DE282028C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67C—CLEANING, FILLING WITH LIQUIDS OR SEMILIQUIDS, OR EMPTYING, OF BOTTLES, JARS, CANS, CASKS, BARRELS, OR SIMILAR CONTAINERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; FUNNELS
- B67C3/00—Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus; Filling casks or barrels with liquids or semiliquids
- B67C3/30—Filling of barrels or casks
- B67C3/32—Filling of barrels or casks using counterpressure, i.e. filling while the container is under pressure
Landscapes
- Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 282028 KLASSE 646. GRUPPE
ROBERT HAAG in STUTTGART.
Selbsttätige Faßfüllvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. März 1912 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine selbsttätige Faßfüllvorrichtung, welche nach Art
bekannter Faßfüllvorrichtungen in der Weise' arbeitet; daß ein Füllkopf gegen die Einfüll-Öffnung
des Fasses gepreßt und gleichzeitig ein den Eintritt der Flüssigkeit regelndes Ventil
eingeführt wird. Dabei geschieht das Anpressen des Füllkopfes und das Einführen des
Füllventils in das Faß sowie das Öffnen dieses
ίο Ventils und die Rücksteuerung der beweglichen
Teile in die Anfangsstellung mit Hilfe zweier ineinander laufender Kolben.
Es ist nun bereits bekannt geworden, die Steuerung einer Füllvorrichtung mittels eines
Hahnes zu bewirken, der in verschiedenen Stellungen die Druckluftleitung mit den einzelnen
Organen der Füllvorrichtung verbindet. Diese Einrichtung hat aber namentlich den
Nachteil, daß die Herstellung eines derartigen Hahnes mit erheblichen Schwierigkeiten verknüpft
ist. Vorliegender Erfindung gemäß sind daher zur Steuerung der Kolben sowie
zur Entlüftung des Fasses bzw. zur Erzeugung eines Gegendruckes in demselben ' Doppelventile
verwendet. Jedes Doppelventil wird durch ein zugehöriges Exzenter gegen den oberen
Ventilsitz angedrückt, während es durch sein Eigengewicht und das Druckmittel selbst auf
den unteren Ventilsitz gepreßt wird. Die Ver-
30. wendung dieser Doppelventile hat dem Bekannten
gegenüber den Vorteil, daß Einrichtung und Handhabung der Faßfüllvorrichtung bei größerer Betriebssicherheit viel einfacher
wird, namentlich wenn man noch die Exzenter zum Bewegen der Kolben auf einer gemeinsamen
Welle anordnet.
Zweckmäßigerweise ist zwischen jedem Doppelventil und einem Exzenter eine Feder oder
ein federndes Zwischenorgan eingeschaltet, das ein dauernd sicheres Arbeiten des Ventils gewährleistet.
Auf der Zeichnung ist der Erfmdungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform
näher erläutert.
Fig. ι zeigt in Vorderansicht die neue Abfüllvorrichtung
im Gebrauch,
Fig. 2 in größerem Maßstab und Schnitt die Steuervorrichtung, während
Fig. 3 im Maßstab der Fig. 1 schematisch die Anordnung der Doppelventile zur Steuerung
des Kolbens darstellt.
Gegen das zu füllende Faß 1 wird der Füllkopf 3 angedrückt, in welchem die Füllröhre
6 verschiebbar angeordnet ist. An deren Ende sitzt das Ventil 4, welches sich
beim Aufstoßen auf die innere Faßwand öffnet. Das Andrücken des. Füllkopfes 3 sowie
das Öffnen und Schließen des Ventils 4 geschieht in bekannter Weise durch zwei ineinander
laufende Kolben 9 und 11, welche abwechselnd unter Druck gesetzt werden, wobei
der Kolben 9 durch Gestänge 10 mit dem Füllkopf 3 und Kolben 11 mit der Füllröhre 6
verbunden ist, in welche die Flüssigkeit durch eine Leitung 5 eintritt. .
Zur Steuerung der Kolben 9 und 11 sind
nun Doppelventile 21 und 21' angeordnet,
deren doppelsitzige Ventilkörper so beschaffen sind, daß ihre Stellung durch Exzenter 22
und 22' geregelt werden kann, welche die Ventilkörper entweder anheben und gegen den
oberen Ventilsitz andrücken, oder sie freigeben, so
daß sie auf den unteren Sitz gelangen können. Zu diesem Zweck trägt jeder Doppelventilkörper
an seinem unteren Ende 25 eine Hülse 26, an welcher unten eine Rolle oder Kugel
27 angeordnet ist, die auf den Exzentern gleitet. Für jedes Doppelventil ist ferner eine
Feder 24 vorgesehen, welche die Doppelventilkörper stets federnd nach oben drückt, so
daß etwaige Abnutzungen und Ungenauigkeiten der Doppelventilkörper . ausgeglichen
werden und ohne Einfluß auf die Wirkungsweise der Ventile sind.
Die beiden Doppelventile 21 und 21' sind
durch eine gemeinsame Leitung 28 mit der Druckquelle verbunden. Vom Doppel ventil 21
führt eine Leitung 20 in den Innenzylinder 29, während das Doppelventil 21' durch die
Leitung 7 und Kanal 8 mit dem Raum des äußeren Kolbens 9 in Verbindung steht.
Die zur Steuerung der Ventilkörper der Doppelventile 21 und 21' dienenden Exzenter
22 und 22' sitzen auf einer gemeinsamen Welle 23 und sind gegeneinander versetzt.
Die Bewegung dieser Exzenter geschieht mit Hilfe eines auf der Welle 23 sitzenden Handhebels.
Zur Erzeugung des für das Einfüllen der Flüssigkeit erforderlichen Gegendrucks im Faß
sowie zur Entlüftung des Fasses dient ein weiteres Doppelventil 30, welches genau so
gebaut ist und arbeitet wie die Doppelventile 21 und 21'. Zur Steuerung dieses Ventils ist
ein Exzenter 31 vorgesehen, welches selbsttätig mit Hilfe eines Hebels 32 bewegt wird,
dessen gegabeltes Ende -33 einen Zapfen 34 umgreift, der an einem mit dem Kolben 11
in Verbindung stehenden und mit diesem sich auf- und abwärts bewegenden Ständer 35 angebracht
ist. Das Doppel ventil 30 ist einerseits durch eine Leitung 37 mit der Druckquelle
und andererseits durch eine Leitung 36, die in den Füllkopf 3 einmündet, mit dem
Faß verbunden.
Um die Vorrichtung in Betrieb zu setzen, wird das Exzenter 22' mit Hilfe des Handhebels
so gestellt, daß sich der Doppelventilkörper des Ventils 21' unter der Wirkung der
oben eintretenden Druckluft auf seinen unteren Sitz senken kann, wobei die Druckluft am
Ventilkörper 21' vorbei in die Leitung 7 eintritt, durch den Kanal 8 hinter den Kolben 9
gelangt und diesen samt dem Gestänge 10 und Füllkopf 3 nach unten drückt, bis er auf
der Faßöffnung aufsitzt.
In dieser Stellung der Steuerwelle 23 steht ' Exzenter 22 so, daß der Ventilkörper des
Doppelventils 21 gegen seinen oberen Sitz gepreßt wird und das Innere des Zylinders 29
mit der Atmosphäre verbindet, so daß die Luft unter dem Kolben 11 ins Freie entweichen
kann und Kolben 11 samt der damit verbundenen Füllröhre 6 gleichzeitig mit dem
Kolben 9 sich senkt, weil ein Ansatz am unteren Ende der Füllröhre 6 am Füllkopf 3
ansteht.
Nachdem sich der Füllkopf 3 auf der Faßöffnung festgesetzt hat, geht der Kolben 11
infolge seines Eigengewichts noch weiter nach unten, bis die das Ventil 4 tragende, in der
Füllröhre 6 gelagerte Stange 19 auf die innere Faßwand aufstößt und das Ventil 4 öffnet,
worauf die Flüssigkeit in das Faß eintritt. Während dieses letzten Teiles der Bewegung
des Kolbens 11 ist Exzenter 31 so gedreht worden, daß der Ventilkörper des Doppelventils
30 die Druckluft durch Leitung 36 in das Faß einströmen läßt (s. ausgezogene Pfeilrichtung
wie in Fig. 2).
Ist die Füllung des Fasses beendet, so wird das Exzenter 22 so gestellt, daß der Ventilkörper
des Doppelventils 21 der Druckluft den Weg durch die Leitung 20 unter dem
Kolben 11 freigibt, wodurch dieser gehoben wird. Beim Aufwärtsgang des Kolbens 11
schließt sich das Ventil· 4 und verhindert ein weiteres Eintreten von Flüssigkeit in das Faß;
gleichzeitig wird auch Exzenter 31 so gedreht, daß der Ventilkörper des Ventils 30 auf seinen
oberen Sitz gepreßt wird, so daß das Faß entlüftet wird (s. Pfeilrichtung strichpunktiert
in Fig. 2). Beim weiteren Hochgehen stößt dann der Ansatz an der Füllröhre 6 wieder
an den Füllkopf 3 an und nimmt diesen samt dem Gestänge 10 und Kolben 9 mit nach
oben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Selbsttätige Faßfüllvorrichtung, bei welcher das Einführen des Füllventils in das Faß nebst dem Anpressen des Füllkopfes mit Hilfe zweier ineinander laufender Kolben vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß für die Steuerung des Gegendrucks und für den Ein- und Auslaß des Druckmittels in die Zylinder der Anpreßkolben (9 und 11) Doppelventile (21, ai' und 30) verwendet werden, die mit Hilfe eines Exzenters (22, 22' und 31) gegen den einen Ventilsitz angedrückt werden, wobei die Exzenter (22 und 22') der die Anpreßkolben steuernden Doppelventile (21 und 21') auf einer gemeinsamen Welle (23) angeordnet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE282028C true DE282028C (de) |
Family
ID=537713
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT282028D Active DE282028C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE282028C (de) |
-
0
- DE DENDAT282028D patent/DE282028C/de active Active
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