DE2823369C2 - Vorrichtung zum Aufbringen von viskosem oder pastosem Material auf Aufnahmeflächen von Werkstücken - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbringen von viskosem oder pastosem Material auf Aufnahmeflächen von WerkstückenInfo
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Description
Die Erfindung bezje.ht sich auf eine Vorrichtung zum
Aufbringen von viskosem oder pastosem Material auf Aufnahmeflächen von Werkstücken, die entlang einer
Vorschubbahn fortbewegt werden, mit einem Behälter für das Material, dessen Wand eine zylindrische
Innenfläche und eine oder mehrere Öffnungen für den Durchtritt des Materials aufweist, und mit einer im
Innern des Behälters angeordneten, an der zylindrischen Innenfläche anliegenden Rakel.
Bei einer aus der DE-AS 10 75 933 bekannten Vorrichtung dieser Art, die zum Aufbringen des
Materials auf zusammenhängende, entlang der Vorschubbahn gleichförmig vorwärtsbewegte Materialbahnen
bestimmt ist, ist der zyPndriScne Behälter am ganzen Umfang mit Öffnungen versehen und drehbar
gelagert, so daß er sich auf der Materialbahn abwälzt, während die Rakel feststeht. Das aufzutragende
Material wird in diesem Fall fortlaufend in das Innere der hohl ausgebildeten Rakel eingebracht, die an der
Streichkante mit einem Austrittsschlitz versehen ist.
In der CH-PS 4 64 967 ist eine Vorrichtung ähnlicher
Art beschrieben, die gleichfalls zum Aufbringen von Material auf eine 'zusammenhängende, gleichförmig
so vorwärtsbewegte Materialbahn bestimmt ist. Auch bei dieser Vorrichtung ist der Behälter am ganzen Umfang
mit Öffnungen versehen und er wälzt sich auf der Materialbahn ab, während die Rakel feststeht. Zwar ist
in diesem Fall die Rakel um einen begrenzten Winkel um eine zur Achse des Behälters parallele Achse
schwenkbar gelagert, doch dient das Verschwenken der Rakel nur zur Einsteilung des Anstellwinkels; im Betrieb
bleibt die Rakel in dem eingestellten Winkel feststehend.
fio Gemäß der US-PS 25 25 986 wird eine Vorrichtung gleicher Art mit feststehender Rakel und rotierendem
Behälter zum Aufbringen einer Beschichtung auf einzelne Werkstücke verwendet, beispielsweise zum
Aufbringen einer Kremschicht auf Backwaren. Die
ν. Umfangsfläche des zylindrischen Behälters bleibt dabei
in einigem Abstand von der Aufnahmefläche der Werkstücke, und die hohle Rakel ist als Druckluftdüse
ausgebildet, die einen Luftstrahl erzeugt, der den von
der Rakel in Verbindung mit einer Süßeren Klinge abgetrennten Fladen des Beschiehtungsmaterials auf
das Werkstück preßt. Auch in diesem Fall müssen die Werkstücke während des Beschichtens gleichförmig mit
einer Geschwindigkeit weiterbewegt werden, die genau mit der Umfangsgeschwindigkeit des rotierenden
Behälters übereinstimmt, wobei zusätzlich auch die Positionen der Werkstücke in genauer Deckung mit den
öffnungen des Behälters gehalten werden müssen, während sie am Behälter vorbeilaufen. Ferner eignet
sich diese Vorrichtung nicht zum stellenweisen mustermäßigen Auftragen des Materials auf die Aufnahmeflächen
der Werkstücke,
Allen diesen bekannter. Vorrichtungen mit rotierendem Behälter und feststehender Rakel ist die Eigenschaft
gemeinsam, daß sie das viskose oder pastose Material nur auf Werkstücke aufbringen können, die
entlang der Vorschubbahn mit einer gleichförmigen Geschwindigkeit vorwärtsbewegt werden, die genau
gleich der Umfangsgeschwindigkeit des rotierenden Behälters ist.
Auf vielen Gebieten der Fertigung besteh» aber das
Problem, ein viskoses oder pastoses Material, beispielsweise ein Klebemittel, in genau dosierter Menge und
vorbestimmter Verteilung auf die Aufnahmeflächen von Werkstücken aufzubringen, die entlang der Vorschubbahn
schrittweise vorgeschoben werden. Ein Beispiel hierfür ist die Fertigung von Halbleitervorrichtungen,
bei denen Halbleiterplättchen auf Leiterrahmen aufgeklebt werden müssen, die aus Blech ausgestanzt sind; in
diesem Fall ist das aufzubringende viskose oder pastose Material beispielsweise ein Epoxydharzkleber, der in
einer der Form und Größe des Leiterrahmens und des Halbleiterplättchens entsprechenden Menge und Verteilung
aufzubringen ist. Sowohl die Halbleiterplättchen als auch die Leiterrahmen haben gewöhnlich sehr kleine
Abmessungen, so daß eine genaue Dosierung und Verteilung der erforderlichen kleinen Menge des
Epoxydharzklebers schwierig ist. Üblicherweise sind die Leiterrahmen so aus einem Blechstreifen ausgestanzt,
daß sie in größerer Anzahl noch in Form eines Streifens durch seitliche Längsstreifen zusammengehalten sind,
die im Verlauf der späteren Fertigung abgeschnitten werden. Diese Leiterrahmenstreifen werden zur Durchführung
der erforderlichen Bearbeitungsvorgänge in einer Bearbeitungsmaschine schrittweise vorgeschoben,
und das Aufbringen des Epoxydharzklebers muß vollautomatisch im Takt der Vorschubschritte erfolgen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung, mit der ein viskoses oder pastoses Material
in genau dosierten Mengen und exakter Verteilung vollautoma'jsch auf die Aufnahmeflächen von Werkstücken
aufgebracht werden kann, die schrittweise entlang der Vorschubbahn vorgeschoben werden.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Rakel um eine zur Achse des Behälters
parallele Achse drehbar gelagert und zur Erzeugung einer Drehbewegung relativ zu dem Behälter motorisch
angetrieben ist, daß die Öffnung bzw. die Öffnungen in einer zur Anlage an die Aufnahmefläche jedes
Werkstücks bestimmten Anlagefläche angeordnet sind, die an der der Vorschubbahn zugewandten Seite des
Behälters angebracht ist, und daß Einrichtungen vorgesehen sind, die dem Behälter eine Bewegung zur
Vorschubbahn hin und von dieser weg in der Weise ω erteilen, daß die Anlagefläche auf die Aufnahmefläche
eines auf der Vorschubhrhn befindlichen Werkstückes
aufgesetzt bzw. von dieser Aufnahmefläche abgehoben
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung kann der schrittweise Vorschub der Werkstücke erfolgen, während
der Behälter von der Vorschubbahn wegbewegt ist und die Rakel über den nicht mit öffnungen versehenen
Abschnitt der Behälterwand streicht. Dagegen erfolgt das Aufsetzen der Anlagefläche des Behälters auf die
Aufnahmefläche eines Werkstücks während des Stillstands des Werkstücks zwischen zwei Vorschubschritten,
und die Rakel streicht dann über die im Behälter angebrachten Öffnungen, mit denen sie nach Art einer
Siebdruckvorrichtung zusammenwirkt, so daß eine genau dosierte Menge des im Behälter befindlichen
Materials durch die öffnungen nach außen auf die Aufnahmefläche gedrückt wird. Durch die Anzahl, die
Größe und Verteilung der öffnungen kann die Menge und die Verteilung des auf die Aufnahmefläche
aufgebrachten Materials genau bestimmt und bei wiederholten Auftragsvorgängen exakt reproduziert
werden. Dre Vorrichtung eignet sich daher für eine vollautomatische Massenfertigung a^ch bei sehr kleinen
Abmessungen der zu bearbeitenden Werkstücke.
Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung nach der Erfindung besteht darin, daß die Aufnahmefläcben der
Werkstücke nicht notwendigerweise eben sein müssen und sogar gegenüber anderen Stellen des Werkstücks
vertieft liegen können, denn die Anlagefläche kann an
die Form der Aufnahmeflächen angepaßt werden und infolge der Bewegung des Behälters auch auf vertieft
liegende Aufnahmeflächen aufgesetzt werden, ohne daß dadurch der Vorschub der Werkstücke behindert wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt. Darin zeigt
F i g. 1 eine zum Teil geschnittene Seitenansicht einer Vorrichtung nach der Erfindung,
F i g. 2 einen Querschnitt durch den Auftragskopf der Vorrichtung von F i g. 1 und
Fig.3 eine schematische Teilansicht ähnlich Fig.2
bei abgehobenem Auftragskopf.
Fig. 1 zeigt einen Sockel 1. der Teil einer Fertigungsmaschine ist. Auf dem Sockel 1 ist eine
Vorschubbahn 2 für Werkstücke angebracht, auf deren Oberseite ein viskoses oder pastoses Material aufgebracht
werden soll. Als Beispiel wird angenommen, daß es sich bei den Werkstücken um Leiterrahmen (lead
frames) handelt, auf die in einem anschließenden Arbeitsgang Halbleiterplättchen aufgeklebt werden
sollen; das aufzubringende Material ist in diesem Fall ein Epoxydharzklebcr. Diese Leiterrahmen werden aas
Blech so ausgestanzt, dai3 zunächst eine größere Anzahl von ihnen noch durch seitliche Längsstreifen zusammengehalten
sind, die in einem späteren Arbeitsgang abgeschnitten werden. Die F i g. 2 und 3 zeigen in
seitlicher Schnittansicht einen Abschnitt eines solchen Leiterrahmenstreifens 3 mit mehreren Leiterrahmen 4«
von denen drei Leiterrahmen 4a, 4b, 4c sowie einer der die Leiterrahmen zusammenhaltenden Längsstreifen 3a
zu erkennen sind. In Fig.3 ist außerdem unter dem Leiterrahmenstreifen 3 eine sehr vereinfachte Draufsicht
auf die zur Aufnahme der Halbleiterplättchen bestimmten Montageflächen 5 der Leiterrahmen 4a, 4b,
4c dargestellt. Dies j Montageflächen S bilden auch die Aufnahmeflächen für den Epoxydharzkleber. Auf der
Vorschubbahn 2 sind zwei seitliche Führungsleisten 6 und 7 angebracht, welche die Leiterrahmenstreifen 3 bei
ihrem Vorschub längs der Führungsbahn halten und führen. Eine nicht dargestellte, schrittweise arbeitende
Vorschubeinrichtung verschieb! den Leiterrahmenstreifen 3 absatzweise jeweils um eine Strecke, die dem
Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Leiterrahmen entspricht, so daB die Leiterrahmen nacheinander in die verschiedenen Arbeitsstationen gebracht
werden.
An der in F i g. 1 dargestellten Arbeitsstation ist eine Auftragvorrichtung 8 vorhanden, die zum Aufbringen
des Epoxydharzklebers auf den jeweils in diese Arbeitsstation gebrachten Leiterrahmen 4 dient. Die
Auftragvorrichuing 8 hat einen Körper 9. der an einem seitlich am Sockel 1 befestigten Lagerblock 10 um eine
horizontale Schwenkachse !1 schwenkbar gelagert ist. An dem in F i g. I rechts liegenden Ende des Körpers 9
ist ein Elektromotor 12 angeflanscht, der eine in der Längsrichtung durch den Körper 9 verlaufende Welle
IJ in Drehung versetzt. Die Weile IJ geht durch einen
im Körper 9 angebrachten, nach unten offenen Ausschnitt 14 und ist am linken stirnseitigen Ende des
Körpers 9 in einem Wälzlager 15 gelagert. An diesem stirnseitigen Ende des Körpers 9 ist ein Auftragkopf 16
angebracht, der einen Behälter 17 für das aufzubringende
Material, im vorliegenden Fall das Epoxydharz, aufweist. Der Behälter 17 besteht aus zwei lösbar
miteinander verbundenen Teilen, die zusammen eine zylindrische Kammer 18 umschließen, die koaxial zu der
Welle 11 liegt. Der eine Teil des Behälters 17 ist eine bleibend an der Stirnseite des Körpers 9 befestigte
Abschlußplatte 19, und der andere Teil des Behälters 17 ist eine zylindrische Dose 20 mit einer Umfangswand 21
und einer Stirnwand 22. Die Dose 20 ist abnehmbar auf die Abschlußplatte 19 aufgcselzt und wird durch nicht
dargestellte, leicht lösbare Befestigungsmittel, z. B.
Federklammern oder Schrauben, an der Abschlußplatte 19 gehalten. In der Abschlußplatte 19 ist eine
Mittelöffnung angebracht, durch die ein verdickter Endabschnitt 24 der Welle 13 hindurchgeführt ist. so daß
er in die zylindrische Kammer 18 ragt.
Wie insbesondere F i g. 2 erkennen läßt, ist die ■j—f--—;v/sr:d 2! der Dcec 20 ■·" An~ An- V^^^h'jbb^h"
18 einnimmt (Fig. I). Das elastische Metallblatt ist so
lang, daß sein gekrümmtes Ende 37 an der zylindrischen Innenfläche der Umfangswand 21 anliegt (F i g. 2).
In dem Ausschnitt 14 des Körpers 9 ist auf der Welle
13 eine Kurvenscheibe 38 befestigt, so daß sie sich mit der Welle dreht. Der Umfang der Kurvenscheibe liegt
auf einem Kurvenfolger 39 auf, der am Lagerblock 10 angebracht ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Kurvenfolger 39 aus einem Wälzlager
ίο 40, das auf einem am Lagerblock 10 befestigten
horizontalen Stift 41 sitzt. Das Wälzlager ermöglicht einen reibungs- und vcrschleißarmcn Lauf der Kurvenscheibe
38 auf dem Kurvenfolger 39.
Die Kurvenscheibe 38 kann einfach einen kreisrunden
Ii Umfang haben, der exzentrisch zu der Achse der Welle
13 liegt, oder auch einen anderen, dem gewünschten Bewegungsablauf angepaßten Umfang. Der Schwerpunkt
der Aiiftragvorrichtung 8 liegt in F i g. I links von
der Schwenkachse ii. so daß der am linken Ende der
Auftragvorrichtung 8 angebrachte Auftragkopf 16 stets die tiefste Lage einzunehmen sucht. Die Kurvenscheibe
38 liegt daher ständig auf dem Kurvenfolger 39 auf, außer wenn der Auftragkopf 16 auf andere Weise
unterstützt wird, insbesondere dadurch, daß die
2Ί Anlagefläche 28 auf einer Aufnahmefläche aufliegt. Die
Kurvenscheibe 38 ist so an der Welle 13 angebracht, daß der Aultragkopf 16 die tiefste Lage einnimmt, wenn die
Rakel J-4 im untersten Bereich ihrer Kreisbewegung
über die öffnungen 26 geht (F i g. 2). Die Kurvenführung
jn 38, 39 ist so ausgeführt, daß in dieser Lage die
Anlageflache 28 auf der Aufnahmefläche 5 des Leiterrahmens 4 aufliegt, der sich dann gerade unter
dem Auftragkopf 16 befindet. Dies ist in der Darstellung von F i g. 2 der Leiterrahmen Ab.
Bei der Drehung der Welle 13 durch den Motor 12 führt somit die Auftragvorrichtung 8 eine ständige
Kippbewegung um die Schwenkachse 11 aus. durch welche der Auftragkopf 16 abwechselnd auf die
Vorschubbahn 2 bzw. auf das darauf befindliche
ίο Werkstück abgesenkt und davon abgehoben wird. Der
Antrieb des Motors 12 erfolgt synchron mit der
für rinn
2 zugewandten Unterseite mit einer Abflachung 25 versehen, so daß die Wandstärke der Umfangswand 21
an dieser Stelle beträchtlich verringert ist. Im Bereich dieser Abflachung sind eine oder mehrere Öffnungen 26
durch die Umfangswand 21 hindurchgeführt. Der die Öffnung bzw. die Öffnungen 26 umgebende Bereich 27
der Umfangswand 21 ragt gegenüber der Abflachung 25 etwas nach unten vor. und die Unterseite dieses
Bereichs 27 bilde; eine ebene Anlagefläche 28. die zur Anlage an die Aufnahmefläche 5 des Leiterrahmens 4
bestimmt ist. auf die das Epoxydharz aufgebracht werden soll.
An dem der Abflachung 25 entgegengesetzten oberen Teil der Umfangswand 21 ist eine EinfüMöffnung 29
angebracht, die durch eine Verschlußschraube 30 verschließbar ist. Durch diese Einfüllöffnung kann ein
Vorrat 31 des aufzubringenden Materials, im vorliegenden Fall Epoxydharz, in die Kammer 18 des
Auftragkopfes 16 eingebracht werden.
An dem in der Kammer 18 liegenden Teil des Endabschnitts 24 der Welle 13 ist durch einen Ausschnitt
32 eine etwa diametrale ebene Räche 33 gebildet, an der
eine Rakel 34 mittels Schrauben 35 unter Einfügung eines Andruckstücks 36 befestigt ist. Die Rakel 34 ist
durch ein elastisches Metallblatt gebildet dessen Breite fast die ganze axiale Länge der zylindrischen Kammer
der Leiterrahmenstreifen 3 in der Weise, daß der Auftragkopf 16 während der Durchführung eines
4t Vorschubschritts angehoben ist (F i g. 3). und daß jeweils
ein Leiterrahmen in der Auftragstellung unter dem Auftragkopf 16 stillsteht, wenn dieser abgesenkt wird
(F i g. 2). In der abgesenkten Stellung streicht die Rakel 34 über die Öffnungen 26, so daß ein Teil des in der
v> Kammer 18 befindlichen Epoxydharzvorrats 31 nach
Art eines Siebdruckverfahrens durch die Öffnungen ausgedrückt und auf die Aufnahmefläche des unter den
Öffnungen befindlichen Leiterrahmens aufgetragen wird. Beim anschließenden Abheben des Auftragkopfes
16 (Fig.3) bleibt an der Stelle jeder Öffnung 26 eine
durch die Form und Größe dieser Öffnung bestimmte Menge 42 des Epoxydharzes auf der Aufnahmefläche
des Leiterrahmens zurück (Fig.3). Die Anzahl und
Verteilung dieser aufgebrachten Epoxydharzmengen 42
entspricht der Anzahl und Verteilung der Öffnungen im Behälter 17. Bei dem in Fig.3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß fünf Öffnungen in
der dargestellten räumlichen Verteilung vorgesehen sind. Diese Anordnung ist nur als Beispiel anzusehende nach der Form der Werkstücke und der benötigten Menge und Verteilung des aufzubringenden Materials
kann die Anzahl, Größe und räumliche Lage der Öffnungen 26 im Auftragkopf 16 verschieden sein. Es ist
insbesondere möglich, mehrere Dosen 20 mit unterschiedlicher Anzahl, Form und/oder Verteilung der
öffnungen zur Verfügung zu halten und je nach Bedarf an der Abschlußplatte 19 anzubringen. Die beschriebene
Vorrichtung erlaubt eine sehr genaue Dosierung und Verteilung des aufzubringenden Materials.
Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Vorrichtung besteht dvrrn, daß das in der Kammer 18 befindliche
Material gegen atmosphärische oder sonstige äußere Einwirkungen weitgehend geschützt ist, da es sich in
einem praktisch vollkommen abgeschlossenen Raum befindet. Das Nachfüllen des benötigten Materials kann
mit Hilfe der Verschlußschraube 30 leicht erfolgen. Andererseits kann nach dem Abnehmen der Dose 20
das Innere des Behälters 17 leicht gereinigt werden.
2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
- Patentansprüche:lr Vorrichtung zum Aufbringen von viskosem oder psstosem Material auf Aufnahmefläehen von Werkstücken, die entlang einer Vorschubbahn fortbewegt werden, mit einem Behälter für das Material, dessen Wand eine zylindrische Innenfläche und eine oder mehrere öffnungen für den Durchtritt des Materials aufweist, und mit einer im Innern des Behälters angeordneten, an der zylindrischen Innenfläche anliegenden Rakel, dadurch gekennzeichnet, daß die Rakel (34) um eine zur Achse des Behälters (17) parallele Achse drehbar gelagert und zur Erzeugung einer Drehbewegung relativ zu dem Behälter (17) motorisch angetrieben ist, daß die öffnung bzw. die Öffnungen (26) in einer zur Anlage an die Aufnahmefläche (5) jedes Werkstücks (3) bestimmten Anlagefläche (28) angeordnet sind, die an der der Vorschubbahn (2) zugewandten Seite des Behälters (17) angebracht ist, und daß Einrichtungen (38, 39) vorgesehen sind, die dem Behälter (17) eine Bewegung zur Vorschubbahn (2) hin und von dieser weg in der Weise erteilen, daß die Anlagefläche (28) auf die Aufnahmefläche (5) eines auf der Vorschubbahn (2) befindlichen Werkstücks (3) aufgesetzt bzw. von dieser Aufnahmefläche abgehoben wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verwendung bei Werkstücken (3) mit ebenen Aufnahmefläehen (5) die Anlagefläche (28) durch eine Abflachung an der Außenseite der zylindrischen Wand (21) des Behälters (17) gebildet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rakel (34) durch eine an der zylindrischen Innenfläche des Beckers (17) federnd anliegende Klinge gebildet ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (17) mit einer verschließbaren Einfüllöffnung (29) versehen ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (17) durch eine Stirnwand (22) verschlossen und abnehmbar an einer Abschlußplatte (19) angebracht ist, die eine Öffnung aufweist, durch welche eine die Rakel (34) tragende Welle (13) hindurchgeführt ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Behälter (17) vorgesehen sind, die Öffnungen (26) von unterschiedlicher Anzahl, Größe und/oder Anordnung aufweisen und austauschbar an der Abschlußplatte (19) anbringbar sind.
- 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungen des Behälters (17) mit der Drehbewegung der Rakel (34) so synchronisiert sind, daß die Rakel (34) über die Öffnung bzw. die Öffnungen (26) streicht, wenn die Anlagefläche (28) auf die Aufnahmefläche (5) aufgesetzt ist.
- 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (17) an einem Ende eines Körpers (9) angebracht ist, der den Antriebsmotor (12) für die Rakel (34) trägt.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (9) an einem Gestell (10) um eine senkrecht zur Drehachse der Rakel (34) liegende Achse (11) schwenkbar gelagert ist.10, Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine vom Antriebsmotor (12) der Rakel (34) angetriebene Vorrichtung (38, 39) zum Verschwenken des Körpers (9) synchron mit der Drehbewegung der Rakel (34),11, Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (13) der Rakel (34) eine Kurvenscheibe (38) befestigt ist, die mit einem am Gestell (10) angebrachten Kurvenfolger(39) zusammenwirkt.12, Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Behälter (17) eine Bewegung erteilenden Einrichtungen (38,39) mit einer die Werkstücke (3) schrittweise entlang der Vorschubbahn (2) verschiebenden Einrichtung derart synchronisiert sind, daß sich jeweils ein Werkstück (2) im Stillstand unter der Anlagefläche (28) befindet, wenn diese auf die Aufnahmefläche (5) aufgesetzt wird, und daß ein Vorschubschritt ausgeführt wird, wenn die Anlagefläche (28) von der Aufnahmefläche (5) abgehoben ist.
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