fremdenergie ausgelegten Bremsanlage das
Pedal unter der zusätzlichen Wirkung der Fremdenergie bis zum Bodenblech wandern, so daß dann infolge des begrenzten
Pedalhubs ein weiterer Druckaufbau verhindert wäre.
Die wegschaltbare Übersetzung ist bei dem Bremsgerät gemäß der DE-OS 24 60 529 dadurch verwirklicht, daß der
Yerstärkerkolben in einem Zwischendruckraum dem Hauptzylinderkolben
mit einer Wirkfläche zugewandt ist, die einen größeren Querschnitt hat als die ihm zugewandte
Wirkfläche des Hauptzylinderkolbens, und daß dieser Zwischendruckraum über eine Ventileinrichtung mit dem
Arbeitsraum vor dem Hauptzylinderkolben verbindbar ist.
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Nachteilig ist es, daß die zum Zu- und Wegschalten der
hydraulischen Übersetzung notwendige "Ventileinrichtung zum
einen beträchtliche zusätzliche Kosten bedingt, zum anderen Ursache für Störungen am Bremsgerät sein kann, in dem es
infolge eines Defektes entweder ständig in Offenstellung oder aber Schließstellung verbleibt. Ein solcher Defekt
führt dazu, daß bei Ausfall der Fremdenergie entweder keine ausreichende Abbremsung allein mit der Fußkraft
möglich ist, oder aber bei Vorhandensein der Fremdenergie das Bremspedal bis zum Bodenblech wandert und dadurch den
weiteren Druckaufbau begrenzt.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die hydraulische Übersetzung zwischen Hauptzylinder und Verstärker angeordnet
ist. Dadurch wird bei dem normalerweise intakten Bremsgerät zunächst eine hohe mechanische Kraft mit geringem
Hub in eine entsprechend geringere Kraft mit größerem Hub übersetzt. Der Verstärker muß also für Kräfte ausgelegt
werden, die überhaupt nicht erforderlich sind. Dies führt zu einem übergroßen Verstarkerkolben oder einem
unnötig hohen Niveau der Druckquelle.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bremsgerät der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem über die
hydraulische Übersetzung nur unverstärkte Kräfte übertragen werden und bei dem die hydraulische Übersetzung auf einfache
Weise mit Sicherheit bei Ausfall der Druckquelle wirkungslos wird.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die hydraulische Übersetzung zwischen einem mit einem Bremspedal verbundenen
Eingangskolben und einem mit dem Bremsventil verbundenen Betätigungskolben vorgesehen ist, wozu der
Durchmesser des Eingangskolbens größer als der des Betätigungskolbens ist, und daß der Betätigungskolben in
einem axial verschiebbaren Ringkolben angeordnet ist, dessen Durchmesser mindestens dem des Eingangskolbens
entspricht und der entgegen der Betätigungsrichtung vom Druck der Druckquelle abstützbar ist.
Bei dieser Lösung ist die hydraulische Übersetzung nur dann wirksam, wenn der Ringkolben vom Druck der Druckquelle entgegen der Betätigungsrichtung gehalten ist.
Damit ist sichergestellt, daß die Übersetzung sofort wirkungslos wird, wenn dieser Druck ausfällt. Das TJmßchalten
eines Ventils ist dabei nicht erforderlich. Es wird über die hydraulische Übersetzung bei intaktem Bremsgerät
auch nur die Betätigungskraft des Fahrers übertragen.
Dadurch, daß der einerseits vom Verstärkerkolben begrenzte Verstärkerraum andererseits vom Ringkolben begrenzt ist,
so daß er auf seiner dem Verstärkerraum zugewandten Fläche vom von der Druckquelle eingesteuerten Druck entgegen
der Betätigungs„^-xichtung beaufschlagt ist und an einem
gehäusefesten Anschlag abgestützt ist, wird eine besonders kompakte Bauweise des Bremsgerätes erreicht. Ein separater
Druckraum zur Beaufschlagung des Ringkolbens wird dabei eingespart. Außerdem ist der Ringkolben und seine Dichtungen
nur bei Bremsbetätigung belastet, weil er nicht direkt vom
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Druck der Druckquelle beaufschlagt ist, sondern nur von dem Druckmittel, das über das Bremsventil von der
Druckquelle in den Verstärkerraum eingesteuert wird. Außerdem ist dadurch die Beaufschlagung des Ringkolbens
auf das jeweils notwendige haß beschränkt.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Ringkolben einen größeren Durchmesser als der
Eingangskolben hat, und daß er durch eine Rückstellfeder
normalerweise vom gehäusefesten Anschlag abgestellt ist und ein Dichtelement aufweist, durch das am gehäusefesten
Anschlag eine Verbindung zwischen dem vom Eingangskolben und vom Betätigungskolben sowie dem Riugkolben eingeschlossenen
Übersetzerraum und einem Rücklaufbehälter
verschließbar ist. Damit ist sichergestellt, daß der Übersetzerraum bei nicht betätigtem Bremsgerät stets
völlig drucklos wird, daß aber auch kein Unterdruck entstehen kann. Eventuelle DruckmitteIverluste im Übersetzerraum
werden vielmehr durch Druckmittel vom Rücklaufbehälter ausgeglichen.
Dadurch, daß der Ringkolben einen abgestuften, das Dichtelement tragenden Fortsatz hat und die Rückstellfeder
zwischen Abstufung und Gehäuse angeordnet ist, wird eine relative große Führungslänge für den Betätigungskolben
geschaffen, wobei gleichzeitig die Außenmaße des gesamten Bremsgerätes gering gehalten werden.
Torteilhaft ist es, wenn der Betätigungskolben einen
hülsenförmigen Fortsatz hat, in dem ein axialer Zapfen
des Eingangskolbens geführt ist. Der Betätigungs- und der
Eingangskolben können dadurch kurz gestaltet werden, ohne daß die Gefahr eines Verklemmens besteht. Dadurch, daß
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der Bodenbereich des hülsenförmigen Fortsatzes durch
eine Querbohrung mit dem TJbersetzerraum ständig verbunden
ist, können der Betätigungs- und der Eingangskolben exakt gegeneinander geführt werden, ohne daß
Störkräfte durch eingeschlossenes Druckmittel auftreten.
Ein Volumenausgleich beidseitig des Betatigungskolbens
wird dadurch geschaffen, daß der Betätigungskolben eine mit dem Ringkolben zusammenwirkende Dichtung hat, die
jedoch erst bei einer Bewegung des Betätigungskolbens in Betätigungsrichtung in das Innere des Ringkolbens
gelangt.
Eine besonders günstige Kraftübertragung vom Betätigungskolben zum Bremsventil wird erreicht, indem der Betätigungskolben
im Ringkolben an einem dichtend verschiebbar aus dem Ringkolben geführten, in den Verstärkerraum
ragenden Stößel abgestützt ist, der im Verstärkerraum mit einem Ventilschieber verbunden ist,
. der im Verstärkerkolben das Bremsventil bildet. Der Betätigungskolben
ist dabei nicht unmittelbar dem Druck im Verstärkerraum ausgesetzt. Venn dabei noch vorgesehen ist,
daß der Stößel in einer Hülse dichtend verschiebbar ist, die ihrerseits im Ringkolben dichtend verschiebbar ist,
und daß die Hülse entgegen der Betätxgungsrichtung am Betätigungskolben abstützbar ist, kann die in Abhängigkeit
vom Druck im Verstärkerraum erwünschte, auf den Betätigungskolben wirkende Rückwirkungskraft konstruktiv
besonders leicht variiert werden. Eine einfache Montage ergibt sich dann, wenn die Hülse über den Stößel am
Betätigungskolben abgestützt ist.
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Zweckmäßig ist es dabei, wenn der Bereich im Ringkolben zwischen einer Dichtung zum Verstärkerraum und dem Betatigungskolben
durch einen Kanal mit dem durch die Abstufung am Ringkolben gebildeten, ständig an den drucklosen
Rücklaufbehälter angeschlossenen Ringraum verbunden ist, um einen einwandfreien Volumenausgleich zu gewährleisten.
Bei einer besonderen Weiterbildung ist vorgesehen, daß die Hülse durch eine Feder in Richtung des Verstärkerkolbens
vorgespannt ist. Damit wird erreicht, daß zu Beginn einer Bremsung zunächst in Abhängigkeit des Druckes
im Verstärkerraum eine durch den kleinen Querschnitt des Stößels bestimmte Rückwirkungskraft auf den Betatigungskolben
wirkt, so daß zunächst sehr leicht ein bestimmter Bremsdruck aufgebaut wird, wodurch die Bremsen angelegt
werden. Erst wenn der Druck im Verstärkerraum ausreicht, um die Feder zu überwinden, wird auch die vom Querschnitt
der Hülse bestimmte Kraft auf den Betatigungskolben übertragen und normale Rückwirkungskraft beim weiteren Druckaufbau
am Bremspedal fühlbar. Dieser Effekt ist beispielsweise bei Automatikfahrzeugen besonders wichtig.
Bei diesen Fahrzeugen, die bei eingelegtem Fahrbereich ständig das Bestreben haben.wegzurollen, soll es schon
durch leichtes Antippen der Bremse möglich sein, dies zu unterbinden. Andererseits soll aber auch bei diesen
Fahrzeugen bei höheren Bremsmomenten ein gutes Bremsgefühl mit der entsprechenden Rückwirkungskraft erreicht
werden.
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Wenn dabei die Feder einerseits an der Hülse und andererseits am Verstärkerkolben abgestützt ist, hat die Feder,
sobald die Hülse am Betätigungskolben abgestützt ist, keinerlei Einfluß auf das Bremsgerät mehro
Dies kann konstruktiv besonders einfach dadurch erreicht
werden, daß die Hülse einen hohlen pilzförmigen Fortsatz und der Verstärkerkolben eine den pilzförmigen Fortsatz
übergreifende Kappe hat und die Feder zwischen Fortsatz und Kappe abgestützt ist.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung.
In der einzigen Figur der Zeichnung ist eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung im Schnitt
dargestellt, wobei ein zum Bremsgerät gehörender üblicher Hauptzylinder nicht mit dargestellt ist.
In einem mit 1 bezeichneten Gehäuse ist dichtend verschiebbar ein Verstärkerkolben 2 angeordnet, in welchem sich
koaxial ein Ventilschieber 3 befindet. Durch den Ventil·-
schieber 3 wird im Verstärkerkolben 2 in bekannter Weise ein Bremsventil gebildet, durch welches ein vom Verstärkerkolben
2 begrenzter Verstärkerraum 4 mit einer Druckquelle
oder mit einem drucklosen Rücklaufbehälter verbindbar ist, so daß in den Verstärkerraum in Abhängigkeit von einer
Betätigungskraft ein bestimmter Verstärkungsdruck einßteuerbar
ist« Auf der dem Verstärkerraum 4 abgewandten Seite des Verstärkerkolbens 2 ist über ein Druckstück 5 ein
nicht dargestellter Hauptzylinder betätigbar.
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Der Verstärkerraum 4 wird auf seiner dem Verstärkerkolben gegenüberliegenden Seite von einem Stößel 6, einer Hülse
lind einem Ringkolben 8 begrenzt. Dabei ist der Stößel 6
dichtend verschiebbar in der Hülse 7 geführt, die ihrerseits wiederum dichtend verschiebbar im Hingkolben 8
geführt isto Der Eingkolben 8 ist im Gehäuse 1 axial beweglich
angeordnet und ist durch eine Rückstellfeder 9 in Richtung des Terstärkerkolbens 2 vorgespannt. Der Ringkolben
hat einen in die entgegengesetzte Richtung weisenden abgestuften Fortsatz 8a, der auf seiner Stirnseite
ein Dichtelement 10 trägt.
Im Ringkolben 8 ist ein am Stößel 6 abgestützter Betätigungskolben
11 dichtend verschiebbar angeordnet, der einen entgegen der Betätigungsrichtung weisenden hülsenförmigen
Fortsatz 11a hat. In den Fortsatz 11a ragt ein Zapfen 12a eines Eingangskolbens 12. Der Durchmesser des
Eingangskolbens 12 ist dabei größer als der des Betätigungskolbens 11, aber kleiner als der des Ringkolbens 8.
Zwischen dem Ringkolben 8, dem Betätigungskolben 11 und
dem Eingangskolben 12 ist ein Übersetzerraum I3 ausgebildet,
der normalerweise vorbei am Dichtelement 10 mit einem drucklosen Rücklaufbehälter verbunden ist. Diese
Verbindung ist vom Dichtelement 10 an einem gehäusefesten Anschlag 14 verschließbar, so daß dann nur noch ein durch
die Abstufung des Ringkolbens 8 gebildeter Ringraum 15 mit dem Rücklaufbehälter verbunden ist. Von diesem Ringraum
15 führt ein Kanal 16 in das Innere des Ringkolbens
8, damit auch für den Bereich im Ringkolben 8 zwischen den Dichtungen zum Verstärkerraum 4 und der Dichtung des 3etätigungskolbens
11 ein Volumenausgleich gewährleistet ist.
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Im Verstärkerraum 4 ist an der Hülse 7 ein hohler pilzförmiger
Portsatz 17 befestigt, der von einer am Verstärkerkolben 2 befestigten Kappe 18 übergriffen ist.
Zwischen dem Fortsatz 17 und der Kappe 18 ist eine Feder eingespannt, wodurch die Hülse 7 von einem Anschlag
20 am Stößel 6 weg in Richtung des Verstärkerkolbens vorgespannt ist. im Yerstärkerraum 4 ist auch
der Ventilschieber 3 mit dem Stößel 6 fest verbunden
und durch eine Feder 21 entgegen der Betätigungsrichtung vorgespannt.
Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel hat folgende Funktionsweise:
Im Ruhezustand des Bremsgerätes befinden sich alle Teile in der gezeichneten Position. Dabei ist der Ver-Stärkerraum
4 in bekannter Weise über den Ventilschieber 3 und der Übersetzerraum 13 vorbei am Dichtelement
10 mit dem drucklosen Rücklaufbehälter verbunden.
Bei Einleitung einer Bremsung wird der Eingangskolben über ein Druckstück 22 vom Fahrer betätigt. Dabei wird
zunächst rein mechanisch der Betätigungskolben 11 mitverschoben, weil das im Übersetzerraum verdrängte Druckmittel
vorbei am Dichtelement 10 zum Rücklaufbehälter abströmt. Vom Betätigungskolben 11 wird über den Stößel 6
der Ventilschieber 3 in eine Stellung gebracht, in der
von der Druckquelle Druckmittel in den Verstärkerraum eingesteuert wird. Damit beginnt im Verstärkerraum 4
der Druckaufbau.
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ALPHED TJEVES GfiBM P 4656 13.7.1978
Durch den im Verstärkerraum 4 ansteigenden Druck wird der
Terstärkerkolben 2 zur Betätigung des HauptZylinders beaufschlagt.
Gleichzeitig wird der Ringkolben 8 entgegen der Betätigungsrichtung beaufschlagt und er verschiebt
sich schon bei recht geringem Druck gegen die Rückstellfeder 9 mit seinem Fortsatz 8a auf den Anschlag 14· Dadurch
verschließt das Dichtelement 10 die Verbindung des Übersetzerraumes I3 zvm Rücklaufbehälter. Durch den Druck
im Verstärkerraum 4 wirkt eine durch den Querschnitt des Stößels 6 bestimmte Rückwirkungskraft auf den Betätigungskolben 11 und damit der weiteren Betätigung entgegen.
Diese Kraft ist jedoch wegen de_s geringen Querschnittes des Stößels 6 sehr klein, so daß der Fahrer keine wesentliche!
Betätigungskräfte für ein geringes Bremsmoment aufbringen muß, um das Fahrzeug im Stillstand zu halten. Die
ebenfalls vom Druck im Yerstärkerraura 4 beaufschlagte
Hülse wird zunächst von der Feder 19 am Verstärkerkolben gehalten, so daß über sie anfänglich keine vom Fahrer
fühlbare Rückwirkungskraft erzeugt wird.
Bei der weiteren Betätigung durch den Fahrer wird infolge des nun abgeschlossenen Übersetzerraumes I3 und des am
Anschlag I4 gehaltenen Ringkolbens 8 der Betätigungskolben
11 um einen größeren Weg verschoben als der Eingangskolben 12, d.h. der vom Fahrer auf das Bremspedal aufge-
brachte Betätigungsweg wird hydraulisch übersetzt, so daß der Pedalweg kleingehalten werden kann. Damit baut sich
im Verstärkerraum 4 ein höherer Druck auf, der zu einem
entsprechend erhöhten Bremsdruck führt.
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Bex Erreichen eines bestimmten Druckes im Verstärkerraum
4 wird die Kraft der Feder 19 überwunden und die Hülse 7 entgegen der Betätigungsrichtung auf den Anschlag
20 am Stößel 6 verschoben. Ab diesem Zeitpunkt wird die auf den Betätigungskolben I4 gelangende Sückwirkungskraft
von der Fläche der Hülse 7 und der des Stößels 6 bestimmt.
Es wird damit dem Fahrer beim Erzeugen höherer Bremsdrücke ein gutes Bremsgefühl vermittelt.
Beim Lösen der Bremse kehren alle Teile in umgekehrter Reihenfolge wieder in die dargestellte Buhelage zurück.
Bei Ausfall der Druckquelle wird im Verstärkerraum 4 kein Druck aufgebaut. Damit gelangt der Eingkolben 8
nicht auf den Anschlag I4 und der Übersetzerraum I3
wird nicht abgeschlossen, so daß keine Übersetzung stattfinden kann, weil im Übersetzerraum kein Druckaufbau
möglich ist und die hydraulische Übersetzung wirkungslos bleibt. Die Betätigungskraft des Fahrers wird
rein mechanisch vom Eingangskolben 12 über den Betätigungskolben 11, den Stößel 6 und den Tentilschieber 3
auf den Verstärkerkolben 2 übertragen, so daß dabei der gesamte zur Verfügung stehende Pedalweg ausgenutzt werden
kann.
Aber auch wenn - abweichend vom Ausführungsbeispiel der Übersetzerraum I3 stets vom fiingkolben 8 abgeschlossen
und nicht an den Bücklaufbehälter anschließbar ist, bleibt bei Ausfall der Druckquelle die hydraulische
Übersetzung wirkungslos. Bei einer solchen Ausführung wird dann einfach der Bingkolben 8 kraftlos mitverschoben,
weil er im Verstärkerraum 4 in diesem Betriebsfall keinen Widerstand findet.
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Leerserte
Claims (14)
- AnsprücheBremsgerät für Kraftfahrzeuge mit einem Bremsventil, aurch welches Druckmittel aus einer Druckquelle in einen Verstärkerraum zur Beaufschlagung eines Verstärkerkolbens einsteuerbar ist, und bei dem eine den Betätigungsweg bei intakter Druckquelle verkürzende hydraulische Übersetzung vorgesehen ist, die bei Ausfall der Druckquelle wirkungslos ist, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulische Übersetzung zwischen einem mit einem Bremspedal verbundenen Eingangskolben (12) und einem mit dem Bremsventil (3) verbundenen Betätigungskolben (11) vorgesehen ist, wozu der Durchmesser des Eingangskolbens (12) größer als der des Betätigungskolbens (11) ist, und daß der Betätigungskolben (11) in einem axial verschiebbaren Ringkolben (8) angeordnet ist, dessen Durchmesser mindestens dem des Eingangskolbens (12) entspricht und der entgegen der Betätigungsrichtung vom Druck der Druckquelle abstützbar ist.
- 2. Bremsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einerseits vom Verstärker- kolben (2) begrenzte Verstärkerraum (4) andererseits vom Ringkolben (θ) begrenzt ist, so daß er auf seiner dem Verstärkerraum (4) zugewandten Fläche vom von der Druckquelle eingesteuerten Druck entgegen der Betätigungsrichtung beaufschlagt ist und an einem gehäuse- festen Anschlag (14) abgestützt ist.D3ÖÖÖ7/0I1ÖALFRED TEVES GMBH P 4656 15.7.1978
- 3. Bremsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkolben (8) einen größeren Durchmesser als der Eingangskolben (12) hat, und daß er durch eine Rückstellfeder (9) normalerweise vom gehäusefesten Anschlag (I4) abgestellt ist und ein Dichtelement (1O) aufweist, durch das am gehäusefesten Anschlag (I4) eine Verbindung zwischen dem vom Eingangskolben (12) und vom Betätigungskolben (11) sowie dem Ringkolben (8) eingeschlossenen Übersetzerraum (I3) und einem Rücklaufbehälter verschließbar ist.
- 4. Bremsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkolben (8) einen abgestuften, das Dichtelement (10) tragenden Fortsatz (8a) hat und die Rückstellfeder (9) zwischen Abstufung und Gehäuse (1) angeordnet ist.
- 5. Bremsgerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungskolben (11) einen hülsenförmigen Fortsatz (Ha) hat, in dem ein axialer Zapfen (12a) des Eingangskolbens (12) geführt ist.
- 6. Bremsgerät nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenbereich des hülsenförmigen Fortsatzes durch eine Querbohrung mit dem tJbersetzerraum (I3) ständig verbunden ist.ALFRED TEVES GIiBH P 4656 13.7*1978
- 7. Bremsgerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der
Betätigungskolben (11) eine mit dem Ringkolben (8) zusammenwirkende Dichtung (25) hat, die jedoch erst bei einer Bewegung des Betätigungskolbens (11) inBetätigungsrichtung in das Innere des Ringkolbens (8) gelangt. - 8. Bremsgerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß derBetätigungskolben (11) im Ringkolben (8) an einemdichtend verschiebbaraus dem Ringkolben (8) geführten, in den Verstärkerraum (4) ragenden Stößel (6) abgestützt ist, der im Verstärkerraum (4) init einem Ventilschieber (3) verbunden ist, der im Verstärkerkolben(2) das Bremsventil bildet.
- 9. Bremsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel (6) in einer Hülse (7) dichtend verschiebbar ist, die ihrerseits im
Ringkolben (8) dichtend verschiebbar ist, und daß die Hülse (7) entgegen der Betätigungsrichtung am Betätigungskolben (11) abstützbar ist. - 10. Bremsgerät nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (7) über den Stößel (6) am Betätigungskolben (11) abgestützt ist.Ö3ÖÖÖ7/0319ALFRED TEVES GICBH P 4656 1 J.7.1978
- 11. Bremsgerät nach Anspruch 8 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich im Ringkolben (8) zwischen einer Dichtung zum YerStärkerraum (4) und dem Betätigungskolben (11) durch einen Kanal (16) mit dem durch die Abstufung am Ringkolben (8) gebildeten, ständig an den drucklosen Rücklaufbehälter angeschlossenen Ringraum (15) verbunden ist.
- 12. Bremsgerät nach Anspruch 9 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (8) durch eine Feder (.19) in Richtung des "Verstärkerkolbens (2) vorgespannt ist.
- 13. Bremsgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die einerseits an der Hülse (8) abgestützte Feder (19) andererseits am Verstärkerkolben (2) abgestützt ist.
- 14. Bremsgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (8) einen hohlen pilzförmigen Fortsatz (I7) und der TerStärkerkolben(2) eine den pilzförmigen Fortsatz (17) übergreifende Kappe (18) hat und die Feder (19) zwischen Fortsatz (17) und Kappe (18) abgestützt ist.030007/0319
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