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DE2822277A1 - Mikroskop fuer chirurgische zwecke und verfahren zur verwendung des mikroskops, insbesondere bei augenoperationen - Google Patents

Mikroskop fuer chirurgische zwecke und verfahren zur verwendung des mikroskops, insbesondere bei augenoperationen

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DE2822277A1
DE2822277A1 DE19782822277 DE2822277A DE2822277A1 DE 2822277 A1 DE2822277 A1 DE 2822277A1 DE 19782822277 DE19782822277 DE 19782822277 DE 2822277 A DE2822277 A DE 2822277A DE 2822277 A1 DE2822277 A1 DE 2822277A1
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microscope
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prisms
cornea
curvature
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DE19782822277
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Clifford Michael Terry
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Individual
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    • A61F9/00Methods or devices for treatment of the eyes; Devices for putting in contact-lenses; Devices to correct squinting; Apparatus to guide the blind; Protective devices for the eyes, carried on the body or in the hand
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Description

— Q _
Mikroskop für chirurgische Zwecke und Verfahren zur Verwendung des Mikroskops, insbesondere bei Augenoperationen
Die Erfindung betrifft Mikroskope und insbesondere ein Mikroskop für am Auge vorzunehmende Operationen.
Bei der Operation des Auges, so beispielsweise bei der Operation des grauen Stars, ist es im Idealfall erwünscht, die Hornhaut nach der Operation auf denselben Krümmungsradius zu bringen, welcher vor der Operation bestand. Im menschlichen Auge ist der Krümmungsradius von Individium zu Individium unterschiedlich, wobei ein normaler Bereich zwischen 40 und 50 Dioptrien liegt, was einem Krümmungsradius von 8,44 mm bis 6,75 mm entspricht. Um sich des Krümmungsradius vor der Operation zu vergewissern, wären Messungen entlang gewisser Winkel oder Meridiane vorzunehmen !Derartige Messungen werden mit Hilfe teleskopischer Instrumente vorgenommen, welche als Ophthalmometer order Keratometer bekannt sind. In der US-PS 3 895 860 ist ein Hornhaut-Meßverfahren beschrieben, während in der US-PS 3 972 602 ein Keratometer dargestellt und beschrieben ist.
Beim Messen des Krümmungsradius der Hornhaut oder Cornea wird als bisher verwendetes Instrument das Keratometer oder das Ophthalmometer eingesetzt. Ein derartiges Gerät ist monokular ausgebildet; in einer Ausführungsform wird ein Teleskop verwendet, dessen optische Achse mit der zu messenden Hornhaut fluchtet. Die in der Hornhaut reflektierten Punkte oder beleuchteten Zielpunkte sind durch das Teleskopsystem sichtbar. Die Punkte oder Trübungen sind im allgemeinen in gewisser Weise angeordnet, so entlang einer Spur, wodurch sie durch Drehung einer Einstellscheibe oder dergleichen einander zugewandt oder
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von einander abgewandt bewegbar sind. Das Bild der Trübungen oder Punkte verläuft durch Beleuchtungslinsen und dann durch eine Blende oder Membran mit vier öffnungen. Das Licht erstreckt sich durch zwei der öffnungen ohne Deviation oder Ablenkung. Dabei ist ein Verdoppelungssystem vorgesehen, welches aus zwei angrenzenden Prismen besteht; eines der Prismen ist horizontal verschiebbar, während das andere vertikal verschiebbar ist. Jedes der Prismen wird in Position gebracht, bevor eine der verbleibenden öffnungen vier unterschiedliche Bilder erzeugt. Die zwei nicht durch die Prismen beeinflussten Bilder werden verwendet, um das Instrument in den genauen Brennpunkt einzustellen, so in Art und Weise eines Koinzidenz-Entfernungsmessers, derart, daß das Instrument genau eingestellt ist, wenn die zwei nicht beeinflussten Bilder zusammenfallen. Das Fokussieren wird durch geeignete Einstellung des Teleskopgerätes vollzogen. Wenn bei Einsichtnahme durch das Teleskop zwei der Bilder zusammenfallen, dann werden nur drei Bilder gesehen; dabei ist ein erstes Bild in einer bestimmten Position angeordnet, während ein zweites Bild vertikal dazu ausgerichtet ist, während das dritte Bild horizontal dazu ausgerichtet ist. Die zwei Verdoppelungs-Prismen können dann unabhängig voneinander bewegt werden, um die drei Bilder in genaue gegenseitige Ausrichtung oder Fluchtung zu bringen. Da die Brechzahl jedes der Prismen bekannt ist, kann die Versetzung der Bilder gemäß der Position der Prismen eingestellt werden, um den Radius und die Krümmung der Hornhaut festzulegen.
Das Keratometer und andere vergleichbare Ophthalmometer bedienen sich der gleichen Prinzipien und sind im wesentlichen mit den gleichen Teilen ausgestattet. Jedes Gerät besitzt einen durch die Trübungen begrenzten Bereich, welche die durch die Hornhaut reflektierten lichtdurchlässigen und beleuchteten Zielpunkte sind,
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Derartige Instrumente besitzen ein Teleskop zum Fokussieren der katoptrisehen Bilder der Trübungen bzw. trüben Punkte, so auch eine Vorrichtung, um die Bilder in die Brennebene der Objektivlinse des Teleskops zu plazieren, derart, daß eine Oberwachung von größerer Klarheit vollziehbar ist. Der Untersuchende bzw. Benutzer des Instruments muß die Haarlinien innerhalb des Teleskops fokussieren, indem er die Okularlinse des Teleskops bewegt. Wenn auf diese Weise das Bild der Haarlinien in der Brennebene der Objektivlinse fokussiert ist, ist das Teleskop in einer Ausrichtung oder Einstellung, in welcher eine genaue Beobachtung der Bilder von der Hornhaut möglich ist. Derartige Instrumente besitzen auch ein Verdoppelungssystem, welches die Bilder bis zu einem Ausmaß trennt, bei welchem die Größe der Bilder gleich ist, wenn sich ihre Kanten berühren. Das Ausmaß der Verlagerung oder Versetzung ist für eine bestimmte Position der Prismen bekannt.
Als Instrument für die Chirurgie am Auge sind derartige Vorrichtungen, so die Keratometer und Ophthalmometer, jedoch nicht geeignet, da das durch den Beobachtenden eingesehene Bild auf dem Kopf und rückwärts steht. Zusätzlich ist das Gerät unhandlich; außerdem verhindert der monokulare Aufbau des Instruments eine Tiefenwahrnehmung. Messungen des Krümmungsradius der Hornhaut bei Verwendung von monokularen Ophthalmometern oder Keratometern werden im allgemeinen in einem abgedunkelten Raum vollzogen, um Hintergrundbeleuchtung auszuschalten, welche die genauen Messungen beeinträchtigen könnte.
Bekannt, ist ein Arbeitsmikroskop für Augenchirurgie, hergestellt durch die Firma Edward Weck & Company, Inc., Long Island City, New York, bei welchem dem Mikroskop eine faseroptische
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Lichtquelle zugeordnet ist, um einen Kreis von 12 Zielpunkten zu beleuchten, welche von der Hornhaut reflektiert werden und welche während der Vernähung der Hornhaut innerhalb konzentrischer Ringe des Okular-Fadenkreuzes überlagert werden, derart, daß der Chirurg bestimmen kann, wenn eine Kugelfläche der Hornhaut erreicht wurde. Die Konfiguration der reflektierten Lichter als auch die Position innerhalb des geeigneten konzentrischen Ringes dient zur Anzeige der Hornhautgröße.
Wenn der Krümmungsradius der Hornhaut vor der Operation bestimmt ist, dann versucht der Chirurg, diesen Radius nach der Operation wieder einzustellen. Wenn eine Operation vollzogen wird, so die Operation des Grauen Stars, dann wird im Hornhautrand bzw. am Umfang der Hornhaut auf einem Bogen von etwa 180° des Hornhautumfanges ein Schnitt ausgeführt. Das Fluid innerhalb der Vorkammer des Auges wird abgezogen, wonach die Augenlinse entnommen wird. In gewissen Fällen wird die Linse ersetzt, wobei man sich bekannter Kunststoff 1 insen-Implantatiönsverfahren bedient. In jedem Fall wird nach Entnahme der Linse und nach Implantation eine Salzlösung in die Vorkammer des Auges eingeführt, wonach der Hornhautschnitt genäht wird. Im Idealfall werden die Nähte durch den Chirurgen so angezogen, daß die Hornhaut dieselbe Konfiguration besitzt, welche sie vor der Operation einnahm, d.h., daß sie denselben Krümmungsradius aufweist. Binokulare chirurgische Mikroskope werden bei dieser Operation verwendet, um die Hornhaut zu vergrößern, so daß die schwierige Operation vollzogen werden kann. Selbst mit derartigen chirurgischen Mikroskopen vorbfeschriebener Art ist die Rekonstruktion der Hornhaut mittels geeigneter Verspannung der Nähte sehr schwierig, insbesondere hängt dies vom Geschick der Hände und der Augen des Chirurgen ab.
Davon ausgehend besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein neues und verbessertes Mikroskopsystem für chirurgische Zwecke
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zu schaffen. Das Mikroskopsystem soll sich insbesondere für die Operation eines Auges eignen. Es soll auch ein Verfahren bei Verwendung des Mikroskops als chirurgisches Instrument geschaffen werden, um die Hornhaut in ihre vor-operative Lage zu bringen, oder um der Hornhaut eine neue Formgebung zu verleihen, um andere Augenschäden zu beseitigen.
Gemäß der Erfindung wurde ein neues und verbessertes Mikroskopsystem geschaffen, welches eine Einrichtung aufweist, um auf die Hornhaut ein Bild zu projizieren, so einen Kreis. Innerhalb des Mikroskops sind Mittel vorgesehen, um optisch das auf diese Weise projizierte Bild in mehrere im wesentlichen identische Bilder aufzuteilen. Diese sind durch ein Okular oder durch beide Okulare des binokularen Systems sichtbar. Ein Zoom-Mechanismus bzw. drehbare Prismen positionieren die Bilder in einer vorbestimmten Zuordnung, wodurch die Krümmung und die Konfiguration der Hornhaut aufgezeigt werden kann. Die Vorrichtung zur optischen Teilung des Bildes umfasst mehrere Prismen, Linsen oder Spiegel, welche in die optische Bahn innerhalb des Mikroskops einbringbar sind. Derartige Vorrichtungen sind so angeordnet und in Position gebracht, daß ein Teil des chirurgischen Gesichtsfeldes ohne Ablenkung das optische System passiert. Dieser Teil entspricht demjenigen Bereich, innerhalb welchem die Naht bzw. die Nähte angebracht werden. Das Nähen wird durch Verwendung einstellbarer Nähte oder Fäden vollzogen, so bei Verwendung von Schlupf- oder Schleifknoten, welche wahlweise angezogen oder gelockert werden können, bis die projizierten Bilder eine gegenseitige Fluchtung besitzen und sie Kreisform aufweisen, wodurch die optimale Hornhautkonfiguration aufgezeigt ist. Elektronische Mittel sind vorgesehen, mittels welchen das Mikroskop auf einen vorbestimmten Krümmungsradius einstellbar ist.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert.
Figur 1 ist eine Perspektivansicht unter Darstellung eines Operationsraumes, in welchem das chirurgische Mikroskopsystem nach der Erfindung Verwendung findet;
Figur 2 ist eine Teilschnittansicht eines Auges;
Figur 3 ist eine Vorderansicht eines Auges unter Darstellung des Schnitts;
Figur 4 ist eine Perspektivansicht des binokularen Mikroskops, welches in der Vorrichtung nach Figur 1 Verwendung findet;
Figur 5 ist eine schematische Schnittansicht des in Figur 4 wiaiergegebenen Mikroskops;
Figur 6 ist eine schematische Ansicht der optischen Anordnung der in Figur 1 dargestellten Vorrichtung;
Figur 7A-7C sind Draufsichten unter Darstellung der durch das Mikroskop unter gewissen Bedingungen eingesehenen Bilder;
Figuren 8A und 8B geben eine Endansicht und eine Draufsicht der Prismenanordnung wieder, welche in der Vorrichtung nach Figur 1 Verwendung findet;
Figuren 9A und 9B sind eine Endansicht und eine Draufsicht einer anderen Ausführungsform einer Prismenanordnung, welche in der Vorrichtung nach Figur 1 verwendbar ist;
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Figur 10 ist eine schematische Ansicht der elektrisch/mechanischen Bauteile, weiche beim System nach Figur 1 in gegenseitiger Beziehung zur Wirkung gelangen;
Figur 11 ist ein Blockdiagramm der elektronischen Schaltungsteile, welche in der Vorrichtung nach Figur 1 Verwendung finden-,
und
Figuren 12A-12C sind Perspektivansichten eines simulierten Auges unter Darstellung der Näh- bzw. Nahtfolge.
Wie sich aus Figur 1 der Zeichnung ergibt, wird ein Patient während einer Augenoperation, so während der Behandlung des Grauen Stars oder dergleichen auf einen geeigneten Arbeits- oder Operationstisch 22 gelegt, wobei der Kopf 24 des Patienten 20 in geeigneter Weise gehalten wird, so durch eine Auflage 26, mittels welcher der Kopf 24 unbeweglich abgestützt wird. Die Operation wird unter Verwendung eines geeigneten mikroskopischen Gerätes 28 ausgeführt; das mikroskopische Gerät 28 weist eine Basis 30 mit einem Ständer 32 auf, an welchem ein Gestänge 34 verstellbar angelenkt ist. Am freien Ende des Gestänges 34 ist ein binokulares Mikroskop 36 angebracht. Das binokulare bzw. zweiäugige Mikriskop 36 wird durch den Arzt in geeignete Lage bezüglich des zu operierenden Auges gebracht; die Objektivlinse wird dabei gewöhnlich innerhalb einer Entfernung von 150 mm zum Auge eingestellt. Das Mikroskop 36 weist einen motorisch betriebenen Zoom-Mechanismus auf, welcher durch einen geeigneten Fuß-Betätigungsmechanismus bzw. ein Pedal 38 steuerbar ist. Das Pedal 38 steht elektrisch mit dem Motor innerhalb des Mikroskops 36 und mit einem Steuerungs· mechanismus 40 in Verbindung. Während der durch den Chirurgen durchgeführten Operation sieht diese-durch das Mikroskop 36
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und betätigt in geeigneter Weise das Fußpedal 38, um die erwünschte Vergrößerung vom Zoom-Mechanismus innerhalb des Mikroskops 36 zu erhalten.
In Figur 2 ist das menschliche Auge 42 im Schnitt dargestellt. Es weist eine konvexe Kugelfläche bzw. Cornea oder Hornhaut auf, deren äußere Grenzen durch die gestrichelten Linien 44a und 44b bestimmt sind. Die Hornhaut des menschlichen Auges besitzt gewöhnlich einen Krümmungsradius zwischen 6,75 mm und 8,0 mm, was 50 bis 40 Dioptrien entspricht. Im Idealfall besitzt die Hornhaut 44, welche die Haupt-Fokussierf1äche oder Brechungsfläche des Auges darstellt, eine Kugelfläche und kann ein Bild ohne Verzerrung auf Sehschärfe einstellen bzw. fokussieren, Unmittelbar hinter der Hornhaut 44 befindet sich eine Kammer 46, welche als vordere Augenkammer bezeichnet ist und ein Fluid enthält. Die vordere Augenkammer befindet sich zwischen der Hornhaut 44 und der Linse 48. Bei einer Person, welche an Grauem Star leidet, ist im allgemeinen die Linse 48 getrübt. Während der Operation des Grauen Stars wird die Linse 48 entnommen und gelegentlich durch eine geeignete Linsen-Implantation ersetzt.
Bei gewissen anderen Krankheiten des Auges ist die Fläche der Hornhaut gegenüber einer echten Kugelfläche abweichend verftrmt und kann unterschiedliche Krümmungsradien - gemessen entlang unterschiedlicher Ebenen oder Meridiane durch die Mitte des Auges - aufweisen; die Folge ist reduzierte optische Schärfe infolge von Hornhautastigmatismus. In diesem Fall werden die die Hornhaut 44 passierenden Lichtstrahlen als Folge der Hornhautverformung bzw. ungleichen Krümmung nicht auf einen einzigen Brennpunkt gebracht. Ein derartiger Hornhaut-Astigmatismus kann auch nach chirurgischen Eingriffen auftreten, falls die Nähte nicht in geeigneter Weise gespannt oder angezogen
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sind, derart, daß die Hornhaut-Oberfläche verformt wird. In Figur 3 ist das Auge 42 von der Vorderseite gesehen wiedergegeben; der Chirurg arbeitet im allgemeinen in der oberen Hälfte des Auges 42 und oberhalb des Kopfes des Patienten. Ein Schnitt wird entlang der Linie 44a gelegt, welche dem Umfang der Hornhaut über einem Abstand von etwa 180° in der oberen Hälfte des Auges 42 entspricht. Bei Operation des Grauen Stars wird die Linse 48 entnommen, wonach gelegentlich eine Implantation mittels einer Kunststoff1inse vollzogen wird. Mehrere Nähte 50-57 werden eingezogen und werden unter gleichem Abstand entlang des Schnitts 44a plaziert. Der Schnitt 44a wird dort gelegt, wo die klare Hornhaut auf die weiße Lederhaut trifft. Nach Vollführung der Operation des Grauen Stars sollte im Idealfall die Kontur der Hornhaut 44 kugelförmig geformt sein und denselben Krümmungsradius aufweisen, welcher vor der Operation existierte. Ohne die Fähigkeit, die Spannung der einzelnen Nähte 50-57 genau zu bestimmen, kann der Krümmungsradius der Hornhaut 44 beispielsweise entlang der gestrichelten Linien 60 und 62 verlaufen und kann sich je nach Spannung der Nähte beträchtlich unterscheiden. Falls beispielsweise die Nähte 51 und 52 im Vergleich zur Spannung der Nähte 55 und 56 fester angezogen sind, dann ist der Krümmungsradius entlang der Linie 62 größer als der Krümmungsradius entlang der Linie 60, derart, daß ein Hornhautastigmatismus infolge der ungleichförmigen Oberfläche der Hornhaut 44 erzeugt wird.
Davon ausgehend wird vor jeder Operation die Größe oder der Krümmungsradius der Hornhaut gemessen; dieser Krümmungsradius wird manuell oder elektronisch aufgenommen und festgehalten. Der auf diese Weise gemessene Krümmungsradius kann entweder in Radius-mm oder in Dioptrien ausgedrückt werden. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Einrichtung vorgesehen, mittels welcher diese Messung im Operationsraum vollzogen wird; nach-
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folgend wird dieses Maß des Krümmungsradius der Hornhaut verwendet, um ein vor-orientiertes Bildmuster für dieses Maß zu erzeugen. Obwohl ein Bildmuster durch die Naht der Hornhaut sichtbar bzw. gegeben ist, existiert das geeignete Bildmuster, wenn die Hornhaut-Konfiguration einer Kugelfläche entspricht, welche den gleichen Krümmungsradius aufweist, der vor der Operation bestand (oder unter gewissen Bedingungen einen erwünschten Krümmungsradius aufweist).
In Figur 4 ist das binokulare Mikroskop 36 dargestellt. Dieses weist ein Paar Okulare 64 und 66, einen Haupttubus 68, eine nahe dem unteren Ende des Tubus 68 angeordnete Lichtquelle 70 und ein Zoom-Steuergehäuse 72 auf, welches sich rückwärts des Tubus 68 befindet. Der Tubus 68 enthält geeignete Linsen, welche das Licht durch den Tubus in Richtung der Okulare 64 und 66 leiten. In der Seite des Tubus 68 befindet sich eine öffnung 74, durch welche der Zoom- oder Vergrößerungseffekt bestimmbar ist. Der Vergroßerungsmaßstab ist in geeigneter Weise auf einem Ring innerhalb des Tubus 68 aufgetragen. Der Ring ist mit dem Zoom-Mechanismus gekoppelt, so daß er eine visuelle Ablesung für die Vergrößerung vermittelt. Der Motor oder Antrieb für die Steuerung der Vergrößerung befindet sich im Motor- oder Steuerungsgehäuse 72. Es kann ein geeignetes binokulares Mikroskop verwendet werden, so beispielsweise ein Zeiss-Mikroskop des Bautyps OPMI 6. Ein derartiges Mikroskop weist ein motorisch betriebenes Zoom-System auf mit einem motorischen Brennpunkt-Antrieb/, der sich normalerweise innerhalb des in Figur 1 dargestellten Mikroskops 36 befindet und in geeigneter Weise durch das Fußpedal 38 betätigbar ist, derart, daß die Hand des Chirurgen frei für die Operation bleibt, während die Beobachtung durch die Okulare 64 und 66 möglich ist. Das in Figur 4 dargestellte binokulare Mikroskop 36 erzeugt ein Stereo-Bild, so daß dem Chirurgen die erforderliche Tiefe des Sicht-
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feldes vermittelt wird, um derartige Operationen ausüben zu können.
Tn dem Zeiss-Mikroskop besitzt der Tubus 68 am oberen Ende eine Adapterbefestigung, welche die Abnahme des Okularsystems 76 ermöglicht, so daß gewisse Zusatzteile dazwischen einführbar sind. In der in Figur 4 dargestellten Ausführungsform ist zwischen dem Okularsystem 76 und dem Tubus 68 unter Verwendung der Adapterverbindung eine Prismenbefestigung 78 angeordnet, welche einen verschiebbaren Prismentrog aufweist. Die Lichtquelle 70 ist ringförmig und ist nahe der Basis des Tubus 68 im wesentlichen konzentrisch oder koaxial mit der Tubusmitte, also in der Ebene senkrecht zur Mittelachse verlaufend, befestigt.
In Figur 5 ist die Konstruktion schematisch wiedergegeben. Die Okulare 64 und 66 weisen geeignete ergänzende Linsen und Spiegel elemente auf, um Licht von einer Lichtquelle, so von der Hornhaut durch den Boden des Tubus 68 hindurch zur Haupt-Objektivlinse 82 zu leiten. Die Linse 82 erzeugt ein Operations-Sichtfeld. Nahe dazu befindliche Obje.kte erscheinen durch die jedem der Okulare 64 und 66 zugeordneten, parallelen Linsensysteme, so daß eine Tiefe des Sichtfeldes zum Zwecke der Stereo-Betrachtung erzeugt wird. Innerhalb des Tubus 68 sind bewegbare Linsen 84 und 86, welche entlang der optischen Achse jedes der parallelen Linsenanordnungen in geeigneter Weise motorisch steuerbar sind, um die erforderliche Einstellung der Zoom-Wirkung oder Vergrößerung herbeizuführen. Die Linsen 84 und 86 arbeiten zusammen mit Linsen 88 und 90, um die Vergrößerungs-Einstellungen zu ermöglichen. Zwischen den Linsen 88 und 90 und dem Okularsystem 76 befindet sich der Prismen-
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befestigungskörper 88, welcher drei Prismen 92, 94 und 96 enthält. Diese sind in einer im wesentlichen ebenen Reihe zwischen den Linsen 88 und 90 und der Ebene der Eintrittslinsen 98 und 100 des Okularsystems 76 angeordnet. Wie ersichtlich ist, ist das Prisma 92 nur der Lichtbahn des Okulars 64 zugeordnet. In entsprechender Weise ist das Prisma 96 nur der Lichtbahn des Okulars 66 zugeordnet, während das dazwischen befindliche Prisma 94 das passierende Licht durch beide Okulare 64 und richtet. Wie nachfolgend erläutert ist, sind die Prismen ausgerichtet und so angeordnet, daß die in den Figuren 7A-7C dargestellten Abbildungen entsprechend der Konfiguration der Hornhaut entstehen.
In Figur 6 ist die prinzipielle Beziehung zum optischen Mikroskopsystem für die in Rede stehende Chirurgie dargestellt und wird nachfolgend erläutert. Im Prinzip arbeiten die Bauteile als prismatisches Meßsystem. Die Dimension der zu messenden Hornhaut ist ein Produkt der prismatischen Ablenkung oder Deviation und dem Abstand zwischen dem Gerät bzw. Mikroskop und dem zu messenden Objekt, d.h., dem Abstand zwischen der Objektivlinse 82 und der Hornhaut. Die Lichtquelle 70 projiziert einen Kreis, welcher von der Hornhaut reflektiert wird; die Größe und die Form des Kreises sind proportional zum Radius der Hornhautkrümmung. Die Verwendung eines einzelnen Prismas erzeugt eine Verdoppelung des reflektierten Kreises. Wenn die Kreise die Hornhautkrümmung "berühren", wie dies durch die Größe der Hornhautkrümmung bestimmt ist, dann kann das reflektierte Bild errechnet werden, wenn die Kennzahl des Prismas bekannt ist und wenn auch der Abstand zwischen dem Prisma und dem zu messenden Objekt bekannt ist. In Figur 6 ist das Auge des Beobachters schematisch bei 104 dargestellt, während mit Bezugszahl 106 ein Okular eines binokularen Prismensystems wiedergegeben ist, wobei der Beobachter bei 104 durch
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das Auge 42 sieht und sich dabei besonders auf die Hornhaut 44 konzentriert. Die Lichtquelle 70 erzeugt auf der Hornhaut 44 einen Kreis, welcher durch die ausgezogene Linie 108 wiedergegeben ist; dieser Lichtkreis 108 wird durch das binokulare Gerät 106 durch ein Zoom-Linsensystem 110 und durch ein Prisma 111 durch den Beobachter 104 betrachtet. Infolge der Abschneidung des Lichtrings 108 durch das Prisma 111 wird das Originaloder Bezugsbild in Abhängigkeit von den Kennzahlen des Prismas 111 abgelenkt, wobei der Beobachter bei 104 ein zweites Bild sieht, welches gegenüber dem Originalbild versetzt ist. Dieses zweite Bild 42a ist in gestrichelten Linien wiedergegeben, wobei eine entsprechende Versetzung der Hornhaut durch die gestrichelten Linien mit 44a wiedergegeben ist. In vergleichbarer Weise erscheint dem Beobachter 104 ein zweiter Ring von Licht, mit 108a bezeichnet. Das Zoom-Gerät 110 ist in geeigneter Weise eingestellt, um den Durchmesser der Bilder zu verkleinern oder zu vergrößern, bis der Kreis 108 tangential zum Kreis 108a des Bildes 42a verläuft bzw. diesen berührt. Bei einem bekannten Abstand zwischen der Längsachse des Prismas 111 und der Ebene der einander berührenden Kreise 108 und 108a und einer bekannten prismatischen Deviation ist die Größe der Krümmung der Hornhaut proportional zur Vergrößerung des Zoom-Mechanismus bzw. -Gerätes 110.
Wie in Figur 6 dargestellt ist,wird das Bild 42a bei im allgemeinen vertikalen Scheitel des Prismas 111 bezüglich des tatsächlichen Objektes, welches das Auge 42 ist, vertikal nach oben projiziert. Falls ein zweites Prisma in derselben Ebene wie das Prisma 111 angeordnet wird und sein Scheitel um 90° bezüglich des Scheitels des Prismas 111 versetzt wird, dann wird zusätzlich zum tatsächlichen oder reellen Bild des Auges 42 und des ersten projizierten Bildes 42a ein drittes Bild erzeugt, welches in Richtung des Scheitels versetzt ist. Dieses Ergebnis ist in Figur 7A dargestellt, wobei das chirurgische
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Sichtfeld 112 , welches im allgemeinen ein vergrößertes Bild der Hornhaut darstellt, durch die Linse 82 im unteren Teil des Tubus 68 des binokularen Mikroskops 36 gesehen wird. Der Originaloder Bezugsring des Lichtbildes 108 grenzt an das zuvor genannte Meßbild 108a und an ein zweites, versetztes Meßbild 108b an, welches vom zweiten verwendeten Prisma resultiert. Dies wäre unter Bezugnahme auf Figur 5 gleichwertig mit der Verwendung der Prismen 92 und 96 ohne dem dazwischenliegenden Prisma 94.
Gemäß Figur 7A resultiert der Lichtring 70, welcher von der Hornhaut reflektiert und durch die Prismen abgelenkt wird, in den drei Bildern 108, 108a und 108b, welche die Beziehung und Form gemäß Figur 7A besitzen, wenn die innerhalb des chirurgischen Sichtfeldes 112 befindliche Fläche der Hornhaut eine Kugelfläche darstellt. Die Bilder erscheinen tangential und von Kreisform. Nach der Schnitt!egung und vor dem Vernähen der Hornhaut wird die in Figur 7B dargestellte, unregelmäßige Konfiguration ersichtlich, d.h., es erscheinen ovale Bilder, welche von einer nicht-kugelförmigen Hornhautfläche reflektiert sind. Die Flächen 108, 108a und 108b besitzen die gleiche Konfiguration, weisen jedoch infolge der unregelmäßigen Fläche der Hornhaut, von welcher der Lichtring 70 reflektiert wird, unregelmäßige Form auf. In Figur 7C ist das erwünschte Endresultat wiedergegeben, wenn die Nähte oder Fäden 116 an der Hornhaut 112 angelegt sind, um dadurch den Krümmungsradius der Linie zwischen den diametral gegenüberliegenden Nähten 114 und 116 zu vergrößern, derart, daß das Bezugs- oder Originalbild wieder herbeigeführt wird und die optisch geformten Bilder von Kreisform anzeigen, daß die Hornhaut die erwünschte Formgebung besitzt.
Wie nachfolgend erläutert ist, kann das binokulare, chirurgische Mikroskopsystem nach der Erfindung verwendet werden, um den
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Krümmungsradius der Hornhaut vor der Operation zu messen. Dieses Maß wird gemäß der Vergrößerung des Mikroskopsystems in einer ersten Ausführungsform kalibriert. Gemäß den relativen Positionen von drehbaren Prismen in einer zweiten Ausführungsform ist die Eichung oder Kalibrierung eine Anzeige der Brechkraft der drehbaren Prismen. Bei Verwendung als Meßinstrument, im Idealfall mit kreisförmigen Bildern, entspricht das chirurgische Blickfeld bzw. Gesichtsfeld 112 im allgemeinen einem Flächenbereich, welcher die gesamte Hornhaut umfasst. Zum Zwecke der Erläuterung werden die Figuren 7A-7C verwendet, um den Umfang der Hornhaut darzustellen. Unter Bezugnahme auf Figur 7A und das schematisch in Figur 5 dargestellte binokulare optische System ist die Hornhaut bezüglich der Objektivlinse 82 und dem ringförmigen Lichtring 70 so angeordnet, daß das Original-Bezugsbild 108 im wesentlichen dieselbe Mitte besitzt wie das Hornhaut-Blickfeld 112. Die Prismen 92, 94 und 96 sind Zwei-Dioptrien-Prismen mit einem Meßbild 108a, dessen Mitte sich auf einem Durchmesser befindet, der sich durch die Mitte des Bezugsbildes 108 erstreckt, während das zweite Meßbild 108b auf einem zweiten Durchmesser angeordnet ist, der im wesentlichen senkrecht zum ersten Durchmesser verläuft. Obwohl diese Durchmesser in der beschriebenen Ausführungsform nicht senkrecht sein müssen, wurde eine senkrechte Ausrichtung zum Zwecke der Beschreibung gewählt. Bei Sicht durch das Mikroskop können die Bilder 108, 108a und 108b zunächst in überlappender Beziehung ausgerichtet sein, d.h., von größerem Durchmesser, als dargestellt ist. Sie können auch kleineren Durchmesser besitzen, in welchem Fall sie sich nicht berühren. Als Meßinstrument weist die Objektivlinse 82 einen feststehenden Abstand von der Hornhaut-Oberfläche auf; dieser feststehende Abstand ist im allgemeinen 150 mm (oder eine andere, vorbestimm'te und bekannte Entfernung). Bei einem Lichtring 70 eines Durchmessers von etwa 127 mm wird die Vergrößerung bzw. der Zoom-Effekt kalibriert, so
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daß man ein Signal bzw. eine Ablesung in Einheiten von Dioptrien oder mm des Krümmungsradius erhält. Die gegebenen Dimensionen sind nicht verbindlich, müssen jedoch bekannt sein, um eine Anzeige für die Krümmung der Hornhaut zu geben. In der schematischen Darstellung nach Figur 7A wird von einer richtig geformten Fläche der Hornhaut ausgegangen. Wenn das Mikroskop zunächst eingestellt wird, um eine Messung vorzunehmen, dann wird der Vergrößerungs- oder Zoom-Mechanismus betätigt, um den Durchmesser der Bilder 108, 108a und 108b zu vergrößern oder zu verkleinern, bis sich die Umfangslinien der Bilder berühren oder in tangentialer Beziehung stehen, wie dies in Figur 7A dargestellt ist. An diesem Punkt wird die Ablesung genommen, um den Krümmungsradius der Hornhaut aufzuzeigen.
Bei einem bekannten Krümmungsradius (oder mit dem erwünschten Krümmungsradius bei anderen Operationen, wo die Rückgestaltung der Hornhaut vollzogen werden soll) wird das chirurgische Mikroskopsystem verwendet, während der Schnitt genäht wird, derart, daß die Nähte richtig gespannt werden, bis die Bilder ausgerichtet sind und die in Figur 7A ersichtliche Konfiguration besitzen. Wenn das System für die Zwecke des Nähens benutzt wird, dann wird die Vergrößerung des in Figur 5 schematisch dargestellten optischen Systems gemäß dem erwünschten Krümmungsradius eingestellt, um die einzelnen Teile in eine Position zu bringen, da das von der Hornhaut reflektierte Bezugsbild und die optisch aufgeteilten Meßbilder nur bei richtiger Form der Hornhaut die räumliche Beziehung der Bilder einnehmen, welche in Figur 7A dargestellt ist. Wenn das optische System richtig ausgelegt und die Nähte in Position gebracht, jedoch noch nicht richtig angezogen sind, dann resultiert das vor-orientierte optische System infolge des Schnitts in einem Gesichtsfeld 112, welches durch die Okulare 64 und 66 eingesehen wird und dem in Figur 7A darge-
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stellten entspricht. Die gestrichelte Linie 109 schneidet das Gesichts- oder Blickfeld 112 horizontal in eine obere Hälfte und in eine untere Hälfte. Wie nachfolgend erläutert ist, ist der Umfang der unteren Hälfte des Gesichtsfeldes 112 derjenige Flächenbereich, in welchem sich der Schnitt befindet, und in welchem der Chirurg arbeitet, indem er mit geeigneten Werkzeugen Nähte bzw. Fäden einführt und spannt. Es ist infolgedessen sehr erwUnscht, daß nur ein Bild der Nähinstrumente durch das binokulare System projiziert wird, wenn der Chirurg die Nähwerkzeuge oder Nähinstrumente in diesem Bereich hält. Im wesentlichen ist es zweckmäßig, daß diese untere Hälfte des chirurgischen Gesichtsfeldes ungestört bleibt, und daß ihr das System passierendes Bild ohne Ablenkung verbleibt. In Figur 7C sind außer den zuvor genannten Nähten 114 und 116 zusätzliche Nähte 115 wiedergegeben, welche im ungestörten Anteil des Gesichtsfeldes 112 vorliegen.
In Figur 8 ist eine vergrößerte Endansicht unter Darstellung der Prismen 92, 94 und 96 wiedergegeben, während in Figur 8B die entsprechende Draufsicht dargestellt ist. In Figur 8B ist der Prismenträger 80 schematisch dargestellt; es handelt sich im wesentlichen um einen Plattenkörper, an dessen Ende flächig die drei Prismen 92, 94, 96 befestigt sind. Die Richtungen der Pfeile zeigen die Richtung der Bildverlagerung an, wenn durch die Okulare 64 und 66 gesehen wird. Unmittelbar oberhalb des Troges oder Prismenträgers 80 sind die Prismen 92, 94, 96 in vertikaler Ausrichtung bezüglich der optischen Achsen der Okulare 64 und 66 ausgerichtet. Es sei darauf hingewiesen, daß die Prismen so bezüglich der optischen Achsen ausgerichtet sind, um einen Teil oder etwa die Hälfte des chirurgischen Gesichtsfeldes durch die Primenreihe nicht zu stören, derart, daß das Bild der oberen Hälfte der Hornhaut ohne Unterbrechungen und ohne Ablenkungen passieren kann. Die obere Hälfte der Horn-
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haut ist derjenige Bereich, in welchem die Operation durchzuführen ist. Dabei werden die Nähte 50-57 in der Hornhaut 44 (Figur 3) gelegt. Die reflektierten oder abgelenkten Bilder der drei Prismen 92, 94 und 96 erstrecken sich in den Richtungen der Pfeile, die auf ihnen wiedergegeben sind; jeder der Pfeile zeigt in Richtung des Scheitels des entsprechenden Prismas. Gemäß Figur 7A erscheint das Bild auf dem Gesichtsfeld 112 als Folge der aus drei Prismen bestehenden Reihe, welche in den Figuren 8A und 8B wiedergegeben ist. Der Kreis 108 stellt das Originaloder Bezugsbild als Lichtring dar, während der Kreis 108a vom Prisma 94 stammt, während der Kreis 108b vom Prisma 96 stammt Der in gestrichelten Linien wiedergegebene Kreis 108c stammt vom Prisma 92. Die Prismen 92, 94, 96 sind je Zwei-Dioptrien-Prismen.
In jedem Fall besitzt die ebene Reihe von Prismen Scheitel, welche einen gegenseitigen Winkel aufweisen, wobei die Prismen so angeordnet sind, daß sie eine Vorderkante 97 bilden. Diese befindet sich am angenäherten Mittelpunkt bezüglich der optischen Bahnen der Okulare 64 und 66, derart, daß das Bild des auf der Hornhaut erscheinenden reflektierten Lichtringes optisch geteilt wird. Da die Prismen nur die Hälfte des projizierten Bildes auffangen, erscheint die andere Hälfte des Bildes in den Okularen ohne Unterbrechnung, derart, daß ein klares Gesichts· feld von etwa einer Hälfte der Hornhaut erscheint. Dieses klare Gesichtsfeld entspricht demjenigen, in welchem der Chirurg arbeitet. So gibt in Figur 3 die horizontale, gestrichelte Linie 43 etwa den Mittelpunkt der Hornhaut 44 wieder (in Figur 7A-7C auch als Linie 109 dargestellt). Der Teil oberhalb der Linie, welcher den Schnitt 44a enthält, ist derjenige Bereich, in welchem der Chirurg mit Hilfe von Instrumenten arbeitet, um den Schnitt 44a zu legen und um mittels anderer Instrumente die Nähte zu ziehen. Dieser Bereich verbleibt im Gesichtsfeld des
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Chirurgen ungestört; obwohl drei oder vier Bilder projiziert und gemäß Figur 7A beobachtet werden, ist das Original bild das einzige Bild, in welchem die Instrumente des Chirurgen erscheinen. Vollständige und optisch geteilte Bilder 108a, 108b, 108c werden als Folge der optischen Anordnung gebildet, welche schematisch in Figur 5 dargestellt ist; dabei ist die ebene Reihe der Prismen 92, 94 und 96 gegenüber der Ebene der feststehenden Linsen 88 und 90 versetzt, welche dem Zoom- und Vergrößerungsmechanismus zugeordnet sind. Gleichzeitig besitzen sie einen Abstand von einer Ebene der feststehenden Linsen 98 und 100, die sich im binokularen System 76 befinden.
Obwohl, wie in Figur 7A durch ausgezogene Linien wiedergegeben ist, zwei Prismen zur Erzeugung des Original bildes 108 und zur Erzeugung zweier optisch geteilter Bilder 108a und 108b verwendet werden, um eine quantitative Flächenmessenung vorzunehmen, ist die Verwendung von drei Prismen zur Erzeugung des zusätzlichen, in gestrichelten Linien dargestellten Bildes 108c aus den nachfolgenden Gründen als genauer anzusprechen. Wenn gemäß Figur 7B die Hornhautfläche verformt ist, dann werden ovale oder eiförmige Bilder projiziert. Wenn nur drei Bilder erscheinen, dann können diese bei leicht eiförmiger Hornhautfläche tangential wiedergegeben werden, was eine richtige Konfiguration der Hornhautfläche von Kugelform wiedergeben würde. Da die eiförmigen Bilder jedoch in ihrer Form elliptisch sind, sind zwei gegenseitig senkrechte Linien erforderlich, um eine Ellipse zu bilden, d.h., vier Punkte. Durch Projizierung des vierten Bildes unter Verwendung der drei Prismen würde - falls die Bilder nur etwas elliptisch sind, dieser Umstand sofort offensichtlich werden.
In den Figuren 9A und 9B ist eine zweite Ausführungsform unter Verwendung drehbarer Prismen in einem Mikroskop ohne Zoom-System dargestellt. Gemäß Figur 9B ist die Oberkante 122 des Prismen-
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trägers bzw. -trogs 120 optisch klar, wobei sich im Träger drehbare erste und zweite Prismen 124 und 126 befinden. Diese sind an ihrem Außenumfang mit Zahnradteilen 128 und 130 versehen. Die Zahnradteile bzw. Zahnringe 128 und 130 wirken mit einer Zahnschnecke 132 zusammen, welche durch ein Daumenrad 134 betätigbar ist, derart, daß gleichzeitig die Prismen 124 und 126 in entgegengesetzten Richtungen drehbar sind. Unmittelbar oberhalb des Prismenträgers 120 gemäß Figur 9B ist der obere Teil desselben in Fluchtung mit den optischen Bahnen der Okulare 64 und 66 befindlich wiedergegeben. Jedes der drehbaren Prismen 124 und 126 nimmt etwa eine Hälfte des Lichts auf, welches die Okulare passiert. An jedem der Prismen 124 und 126 befindet sich ein Pfeil, welcher die winkelige Versetzung der optisch geteilten Bilder wiedergibt, derart, daß die in Figur 7A mit ausgezogenen Linien dargestellten projizierten Bilder entstehen.
Die Pfeile an den Prismen 124 und 126 geben auch die wirksame Scheitel-Ausrichtung jedes der drehbaren Prismen wieder; falls beispielsweise die drehbare Linse 126 gegen den Uhrzeigersinn gerichtet gedreht wird, dann wird die Linse 124 im Uhrzeigersinn gerichtet gedreht. Auf diese Weise werden die effektiven Scheitel lagen relativ zueinander neu in Lage gebracht. Folglich werden die durch die Okulare 64 und 66 gesehenen Bilder versetzt. Bei einer feststehenden Vergrößerung am Mikroskop wird das Daumenrad 34 gedreht, bis die projizierten Bilder tangential liegen. In Figur 9A ist die Anordnung der Prismen 124 und 126 bei gegenseitigen senkrechten Winkel Versetzungen bzw. -Verlagerungen wiedergegeben. Bei Drehung des Daumenrades 134 wird das Ausmaß der Ablenkung des Lichtes durch jedes Prisma verändert, derart, daß die Prismen-Dioptrien-Rate der Prismen innerhalb eines bestimmten Bereiches wirksam verändert wird.
Bei der zweiten Ausführungsform der in den Figuren 9A und 9B dargestellten Prismenreihe verbleibt die durch das Mikroskop
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eingesehene Bildgröße infolge des Nicht-Zoom-Mikroskop-Systems im Durchmesser konstant; durch Drehung des Daumenrades 134 wird die Ausrichtung jedes der infolge Durchgangs durch die drehbaren Linsen 124 und 126 optisch erzeugten Bilder bezüglich des Original- oder Bezugsbildes 108 (Figur 7A) ausgerichtet. Wenn der Dioptrienbereich der drehbaren Prismen bekannt ist und wenn die Objektivlinse einen vorbestimmten Abstand von der Hornhaut aufweist und auch ein bestimmter Durchmesser der bilderzeugenden Lichtquelle bekannt ist, so des Lichtringes 70, dann vermittelt das Maß der Rückführung oder Ausrichtung der optisch erzeugten Bilder 108a und 108b eine Anzeige für den Krümmungsradius der Hornhaut. Als Folge kann das Daumenrad 134 in geeigneter Weise an ein elektrisches Fühlergerät angeschlossen werden, so an einen Regel widerstand bzw. Rheostaten, um ein elektrisches Signal zu erhalten, welches das erforderliche Ausmaß der Drehung wiedergibt, um die Bilder in der in Figur 7A dargestellten Weise auszurichten. Während die Ausführungsformen nach den Figuren 8A und 8B Prismen wiedergeben, können auch Linsen und Spiegel in gleicher Weise benutzt werden, um optisch die durch die Okulare eingesehenen Meßbilder zu erzeugen. Obwohl das wiedergegebene und beschriebene Bild ein kreisförmiges Bild ist, können auch andere Bilder benutzt werden; ihre gegenseitige Ausrichtung muß nicht unbedingt tangential sein, sondern kann eine andere vorbestimmte Relation besitzen. Vorzugsweise werden die anderen Bilder in geeigneter Weise mit den radial symmetrischen Bildern verwendet.
Beim chirurgischen Mikroskopsystem nach der ersten Ausführungsform, bei welcher die Bilder geteilt bzw. erzeugt werden, werden mit Hilfe des motorisch betriebenen Vergrößerungs- oder Zoom-Systems im allgemeinen Vergrößerungen von 7-20 erreicht. In Figur 10 ist der Zahnring 138 im Eingriff mit einem Zahnrad 140, welches mit Hilfe eines Motors 142 angetrieben wird; der Motor 142 ist reversibel und kann beispielsweise als Gleichstrommotor ausgelegt sein. Die normale Betätigung des Motors 142 in dem in
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Figur 1 dargestellten chirurgischen Mikroskop geschieht mit Hilfe des Fußpedals 38. Gemäß der Erfindung sind zusätzliche Steuerungsmittel vorgesehen; diese sind in Figur 10 dargestellt und umfassen ein zweites Zahnrad 144, welches durch den Zahnring 138 angetrieben wird. Das angetriebene Zahnrad 144 ist an eine geeigente Positionsfühleinrichtung angeschlossen, so an ein Potentiometer 146, welches vorzugsweise als Präzisionspotentiometer mit mehreren Drehbereichen ausgebildet ist. Der Schieber oder Drehkörper des Potentiometers ist an das Zahnrad 144 angeschlossen und durch dieses drehbar. Auf diese Weise wird ein elektrisches Signal erzeugt, welches die Vergrößerung des Zoom-Linsensystems anzeigt. Wenn sich die Bilder in der in Figur 7A dargestellten Weise berühren, dann entspricht diese Vergrößerung einerAnzeige des Krümmungsradius der Hornhaut vor der Operation. Das auf diese Weise als Ergebnis der Position bzw. des Widerstandes des Potentiometers 146 empfangene, elektrische Signal ist an eine Digital-Anzeige angeschlossen, derart, daß eine direkte Anzeige, entweder in Dioptrien oder in Einheiten des Krümmungsradius, auf einem digitalen Schirm etc. erscheint. Das in der digitalen Anzeige 148 sichtbare Signal vermittelt ein elektrisches Signal für eine Rückkoppl ungs - Schlei fe 150; diese digitale Anzeige wird auch in einem Speicher 152 gespeichert. Wenn die Original-Hornhautabiesung bzw. -anzeige erreicht ist, dann kann der Prismenträger oder -trog 80 abgenommen werden, so daß der Chirurg den Schnitt erzeugt und die Linsen-Implantation vornimmt, während er sich des gesamten chirurgischen Gesichtsfeldes bedient. Jedoch verbleibt während der Operation der Abstand zwischen dem Auge und dem binokularen Mikroskop 36 unverändert, obwohl die Vergrößerungskraft während der Operation veränderbar ist, um eine zusätzliche Einsichtnahme der Linse 48 vornehmen zu können, so beispielsweise während der im Verlauf der Operation des Grauen Stars vorgenommenen Linsen-Implantation. Wenn der Chirurg die Linsen-Implantation vollzogen hat und sich bereitet, den Schnitt zu nähen, dann wird der Prismentrog 80 etwa in seine Mittelpunkt-Lage zurückgebracht; die im Speicher 152 gespeicherte digitale Anzeige betätigt einen Motor-Takter 154, um das Zahnrad 138 wieder
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auf den Vergrößerungswert zurückzuführen, welcher durch die Anzeige innerhalb des Speichers 152 vorgegeben ist. Diese Position vermittelt die ursprüngliche Form der Hornhaut. Der Fußschalter 156 kann als Fußschalter mit mehreren Positionen ausgebildet sein und kann eine Übersteuerungsposition besitzen, mittels welcher der Motor-Impulsgeber oder -Takter veranlasst wird, auf die durch den Speicher 152 angegebene Vergrößerung überzugehen. Eine Rückstellschaltung 158 ist auch vorgesehen, um den Speicher 152 zurückzustellen.
Das in Figur 10 schematisch dargestellte elektrische System ist im einzelnen in Figur 11 wiedergegeben; es ist der Zahnring 138 dargestellt, welcher mit dem an den Motor 142 angeschlossenen Zahnrad 140 zusammenwirkt und durch dieses angetrieben wird. Der Motor 142 kann beispielsweise ein Gleichstrom-Zahnradmotor sein, welcher eine geeignete Zahnrad-Untersetzung zwischen der Geschwindigkeit des Motors 142 und der Geschwindigkeit des Zahnrades 144 vermittelt. Wie vorstehend erwähnt wurde, zeigt die Position des Zahnringes 138 die Vergrößerung des Mikroskops 36 an; diese Position wird elektrisch mit Hilfe des Zahnrades wiedergegeben, derart, daß dieses den verschiebbaren Abgriff am Potentiometer 146 in eine gewisse Position bringt. Die Enden des Potentiometers 146 sind zwischen einer positiven Sp.annungsquelle (+V) und Masse verbunden. Als Folge davon wird durch die Position des Schiebers oder Abgriffes 160 am Potentiometer zur Erzeugung eines Analogsignals verwendet, welches über die Leitung 162 einem Analog- bzw. Digital konverter 164 eingegeben wird. Der digitale Ausgang des Konverters bzw. Umsetzers 164 wird dem Speicher- bzw. Verknüpfungsglied 166 eingegeben, wobei dessen Ausgang an einem ersten Eingang eines digitalen Komparators 168 und auch über die Leitung 170 an eine digitale Anzeige 172 angelegt wird. Der Ausgang des Verknüpfungsgliedes 166 wird auch über die Leitung 174 an einem zweiten Speicher bzw.
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Verknüpfungsglied 178 angelegt. Das Speicher- oder Verknüpfungsglied 178 wird mittels eines Berührungsschalters 180 eingestellt, welcher über die Leitung 182 einen Eingang am Verknüpfungsglied 178 anlegt. Das Verknüpfungsglied 178 erzeugt den zweiten Eingang am Digital komparator 168 über Leitung 184.
Je nach dem Wert der digitalen Ausgänge der Verknüpfungsglieder 166 und 178 werden Impulse über eine der fünf Ausgangsleitungen 185-189 des digitalen Komparators 168 übertragen. Jede der Ausgangsleitungen 185, 186, 188 und 189 erzeugt eina^ersten Eingang an einem angeschlossenen UND-Glied 192-195. Die Ausgangsleitung 187 des digitalen Komparators 186 besitzt einen Impulsausgang, wenn die zwei Eingangssignale der Verknüpfungsglieder 166 und 178 identisch sind, derart, daß ein "Rücksetz"-Impuls am Flip-Flop 198 angelegt wird. Das Flip-Flop 198 ist ein bistabiler Multivibrator, welcher durch Betätigung eines zweiten Berührungsschalters 200 "gesetzt" wird. Der Berührungsschalter 200 erzeugt über die Leitung 202 ein Signal an einem monostabilen Multivibrator 204, dessen Ausgang das Flip-Flop setzt. Der Ausgang des Flip-Flops 198 wird über die Leitung 206 als zweiter Eingang an jedem der UND-Glieder 192 und 195 angelegt. Der dritte Eingang an jedem der UND-Glieder 192 und 195 wird über die Leitung 208 von einem Hochgeschwindigkeits-Zeitgeber 210 angelegt. Der Zeitgeber 210 ist im wesentlichen ein Impulsgenerator, dessen Impulsbreite für eine Impulsfrequenz ausgelegt ist, welche in geeigneter Weise auf eine hohe Geschwindigkeit eingestellt und innerhalb eines bestimmten Bereiches mittels eines Rheostaten 212 einstellbar ist.
Die dritten Eingänge der UND-Glieder 193 und 194 werden über die Leitung 214 von einem zweiten Zeitgeber bzw. einem Niedergeschwindigkeits-Zeitgeber 216 eingegeben. Dieser ist entsprechend einem Impulsgenerator aufgebaut, welcher Niedergeschwindigkeits·
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folgt: Wenn der Chirurg am Mikroskopsystem arbeitet, um die in Figur 7A wiedergegebene Ausgangs-Bildposition einzustellen, dann wird das System mit Hilfe des Fußschalters wirksam. Der Fußschalter wird zwischen der "Zoom-Aufwärts"-Position oder dem Kontakt 224 und der "Zoom-Abwärts"-Position oder dem Kontakt 228 betätigt. Der Hochgeschwindigkeits-Zeitgeber 210 und der Niedergeschwindigkeits-Zeitgeber 216 sind bei Erregung des Systems wirksam. Falls der bewegbare Kontakt 226 des Fußschalters in die "Zoom-Aufwärts"-Position gebracht wird, dann wird das UND-Glied 220 mit Hilfe des Eingangssignals über die Leitung 222 und durch den Ausgang des Niedergeschwindigkeits-Zeitgebers 216 aktiviert, während der Ausgang des UND-Glieds 220 durch das ODER-Glied 228 am positiven Eingang des Verstärkers 256 angelegt wird. Der Verstärker 256 wird als Schalter benutzt und verstärkt den Eingangsimpuls von etwa 5 Volt auf einen Ausgang von etwa 12 Volt. Dieser Ausgang wird über die Leitung 260 am Motor 142 angelegt, um diesen in einer Richtung anzutreiben, in welcher der Vergrößerungseffekt vergrößert wird. Wenn sich der Zahnring 138 in die erwünschte Position dreht, dann dreht sich das Potentiometer-Zahnrad 144 entsprechend, um den Abgriff 160 des Potentiometers 166 in eine Position zu bringen, derart, daß ein Analogsignal erzeugt wird, welches die Position des Zahnringes 138 anzeigt. Dieses Analogsignal wird über die Leitung 162 am Konverter 164 angelegt, von welchem die ersten und zweiten Ausgänge mit dem Verknüpfungsglied 166 in Verbindung stehen, um ein Digital-Signal zu erzeugen, welches der am Abgriff 160 des Potentiometers 146 erscheinenden analogen Spannung entspricht. Der digitale Inhalt des Verknüpfungsgliedes 166 wird gemäß der analogen Position kontinuierlich auf den neuesten Stand gebracht. Der Ausgang des Verknüpfungsgliedes 166 wird in geeigneter Weise mit Hilfe der Leitung 170 aufgezeigt, wobei diese den Ausgang mit der digitalen Anzeige 172 verbindet. Die digitale Anzeige vermittelt ein Maß des Krümmungsradius, entweder in Dioptrien oder Radius-mm, was von der ursprünglichen Einstellung des Systems abhängt.
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Wenn die durch die Okulare oder binokularen Linsen gesehenen Bilder denen nach Figur 7A entsprechen, betätigt der Chirurg den Berührungsschalter 180, um einen Impuls über die Leitung 182 am Verknüpfungsglied 178 einzugeben. Dieser Impuls wird im digitalen Inhalt des Verknüpfungsgliedes 166 mit Hilfe der Verbindung der Leitung 174 gespeichert oder verriegelt. Das Verknüpfungsglied 178 ist im wesentlichen ein Speicher, welcher die ursprüngliche digitale Messung speichert. Dieses Maß wird während der Zeitdauer der Operation gespeichert. Nach Vollendung der Linsen-Implantation im Verlauf einer Operation des Grauen Stars drückt der Chirurg momentan den zweiten Berührungsschalter 200, welcher das System nach Figur 11 in die "Ausgangs"-Position zurückführt, d.h., in die Drehposition des Zahnringes 138 gemäß dem im Speicher- bzw. Verknüpfungsglied 178 gespeicherten Befehl .
Um die Vergrößerung auf die vorbestimmte Position zurückzuführen, vergleicht der digitale Komparator 168 den Realzeit-Digita!inhalt des Verknüpfungs- oder Speicherglieds 166 mit dem Zielinhalt bzw. angezeigten Inhalt des Verknüpfungsgliedes 178, derart, daß einer von fünf Ausgängen entsprechend dem Unterschied im Wert zwischen den zwei Eingängen entsteht. Falls der Differenzwert groß ist, bestimmt der Ausgang des digitalen Komparators, daß der Motor 142 durch Impulse vom Hochgeschwindigkeits-Zeitgebers 210 gespeist wird, derart, daß der Motor 142 mit hoher Drehgeschwindigkeit läuft. Wenn der Wert der Differenz zwischen den zwei Eingangsimpulsen kleiner wird, dann erscheint der Ausgang des Digitalkomparators über einer weiteren Leitung, derart, daß der Motor 142 durch Impulse von dem Niedergeschwindigkeits-Zeitgeber 216 gespeist wird. Auf diese Weise wird die genaue Positionierung des Zahnringes 138 bezüglich seiner erwünschten Position vollzogen.
Die Ausgangsleitung 185 des Digitalkomparators 168 ermöglicht
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es, daß die Hochgeschwindigkeits-Impulse die Vergrößerung anheben, während ein an der Leitung 186 erscheinender Ausgang die Niedergeschwindigkeits-Impulse befähigt, die Vergrößerung zu verkleinern. In vergleichbarer Weise werden die an den Ausgangsleitungen 188 und 189 erscheinenden Impulse als Niedergeschwindigkeits- und Hochgeschwindigkeits-Impulse am Motor 142 angelegt. Der digitale Komparator 168 ist auf eine "Dekade"-Basis eingestellt. Wenn der Unterschied zwischen dem Eingang des Verknüpfungsgliedes 166 und dem Verknüpfungsglied 178 größer ist als eine Dekade, dann erscheint der Ausgangsimpuls, offensichtlich von der Polarität abhängend, entweder an der Leitung 185 oder an der Leitung 189. Falls der Unterschied bzw. das Differential zwischen den Eingängen zwischen 0 und einer Dekade ist, dann ist der Ausgang des Digitalkomparators 168, wieder in Abhängigkeit vom Ausgang des Verriegelungsgliedes oder Verknüpfungsgliedes 166 oberhalb oder unterhalb des Inhalts des Verknüpfungsgliedes bzw. Speichergliedes 178. Der Ausgangsimpuls vom Digital komparator erscheint entweder an der Leitung 186 oder an der Leitung 188. Wenn eine Null- oder Balance-Position zwischen den zwei Eingängen erreicht ist, dann erscheint der Ausgang des Digitalkomparators 168 an der Leitung 187.
Wenn der Berührungsschalter 200 betätigt ist, dann ist die Leitung 202 erregt, um den monostabilen Multivibrator 204 zu betätigen, derart, daß das Flip-Flop 198 gesetzt wird; dieses bleibt gesetzt, um einen ersten Eingang an allen UND-Gliedern 192-195 zu aktivieren. Jedes dieser UND-Glieder besitzt als zweiten Eingang eine der Eingangsleitungen 185, 186, 188 und 189 vom digitalen Komparator 168. Wenn zu diesem Zeitpunkt der Fußschalter inaktiv verbleibt, weil sich der bewegbare Kontakt 226 zwischen den stationären Kontakten 224 und 228 befindet, sind die UND-Glieder 220, 232, 236 und 234 entregt bzw. abge-
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-abschaltet, wodurch die Motorsteuerung vollständig automatisch ist. Wenn eines der UND-Glieder 192-195 in Abhängigkeit von der Differenz zwischen den Eingängen am digitalen Komparator 168 aktiviert ist, dann wird entweder das ODER-Glied 248 oder 250 aktiviert, um ein Signal für die reversierenden oder nicht-reversierenden Eingänge des Verstärkers 256 auszulösen, derart, daß die Richtung und die Drehgeschwindigkeit des Motors 142 in geeigneter Weise steuerbar sind, um den Zahnring 138 in die Position zu bringen, welche durch den digitalen Inhalt des Verknüpfungs- oder Speichergliedes 178 bestimmt ist. Wenn die Null- oder Balance-Position erreicht ist, dann erzeugt der digitale Komparator 168 einen Impulsausgang über Leitung 187, um das Flip-Flop 198 zurückzusetzen, derart, daß die UND-Glieder 192-195 entregt werden. Nach Wunsch kann der an der Leitung erscheinende Ausgang auch benutzt werden, um eine Anzeigelampe zu erregen, welche anzeigt, daß die "Ausgangs"-Position erreicht ist, d.h., daß eine NuI1-Ausgleichsposition existiert. An diesem Punkt kann der Chirurg das erwünschte Nähen vollführen, um den Schnitt zu schließen.
Falls die ursprüngliche digitale Anzeige während des Messens des Auges des Patienten vor der Operation 44,5 Dioptrien ergab, dann wird diese Zahl digital im Speicher- oder Verknüpfungsglied 178 gespeichert; nach Vollendung der Operation des Grauen Stars wird die erwünschte Vergrößerung auf eine Ablesung von 44,5 Dioptrien zurückgeführt. Der die Bilder durch die Okulare 64 und 66 einsehende Chirurg sieht vor dem Nähen Bilder entsprechend der Darstellung in Figur 7B, wobei er ein viertes Bild sieht, falls drei Prismen verwendet werden. Diese Bilder sind, wie vorstehend erwähnt wurde, etwas elliptisch oder eiförmig in ihrer Form und sind nicht tangential zugeordnet.
Da der Teil der Hornhaut, in welcher das Nähen vorgenommen wird,
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das binokulare Mikroskop ungestört passiert, ist der Chirurg in einer Position, in welcher er die Nähte oder Fäden in der in den Figuren 12A-12C gezeigten Folge setzt. Gemäß Figur 12A wird das Nähmaterial 240 durch die Lederhaut und durch die Hornhaut 44 des Auges beidseitig des Schnitts 44a hindurchgezogen. Gemäß Figur 12B wird daraufhin das Nähmaterial 240 in einer Schleife geknotet, um eine einstellbare Naht zu erzeugen, derart, daß der Schleifen-Knoten verstellbar ist, um das Ausmaß der Spannung bzw. des Zugs in erforderlicher Weise zu verändern, so daß die im wesentlichen kugelförmige Fläche der Hornhaut 44 nach dem Nähen gebildet ist. Der Schleifen-Knoten wird daraufhin auf eine nominelle Zugsituation eingestellt, bis die acht Stiche 50-57 gemäß Figur 3 unter gleichem Winkel entlang einem Bogen von etwa 180° gelegt sind, um den Schnitt 44a zu schließen. Die Nähte 50-57 werden dann wahlweise angezogen oder gelockert, so lange das in Figur 7B dargestellte Bild projiziert wird. Obwohl sich die elliptischen Bilder 108, 108a und 108b in einer im wesentlichen horizontalen Richtung erstrecken, kann das Bild des reflektierten Lichtes, gesehen durch das Okular bzw.die Augenlinse durch entsprechendsAnziehen oder Lockern der verschiedenen Nähte oder Stiche verlagert werden, derart, daß andere Winkel entstehen, wobei sich im wesentlichen die Hauptachse jedes dieser Bilder in der gleichen Richtung erstreckt. In jedem Fall sind die Nähte 50-57 hinsichtlich ihres Zugs genau einstellbar, bis das in Figur 7C dargestellte Bild erscheint. Wenn alle Schleifen- oder Schiupfknoten eingestellt sind, wie dies in Figur 13C dargestellt ist, dann wird ein zweiter Knoten über den ursprünglichen Schleifen- oder Schiupfknoten plaziert, um einen quadratischen Knoten zu bilden und um auf diese Weise die so eingestellten Fäden zu sichern.
Bei Verwendung der Vorrichtung und des Verfahrens vorbeschriebener Art kann der Krümmungsradius der Hornhaut wieder zurückge-
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führt oder in seinen ursprünglichen Zustand gebracht werden,
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also auf einen Radius, weichender Operation existierte. Bei normaler Operation des Grauen Stars liegt der Krümmungsradius normalerweise innerhalb eines Bereiches von 1-8 Dioptrien des ursprünglichen Krümmungsradius der Hornhaut, was weitgehend vom Geschick des Chirurgen abhängt .Durch Verwendung des vorbeschriebenen Systems nach der Erfindung ist hinsichtlich des Nähens eine Präzision erreichbar, welche innerhalb von 0-1 Dioptrien des Original krümmungsradius der Hornhaut liegt.
Die Operation wird im wesentlichen wie folgt durchgeführt: Vor der Operation wird die Lichtquelle 70 unter Verwendung des binokularen Mikroskops 36 gemäß Figur 4 und bei Verwendung der Prismenreihe nach Figur 8 erregt, derart, daß ein Lichtkreis auf die Hornhaut des Patienten gerichtet wird. Wenn der Prismenträger bzw. -trog 80 in eine Position gebracht ist, in welcher er im wesentlichen die Hälfte des Bildes aufnimmt, erscheinen vier Lichtkreise durch die Okulare 64 und 66. Der Zoom-Antrieb des Mikroskops wird daraufhin betätigt oder erregt, bis das Originalbild 108 und die Meßbilder 108a-c die gegenseitige Beziehung gemäß Figur 7A einnehmen und eine digitale Anzeige, gemessen in Dioptrien oder mm des Krümmungsradius, mit Hilfe des elektronischen Systems nach Figur 11 erreicht ist. Diese digitale Anzeige wird dann in geeigneter Weise im Speicher aufgenommen, um eine Anzeige des tatsächlichen Krümmungsradius vor der Operation der Hornhaut zu erhalten. Der Schnitt wird dann gelegt; im Falle einer Operation des Grauen Stars wird durch den Schnitt hindurch eine Linsen-Implantation vorgenommen. Der Schnitt erstreckt sich bei normalen Operationen auf einem Bogen von etwa 180° des Umfangs der Hornhaut. Nach der Linsenimplantation werden unter gleichem Winkelabstand liegende Nähte, vorzugsweise insgesamt acht, verwendet, um den Schnitt zu schließen. Jede der Nähte oder Nähfaden besitzt einen ersten
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Schlupf- oder Schleifenknoten, mit welchem jede der acht Nähte hinsichtlich des Zuges oder der Spannung einstellbar ist, derart, daß die Krümmung der Hornhaut gemäß den Bildern einstellbar ist, welche durch die Okulare 64 und 66 eingesehen werden. Da der Bereich, innerhalb welchem der Chirurg arbeitet, in seiner Abbildung ungestört ist, sieht der Chirurg nur durch ein Bild, welches die Werkzeuge wiedergibt, mit welchen er arbeitet. Die optisch geteilten Bilder erscheinen als Meßbilder durch das Mikroskop, jedoch ohne Abbildung der Instrumente. Wenn sich die Instrumente der Mittellinie nähern (in Figur 7A als Linie 109 dargestellt), dann erscheinen die Instrumente mit den Meßbildern, sind jedoch von untergeordneter Intensität und sind infolgedessen nicht störend.
Die Bilder sind vor ihrer Einstellung im allgemeinen elliptisch oder eiförmig und besitzen Winkelorientierungen bezüglich der Hornhaut, welche von der Relativspannung jeder der Nähte bezüglich der anderen abhängen. Die Nähte oder Fäden können alternativ gelockert oder angezogen werden, bis alle Bilder Kreisform besitzen und tangential am vorgeschriebenen ursprünglichen und zuvor erhaltenen Krümmungsradius anliegen, derart, daß aufgezeigt ist, daß die Hornhautfläche nach dem Nähen der Hornhautfläche vor der Operation entspricht. Jede der Nähte bzw. der Nahtfäden wird daraufhin mit einem zweiten quadratischen Knoten verknüpft, um ihn in seiner Position zu hai ten.
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Leerseife

Claims (1)

  1. Licht, Schmidt, Hansmann & Herrmann Patentanwälte
    Licht. Schmidt. Hansmann. Herrmann -Postfach 701205· 8000 München 70 " Dipl.-Ing. Martin Licht
    Dr. Reinhold Schmidt Dipl.-Wirtsch.-Ing. Axel Hansmann Clifford Michael Terry Dipl.-Phys. Sebastian Herrmann
    7087 Columbus Drive
    Anaheim, Kalifornien 92807 Aibert-Roßhaupter-str.65
    8000 München 70
    Telefon: (089)7603091 Telex: 5 212 284 pats d Telegramme: Lipatli München
    22. Mai 1978 Ho/Ba
    PATENTANSPRÜCHE
    1. ; Mikroskop für chirurgische Zwecke, insbesondere zur Verwendung beim Vernähen eines in der Hornhaut des Auges gelegten Schnitts, insbesondere zur Erzielung eines vorbestimmten Krümmungsradius der Hornhaut, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikroskop als binokulares Mikroskop eine Eingangslinse aufweist, welche unter einem feststehenden Abstand vom Auge in Position bringbar ist, um ein chirurgisches Blickfeld durch die Okulare zu erzeugen, daß nahe der Eingangslinse eine Vorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher ein Bezugsbild auf die Hornhaut projiziert wird, daß sich wenigstens teilweise innerhalb des Mikroskops eine Einrichtung befindet, mittels welcher optisch wenigstens ein anderes, im wesentlichen identisches Bild erzeugbar ist, welches mit dem Bezugsbild durch das Mikroskop eingesehen werden kann, wobei die Einrichtung so in Position ist, daß ein Teil des Bezugsbildes ohne Ablenkung das Mikroskop passiert, derart, daß sich der nicht abgelenkte Teil des Bezugsbildes im Teil der Hornhaut befindet, wo der Schnitt zu legen ist, und daß das Mikroskop eine weitere Einrichtung aufweist, mittels welcher wenigstens einer der Bauteile, Mikroskop und optische Abbi1 dungseinrichtung,einstellbar sind, um das Bezugsbild und wenigstens das andere, im wesentlichen identische Bild in einem vorbestimmten Bildmuster
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    Deutsche Bank München, Kto.-Nr. 82/08050 (BLZ70070010) Postscheck München Nr. 163397-802
    ORIGINAL fN8PECTB0
    zu verändern, derart, daß das vorbestimmte Bildmuster durch das Mikroskop nur sichtbar ist, wenn die Nähte des Schnitts geeigneten Zug aufweisen, um den vorbestimmten Krümmungsradius der Hornhaut herbeizuführen.
    2. Mikroskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Mikroskop mit veränderl icherVergrößerung ausgebildet ist, und daß die Einstelleinrichtung Mittel aufweist, um die Vergrößerung auf einen vorbestimmten Wert einzustellen, welcher bezüglich des vorbestimmten Krümmungsradius bestimmbar ist, derart, daß das Bezugsbild und wenigstens das andere im wesentlichen identische Bild in ihrer Grcße veränderbar sind, um die vorbestimmte gegenseitige Lage der Bilder herbeizuführen.
    3. Mikroskop nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die optische Abbildung wenigstens des anderen Bildes bildenden Mittel Prismen enthalten.
    4. Mikroskop nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Prismen innerhalb des Mikroskops befinden und aus einer Reihe von wenigstens zwei Prismen bestehen, mittels welchen optisch wenigstens zwei andere, im wesentlichen identische Bilder abbildbar sind, und daß jedes der Prismen bezüglich des anderen und bezüglich der optischen Achse des Mikroskops orientiert ist, um das von der Hornhautoberfläche reflektierte Bild unter vorbestimmten Winkeln in Form eines vororiertierten Bildmusters abzulenken .
    5. Mikroskop nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Prismen aus einer Prismenreihe von wenigstens drei Prismen bestehen, mittels welchen optisch wenigstens drei andere, im wesentlichen identische Bilder erzeugbar sind, und daß jedes der Prismen bezüglich des anderen und bezüglich der optischen Achse des Mikroskops orientiert ist, derart, daß das von der Hornhautoberfläche reflektierte Bezugsbild unter vorbestimmten Winkeln in Form eines vororientierten Bildmusters ablenkbar ist.
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    6. Mikroskop nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Prismen dieselbe Dioptrien-Rate bzw. Brechzahl besitzt.
    7. Mikroskop nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Prismen in einer im wesentlichen ebenen Reihe angeordnet sind, derart, daß die Prismenscheitel winkelig gegenseitig versetzt sind, und daß die Prismen so angeordnet sind, daß sie eine Vorderkante bilden, die sich am angenäherten Mittelpunkt der optischen Bahnen der Okulare befinden.
    8. Mikroskop nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die das Bezugsbild projizierende Einrichtung eine kreisförmige Lichtquelle ist.
    9. Mikroskop nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmige Lichtquelle nahe der Eingangslinse im wesentlichen senkrecht zur optischen Achse des Mikroskops angeordnet ist und sich in konzentrischer Lage mit dem chirurgischen Gesichtsfeld befindet.
    10. Mikroskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikroskop eine feststehende Vergrößerung besitzt, und daß die die optische Abbildung wenigstens eines anderen Bildes erzeugende Einrichtung eine drehbare Prismenanordnung enthält, mittels welcher die Prismen-Brechzahl und die Position wenigstens eines anderen Bildes bezüglich des Bezugsbildes veränderbar sind.
    11. Mikroskop nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
    die drehbaren Prismen erste und zweite Prismen aufweisen, welche sich innerhalb des Mikroskops brfinden, um wenigstens teilweise die optischen Bahnen jeder der Okulare zu schneiden, derart, daß zwei andere, im wesentlichen identische Bilder abgebildet sind.
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    12. Mikroskop nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten drehbaren Prismen in einer im wesentlichen ebenen Ausrichtung auf einem Trog bzw. Tragkörper angeordnet sind, und daß der Trog senkrecht zur optischen Achse des Mikroskops bewegbar ist.
    13. Mikroskop nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Prismen an einem Trog befestigt sind, und daß der Trog senkrecht zur optischen Achse des Mikroskops bewegbar ist.
    14. Mikroskop mit einem System zur Verwendung während der Augenoperation an der Hornhaut, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikroskop als binokulares Mikroskop eine Eingangslinse aufweist, welche unter einem feststehenden Abstand vom Auge in Position bringbar ist, um ein chirurgisches Blickfeld durch die Okulare zu vermitteln, daß sich nahe der Eingangslinse eine Vorrichtung befindet, mittels welcher ein Bezugsbild auf die Hornhaut des Auges projizierbar ist, daß das Mikroskop ferner eine Einrichtung aufweist, mittels welcher optisch das Bezugsbild teilbar ist, derart, daß mehrere, im wesentlichen gleiche Bilder entstehen, daß das Mikroskop eine Einrichtung aufweist, mittels welcher das optische System veränderbar ist, um die erzeugten Bilder in einem vorbestimmten Bildmuster einzustellen, daß eine Vorrichtung auf die Einstellmittel anspricht und einen Ausgang erzeugt, welcher als Maßgabe für den Krümmungsradius der Hornhaut dient, und daß eine Speichervorrichtung den Ausgang speichert.
    15. Mikroskop nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuereinrichtung an die Speichereinrichtung und an die Einstelleinrichtung angeschlossen ist, um das optische System gemäß dem Ausgang einzustellen, derart, daß der Chirurg die Einstellung des optischen Systems vor dem Nähen des Schnitts zurückführen kann, um das Bildmuster festzulegen, welches als Anzeige für den vor-operativen Krümmungsradius bestimmend ist.
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    16. Mikroskop nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die das Bezugsbild optisch aufteilende Einrichtung Prismen aufweist, welche sich wenigstens teilweise innerhalb des Mikroskops befinden, um einen Teil des Bezugsbildes ohne Ablenkung durch das Mikroskop passieren zu lassen, derart, daß der Chirurg einen ungestörten Teil des chirurgischen Gesichtsfeldes im Bereich der Naht einsehen kann.
    17. Mikroskop nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Prismeneinrichtung drei Prismen gleicher Brechkraft bzw. Kennzahl und im wesentlichen gleicher Konfiguration enthält, wobei die Prismen in angrenzender Beziehung in einer ebenen Reihe so angeordnet sind, daß die Prismenscheitel gegenseitig und bezüglich der optischen Achse des Mikroskops orientiert sind, um das reflektierte Bezugsbild unter vorbestimmten Winkeln abzulenken, derart, daß ein Bildmuster bestimmbar ist.
    18. Mikroskop nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
    das binokulare Mikroskop ein Mikroskop veränderlicher Vergrößerung ist, und daß die das optische System verändernde Einrichtung aus Mitteln besteht, mittels welchen die Vergrößerung auf einen vorbestimmten Wert einstellbar ist, wobei dieser Wert bezüglich des vorbestimmten Krümmungsradius bestimmbar ist, derart, daß die Bilder in ihrer Größe veränderbar sind, um das vorbestimmte Bildmuster zu erzeugen.
    19. Mikroskop nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Prismen in einer rechtwinkeligen Konfiguration angeordnet sind und eine Vorderkante aufweisen, welche innerhalb der optischen Bahn der binokularen Augenlinsen bzw. Okulare plazierbar ist.
    20. Mikroskop nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das
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    System Mittel aufweist, mittels welcher der Krümmungsradius digital anzeigbar ist.
    21. Mikroskop nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die die Vergrößerung verstellende Einrichtung eine motorisch getriebene Getriebeanordnung aufweist.
    22. Mikroskop nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die motorisch getriebene Getriebeanordnung weitere Mittel aufweist, welche an das Getriebe angeschlossen sind, um ein der Vergrößerung proportionales Anabgsignal zu erzeugen.
    23. Mikroskop nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Prismen aus drehbaren Prismen bestehen, die sich in einer gemeinsamen Ebene befinden, wobei sich jedes der Prismen in der optischen Bahn eines der Okulare befindet, und daß die das optische Estern ändernde Einrichtung Mittel aufweist, welche die drehbaren Prismen drehen, derart, daß die Bildpositionen veränderbar sind, um das vorbestimmte Bildmuster zu erzeugen.
    24. Mikroskop nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbaren Prismen auf einem Trog angeordnet sind,welcher im wesentlichen senkrecht zur optischen Achse des Mikroskops verschiebbar ist.
    25. Mikroskop nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die ei"Bezugsbi1d projizierende Einrichtung aus einer kreisförmigen Lichtquelle besteht.
    26. Mikroskop nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß sich die kreisförmige Lichtquelle in einer Ebene befindet, die sich senkrecht zur optischen Achse des Mikroskops erstreckt und im wesentlichen konzentrisch mit dieser verläuft.
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    27. Mikroskop nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß
    die Drehung der drehbaren Prismen die Dioptrien-Rate und folglich den Deviations-oder Ablenkwinkel verändert.
    28. Verfahren zur Verwendung eines Mikroskops, insbesondere während des Nähens eines Schnitts im Bereich der Hornhaut, um die Hornhaut eines Auges mit einem vorbestimmten Krümmungsradius zu versehen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bezugsbild auf die Oberfläche der Hornhaut projiziert wird, daß ein binokulares Mikroskop so angeordnet wird, daß das Gesichtsfeld desselben das reflektierte Lichtbild aufnimmt, um durch das Mikroskop einzusehen, daß optisch wenigstens ein anderes, im wesentliches identisches Bild erzeugt wird, welches durch das Mikroskop einsehbar ist, und daß optisch das Bezugsbild und wenigstens das andere Bild veränderbar sind, um ein vorbestimmtes Bildmuster zu erzeugen, welches durch das Mikroskop nur dann sichtbar ist, wenn die Nähte des Schnitts geeigneten Zug aufweisen und einen vorbestimmten Krümmungsradius der Hornhaut auslösen.
    29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Veränderung der Bilder durch Verstellung der Vergrößerung des Miroskops vollzogen wird, wobei die Vergrößerung auf einen Wert eingestellt wird, welcher dem vorbestimmten Krümmungsradius entspricht.
    30. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Veränderung der Bilder mit Einstellmitteln innerhalb des Mikroskops geschieht, mittels welchen optisch wenigstens das andere Bild erzeugbar ist, um die Position wenigstens des anderen Bildes bezüglich des Bezugsbildes zu verändern.
    31. Verfahren zur Verwendung eines Mikroskops, insbesondere während einer Augenoperation unter Verwendung eines gegebenen
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    binokularen Mikroskopsystems, mittels welchem ein chirurgisches Gesichtsfeld gegeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Anlegen des Schnitts an der Hornhaut ein Bezugsbild auf die Oberfläche der Hornhaut projiziert wird, daß optisch wenigstens ein anderes, im wesentlichen identisches Bild erzeugt wird, welches durch das Mikroskop einsehbar ist, daß optisch das Bezugsbild und wenigstens das andere Bild verändert werden, um ein vorbestimmtes Bildmuster zu erzeugen, daß ein elektrisches Signal erzeugt wird, welches die erforderliche optische Veränderung anzeigt, um das vorbestimmte Bildmuster zu erzeugen, und daß das Mikroskopsystem gemäß dem elektrischen Signal eingestellt wird, nachdem der Schnitt gelegt wurde und bevor das Nähen beginnt, wobei das vorbestimmte Bildmuster durch das Mikroskop nur dann einsehbar ist, wenn die nachfolgend gelegten Nähte einen geeigneten Zug aufweisen, derart, daß der Krümmungsradius der Hornhaut auf den Krümmungsradius gebracht werden kann, welcher vor der Operation existierte.
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DE19782822277 1977-05-26 1978-05-22 Mikroskop fuer chirurgische zwecke und verfahren zur verwendung des mikroskops, insbesondere bei augenoperationen Granted DE2822277A1 (de)

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