DE2828613A1 - Selbstreinigende beschichtung - Google Patents
Selbstreinigende beschichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Gegenstände, die eine
mit einer selbstreinigenden Beschichtung versehene Oberfläche aufweisen, insbesondere auf eine selbstreinigende
Beschichtung für die Verwendung bei Kochgeräten.
Auf dem Gebiet der Kochgeräte, für die öfen und Herde
typische Beispiele darstellen, ist es weithin üblich geworden, den Wänden oder Wandverkleidungen dieser Geräte die
Fähigkeit der katalytischen Selbstreinigung zu verleihen,
das heißt die Fähigkeit, Öle oder Fette, durch die solche Wände beschmutzt oder bespritzt sind, unter Bildung von gasförmigen
Substanzen katalytisch zu zersetzen. Nach der US-PS 3 266 477 von Stiles wird eine selbstreinigende Wand
vorgesehen, indem man zum Beispiel auf der Wand eine keramische Beschichtung bildet und auf die Oberfläche der Be-
schichtung in der Weise Teilchen eines Oxidationskatalysators aufbringt, daß die Teilchen teilweise in der Beschichtung
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eingebettet sind, größtenteils jedoch gegenüber dem Kochraum freiliegen. Jedoch wird dieses Verfahren als für die
praktische Anwendung ungeeignet angesehen, da die Katalysatorteilchen infolge eines Abriebs aus verschiedenen
Gründen während der Verwendung der Geräte leicht beschädigt werden, weshalb die Beschichtung ihre Selbstreinigungsfähigkeit nicht über einen befriedigend langen Zeitabschnitt
beibehalten kann.
Aus der US-PS 3 547 098 von Lee ist als Verbesserung gegenüber dem Verfahren des Patents von Stiles ein Verfahren
bekannt, bei dem eine Mischung eines Oxidationskatalysators und einer Glasfritte geschmolzen wird, um den Katalysator
in homogener Weise in die Glasgrundmasse einzumischen. Nach diesem Patent wird die Mischung bei einer Temperatur geschmolzen,
die oberhalb von etwa 1200°C liegt, das heißt über der Verglasungstemperatur, worauf die Mischung dann in
kaltem Wasser abgeschreckt wird, um eine katalytische Fritte zu erhalten. Eine aus der resultierenden Fritte hergestellte,
selbstreinigende Beschichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator in permanenter Weise in der gesamten
Beschichtung festgehalten wird, wodurch die Beschichtung eine ausgezeichnete Haltbarkeit und eine hohe Abriebfestigkeit
erhält.
Jedoch hat dieses Verfahren auch bestimmte Nachteile. Das schwierigste Problem ist, daß wegen der Erhitzung des
Katalysators auf eine Temperatur über 1200°C eine Verminderung der Aktivität des Katalysators verursacht wird, was
kaum zu vermeiden ist. Bei einer solch hohen Temperatur reagiert ein als Katalysator verwendetes Metalloxid
leicht mit einem bestimmten Bestandteil der Fritte unter Umwandlung in eine stabile Verbindung, deren katalytische
Fähigkeit nur einen Bruchteil der katalytischen Fähigkeit des anfänglichen katalytischen Oxids ausmacht. Die gleich-
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mäßige Verteilung des Katalysators oder seines Derivats
in der Fritte führt zu dem weiteren Problem, daß das zu
beschichtende, metallische Grundmaterial vorher mit einer keramischen Grundierung überzogen werden muß, denn ein
direktes Brennen der katalytischen Fritte auf das metallische Grundmaterial führt bei einer hohen Temperatur, z. B.
etwa 8OO°C, die für das Brennen notwendig ist, im allgemeinen
zur Korrosion des metallischen Grundmaterials durch die Wirkung des Katalysators. Es stellt ein weiteres Problem
dar, daß das Brennen der katalytischen Fritte auf die Grundierung bei einer relativ hohen Temperatur, z. B. bei
etwa 700°C oder darüber, durchgeführt werden muß, weil die Fritte eine beträchtlich hohe Menge des Katalysators enthält und daher eine relativ schlechte Haftungseigenschaft
hat. Die Anwendung einer solch hohen Brenntemperatur führt zur Vermehrung von Dimensionsfehlern des metallischen Grundmaterials
und damit zu einer Erhöhung der Anzahl von unbrauchbaren
Erzeugnissen.
Aus der US-PS 3 587 556 von Moreland ist bekannt, eine selbstreinigende Beschichtung durch folgende Schritte
zu bilden: Herstellung eines Schlickers, in dem eine Glasfritte
mit einem pulverisierten Oxidationskatalysator vermischt wird, Aufbringen des Schlickers auf ein metallisches
Grundmaterial und Brennen des aufgebrachten Schlickers. Die resultierende Beschichtung weist eine Schicht aus einer porösen
Grundmasse auf, die aus Frittenteilchen gebildet ist, die teilweise verschmolzen1 und auf diese Weise miteinander verbunden
sind, und die Katalysatorteilchen sind in der ganzen Schicht dieser Grundmasse verteilt. Dieser Typ einer selbstreinigenden
Beschichtung ist der katalytischen Beschichtung nach dem Patent von Stiles sowohl in bezug auf die Abriebbeständigkeit als auch auf die Dauerhaftigkeit der Selbstreinigungsfähigkeit
überlegen, und es wird angenommen, daß sie gegenüber der Beschichtung nach dem Patent von Lee einen
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Vorteil aufweist, da der Katalysator nicht auf eine Temperatur
erhitzt wird, die so hoch ist, daß sie eine Verringerung seiner katalytischen Aktivität verursachen würde.
Es ist außerdem bekannt, ein Alkalimetallsilicat anstelle von oder in Kombination mit einer Glasfritte als
Träger für Oxidationskatalysatoren zu verwenden.
Man kann daher sagen, daß es ein Standardverfahren auf dem Gebiet der Herstellung von selbstreinigenden Beschichtungen
darstellt, einen pulverförmigen Oxidationskatalysator gleichmäßig in einer Schicht aus einer porösen Grundmasse,
die aus einem anorganischen Bindemittel gebildet ist, zu verteilen.
Jedoch blieben bestimmte Probleme im Zusammenhang mit diesem Typ einer selbstreinigenden Beschichtung ungelöst.
Es ist eines dieser Probleme, daß der Oxidationskatalysator, der in der Beschichtung vorliegt, bei dem es sich
^üblicherweise um ein Metalloxid oder um Metalloxide handelt,
als Ergebnis der oxidativen Zersetzung von ölen, mit denen die Beschichtung verschmutzt ist und die in die Beschichtung
hineindiffundiert sind, und/oder durch den reduzierenden Effekt der Flamme eines Gasbrenners in dem Kochgerät allmählich
reduziert wird. Die Reduktion des Katalysators führt zur Herabsetzung seiner katalytischen Aktivität und ist außerdem
in den meisten Fällen von einer Änderung der Farbe des Katalysators begleitet, was mit einem Auftreten von örtlichen
und unregelmäßigen Verfärbungen der selbstreinigenden Beschichtung gleichbedeutend ist, wodurch natürlich das Aussehen
der Beschichtung beeinträchtigt wird. Aus dem Patent von Stiles ist es bekannt, den teilweise reduzierten Katalysator
auf der Beschichtung durch Behandlung mit der Lösung eines starken Oxidationsmittels wie z. B. Wasserstoffperoxid
"wiederzubeleben" (zu oxidieren), es ist jedoch unmöglich,
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eine solche Behandlung im Haushalt durchzuführen. Dieses
Problem muß in der Stufe der Herstellung gelöst werden.
Es stellt ein weiteres Problem dar,daß bekannte
selbstreinigende Beschichtungen relativ hohe Temperaturen,
z. B. etwa 300°C, benötigen, um ihre Fähigkeit in befriedigender Weise zu zeigen. Solch hohe Temperaturen werden jedoch
in Kochgeräten kaum verwirklicht. In den meisten der gebräuchlichen Kochgeräte überschreiten die tatsächlichen
Oemperaturen selten 3000C, und die Oberflächen der Wände
in diesen Geräten bleiben manchmal auf Temperaturen, die wesentlich niedriger liegen als die festgesetzte Kochtemperatur
', so bleiben sie z. B. auf einer Temperatur von etwa 25O°C oder sogar auf einer noch niedrigeren Temperatur,
wenn die Kochtemperatur 300°C beträgt. Die oxidative Zersetzung der Fettsäuren, der Hauptbestandteile von Ölen und
Fetten, die auf eine selbstreinigende Beschichtung spritzen oder durch die diese Beschichtung beschmutzt wird, läuft
bei Temperaturen, die in Kochgeräten realisierbar sind, relativ langsam ab. Zum Beispiel dauert diese Zersetzung bei
Temperaturen von 25O°C bis 300°C etwa 30 min. Selbst wenn eine Kochtemperatur von 25O°C bis 300°C angewendet wird,
wird in vielen Fällen das Heizen beendet, bevor 30 min, vom Verspritzen der Öle bzw. Fette auf die selbstreinigende
Beschichtung an gerechnet, vergangen sind, so daß ein beträchtlicher Anteil des verspritzten Materials im unzersetzten
Zustand verbleibt und an der Beschichtung anhaftet. Daher neigen öle oder Schmutzstoffe dazu, sich in wachsenden
Mengen auf der Beschichtung anzusammeln, während ein Kochgerät wiederholt verwendet wird, so daß es immer schwieriger
wird, eine vollständige Zersetzung des Materials, durch das die Beschichtung bespritzt bzw. verschmutzt wird, zu erreichen.
Die Schwierigkeit wird weiter erhöht, wenn die Beschichtung in bedeutendem Maße mit ölen, Fetten oder
Schmutzstoffen bedeckt ist, da der Katalysator bei einem solchen Zustand keine ausreichende Luftzufuhr erhält.
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Vom praktischen Gesichtspunkt aus sind daher bekannte
selbstreinigende Beschichtungen noch nicht völlig zufriedenstellend.
Aufgabe der Erfindung sind demnach selbstreinigende Beschichtungen, die auf der Oberfläche eines Gegenstandes,
der während seiner Verwendung erhitzt wird, insbesondere auf der Oberfläche eines Kochgeräts, ausgebildet sind und
die Aufgabe haben, Öl oder Fett, das auf sie aufgespritzt ist, durch katalytische Oxidation zu zersetzen, wobei diese
Beschichtungen die Eigenschaft haben, daß sie bei wiederholter Verwendung des Gegenstandes kaum eine merkliche Verfärbung
zeigen und selbst bei relativ niedrigen Temperaturen, z. B. bei 200°C bis 300°C, eine hohe Selbstreinigungsfähigkeit
zeigen und diese Fähigkeit lange beibehalten. Die Erfindung bezieht sich des weiteren auf ein Kochgerät, das an
einer Oberfläche mit einer solchen selbstreinigenden Beschichtung
versehen ist.
Gegenstand der Erfindung ist eine selbstreinigende Beschichtung,, ausgebildet auf einer Oberfläche eines
Gegenstandes, der während seines Gebrauchs erhitzt wird, die dazu dient, öle und Fette, durch die sie verschmutzt bzw.
mit denen sie bespritzt ist, durch katalytische Oxidation unter Bildung von gasförmigen Substanzen zu zersetzen,
dadurch gekennzeichnet, daß sie eine poröse Schicht einer Grundmasse aus einem anorganischen Bindemittel, die auf der
Oberfläche unter Zugabe eines Mattierungsmittels gebildet wurde, um der Schicht eine matte Oberfläche zu verleihen,
einen Katalysator in Form von gleichmäßig in der Schicht verteilten Teilchen, wobei der Katalysator einen die Oxidation
induzierenden Bestandteil enthält, der dazu neigt, als Ergebnis seiner katalytischen Wirkung seine Farbe zu ändern, und
ein nicht verfärbendes Material in Form von gleichmäßig in der Schicht verteilten Teilchen enthält, das eine stabile
Farbe hat, so daß die Farbänderung des die Oxidation indu-
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zierenden Bestandteils verdeckt wird, wodurch die selbstreinigende
Beschichtung kaum eine merkliche Verfärbung infolge der erwähnten Farbänderung zeigt.
Als Katalysator wird ein Katalysator von dem Typ eingesetzt, durch den die oxidative Zersetzung von ölen und
Fetten bei erhöhten Temperaturen katalysiert wird. Der Katalysator in der selbstreinigenden Beschichtung enthält
vorzugsweise einen festen, sauren Katalysator wie z.B. einen Zeolith als Bestandteil, der die Zersetzung induziert,
zusätzlich zu dem vorstehend erwähnten Bestandteil, der die Oxidation induziert, der vorzugsweise ein aus Mangandioxid,
Dimangantrioxid und Kupfer(II)-oxid ausgewähltes Metalloxid ist. Es wird auch bevorzugt, ein gemischtes Metalloxid,
für das Ferrit ein typisches Beispiel ist, als das Material einzusetzen, durch das die Verfärbung verdeckt wird.
Ein Beispiel für ein anorganisches Bindemittel, das vorzugsweise eingesetzt wird, ist eine Fritte aus Borosilicatglas,
und Beispiele für die bevorzugten Mattierungsmittel sind Aluminiumoxid, Siliciumdioxid und Titandioxid.
Als Grundmaterial, dessen Oberfläche mit der selbstreinigenden Beschichtung bedeckt werden soll, kann irgendein
Metall verwendet werden, das als Konstruktionsmaterial eingesetzt werden kann, und dieses Grundmaterial kann mit einer
Grundierung wie z. B. einer Schicht aus einem Email überzogen werden.
Die wichtigste Ausführungsform der Erfindung sind Kochgeräte, für die Kochherde typische Beispiele darstellen.
In Fig. 1 wird eine Grundstruktur einer erfindungsgemäßen,
selbstreinigenden Beschichtung schematisch im Querschnitt gezeigt.
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Die Fig. 2 und 5 sind graphische Darstellungen, in denen die Selbstreinigungsfähigkeit von zwei Arten von
erfindungsgemäßen Beschichtungen gezeigt wird und
die Fig. 3 und 4 sind graphische Darstellungen, in denen die Beständigkeit der Selbstreinigungsfähigkeit der
vorstehend erwähnten Beschichtungen gezeigt wird.
Fig. 1 dient zur näheren Erläuterung einer Grundstruktür
einer erfindungsgemäßen, selbstreinigenden Beschichtung. Mit 10 wird ein Metall als Grundmaterial bezeichnet, das
mit einem Emailleüberzug 20 beschichtet ist. Für die Materialien des metallischen Grundmaterials 10 und des
Emailleüberzugs 20 gibt es keine besonderen Beschränkungen,
1-5 jedoch muß die Kombination des Grundmaterials 10 und des Überzugs 20 gegenüber hohen Temperaturen beständig sein.
Ein typisches Beispiel für eine Kombination des metallischen Grundmaterials 10 und des Emailleüberzugs 20 ist die Wand
eines Kochherdes, die der Verschmutzung bzw. dem Bespritzen durch Fett und andere Materialien ausgesetzt ist, die vom
Erhitzen von Nahrungsmitteln herrühren. Auf die Oberfläche des Emailleüberzugs 20 wird eine erfindungsgemäße, selbstreinigende
Beschichtung 30 gebrannt. Im Mikroskop sieht man, daß diese Beschichtung 30 eine poröse Grundmasse 32, die
hauptsächlich aus einem anorganischen Bindemittel wie z. B. einer teilweise verschmolzenen Glasfritte besteht, und ein
Mattierungsmittel 34 enthält, durch das der Beschichtung 30 eine matte Oberfläche verliehen wird. Feine Katalysatorteilchen
36, die der Beschichtung 30 die Eigenschaft der Selbstreinigung verleihen, sind gleichmäßig in der Bindemittel-Grundmasse
32 verteilt. Als ein Kennzeichen dieser Beschichtung 30 sind auch feine Teilchen 38 eines nicht verfärbenden
Materials gleichmäßig in der Bindemittel-Grundmasse 32 verteilt. Das Bindemittel 32 erfüllt natürlich den Zweck, die
Teilchen 36 und 38 miteinander und mit dem Emailleüberzug 20 zu verbinden. Die Beschichtung 30 ist aus den vorstehend
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beschriebenen Bestandteilen zusammengesetzt, hat jedoch als Ganzes eine homogene, mikroskopisch kleine Poren aufweisende
Struktur.
Wenn die Oberfläche der selbstreinigenden Beschichtung 30 mit öl oder Fett verschmutzt bzw. bespritzt ist und die
Beschichtung 30 auf erhöhten Temperaturen, z. B. auf 2000C
bis 300°C gehalten wird, induzieren die in der Beschichtung 30 vorhandenen Katalysatorteilchen 36 die Zersetzung des
verspritzten Öls oder Fettes und deren Oxidation unter Bildung von Kohlendioxid und Wasser. Die Beschichtung 30 gehört
daher dem selbstreinigenden Typ an. Zumindest ein Teil des Katalysators 36 in der Beschichtung 30 ist ein Metalloxid,
das nachstehend näher erläutert wird. In solchen Fällen, bei denen die Beschichtung 30 mit einer großen Menge öl oder Fett
verschmutzt ist,wird dem Metalloxid durch die Oxidation des verspritzten Materials sein Sauerstoff entzogen, da die Beschichtung
30 kaum freien Sauerstoff enthält, was dazu führt, daß zumindest ein Teil der Katalysatorteilchen 36 wegen der
Reduktion des katalytischen Metalloxids unter Bildung eines niederen Oxids eine Verfärbung zeigt· zum Beispiel wird
MnO-, ein weitverbreiteter, schwarz gefärbter Oxidationskatalysator, unter Bildung von Mn30., das eine rötlich braune
Farbe hat, reduziert. Das nicht verfärbende Material 38 jedoch leistet kaum einen Beitrag zu der oxidierenden und
reinigenden Wirkung und verändert seine Farbe nicht. Wenn die Beschichtung 30 daher eine geeignete Menge eines nicht
verfärbenden Materials enthält, dessen Farbe der Farbe des katalytischen Metalloxids ähnlich ist, in Kombination mit
^n^2 zum Beispiel ein schwärzliches Ferrit, wird der Anschein
erweckt, daß sich die Farbe der Beschichtung 30 nicht geändert hat, obwohl mikroskopisch gesehen eine Verfärbung
in der vorstehend beschriebenen Weise stattgefunden hat. Mit anderen Worten, das nicht verfärbende Material 38 dient
dem Zweck, die Verfärbung des Katalysators 36 oder die sich daraus ergebende Bildung von Flecken auf der Beschichtung 30,
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die bei der Benutzung des Kochherdes eintreten, vor dem
bloßen Auge zu verbergen und auf diese Weise das ursprüngliche Aussehen der Beschichtung 30 über eine lange Zeitdauer
aufrechtzuerhalten.
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Die Bestandteile einer erfindungsgemäßen, selbstreinigenden Beschichtung werden .nachstehend näher erläutert.
(1) Anorganisches Bindemittel
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Im allgemeinen ist eine Glasfritte ein geeignetes und vorteilhaftes Material für das anorganische Bindemittel in
einer erfindungsgemäßen, selbstreinigenden Beschichtung. Daneben können Alkalimetallsilicate wie Natrium-, Kalium-
und/oder Lithiumsilicate entweder einzeln oder in Kombination mit einer Glasfritte verwendet werden.
Zur Verwendung für die Metallbeschichtung sind verschiedene
Typen von Glasfritten im Handel erhältlich. Sie werden
eingeteilt in Hochtemperaturfritten, die bei Temperaturen über 75O°C gebrannt werden (Anwendung hauptsächlich für
Stahlbleche), und in Tieftemperaturfritten, die bei Temperaturen
über 5C0°C gebrannt werden (Anwendung hauptsächlich für Aluminiumbleche). Hinsichtlich der Zusammensetzung werden im
Handel erhältliche Fritten eingeteilt in Phosphatfritten, Bleifritten und in die am meisten verbreiteten Borosilicatfritten.
Grundsätzlich können alle diese Fritten erfindungsgemäß verwendet werden. Unter Berücksichtigung der Temperaturen,
die an den Wandoberflächen in Kochgeräten herrschen, wird die Verwendung von Fritten bevorzugt, die bei Temperaturen
über 500 C gebrannt werden können. Jedoch ist die Verwendung einer Phosphatfritte nicht erwünscht, weil die
Herstellung dieses Frittentyps eine Umweltverschmutzung verursacht. In dem Fall, daß die erfindungsgemäße, selbstreinigende
Beschichtung in einem Kochgerät verwirklicht ist, ist die Verwendung einer Bleifritte vom Gesichtspunkt der
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Erhaltung der Nahrungshygiene und der Sicherung der Gesundheit
aus unerwünscht. Durch diese Bedingungen wird nahegelegt, geeigneterweise eine Borosilicatfritte zu verwenden.
Jedoch sollte darauf geachtet werden, daß die meisten im Handel erhältlichen Borosilicatfritten Sb3O3, PbO und/oder
CdO enthalten, die sowohl vom Gesichtspunkt der Nahrungshygiene aus als auch zur Verhinderung der Umweltverschmutzung
unerwünscht sind. Vorzugsweise wird eine Borosilicatfritte
verwendet, die keine dieser schädlichen Verbindungen enthält.
Die im Hinblick auf die Brenntemperatur und die Sicherung der Gesundheit am meisten bevorzugte der erfindungsgemäß als
Bindemittelmaterial verwendbaren Frittenmassöi hat
nachstehende Zusammensetzung:
| SiO2 | 15 - | 60 | Gew.-% |
| B2°3 | 9 - | 35 | Il |
| Na2O | 10 - | 30 | Il |
| Li2O | 0 - | 20 | It |
| K2O | 0 - | 10 | Il |
| CaO | 0 - | 10 | Il |
| Al2O3 | 25 | Il |
Ein anderer wichtiger Punkt ist die Verwendung einer Fritte, die bezüglich des Ausdehnungskoeffizienten des
metallischen Grundmaterial, auf das die selbstreinigende Beschichtung aufgebracht wird, einen geeigneten thermischen
Ausdehnungskoeffizienten hat. Zum Beispiel beträgt der thermische Ausdehnungskoeffizient im Temperaturbereich von
100°C bis 600°C für Eisen (130 - 150) χ 1O~7 Grad"1, für
Kupfer (170 - 180) χ 1O~7 Grad"1 und für Aluminium (200 - 300)
χ 10~7 Grad"1. Im Hinblick auf diese Werte und auf die
Temperaturen, denen das beschichtete, metallische Grundmaterial, ζ. B. die Wand eines Kochherdes, ausgesetzt ist,
wird vorzugsweise eine Fritte verwendet, deren Ausdehnungskoeffizient bei der Anwendung für ein Grundmaterial aus Stahl
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(85 - 150) χ 10~7 Grad"1 und bei der Anwendung für
Grundmaterial aus Aluminium (130 - 170) χ 1O~7 Grad"1
beträgt.
Wenn die selbstreinigende Beschichtung auf einer Grundierung wie z. B. einem Email gebildet wird, sollten
bei der Auswahl einer Fritte auch die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Grundierungsmaterials berücksichtigt
werden. Es ist nicht wünschenswert, eine Fritte zu verwenden, deren Erweichungstemperatur übermäßig hoch
liegt, da das Brennen einer solchen Fritte möglicherweise zu einer Herabsetzung der Aktivität des Katalysators und/
oder zu einer Vermehrung von Dimensionsfehlern des metallischen Grundmaterials führt. Die vorstehend angegebene
Frittenmasse, von der erwähnt wurde, daß sie am meisten zu bevorzugen ist, hat eine Erweichungstemperatur zwischen
400°C und 75O°C.
(2) Mattierungsmittel
Email für Haushaltsgeräte werden üblicherweise zur Verbesserung des Aussehens und der Abrieb- und Kratz.festigkeit
unter solchen Bedingungen gebrannt, daß sie eine glänzende Oberfläche erhalten. Auch bei der erfindungsgemäßen,
selbstreinigenden Beschichtung handelt es sich um eine Art von Emailleschicht, diese Beschichtung muß jedoch porös sein
und eine große spezifische Oberfläche haben, damit das öl durch die Beschichtung leicht absorbiert wird und mit dem
in der Beschichtung enthaltenen Katalysator in einer großen Kontaktfläche in Berührung kommt. Aus diesem Grunde wird als
ein Bestandteil der selbstreinigenden Beschichtung ein Mattierungsmittel verwendet, d. h., eine Substanz, durch die
der Emaillebeschichtung eine rauhe oder matte Oberfläche verliehen wird, so daß die Beschichtung die Eigenschaft erhält,
einen auf sie auffallenden Lichtstrahl unregelmäßig zu reflektieren.
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Typische Beispiele für Mattierungsmittel sind Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, Zirkoniumoxid und Titandioxid. Üblicherweise
wird in der Praxis ein Mattierungsmittel in der Stufe der Herstellung eines Schlickers, d. h. einer eine Fritte
enthaltenden Paste oder eines eine Fritte enthaltenden Breis, mit der Glasfritte vermischt. Wenn ein Mattierungsmittel zu
den Rohmaterialien für die Fritte hinzugegeben wird, führt
das Schmelzen der resultierenden Mischung dazu, daß das Mattierungsmittel in die Glasstruktur eingemischt und ein
Bestandteil des Glases wird, so daß die auf diese Weise hergestellte Fritte keine matte Oberfläche ergibt. Wenn das
gleiche Mattierungsmittel in der Stufe der Herstellung eines Schlickers mit einer Fritte vermischt wird, reagiert das
Mattierungsmittel nicht mit der Fritte, während der Schlicker auf ein zu beschichtendes Substrat gebrannt wird, sondern
kann in der resultierenden Beschichtung bzw. Glasgrundmasse in Form einer teilchenförmigen, unabhängigen festen Phase
dispergiert v/erden. Es ist daher notwendig, daß ein Mattierungsmittel für die Verwendung in einer erfindungsgemäßen
Beschichtung die Eigenschaft hat, ausreichend hitzebeständig zu sein und bei den für das Brennen der Fritten benötigten
Temperaturen nicht mit den bevorzugten Fritten zu reagieren. Zahlreiche Oxide, z. B. Al-O3, SiO-, TiO„, ZnO, CaO, MgO und
ZrO2, erfüllen diese Voraussetzungen. Es ist natürlich mög-
lieh, zwei oder mehrere dieser Oxide gemeinsam zu verwenden.
Weiterhin kann eine Vielzahl von Metallverbindungen eingesetzt werden, aus denen sich beim Brennen an der Luft jeweils
die vorstehend genannten Metalloxide bilden. Vom praktischen Gesichtspunkt aus ist jedoch die Verwendung von
Aluminiumoxid, Siliciumdioxid und/oder Titandioxid am meisten zu bevorzugen.
Aluminiumoxid ist ein ausgezeichnetes Mattierungsmittel für eine selbstreinigende Beschichtung, und es reicht aus,
ein handelsübliches Produkt einzusetzen. Die Eigenschaften einer aluminiumoxidhaltigen, selbstreinigenden Beschichtung
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werden durch die kristalline Modifikation des Aluminiumoxids nicht beeinflußt, aus wirtschaftlichen Gründen ist
jedoch itf-Al-O- das geeignetste Aluminiumoxid. Es ist möglich,
anstelle von Aluminiumoxid ein Aluminiumsalz wie z.B. Aluminiumsulfat oder Aluminiumhydroxid zu verwenden, jedoch
wird die Verwendung von Aluminiumoxid bevorzugt, weil es im Falle der Umwandlung eines Aluminiumsalzes unter Bildung
von Aluminiumoxid in der Stufe des Brennens schwierig ist, die Teilchengröße des resultierenden Aluminiumoxids zu
steuern.
In bezug auf Siliciumdioxid ist festzustellen, daß es voll ausreicht, im Handel erhältliches Siliciumdioxid aus
einem natürlichen Vorkommen zu verwenden. Siliciumdioxid ist ein billiges Material und stellt ein gutes Mattierungsmittel
für eine erfindungsgemäße Beschichtung dar.
Außer diesen Oxiden können bestimmte Typen von Tonen wie zum Beispiel aktivierter Ton, japanischer, säureaktivierter
Ton, Bentonit und Kaolin erfindungsgemäß als Mattierungsmittel verwendet werden.
In der fertigen, selbstreinigenden Beschichtung führt die Gegenwart der Teilchen des Mattierungsmittels zu mikroskopisch
kleinen Zwischenräumen in der aus der Fritte erhaltenen Glasgrundmasse, wodurch die Grundmasse porös gemacht
wird. Die Porosität der Glasgrundmasse oder der selbstreinigenden
Beschichtung kann daher reguliert werden, indem man die Menge und/oder die Teilchengröße des Mattierungsmittels
variiert, obwohl die Porosität auch von anderen Faktoren, wie zum Beispiel von der Zusammensetzung der Fritte,
von der zur Bildung der Beschichtung angewandten Brenntemperatur und von dem Typ un3 der Menge des Katalysators abhängt.
Auch die Selbstreinigungsfähigkeit der Beschichtung wird durch die Teilchengröße des Mattierungsmittels beein-
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flußt. Wenn das Mattierungsmittel eine zu kleine Teilchengröße
hat, hat die Oberfläche der Beschichtung eine sehr geringe Rauhigkeit, oder, mit anderen Worten, die "matte"
Oberfläche ist nahezu glatt. Da öl, das auf eine solche Oberfläche gespritzt wird, kaum durch die Beschichtung absorbiert
wird, wird das Öl nicht vollständig zersetzt und oxidiert, sondern es verwandelt sich in lackartige (klebrige)
und unansehnliche Rückstände. Wenn das Mattierungsmittel andererseits mit einer zu großen Teilchengröße verwendet
wird, führt dies dazu, daß die Festigkeit der Glasgrundmasse oder deren Fähigkeit, als Bindemittel zu wirken,
herabgesetzt wird, so daß die Beschichtung als Ganzes eine schlechte Haftung und Abriebfestigkeit erhält. Außerdem
wird in diesem Falle die Verarbeitbarkeit des Schlickers beeinträchtigt, so daß es schwierig wird, die selbstreinigende
Beschichtung in Form einer Emailleschicht mit guten Eigenschaften herzustellen. Die Teilchengröße des Mattierungsmittels
beträgt vorzugsweise 74 .um bis 40 μτα (200 mesh bis
350 mesh).
Im allgemeinen steigt die Porosität der selbstreinigenden
Beschichtung an und wird die Selbstreinigungsfähigkeit der
Beschichtung verbessert, wenn die Menge des Mattierungsmittels erhöht wird. Jedoch wird durch eine Erhöhung der Menge des
Mattierungsmütels eine Herabsetzung der Haftfestigkeit und
der Abriebbeständigkeit der Beschichtung verursacht, da eine Erhöhung der Menge des Mattierungsmittels eine relative Verminderung
der Menge des anorganischen Bindemittels bedeutet, was natürlich dazu führt, daß die Haftung der Beschichtung
an dem metallischen Grundmaterial (oder an einer Grundierung) unzureichend wird und daß außerdem die Beschichtung wegen
des vergrößerten Unterschieds in den thermischen Ausdehnungskoeffizienten
der Beschichtung und des metallischen Grundmaterials zur Rißbildung neigt. Wenn man diese Tendenzen
berücksichtigt, ist die Verwendung des Mattierungsmütels in einer Menge von 5 Gew.% bis 50 Gew.%, insbesondere von 10 Gew.%
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bis 40 Gew.%, bezogen auf das Gewicht der selbstreinigenden Beschichtung, zu bevorzugen.
(3) Katalysator
Fettsäuren mit etwa 15 bis 22 C-Atomen, für die Palmitinsäure, Stearinsäure, Oleinsäure, Linolsäure und Linolensäure
typische Beispiele darstellen, sind die Hauptbestandteile der Schmutzstoffe, von denen die selbstreinigende Beschichtung
durch die Wirkung des in ihr befindlichen Katalysators gereinigt werden soll. Diese Fettsäuren gehen in einer
Atmosphäre hoher Temperatur eine oxidative Polymerisation ein und wandeln sich in "Nahrungsmittelschmutzstoffe" um,
die an den Wänden von Herden bzw. öfen, die keine Selbstreinigungsfähigkeit
haben, fest anhaften. Der Katalysator in der selbstreinigenden Beschichtung hat die Funktion, die
oxidative Zersetzung dieser Fettsäuren in monomerer Form unter Bildung von gasförmigen Substanzen wie zum Beispiel
Kohlendioxid und Wasser bei mäßig erhöhten Temperaturen einzuleiten oder zu beschleunigen. Daher wird der Katalysatorbestandteil
einer erfindungsgemäßen, selbstreinigenden Beschichtung
zumindest zum Teil in Form eines als Oxidationskatalysator bekannten Metalloxids eingesetzt.
Wie schon beschrieben wurde, vergeht eine beträchtliche Zeit, bis die vorstehend erwähnten Fettsäuren durch die
Wirkung eines katalytischen Metalloxids bei Temperaturen von 200°C bis 3000C oxidativ zersetzt worden sind. Es ist
vermutlich ein Hauptgrund für die Langsamkeit der oxidativen Zersetzung, daß diese nicht durch direkte Oxidation der Fettsäuren,
sondern in zwei Stufen erfolgt, wobei in der ersten Stufe Kohlenstoffbindungen in den Fettsäuren gespalten
und in der zweiten Stufe die resultierenden, niederen Fettsäuren unter Bildung von Kohlendioxid und Wasser mit Sauerstoff
umgesetzt werden.
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Aufgrund der vorstehenden Betrachtungen wird es in hohem Maße bevorzugt, daß die selbstreinigende Beschichtung
zusammen mit einem als Oxidationskatalysator dienenden Metalloxid eine Substanz enthält, durch die die Zersetzung
von Fettsäuren unter Bildung von niederen Fettsäuren oder anderen Verbindungen katalysiert wird. Dies stellt ein
Kennzeichen der Erfindung dar.
(3-A) Oxidationskatalysator
Eine Vielzahl von Metallen und Metallverbindungen sind als Oxidationskatalysatoren und als katalytische Bestandteile
von selbstreinigenden Beschichtungen bekannt. Aufgrund von Überlegungen hinsichtlich der chemischen und physikalisehen
Eigenschaften der einzelnen katalytischen Substanzen als Bestandteil einer selbstreinigenden Beschichtung, insbesondere
im Hinblick auf die Sicherung der Gesundheit, eine unerhebliche Umweltverschmutzung, die katalytische Wirkung
auf öle und Fette, die Härte ihrer Teilchen und ihre färbende Wirkung werden erfindungsgemäß als bevorzugte Oxidationskatalysatoren Mangandioxid (MnO7), Dimangantrioxid (Mn0O-.)
und Kupfer(II)-oxid (CuO) ausgewählt.
Was die Manganoxide betrifft, so ist elektrolytisches Mangandioxid (J^-MnO2) im Hinblick auf seine katalytische
Aktivität und darauf, daß es bei stabilem Preis in konstanter Reinheit und
Qualität erhältlich ist, das geeignetste Material. Es ist jedoch zulässig, einen anderen Manganoxidtyp oder alternativ
ein manganhaltiges Material zu verwenden, das beim Brennen an der Luft entweder Mangandioxid oder Dimangantrioxid ergibt,
zum Beispiel Mangancarbonat und Manganerze.
Was das Kupfer(II)-oxid betrifft, so ist die Verwendung
von basischem Kupfercarbonat CuCO3Oi(OH)2 gegenüber der Ver-Wendung
von CuO zu bevorzugen, weil ein Schlicker zur Herstellung einer selbstreinigenden Beschichtung, der basisches
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Kupfercarbonat enthält, eine gute Kolloidstabilität zeigt und beim Brennen eine Beschichtung ergibt, die Kupfer (II)-oxid
mit einer hohen katalytischen Aktivität enthält.
Die Stabilität des Kolloids in einem Schlicker zur Herstellung einer selbstreinigenden Beschichtung und die
Aktivität des Katalysators in der hergestellten Beschichtung werden durch die Teilchengröße des Oxidationskatalysators
oder seines Rohmaterials beeinflußt. Daher wird bevorzugt, ' daß der Oxidationskatalysator oder sein Rohmaterial eine
mittlere Teilchengröße zv/ischen 0,8 μτα und 20 pm haben,
wobei zur Bedingung gestellt wird, daß mindestens 90 Gew.% der Teilchen durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 44 /am (325 mesh) hindurchgehen. Die Verwendung
von zu großen Katalysatorteilchen führt dazu, daß es wegen der Sedimentation der Katalysatorteilchen in dem Schlicker
schwierig ist, einen stabilen Schlicker zu erhalten. Außerdem besteht die Möglichkeit, daß sich zu große Katalysatorteilchen
in einer Basisschicht der Beschichtung ansammeln, was zum Ergebnis hat, daß der Katalysator die ihm innewohnende
Aktivität nicht zeigen kann und unerwünschterweise das metallische Grundmaterial oxidiert oder korrodiert.
Auch die Verwendung von übermäßig kleinen Katalysatorteilchen ist unerv/ünscht, da solche Teilchen dazu neigen, sich nicht
gleichmäßig in dem Schlicker zu verteilen, sondern auf der Oberfläche des Schlickers zu schwimmen. Außerdem kann eine
selbstreinigende Beschichtung, die übermäßig kleine Katalysatorteilchen enthält, kaum eine gute, matte Oberfläche
haben, und es besteht manchmal die Neigung, daß in einer solchen Beschichtung sehr kleine Risse auftreten.
Die Menge des Oxidationskatalysators beträgt geeigneterweise 5 Gew.% bis 50 Gew.%, bezogen auf die Menge der in
einem Schlicker für die Herstellung einer selbstreinigenden Beschichtung enthaltenen, notwendigen Feststoffe. Die Menge
des Oxidationskatalysators in der Beschichtung beträgt mit
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- anderen Worten 5 Gew.% bis 50 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Bindemittels, des Mattierungsmittels, des nicht verfärbenden Materials und des Katalysators. Wenn die Menge
des Oxidationskatalysators unter 5 Gew.% liegt, erhält die Beschichtung eine unbefriedigende Selbstreinigungsfähigkeit,
und es wird relat-iv schwierig, der Beschichtung eine gewünschte
Färbung zu verleihen. Wenn andererseits eine selbstreinigende Beschichtung mehr als 50 Gew.% des Oxidationskatalysators enthält, neigt die Beschichtung zu einer unbefriedigenden
mechanischen Festigkeit und Haftung an dem metallischen Grundmaterial oder an einer Grundierschicht.
-(3-B) Zersetzungskatalysator
Um die Zersetzung von Ölen und Fetten zu katalysieren,
wird erfindungsgemäß eine feste Säure als Katalysator eingesetzt.
Der Ausdruck "feste Säure" bezieht sich allgemein auf
eine feste Substanz, die die Eigenschaft einer Säure hat,
d. h. auf eine Substanz, die in der Lage ist, Protonen abzugeben
oder ein Elektronenpaar aufzunehmen. Eine katalytische
Substanz, die als eine feste Säure definiert werden kann,
wird nachstehend als "feste Katalysatorsäure" bezeichnet.
Im allgemeinen tritt eine starke Erhöhung der katalytischen
Aktivität einer festen Katalysatorsäure ein, wenn die Ionenaustauschgeschwindigkeit
ansteigt, was wahrscheinlich an der Bildung eines stark sauren Punktes liegt, d. h. einer Stellung,
bei der die Säureeigenschaft durch Ionenaustausch beibehalten
wird.
Beispiele für feste Katalysatorsäuren, die für die erfindungsgemäße
Beschichtung verwendet werden können, sind natürliche Zeolithe, synthetische Zeolithe, japanischer
säureaktivierter Ton und aktivierter Ton, wobei Derivate dieser Substanzen eingeschlossen sind, und des weiteren
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Aluminiumoxid-Siliciumdioxid-, Siliciumdioxid-Magnesiumoxid-
und Aluminiumoxid-Boroxid-Systeme. Von den genannten Stoffen werden natürliche und synthetische Zeolithe bevorzugt.
Der Begriff "natürliche Zeolithe" bezieht sich auf eine Vielzahl von Mineralien, die zur Gruppe der Zeolithmineralien
gehören und bei denen es sich um Alumosilicate handelt, in denen eines oder mehrere andere metallische
Elemente wie zum Beispiel Na, Ca und/oder Mg enthalten sind. Entsprechend der Einteilung der Silicatmineralien gehören
die natürlichen Zeolithe zu den Tectosilicaten, die kristallographisch
durch eine räumliche Netzwerkstruktur gekennzeichnet sind.
Die natürlichen Zeolithe, die in die Natrolithgruppe,
Laumontitgruppe, Gismonditgruppe, Heulanditgruppe, Stilbitgruppe,
Phxllipsitgruppe und andere Gruppen eingeteilt werden können, werden in den Handel gebracht, nachdem sie einem
Verfahren unterzogen wurden, bei dem das rohe Erz durch Wärmeeinwirkung getrocknet, das getrocknete Erz pulverisiert
und das Pulver zur Erzielung eines geeigneten Bereichs von Teilchengrößen gesiebt wurde.
Synthetische Zeolithe sind seit etwa 1945 entwickelt worden und gegenwärtig mit einer Vielzahl von Zusammensetzungen
im Handel erhältlich. Im allgemeinen können die synthetischen Zeolithe durch die nachstehend angegebene Formel beschrieben
werden, worin einwertige und zweiwertige Metallionen mit M*
bzw. Mri bezeichnet werden:
30
30
Gegenwärtig werden synthetische Zeolithe in weitem Umfang als Molekularsiebe verwendet. Typische Beispiele sind Zeolith A,
Zeolith X, Zeolith Y und Zeolith L, die alle von Union Carbide Corp. hergestellt werden.
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Eine selbstreinigende Beschichtung, die sowohl eine feste Katalysatorsäure der vorstehend beschriebenen Klasse
als auch einen Oxidationskatalysator (das vorstehend beschriebene Oxid von Mangan oder Kupfer) enthält, hat selbst
bei relativ niedrigen Temperaturen eine ausgezeichnete katalytische Aktivität oder Selbstreinigungsfähigkeit und
behält diese Fähigkeit über eine lange Zeitperiode bei. Obwohl die Ursache für die genannten Eigenschaften der Beschichtung
und der Mechanismus, mit dem die feste Katalysatorsäure sich an der Spaltung von Kohlenstoffbindungen der Fettsäuren
beteiligt, noch nicht vollständig bestätigt worden sind, kann folgendermaßen erläutert werden, auf welche Weise
ein synthetischer Zeolith zu dem Selbstreinigungsprozeß beiträgt!
Wenn das Alkalimetallion eines Zeoliths gegen ein zwei- oder dreiwertiges Metallion oder gegen ein Wasserstoffion
ausgetauscht wird, ergibt sich aus dem Zeolith eine starke, feste Säure. Eine solche feste Säure hat eine viel stärkere
Acidität als ein typischer Siliciumdioxid-Aluminiumoxid-Katalysator. Es wird angenommen, daß die Bildung einer solchen
starken, festen Säure die Ursache für die katalytische Wirkung der Zeolithe auf Fettsäuren ist. Diese Eigenschaft von
Zeolithen hat eine große Aufmerksamkeit erregt und ist gegenwärtig beim katalytischen Kracken von Petroleum und auch bei
einer Vielzahl von katalytischen Carbonium ionreaktionen von industrieller Bedeutung.
Es wird angenommen, daß die oxidative Zersetzung von Ölen oder Fettsäuren durch die Wirkung eines synthetischen
Zeoliths und eines Oxidationskatalysators bei erhöhten Temperaturen über die nachstehend angegebenen Reaktionen abläuft,
wobei Me ein einwertiges Metallatom bedeutet.
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R-COOH Z R-COO +H+ (D
(Me)O'Al2O3-nSiO2-mH2O + H
-»■ (H)O- Al2O3. nSiO2-InH2O + Me+ (2)
-»■ (H)O- Al2O3. nSiO2-InH2O + Me+ (2)
R-COO" + Me+ ■*■ R-COOMe (3)
2 (R-COOMe) ·*■ R-CO-R + Me3CO3 (4)
Me2CO3+ Me2O + CO2 ; · (5)
Me2O+ H2O +2MeOH (6)
(H)O-Al2O3.nSiO2.mH2O + MeOH
-»· (Me) ·Ο·Αΐ2Ο3·η3ϊΟ2 ·ΐηΗ2Ο + H2O (7)
R-CO-R + Hn ■*■ R.RCHOH (8)
Δ
ι ·
°2 " " R-RCHOII j~^l x G02. + y H2O ·.-.·'
O)
Gleichung (1) zeigt die Dissoziation einer Carbonsäure R-COOH; und Gleichung (2) zeigt das Auftreten eines Ionenaustausches
in dem Zeolith, nämlich den Austausch des Metalls Me gegen das bei der Dissoziation .gebildete H+. Der Zeolith
wandelt sich dabei in eine starke, feste Katalysatorsäure um. Das bei der Dissoziation der Carbonsäure gebildete Anion
R-COO~ reagiert nach Gleichung (3) mit dem Kation Me+, das
bei dem Ionenaustausch erhalten wurde. Das bei dieser Reaktion gebildete Salz R-COOMe reagiert nach Gleichung (4) unter
Decarboxylierung und führt zu einem Keton R-CO-R und dem Carbonat des Metalls Me. Dieses Carbonat zersetzt sich unter
Bildung von gasförmigem Kohlendioxid und einem Oxid des Metalls Me, wie in Gleichung (5) gezeigt wird. Dieses Oxid
ist in hohem Maße hygroskopisch und wandelt sich daher nach Gleichung (6) in das Hydroxid von Me um. Der Zeolith, der
den Ionenaustausch nach Gleichung (2) eingegangen ist, wird
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durch Reaktion mit dem Metallhydroxid wieder zurückgebildet, was in Gleichung (7) gezeigt wird. Währenddessen wird das
bei der Reaktion nach Gleichung (4) gebildete Keton durch gasförmigen Wasserstoff unter Bildung eines sekundären
Alkohols reduziert. Diese Reduktionsreaktion wird in Gleichung (8) gezeigt. Wie in Gleichung (9) gezeigt wird,
reagiert dieser Alkohol mit Luftsauerstoff unter der katalytischen
Wirkung von zum Beispiel MnO7 und zersetzt sich
unter Bildung von Kohlendioxid und Wasser.
Eine feste Katalysatorsäure kann als alleiniger katalytischer
Bestandteil einer selbstreinigenden Beschichtung verwendet werden, es ist jedoch viel wünschenswerter,
eine feste Katalysatorsäure, insbesondere einen Zeolith,
zusammen mit einem Oxidationskatalysator (Metalloxid) zu verwenden, was aus den vorstehenden Erläuterungen verständlich
ist. Durch die gemeinsame Verwendung dieser beiden Arten von Katalysatoren wird es möglich, eine selbstreinigende
Beschichtung zu erhalten, die über einen weiten Temperaturbereich,
der sich von etwa 200°C bis etwa 3000C erstreckt,
eine hohe Reinigungsfähigkeit zeigt.
Die Menge der festen Katalysatorsäure beträgt geeigneterweise
5 Gew.% bis 50 Gew.%, bezogen auf die Menge der in einem Schlicker für die Herstellung einer selbstreinigenden
Beschichtung enthaltenen, notwendigen Feststoffe. Die Menge der festen Katalysatorsäure in der Beschichtung beträgt mit
anderen Worten 5 Gew.% bis 50 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Bindemittels, des Mattierungsmittels, des Oxidationskatalysators,
der festen Katalysatorsäure und des nicht verfärbenden Materials. Wenn die Menge der festen Katalysatorsäure
unter 5 Gew.% liegt/ kann die Beschichtung kaum als eine Beschichtung angesehen werden, die zwei Katalysatorbestandteile
enthält, so daß sich die ölreinigungsfähigkeit dieser Beschichtung kaum von derjenigen einer entsprechenden
Beschichtung unterscheidet, die ein Metalloxid (einen
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Oxidationskatalysator) als alleinigen katalytischen Bestandteil enthält. Wenn man die feste Katalysatorsäure in der
Beschichtung in einer Menge von mehr als 50 Gew.% einsetzt,
neigt die Beschichtung zur Rißbildung und/oder dazu, eine unbefriedigende Haftung zu zeigen.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung des Mattierungsmittels
hervorgeht, dient eine feste Katalysätorsäure wie zum. Beispiel ein Zeolith auch als ein Mattierungsmittel für
die Beschichtung.
(4) Nichtverfärbendes Material
Ein nicht verfärbendes bzw. die Verfärbung verdeckendes Material ist ein für eine erfindungsgemäße, selbstreinigende
Beschichtung charakteristischer Zusatzstoff.Dieses Material hat
die Aufgabe, eine wahrnehmbare Verfärbung der Beschichtung zu verhindern, während der Katalysator in der Beschichtung an
der oxidativen Zersetzung von verspritzten ölen teilnimmt oder einer reduzierenden Flamme ausgesetzt ist. Daher muß
eine Substanz verwendet werden, deren Farbe zu der Farbe des Katalysators paßt und die weder beim Erhitzen in einer oxidierenden
noch beim Erhitzen in einer reduzierenden Atmosphäre verfärbt.
Der Mechanismus der Verfärbung einer selbstreinigenden Beschichtung, von der der katalytische, oxidierende Effekt
der Beschichtung begleitet ist, wird im folgenden zusammenfassend erläutert:
Die Reinigung der Beschichtung bzw. die oxidative Zersetzung des Öls oder Fettes, mit dem die Beschichtung verschmutzt
ist, wird durch die der Luft ausgesetzte Oberfläche der Beschichtung bewirkt. Wenn jedoch das aufgespritzte bzw.
verschmutzende Material in einer großen Menge vorliegt und in die Beschichtung hineindiffundiert, kann der diffundierte
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Anteil des Öls kaum mit dem Sauerstoff der Luft reagieren, sondern der Sauerstoff wird durch den diffundierten Anteil
den Teilchen des in der Beschichtung befindlichen Oxidationskatalysators entnommen, so daß auch in diesem Fall die Reinigung
erreicht wird, was jedoch von einer teilweisen Reduktion des Oxidationskatalysators, d. h. des Metalloxids,
unter Bildung eines niederen Oxids begleitet ist. Der reduzierte Anteil des Oxidationskatalysators zeigt eine Farbänderung,
so daß eine örtliche Verfärbung der Beschichtung eintritt. Zum Beispiel verfärben sich die geeignetsten,
katalytischen Metalloxide MnOp bzw. CuO bei der Reduktion
in folgender Weise:
- 1,5 O
6 finO (schwarz)
2 CuO (schwarz)
0,5
3 Mn2O3
(schwarz)
(schwarz)
Cu2O
(rötlichbraun)
(rötlichbraun)
~- 2 Mn5O4
(rötlichbraun)
Wenn die Beschichtung zusammen mit entweder MnO., oder CuO eine
schwarze oder schwärzlich-braune Substanz als nicht verfärbendes Material enthält, hat das nicht verfärbende Material die
Aufgabe, die örtliche Verfärbung der Beschichtung, die der teilweisen Reduktion des katalytischen Oxids zuzuschreiben
ist, zu verbergen, so daß der Anschein erweckt wird, daß sich die Farbe der Beschichtung nicht verändert hat.
Das nicht verfärbende Material ist wünschenswerterweise chemisch stabil, es ist jedoch auch zulässig, eine Substanz zu
verwenden, die unter den Bedingungen, bei denen das katalytische Oxid reduziert wird, ohne Farbänderung reduziert werden
kann. Da die bevorzugten Oxidationskatalysatoren, Mangandioxid, Dimangantrioxid und Kupfer(II)-oxid, alle schwarz ge-
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färbt sind (weshalb eine erfindungsgemäße, selbstreinigende
Beschichtung im allgemeinen eine schwärzlich-braune Farbe hat), wird als nicht verfärbendes Material vorzugsweise
eine schwarze oder schwärzliche Substanz verwendet. Wenn man auch andere Faktoren berücksichtigt, ist die Verwendung eines
Ferrits am meisten zu bevorzugen.
Ferrite sind eine Gruppe von zusammengesetzten Metalloxiden, die eine schwarze oder schwärzlichbraune Farbe haben
und die durch die allgemeine Formel MO'Fe-O.,, worin M ein
zweiwertiges Metallatom wie Mn, Fe, Co, Ni, Cu oder Zn bedeutet, beschrieben werden. Daher paßt die Farbe eines jeden
Ferrits zu der Grundmasse, die das katalytische Oxid enthält, weshalb jeder Ferrit hinsichtlich des Verbergens der Verfärbung
des katalytischen Oxids effektiv ist. Ein größerer Verbergungseffekt kann erzielt werden, wenn man einenFerrit verwendet,
der eine relativ große Menge von Eisenoxiden enthält. Aus dem vorstehend Beschriebenen geht jedoch hervor, daß die
Farbe des erfindungsgemäß eingesetzten, nicht verfärbenden Materials nicht auf Schwarz oder ein schwärzliches Braun beschränkt
ist.
Das nicht verfärbende Material hat wünschenswerterweise fast die gleiche Teilchengröße wie der Oxidationskatalysator,
damit dieses Material zusammen mit dem Katalysator gleichmäßig in der Beschichtung verteilt ist und in vollem Ausmaß seinen
Verbergungseffekt zeigt.
Auch die Menge, in der das nicht verfärbende Material in der Beschichtung vorliegt, ist wichtig. Wünschenswerterweise
werden 0,1 Gew.T, bis 5 Gew.T,, vorzugsweise 0,3 Gew.T, bis 5 Gew.T, des nicht verfärbenden Materials pro Gewichtsteil des
Oxidationskatalysators verwendet, wobei vorausgesetzt wird, daß das nicht verfärbende Material in einer Menge von 3 Gew.%
bis 40 Gew.%, vorzugsweise von 5 Gew.% bis 40 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Beschichtung, vorliegt. Wenn das
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Gewichtsverhältnis des nicht verfärbenden Materials zu dem Oxidationskatalysator kleiner als 1/10 ist, kann man die
Verfärbung des Katalysators wahrnehmen. Wenn andererseits mehr als 5 Gew»T, des nicht verfärbenden Materials pro Gewichtsteil
des Oxidationskatalysators verwendet werden, wird die Selbstreinigungsfähigkeit der Beschichtung herabgesetzt.
Wenn das nicht verfärbende Material in einer Menge vorliegt, die weniger als 3 Gew.% der Beschichtung beträgt,
während das Gewichtsverhältnis dieses Materials zu dem Oxidationskatalysator in den vorstehend angegebenen Grenzen
liegt, wird die Selbstreinigungsfähigkeit der Beschichtung
wegen des geringen Katalysatorgehalts unzureichend. Es ist auch ungünstig, die Menge dieses Materials über 40 Gew.%
der Beschichtung hinaus zu erhöhen, weil dies von einem Anstieg der Katalysatormenge begleitet ist, was zur Folge hat,
daß es schwierig wird, eine gute matte Oberfläche zu erhalten.
(5) Mahlhilfsmittel
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen, selbstreinigenden
Beschichtung kann wahlweise irgendein Material eingesetzt
werden, das als Mahlhilfsmittel für übliche Emaillierverfahren bekannt ist. Zum Beispiel können die nachstehend
angegebenen Materialien entweder einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt werden: Wasserglas, Borsäure, Borax,
Zinkoxid, Natriumnitrit, Harnstoff, Magnesiumchlorid, gepulverte
Metalle, kristallisierte Cellulose, Gummiarabicum, Polystyrol, Polytetrafluorethylen, Polyvinylalkohol und:
Polyäthylen. Ferner kann eine Zusammensetzung mit einer
großen spezifischen Oberfläche verwendet werden.
Die Erfindung wird nachstehend durch Beispiele näher
erläutert.
35
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Ein aluminiertes Stahlblech (50 mm χ 90 mm χ 0,6 mm)
wurde von Fett gereinigt und gewaschen, und ein für das Emaillieren von Aluminium üblicherweise verwendetes Email
wurde zur Bildung einer Grundschicht auf dieses Blech gebrannt.
Die nachstehend angegebene Masse wurde eingewogen und 2h lang in einer Kugelmühle vermischt:
Glasfritte 100
Katalysator (y-MnO2) 20
Mattierungsmittel (ti--Al3O3) 30
Nicht verfärbendes Material (Ferrit) 10
Mahlhilfsmittel (Wasserglas) 8
Mahlhilfsmittel (Borax) 5
Wasser 80
Die Fritte bestarid aus 50 Gew.% SiO2, 12 Gew.% B„0_,
0 und
18 Gew.% Na3O, 4 Gew.% 1^2 0' 2 Gew*% K20' 5 Gew-% Ca0
9 Gew.% A12°3 und hatte eine Erweichungstemperatur von 535°C.
Bei dem Ferrit handelte es sich um den Ferrit Toda Kogyo Corp. F-MZ, der folgende Zusammensetzung hatter 54,05 mol-%
Fe2O3, 27,25 mol-% MnO und 18,70 mol-% ZnO.
Die nasse Masse wurde durch Sprühen auf die Grundschicht aufgebracht und 5 min lang unter Bildung einer 200 pm dicken
Beschichtung bei 54O°C gebrannt.
Die Oberfläche dieser Beschichtung wurde mit sechs kleinen Schmalzbröckchen betupft, die insgesamt 5O mg wogen, und dann
30 min lang auf 25O°C erhitzt. Dieser Versuch führte zu einer
40 %igen Verminderung im Gesamtgewicht des Schmalzes. (In den
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Beispielen bedeutet "Selbstreinigungsfähigkeit" einer
katalytischen oder selbstreinigenden Beschichtung eine solche Verminderung im Gewicht des auf der Beschichtung
erhitzten Öls oder Fetts.) In einem ähnlichen Versuch, bei dem die mit dem Schmalz betupfte Beschichtung 30 min lang
auf 300°C erhitzt wurde,erreichte die Gewichtsverminderung des Schmalzes, das heißt die Selbstreinigungsfähigkeit der
Beschichtung, 80 %. Zum Vergleich wurde der gleiche Versuch mit einer Beschichtung durchgeführt, die unter Weglassung
des nicht verfärbenden Materials (Ferrit) aus der vorstehend angegebenen Masse erhalten worden war. In diesem Falle betrug
die Selbstreinigungsfähigkeit bei 25O°C 38 % und bei 3000C 79 %.
Dann wurden die Beschichtungen jeweils 1 min lang der reduzierenden Flamme eines Gasbrenners ausgesetzt. Auf der
Beschichtung, in der der Ferrit enthalten war, wurde mit bloßem . Auge keine Verfärbung beobachtet, während auf
der gesamten Fläche der Beschichtung, die als Vergleichsstandard unter Weglassung des Ferrits hergestellt worden war,
rötlichbraune Flecken erschienen.
Die ferrithaltigen und die kein Ferrit enthaltenden Beschichtungen von Beispiel 1 wurden in Salatöl eingetaucht,
so daß die Oberfläche jeder Beschichtung vollständig durch Salatöl benetzt war. Alle Proben wurden in diesem Zustand
30 min lang auf 300°C erhitzt. Als Ergebnis zeigte die ferrithaltige Beschichtung eine leichte Verfärbung, jedoch
nur in begrenzten Flächen. Im Gegensatz dazu war die Beschichtung, aus der der Ferrit weggelassen worden war, fast
an ihrer gesamten Oberfläche rötlichbraun verfärbt.
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Ein Stahlblech (50 mm χ 90 mm χ 0,6 mm) wurde entfettet,
einer Säurebehandlung unterzogen , mit Nickel beschichtet
und gewaschen, und ein Email , wie es üblicherweise verwendet wird, wurde unter Bildung einer Grundschicht
auf die mit Nickel beschichtete Oberfläche dieses Bleches gebrannt.
Unter Verwendung der in Beispiel 1 eingesetzten Fritte als Bindemittel wurde die nachstehend angegebene Masse
eingewogen und 2 h lang in einer Kugelmühle vermischt.
Fritte 100
Katalysator A (^ -MnO3) 10
Katalysator B (synthetischer Zeolith) 20
Nicht verfärbendes Material (Ferrit) 30
Mahlhilfsmittel 2 (Ton, Bentonit, NaNO3 und Harnstoff)
Wasser 60
Bei dem synthetischen Zeolith, der auch als Mattierungsmittel diente, handelte es sich um ZEOLAM F-9, hergestellt von
Toyo Soda Manufacturing Co. Es wurde der gleiche Ferrit wie in Beispiel 1 verwendet eingesetzt.
Die nasse Masse wurde auf die Grundschicht aufgebracht und 5 min lang unter Bildung einer 200 pn dicken Beschichtung
bei 64O°C gebrannt.
Die Oberfläche dieser Beschichtung wurde mit sechs kleinen Schmalzbröckchen betupft, die insgesamt 50 mg wogen,
und dann 30 min lang erhitzt, und zwar in einem Fall auf 2000C und im anderen Fall auf 25O°C. Die Selbstreinigungs-
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fähigkeit dieser Beschichtung betrug im Falle der Erhitzung auf 200°C 35 % und im Falle der Erhitzung auf 25O°C 60 %.
Nachdem die Oberfläche dieser Beschichtung 2 min lang der reduzierenden Flamme eines Gasbrenners ausgesetzt worden
war, wurde keine Veränderung des Aussehens der Beschichtung,
insbesondere im Hinblick auf die Farbe, festgestellt.
TO Die nachstehend, angegebene Masse wurde eingewogen und
2 h lang in einer Kugelmühle vermischt. Die resultierende nasse Masse wurde auf ein aluminiertes Stahlblech wie in
Beispiel 1 verwendet aufgebracht und unter Bildung einer 300 pm dicken Beschichtung 5 min lang bei 300°C gebrannt.
50%ige wäßrige Lösung von Natrium-
metasilicat 50
Katalysator (y-MnO3) 40
Mattierungsmittel (CG-Al2O3) 2O
Nicht verfärbendes Material (Ferrit) 20
Es wurde der gleiche Ferrit wie in Beispiel 1 verwendet eingesetzt.
Diese Beschichtung wurde 2 min lang der reduzierenden
Flamme eines Gasbrenners ausgesetzt, zeigte jedoch keine merkliche Verfärbung.
Fünfzehn verschiedene Arten von selbstreinigenden Beschichtungen,
die die in den Tabellen IA und 1B gezeigte
Zusammensetzung (Trockengewicht) hatten, wurden jeweils auf der nach Beispiel 3 hergestellten Grundschicht gebildet. Die
Fritte, das nicht verfärbende Material (Ferrit) und das Mahl-
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hilfsmittel in den Tabellen 1A und 1B waren in allen Fällen
die gleichen, wie sie auch in Beispiel 3 eingesetzt wurden.
Die Verfärbung dieser Beschichtungen und ihre Neigung zur Rißbildung wurde geprüft, indem jede Beschichtung 1 min
lang der in einer Entfernung von 50 mm befindlichen, reduzierenden
Flamme eines Gasbrenners ausgesetzt wurde. Bei einigen dieser Beschichtungen wurde die Selbstreinigungsfähigkeit geprüft, indem die Oberfläche jeder Beschichtung
jeweils mit sechs Schmalzbröckchen betupft wurde, die insgesamt 50 mg wogen, worauf die Beschichtung 30 min lang auf
300 C erhitzt wurde. Auch die Versuchsergebnisse werden in den Tabellen 1A und ^B gezeigt.
Probe Nr.
5-1
5-2 5-3 5-4 5-5 5-6 5-7
Zusammensetzung CGew.-Teile)
| Fritte | 68 | ,0 |
| Katalysator | to | |
| Nicht verfärbendes Material (Ferrit) |
0 | in |
| Mattierungsmittel | 20 | |
| Mahlhilfsmittel | T | ,5 |
67,5 65,5 58,5 53,5 43,5 33,5
10 10 10 1O 10 10
1 3 IO 3O 4O 50
20 20= 20 5 5 5
1,5 1,5 . 1,5 1,5 1„5 1,5
| Verfärbung | ja» voll ständig |
jar teil weise |
nein | nein | nein | nein | nein |
| Rißbildung | nein | nein | nein | nein | nein | ge ring |
ja |
| Selbstreinigungs fähigkeit |
- | - | - | - | - | - | - |
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Probe Nr. 5-8 5-9 5-10 5-11 5-12 5-13 5-14 5-15
Zusammensetzung
(Gew.-Teile)
(Gew.-Teile)
Fritte 53,5 53,5 53,5 53,5 53,5 53,5 53,5 53,5
Katalysator
(^f-MnO2) 24 22 20 15 12,5 10 7,5 5
Nicht verfärbendes Material
(Ferrit) 1 3 5 10 12,515 17,5 20
(Ferrit) 1 3 5 10 12,515 17,5 20
Mattierungsmittel
(A-Al2O3) 20 20 20 20 20 20 20 20
(A-Al2O3) 20 20 20 20 20 20 20 20
Mahlhilfsmittel 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5
Verfärbung ν&ίΐ- t^l- nein nein nein nein nein nein
stan- weise
dig
dig
Selbstreinigungsfähigkeit 89 88 88 87 85 83 80 70
Ein Stahlblech (90 mm χ 50 mm χ 0,7 mm) wurde bei 85O°C
nach einem bekannten Brennverfahren emailliert, v/obei auf jeder Seite eine Grundschicht mit einer Dicke von 70 um bis 100 jum
gebildet wurde.
Durch zweistündiges Vermischen der nachstehend angegebenen Materialien in einer Kugelmühle wurde eine nasse Masse hergestellt,
die auf die Grundschicht aufgebracht und bei 68O0C unter Bildung einer nachstehend als Beschichtung 6-A bezeich-
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netcn, 200 pm dicken, selbstreinigenden Beschichtung gebrannt
wurde. Die Fritte, der Ferrit und der synthetische Zeolith waren die gleichen wie in Beispiel 3 verwendet.
Gev/i ch ts teile
| Fritte | 100 |
| Jf -MnO2 | 5 |
| Synthetischer Zeolith | 20 |
| Nicht verfärbendes Material | |
| (Ferrit) | 15 ■ |
| Mattierungsmittel ( 0(/-AIyO-.) | 20 |
| Harnstoff | 0,6 |
| Ton | 2 |
| Wasser | 60 |
Zu Vergleichszwecken wurde eine andere Beschichtung
(nachstehend als Beschichtung 6-B bezeichnet) im wesentlichen in der gleichen Weise gebildet, jedoch wurde der Zeolith
durch die gleiche Menge an £&-Al„0-. ersetzt.
Die Oberfläche der Beschichtungen 6-A und 6-B wurde jeweils mit hundert Schmalzbrocken versehen, wobei jeder
Brocken etwa 50 mg wog, und 30 min lang erhitzt. Um zu prüfen, wie die Selbstreinigungsfähigkeit jeder Beschichtung bei
Veränderung der Heiζtemperatur variiert, wurde der Versuch
bei 2000C, 25O°C und 300°C (Oberflächentemperaturen der betreffenden
Beschichtung) durchgeführt, wobei für den Versuch bei jeder Temperatur ein neues Probestück verwendet wurde.
Die Ergebnisse sind in Fig. 2 graphisch dargestellt.
Bei einem getrennten Versuch wurde die Oberfläche der Beschichtungen 6-A und 6-B jeweils mit hundert Schmalzbrocken
versehen, wobei jeder Brocken etwa 50 mg wog, und 30 min lang auf 2000C erhitzt, worauf dann die Gewichtsverminderung
des Schmalzes gemessen wurde. Dieser Versuch wurde wiederholt mit dem gleichen Probestück durchgeführt, um die Dauerhaftigkeit
der Selbstreinigungsfähigkeit der getesteten Beschichtung
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- 39 - B 899
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zu prüfen. Das Ergebnis ist in Fig. 3 graphisch dargestellt.
Dieser Versuch wurde auch bei einer Heiζtemperatur
von 3OO°C durchgeführt, wobei man die in Fig. 4 gezeigten
Ergebnisse erhielt. In den graphischen Darstellungen der Fig. 3 und 4 bedeuten die schwarzen Kreise oder Dreiecke
das Auftreten von schwarzen, lackartigen, vom Schmalz herrührenden,
kohlenstoffreichen Rückständen auf der getesteten Beschichtung.
Bei einem, weiteren getrennten Versuch v/urde auf jede
Beschichtung Schmalz aufgebracht, und zwar in einer variierenden Menge pro Einheitsfläche, und jedes Probestück wurde
3D min lang auf 200°C erhitzt. In Fig.. 5 ist das Ergebnis
dieses Versuchs, d. h. die Beziehung zwischen der Menge des aufgebrachten Schmalzes und der Selbstreinigungsfähigkeit
der jeweiligen Beschichtung, dargestellt. Die schwarzen
Kreise und Dreiecke in dieser graphischen Darstellung haben die gleiche Bedeutung wie die schwarzen Zeichen in den Fig.
und 4.
Die Versuchsergebnisse in- diesem Beispiel zeigen die
Überlegenheit der Beschichtung 6-A, die sowohl ein Metalloxid
Cy-MnO-) als auch eine feste Säure (Zeolith) als katalytlsche
Bestandteile enthält, gegenüber der Beschichtung 6-B, die als einzigen katalytisehen Bestandteil Jf -MnO2 enthält. Zum Beispiel
betrug die Selbstreinigungsfähigkeit der Beschichtung 6-A bei 25O°C (Fig. 2) etwa 15Ο % der Selbstreinigungsfähigkeit
der Beschichtung 6-B und war fast mit der Selbstreinigungsfähigkeit
vergleichbar, die die Beschichtung 6-B bei 30O0G
3Q zeigte. Die Fig. 3 und 4 zeigen, daß die Dauer der
Selbstreinigungsfähigkeit der Beschichtung 6-A etwa doppelt
so lang ist wie diejenige der Beschichtung 6-B.
Weder die Beschichtung 6-A noch die Beschichtung G-B
zeigte irgendeine merkliche Verfärbung, als sie nach dem
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- 4O - B 8390
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Verfahren von Beispiel 1 einer reduzierenden Flamme aasgesetzt
worden war.
Beispiel 1 5
Die nachstehend angegebene Masse wurde eingewogen und
6 h lang in einer Kugelmühle vermischt:
Fritte 1OO
CuCO-CUiOH)2 50
Synthetischer Zeolith 20
Oi-Al2O3 20
Ferrit 20
Bentoni t 0,3
Wasser 100
Der Zeolith und der Ferrit waren die gleichen wie in Beispiel 3 verwendet, und die Fritte war ein Gemisch (35/35/30 Gew.%)
der Fritten Nr, 2232, IJr. 2236 und Nr, 2240 von Japan Ferro Corp.
Die nasse Masse wurde durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von O,149 ran (TOO mesh) geschickt und dann auf
ein Probestück aufgebracht, das wie in Beispiel 3 beschrieben hergestellt worden war, worauf unter Bildung einer 200 pm
dicken, selbstreinigenden Beschichtung {nachstehend als Beschichtung 7-A bezeichnet) bei 800°C gebrannt wurde. Eine
analoge, nachstehend als Beschichtung 7-B bezeichnete Beschichtung wurde nach dem gleichen Verfahren hergestellt,
wobei jedoch der synthetische Zeolith durch die gleiche Menge an OC/-Al ^O ^ ersetzt wurde.
Die Oberfläche der Beschichtung 7-A wurde mit hundert Sclimalzbrocken versehen, wobei jeder Brocken etwa 50 mg wog,
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- 41 - B 8990
und 30 min lang auf 300 C erhitzt, wobei sich in diesem Fall für die Beschichtung 7-Λ eine Selbstreinigungsfähigkeit
von 98 % ergab. Als dieser Versuch wiederholt mit den Beschichtungen 7-A und 7-B durchgeführt wurde, erschienen
nach der Beendigung von 25 Heizzyklen schwarze, kohlenstoffreiche Rückstände auf der Beschichtung 7-A, während solche
Rückstände auf der Beschichtung 7-B nach 11 Heizzyklen erschienen.
Die Beschichtungen 7-A und 7-B wurden auch dem in Beispiel 6 in Verbindung mit Fig. 5 beschriebenen Versuch
unterzogen, wobei sich ergab, daß die Selbstreinigungsfähigkeit der Beschichtung 7-A etwa doppelt so hoch war wie diejenige
der Beschichtung 7-B, und zwar für jede Menge (bezogen auf die Einheitsfläche) des aufgebrachten Schmalzes.
Auf den Beschichtungen 7-A und 7-B wurde keine Verfärbung beobachtet, als diese wie in Beispiel 1 beschrieben einer
reduzierenden Flamme ausgesetzt wurden. 20
Die selbstreinigende Beschichtung von Beispiel 1 wurde in eine Lösung eingetaucht, die durch Auflösen von 20 g Hexachloroplatin(IV)-säure
in 1000 ml Äthanol hergestellt worden war, anschließend an der Luft getrocknet und 10 min lang auf
5000C erhitzt. Das Ergebnis war, daß sich auf der Beschichtung
2
in einer Menge von 0,2 mg pro cm der scheinbaren Oberfläche Platin abgeschieden hatte.
in einer Menge von 0,2 mg pro cm der scheinbaren Oberfläche Platin abgeschieden hatte.
Die Oberfläche der Beschichtung, auf der sich Platin abgeschieden hatte, wurde mit hundert Schmalzbrocken versehen,
wobei jeder Brocken etwa 50 mg wog, und 30 min lang auf 2000C
oder 25O°C erhitzt. Die Selbstreinigungsfähigkeit der Beschichtung
betrug bei 200°C 80% und bei 25O°C 99%.
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Claims (15)
1. Selbstreinigende Beschichtung, ausgebildet auf einer Oberfläche eines Gegenstandes, der während seines
Gebrauchs erhitzt wird, die dazu dient, öle und Fette, durch die sie verschmutzt bzw. mit denen sie bespritzt ist,
durch katalytische Oxidation unter Bildung von gasförmigen Substanzen zu zersetzen, dadurch gekennzeichnet, daß sie
eine poröse Schicht einer Grundmasse aus einem anorganischen
Bindemittel, die auf der Oberfläche unter Zugabe eines Mattierungsmittels gebildet wurde, um der Schicht eine matte
Oberfläche zu verleihen,
einen Katalysator in Form von gleichmäßig in der Schicht verteilten Teilchen, wobei der Katalysator einen die Oxidation
induzierenden Bestandteil enthält, der dazu neigt, als Ergebnis seiner katalytischen Wirkung seine Farbe zu ändern,
und ein nicht verfärbendes Material in Form von gleichmäßig in der Schicht verteilten Teilchen enthält, das eine
stabile Farbe hat, so daß die Farbänderung des die Oxidation induzierenden Bestandteils verdeckt wird, wodurch die selbstreinigende
Beschichtung kaum eine merkliche Verfärbung infolge der erwähnten Farbänderung zeigt.
XI
Deutsche Bank (München) KIo. 51/61070
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ORIGINAL
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- 2 - B 8990
2. Selbstreinigende Beschichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Oxidation induzierende
Bestandteil des Katalysators zumindest ein aus Mangandioxid, Dimangantrioxid und Kupfer(II)-oxid ausgewähltes Metalloxid
ist und daß das nicht verfärbende Material ein zusammengesetztes Metalloxid ist, das eine ähnliche Farbe hat wie der
die Oxidation induzierende Bestandteil.
3. Selbstreinigende Beschichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator als weiteren
Bestandteil einen die Zersetzung induzierenden Bestandteil in Form einer festen Katalysatorsäure enthält.
4. Selbstreinigende Beschichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die feste Katalysatorsäure ein Zeolith ist.
5. Selbstreinigende Beschichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Katalysatorsäure aus
japanischem, säureaktiviertem Ton, aktiviertem Ton, Siliciumdioxid-Aluminiumoxid-Systemen,
Siliciumdioxid-Magnesiumoxid-Systemen und Aluminiumoxid-Boroxid-Systemen ausgewählt worden
ist.
6. Selbstreinigende Beschichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zusammengesetzte Metalloxid
ein Ferrit ist.
7. Selbstreinigende Beschichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der die Oxidation induzierende
Bestandteil als auch der die Zersetzung induzierende Bestandteil in einer Menge von 5 Gew.% bis 50 Gew.%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des anorganischen Bindemittels, des Mattierungsmittels, des nicht verfärbenden Materials und des
Katalysators, vorliegt.
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8. Selbstreinigende Beschichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das anorganische Bindemittel
eine teilweise verschmolzene Borosilicatglasfritte mit einer Erweichungstemperatur zwischen 4000C und 75O°C ist.
9. Selbstreinigende Beschichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
nicht verfärbende Material in einer Menge von 10 Gew.% bis 500 Gew.%, bezogen auf das Gewicht des die Oxidation induzierenden
Bestandteils, und in einer Menge von 3 Gew.% bis 40 Gew.%, bezogen auf das Gewicht der selbstreinigenden
Beschichtung, vorliegt.
10. Koch-, Brat-, Back- bzw. Grillgerät, nachstehend
als Kochgerät bezeichnet, das Vorrichtungen zum Erhitzen eines Kochraums und eine Oberfläche aufweist, die dem
Kochraum zugewandt ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf dieser Oberfläche eine selbstreinigende Beschichtung nach
Anspruch 1 ausgebildet ist.
11. Kochgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator als zusätzlichen Bestandteil einen die
Zersetzung induzierenden Bestandteil in Form einer festen Katalysatorsäure enthält, daß der die Oxidation induzierende
Bestandteil zumindest ein aus Mangandioxid, Dimangantrioxid und Kupfer(II)-oxid ausgewähltes Metalloxid ist und daß das
nicht verfärbende Material ein zusammengesetztes Metalloxid ist, das eine ähnliche Farbe wie der die Oxidation induzierende
Bestandteil hat.
12. Kochgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die feste Katalysatorsäure ein Zeolith ist und daß sowohl der die Oxidation induzierende Bestandteil als auch der die
Zersetzung induzierende Bestandteil in einer Menge von 5 Gew.% bis 50 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht des anorganischen
Bindemittels, des Mattierungsmittel, des nicht verfärbenden Materials und des Katalysators, vorliegt.
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13. Kochgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß das zusammengesetzte Metalloxid ein Ferrit ist und daß der Ferrit in einer Menge von 10 Gew.% bis 500 Gew.%, bezogen
auf das Gewicht des die Oxidation induzierenden Be-Standteils, und in einer Menge von 3 Gew.% bis 40 Gew.%,
bezogen auf das Gewicht der selbstreinigenden Beschichtung, vorliegt.
14. Kochgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Mattierungsmittel ein aus Aluminiumoxid, Siliciumdioxid
und Titandioxid ausgewähltes Oxid ist und daß das Mattierungsmittel in einer Menge von 5 Gew.% bis 50 Gew.%,
bezogen auf das Gewicht der selbstreinigenden Beschichtung, vorliegt.
15. Kochgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das anorganische Bindemittel
eine teilweise verschmolzene Borosilicatglasfritte mit einer Erweichungstemperatur zwischen 400°C und 75O°C ist.
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