DE2829385A1 - Selbstsichernde mutter und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Selbstsichernde mutter und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elastische selbstsichernde Mutter, die im wesentlichen aus einem Gehäuse, einer Anzahl von ringförmigen
gewindebildenden Elementen und einem Ringelement besteht, das kein Gewinde aufweist.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Aufbaus einer selbstsichernden Mutter.
Unter einer selbstsichernden Mutter versteht man eine Mutter, die,
wenn sie auf einer Schraube unter einer Last, die mittels eines Schraubenschlüssels aufgebracht und übertragen wird, festgelegt
ist, unter dem Einfluß statischer-dynamischer Beanspruchungen, der sie fortlaufend ausgesetzt ist, nicht lose wird. Die Bedeutung
derartiger Muttern liegt heutzutage insbesondere auf mechanischem Gebiet und vor allem bei der Herstellung von Kraftmaschinen,
Korapre5soren, Pumpen, elektrischen Haushaltsmaschinen und dergleichen,
bei denen in Kombination die Einwirkungen von Vibrationen, Belastungen, Trägheitskräften und dergleichen zu einem
Lockerwerden führen oder wenigstens das anfängliche Festziehen
der Muttern modifizieren, wodurch unvermeidbar das gesamte Verhalten
der Maschine beeinträchtigt wird, was sogar zu ihrer Zerstörung führen kann.
Es sind bereits verschiedene Lösungen bekannt, die jedoch bisher als nicht zufriedenstellend angesehen werden müssen. Diese Lösungen
sind in den Figuren 1 und 1A sowie 2 und 2A jeweils in der Draufsicht und einer geschnittenen Seitenansicht gezeigt.
Die selbstsichernde Mutter gemäß Fig. 1 und 1A besteht aus
der üblichen polygonalen Mutter D mit einem größeren Teil D1
mit einer bestimmten Stärke und einem Gewinde F und mit einem kleineren Teil C mit einem reduzierten Außendurchmesser und einer
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geringeren Stärke C. Im Übergangsbereich von D1 nach C' erhält
man"einen Sitz G für einen gewindegangfreien Ring N aus
Kunststoff, gewöhnlich aus einem Polyamidharz, das als technisches-Nylon
bezeichnet wird. Wenn die Schraube von dem Gewindeanschnitt Bo aus aufgeschraubt wird, tritt das Außengewinde der nicht gezeigten
Schraube in das Innengewinde F der Mutter D bis zum Punkt G ein. Von diesem Punkt an setzt die Schraube unter dem
Einfluß der festziehenden Kraft ihren Eingriff mit dem Teil D fort und verformt den Ring N plastisch unter Bildung von Gewindegängen,
wodurch der Teil der in den Kunststoff gezogenen Schraube arretiert wird. Diese Art einer selbstsichernden Mutter mit heterogenen
Materialien hat einen komplizierten Aufbau und kann nicht in Anordnungen verwendet werden, die hohen Beanspruchungen
und Temperaturen über 8 00C ausgesetzt sind.
Die andere Ausführung einer herkömmlichen selbstsichernden Mutter, ν;ie sie in den Figuren 2 und 2A gezeigt ist, hat einen
Mutternkörper D1 mit einem Gewinde F und eine verjüngte Zone C1,
vcbei der Körper und die Zone mehr oder weniger denen der Fig. ' und 1A entsprechen. Anstelle eines Polyamidrings werden durch
die Zone C1 und durch die ganze Schraube gehende Löcher oder
Querbohmngen Ca verwendet, in welche Quer zapf en eingesetzt
werden, die darin durch Verdicken bzw. Ausspreizen ihrer Enden arretiert werden. Dieser Aufbau ist in sich selbst sehr lang,
kompliziert, aufwendig und nicht sicher. Darüberhinaus ist der Aufbau kaum flexibel in dem Sinn, daß bei der Lösung der Arretierung
ein Aufschrauben solange nicht möglich ist, bis der Querzapfen herausgenommen ist.
Bei der heutigen Tendenz, Schrauben und Muttern mit mit hoher
Geschwindigkeit arbeitenden Werkzeugen oder automatischen Maschinen oder Automaten zu montieren oder zu demontieren, um die Zeit
zu verkürzen und um ohne Beeinträchtigung von Qualität und Sicherheit die Produktion zu steigern, können die beiden Arten von
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Muttern ihre Funktionen nicht ausführen und ermöglichen ein
schnelles und automatisches Montieren und Demontieren nicht.
Aus der US-PS 3 461 935 ist weiterhin eine komplexe Mutter bekannt,
die aus einem Gehäuse, aus wenigstens drei Platten, die
durch Prägen zur Bildung einer Spirale mit einer starken Unterbrechung
des Profils in Übereinstimmung mit einem Loch gebogen sind, aus einer unteren Stützplatte, die ebenfalls schraubenförmig
geformt ist, und aus einer oberen Platte besteht, die eine Fläche aufweist, die wie die darunterliegende Platte ausgebildet ist.
Auch wenn diese komplexe Mutter bestimmte Vorteile gegenüber den vorstehend beschriebenen Muttern hat, ist sie nicht frei von Nachteilen,
weil die Gewindegänge durch die Innenränder der Platten gehend ausgebildet sind, der Aufbau ist somit äußerst schwierig,
da er ein Prägen, Stanzen und Tiefziehen erfordert.
Die scharfe oder spitze Unterbrechung aufgrund einer Auskragung
oder eines Faltens entsprechend der Bohrung erfordert eine sehr genaue Fertigung der Platten und viel Geschick bei ihrem Stapeln.
Außerdem benötigen derartige Muttern wenigstens drei gewradebildende
Platten und zwei stirnseitige Platten, wobei diese stirnseitigen Platten ebenfalls durch Prägen geformt werden. Schließlich
ist: es äußerst schwierig, das Gewindeprofil durch Prägen
und Stanzen einzustellen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, eine
selbstsichernde Mutter zu schaffen, bei der die vorstehenden Nachteile beseitigt sind und die auf äußerst einfache und günstige
Weise mechanisch herstellbar ist.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Gewindegänge
von ringförmigen Elementen durch Abheben von Spänen mit einem
Werkzeug mit außenliegenden Arbeitsflächen, das im folgenden als Dornwerkzeug bezeichnet wird, erhalten werden, also mittels
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einer erprobten mechanischen Bearbeitung, die günstiger und sicherer als das bekannte Prägen und Stanzen ist. Die Herstellung
mit einem Dornwerkzeug ermöglicht entsprechend der Verwendung der Mutter die entsprechende Wahl des Gewindeprofils und eine einfache
diesbezügliche Einstellung. Es ist deshalb möglich, mit den erfindungsgemäßen
Muttern alle Nutzungsbereiche, also auch Bereiche mit sehr schwierigen und strengen Einsatzbedingungen abzudecken.
Die erfindungsgemäße Mutter besteht aus einer Anzahl von Elementen,
die auf ein Minimum reduziert ist. Während bei der oben beschriebenen bekannten Mutter wenigstens drei Gewindeplatten und zwei
stirnseitige Formplatten erforderlich sind, erhält man erfindungsgemäß Muttern, die in hohem Maße betriebssicher sind, und die
nur zwei ringförmige Gewindeelemente aufweisen, ohne daß irgendwelche gewindefreie Stirnelemente erforderlich sind.
Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen selbstarrezierenden
Mutter ist äußerst einfach, wirtschaftlich und flexibel.
Z= die Gewindegänge durch Abheben von Spänen mit einem Dornwerk-"=ug
entsprechend der festgelegten Verwendung der Mutter erhalten werden, ist es möglich, die Stärke des mit dem Gewinde zu versehenden
Hingeieinents sowie die Erstreckung des Gewindes ins Innere
des Elements und das Gewindeprofil in geeigneter und wirksamer T'ieise auszuwählen.
Die selbstsichernde Mutter mit polygonaler Form, einer Mittelöffnung
mit Innengewinde, die durch Festziehen auf einer Schraube sich selbst sichert, so daß jedes Lockerwerden vermieden wird,
wobei die Schraube ein dem Mutterngewinde entsprechendes Außengewinde und somit die gleiche Ganghöhe hat, mit einem Käfig mit
einem polygonalen Außenprofil, mit einer Mittelöffnung und einer Haltebasis und mit ringförmigen, gewindebildenden Elementen hat
erfindungsgemäß innerhalb des Käfigs wenigstens zwei ringförmige Elemente, von denen jedes an seiner Innenöffnung mit einem Ge-
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abschnitt versehen ist, der wenigstens 1,2 Ganghöhen des Gewindes beträgt, wobei der Gewindeabschnitt durch Materialabheben und
Materialentfernen erzielt wird.
Erfindungsgemäß haben die Stirnflächen, also die obere Fläche
und die untere Fläche quer zur Achse des Gewindes eines jeden ringförmigen Gewindeelenients ebene, fortlaufende und ununterbrochene
Oberflächen sowie eine praktisch konstante Stärke. Das ringförmige Element ist etwas konvex. Das Gewindeprofil ist im wesentlichen
dreieckig, wobei die Winkel der beiden geneigten Flächen etwa 30° betragen.
Erfindungsgemäß erfolgt die Herstellung derart, daß am Boden des
polygonalen Käfigs von der Öffnung her wenigstens zwei ringförmige etwas konvexe Elemente übereinander angeordnet werden, die ebenfalls
ein polygonales Profil und eine, zylindrische Innenbohrung aufweisen. Die Käfigöffnung wird dadurch geschlossen, daß die
=n Ende vorgesehenen gekerbten Flächen oder Flügel der Käfigwände
-ach innen auf das letzte ringförmige Element gefaltet werden. 1-lLt. Hilfe eines materialentfernenden Dornwerkzeugs werden Gewindegänge
in die Mittelbohfungen der Ringelemente vorgesehen, die übereinander in dem Käfig arretiert angeordnet sind, so daß
an jedem Element ein Gewinde erhalten wird, das wenigstens dem 1,2-Fachen der Ganghöhe gleich ist.
Anhand der in den Zeichnungen gezeigten weiteren Figuren wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert. Es zeigen
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform der Mutter, Fig. 3A einen Schnitt längs der Linie X-X von Fig. 3,
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform einer Mutter,
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Fig. 4A einen Schnitt längs der Linie X-X von Fig. 4,
Fig. 5 eine Draufsicht auf ein mit Gewinde versehenes ringförmiges Element,
Fig. 5A einen Schnitt längs der Linie Y-Y von Fig. 5,
Fig. 6 schematisch in einer Seitenansicht einen geschlossenen Käfig,
Fig. 6a bis 6E schematisch ausgehend von einem geschlossenen Käfig
in Seitenansichten und Draufsichten die aufeinanderfolgenden erfindungsgemäßen Verfahrensschritte
und
Fig. 7A bis 7C schematisch teilweise im Schnitt eine Mutter mit
einer Schraube, die minimal, auf ein Zwischenmaß und maximal angezogen ist.
Dz.e in den Figuren 3 bis 6E gezeigte Mutternanordnung hat ein
Gehäuse oder einen Käfig Iv, der in den Figuren 6A und 6D vollständig
geöffnet gezeigt ist, wenigstens zwei ringförmige Elemente P'p und ?",-,, die mit Gewindegängen versehen werden und wenigstens
ein ringförmiges, nicht mit Gewinde versehenes Element P , das jedoch nicht notwendig ist.
Das Gehäuse Iv besteht aus einem Käfig, der vertikale Wände 1, 1'
aufweist, welche eine polygonale Außenform haben. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist diese Form sechseckig, was jedoch
keine Beschränkung sein soll. Die Außenwände 1, 1' bilden die Unterseite mit zwei Fortsätzen 2, 21, welche Enden 3, 3' haben
und eine Öffnung 4 bilden, die etwas weiter ist als der Außendurchmesser
einer Schraube V_. Der obere Abschnitt der vertikalen Wände 1, 11 ist umgebogen, so daß Halteschultern 5,5' gebildet
werden, die innenseitig in abgesenkten Abfasungen 6, 61 enden.
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Wie aus den Draufsichten der Figuren 3 und 4 zu ersehen ist,
sind die Umfaltungen von der Schulter 5, 5' vorzugsweise trapezförmig,
wobei das Trapez an der Außenseite 5" des Polygons beginnt und mit einer nicht genau geradlinigen sondern eher kreisförmigen
Seite 5"' mit großem Krümmungsradius endet und kürzer ist als die äußere Seite 5" infolge der dreiecksförmigen Materialentfernung
oder Einkerbung 7 zwischen zwei einspringenden Teilen 5.. und S2 und den fortlaufenden Polygonseiten. Wie aus den Figuren
6, 6A und 6D zu ersehen ist, erstrecken sich die dreieckförmigen
Ausnehmungen 7, 7', die entsprechend jeder Ecke des Polygons
erhalten werden, von der Oberseite E der Wand 1,1' des Käfigs Iv bis zur Linie 12, die etwas unterhalb des Scheitels 11 der
gestapelten ringförmigen Elemente Pf oder P liegt.
Die in den Figuren 3A und 4A gezeigten mit Gewinde versehenen
Elemente P bestehen aus wenigstens zwei ringförmigen Elementen P'_, und ?"_,, wobei eines dieser Elemente getrennt in den Figuren
5 und 5-A dargestellt ist. Jedes der Elemente Ρπ hat ein äußeres
polygonales Profil P , das genau dem des Käfigs Iv gleich ist sit dem einzigen Unterschied, daß die äußere Weite von P etwas
kleiner ist als die innere Weite von Iv, so daß jedes Element P
in die Innenseite von Iv eingeführt werden kann und darin festgehalten,
wird, ohne daß die Möglichkeit von Relativbewegungen besteht.
Der innere Abschnitt von Ρρ bildet eine Öffnung Tc mit einem
Innendurchmesser, der dem Außendurchmesser der Schraube V„ (Fig.
7) entspricht, mit der der innere Abschnitt in Eingriff bringbar ist. Erfindungsgemäß wird ein Innengewindeabschnitt Fi vorgesehen,
dessen Erstreckung wenigstens einer Schraubenganghöhe
entspricht. D.h., daß jedes Element P_ wenigstens einen voll-
ständigen Schraubengang hat. Demzufolge steht die vertikale Stärke 5 eines jeden Abschnitts P„ in Beziehung zur Ganghöhe 0F
der Wendel in dem Sinn, daß sie gleich wenigstens einer Ganghöhe ist.
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Jedes ringförmige mit Gewinde versehene Element hat bereits
vom Anfang an eine leichte konvexe Ausbildung, wie sie in Fig. 5A gezeigt ist, wobei die Ebene 15 mit der Ringoberfläche des Elements
einen Winkel mit einer Ebene A bildet, die genau senkrecht zur Achse Z-Z des Gewindes der Schraube V und somit des
Gewindes in P ist. Stellt man sich eine Ebene senkrecht zu Z-Z vor, die die kreisförmige Leitlinie 20 an der Oberseite eines
Abschnitts P_ enthält, liegt diese Ebene etwas höher als eine Ebene, welche das Polygonalprofil P enthält. Anders ausgedrückt
bildet die Ebene mit der Kurve 20 einen kleinen Winkel mit einer Ebene, welche die Oberfläche 21 von P enthält. Das Element P
ist also etwas konvex und nimmt von der Mitte zum Umfang hin ab. Diese Neigung ist nicht großer als 15° und vorzugsweise kleiner
als 12°.
Fig. 5A zeigt ein wesentliches erfindungsgemäßes Merkmal. Da
das Gewinde von P„ mit einem dornförmigen materialentfernenden
"erkzeug M erhalten wird, wie es in Fig. 6E gezeigt ist, ist es
r.iriich, den Profil 25 des Gewindes eine exakte Dreiecksform zu
rsoen. Fig 5A zeigt das Dreiecksprofil 25, bei welchem die seitlichen
Oberflächen so gebogen sind, daß der Winkel, der von einer durch diese Oberfläche gehenden Ebene 26 mit der Mittelebene 28
gebildet: wird, die senkrecht zu Z-Z ist und durch den Scheitel des Dreieckprofils geht, gleich dem Winkel zwischen 28 und der
Ebene 27 der anderen gebogenen Oberfläche des Profils ist. Dieser symmetrische Aufbau des Gewindeprofils bzw. Gewindezahns ermöglicht
eine gleichförmige Verteilung der Spannungen.
Auch wenn ein asymmetrisches Gewinde technisch möglich ist, wird die Ausführung in Form eines symmetrischen Gewindes 25 bevorzugt.
Fig. 3A und 4A zeigen die Anordnung der ringförmigen Elemente P , die bereits mit Gewinde versehen sind, in dem Käfig Iv. Da die
Elemente P' und P" infolge der geringen Konvexität in einem Winkel geneigt sind, sind sie anfänglich übereinander in den
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offenen Käfig Iv gemäß Fig. 6A gestapelt und behalten diesen
Winkel bezüglich der Haltebasis 2, 21 des Käfigs bei. Aus den
Figuren 3A und 4A ist der erfindungsgemäße Vorteil zu ersehen,
nämlich daß die Mutter aus nur zwei ringförmigen mit Gewinde versehenen Elementen P' und P" ohne irgendeine Bodenplatte
oder ohne irgendein Bodenringelement gebildet wird, das infolge des Aufbaus der Gewindeelemente P überflüssig ist. Dadurch können
das Gewicht und die Gesamtabmessungen der erfindungsgenäßen
Mutter wesentlich reduziert werden.
In manchen Fällen kann, wie dies in Fig. 3Ά gezeigt ist, trotzdem
ein ringförmiges gewindefreies Element Pc vorgesehen werden,
welches das Ende des Stapels von P bildet. Das ringförmige gewindefreie Element P hat jedoch eine Stärke und einen Durchmesser,
die weitaus geringer sind als die von P . Da es nicht konvergent ist, ist seine Gesamtabmessung vernachlässigkbar. Fig, 4A zeigt
eine Mutter mit nur zwei Gewindeelementen P' und P" ohne untere
JL1 r
Abstützplatte und ohne obere Platte P„. In diesem Fall fehlen
sogar die Fasen 6, 6' der umgebogenen Flügel 5, 5". Die Gewindeelemente
P_, haben eine fortlaufende nicht unterbrochene Oberfläche
und eine konstante Dicke. Im Gegensatz dazu haben die Platten der bekannten Ausführungen eine plötzliche Unterbrechung
entsprechend einer darin vorgesehenen Bohrung. Dadurch hat die erfincungsgemäße Mutter große Vorteile bei der Anwendung und
deckt alle möglichen Anwendungsbereiche ab. So ist es möglich, eine Auswahl der Mutter entsprechend ihrer speziellen Verwendung,
ihrer Stärke, ihrer Anzahl der Gewindegänge und des Gewindeaufbaus
oder der Art des Gewindes eines jeden Elements P auszuwählen
.
Fig. 7A zeigt die Mutter von Fig. 4A zusammen mit einer Schraube
V_ bei minimaler Festziehbelastung der Mutter D . Die verschiedenen
Elemente P_ zeigen eine Winkelneigung CC oder eine Biegung
oder Anhebung f
y max
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F ig. 7B zeigt die Anordnung aus Schraube und Mutter nach dem Festziehen mit einer mittleren Last. Diesem Zustand entspricht
ein Winkel 'Λ, der etwas kleiner ist als der Winkel *Ά von
Fig. 7A.
Fig. 7C zeigt den Zustand der Mutter, nachdem das Festziehdrehmoment
oder die Last den maximalen Wert erreicht hat. Gemäß der Erfindung haben auch in diesem Fall die Platten einen restlichen
Winkel (7vf oder eine Ablenkung f.-. Das heißt, daß bei den erfindungsgemäßen
Muttern das ringförmige Gewinde aufweisende Element Pp immer etwas geneigt bleibt, auch bei einem maximalen
Arretierungsdrehmoment. Die Elemente sitzen also niemals horizontal auf dem Boden des Käfigs auf, so daß sie ihre Elastizität
niemals verlieren, welche ihnen die selbstsichernde bzw. selbstarretierende Festigkeit im Gegensatz zu der Mutter nach der US-PS
3 461 935 geben.
Ir. der Vergleiche zeigenden Tabelle I sind die maximalen Arrezierjngsmomente
in Kgm für Normschrauben der Klassen 5,8, 8,8, 10,0 und 10,9 nach UNI aufgeführt, die in eine herkömmliche Mutter
genäS Fig. 1A mit einem Polyamideinsatz, in eine Mutter gemäß
der US-PS 3 451 93 5 mit einer Anfangsbiegung von 0,40 und in eine erfindungsgemäße Mutter eingreifen, die eine Anfangsbiegung
oder eine Anhebung f von 0,35 hat. Bekanntlich hat die Polyamidmutter
keine anfängliche Durchbiegung oder Anhebung. Die drei miteinander verglichenen Muttern haben alle einen gemeinsamen
Gewindedurchmesser M 8 χ 1,25.
In der Klasse 5,8 absorbieren die drei Muttern oder nehmen alle Muttern ein Lastdrehmoment von 1,6 kgm auf, wobei die maximale
Durchbiegung bei der Mutter gemäß der US-PS von 0,4 0 nach 0,13 und gemäß der Erfindung von 0,35 nach 0,12 geht. In der Klasse
8,8 nehmen die Mutter mit Polyamideinsatz und die erfindungsgemäße Mutter ein Lastdrehmoment von 3,5 bei einer Durchbiegungs-
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anhebung von 0,24 auf, während die Mutter gemäß der US-PS ein
maximales Drehmoment von 3,3 kgm bei einer Durchbiegung von 0,32 aushält. Bei einem Drehmoment von 3,5 kgm bildet sie ein flaches
Paket, d.h. es gibt keine restliche Durchbiegung oder Durchwölbung, so daß die elastische Reaktion verlorengeht. In Klasse
10,0 bricht die Mutter gemäß der US-PS bei einem Drehmoment von
3,9 kgm, während die erfindungsgemäße Mutter nur eine Durchbiegung
von 0,28 hat. In der Klasse 10,9 kann ein Drehmoment von
4,5 kgm aufgebracht werden, was einer restlichen Durchbiegung von 0,31 entspricht. In der Klasse 10,9 kann weder die Mutter
mit Polyamideinsatz noch die Mutter gemäß der US-PS verwendet werden.
Tabelle II zeigt Muttern der Klasse 8,8, die mit einem Schraubenschlüssel
der Weite 13 betätigt werden und die eine unterschiedliche Zusammensetzung, nämlich hinsichtlich der Teilezahl, eine
unterschiedliche Höhe und verschiedenes Gewicht aufweisen, wobei die Vorteile der erfindungsgemäßen Mutter deutlich werden.
F-Ix die Herstellung der erfindungsgemäßen Mutter kann ein sehr
einfaches und vorteilhaftes Verfahren verwendet werden, welches die in dan Figuren 6A bis 6E gezeigten Schritte aufweist. Man
geht aus von einem Käfig Iv mit einer öffnung, wobei die oberen
Flügel 5"' noch nicht gebogen sind, wie dies in der Seitenansicht
und der Draufsicht von Fig. 6A dargestellt ist. In diesem offenen Käfig werden wenigstens zwei konvexe ringförmige Elemente
P' und P" übereinander angeordnet, wie dies in Fig. 6B ge-
F Je
zeigt ist, wobei sie solange kein Gewinde erhalten, bis die in Fig, 6D gezeigte Anordnung erreicht ist, bei welcher der
Käfig Iv noch keine umgebogenen Ränder aufweist und die beiden
inneren Elemente P„ kein Gewinde haben. Nun werden die Ränder,
die bei 7 eingekerbt sind, umgebogen, so daß sie von der Anordnung
gemäß Fig. 6D, also von dem Zustand mit dem Käfig Iv mit
offener Bohrung und mit hochstehenden Rändern 5"' in die Stellung
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gemäß Fig. 4A oder 3Ά gehen, falls nur ein Element P verwendet
wird. In dieser Anordnung sind die Elemente P„ mit oder ohne P
in dem Käfig Iv arretiert, da die Ränder 5"' umgebogen sind, welche die Anschläge 5, 5T mit oder ohne Abfasungen 6, 61 bildan.
Anschließend wird durch die Unterseite 4 ein Dornwerkzeug UM gemäß Fig. 6E eingeführt, welches durch Abtragen von Material
die Gewindegänge auf der Innenseite von P'p und P" vorzugsweise
symmetrisch wie in Fig. 5A bildet.
Erfindungsgemäß erhält man also die selbstsichernden Muttern gemäß
Fig. 3A oder 4A aus konvexen ringförmigen Elementen P1.,, die am
Anfang noch kein Gewinde aufweisen, die vorher in den Käfig IV eingesetzt und darin arretiert werden. Nach dem Umbiegen der
gekerbten Ränder 5"' des Käfigs Iv auf das obere Element P' oder auf das Element P werden dann nachträglich die Gewinde durch das
materialabnehmende Werkzeug UM ausgebildet. Dieses Verfahren ist
einfach, nicht aufwendig und äußerst wirksam, betriebssicher und flexibel.
r.-eoretisch ist es möglich, auch von den Elementen P auszugehen,
±lb bereits r.iit Gewinde versehen sind, ehe sie in dem Käfig Iv
angeordnet werden. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen
Mutter und des einfachen Herstellungsprozesses beruht darauf, daß die viahl geeigneter Materialien sehr vielseitig sein kann.
Praktisch gibt es keine Grenzen innerhalb der Metalle, die durch Materialentfernen bzw. spanabhebend bearbeitbar sind. Außerdem
ist es erheblich einfacher, entsprechende Materialien, wie Federstahl, wegen der großen Elastizität und der Bearbeitbarkeit zu
verwenden, insbesondere gehärteten und getemperten Kohlenstoffstahl sowie rostfreien Stahl (INOX). Diese große Auswahlmöglichkeit
besteht bei dem Pragepreßverfahren der gewindebildenden
Platten gemäß der genannten US-PS nicht.
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TAUKI ,1,K J
O CO OO OO CD *
O **
| Änfangs- biegung |
GawLnde- durulmiesser |
* Nur bei unter 80° C verwendbar |
cgia | Maximales Festziehdrehmoment für Schrauben der Klasse |
Fmax | ί | 5,8 | Fint | in kgm | Fint | |
| M8x1,25 | i/6 | 5,8 | - | kgm | - | - | |||||
| 0,40 | M8x1,25 | 1,6 | 0,13 | 3,5 | 0,32 | 10,0 bis 10,9 | ** 0 flachen |
||||
| * , Selbstsichernde Mutter rait Polyamideinsatz |
0,35 | M8x1,25 | 1,6 | 0,12 | 3,3 | 0,24 | kgm | 0,28 0,31 |
|||
| Mutter nach der US-PS 3 461 235 |
3,5 | 3,9 | |||||||||
| erfindungsgeitäße Mutter |
bildet Packen |
||||||||||
| 3,9 4,5 |
überdreht, keine Selbstsicherung mehr wegen fehlender Elastizität
| Material | Teilezahl | Besteht aus | Blechstärke | Schlüssel | Höhe | Gewicht | |
| Selbstsichernde Mutter mit Polyamideinsatz |
Stahl Polyamid |
1 1 |
Mutter Einsatz |
13 | 10,4 | 10 gr. | |
| Mutter nach der US-PS 3 461 235 |
Feder- s-bahl |
1 1 3 1 |
Gehäuse Grundplatte Gewindeplatte obere Platte |
0,5 1 1,25 0.25 |
13 | ■ 8.4 |
5,5 gr. |
| erfindungsgemäße Mutter |
Feder stahl |
1 2 |
Gehäuse Gewindeplatte |
0,6 2 |
13 | 6 | 4 gr. |
00 cn
N) CD CO OO
Claims (1)
- Patentansprüche. Saihs-csichernde Mutter mit einem äußeren polygonalen Profil und ein.er Mittelöffnung mit einem Innengewinde, wobei die Mutter beiia Festziehen auf einer Schraube mit einem Außengewinde, das dem der Mutter entspricht und die gleiche Gewindeganghöhe aufweist, sich selbst arretiert, so daß die Gefahr eines Lösens nicht mehr besteht, mit einem Käfig, der eins öffnung, ein Halteelement und ringförmige gewindebildende Elemente aufweist, dadurch gekennze ich net, daß im Inneren des Käfigs (Iv) wenigstens zwei ringförmige Elemente (Ρπ) angeordnet sind, von denen jedes in der inneren Öffnung mit einem Gewindeabschnitt versehen ist, der wenigstens 1,2 Ganghöhen de's GewindeabSchnitts entspricht und durch Materialabtragung erhalten wird.2. Mutter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dia äußeren unteren und oberen Flächen quer zur Achse . des Gewindes eines jeden ringförmigen Elements (Pp) ebene fortlaufende und ununterbrochene Oberflächen aufweisen, wobei die Stärke eines jeden Elements praktisch konstant ist.809886/0672ORIGINAL INSPECTEDDEA-18 6 74 -2-3. Mutter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeic hn e t, daß die Stärke des ringförmigen mit Gewinde versehenen Elements (P„) wenigstens gleich dem 1,2-Fachen der Gewindeganghöhe ist.4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf irgendeinem Punkt längs der Stärke oder Höhe der Mantellinie des kleinen Zylinders, an den das ringförmige Element angleichbar ist, eine erste Ebene, die in diesem Punkt senkrecht zur Achse des Gewindes ist und die innere Leitkurve einschließt, etwas bezüglich einer zweiten Ebene vorwärts längs der Achse versetzt ist, wobei die zweite Ebene parallel zur ersten Ebene ist und eine äußere Leitlinie aufweist, die zu der inneren Leitlinie der ersten Ebene in Beziehung steht, so daß eine Ebene, die genau zur Achse des Gewindes orthogonal ist, einen Winkel { OC-) mit der Ebene bildet, welche die ringförmige Oberfläche einschließt.5» Mutter nach Anspruch 4, dadurch gekenn ze ich net, daß der Winkel (CC) zwischen 1 und 15°, vorzugsweise zwischen 2 und 10° liegt und durch aine geringe konvexe Ausbildung des ringförmigen Elements erhalten wird.5. Mutter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde, das durch Spanabheben mit Hilfe eines Dornwerkzeugs im Inneren der Mittelöffnung eines jeden ringförmigen Elements erhalten wird, ein dreieckiges Profil hat, wobei die beiden Endflächen des Profils eine vorzugsweise und im wesentlichen gleiche Neigung über der Ebene haben, die durch den Scheitel hindurchgeht und senkrecht auf der Basis des Dreiecks steht.7. Mutter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die im wesentlichen identische Neigung der beiden Drei-809888/0672DEA-M 8674 -3-ecksflächen etwa 30° beträgt.8. Mutter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch- . .g e k e η η ζ e i c h η et, daß ein gewindefreies ringförmiges Element (P ) auf den Stapel von mit Gewinde versehenen Elementen (P ) gesetzt wird, das eine geringere Ringbreite und Stärke, einen größeren Innendurchmesser und im wesentlichen keine Konvergenz aufweist.9. Mutter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchg e k e η η ζ ei c h η e t, daß die öffnung des Käfigs (Iv) dadurch erhalten wird, daß die höheren Teile der Seitenwand (1,1') umgefaltet werden, die als trapezförmige Flügel (5) separiert sind und durch Einkerbungen (7) getrennt sind, die sich vom oberen Ende der Seitenwand des Käfigs bis etwa zur maximalen Höhe aller ringförmigen gestapelten Elemente erstrecken und dadurch erhalten werden, daß Material entsprechend den Rändern des Polygons entfernt wird.10.. Verfahren zur Herstellung einer Mutter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß aä Boden eines polygonalen Käfigs mit einer Öffnung wenigstens zv/ei ringförmige leicht konvexe Elemente gestapelt werden, die eine mittlere zylindrische gewindefreie Öffnung aufweisen, daß die Öffnung der Mutter durch nach innen Falten von mit Aussparungen versehenen endseitigen Flügeln der Käfigwände auf das letzte Ringelement geschlossen wird und daß die Innenseite der öffnung der gestapelten und eingeschlossenen Elemente mit einem Dornwerkzeug mit Gewinde versehen wird.11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch ge kennzeich η e t, daß der Stapel der ringförmigen mit Gewinde versehenen Elemente auf wenigstens einen ringförmigen nicht konvexen und gewindefreien Element ruht oder davon abgeschlos-809886/0672DEA-18674 -A-sen V7ird, das einen größeren Innendurchmesser und eine kleinere Stärke als ein entsprechendes mit Gewinde versehenes Element hat.809886/0672
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