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Sandkasten für Kinderspielplätze
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Die Erfindung betrifft einen Sandkasten für Kinderspielplätze. Bekanntlich
werden Kinderspielplätze in regelmäßen Abständen eingehend überprüft, insbesondere
auch auf die dort herrschenden hygienischen Bedingungen. hierbei hat sich ergeben,
daß die Beanstandungen in erster Linie die Sandkästen betreffen und zwar insbesondere
wegen der Verschmutzung, die durch Hunde- und Katzenkot verursacht wird.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einenSadkasten zu schaffen, bei dem
eine Verschmutzung der Sandkästen verhindert wird und auf diese Weise die Kinder
insbesondere
im Kleinkind- bzw. Kindergartenalter vor Infektionen
und Krankheiten in höherem Maß als bisher zu schützen und gleichzeitig die Aufsichtspersonen
von einem Teil ihrer Verantwortung zu entlasten.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein vorzugsweise rechteckiger oder
quadratischer Sandkasten in der Weise ausgebildet, daß er durch eine ein- oder zweiteilige
Abdeckung verschlossen werden kann, die in geöffnetem Zustand auf entsprechend langen
an die begrenzung des Sandkastens anschließenden Balken aufliegt und zum Schließen
des Sandkastens auf diesen Balken gegen den Sandkasten hin verschiebbar ist.
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Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, daß nach Gebrauch des
Sandkastens durch Verschieben der Abdeckung der Sandkasten verschlossen und äußeren
Einflüssen unzugänglich gemacht werden kann, während andererseits bei geöffnetem
Sandkasten die beiderseits nach außen geschobene Abdeckung zugleich als Spieltisch
oder auch als Sitzgelegenheit dienen kann0 Zudem besteht auch die Möglichkeit, bei
geschlossenem Sandkasten die durch die Abdeckung gebildete ebene Fläche als Podium
oder Kleinbtilme zu verwenden, wo beispielsweise Reigenspiele oder
ähnliches
durchgeführt werden. Auch kann man durch Verlängerung der Balken deren Enden dazu
heranziehen, um auf ihnen eine Sitzbank zu lagern, die beispielsweise eine gegenüber
der verschiebbaren Abdeckung erhöhte Sitzfläche bietet.
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Im folgenden soll anhand der beigefügten Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
für einen solchen Sandkasten dargestellt werden. In der Zeichnung zeigen: Figur
1: einen Sandkasten gemäß der Erfindung in Seitenansicht; Figur 2: den Sandkasten
nach Figur 1 von oben gesehen; Figur 3: einen Vertikalachnitt durch den Sandkasten
entsprechend der strichpunktierten Linie III-III in Figur 1, in Pfeilrichtung gesehen;
Figur 4: einen Vertikalschnitt entsprechend der strichpunktierten Linie IV-IV in
Figur 1 durch eine einseitige Verlängerung der Sandkastenkonstruktion; Figur 5:
einen Vertikalschnitt durch den Sandkasten entsprechend der strichpunktierten Linie
V-V in Figur 3.
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In der Zeichnung ist mit 1 die Außenverkleidung des Sandkastens selbst
bezeichnet, die aus geeigneten Holzbrettern zusammengesetzt ist. In dem gewählten
Beispiel ist unterstellt, daß diese rahmenartige Außenverkleidung quadratisch ist;
es ist jedoch durchaus möglich, hierfür auch eine rechteckige Anordnung zu wählen.
Jeweils an den Ecken des durch die Außenverkleidung gebildeten Quadrates sind an
der Innenseite die Stützpfähle 2 vorgesehen, die zur Festlegung des Sandkastens
in das Erdreich hineinragen. Der Sandkasten kann durch zwei in Richtung des Pfeiles
a (im folgenden als Langsrichtung bezeichnet) verschiebbare Abdeckungen 3 und 4
geschlossen bzw. geöffnet werden.
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Die Abdeckungen 3 und 4 sind beispielsweise aus schmalen Holzdielen
hergestellt, die quer zur Längsrichtung verlaufen und an ihren Enden durch Balken
5 abgestützt sind.
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Diese Balken 5 sind auf der Innenseite jeweils mit einer Nut 6 versehen,
in die ein die Längsseite der Außenverkleidung 1 abdeckendes waagerecht angeordnetes
in Längsrichtung verlaufendes Brett 7 eingreift und auf diese Weise die eindeutige
Fuhrung der Abdeckungen 3 und 4 in Längsrichtung sicherstellt Die Abdeckungen 3
und 4 sind außerdem längs ihrer Mittelachse durch eine gleichfalls
in
Längsrichtung verlaufende Leiste 8 verstärkt. Zur besseren Übersicht ist in Figur
2 der (bezogen auf die Anordnung in der Figur) untere Teil der Abdeckungen 3 und
4 weggelassen, um auf diese Weise das Brett 7 sichtbar zu machen, das seinerseits
auf der rechten Seite weggeschnitten ist, um die Anordnung des Stützpfahles 2 zu
zeigen.
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Längs der Kanten 3a und 4a sind die Abdeckungen 3 und 4 jeweils mit
einem quer zur L§ngsrichtung verlaufenden Balken 9 bzwO 10 versehen, dessen Länge
so bemessen ist, daß er zwischen den Brettern 7 angeordnet werden kann und dessen
Dicke d größer ist als der freie Raum zwischen den die Abdeckung 3 und 4 bildenden
Dielen und der oberen Kante der Außenverkleidung 1. Auf diese Weise wird verhindert,
daß die Abdeckungen 3 und 4 beim Öffnen des Sandkastens so weit herausgezogen werden
können, daß die Nut 6 aus der durch das Brett 7 gegebenen Führung herausgleitet,
da die Balken 9 und 10 sich jeweils von innen gegen die Außenverkleidung legen und
so als Begrenzungsanschlag wirken, Zur Betätigung der Abdeckung sind die lcugelförmigen
Knöpfe 11 in der Nähe der Außenlängskante beiderseits an der Oberfläche der Abdeckungen
befestigt.
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Um bei geschlossenen Abdeckungen einen vollkommenen Abschluß des Sandkastens
nach außen zu gewährleisten, sind jeweils an den äußeren Querkanten der Abdeckungen
Leisten 12 angeordnet, die zwischen den Balken 6 verlaufen und in geschlossenem
Zustand den Zwischenraum zwischen der Oberkante der Außenverkleidung 1 des Sandkastens
und den Abdeckungen 3, 4 überdecken.
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Als Abstützung für die Abdeckungen 3 und 4 in geöffnete;-a Zustand
schließen an die Querseiten der Außenverkleidung 1 in beiden Richtungen Rundhölzer
bzw. Balken 21, 22 bzw. 23, 24 an, die auf Stützpfosten 25 ruhen und jeweils nach
der Außenseite durch mit den Stützpfosten 25 fest verbundenen Verstärkungspfosten
26 gegen eine Verschiebung nach außen geschützt sind. Linie Höhe der Verstärkungspfosten
26 ist so gewählt, daß sie nicht be die Rundhölzer 21, 22, 23, 24 herausragen. Wird
nun der Sandkasten durch Verschieben der beiden Ab-Abdeckungen 3 und 4 in Richtung
des Doppelpfeiles a geöffnet, so stützen sich die Abdeckungen mit der unteren Kante
der Leisten 12 auf den Rundhölzern 21, 22, 23, 24 ab, so daß die Oberfläche der
Abdeckungen eine waagerechte ebene Spielfläche bildet. Die Höhe der Stützpfosten
25 ist entsprechend zu wählen. Wie bereits gesagt,
wird durch die
beiden als Anschlag wirkenden quer zur Längsrichtung angeordneten Balken 9 und 10
verhinw dert, daß die Abdeckung zu weit herausgezogen wird und aus ihrer Führung
6/7 herausgleitet.
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Abgesehen von dem Vorteil, daß der Sandkasten vollkommen abgedeckt
werden kann und damit gegen Verschmutzung durch äußere Einflüsse, beispielsweise
durch Wunde oder Katzen geschützt ist, ergibt sich noch der weitere Vorteil, daß
er gleichzeitig auch als Spieltisch für solche Kinder verwendet werden kann, die
nicht im Sandkasten selbst spielen. Zu diesem Zweck besteht zusätzlich die Möglichkeit,
auf einer oder beiden Seiten die Rundhölzer 21, 22, 23, 24 zu verlängern und an
ihren Enden eine Bank vorzusehen, die den Kindern als Sitzfläche dienen kann und
ihnen ein Spielen auf der Oberfläche der herausgeschobenen Abdeckung 3, 4 erlaubt
oder umgekehrt für Kinder, die auf dieser Fläche aitzen, als Spieltisch verwendbar
ist. In der beigefügten Zeichnung ist in den Figuren 1, 2 und 4 diese Möglichkeit
angedeutet, indem die (bezogen auf die Anordnung in der Zeichnung) linken Balken
(Rundhölzer) 23, 24 verlängert sind, deren Enden in der üblichen Weise durch Stütz-
und Verstärkungspfosten
25, 26 festgelegt sind0 Quer zur Längsrichtung
sind zwei Rundhölzer 31, 32 vorgesehen, die auf den Balken 23 und 24 befestigt sind
und als Träger für die die Sitzfläche einer Bank 33 bildenden Halbrundhölzer (siehe
Figur 4) dienen.
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L e e r s e i t e